Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo,

    feste Größen lassen sich nicht empfehlen, da die Situation in jedem Becken zu verschieden ist. Ich habe 500 ml Elimi Phos Rapid in 50 Liter Wasser verdünnt und gebe derzeit von dieser Lösung zweimal wöchentlich je 20 ml auf 1500 l gesamtes Aquarienvolumen. Also nur extrem wenig, weil dichter Korallenwuchs vorhanden ist.

    Man sollte auf jeden Fall sehr, sehr starke Verdünnungen herstellen und dann die Zugabemengen und Intervalle über einen längeren Zeitraum so lange testen, bis man einen stabilen Zielwert (bei mir ca. 0,05 mg/l PO4) eingestellt hat. Bleibt er stabil, weiß man die Mengen, muss aber trotzdem von Zeit zu Zeit nachtesten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich kann nicht genau sagen, seit wann bei mir die dicken Beläge auftreten. Richtig bewusst ist mir dies erst seit vielleicht drei Monaten. Ausschließen kann ich aber einen Zusammenhang mit Zugaben, wie von Reinhard angedacht. Bei mir kommt nämlich mit Ausnahme ganz geringer Lanthandosierungen ( und diese unverändert seit mehreren Jahren), gelegentlichen kleinen Teilwasserwechseln (Tropic Marin pro), Calciumhydroxid für Kalkwasser, Korallenkies für Kalkreaktor, Frost und Flockenfutter seit langer, langer Zeit gar nichts zusätzlich ins Becken. Keine Spurenelementmischungen, keine Bakterienpräparate, keine Medikamente etc.. Auch keine neuen Korallen seit ein paar Jahren (Altbestand muss regelmäßig "gegärtnert" werden. Ich wüsste nicht, woher dies kommt oder was sich verändert hat.

    Vielleicht finde ich, falls sich ein Problem daraus entwickeln sollte, notfalls eine genauere Untersuchungsmöglichkeit.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    gelegentlich treten in meinem Becken immer einmal wieder kleine Stellen mit Cyanobakterien auf; an sich kein großes Problem. Ich unternehme dagegen eigentlich nichts, allenfalls greife ich einmal zu einem Pinsel und wedele sie ab. In letzter Zeit beobachte ich aber, dass sich an einigen Stellen dickere Matten, bis zu ca. 3 mm dick, von schleimiger, gallertartiger Konsistenz bilden. Diese sind eher dunkelgrau-rot, lassen sich leicht vom Untergrund lösen, bleiben aber kompakt zusammen. Bekanntlich treten Cyanos oft in Form von Aggregaten mit anderen Mikroorganismen auf, aber in dieser Form hatte ich sie noch nie. Ich bin mir nicht sicher, ob es tatsächlich Cyanos sind. Hat jemand Ähnliches beobachtet?

    Gruß

    Bernd

    Mittlerweilen sind es nicht nur noch die "Weichen", die niemand möchte, obwohl sie tatsächlich gerade für Einsteiger ideal sind, selbst diverse Steinkorallen wurden kaum abgeholt. Da melden sich dann Leute zu Terminabsprachen und kommen nicht. Rückmeldung Fehlanzeige!

    Inzwischen spare ich mir unnötigen Aufwand. Korallenableger kann man verschenken, Zeit vergeuden nicht.

    Gruß

    Bernd

    stehen dort bald Döschen mit Mircobiome

    Hallo,

    häufig werden allerdings Bakterien mit dem Begriff Mikrobiome unzutreffend gleich gestellt. Wie Burkhard schon geschrieben hat, geht es in der Aquaristik um die Gesamtheit der Kleinstlebewesen, also auch Protozoen, Pilze, Mikroalgen etc.; in der Aquarienpraxis aber auch noch um andere kleinste Organismen wie Mikrowürmer, Kleinstkrebse usw.. Deren komplexes Zusammenwirken überblicken wir noch gar nicht vollständig.

