Ethanol/Wodka

  • Hallo Michael,

    tja wie soll ichs sagen Schussel Peter war wieder am Werk ... wenn man statt 0,5ml/100 Liter die Dosierung auf 0,5 ml/1 Liter setzt und mal eben 60 ml Wodka ins Becken kippt .... :st: :smiling_face_with_sunglasses: :O

    Ist wohl derzeit alles was viel für mich .... Fazit alle Becken stehen bei dezenter Überdosierung immer noch gut und auch Mods machen Fehler:D

    Soll ich besser mal einige Tage aussetzen, oder dirket bei 1ml /100 Liter weiter machen?

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Aussetzten, denn es zerrt schon heftig am Sauerstoff.

    Erst wenn das Wasser wieder klar ist, solltest du weiter dosieren.


    Fehler: Logisch machen auch Mods Fehler, sowie auch Admins..LOL :smiling_face:

  • Hallo Peter!

    Ich habe eine tolle Lösung für alle -sagen wir nicht so Standhaften! Du mußt erst das Becken dosieren und darfst erst danach selber verkosten.
    Die Fehlerquote sinkt angeblich enorm! :smiling_face:

    Schön, dass nicht mehr passiert ist.

    Servus,
    Peter

  • Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    Hallo Michael,

    tja wie soll ichs sagen Schussel Peter war wieder am Werk ... wenn man statt 0,5ml/100 Liter die Dosierung auf 0,5 ml/1 Liter setzt und mal eben 60 ml Wodka ins Becken kippt .... :st: :smiling_face_with_sunglasses: :O

    Und ich hab noch irgendwo geschrieben, das bestimmt irgendein Spezialist mal wieder nach der Methode viel hilft viel dosieren wird....

    ....aber das ausgerechnet der Peter das sein wird... :face_with_tongue:

  • Wichtiger Hinweis für Aquarien, die absolut närstoffarm betrieben werden.

    Hallo Leute,

    hatte soeben mit Markus Resch telefoniert, der ja wie viele Wissen sein
    Becken trotz enorm hoher Futterdosierungen mit seinem
    Schlammfiltersystem absolut nährstoffarm betreibt.

    Markus muß seit etwa einem halben Jahr sein Becken mit einer Ammoniumchlorid-
    Lösung füttern, damit er keine Stickstofflimitierung bekommt.

    Vor einigen Tagen hatten wir dann telefoniert, als Markus mit der
    Ethanoldosierung beginnen wollte.

    Er ist bei der Dosierung genau so vorgegangen, wie im Artikel geschildert.

    Folgendes ist nun eingetreten:

    Trotz 1 mL Dosierung auf 1000 L sind ihm nach bereits zwei Tagen die Gorgonien
    und Lederkorallen zugegangen. Bei der Erhöhung von 1 ml auf 2 ml pro 1000 L
    sind dann heute auch Steinkorallen nicht mehr gut aufgegangen. Eine
    Bakterienblüte ist natürlich bei dieser Menge an Kohlenstoff nicht entstanden.

    Was ist passiert?

    Das Ethanol hat die Bakterienvermehrung angeregt. Dadurch sind die wenigen
    Nahrstoffe, die er im Becken hat bzw. die er mit der Ammoniumchlorid-Lösung
    ins Becken gibt, von den Bakterien aufgebraucht worden. Und zwar noch lange
    bevor sich die Bakterien so stark vermehren konnten, dass Bakterioplankton
    entsteht.

    Es ist also im Falle von Aquarien, die an der Nährstoffgrenze gefahren werden
    bzw. in denen bereits Nährstoffe über bestimmte LÖsungen zudosiert werden,
    so, dass bereits bei Beginn der Dosierung mit geringem Wodkavolumen ein
    Nährstoffloch entsteht, dass nicht ohne weiteres überwunden werden kann.

    Da die Methode so wie beschrieben keine "Schäden" mit sich bringt (siehe
    Peter Schmiedel, Du Mathematikgenie :D), kann es durchaus jeder für
    sein Becken ausprobieren, ob dieser geschilderte Fall eintritt oder nicht.

