Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo alle Miteinander,

    ich möchte nicht noch einmal Öl in das Feuer gießen und schlage deshalb vor, dass wir persönliche Angriffe unterlassen und der jeweiligen anderen Seite auch ihre g u t e n Absichten unterstellen.

    Das Problem liegt offensichtlich darin, dass es unterschiedliche Positionen zu der Frage des richtigen Besatzes eines modernen Meerwasseraquariums gibt, die von verschiedenen Grundüberzeugungen ausgehen. Die eine Seite plädiert für eine "artgerechte" Haltung, die andere geht von den Möglichkeiten der "Gesunderhaltung" ihrer Tiere aus. Leider - und das ist das fatale hierbei - können eigentlich beide Seiten ihre Position nicht anhand ausreichend o b j e k t i v e r Parameter belegen, sondern sind auf eher subjektive Bewertungen angewiesen und da gehen dann naturgemäß leicht die Emotionen hoch. Der Außenstehende oder Neue in unserem Hobby, der in solch einem Forum Rat und Hilfestellung sucht, wird da sicher schnell verunsichert und vielleicht sogar abgestoßen.
    Unser Dilemma ist, dass sich kaum harte, belastbare Fakten für einen möglichen "Berechnungsversuch" finden lassen. Früher ging man einmal von cm Fischgröße pro Liter Aquarienwasser aus. Dieser Ansatz führt aber in Meeresaquarien mit ihrem äußerst unterschiedlichen Besatz nicht weiter. Von welcher Größe sollen wir ausgehen? Von der Länge des Fisches oder seiner Gesamtmasse? Von der theoretischen Endgröße im Meer oder einer eventuelle Anpassung an das Becken? Von seinem vermuteten Artverhalten oder individuellen Beobachtungen? Von Freischwimmern oder Revierbesetzern? Stellen "Mitbewohner" wie Korallen o.a. Niedere Tiere eine zusätzliche Belastung oder eine Entlastung dar? Spielen Beckenformen und Schwimmräume oder die tatsächliche Gestaltung des Beckens eine Rolle? Wie sieht es mit dem Wasservolumen aus? Und schließlich auch: Was ist tatsächlich artgerecht und was gesund?
    Ich möchte hier nicht mit unzähligen Fragestellungen langweilen, man könnte noch viele andere Fragen formulieren, sondern uns gemeinsam die Komplexität vor Augen führen. Eine abschließende Antwort werden wir da wohl nicht finden können, zumal immer unterschiedliche Wertungen bleiben. Aber vielleicht können wir in s a c h l i c h e n Diskussionen zumindest einen gewissen Rahmen zwischen den Grenzbereichen "absolut notwendiges Mindestmaß" und "Idealzustand" definieren, innerhalb derer der Interessierte seinen eigenen Weg finden kann. Dies kann kein Katalog sein, denn das wäre unmöglich. Aber wenn jeder bei konkreten Fragen zu einzelnen Tieren sein Meinung ein bißchen begründet darstellt und auch eine abweichende Diskussion ohne Abwatschen erträgt, dann ergibt sich für den Fragesteller schon ein mit Fakten belegter Rahmen.

    So, ich hoffe das war für Euch nicht das Wort zum Sonntag, sondern ein möglicher Versuch.

    Viele liebe Grüße

    Bernd

    Hallo Horst,

    eine meiner Meinung nach sehr klare und deutliche Aussage :thup. Zwar sind meine Kenntnisse der Chemie und der Physik viel zu bescheiden, um der vorausgegangenen Diskussion wirklich folgen zu können, aber Deine Feststellung deckt sich voll mit meinen langjährigen" Erfahrungen" als Hobbybastler(neudeutsch:Learning by doing). Meine zugegeben optisch wenig anspruchsvollen Konstrukte aus greifbarem Material aus dem Baumarkt waren nicht weniger Leistungsstark als hochtechnisierte Produkte bei mir bekannten Aquarianern. Damit will ich deren Sinn nicht bestreiten - meine Krücken wollte ich auch nicht im Wohnzimmer haben - aber es geht eben tatsächlich auch viel weniger aufwendig und vieles scheint mir teure Pseudotechnik.