    In "Döschen" werden viele der Organismen sicher nicht angeboten werden können. Wichtig sind mir daher immer Mitbringsel vom Urlaub am Meer wie beispielsweisen Lebendgestein, Bodenproben, Algenbüschel usw., die oftmals ein richtiges Gewimmel von Kleingetier enthalten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Thomas,

    mein Riffbecken steht nun schon über 20 Jahre, die Korallen müssen regelmäßig gekürzt werden. Es wurde damals mit Lebendgestein gestartet und weißt einiges an Kleinstlebewesen auf. Im Lauf der Jahre wurde mit dem starken Korallenwachstum eigentlich alles stabiler, ohne dass ich heute noch groß irgendwelche Mittelchen zugebe. Im Lauf der Zeit habe ich natürlich einiges probiert, aber nichts mit auffälligem Erfolg. Heute verwende ich nur Lanthan in minimalster Dosierung, um PO4 stabil im niedrigen Bereich zu halten.

    Plagen sind natürlich nie ganz zu vermeiden. Immer einmal wieder treten Fadenalgen auf, die ich mit einer zeitweisen Reduzierung der Strömung und Kalkwasser zur CO2-Untersättigung bekämpfe, Glasrosen sind auch mal mehr, mal weniger vorhanden und Kugelalgen ebenfalls. Die bekämpfe ich mit Fressfeinden (Garnelen und Krabben ). Echte Probleme sind das jedoch nicht.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    der übermäßige und oftmals sorglose Einsatz von Antibiotikas hat weltweit zu einem immer stärkeren Anstieg sogenannter Multiresistenter Keime (MRSA) und damit zu sehr hohen Zahlen tödlicher Infektionen bei Menschen geführt. Viele Antibiotikas sind dadurch inzwischen wirkungslos geworden. Besonders gefördert wurde/ wird diese Entwicklung auch von der Landwirtschaft/ Massentierhaltung. Die Gruppen der Landwirte und der Tierärzte gelten inzwischen als weit überproportionale Träger dieser Keime, wobei die Übertragung besonders durch die Hände erfolgt.

    Ein gewisses Risiko die Entwicklung dieser Keime zu fördern, kann auch beim hantieren im antibiotikabelasteten Aquarienwasser nicht ausgeschlossen werden. Allgemeingesellschaftlich wird dringend ein beschränkterer, sorgsamerer Einsatz von Antibiotikas gefordert. Da stellt sich schon die Frage, ob man allein aus Hobbyzwecken den Einsatz gegen Cyanobakterien in Aquarien propagieren soll; vor allem auch vor dem Hintergrund, dass sicherlich viele Unbedarfte einen unangemessenen Umgang damit befürchten lassen?

    Multiresistente Erreger - die unsichtbare Gefahr - Die Techniker
    Multiresistente Keime sind gegen viele Antibiotika immun. Wie sie entstehen, warum sie so gefährlich sind und wie Sie sich schützen können.
    www.tk.de

    MRSA - Tierarztpraxis – Pro Praxis – Betreuung von Freiberuflern

    Gruß

    Bernd

    Hallo Werner,

    vielleicht kannst du in ein paar Wochen nochmals berichten.

    Generell wird allgemein aber vom Antibiotikaeinsatz in Aquarien dringend abgeraten. Der Vertrieb entsprechende Präparate (z.B. Mycosidol) wurde verboten! Diesbezüglich hatten wir hier vor längerer Zeit auch schon lange Diskussionen, insbesondere wegen der Gefahren (Förderung antibiotikaresistenter Keime etc.).

    Gruß

    Bernd

    Hallo Werner,

    konkrete Zeitwerte über den Abbau von Antibiotika im Meerwasseraquarium wirst du wohl nirgends finden. Die Zerfallszeiten in der allgemeinen Umwelt sind bei den einzelnen Substanzgruppen schon recht unterschiedlich. Um Antibiotika gleich welcher Art aus Wasser - egal ob Süß- oder Salzwasser - zu entfernen, eignet sich nur der Aktivkohleeinsatz. Die Entsorgung über das Abwasser ist bekanntlich recht problematisch.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Martin,

