Meerwasseraquaristik / Kosten

  • Hi,

    mich würde mal brennend interessieren, ob die Meerwasseraquaristik nur etwas für besserverdienende ist!
    Ob man sich so ein Hobby nur leisten kann, wenn man zu den oberen 10000 gehört!

    Heben sich Meerwasseraquarianer von anderen Aquarianern durch ein dickes/fettes Gehalt,Konto ab?
    Oder ist es auch teuer, weil viele Kosten einfach durch den Aquarianer selbst entstehen?
    (Übertriebene Technik, etc)

    Zu diesem Thema würde ich gerne mal eure Meinung hören!

    Viele Grüsse

    Dirk

    hab nix mehr meer

    Einmal editiert, zuletzt von Schumacher (31. Oktober 2003 um 10:09)

  • Es mag sicher Leute geben die das gerne hätten aber ich denke das dem nicht so ist. Es gibt mittel und wege auch mit rel. kleinem Budget ein schönes und funktionierendes Seewasserbecken zu betreiben. Nur man darf sich nicht täuschen es ist und bleibt ein teures Hobby. Ein Mindestmas an Technik muss ja erstmal beschaft werden. Licht, Becken, Ströming, Abschäumer. Man muss natürlich auch nicht übertreiben es gibt auch hier möglichkeiten dies teuer und Exclusiv und eben günstig zu gestallten. Dennoch bleibt es auch bei nicht unerheblichen unterhaltskosten, Strom, Wasser, Salz eventuell Spuren und sonstige Mittelchen. Die Tiere,LS und die Einrichtung kosten auch ihr Geld, aber es gibt ja auch noch ableger. Aber alles in allem glaube ich das es einen teuren und einen günstigeren Weg gibt dieses Hobby zu bestreiten, wobei das Ergebnis nicht schlechter seien muss, bloss weil man mit weniger Technik zurecht kommt.

    Vieleicht ist das Gefühl für die Verhältnisse und das Beobachten der Tiere mehr Wert als die teuerste Mess und Regeltechnik, da sollte man vieleicht mal drüber nachdenken, Ich glaube das Hobby entartet, viele versuchen sich mit komplizierter Technik abzusichern, aber das die Technik auch immer ihre Tükken hat läßt sich ja immer sehr schöhn hier nachlesen. Gerade jetzt wo das Hobby immer Populärer wird und sich durchsetzt das es doch nicht so schwierig ist wie "man" immer gedacht und gehört hat, geht der Trend zu immer mehr und mehr technik. Wenn man als neuling irgendwo hin geht und sich über Seewasser informiert, trifft einen schon der Schlag wenn man sich die Preise für Becken und Beleuchtung ansieht und dann ist noch nicht ein Lebender Stein geschweige den eine Koralle oder ein Fisch drin.

    Einmal editiert, zuletzt von Marc P. (31. Oktober 2003 um 10:21)

  • Hallo Dirk!

    Ich denke, es ist speziell in der Meerwasseraquaristik sehr einfach viiiiel Geld auszugeben. Wir haben hier ja auch einige Aquarianer mit recht günstigen Becken (nicht jeder hat oder will so viel Geld ausgeben).
    Der Vergleich von Peter mit den Autos ist nicht schlecht gewählt.
    Jeder muss selber entschieden, welche Tiere er in welcher Umgebung halten möchte. Je nach Tier bzw. Möglichkeit kann das dann halt auch etwas ausarten. Wobei der Ankauf meistens ja nicht mal das Thema ist.
    Auch hier wieder die beliebten Autovergleiche: Ein großer Schlitten kostet gebraucht (auch beim Aquarium kannst du ja gebrauchte Dinge erstehen) nicht unbedingt mehr als ein kleiner, aber die laufenden Kosten sollte man sich vorher mal kurz durchrechnen! :DServus,
    Peter

  • ich bin der meinung dass man nicht lange drumrumzureden braucht und pauschal sagen kann dass es sich sogar *ganz bestimmt* um ein teures hobby handelt. das ist jedenfalls meine meinung.

    klar - es geht alles von polo bis porsche aber beim auto ist es doch genauso - es ist immer teuer oder teurer aber NIE billig oder günstig, denn wie bereits gesagt mit der anschaffung ist es eben nicht getan!