    Gruß

    Bernd

    Lieber Wolfgang,

    warum müssen es denn immer Unterstellungen sein und andere "verantwortungslos" genannt werden, wenn sie in einem Aquarienforum einmal eine etwas andere Meinung vertreten? Schau doch zur Wortwahl wieder einmal auf die Startseite, da steht ein wichtiger Beitrag zur Toleranz, Respekt und Höflichkeit. Aber lassen wir besser die Diskussion. Vieleicht können wir einmal zu einem anderen Thema fachliche Übereinstimmung finden.

    Trotzdem viele Grüße

    Bernd

    Ps:" Ersatznahrungen", über die Du Dich auch mokiert hast, sind in der Aquaristik doch wohl unverzichtbar oder hast Du das komplette "artgerechte" Nahrungsangebot eines tropischen Meeres vor der Haustür?

    Entschuldigung Wolfgang,

    ob man ein "Frischling" ist, wenn man zwar erst ein paar Monate in diesem Forum schreibt, aber seit fast 40 Jahren Meersaquaristik betreibt, möchte ich dahin gestellt sein lassen. Dem Frischling fällt aber in dieser kurzen Zeit auf, dass Du auch zu anderen Themen und gegenüber anderen Mitgliedern in für mich weniger angenehmen Wortwahl unbedingst Deine Meinung durchsetzen möchtest. Wenn man dann aber einmals etwas fachlich auf den Zahn fühlt (zB. "artgerechte Ernährung von Diademseeigeln") kommt dann nicht viel.
    Und noch einmal für die, die mich nicht richtig verstanden haben: Ich plädiere nicht für Massenhaltung in Minibecken und bei manchen extremen Fällen sind wir uns vielleicht sogar einig, nicht aber darin, dass hier jemand autorisiert wäre, Grenzwerte verbindlich zu definieren. Verweise auf "Rechtslagen" sehe ich (da ich dies selbst einmal studiert habe) als schwache Argumentation.

    Gruß

    Bernd


    Ps: Meine Fische - die ich auch sehr liebe - stammen noch aus dem Vorläuferbecken und sind jetzt z.T. über 13 Jahre alt und gesund. Wie steht es mit Deinen?

    Hallo Freunde,

    immer wieder die gleiche Diskussion. Lasst doch einfach einmal den anderen ihre Meinung und freut Euch, wenn ihr brauchbare Tips bekommt oder ignoriert sie, wenn ihr einen anderen Weg bevorzugt.
    Bereits 1857 hat Noel Humphrey geschrieben, dass das Meerwasseraquarium zwar eine reine Liebhaberei sei, aber dazu bestimmt sei, eines Tages viel mehr zu werden und er hat von einem Abbild eines Teils der Ozeane in einem Glas geträumt. Das haben wir heute in manchen Teilen erreicht, ohne aber tatsächlich auch nur annähernd die echte Realität des komplexen Systems abbilden zu können. Möglich war das nur, weil namhafte Pioniere der Aquaristik ihr jeweiliges Wissen publiziert haben, nicht aber durch besserwisserische Streitereien und Angriffe auf andere Ansichten. Da fallen mir hier schon ein paar Leute auf, die nahezu über jeden Beitrag ihre Häme ausschütten (z.B."schmarrn, Fischmastkübel"), aber kaum eigene Sachbeiträge leisten. Jeder soll doch seine Freude an dem Hobby haben und da gibt es nun einmal viele Wege.

    Und noch eine Anmerkung zur "artgerechten Haltung": Da träumen wir alle!!! noch davon. Kennen wir wirklich alle Parameter? Können wir den tatsächlichen Lebensraum bieten und nachahmen. Wir agieren doch immer vor allem nach dem, was uns gefällt, mischen Tiere aus unterschiedlichen Meeren oder unterschiedlichen Lebensräumen. Wer drei Zylinderrosen allein in 300 l Wasser hält, hat noch keine artgerechte Haltung, wenn er nicht auch 100 cm Bodengrund bietet. Wir müssen immer Kompromisse eingehen und ein kerngesunder Fisch in einem etwas kleineren,aber abwechslungsreich gestalteten Becken kann sich vielleicht wohler fühlen, als in einer kahlen 2000 l Wüste und immer besser als in der Natur, wenn er da gerade gefressen wird.
    Schade, leider können wir unsere Pfleglinge nicht nach ihrer Meinung fragen.

