Hi an alle,
ich habe mich gefragt ob man die Ethanol/Wodka dosierung auch mit Zeovit machten kann oder ist das etwa nicht zu empfählen? ![]()
Es währe sehr nett wenn mir jemand von euch da weiter helfen würde.
MfG
Micha
Hi an alle,
ich habe mich gefragt ob man die Ethanol/Wodka dosierung auch mit Zeovit machten kann oder ist das etwa nicht zu empfählen? ![]()
Es währe sehr nett wenn mir jemand von euch da weiter helfen würde.
MfG
Micha
Hallo,
rein theoretisch spricht nichts dagegen aber leider wissen wir nicht genau was sich im food7 befindet , es wird vermutet Acetat (Kohlenstoff) , Aminosäuren u. Vitamine, wenn du anstatt des Food Wodka nimmst (natürlich in der Menge die laut Pohl angegeben wurde) sollte es funktionieren, aber bedenke das es sich um ein auf einander Abgestimmtes Filtersystem handelt und durch das Zeovith sehr empfindlich ist für die Zugabe an irgendwelche Elemente.
Die Frage ist ob sich das auszutesten überhaupt lohnt da die Dosierung so niedrig ist und nicht in rauhen mengen gebraucht wird.
Cu Resa
Hallo
Wenn ich mir die Berichte im Forum etc. so durchlese dann kommt mir der
Verdacht daß viele Leute mit der Wodka Dosierung zu schnell hochgehen. Das nur so als allgemeiner KOmmentar.
Insbesondere bei Becken mit Biofilter (Zeolith, Miracle Mud und evtl. auch Deep Sand Bed/Jaubert) scheint es zu PRoblemen zu kommen. Meine Idee: Die bereits vorhandene sehr große Bakterienpopulation wird durch die Dosierung von Wodka komplett aus dem Gleichgewicht gebracht, da plötzlich eine neue und sehr leicht verwertbare Kohlenstoffquelle zur Verfügung steht. Damit haben bestimmte Bakterien gegenüber anderen Arten einen Vorteil und vergrößern ihren Anteil an der gesamtpopulation, wodurch andere Arten in Mitleidenschaft gezogen werden.
Das löst eine Kettenreaktion aus und das System wird instabil. Nach einer gewissen Zeit kommt das System wieder in ein neues Gleichgewicht.
Frage: Warum willst Du Wodka dosieren wenn Dein System vorher gut lief?
Wenn Du unbedingt auf Wodka umsteigen willst, dann nimm in Kauf, dass Dein
Becken sich erst einmal komplett umstellen wird, dabei kann es Dir evtl auch
einiges plätten, vor allem wenn Du zu schnell umsteigst.
Grüße
Jens
Hi Jens,
da muß ich dich ein wenig berichtigen. Ich habe nicht geschrieben das ich Zeovit benutze und das mein Becken gut lief. Es läuft im moment wesentlich besser mit der Wodka zugabe und das habe ich mehr als langsam dosiert 0.5ml Wodka / 350 L in 2 Tagen rytmus immer + 0.5 ml Wodka. Meine Frage ist nur ob das Theoretisch möglich ist da mein Bekanter es mit Zeovit und Wodka versucht und er der meinung ist das es egal ist.
MfG
Micha
HI
Ach sooo! Nun ja, das habe ich dann wohl falsch verstanden. Trotzdem stellt sich für mich die Frage ob es Sinn macht, bei einem gut stehenden Becken irgendwas zu verändern. Rein theoretisch sollte bei einem Neustart von ZeoVit auch Wodka funzen, es geht schliesslich nur um die Kohlenstoffquelle. Allerdings hat Herr Pohl anscheinend sehr viel Arbeit in die Entwicklung seiner ZeoFood Sorten gesteckt, und so teuer sind die nicht. Man spielt bei allen Experimenten mit dem Leben seiner Tiere.....
Grüße
Jens
ZitatOriginal von Jens Kallmeyer
... da plötzlich eine neue und sehr leicht verwertbare Kohlenstoffquelle zur Verfügung steht.
Eine Satz, den ich hier zwar immer wieder lese, der aber meines Wissens nach hier noch nirgendwo nachgewiesen wurde. Was mich wundert, wieso findet sich diese sehr leicht verwertbare Kohlenstoffquelle in keinem Rezept für Bakterienkultur Lösungen, sondern wird eigentlich immer nur als Chemikalie zum Desinfizieren beschrieben?