    Ganz entscheidend ist dabei, wie schon mehrfach gesagt, dass Ihr auf Eure
    Tiere guckt, mehr noch als auf Eure Wassertests.
    Wenn die Tiere zugehen und sich bei gleichbleibender Dosiermenge die Korallen
    nach weiteren ein oder zwei Tagen nicht wieder öffnen, würde ich die
    Dosierung einstellen.

    Bei dem Becken von MArkus Resch ist es ohnehin schwer, noch irgend einen
    Verbesserungspunkt zu finden, so gut steht das Becken. Also wie schon in
    Sindelfingen gesagt:"never change a winning team"!

    Es wäre schön, wenn sich mehrer Aquarianer hier im Forum oder per mail
    melden würden, bei denen der geschilderte Fall auch eintritt.

    Schönen 2. Feiertag Euch allen,
    Jörg

    H Hersteller

  • Ja ja spottet nur - ich habs verdient .... mit Ruhe lesen umd dann handeln ... habt ins große Becken 2 x 60 ml gekippt ....

    Übrigens isnd in zwei autarken Becken 120 x 40 40 keine Abschäumer, 3-6 cm Korallensand und nur eine Tunze 1600 erzeugt Strömung. Trotz des sicherlich Tief gefallenen Sauerstoffgehaltes ist nichts passiert.

    Die Trübung war nach 24 Stunden wieder weg. Also heute schon nichts mehr zu sehen. Soll ich meine Tiere trotzdem auf Entzug setzen ? Oder weiter - diesmal richtig dosieren ...

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo zusammen,
    erstmal möchte ich euch noch einen frohen zweiten Weihnachtstag wünschen.

    Ich möchte mal kurz zu Jörgs letztem Beitrag eine Frage stellen.

    In dem von dir geschildertem Fall handelt es sich um ein Becken bei dem eine Stickstofflimitierung vorliegt. Wenn ich mich richtig erinnere führst du in deinem Vortrag in Sindelfingen (war leider nicht da – habs also nur gelesen) ein schlechtes Polypenbild als Anzeichen für einen Stickstoffmangel an. Das ist ja wohl bei dem Becken von Markus Resch auch so eingetreten. Jetzt liegt aber bei mir eine Phosphorlimitierung vor, bei der die Polypen voll expandiert sind. Wenn ich jetzt Ethanol zuführe und den P-Gehalt weiter senke können die Korallen noch super stehen und sich dabei trotzdem auflösen? Oder hab ich das nicht so richtig verstanden? Wenn dem so wäre müsste ich also sofort einiges an Futter ins Becken geben um genügend Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Gehöre ich mit einer P-Limitierung eigentlich zu den Privilegierten, die das Frostfutter ohne Auftauen ins Becken werfen können?

    :grinning_squinting_face:

    MfG

    ToM

  • Hallo,

    vor ca. 1 Monat bekam ich massiv Fadenalgen in meinem Becken, das seit Juli 03 läuft. Vorher war alles im Lot.

    Dann habe ich mal wieder gemessen und 20 - 40 mg Nitrat festgestellt. Aufgrund dessen, dass wir in SiFi darüber gesprochen hatten, kaufte ich sogleich eine Flasche Wodka und dosierte 20 ml/1000 Liter - damals war der Meerwasser-Aquarianer noch nicht erschienen.

    Einen Tag später war das Wasser trüb, ich setzte aus und stellte die Dosierung auf 12x täglich 0,65 ml Wodka ein.

    Binnen 2 Wochen sankt der Nitratwert auf nahe 0. Die Fadenalgen gingen zurück, so dass ich heute nur noch Restbestände habe.

    Einige Weichkorallen öffnen sich seit ca. 1 Woche nicht mehr und sind verschrumpelt. Die Caulerpa racemosa in meinem beleuchteten Algenfilter-Becken hält sich auch nicht mehr.