  • Die Kosten streuen halt in einem weiten Bereich, und zum großen Teil kann man dies selber steuern. Ich habe mal hier die vielleicht wichtigsten Punkte zusammengestellt:

    Meerwasseraquaristik kann ziemlich teuer werden, wenn man sich an folgende Punkte hält:

    - Becken so groß wie möglich
    - Licht im Zweifel lieber noch reichlicher (> 1 Watt/Liter)
    - hoher Automatisierungsgrad (Aquacomputer, Kalkreaktor, Dosierpumpen ..)
    - Technik nur vom Feinsten (Pumpen teurer als 200 Euro, Luxus-Nachfüllgeräte, Edel-Aquarienmöbel, teure Spuris..)
    - Schrebergärtnerei bei Korallen (zig Arten teure Steinkorallen),
    - Kauf von heiklen und teuren Fischen und Korallen
    - alle erdenklich Tests kaufen und vorsichtshalber alles nach 6 Monaten erneuern
    - generell alles neu kaufen
    - öfter mal mit neuen Sachen experimentieren (z.B. von HQI nach T5 wechseln)

    Und so wird's wesentlich günstiger:

    - Beckengröße mit Maß wählen,
    - eher weniger Licht und Kompromisse beim "Farbtuning" eingehen (< 1 Watt/Liter),
    - keine entbehrliche Technik kaufen, dafür eben mehr von Hand machen
    - weniger Korallenarten, die durch Ableger größere Bestände bilden (sieht sowieso natürlicher aus)
    - nur bewährt robuste Fische und Korallen kaufen
    - nur die wichtigsten Wassertest kaufen und länger verwenden
    - auch nach gebrauchter Hardware schauen, Ableger auch von privat
    - keine Hardware ohne Notwendigkeit austauschen

  • Ich selber zahle monatlich so ungefähr 50-60 € für Strom, Salz und Futter. Darüber hinaus habe ich in diesem Jahr 1 Fisch und 0 Korallen gekauft. Außerdem musste ich eine kaputte Aquabee für, ich glaube, 30 Euro ersetzen.

    Ist das viel? Sicher Ansichtssache. Motorrad fahren ist jedenfalls wesentlich teurer, und in den Kreisen sind mir Klagen über das "teure Hobby" eher weniger bekannt.

    Ich sollte noch erwähnen, dass ich ziemlich konsequent nach Methode 2 von oben vorgehe.

    Gruß

  • Naja man kann es teuer betreiben oder auch nicht :winking_face:

    ich selber habe nicht so ein hohes Pensum in Monat (35€) und das wird für alles was am Aquarium anfällt ausgenutz.. Okay wenn mal was wichtiges ist (Vitamine oder so..) dan gibt es das auch mal so.

    Ich könnte auch noch Zig Hundert €uros in das Becken setzen wen man auf alles vetraut was man immer liest/hört, aber ich betreibe es mit den einfachsten Mittel für wenig Geld :winking_face:

    Gruss Tim

  • tim 35 € da hast dus ja richtig gut :grinning_squinting_face:
    ich habe monatlich 25 € Taschengeld + 15 € Zeitung austeilen = 40 €
    - 20 € DSL +Telefon -15 € Getränke Diskos (Woche :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :D)
    Eigentlich müsste ich jeden Monat Fett im Minus sein aber irgendwie klappt das !
    Salz kaufe ich immer 20-30 kg und SPuris immer schön Lieterweise !
    Da kommen dann alle 5-6 Monate 100-150 € zusammen !
    Korallen werden bei Mohr gekauft :)) dann ist das Becken auf voll und läuft ! Strom sind schon 150 € auf die hohe Kante gelegt :grinning_squinting_face:
    Also teuer kann ich eigentlich nur die Anschaffung bezeichnen !
    Was ich ganz wichtig finde das man nicht am Existenzminnimum lebt und für die Not immer was beseite haben sollte ! Ich würde für mein Becken nie auf die kleinen DInge verzichten ! MIr macht das Hobby zwar spaß usw..... und manche mögen sagen das man Kompromisse eingehen muss aber man lebt nur einmal !

    Für manche ist es ein Fass ohne Boden........
    und manchmal ist es das wirklich........