    zu deiner Ausgangsfrage zurück: Ich wohne in Karlsruhe, also in der Rheinebene mit ähnlichen Temperaturen wie im Tessin. Im Sommer 2023 hatten wir Höchsttemperaturen kurz vor 40°C; unser Wohnzimmer hat eine große Fensterfront nach Süden. Mein Becken steht allerdings in einem ständigen Kreislauf mit einem großen Technikbecken in einem kühleren Werkstattraum im Erdgeschoss. Dort kühle ich das Wasser mit zwei kleinen Gehäuselüftern (12 V - 12 x 12 cm - 3,4 Watt). Das reicht, um die Temperatur bei ca. 27 °C zu halten. Zusätzlich hebe ich die Beleuchtung (T5) meines voll abgedeckten Systems etwas an, damit die Wärme besser entweichen kann.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Burkhart,

    ja, habe ich noch und auch geschrieben. Ich denke auch, dass ein hohes Wasservolumen durch den Verdünnungseffekt Belastungen durch den Eintrag unerwünschter Stoff zunächst minimiert. Auf Dauer wären ohne Austrag aber auch hier Anreicherungen zu erwarten. Meine im Verhältnis zur Wassermenge kleinen gelegentlichen Wasserwechsel dürften allein kaum ausreichend sein. Inwieweit sich Hemmstoffe oder Korallentoxine abbauen, weiß ich nicht. Hierzu kenne ich keine Quellen. Maßgeblich wirken dürfte die Abschäumung. Kohle oder Ozon verwende ich nicht. Daher denke ich, dass die Anpassungsfähigkeit der Korallen doch relativ groß ist, wenn Veränderungen ganz langsam erfolgen. Dies zeigt sich ja, wie die Fotos zeigen, zumindest bei weitgehend ausbleibenden Vernesselungen bei unmittelbaren Kontakt.

    Zum Für oder Wider bei der Verwendung von Aktivkohle im Dauereinsatz wurde schon viel geschrieben. Ich denke da beispielsweise an Qualitätsfragen, Sättigungsgrenzen, Verarmungsmöglichkeiten, Freisetzungsprozesse durch konkurrierende Adsorption usw.; weshalb ich sie nicht einsetze. Aber da gibt es natürlich unterschiedliche Bewertungen und Erfahrungen.

    Gruß

    Bernd

    Konglomerate von Weichkorallen exestieren in der Natur nicht in unmittelbarer Nachbarschaft mit Steinkorallen.

    Hallo Hajo,

    zumindest in ihrer Absolutheit muss ich deiner Aussage leider ein bisschen widersprechen. Am Außenriff von Morea (Franz. Polynesien), ziemlich nahe der Wasseroberfläche, habe ich große Stöcke Acropora (vermutlich echinata) unmittelbar neben Capnellas gesehen, im westlichen Ind.Ozean (Kenia) Acropras (muricata ???) total umlagert von Xenias und nahe von Riesenstöcken Sarcophyton ( wahrscheinlich glaucum). Auch in Reunion gab es nach meiner Erinnerung SPS nahe größerer Gruppen Weichkorallen; welche genau weiß ich allerdings nicht mehr (lange Zeit her).

    Vielleicht kann hier der eine oder andere Taucher/ Schnorchler ähnliches berichten

    Gruß

    Bernd

    Hallo Thoma,

    das große Wasservolumen hat sicher einen gewissen Verdünnungseffekt hinsichtlich möglicher Nesselgifte, was aber aufgrund der sehr langen Standzeit und der begrenzten Wasserwechsel vernachlässigt werden kann. Die größte Wirkung liegt sicher an der guten Abschäumung. Noch wichtiger erscheint mir aber die Gewöhnung der Korallen und der Anpassungsfähigkeit bei sehr langsamen Veränderungen der Wasserwerte, was u.a. auch Nesselstoffe betreffen wird. Am deutlichsten ist ja die deutliche Resistenz gegen Schäden durch Vernesselung, wenn die Korallen im Lauf der Zeit aufeinander zuwachsen und sich wie bei mir direkt berühren.