Hallo Thomas!
Zitatwieso findet sich diese sehr leicht verwertbare Kohlenstoffquelle in keinem Rezept für Bakterienkultur Lösungen, sondern wird eigentlich immer nur als Chemikalie zum Desinfizieren beschrieben
1. Mit Ethanol kannst Du nur desinfizieren, wenn er über 70% konzentriert ist, darunter bekommen Bakterien nicht ´mal einen dicken Kopf. ![]()
2. Vielleicht wird Ethanol nicht genommen, weil es flüchtig ist? Vielleicht auch weil es halt nur einigen Arten als Nahrung dienen kann, anderen nicht.
Ein praktisches Experiment für Dich: Kippe doch ´mal 10 ml Wodka/100 Liter in Dein AQ und schau was passiert. Du wirst mit großer Wahrscheinlichkeit eine Bakterienblüte kriegen. (Ich übernehme übrigens keinerlei Haftung für negative Folgen!)
Gruß,
Michael
Hallo Michael.
Alkohol, obwohl flüchtig, scheint ja bei der Mrutzek/Kokott Methode zu wirken. Selbst eine 40.000 fache Verdünnung kann deiner + meiner Meinung nach schon negative Folgen haben.
Weißt du Näheres darüber, welche Bakterienarten Alkohol aufnehmen, oder kannst du mir sagen, wo ich Quellen dazu finde?
Genau darüber steht was im Artikel im MWA.....
Hi Stefan,
kannst du mir sagen im welcher Ausgabe von DMWA es steht?
MfG
Micha
Hallo Michael
ZitatOriginal von Michael Daniel
kannst du mir sagen im welcher Ausgabe von DMWA es steht?
In der aktuellen Ausgabe. Ersterscheinungstag 22.12.2003
Hi
In Kulturmedien wird selten bis niemals Alkohol zugegeben, da sie sterilisiert werden müssen (Autoklave 25 min. bei 121°C) und dann der Alkohol futsch ist. Daher wirst Du in den Rezepten für Medien auch nichts finden. Die C Quellen werden extra dosiert, und meistens über Filtration sterilisiert.
Praktisch alle heterotrophen Bakkies können Methanol Ethanol benutzen, wir Menschen sollten vom Methanol die Finger lassen....naja, ein Auge kann man ja mal riskieren.
Grüße
Jens
Hallo Thomas!
ZitatWeißt du Näheres darüber, welche Bakterienarten Alkohol aufnehmen, oder kannst du mir sagen, wo ich Quellen dazu finde?
Leider nicht.
Ich möchte meine obige Aussage bezüglich der desinfizierenden Wirkung von Ethanol noch ergänzen: Eine Wachstumshemmung oder sogar Inaktivierung von Mikroorganismen (VIren, Pilze, Bakterien) gibt es bereits in geringeren Konzentrationen.
Gruß,
Michael
Zitatwir Menschen sollten vom Methanol die Finger lassen....naja, ein Auge kann man ja mal riskieren.
Wie gut, daß Bakterien keine Netzhaut haben. ![]()
Gruß,
Michael
Danke Jens,
Das wars dann auch schon. Ich bin wieder ein Gläubiger. ![]()
ZitatOriginal von Stefan Ott
Genau darüber steht was im Artikel im MWA.....
Hallo Stefan.
Im Artikel steht zwar sehr viel über PAB, Phosphor akkumulierende Bakterien, obwohl sie laut Autor im MW-AQ nicht vorkommen, bzw. dort ihre nützlichen Eigenschaften nicht ausspielen können. Aber leider keine Quellenangabe zu Literatur über die Aufnahme von Ethanol durch Bakterien.
Aber wie schon geschrieben, Jens hat mir auf meinem zu kurzen Gedankenweg weitergeholfen.
Wenn Du bei der Zeovitmethode noch Wodka brauchst, dann machst Du was falsch, denn Sinn des Zeovits ist es doch ein extrem Nährstofarmes Wasser zu bekommen... wieso Wodka?????? *Nachdenk*
Hallo Thomas
ZitatOriginal von Thomas
Was mich wundert, wieso findet sich diese sehr leicht verwertbare Kohlenstoffquelle in keinem Rezept für Bakterienkultur Lösungen, sondern wird eigentlich immer nur als Chemikalie zum Desinfizieren beschrieben?