    Seit ein paar Tagen habe ich die Menge Wodka um 1/3 reduziert - mal sehen was sich tut ...

    Auf jeden Fall ist meine Algenplage dahin.

    Werde versuchen, den Wodka so weit es geht zu minimieren.

  • Hallo Stefan

    genau das ist es, was wir ebe NICHt wollen und auch NICHT so im Artikel geschrieben haben....

    Wichtig ist, dass sich das gesamte Ökosystem LANGSAM auf die neuen Verhältnisse einstellen kann.
    Wenn dies dann zu abrupt gemacht wird, können sich die Korallen nicht darauf einstellen und dies ist aber ein ganz wichtiger Schritt bei dieser Methode.

    Auch ist es nicht in jedem Becken zwingend Notwendig alles auf NULL zu bringen, denn wer Weichkorallen hat, fährt ein System anders als mit nur SPS Korallen usw.....

    Zudem ( und hierrüber kommt sicher ein zweiter Teil) gibt es nun Möglichkeiten die Tiere noch optimaler zu versorgen, indem wir mit (z.b.: Phytoplankton) die Tiere weit besser ernähren können.

    Aber eins ist eben völlig falsch: Viel hilft nicht VIEL

  • Hallo zusammen

    Wen es interessiert............

    Da ich recht genaue Tests vewende messe ich derzeit auch mehrmals täglich. Es macht spass zu sehen das man bei Zugabe von fettigem Staubfutter wie Cyclo Eeze, es sogar schafft kurzfristig 0,046 mg Po4 zu messen, was aber dann einige Stunden später wieder nach unten geht.

    Man kann, mit dem nötigen Messen und ausprobieren das ganze recht gut steuern. Schliesslcih weiss man was an Futter reinkommt... und den Wodka kann man ja gezielt dann steuern.

    So haben wir derzeit seit Tagen 1 mg Nitrat, und Phosphat schwankend bei 0,0 bis 0,092.... Je nach Tagesverlauf und Fütterung.
    Macht echt Fetz das genau zu erurieren.
    Ich gebe derzeit genau 10 ml Wodka zu.

  • Hallo Robert,

    womit mißt Du denn das Nitrat?

    MfG, Frank


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    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Hallo Ixware

    Unterschiedlich, ich habe 4 verschiedene Tests hier , greife aber am liebsten auf den Machery und Nagel Eco zurück. Der misst 0 nächste Stufe 4. Aber selbst bei dem kann man tendenziell sagen ob er weiter auf 4 oder eher auf 0 geht :smiling_face: Er lässt sich aber sehr gut ablesen.

    Den Test gibt es aber auch noch genauer, nur kostet dann noch mehr. Und das halt ich dann bei Nitrat für übertrieben da diese Anzeige voll ausreicht.

  • Hallo Robert,
    wir messen ja mit dem gleichen Test, und wenn er gerade noch so etwas gelb ist, dann kommt das mit 1mg gut hin. Wir haben das erst neulich mit einem Labortest von Riedel de Haen von Markus Leiser nachgeprüft, das auch für Meerwasser ausgelegt ist.Der mißt in 1mg Schritten, also gerade in den unteren Bereich von 0-5mg wesentlich feiner.

  • Hallo Mirko,

    Du kannst jeden Wodka nehmen der einen Alkoholgehalt von 37,5% hat und der ohne jegliche Zusätze ist.

    MfG, Frank


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  • Hallo Robert und Sabine,

    könnt ihr mir Bezugsquellen für die von euch verwendeten Tests geben? den letzten Dienstag gekauften Tetratest kann ich glaube ich getrost auf den Müll werfen, denn am Di hat er mir noch 25mg/L No3 angezeigt und heute nach 4 Tagen Wodkazugabe zeigt er mit 50mg/L an :confused_face: :confused_face: :confused_face: - ich würde mal sagen, der ist nicht brauchbar

    MfG, Frank


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    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

    Einmal editiert, zuletzt von iXware (27. Dezember 2003 um 12:16)

  • Hallo Frank,
    schau mal hier

    Ist superleicht zu handhaben und sehr gut ablesbar.