    Einmal editiert, zuletzt von Michi (1. November 2003 um 01:37)

  • Hallo,

    es kommt sehr günstig, wenn man es nebenan im Seniorenheim stehen hat :D;) (jedes Ding hat natürlich zwei Seiten).
    Vor allem auch in punkto Strom:

    Zitat

    Apropo laufende Kosten ... bald gibt es wieder die Stromverbrauchs Jahresrechnung *GRUSEL* ... hoffentlich ist dann noch was vom x-mas Geld übrig ....

    , obwohl der Strompreis bei uns ja noch geht (war so um die 250 €).

    Ansonsten halte ich es so wie Bernd L. - eher minimale Technik, Ableger tauschen etc.
    Auch wenn jetzt das Seniorenheim die Betriebskosten etc. zahlt, finde ich den finanziellen Aufwand nicht zu groß.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

    Einmal editiert, zuletzt von MarkusK (2. November 2003 um 10:18)

  • Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    Manche fahren einen Sportwagen, andere haben 20ig Aqaurien ... :smiling_face:
    Jedem das seine.


    Hai Peter,
    und manche fahren beides, gell??? :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:
    Servus Stefan

    Servus
    Stefan

  • Hallo,
    nicht so einfach zu beschreiben.
    Bei meinem ersten Becken habe ich zuviel Geld ausgegeben...in Technik, die ich ein halbes Jahr später entsorgte.(alles nagelneu, aber total unnütz.)
    Gebrauchte Technik würde ich heutzutage bejahen, aber hier nur Licht und evtl Kalkreaktor + Abschäumer. Pumpen, Heizstab usw. nur neu. Becken ist schon wieder so eine Sache, da es ja den billigsten Part der Angelegenheit darstellt, und auch nicht ewig hält, deshalb nur neu!
    wie am eigenen Leib schon mehrfach nach einigen eingerichteten Becken erfahren, kann zu billig im Endeffekt aber ganz schön teuer kommen.
    Den goldenen Mittelweg muß wohl jeder für sich selbst heraus finden.
    Servus Stefan

    Servus
    Stefan

  • Ich würde sagen die Kosten für ein Meerwasserbecken ermessen sich daran was man pflegen möchte.Sollen es Steinkorallen sein oder nur Weichkorallen,viele Fische oder lieber wenige usw. das alles muss man zur Berechnug mit einkalkulieren.Man kann sicherlich auch ein Preiswertes Becken einrichten was gut läuft und über viele Jahre freude macht.

    Gruß Stefan

  • Hallo zusammen,

    ich denke, jedes Hobby wird so teuer, wie man(n) zuläßt. Nach der Decke strecken heisst da meine Devise.


    Klar, die "fixen" Kosten muss man aufbringen, ich denke STrom, Wasser und Grundzubehör wie Salz, Spuren, Vitamine ... muss man haben.

    Aber dass lässt sich ja nicht vermeiden, es sei denn, mann knallt sich ein Windrad und nen eigenen Tiefbrunnen in den Garten.

    Hobby bleibt Hobby. Ein Kollege von mir sammelt Münzen. Bei Ihm kommen da im Monat auch mal schnell 150 -200 € zusammen. Klar, bei Bedarf kann er diese evtl. sogar Gewinnbringend Verkaufen, aber wer macht das schon?

    Ich persönlich habe mein Hobby in Salzaqua gefunden, und habe mir natürlich auch vorher schon mal überlegt was hier an Kosten auf mich zukommt.

    Wenn man auf dem Teppich bleibt geht das schon.


    Stephan

  • Hallo,

    aber Hobby ist das wunderschön. :smiling_face_with_sunglasses: Ich ersparen sehr Augen wenn es nein ansehen an TV aber in Aguarien. :face_with_tongue:

    mfg

    Franta K.

