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Chelmon und Tridacna

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    • Chelmon und Tridacna

      Hallo

      Das Chelmons und Tridacnas selten gutgeht weiss ich.65599 Deshalb habe ich mich bisher auch nicht getraut meinen Schelmi ins grosse Becken zu setzen. Er ist ein toller Bursche und sehr verfressen. Nebst Glasrosen mampft er sogar Manjanos - Zumindest verschwinden die immer in seinem Becken.

      Nun haben sich leider die Glasrosen über den Sommer - ich glaube die mögen warmes Wasser - im grossen Becken rasant vermehrt. Ein paar Manjanos habe ich leider auch wieder gesichtet... X(

      Schelmi ist geladen und entsichert und würde gerne dorthin umziehen. Bloss habe ich tierisch Angst um meine Tridacnas. Die beiden kleineren haben 15-20 cm. Die könnte ich umziehen. Die dicke Berta, eine 35 cm Squamosa, findet aber kaum Platz in meinen anderen Becken.

      Wie töten Chelmons Muscheln? Eher zupfend wie ein Zwergkaiser, so dass ich wenns losgeht reagieren könnte. Oder haut der, wenn der Appetit kommt, kurz den Schnabel in die Muschel und tötet sie damit?

      Infos dazu könnte mir helfen, das Risiko besser abzuwägen... ;(

      Gruss
      Andi
    • Hallo Andi,

      Chelmon und Tridacna geht selten gut. Ich möchte meinen, überhaupt nicht. Auch diejenigen, welche anfangs noch positiv dachten, wurden spaeter enttäuscht.
      Du kannst es versuchen. Die Annahme, dass er vor groesseren Muscheln halt macht, ist widerlegt. Der Fisch wächst auch schneller, als die Tridacna. Diese Tatsache sollte in deine Überlegungen mit einfliessen. So gesehen, ergibt sich eine Entscheidung von selbst.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • Hallo zusammen,

      Übergriffe sind immer das Resultat einer nicht artgerechten Ernährung! Wer diese bieten kann, ist fein raus. Bei Nahrungsspezialisten ist das nicht immer einfach. Selten werden diese optimal ernährt. Dass ein Nahrungsspezialist überhaupt frisst, darf nicht von seinen natürlichen Fressgewohnheiten ablenken. Die brechen irgendwann einmal durch.....
      In der natürlichen Umgebung eines Chelmon sind Muscheln nicht interessant. Im Aquarium kann es anders aussehen. Auf der Suche nach geeigneter Nahrung wird alles probiert, was den Hunger stillen könnte. Appetit hat dieser Fisch immer. Er ist immer auf der Suche. Doch Hunger ist etwas anderes. Auf diesem Grund entstehen die meisten Übergriffe.
      Knop berichtete ebenfalls von malträtierten Muscheln einiger Aquarianer durch den Chelmon.
      Diese wurden aus der Schusslinie genommen und zeitweilig bei Ellen Thaler abgegeben. Dort befand sich auch ein Chelmon, der aber keinerlei Interesse zeigte, da gut genährt. Als die Tridacna wieder in die Aquarien ihrer Pfleger zurückgesetzt wurden, fingen die Übergriffe wieder an.
      Das sollte beweisen, dass eine optimale Ernährung der Schlüssel zum Erfolg ist. Wer das bei den Nahrungsspezialisten bieten kann, sollte die Vergesellschaftung versuchen. Ich bin immer schon Experimenten zugetan. Wer nichts versucht, kann auch nichts lernen. Nur, bevor man sich zu diesem Versuch entschließt, sollte man auch streng sein Nahrungsangebot prüfen.
      Das ist auch einer der Gründe, warum ich oben so ablehnend geschrieben habe.
      Das Desinteresse an Tridacna und das Interesse an Trachyphyllia & Co. hat vielleicht denselben Hintergrund. Nur hier hat der Chelmon einen anderen Weg gefunden an seine Proteine zu kommen. :(
      Gruß
      Hajo
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    • Hallo zusammen

      Danke für Eure Antworten. Ich bin mir des Risikos ja schon bewusst, bloss muss ich endlich eine Waffe gegen Glasrosen und Manjanos haben. Schlimmstenfalls werde ich meine grosse Squamosa abgeben müssen. Ich hab die schon 6 Jahre und sie ist gut gewachsen. Heul...