    Der Test von Markus ( Riedel de Haen), da weiß ich auch nicht wo man den bekommt, aber der ist auch eher was fürs Labor und sicherlich teurer.

  • Hallo Leute,

    erstmal Glückwunsch an die Autoren für die gelungene Ausarbeitung ... ein paar Fragen an die Experten habe ich auch noch dazu:

    1. Spurenelemente, Strontium, Jod habe ich (da nährstoffarm) bisher reduziert - kann ich diese jetzt wieder höher fahren (wie könnten die Auswirkungen sein?)?

    2. Bisher habe ich einen Wodkafilter für den Fall der Fälle im Bypass laufen (erhöhter Durchfluß, ohne Wodka), damit dieser bei Bedarf als Wodkafilter eingesetzt werden kann - er funktioniert derzeit also einfach als zusätzliches Siedlungssubstrat. Spricht irgendetwas dagegen, den Wodka hierüber ins System einzuspeisen, da sämtliche Vorrichtungen (z.B. Dosierung) hier schon vorhanden wären?
    Das Ethanol würde also zunächst innerhalb des Filters im Siporax verteilt und durch den Auslauf ins Becken gegeben (als Nebeneffekt kann der Filter per vorhandener Redoxsonde überwacht werden).
    Oder gibt es Gründe, das Ethanol unbedingt direkt ins Becken zu geben?

    3. Wie läßt sich eine Ethanol-Überdosierung im Becken eventuell vorzeitig feststellen? Eventuell durch eine Redoxmessung? (diese könnte man dann zur Überwachung einer automatischen Dosierung einsetzen). Hat jemand während einer Bakterienblüte entsprechende Beobachtungen gemacht?

    4. Wie würdet Ihr mit der Dosierung vorgehen, wenn Nitrat nicht nachweisbar, aber Phosphat vorhanden ist (ca. 0,3mg/l)?


    und zuletzt an Robert:

    da ich weiß, daß Du den Merck-Phosphat-Test benutzt: wie lange wartest Du, bis Du die Ablesung nach Zugabe der Chemikalien machst? (Ich habe festgestellt, daß die Blaufärbung nach Minuten immer noch zunimmt)

    Gruß Ralf :grinning_squinting_face:
    {400l-Riff,Aquastar-automatisiert,HQI 2x150W+Blau/Mondlicht,Ström.-Ebbe/Flut/Wellen,Kalkreaktor,Ozon,UV,Stand+Dichte-Regelung mit autom. Wasserwechsel,Titan-Kühler,Rieselfilter,Zeovit,autom. Plankton+Spurenelemente/Aminosäuren-Dosierung}

  • @MirkoStgt

    Zitat

    Original von MirkoStgt
    Welchen Wodka nimmt man denn? :face_with_rolling_eyes:
    oder ist doch eines Ethanol besser?

    Du kannst auch anderen Alkohol verwenden mit mehr oder weniger %en. Theoretisch sogar reinen - der aber umgerechnet viel zu teuer ist.

    Zur Zeit testet der Michael (Mrutzek) das auch mit Doppelkorn und hat augenscheinlich die selben Ergebnisse.

    Du wirst auf die Dauer blos, je nach Alkoholgehalt, mehr oder weniger dosieren müssen. Was dann billiger ist muß man dann eben ausrechnen.

  • Hallo allerseits,

    ich habe da noch ein paar Fragen an die Biologen / Chemiker unter Euch:

    Habe mir gestern den Stickstoff-Abbau-Prozess in Fossa / Nielsen Bd. 1, Seiten 192 ff reingezogen.

    Also was da passiert ist wohl die Dissimilation, d.h. Nitrat wird zu anderen Stickstoffverbindungen.

    Die Denitrifikation, also die Umwandlung in Gase N2O oder N2 wäre ja die optimale Lösung, jedoch wird erwähnt, dass auch die sog. Nitratreduktion, also die Umwandlung in Ammoniak / Ammonium bzw. Nitrit erfolgen könnte und dies sei "selten dominierend" - ist aber eine gefährlich Variante.