    Bis auf sehr viele Scheibenanemonen und ein paar Sandanemonen plus leider auch immer wieder Glasrosen habe ich keine Anemonen im Becken. Deren gemeinsamen Haltung mit Korallen in einem Riffbecken beschränkter Größe macht keinen Sinn. Anemonen benötigen viel Platz und sind wegen ihrer möglichen Wanderungen für die meisten Korallen ein echtes Problem. Auch wenn mein Becken sehr artenreich besetzt ist, kann man bei begrenzten Größen letztlich doch nicht alles haben.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    mein stark gemischtes Riff-Aquarium (siehe Bilder im Profil) hat sich seit mehr als 20 Jahren entwickelt und ist mit diversen LPS, SPS, Horn- und Lederkorallen, Krusten- und Scheibenanemonen total dicht zugewachsen. Die Korallen, im Lauf der Zeit aufeinander zugewachsen, berühren sich zwangsläufig ohne dass Schäden entstehen. Ich verwenden k e i n e Aktivkohle, aber eine gute Abschäumung und mache - gelegentlich kleine Wasserwechsel. Von Vorteil für die ausgeglichen stabilen Wasserverhältnisse ist sicher das im Dauerkreislauf verbundene Technikbecken mit einem sehr großen Wasservolumen.

    Lediglich mit Gonioporas habe ich allerdings kein großes Glück, was aber nicht an Hemmstoffen etc. liegt, sondern an den dauerhaft sehr niedrigen Nährstoffen wegen der gewünschten guten Färbung der SPS. (Nichts unbedingt für Einsteiger!!!) Da muss man einen Kompromiss eingehen. Durch direkte Einzelfütterung von Korallenarten, die einen höheren Futterbedarf haben - so z.B. auch Caulastreas - kann man zwar auch hier einen Ausgleich finden, aber auf Dauer ist mir der Aufwand aus Zeitgründen doch zu hoch. Der Rest gedeiht dafür eigentlich fast zu gut (häufiges Kürzen der Korallen nötig).

    Zu den Problemen der Aktivkohle im Dauereinsatz, weshalb ich sie nicht verwende, wurde hier ja schon reichlich diskutiert.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Bernd

    Wenn die Naht aufreisst dann wegen falschem Silikon oder weil es nicht genug haftet. Das kannst du mit nichts kaschieren.


    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    nachträglich beim eingerichteten Becken natürlich nicht mehr. Wer aber seinem neu gekauften Becken nicht traut, der kann wie geschrieben sehr wohl sein neues zusätzlich absichern (selbstverständlich mit essigvernetztem Aquarium-Silikon).

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    auch wenn die Diskussion um die Red Sea Aquarien nun schon lange läuft, man kann derartige Probleme leicht vermeiden!

    Mein Aquarium - damals bei Zajac als rechteckiges Becken mit abgeschrägten Kanten speziell anfertigen lassen - steht nun über 20 Jahre. Es ist mit schwarzem Silikon wulstverklebt und die Verklebung auf der Innenseite mit Kunststoffstreifen zusätzlich abgedeckt. Wer für Zajac das Becken gebaut hat, weiß ich nicht, wird heute wohl auch niemand mehr etwas nützen. Wer aber auf Sicherheit gehen möchte, sollte aber auf die genannten Merkmale achten: Schwarzes Silikon (nicht Licht leitend, wird daher nicht durch Algen unterwandert), Wulstverklebung der Innenkanten (weit größere Haftflächen), Abdeckung der Klebestellen (Schutz gegen mechanische Einwirkungen).

    Wenn man derartige Becken im Handel nicht finden sollte (was ich bezweifle), kann man mit nur geringem handwerklichen Geschick sein neues Becken notfalls auch selbst nachrüsten ( Klebekanten in den Ecken mit Klebeband rechts und links begrenzen, Silikon auftragen, abziehen, schmale Streifen aus Plexiglas oder Hart-PVC auf das Silikon drücken und Klebeband abziehen). Mit dem bisschen Arbeit spart man sich alle Sorgen und sichert selbst "Pfuschbecken".

    Gruß

    Bernd

    Ich habe zwei Heizstäbe mitbekommen die laut Herstellerangaben auch für Salzwasser gehen, jedoch keine Titanheizstäbe sind.


    Gestern wurde uns im Fachgeschäft aber noch gesagt es muss ein Titanstab sein. Ist da was dran oder kann ich die beiden bedenkenlos benutzen?