    Viele Grüße

    Bernd

    @ Michael, bezüglich des unterstellten Fischverlustes, lese bitte einmal die Beiträge vom Anfang.

    Hallo Corinna,

    ich würde ja auch keinem Anfänger zu einem stark besetzten Aquarium raten, aber man kann doch dem gezeigten Becken nicht automatisch Fischverluste unterstellen und den Amis eine falsche Mentalität nachsagen! Ich habe in Florida, aber auch in den Niederlanden und in Norwegen Becken gesehen, da gehen uns die Augen über und viele waren stärker besetzt und hatten einen traumhaften gemischten Tierbesatz. Ich sage ja auch nichts gegen den Vereinszweck und eventuelle Aktivitäten, auch wenn die - sei da mal ehrlich zu Dir - im Forum nur am Rand eine Rolle spielen. Bitte verstehe mich nicht falsch, ich schätze die Vereinsziele, bin aber auch Realist. Ich propagiere auch keine "Massentierhaltung" im Aquarium, bin aber sehr gegen Pauschalisierungen und Vorverurteilungen, auch wenn sie von gut meinenden Idealisten kommen.

    Viele liebe Grüße

    Bernd

    Ps: Ich meine damit nicht unbedingt Deinen durchaus diskussionswürdigen Beitrag, aber manch andere, die ich zu diesem Themenkomplex in der kurzen Zeit meiner Forumszugehörigkeit gelesen habe.

    Da hast Du, lieber Michael, schon Glück gehabt. Ich hatte auch viele "Algenvernichter" (viele Einsiedler, div. Schnecken, Pfaffen-und Diademseeigel, Fuchsgesicht und Doktorfische) im Becken, aber alle sind nur an kurzen Aufwuchs gegangen. Ähnliches ist ja auch im Forum immer wieder berichtet worden, pH 8,6 hat´s dagegen jeweils geschafft. Vielleicht macht es auch die Menge an sonstigem Fressbaren, aber Hungerkuren wollte ich bisher auch vermeiden.

    Gruß

    Bernd

    PS: Dein Link ist trotzdem sehr interessant und Dein Becken recht schön.

    Hallo Jens,

    den Korallen macht der pH-Wert 8,6 definitiv nichts aus. Hierzu gibt es breite Erfahrungen. Dies ist auch keine "gnadenlose" pH-Werterhöhung. Was meinst Du, welche Werte auf dem Riffdach in Rifftümpeln bei Mittagssonne auftreten können? Fadenalgen in Mengen sind dagegen sehr wohl problematisch für Korallen und natürliche Aufwuchsfresser versagen häufig ab einer gewissen Länge und Menge der Algen. Zur Senkung des Ausgangswertes im Hinblick auf Ca habe ich ja auch auf den Ww. mit Ca-armen Salz hingewiesen.

    Gruß

    Bernd

    @ Karl, natürlich ist der Besatz in diesem Becken extem und ich würde dies selbst so nicht machen, aber es scheint doch zu klappen. Gesund sehen die Fische auf jedem Fall aus und die Korallen stehen traumhaft.
    @ Corinna, wir sollte das mit dem Forum nicht überhöhen. Wo geht es hier denn wirklich um Artenschutz oder gar Biotopenschutz? Wir tauschen uns doch vor allem über praktischen Erfahrungen unseres schönen Hobbys (auch auf einer Händlerseite) aus. Sicher tun wir dabei auch etwas Gutes für unsere Schützlinge, aber ein Biotopschutz müsste andere Themen haben (zB. dass Touristen nicht auf dem Riff herum latschen, dass Hotelburgen die Riffe zerstören oder manche Fangmethoden große Schäden anrichten). Aber auch Du hast sicher Deine Tiere aus überbesetzten Händlerbecken und nach möglicherweise verlustreichen Transporten gekauft. Also sollten wir uns nicht alllzu sehr auf das hohe Ross setzen und einen moralisierenden Zeigefinger erheben. Auch wir "verbrauchen" Lebewesen - wie insgesamt auf unserer Welt - aber aufgrund unserers wertvollen Erfahrungsaustausches vielleicht immer fachgerechter. Und wenn wir mit schönen Aquarien dann auch Außenstehenden einen kleinen Einblick in die Schönheit des maritimen Lebens gewähren, haben wir vielleicht mittelbar tatsächlich etwas für die hehren Ziele getan.