Der Grund für die Nichtverwendung in Kulturlösungen hat Jens ja schon beschrieben, zum Desinfizieren, Wuchshemmenden Wirkung Michael.
Letztenendes kann jede Verbindung die im Laufe des Citratzyklus entsteht als Bakteriennahrung genommen werden. Ethanol ist aber in de rRegel für den Normalaquarianer am leichtesten verfügbar.
Hallo Thomas
ZitatOriginal von Thomas
Aber leider keine Quellenangabe zu Literatur über die Aufnahme von Ethanol durch Bakterien.
Schön wenn du die gesamte im Artikel angeführte Literatur schon durch hast, aber wie im vorherigen Posting schon von mir geschrieben, gibt es durchaus verschiedene verwertbare C Quellen. Das nicht alle einzel in jedem Artikel aufgeführt werden, dürfte klar sein.
Hallo zusammen!
ZitatLetztenendes kann jede Verbindung die im Laufe des Citratzyklus entsteht als Bakteriennahrung genommen werden. Ethanol ist aber in de rRegel für den Normalaquarianer am leichtesten verfügbar.
Wobei Ethanol als solches aber nicht im Zitratzyklus vorkommt, sondern erst über Ethanal zu Essigsäure oxidiert wird, die dann zum Acetyl-CoA umgebaut zu werden, welches dann in den Zitratzyklus eingeschleust wird.
Gruß,
Michael
hallo Michael
ZitatOriginal von Michael Riediger
Hallo zusammen!
Wobei Ethanol als solches aber nicht im Zitratzyklus vorkommt, sondern erst über Ethanal zu Essigsäure oxidiert wird, die dann zum Acetyl-CoA umgebaut zu werden, welches dann in den Zitratzyklus eingeschleust wird.
Danke für die Korrektur, hatte den Stryer gerade nicht griffbereit:-)
ZitatOriginal von AmStaff
Wenn Du bei der Zeovitmethode noch Wodka brauchst, dann machst Du was falsch, denn Sinn des Zeovits ist es doch ein extrem Nährstofarmes Wasser zu bekommen... wieso Wodka?????? *Nachdenk*
Mit dem Zeovith alleine wirst du sicher kein extrem nährstoffarmes Wasser bekommen, sondern es wird eine Kohlenstoffquelle benötigt (Zeofood). Wobei wir wieder beim Thema sind.
Grüße
Reinhard
ZitatOriginal von Michael Daniel
Hi an alle,
ich habe mich gefragt ob man die Ethanol/Wodka dosierung auch mit Zeovit machten kann oder ist das etwa nicht zu empfählen?
Micha
Hallo!
Mich würde eher interessieren wie Ihr über den Umstieg von der Zeovitmethode auf die Wodkadosierung denkt. Hier geht es mir nicht um die Kosten. Beide Methoden basieren doch auf die Zufuhr von Kohlenstoff. Brauch ich das Zeovit überhaupt? Okay, es wirkt neben der Funktion als Siedlungsfläche für Bakterien sicher auch als Ionenaustauscher, zumindest wenn es frisch in den Filter kommt. Nur, wenn ich auch so das Phosphat vermindern kann, wozu dann noch zusätzlich Zeovit. Siedlungsfläche für die Bakterien ist doch genug in den lebenden Steinen und in der Dekoration vorhanden.
Ich verwende die Zeovitmetode nun ca. 1 1/2 Jahre lang. Sie wirkt, mein Wasser ist nährstoffarm. Was mich an der Methode stört ist aber der Umstand, dass ich laut Vorschrift so ca. alle 10 Wochen das Zeovit austauschen soll. Durch das Einbringen der frischen Steine merkt man, dass sich kurzfristig was ändert (ich nehme an durch die Funktion als Ionenaustauscher). Es ist doch extrem wichtig, alle Parameter so konstant wie möglich zu halten. Diese plötzlichen Änderungen halte ich nicht für so gut, da ist mir das gleichmäßige Zudosieren von Wodka einfach sympathischer.