    Nun, wenn das aber passiert, wäre es nicht anzuraten, sicherheitshalber immer Ozon zu verwenden?

    Zweite Frage:

    Was wird da eigentlich abgeschäumt?

    - Sind das Bakterien, die sich frei im Wasser bilden, sobald Alkohol dazu kommt, d.h. Bakterien, die nie vorher in Steinen saßen?
    - Sind das Bakterien, die aus den Steinen kommen?
    - Sind das Bakterien, die tot sind, also übermäßig produzierter Biofilm?
    - Sind das Ausscheidungsprodukte von Bakterien?

    Hat das schon mal jemand untersucht bzw. unterm Mikroskop gehabt?

  • Hallo Stefan

  • Hallo Bernd,

    Ozon dient doch dazu alle Stickstoff-Verbindungen möglichst schnell zu Nitrat zu oxidieren. Wenn man jetzt so eine Nitratreduktion im Becken hätte - ich weiß nicht wie wahrscheinlich das ist - dann könnte man die giftigen Dinge wie NH3 / NH4 und NO2 schnell los werden ...

    Die Frage anders herum:

    Ich dosiere Wodka und habe Ozon im Abschäumer: Ist das förderlich oder schädlich?

  • d.h. wäre man da nicht gänzlich auf der sicheren Seite, Ozon zu verwenden, denn für den Nitrataabau füttere ich meine Bakterien mit Wodka, somit hätte ich nie N02 / NH3 / NH4 Probleme, wenn das Nitrat letztendlich mit Hilfe des Wodka abgebaut wird....

  • Hallo Stefan,

    vergiß die Begriffe Assimilation und Dissimilation, die sind in diesem
    Zusammenhang irrelevant.

    Die Nitrat-Ammonifikation ist im Aquarium unbedeutend. Sie wird zwar
    stattfinden, aber wenn im anoxischen Bereich z.B. in den Lebenden
    Steinen Ammonium entsteht, und das dann in oxische Bereiche reindiffundiert,
    stürzen sich alle Nitrifikanten auf das Ammonium und oxidieren es sofort
    hoch zu Nitrat.

    Ich bin grundsätzlich gegen die Verwendung von Ozon, bzw. nur in
    einigen wenigen Ausnahmefällen würde ich dazu raten. Ich würde Dir
    raten, Ozon nicht weiter zu dosieren, weil Du es nicht brauchst.

    H Hersteller

  • Hallo Sabine :smiling_face:

    Du weisst ja, ich, und sicher auch Ihr seid schon wahre Messfetischisten. Aber ich kenne so auch niemand der sich mehr mit Wassertests und der Genaugikeit so beschäftigt hat wie wir vier :smiling_face:

    Der neue hört sich gut an, wobei ich sehe es wie Du, in der Regel reicht der Visocolor von Machery dicke aus.. Ich denke sogar das es andere auch tun, aber ich kenne halt derzeit keinen der so gut anzeigt wie die beiden Merck und Machery.

  • Hallo Frank :smiling_face:

    Machery und Nagel bekommst du bei Claude oder auch bei Machery und Nagel auf der website.

    Merck Phospattest gibt es in der Apotheke, aber aufpassen es muss der teurer sein. Da gibt es zwei ausführungen. Die Nummer habe ich gerade nicht parat. Kann sie aber ablesen wenn es wichtig ist.

  • Hallo Ralf :smiling_face:

    Ich warte meist so drei vier Minuten. Wobei an sich nichts dabeisteht ist mir das mit der nachfräbung auch aufgefallen. Wobei das bei geringen werten dann nicht so auffällt.