    Gruß

    Bernd

    Wer von uns bestimmt eigentlich welche "Grenzwerte" für die Fische gelten solllen? Schon mal was von der Modifikation des Wachstums in der Natur gehört? Die findet auch im Aquarium statt. Über Extreme brauchen wir sicher nicht zu streiten, aber dies gilt für beide Richtungen. Man kann sicher auch über alles diskutieren, aber niemand sollte dem anderen seine Meinung aufzwingen wollen. Jeder hat wohl das gleiche Recht seine Auffassung darzustellen.

    Gruß

    Bernd

    Von den selbst ernannten Besserwissern muss man sich ja nicht unbedingt belehren lassen. Natürlich solte man seine Fische so gut wie möglich halten, aber hier gilt auch:"Alles mit Maß und Ziel". Die Puritisten glauben nur, dass sie alles "artgerecht" halten. Die freie Natur kann niemand ersetzen. Ein Aquarium ist immer ein Kompromiss. Wenn man dies nicht akzeptieren kann, dann sollte man auch in keinen Zoo mehr gehen, denn da sind die Gößenverhältnisse weit ungünstiger. Als lass Dir keine Vorschriften machen.

    Gruß

    Bernd

    Du musst halt den pH-Wert bei der Zugabe beobachten bis er bei 8,6 ist. Nach ein paar Tagen bekommst Du dann auch ein Gefühl dafür wieviel Du täglich zugeben musst. Kontrolliere auch die Dichte, damit sie nicht nach ein paar Tagen unter den Grenzwert fällt.

    Vg

    Hallo iP,

    1. zu den Fadenalgen: Erhöhe täglich den pH-Wert mit Kalkwasser (Calciumhydroxid ca. 3 Eßlöffel in 5 -10 l Osmosewasser und abstehen lassen in geschlossenem Behälter, klare Flüssigkeit langsam zugeben) auf 8,6. Nach einiger Zeit (3-4 Wochen) verschwinden die Fadenalgen. Große Büschel möglichst mechanisch entfernen.
    2. zu Deinen Wasserproblemen: Das Grotech-Salz ist überall im Handel. Es hat niedrige Ca und Mg-Werte, wenn Du die Zusatzkomponenten weglässt (Jens hat das Dir ja schon geschrieben). Der Ausgangswert der KH (Pufferungsvermögen) im Salz wird im Lauf der Zeit durch die organischen Säuren im Becken von allein gesenkt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    würde ich nur machen, wenn Du sicher bist, dass das Holz nicht mehr arbeitet, denn sonst könnten Spannungen entstehen. Eine sicherere Alternative wären Leimbinder. Auf jedem Fall solltest Du eine nicht aufquellende Auflageplatte und eine spannungsausgleichende Sicherheitsunterlage (z.B. aus Polyethylen-Schaum) vorsehen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Pipi,

    für Plexiglas gibt es spezielle Kleber, die das Material anlösen und verbinden. 4 -5 mm Stärke sollten es schon sein.
    Plexiglas mit normalem Glas kannst Du mit dem Kleber "Kleben und Dichten" transparent (gibt es bei Hornbach) verbinden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Gerhard,