  • Hallo,

    ich sehe das im Grunde genauso wie die meisten hier: es ist ein wunderschönes Hobby, und es kostet eben Geld, wie jedes andere Hobby auch. Nur jeder muss selbst entscheiden, wieviel er dafür investieren will bzw. kann. Dass es nun zu den Hobbies gehört, die besonders viel kosten, dem kann ich eigentlich nicht zustimmen. Sieht man ja auch an den Schülern hier :smiling_face:
    Wenn man dabei mal an den Thread "Was würde ich mit einer Mio machen" erinnert, als Tim im Spass meinte, er würde dann jemanden arrangieren, der ALLES in seinem Aquarium erledigt, mal ehrlich, was hat das dann noch mit Hobby zutun? Macht es nicht gerade besonders viel aus, wenn man mit wenig Technik, und damit auch mit weniger finanziellen Aufwand, sich der Sache widmet?! Ich möchte jetzt hier niemanden zu Nahe treten, wer viel Technik nutzt, hat natürlich nicht zwangsläufig weniger Interesse an diesem Hobby. Aber es geht halt auch alles eine Nummer kleiner und es macht trotzdem sehr viel Freude :smiling_face:

    Viele Grüsse Kathrin

    150x50x60=450l, 2x4x54Watt Lumimaster, Tunze DOC Skimmer 9015, Tunze Stream 6060, Marea Stream 6000

  • Hallo,

    möchte meinen Senf hier auch mal dazu geben.

    Ich gehe konform mit den ganzen Vorrednern, ich denke, es gibt "fast" kein Hobby in dem solch enorme Kluften zwischen scheinbar gleichgroßen Anlagen bestehen (können).
    Wieviel jeder bereit ist auszugeben, hängt von jedem selbst ab!
    Ich habe vor kurzem mit einem Freund zusammen ein ehemaliges Süßwasserbecken in ein Seewasserbecken umgebaut (160*60*60) da ich es nach langem geschafft habe, ihn doch zu infizieren! Wir haben für die Technik etwa 500€ investiert, ohne an Qualität oder ähnlichem zu sparen und das Becken steht hervorragend - auch mit kleinpolypigen Steinkorallen!

    Meine Anlage z.B. ist in viermonatiger Kleinarbeit entstanden. Wichtige Dinge wurden neu gekauft der Rest selbst gebaut. Bei der Beleuchtung z.B. habe ich komplett alles in Eigenregie hergetellt! Wenn man weiß, wo man die Teile bezieht, kann man mit etwa 50-70,- für nen 250W Hqi hinkommen! Ähnlich drastisch sieht es bei den T5 aus.
    Viele Steuerungsteile lassen sich relativ einfach selbst löten oder basteln, dies sind erstens weitere Möglichkeiten um den Preis zu senken und zum anderen steht man im Falle eines Defekts deutlich besser da!
    Was kosten reguläre Pegelschalter, Zajac glaube ich etwa 100,- Tunze etwa das doppelte (meines Wissens nach) selbst gebaut etwa 25,-! Ein Samstagvormittag auf dem Bauhof mit Schraubenzieher, Seitenschneider und Sixpack für die Belegschaft, spendiert einem zwei bis drei Magnetventile aus einer Waschmaschiene (die von der Schwiegermutter eignet sich allerdings auch) zur Steuerung der Osmoseanlage entweder in ein Reservoir oder direkt zur Aufsüßung...

    Für mich war bei dem ganzen Bauen garnichtmal der Kostenaspekt im Vordergrund, sondern das Basteln, Schrauben und tüfteln (was ja unser Hobby auch so interessant macht) um exakt die Technik zu erstellen, die mir vorschwebt, da ich nicht mehr mit Eimern und so rumplanschen wollte sondern alles incl. Wasserwechsel automatisiert sein sollte...


    Zwei Punkte, denke ich sind allerdings nicht zu steuern, Stromkosten!!!!!!!!!!! und der Besatz!
    Ein Becken mit z.B. meiner Literzahl braucht einfach (meine Meinung) ein gewisses Maß an LS! Ich selbst bin bei den Korallen z.B. kein Freund von Ablegern sondern versuche möglichst, viele verschiedene WF zu ergattern... Das solche Dinge dann natürlich mehr ins Geld gehen als ein Fischbecken ist unvermeidbar... Zumindest wenn man sich keinen Schwarm Gemmatum hält :grinning_squinting_face:

    Aber hier denke ich ist der Kostenumfang subjektiv, der eine so, der andere so.
    Pauschal würde ich sagen, Seewasseraquaristik muß nicht deutlich teurer sein, als ein gutes, auf hohem Niveau gehaltenes Süßwasserbecken.