    Zitat

    Original von Ralf
    und zuletzt an Robert:
    da ich weiß, daß Du den Merck-Phosphat-Test benutzt: wie lange wartest Du, bis Du die Ablesung nach Zugabe der Chemikalien machst? (Ich habe festgestellt, daß die Blaufärbung nach Minuten immer noch zunimmt)

  • Hallo Robert,

    Zitat

    Original von Robert Baur
    Machery und Nagel bekommst du bei Claude oder auch bei Machery und Nagel auf der website.

    den hab ich dank Sabines Info schon bestellt - phosphat brauch ich nicht zu messen - ich habe keins, nicht mal Gesamtphosphor läßt sich im Labor bestimmen, weil es unter der Nachweisgrenze von 30µg/L liegt..

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Ralf,

    Spurenelemente: gilt das gleiche wie bei der Zeovit-Methode: Je niedriger der
    Nährstoffgehalt, desto niedriger ist der Bedarf an Spurenelementen.
    Über die Bakterien erhalten die Korallen genügend Spurenelemente, die sie
    auch ihren Zooxanthellen zur Verfügung stellen können.
    Von daher würde ich bei Null-Werten keine Spurenelemente mehr dosieren,
    sondern allenfalls regelmäßig Wasser wechseln.

    Ich propagiere sowieso die Spurenelementdosierung über Phytoplankton oder
    wie eben jetzt über Bakterioplankton. Der Vorteil ist, das die Spurenelemente
    in Phytoplankton und Bakterien in organischer Form verpackt sind. Das
    macht es besser verwertbar und v.a. sind organisch-gebundene Spurenelemente
    im Meerwasser besser löslich als die anorganischen Verbindungen, dir recht
    schnell als Hydroxide ausfallen. Natürlich sind sie auch abschäumbar, aber ich
    halte organischen Spurenelmentformen für geeigneter. Bitte nicht verwechseln mit
    EDTA-komplexierten Spurenelementen. Ich rede davon, dass z.B. Eisen in Form
    von Ferredoxin (einem Eisenhaltigen Molekül in der Photosynthese) oder Zink in
    Form von bestimmten Enzymen beim Absterben von Algen und Bakterien freigesetzt
    werden. Bzw. wenn Korallen Phytoplankton fressen, dann nehmen sie gleichzeitig
    dieses Eisen auf und können es verwerten.

    Wodka-Filter: Auch wenn die Kohlenstoffquelle gleich ist, kannst Du die
    Wodkadosierung im Wodkafilter nicht so durchführen wie im gesamten Becken.
    Damit läufst Du Gefahr, dass Du Dir den Nitratfilter "abschießt". Im
    Wodkafilter wird nur ein kleiner Anteil wieder in das System zurückgeführt,
    der Rest verbleibt im Wodkafilter und zirkuliert. Wenn Du dann da zuviel
    Wodka einfüllst, dann kann es passieren, dass im Wodkafilter alles
    Nitrat verbraucht wird und die Bakterien dann anfangen, Sulfat zu reduzieren,
    und dann gibts Schwefelwasserstoff und Sulfid, was gar nicht gut ist.

    Ich würde Dir raten, entweder den Wodkafilter so weiter zu betreiben,
    wie bisher, oder ihn abzubauen und die Ethanoldosierung im Aquarium
    direkt durchzuführen. Aber so wie ich Dich verstanden habe, bügelst
    Du Dir Dein Becken höchstwahrscheinlich um.

    H Hersteller

  • Hallo Jörg,

    danke für die Antworten ...

    zu den anderen Fragen:

    macht sich eine Überdosierung mit dem bekannten Bakterienschleim auch am Redoxwert bemerkbar? Und würdest Du mir zur gleichen Vorgehensweise beim Start raten (wie veröffentlicht), wenn nur ein Phosphatproblem vorhanden ist (Nitrat nicht nachweisbar)? Oder sollte ich hier die Dosierung langsamer steigern?


    Zitat

    Original von Joerg Kokott
    Ralf,

    Spurenelemente: gilt das gleiche wie bei der Zeovit-Methode: Je niedriger der
    Nährstoffgehalt, desto niedriger ist der Bedarf an Spurenelementen.