    Hallo,

    die Vorteile von Titanheizstäben wurden hier schon dargestellt, aber es muss keinesfalls sein! Ich betreibe meine Meeresaquarien seit mehr als 50 Jahren problemlos mit herkömmlichen Aquarienregelheizern aus Glas.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hajo,

    die Einrichtung der Becken sehe ich im Bezug auf das Territorialverhalten wichtiger als allein die Beckengröße an. Aufgrund der individuellen Verhältnisse sind dazu generelle Einzelaussagen und Vergleiche immer etwas schwierig. Ich denke zwar auch, dass dies in obiger Konstellation möglich sein könnte; zur Beckenstruktur hat Tom allerdings nichts geschrieben.

    Dir auch ein gutes neues Jahr:wink

    Viele Grüße

    Bernd

    Hallo,

    nach meinen Erfahrungen sind Kombinationen verschiedener Zwergbarscharten nur dann gut möglich, wenn die Aquarien durch dichten Korallenbestand gut strukturiert sind. Dadurch lassen sich die territorialen Ansprüche begrenzen und allzu große dauerhafte Aggressivität vermeiden. Pseudochromis fridmani neigen allerdings zu einer recht versteckten Lebensweise, was bei territorialer Konkurrenz (bei mir zu Pictochromis-Arten) noch mehr verstärkt wurde. Im Prinzip waren dann die P. fridmani nur noch bei der Fütterung zu sehen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Chris,

    die Werte von Calcium und Magnesium sind recht hoch, aber noch nicht im Gefahrenbereich. Das liegt wohl einfach daran, dass du mit den regelmäßigen Wasserwechseln Ca und Mg in einem höheren Maß nachlieferst, als durch die paar wenigen Korallen verbraucht wird. Verwende deshalb für einige Zeit einfach ein weniger angereichertes Meersalz wie z.B Tropic Marin Classic (also kein "Pro" Salz ) oder setze mehr Korallen ein. Mit robusten, schnell wachsenden Arten (z.B. Sinularia brassica oder auch robusten Steinkroallen wie Montiporas) hast du gute "Verbraucher".

    Ein dichter Korallenbesatz stabilisiert das Becken insgesamt besser.

    Dass Phosphat deutlich zu niedrig ist, hat Sandy ja schon geschrieben.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich sehe es wie Hajo. Früher hat man häufiger Kohlefilter im Dauereinsatz betrieben. Ziel dabei war vor allem die Entfernung von Gelbstoffen aus dem Wasser. Dann hat sich im Lauf der Zeit aber herausgestellt, dass aber damit auch wichtige Mikroelemente entfernt werden, was vor allem den Steinkorallen durch Störung des Metabolismus der Zooxanthellen schaden kann. Sinn macht für mich daher nur noch ein kurzfristiger Einsatz, wenn irgendwelche Giftstoffe akut entfernt werden sollen.

    Zu HLLE siehe hier:https://www.meerwasser-lexikon.de/tiere/5115_HLLE.htm

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    für alle Euphyllia- und Fimbriaphyllaarten wird grundsätzlich empfohlen, starke - insbesondere direkte - Strömung zu vermeiden! Ich halte seit vielen Jahren diverse Arten bei nur leichter laminarer Strömung, auch immer nur aus gleicher Richtung, mit großem Erfolg. Eine Strömung von "unten" halte ich für einen eher seltsamen Vorschlag.

    Wichtig ist eine ausreichende Ernährung! Ohne zusätzliche direkte Fütterung können sie in phosphatarmen SPS-Becken degenerieren.

    Gruß

    Bernd

    Die Absenkung von PO4 zur Fadenalgenbekämpfung bringt gar nichts. Im Gegenteil, bei sehr niedrigen Werten wachsen sie bei mir besonders gut, außerdem vor allem nahe der Strömungspumpen. Der Schlüssel zum Erfolg ist die CO2-Untersättigung durch hohen pH-Wert bei gleichzeitig möglichst niedrige Alkalinität.

    Gruß

    Bernd

    Hi Bernd

    ist aber nichts genaues.

    Hallo Ewald,

    man kann durchaus die genaue Dosiermenge ermitteln, indem man die Flüssigkeitsmenge misst, die in einer Minute gefördert wird. Wenn die Menge pro Minute größer als erwünscht sein sollte, kann man diese durch einen kleinen Absperrhahn drosseln (Kosten unter 1 Euro). Mittels Zeitschaltuhr lassen sich die Dosierungen sowohl in der Menge als auch in der zeitlichen Verteilung einfachst steuern. Im Prinzip funktionieren die handelsüblichen Dosierpumpen auch nicht anders.