      Daher wollte ich wenn möglich erst einen Versuch wagen, aber ohne die Muschel zu gefährden. Daher die Frage wie schnell ein Chelmon eine grosse Tridacna töten kann. Da habe ich echt keine Vorstellung wie das abgeht.

      @ hajo: Schelmi ist äusserst verfressen, am liebsten mag er Mysis. Wenns Happa gibt streckt er manchmal vor Freude den Schnabel aus dem Wasser. Ansonsten hatte ich ihn im Verdacht Krusten zu fressen. Seit ich dann aber die Feile aus dem selben Becken entfernt habe, wachsen die Krusten wieder, Manjanos und Glasrosen haben aber weiterhin keine Chance. Im grossen Becken wo die Feile nun schwimmt, gehen weder Glasrosen noch Manganos zurück, dafür schwinden Krusten rasant. Verflixte Gourmets... ;(


      Gruss
      Andi
    • Hallo Andi,

      im Prinzip ist ja alles gesagt. Bei kleiner Tridacna und adultem Chelmon sind theoretisch die Verletzungen intensiver als im umgekehrten Fall. Im Gegensatz zu den Bissverletzungen der Kaiserfische oder eines ausgewachsenen Zanklus sind die des Chelmon sicher weniger dramatisch.Uebrigens gibt es eine Vielzahl von Fischen, die der Muschel Stress zufügen koennen. Beileibe alles keine direkten Muschelfresser!! Die Muschel wird sich aber durch die sporadischen Besuche nicht mehr öffnen. Insofern ist diese andauernde Situation ebenfalls als ernst einzustufen, da sich die Muschel groesstenteils vom Licht ernaehrt. Es ist erst einmal anzunehmen, dass bei genug Glasrosen im Becken, das Interesse des Chelmon nicht zuerst den Muscheln gilt. Unter sorgfältiger Beobachtung sollte es möglich sein, ernsthaftere Attacken rechtzeitig zu erkennen und ggf. dann einzuschreiten.
      So gesehen, kannst du es erst einmal versuchen. Was mittel- und langfristig auf dich zukommt, kann niemand voraussagen. Ich verstehe gut in welcher Zwickmühle du dich befindest. Auf der einen Seite ein dringend gebrauchter Glasrosenfresser und andererseits auch interessante und wundervolle Muscheln, auf die man nicht verzichten möchte.
      Gruss
      Hajo
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    • Hallo Hajo

      Vielen Dank, somit habe ich kein grosses Risiko, dass der Schnabel augenblicklich zum Dolch wird.

      Damit machst Du mir Mut es zumindest zu versuchen. Selbstverständlich werde ich Schelmi genau beobachten. Und wenn er die Muschel bloss ärgert, kann ich damit leben, denn dann habe ich Zeit zu reagieren. Sowas hatte ich schon mal mit einem Putzerlippfisch erlebt, dann musste aber der Putzer ausziehen. Bei Schelmi wäre es umgekehrt, obwohl ich sehr an den Muscheln hänge... ;(

      Gruss
      Andi
    • Hallo Andi,

      eine Sache solltest du vielleicht noch im Auge haben.
      Wenn du dich eventuell später gegen den Chelmon entscheiden wirst, weil sich vielleicht keine Aiptasien mehr zeigen und damit die Entscheidung zugunsten des Verbleibs der Muscheln gefallen ist, wird es nicht sicher sein, dass das Becken auch absolut glasrosenfrei bleibt.
      Meist kommen die Biester wieder in Tritt, wenn der Chelmon aus dem Becken ist. Tatsächlich passiert so etwas auch beim Entfernen anderer Fressfeinde. Nur als Dauergaeste sind sie halbwegs eine Garantie.
      Gruss
      Hajo
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    • Hallo hajo

      Dessen bin ich mir bewusst. Ich versuche mittlerweile seit 6 Jahren und in verschiedenen Becken für Glasrosenfreiheit zu sorgen - Chancenlos!

      Aufgrund meiner Erfahrungen gehe ich davon aus, dass es schlicht nicht möglich ist ein Becken glasrosenfrei zu halten - ausser durch Fressfeinde.