    nach dem alle Deine umfangreichen Maßnahmen bezüglich des Wassers keinen bleibenden Erfolg gebracht haben, könnte es möglicherweise sein, dass die Vermutung einer Vergiftung die falsche Spur war. Eigentlich waren ja die Wasserwerte nicht besonders auffällig und vorausgehende Probleme mit SPS und Cyanos müssen mit den Fischproblemen nicht unbedingt im Zusammenhang stehen. Ich vermute daher doch eine Infektion der Fische mit einem Krankheitserreger. Durch die Wasserwechsel, die eine kurzzeitige Verbesserung gebracht haben, könnte jeweils die Infektionsdichte herab gesetzt worden sein. Auch hat ja wohl das Preis coly zeitweise geholfen, was auch gegen ein Wasserproblem spricht.
    Ich würde - sofern vorhanden - zu einem längerfristigen UV-Filtereinsatz raten, der mögliche (nicht identifizierte) Erreger abtötet. Bei Medikamenten wäre ich allerdings vorsichtig, wenn keine klare Diagnose möglich ist.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Freunde,

    hat jemand Erfahrung mit der Aquabee 7000, insbesondere im Hinblick auf Laufruhe und Dauereinsatz?
    Für mich wäre sie vor allem wegen der Förderhöhe von 5,5 m und natürlich auch vom Preis her interessant.
    Früher soll es ja Qualitätsprobleme gegeben haben, aber das ist wohl schon ein paar Jahre her?

    Gruß

    Bernd

    Hallo Alex,

    was für einen zweiten Hahn Du einbaust ist egal, Hauptsache er läst sich relativ fein einstellen. Den Überlauf habe ich auch, er ist auf alle Fälle wichtig. Allerdings gluckert er bei mir auch etwas wenn Wasser hinein läuft. Das Problem bei mir ist dabei vielleicht aber die Tiefe, da mein Technikbecken ein Stockwerk tiefer steht. Du musst tatsächlich probieren, wobei der zweite Hahn für die Regulierung schon viel bringt.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Alex,

    ohne dass ich mich mit Deinem System genau beschäftigt habe: Einen konstanten Wasserspiegel in einem Abfluss, den man nicht dauernd nachjustieren muss, erreicht man mit zwei hintereinander liegenden Regulierhähnen. Den oberen für die Grobeinstellung (wie wohl bei Dir derzeit vorhanden) und den nächsten dann für die Feineinstellung. Dies hält dann recht lange und man muss nur selten am unteren nachregeln.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Markus,

    ich meine nur einzelne Steine die ggfls. wegrutschen könnten. Bei mir halten sie seit Jahren. Vor allem kann man da im Gegensatz zum Mörtel auch leicht einmal etwas abbrechen, wenn man etwas verändern will. Aber natürlich kann man mit Riffmörtel eine noch größere Stabilität erreichen. Da hast Du schon recht. (Ich habe bei mir ja alles auf einem nicht sichtbaren Grundgerüst aus Plexiterrassen stehen).

    Gruß

    Bernd

    Nein, da brauchst Du keine Dosieranlage. Lass das Kalkwasser langsam zulaufen und beobachte die nötige Menge die Du brauchst bis Du ungefähr pH 8,6 erreicht hast. Wenn es mal nur 8,5 oder 8,4 ist, macht das auch nichts. Der dauernd hohe pH-Wert macht es den Fadenalgen ungemütlich. Beobachte dann, wieviel der Wert im Tagesverlauf fällt und dosiere nach. Ich mache das nur einmal täglich. Du bekommst dann schnell heraus wieviel Du in etwa pro Tag nachfüllen musst. Meist entspricht das etwas mehr als die tägliche Verdunstungsrate, aber das ist natürlich individuell verschieden. Nach ein paar Tagen soltest Du auch die Dichte messen und eventuell mit konzentrierterem Salzwasser auffüllen. Langsame Schwankungen innerhalb des Bereiches von 1.022 bis 1.026 sind ja kein Problem.
    Noch zur Bezugsquelle: Verschiedene Internetshops bieten m.W. auch Calciumhydroxid an

    Gruß

    Bernd

    @ Michi,

    das Calciumhydroxid bekommst Du im Zoofachhandel mit Zubehör für Meeresaquaristik oder auch in Apotheken (auf Bestellung) oder im Laborhandel (dort aber nur für Firmen). Du löst es (ca. 3 Eßlöffel pro 5 - 10 L) im Wasser und lässt es ca. 5 -10 Std. im geschlossenen!!! Behälter (Kanister) abstehen. Die nun klare Flüssigkeit gibst Du langsam (dünner Schlauch) ins Becken bis der pH-Wert 8.6 erreicht ist. Du kannst mehrmals mit Wasser nachfüllen. Der pH-Wert des Kalkwassers beträgt ca. 11,4. Wenn das Kalkwasser ins Becken kommt wird es leicht weißlich und löst sich dann aber sofort. Wird es nicht mehr weißlich, dann gib neues Calciumhyd. zu. Immer langsam zuführen und pH-Wert kontrollieren.