    Mein Tipp soll ja nur den Leuten, die die Meerwasseraquaristik wegen hoher Kosten scheuen, zeigen, dass man durchaus sparen kann, wenn man nach günstigen Lösungswegen sucht. Dies gilt für viele Dinge in der Aquaristik, wenn man sich mit der Sache näher beschäftigt!

    Gruß

    Bernd

    Weil wir gerade bei den Dosierpumpen sind, ein kleiner Tipp für Einsteiger mit kleinem Geldbeutel: Eine einfache Schlauchpumpe (Persitaltikpumpe) - Preis unter 20 Euro - mit einer einfachen elektronischen Zeitschaltuhr (Minuteneinstellung) steuern.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    morgens, vor dem Einschalten der Beleuchtung, ist der CO2-Gehalt im Aquarium am höchsten und damit der pH-Wert am niedrigsten. Tageszeitliche Schwankungen sind somit normal. Neben hohem CO2-Gehalt in der Raumluft können auch andere Faktoren für einen zu niedrigen pH-Wert ursächlich sein. Vor allem Zersetzungsprozesse wie verbliebene Futterreste, absterbende Algen, die Ammoniumoxydation oder auch ein zu hoher Fischbesatz kämen infrage.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    also ich bin mir ziemlich sicher, dass es n i c h t am Licht liegt!. Ich bin da voll bei Joe. Mit 0,04 mg/l PO4 ist man schnell im limitierten Bereich. Da kann es rasch zum Verlust von Zooxanthellen kommen, zumal ICP-Analysen immer nur die Augenblickssituation abbilden. Ich betreibe mein Becken auch mit niedrigen Phosphatwerten, wobei es auch recht schnell zu gleichartigen Aufhellungen des Korallengewebes und Wachstumsproblemen kommt. Anhand der Farben sehe ich inzwischen, ob ich PO4 erhöhen muss.

    Gegen die Beleuchtung spricht auch der Zustand der Seriatopora caliendrum ! Gerade die grüne Form ist bezüglich des Lichts doch relativ genügsam. Bei mir steht sie im unteren Beckenbereich weitaus besser als oben.

    Ehe ich weiter in teure Beleuchtungstechnik investieren würde, falsche Kausalitätsrückschlüsse sind oftmals möglich, würde ich einfach einmal PO4 für einige Zeit etwas erhöhen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich verwende Elemi Phos 1 : 50 verdünnt und in sehr kleinen Dosierungen seit vier Jahren im Dauerbetrieb (Menge wird an den gewünschten PO4-Wert ( 0,05 mg/l) nach monatlichem Test jeweils angepasst). Die einmal tägliche Zugabe erfolgt direkt im (übergroßen) Technikbecken.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Andreas,

    mein Becken steht nun genau 20 Jahre ohne erkennbare Alterserscheinungen. Eine allgemeine pauschale Aussage über die Haltbarkeit ist aber aufgrund der Vielzahl verschiedener Bau-bzw. Klebeformen und der unterschiedlichen verwendeten Silikonprodukte nicht möglich. Wenn sich bei dir keine erkennbaren Problemstellen zeigen, hätte ich aber keine Bedenken.

    Was die Beleuchtung betrifft, auch da gibt es unterschiedliche Erfahrungen. Es wird empfohlen, T5-Röhren nach 6 Monaten zu wechseln. Ich tausche sie erst nach 12 Monaten aus. Mit etwas Erfahrungen kann man es bei allen Beleuchtungsformen den Korallenfarben - zumindest bei SPS - ansehen, wann ein Wechsel nötig wird. In den letzten Monaten und Wochen werden bei mir die Korallenfarben langsam stumpfer und auch das Wachstum lässt etwas nach. Dann ist es Zeit für einen Wechsel; bei mir aber ohne Eile, da die SPS ohnehin zu stark wuchern. Wer noch ein stärkeres Wachsen benötigt, der sollte entsprechend früher reagieren. Herstellerangaben zur Lebensdauer dürften grundsätzlich überoptimistisch sein.

    Gruß

    Bernd