Meine Meinung ist folgende, bitte korrigiert mich:
Zeovit ist verzichtbar. Zeofood wirkt als Kohlenstoffquelle. Ich nehme an dass zusätzlich noch Nährstoffe für die Korallen enthalten sind. Auf diese darf man beim Umstieg auf die Wotkadosierung nicht vergessen.
Bitte um Stellungnahme dazu.
Grüße
Reinhard
Hallo Reinhard,
ZitatOriginal von Reinhard
[Mich würde eher interessieren wie Ihr über den Umstieg von der Zeovitmethode auf die Wodkadosierung denkt. Hier geht es mir nicht um die Kosten. Beide Methoden basieren doch auf die Zufuhr von Kohlenstoff. Brauch ich das Zeovit überhaupt?
die beiden Methoden haben unterschiedliche Ziele - die Zeovitmethode ziehlt soweit ich es verstanden habe darauf ab, extrem farbige Korallen zu "produzieren" und die Wodkamethode zielt darauf ab den Nitrat und Phosphatwert zu senken, damit man problematische Korallen mehr füttern kann, aber Nährstoffarmes Wasser ebkommst Du mit beiden Methoden
Hallo Frank!
ZitatOriginal von iXware
die beiden Methoden haben unterschiedliche Ziele - die Zeovitmethode ziehlt soweit ich es verstanden habe darauf ab, extrem farbige Korallen zu "produzieren" und die Wodkamethode zielt darauf ab den Nitrat und Phosphatwert zu senken, damit man problematische Korallen mehr füttern kann, aber Nährstoffarmes Wasser ebkommst Du mit beiden Methoden
Genau das ist es was ich nicht glaube und dies würde ich gerne diskudieren. Beide Methoden senken den Nährstoffgehalt. Warum sollen mit der Wodkamethode nicht genauso farbige Korallen erreichbar sein? Oder liegt das Geheimnis im richtigen Nährstoff für die Korallen den man zufüttert (im Zefood enhalten?)
Grüße
Reinhard
Hallo Reinhard
ZitatOriginal von Reinhard
Genau das ist es was ich nicht glaube und dies würde ich gerne diskudieren. Beide Methoden senken den Nährstoffgehalt. Warum sollen mit der Wodkamethode nicht genauso farbige Korallen erreichbar sein? Oder liegt das Geheimnis im richtigen Nährstoff für die Korallen den man zufüttert (im Zefood enhalten?)
Stimmt beide Methoden zielen auf niedrige Nährstoffwerte ab. Bei ausreichendem Siedlungssubstrat und davon sollte man in den meisten Aquarien ausgehen hat man bei der Wodka Methode aber noch den Vorteil verstärkt füttern zu können. Was einem gemischt besetzen Aquarium sicherlich zu Gute kommt.
Man sollte Zeolite aber nicht nur aus der Sicht für die Nährstoffreduktion betrachten und in letzter Zeit sind ja auch weitere gleichwertige Zeolithe auf den Markt gekommen.
Hallo Reinhard,
ZitatOriginal von Reinhard
Genau das ist es was ich nicht glaube und dies würde ich gerne diskudieren. Beide Methoden senken den Nährstoffgehalt. Warum sollen mit der Wodkamethode nicht genauso farbige Korallen erreichbar sein? Oder liegt das Geheimnis im richtigen Nährstoff für die Korallen den man zufüttert (im Zefood enhalten?)Grüße
Reinhard
hast Du den Artikel im Meerwasseraquarianer aufmerksam gelesen? Da hat ja Michael Mrutzek beschrieben und an Hand von Bildern belegt, dass die Farbigkeit der Korallen massiv verbessert war, nachdem er Wodka zudosiert hat.
Also dass Korallen braun werden, wenn sie in sehr nährstoffreiches Wasser kommen, liegt ja daran, dass sie dann verstärkt Zooxanthellen bilden. Ist das Wasser nährstoffarm, werden weniger Zooxanthellen gebildet. Insofern also schon aml ein Schritt zu mehr Farbe.
Weniger Zooxanthelen bedeutet dann natürlich weniger Ernährung der Koralle, denn sie ernährt sich ja über ihre Zooxanthellen. Deshalb nun immer der Hinweis, dass mit Staub- und Flüssigfutter auf alle Fälle zugefüttert werden sollte, um die Koralle dem nährstoffarmen Wasser nicht hungern zu lassen. Inwieweit Korallen sich von ihrem eigenen Korallenschleim ernähren können, darüber gibts ja leider keine gesicherten Erkenntnisse und durch das entstandene Bakterienplankton alleine werden sie vermutlich nicht satt.