      Im Fangschreckenbecken habe ich Real Reefrock und neuen "toten" Sand verwendet. Bakterien aus der Flasche. Zoa-Ableger ohne mitgebrachtes Substrat, und wenn, dann zumindest mit der Korallenzange alle sichtbaren Oberflächen nicht nur abgekratzt sondern weggebrochen. Ableger vor dem Einbringen ins Aq dreimal in frischem Meerwasser durchgespühlt. Ergebnis: Nach 6 Monaten doch die erste Glasrose gesichtet. Volle Kanne mit Calciumhydroxid zugemauert. Seitdem tauchen immer mal wieder welche auf. Da das Becken nur 100l fasst, kann ich hier manuell kontrollieren, werde das Becken aber niemals
      glasrosenfrei halten können.

      Im grossen Kreislauf befinden sich nebst dem Technikbecken 3 Aquarien. Das grosse ist richtiggehend verseucht von Glasrosen. Beckenneustart war erst vergangen November. Seitdem sind ein paar hundert Glasrosen am wachsen.

      Das Zweitbecken am Kreislauf ist völlig frei von Glasrosen. Vermutlich sind meine C Flavissima da fleissig am wirken.

      Das Drittbecken am Kreislauf ist ebenfalls sauber. Hier wohnt momentan noch Schelmi. Da habe ich zum testen auch schon bewusst Manjanos aus dem grossen Becken eingebracht. Die verschwinden dann mit der Zeit.

      Dann noch das TB. Das hat mehrere beleuchtete und bewohnte Kammern Eine ist mein Zoa-Refugium. Wurdemanis halten das sauber. Die grosse Kammer mit Lebendgestein-Totgesteinmix wird von einem Mittelmeerschleimfisch Parablennius Gattorugine glasrosenfrei gehalten. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass der sich an Aktinien vergreift. Ich habe dann vom Urlaub vor 2 Jahren ein grössenmässig passendes Exemplar mitgebracht. Glasrosen-Volltreffer. In die Hauptbecken darf er nicht, weil ich nicht weiss, was er sonst noch anstellt und ich ihn zudem - wenn zu gross - wieder zurückbringe und hoffentlich einen Neuen fange.

      Gruss
      Andi
    • Wieso legst Du nicht ein Kunstoffsieb über die Tridacnen solange der Chelmon drin ist?
      Der Wasseraustausch sollte funktionieren und Liht kommt auch hin - nur er nicht :)

      SO was in der Art hier... sudu-shop.de/de/sudu-aquarient…-/algenkaefig-fischkaefig
      gibt es auch in gross.. dann die Mschel drunter bzw. das Teil darüber und Ruhe ist...
      Best Fishes
      Dani
    • hypocampo schrieb:

      Wieso legst Du nicht ein Kunstoffsieb über die Tridacnen solange der Chelmon drin ist?
      Der Wasseraustausch sollte funktionieren und Liht kommt auch hin - nur er nicht :)

      SO was in der Art hier... sudu-shop.de/de/sudu-aquarient…-/algenkaefig-fischkaefig
      gibt es auch in gross.. dann die Mschel drunter bzw. das Teil darüber und Ruhe ist...



      das ändert aber an der speziellen Problematik nichts. sie wird nur weiter hinausgeschoben, denn man verlegt damit nur den Zeitpunkt der Wahrheit nach hinten.
      Theoretisch sind solche Gitterkonstrukte hilfreich. Aber eben nur in der kommerziellen Aufzucht im Meer und weniger im zerkluefteten Riffbecken.
      Gruss
      Hajo
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    • Hallo Sandy & Hajo
      Dann habe ich was falsches verstanden..

      ich ging davon aus, dass der Chelmon nicht für immer drin bleiben soll. Ich schrieb ja auch "solange der Chelmon drin ist"..

      Wenn ich die Möglichkeit habe, das Becken Glasrosenfrei zu bekommen und ich dazu die Tridacna 2 Monate mit einem Käfig vor Attacken des Chelmon zu schützen dann mache ich dies...

      Deswegen wählt man, zumindest tun das die Meisten, einen verträglichen Besatz aus.
      Best Fishes
      Dani
    • Das wäre dann ein Workaround für einen Workaround. Solange der Chelmon im Becken ist werden die Glasrosen unterdrückt. In der Zeit sind dann die Muscheln im Käfig. Sobald der Chelmon wieder raus ist fangen die Glasrosen wieder an, sich auszubreiten, bis dass der Chelmon wieder anrücken muss und die Muschel wieder in den Käfig rückt.