    @ Michi

    zum Ansetzen des Kalkwassers (mit Calciumhydroxid) kannst Du Leitungswasser verwenden, wenn Du kein Osmosewasser zur Hand hast. Das Problem beim Leitungswasser ist ja meist nur der mögliche Silikatgehalt, der dann zur Bildung der braunen Kieselalgenbeläge führen kann, was Du aber im Moment vernachlässigen kannst.
    Der Silikatgehalt Deines Wassers und die Dichte haben meiner Meinung nach kein Einfluss auf das Wachstum der Fadenalgen.
    Die genannte Temperatur ist unproblematisch, nur für Steinkorallen würde es ab 30°C problematisch. Bis 29°C ist es aber insgesamt ungefährlich.
    Richtig ist, wie von Philipp angeführt, zunächst einmal die Algen mechanisch zu entfernen, die Du einigermaßen los bekommst. Mit einem Pinsel geht es manchmal ganz gut. Der Hinweis mit der Strömung ist dann bedeutsam, wenn Du im direkten Strömungsbereich einen stärkeren Bewuchs haben solltest. Dann würde ich die Pumpe etwas drehen oder einen Stein vor den Auslauf stellen, so dass der Strömungsdruck verteilt wird.
    Für die Pfaffenseeigel gilt das schon genannte. Auch diese gehen nur an kurze Algenreste! Dies macht dann auch Dein vorhandener Besatz.
    Mit dem Kalkwasser etc. klappt das schon. Du brauchst nur Geduld. Eine schlagartige Wirkung tritt nicht ein und wäre auch nicht gut. Fadenalgen wachsen ja auch nur in eigentlich gesundem Wasser.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Michi,
    ich bekomme die Fadenalgen immer gut weg, wenn ich mit Kalkwasserzugaben (täglich) den pH-Wert auf 8,6 erhöhe und halte. Treten die Fadenalgen an besonders stark durchströmten Bereichen auf, reduziere ich auch die Strömung. Außerdem erhöhe ich die Temperatur auf knapp 28°C. Nach 3-4 Wochen sind die Algen dann weg. Eine Reduzierung der Beleuchtung bringt nach meinen Erfahrungen dagegen nichts.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Roli,

    Deine Fragestellung ist nicht so pauschal zu beantworten. Es kommt ja auf die Größe des Beckens und auch die Sorte der Fische (Größe) an. Generell ist es aber besser mehr Korallen und weniger Fische im Becken zu haben, wobei die Sauerstoffversorgung bei der Stärke der heutigen Strömungspumpen und dem Abschäumerbetrieb ohnehin kein besonderes Problem mehr ist.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Axel,

    im Regenwasser sind häufig Luftschadstoffe (Stichwort "saurer Regen") in nicht immer kontrollierbaren Mengen sowie auch Schmutz aus Ablagerungen auf dem Dach (Staub und Rußpartikel) vorhanden. Allenfalls nach einem Starkregen ist es einigermaßen sauber. Selbst im gärtnerischen Bereich bei empfindlichen Pflanzen (z.B. Orchideenzucht) geht man damit heute vorsichtig um. Trinkwasser ist natürlich gefiltert, wird aufbereitet und kontrolliert. Inhaltstoffe sind bekannt und gleichbleibend (Werte aus dem Wasserwerk erfragbar). Meine Osmoseanlage bereibe ich ohne zusätzliche Druckerhöhung. Die Menge ist mir mehr als ausreichend und auch da sollte man einmal die Stromkosten mit den Abwasserkosten vergleichen.

    Gruß

    Bernd