Jörg sagte es nun auch schon einmal: der Vorteil, wenn Korallen mit Zusatzfutter (Cyclops-eeze, Ultramin usw.) gefüttert werden ist, dass sie halt gut genährt sind und ihre Energie in die "Farbproduktion" stecken können.
Hallo Reinhard,
Zeolithe ziehen Ammonium aus dem Wasser, das können sie ohne fremde Hilfe, den Rest aber, nämlich das Ammonium zu Stickstoff zu reduzieren und damit aus dem System zu entfernen, das machen die Bakkies, und dazu brauchen sie Kohlenstoff.
Schau mal auf meinen SiFi Vortrag, da steht dazu was drin
http://www.korallenriff.de/Sindelfingen2003/SiFi2003.pdf
Grüße
Jens
ZitatOriginal von Reinhard
Mit dem Zeovith alleine wirst du sicher kein extrem nährstoffarmes Wasser bekommen, sondern es wird eine Kohlenstoffquelle benötigt (Zeofood). Wobei wir wieder beim Thema sind.
Grüße
Reinhard
mit Zeovit meinte ich das kompl.system, sonst hätte ich doch Zeolith geschrieben ![]()
Hallo Jens!
ZitatOriginal von Jens Kallmeyer
Hallo Reinhard,Zeolithe ziehen Ammonium aus dem Wasser, das können sie ohne fremde Hilfe, den Rest aber, nämlich das Ammonium zu Stickstoff zu reduzieren und damit aus dem System zu entfernen, das machen die Bakkies, und dazu brauchen sie Kohlenstoff.
Schau mal auf meinen SiFi Vortrag, da steht dazu was drinhttp://www.korallenriff.de/Sindelfingen2003/SiFi2003.pdf
Grüße
Jens
Danke, deinen Vortrag finde ich ausgezeichnet. Dazu nochmals meine Kernfrage: Brauche ich die absorbierenden Eigenschaften des Zeolíths, d.h. das Herausziehen des Ammoniums aus dem Wasser, wenn ich durch ausreichende Zugabe von Kohlenstoff (Wodka) genug Bakterien im gesamten Aquariumsystem habe, um ausreichen Nitrat zu entfernen.
Die Poren des Zeoliths verstopfen mit der Zeit, d.h. die Eigenschaften bleiben nicht konstant. Neues Material, das eingebracht wird, verursacht momentan eine verstärkte Absorbtion. Genau das stört mich an der Methode.
Grüße
Reinhard
Zitat...Danke, deinen Vortrag finde ich ausgezeichnet. Dazu nochmals meine Kernfrage: Brauche ich die absorbierenden Eigenschaften des Zeolíths, d.h. das Herausziehen des Ammoniums aus dem Wasser, wenn ich durch ausreichende Zugabe von Kohlenstoff (Wodka) genug Bakterien im gesamten Aquariumsystem habe, um ausreichen Nitrat zu entfernen.
Die Poren des Zeoliths verstopfen mit der Zeit, d.h. die Eigenschaften bleiben nicht konstant. Neues Material, das eingebracht wird, verursacht momentan eine verstärkte Absorbtion. Genau das stört mich an der Methode.Grüße
Reinhard
Antwort: Nein, m.M. nach braucht man das Zeolith/Zeovith bei einer ausrechenden Kohlenstoffmenge und den daraus resultierenden Bakterien innerhalb des Systems nicht.
Andreas!
P.S. Korallen werden farbig wenn sie in Nährstoffarmen Wasser leben und den Nährstofffluss zu den Zooxanthellen so steuern können das die Zooxanthellen zwar leben können und Korallennahrung produzieren, sich aber nur gering durch Teilung vermehren können! Siehe z.B. Knop, Steinkorallen im Riffaquarium Teil 1.
ZitatBrauche ich die absorbierenden Eigenschaften des Zeolíths, d.h. das Herausziehen des Ammoniums
Hallo Reinhard,
genau diese Frage kann Dir nur Dein System beantworten. Wer z.B. 20mg Nitrat aber nur 0,01 mg Phosphat messen kann, wird durch die Zugabe von verwertbaren Kohlenstoffquellen zwangsläufig in eine Phosphorlimitierung steuern. Die Bakterien zehren den letzten Rest an verfügbarem Phosphat auf und auch für die Bakterien wird dann der geringe Phophatgehalt im Wasser zum wachstumsbegrenzendem Faktor.