      Kommt mir das nur so vor oder ist das die aquaristische Umsetzung des berüchtigten Schweinezyklus?!?
      Viele Grüße

      Sandy
    • Bei mir Sorgen 2 Feilis dass die Dinger im Zaum gehalten werden.. und ich habe auch 3 grosse Tridacnen drin... wenn der Chelmon seine Arbeit gemacht hat dann könnten ja Feili für Kontrolle sorgen.. ich verstehe Andi so, dass es zZ zuviele sind.. und diese der Chelmon eben wegputzen würde..

      Na ja wie auch immer - ich würde die Tridacna sicher nicht einem Chelmon der Gefahr aussetzen, dass er sie erledigt.. oder ist Andi 24 Std vor dem Becken?
      Dann Muscheln raus und Chelmon rein.. oder mit den Dingern leben.. und einen Feili rein welcher nicht sooo gut arbeitet wie der Chelmon aber eben doch seine Arbeit erledigt...

      Glasrosenfreie Becken gibt es nicht.. auch nicht mit dem Chelmon...
      Best Fishes
      Dani
    • Hi Dani, Hajo und Sandy

      Abdecken der Muschel wäre wirklich nur eine Übergangslösung. Wird aber schwierig, da ich nicht den Platz habe, einen 40er Würfel darüberzustülpen.

      Wie schon geschrieben, haben sich die Glasrosen innert 6 Monaten auf der nagelneuen Deko explosionsartig vermehrt. Mittlerweile sinds ein paar hundert Plagegeister. Die Neudeko habe ich nur gemacht, um das Becken von Manjanos zu befreien. Wir haben mit 2-3 Personen 3 Tage lang Korallen manuell mit dem Skalpell von Manjanos befreit (teilweise mit Lupe und Taschenlampe!). Erste paar Wochen dann keine Manjano mehr gesichtet, die paar Glasrosen, die sich dann bald gezeigt haben, habe ich vernachlässigt. Nun sind wieder ein paar wenige Manjanos aufgetaucht und ich habe die Schnauze endgültig voll von den Mistviechern.

      Feile ist schon drin, Glasrosenbestände sind unverändert, Manjanos erst recht. Da der Chelmon aber beides frisst, ist er Topkandidat, auch weil er sicherlich das kleinere Risiko darstellt, als beispielsweise ein Auriga. Zudem stelle ich mir vor, dass er mit seinem Schnabel Vertiefungen und Löcher besser "reinigen" kann. Das macht ihn zum idealen Kanditaten für diesen Job. Davon abgesehen ist er einer der schönsten Fische die ich kenne!

      Sicher ist, dass ich unbedingt einen Dauerfressfeind brauche. Gerne auch gegen Manjanos... :thumbsup: Selbst wenn ich die paar Exemplare davon nun wieder sauber von Hand wegputze, bleibt das Risiko, dass die wieder auftauchen. Deshalb ist schon vorgesehen meinen Schelmi nach dem Umzug dauerhaft im grossen Tümpel zu belassen. Falls nicht müsste ich ihn sowieso abgeben, das Drittbecken - eigentlich mein Ablegerbecken - fasst nur 270 Liter. Schelmi ist als Baby zu mir gekommen und ich habe die Beckengrösse bis jetzt als gerade noch vertretbar betrachtet. Zukünftig will ich aber mehr Platz für ihn, denn mittlerweile misst er bald 10cm.

      Aus Vorsicht habe ich meine geliebten Krusten nach der "Sanierung" nicht ins Hauptbecken zurückgesetzt, sondern im TB ein Zoa-Refugium eingerichtet. Von der Seite her, bin ich gerüstet für eine wahre Killermaschine im grossen Becken. Mit den LPS kann ich je nach Bedarf ausweichen, da sind keine Gewaltsstöcke dabei. Und zudem gehe ich nicht davon aus, dass Feile oder Chelmon eine allzu grosse Bandbreite an Arten auf den Speiseplan setzen. Hoffentlich!

      Wenn ich mich notfalls von den Tridacnas trennen muss, ist das zwar schmerzhaft, aber unumgänglich. Trotzdem möchte ich den Versuch wagen. Deshalb auch die Frage wie schnell ein Chelmon töten kann/wird! Dann kann ich mich besser darauf einstellen und innert notwendiger Frist reagieren.