    Gruß Ralf :grinning_squinting_face:
    {400l-Riff,Aquastar-automatisiert,HQI 2x150W+Blau/Mondlicht,Ström.-Ebbe/Flut/Wellen,Kalkreaktor,Ozon,UV,Stand+Dichte-Regelung mit autom. Wasserwechsel,Titan-Kühler,Rieselfilter,Zeovit,autom. Plankton+Spurenelemente/Aminosäuren-Dosierung}

  • Ja, weil bei einer Bakterienblüte ein höherer biologischer Sauerstoffbedarf
    besteht und bei nicht gewärleiteter Sauerstoffsättigung das Redoxpotential
    sinkt, wird man das messen können.

    Aber ich denke nicht, dass man es messen kann, so lange noch keine
    Bakterienblüte entstanden ist. Vor allem wenn man gut abschäumt, wird
    das Wasser mit Sauerstoff gesättigt und der Einfluß auf's redoxpot.
    wir nur gering sein. Vor allem wird man das dann nicht in zusammenhang
    mit den Bakterien bringen können.

    Bisher ist es wohl oft so gewesen, dass zuerst der Phosphatgehalt
    fällt.

    Fange langsam am, 0,5 ml/100 L Wasser für die ersten beiden Tage,
    dann erhöhst Du auf 1 mL/100 L für weitere zwei Tage. Dann erhöhst
    Du täglich nur noch in 1 mL Schritten, aber bezogen auf das Gesamtvolumen
    nicht auf 100 L. Schön langsam, und Phosphat messen nicht vergessen!

    Wie gesagt, schalte dann den Wodkafilter aus!!!

    H Hersteller

  • Hallo Jörg,

    das mit dem Redoxwert würde ich auch nur zur Beruhigung als zusätzliche Sicherheit einbauen (ist ja vom Wodkafilter technisch schon vorhanden): bei zu starkem Absinken wird die Dosierung abgeschaltet - ich denke da an den Urlaub ...

    Gruß Ralf :grinning_squinting_face:
    {400l-Riff,Aquastar-automatisiert,HQI 2x150W+Blau/Mondlicht,Ström.-Ebbe/Flut/Wellen,Kalkreaktor,Ozon,UV,Stand+Dichte-Regelung mit autom. Wasserwechsel,Titan-Kühler,Rieselfilter,Zeovit,autom. Plankton+Spurenelemente/Aminosäuren-Dosierung}

  • Hallo Ralf

    Mit Hilfe eines Redoxmessers, hast du eine zweite Option!

    Mit Hilfe des Wertes wirst du noch schneller sehen, wenn eine eintretende Überdosierung eintritt und kannst ggf. noch früher eingreifen.

  • Hi Ralf,

    es kann natürlich jeder das Redoxpotential messen, aber ich halte es
    für ein bißchen Gefährlich.

    Das Redoxpotential wird von so vielen Dingen im Aquarium beeinflußt
    und die MEssmethode selbst verlangt eine gute Qualität und Wartung
    der Elektrode.

    Mir persönlich wäre das zu riskant.

    H Hersteller

  • Zitat

    Original von Michael Mrutzek
    Hallo Ralf

    Mit Hilfe eines Redoxmessers, hast du eine zweite Option!

    Mit Hilfe des Wertes wirst du noch schneller sehen, wenn eine eintretende Überdosierung eintritt und kannst ggf. noch früher eingreifen.

    Hi Michael,

    schön Dich zusehen/lesen :]

    mit welcher Dosierpumpe arbeitest Du? (Du hast mal irgendwo was von einer wartungsfreien geschrieben)

    Gruß Ralf :grinning_squinting_face:
    {400l-Riff,Aquastar-automatisiert,HQI 2x150W+Blau/Mondlicht,Ström.-Ebbe/Flut/Wellen,Kalkreaktor,Ozon,UV,Stand+Dichte-Regelung mit autom. Wasserwechsel,Titan-Kühler,Rieselfilter,Zeovit,autom. Plankton+Spurenelemente/Aminosäuren-Dosierung}

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