Hier kann man auch noch soviel Wodka in sein Aquarium schütten, da die Vermehrung der Bakterien eben durch das geringe Phosphatvorkommen eingeschränkt ist. Zwangsläufig ist auch dadurch die Aufnahme an N in die "Bakterienbiomasse" eingeschränkt.
Das molares Verhältnis in Algen Biomasse ist nach Redfield C 106 : N 16: P 1. Bei der Bakterienbiomasse dürfte es zumindest ähnlich (ich denke 100: 20: 1) sein. Man kommt also bei der Dosierung mit verwertbarem Kohlenstoff nicht um die Beachtung des Verhältnisses N : P herum.
In dem Beispiel mit 20mg Nitrat und 0,01 Phosphat macht es z.B. Sinn
auch amoniumabsorbierendes Material einzusetzen, da dadurch auch das Endprodukt Nitrat eher reduziert wird. Alternativ könnte man natürlich auch in minimalsten Dosen Phosphat hinzugeben und somit den begrenzenden Faktor für die Bakterienvermehrung aufheben. Dadurch steigt die Bakterienbiomasse und somit auch die Einbindung von N was auch eine Reduzierung von Nitrat zur folge hat.
Wenn ich entscheiden sollte würde ich immer die Verwendung von Zeolith bevorzugen. Was mich jedoch hierbei auch immer gestört hat, waren die stark schwankenden Werte die schon bei dem Wechsel des Zeolithes auftritt. Optimal ist meiner Meinung daher nur die Verwendung von Zeolithe im Bypass mit sehr geringen Durchflussmengen. Man kann so anhand der Durchflussmenge sehr schonend und langsam in das System eingreifen und bekommt vielleicht auch eher ein Gefühl für das richtige Verhältnis für die Korallen. Gleichzeitig ist auch die Effektivität (wie z.b. auch bei Rowaphos) des Materials etwas höher.
Was die farbsteigernde Wirkung angeht, sollte man das auch etwas differenzieren. Eine Nährstoffarmut führt in erster Linie zu einer geringeren Zooxanthellendichte im Gewebe. Die Korallen werden also heller. Gleichzeitig werden dadurch die korallenspezifischen Pigmente, die hauptsächlich für die Färbung der Korallen verantwortlich sind, nicht mehr so stark von den braunen Zooxanthellen überlagert und deutlicher sichtbar. Das ist aber auch schon alles. Eine Anregung der Eigensynthese dieser Pigmente ist nur mit der Nährstoffarmut jedoch nicht zu erreichen. Tendenziell sogar eher das Gegenteil. Hier sind vor allem andere Faktoren wie z.B. die Lichtbedingungen oder der generelle Zustand (Vitalität) einer Koralle von größerer Bedeutung. Interessant wäre in diesem Zusammenhang, ob die Verabreichung bestimmter Grundbausteine oder Elemente dieser Pigmente zu einer verstärkten Eigensynthese dieser (Farb) Pigmente in den Korallen führt. Nach dem Motto: Wer viel Möhrensaft trink, bekommt auch eine braunere Haut.
Aber wollen wir das ?
Gruß
Oliver
Hallo,
Bei aeroben Bakterien im Klärschlamm ist theoretisch folgendes Verhältnis von
C : N : P 100:14:3
für Bakterienwachstum nötig.
Dürfte bei den Bakterien im Aquarium ähnlich aussehen.
Es kann aber auch mehr P in Bakterien eingelagert werden (luxary uptake effect).
Tatsächliche gefundenes Verhältnis im Klärschlamm C : N : P 60:12:3
Phosphat ist energietechnisch sehr wichtig.
ZitatBei aeroben Bakterien im Klärschlamm ist theoretisch folgendes Verhältnis von
Danke für die Info.
Bei dem Verhältnis ist eine Phosphorlimitierung natürlich noch eher gegeben und deswegen auch eher die Reduzierung von Phosphat und etwas später erst Nitrat im Aquawasser...
Gruß
Oliver
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