      Sollte Schelmi die Muscheln belästigen, ziehen die Tridacnas aus. Die beiden Kleinen könnten ins Zweitbecken, die Dicke Berta sähe da aber etwas "missproportioniert" aus. Ich habe für den Notfall seit dem Wochenende ein leeres 70x60x50cm Becken mit kompletter Ausstattung inklusive AI's bereit. 200 Liter Salzwasser sind dann schnell angerührt.

      Somit bin ich eigenlich bereit es zumindest zu versuchen.

      Gruss
      Andi
    • Meine Frage ist: Frisst der Chelmon rostratus auch zuverlässig die Glasrosen ?
      Hatte auch das Problem mit massig Glasrosen im Becken. Nach dem Wegspritzen einzelner Exemplare breiteten sie sich explosionsartig aus.
      Da hatte ich wirklich keine andere Möglichkeit mehr, als einen Fisch einzusetzen, denn die paar Wurdemannis brachten keinen Erfolg.
      Der eingesetzte C. kleinii beseitigte zwar innerhalb von ca 3 Wochen sämtliche Aiptasia im Becken, belästigte aber auch massiv einige LPS.
      Deswegen musste ich ihn auch wieder abgeben. Leider kamen einige Wochen danach alle Glasrosen wieder in voller Stärke zurück.
      Ich habe zwar auch eine T. maxima im Becken, würde es aber trotzdem mit einem C. rostratus versuchen wollen, in der Hoffnung, dass er Glasrosen frisst, Muscheln aber nicht.
    • Hallo zusammen,


      in der Regel ist der Chelmon ein zuverlaessiger Fresser der Aiptasien. Ausnahmen sind selten. Als Prophylaxe neben den Garnelen ist er genauso zu empfehlen, wie der Chaetodon kleinii. Den Chelmon zu entfernen bedeutet in vielen Faellen die Wiederkehr der Glasrosen.Er sollte deshalb staendig im Becken bleiben. Nur so gibt es eine Gewaehr fuer die Verdraengung der Aiptasien.
      Gleiches gilt fuer die Garnelen. Hier sitzt man in der Zwickmuehle. Einerseits sollen sie das Becken von den Glasrosen befreien, andererseits bevorzugen sie das gereichte Futter fuer die Fische oder die Korallen.
      Wer oft fuettern muss, wird feststellen, dass die Glasrosen zunehmen werden. Hier ist man mit dem Chelmon besser bedient, da er nur selten Kunstfutterzu sich nimmt. Zumindestens in den Anfaengen. Allerdings braucht dieser Fisch wesentlich mehr Aufmerksamkeit,als die Garnelen oder sein Artgenosse Ch.kleinii.
      Wer aus zwingenden Gruenden auf den Chelmon oder andere Falter verzichten muss, sollte es dennoch mit den Garnelen versuchen. Es wird oft ein Langzeitprojekt unter der Einhaltung einer sparsamen Fuetterung. Diese Beobachtungen konnte ich mehrmals taetigen.
      Frohe Weihnachten!

      Hajo
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      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • Hallo Bugbear,

      mein Chelmon hat fast ein halbes Jahr gebraucht, bevor er anfing, die Glasrosen zu vernichten, aber danach war er extrem zuverlässig und hat wirklich jede erreichbare Glasrose niedergemacht.
      Jetzt habe ich erfreut gemerkt, dass mein Pärchen Rauchkaiser die Glasrosen entdeckt hat und diese dezimiert. Natürlich haben Rauchkaiser auch Nebenwirkungen und ich sehe schon ab und zu Knabberspuren an meiner Acro. Meist, wenn ich nicht genügend füttere.

      Bezüglich Muscheln habe ich es nicht probiert zusammen mit den Rauchkaisern. Frische Miesmuscheln jedoch sind eine Leibspeise der Rauchkaiser, dann wird der dicke Rauchkaiser heftig und lässt keinen anderen dran, nicht mal seine sonst liebste Genossin. Ich habe deshalb die Befürchtung, dass er sagen würde: "eine Muschel soll einziehen? Aber gerne! Wo war noch mal mein Besteck?!?".
      Viele Grüße

      Sandy