    Was ich viel interessanter finde, ist der Aspekt, daß dermaßen viele Leute bereit sind, viel Geld für dieses Hobby zu investieren und z.B. Ihr ganzes Leben danach richten!
    Die Vielzahl von Informationen, chemischen, biologischen Aspekten und Möglichkeiten sich mit seinem Hobby zu befassen, denke ich sind der Schlüssel, um gerne den ein oder anderen Euro auszugeben, auch ohne ihn vorher zweimal umzudrehen...

    Bei mir hat es damals mein Motorrad gekostet - ein Freund ist verunglückt und ich sagte mir, daß ich mit einem Aquarium wohl länger leben kann, als auf dem Bock - gesagt getan und das Motorrad verkauft um einen langen Wunsch zu realisieren - und ich habe es bis heute keine Sekunde bereut! Und bis heute wohl jeden Cent in das Becken gesteckt, anstatt für ein neues Motorrad zu sparen!

    Wenn das keine Liebe ist! :winking_face:


    Also, in diesem Sinne,

    Basti

  • aloha, schumacher

    besserverdienend? ich sag's mal so: beim ersten becken habe ich es nicht besser verdient, denn zwar hat man sich so gut es ging informiert, aber erfahrung ist eben durch nichts zu ersetzen. ich würde manches nicht mehr kaufen und vieles nicht mehr zu dem preis wie damals. teuer bleibt es dennoch.

    sicherlich ist es möglich und genauso befriedigend ein technisch und besatzmässig preisgünstiges becken zu betreiben. nur, ein teil der faszination ist ja auch das bedürfnis dinge zu tun, die man bisher nicht tat, ein tier zu halten, das man bisher nicht hatte, dies zu probieren und jenes, den versuch zu unternehmen "besser" zu werden. da hängt man sich mal schnell einen schlammfilter an oder betreibt die filterung über zeovit, da hat man traumfische, abonniert die und die zeitschrift und kauft ein gewisses buch, von dessen preis eine kassiererin im supermarkt eine woche leben könnte.

    fazit: es ist oder wird meist ein teures hobby. das problem dabei ist ja meist nur, dass man nichts hat, was den wert dauerhaft rechtfertigt. bei einem teuren auto kann ich immerhin sagen, "ich brauche ein auto und wenn ich schon eines brauche, dann soll es etwas gutes sein und wer billig kauft, kauft zweimal", oder ich habe münzen, die ihren wert behalten... irgendetwas, das "etwas wert" ist.

    die (meeres-) aquaristik bietet dergleichen ausflüchte nur wenig. das ist etwas für die hartnäckigen geldverschwender :smiling_face:

    besten gruss
    y.

  • Hallo Yurian!
    Dem kann ich so nicht beipflichten.
    Der Stellenwert von geistiger Erholung bzw. Freizeit wird von mir sehr großgeschrieben.
    Ich bekomme für mein Geld Freude an dem Beobachten der Tiere, Entspannung und auch Wissen (von ein paar neuen Freundschaften ganz zu schweigen).
    All das möchte ich nicht missen. Wenn ich ein paar Tage in einem Thermalbad buche, ist das auch schön - aber auch schön teuer.

    Jeder Aquarianer entscheidet selber, was einem das alles Wert ist. Genauso wie bei allen anderen Dingen im Leben auch.

    Peter

    Einmal editiert, zuletzt von Peter Metzner (3. November 2003 um 16:42)

  • Zitat

    Original von Peter Metzner
    Hallo Yurian!
    Dem kann ich so nicht beipflichten.
    Der Stellenwert von geistiger Erholung bzw. Freizeit wird von mir sehr großgeschrieben.
    Ich bekomme für mein Geld Freude an dem Beobachten der Tiere, Entspannung und auch Wissen (von ein paar neuen Freundschaften ganz zu schweigen).
    All das möchte ich nicht missen. Wenn ich ein paar Tage in einem Thermalbad buche, ist das auch schön - aber auch schön teuer.

    Jeder Aquarianer entscheidet selber, was einem das alles Wert ist. Genauso wie bei allen anderen dingen im Leben auch.

    Peter

    Genau das ist sind die wessentlichen Punkte, hätte es nicht besser schreiben können :]

  • aloha peter und tim,

    das eine -nämlich die frage, ob und was mir persönlich die beschäftigung mit meerwasseraquaristik wert ist- hat nichts mit dem anderen -nämlich der frage, warum es gerade meerwasseraquarianern schwer fällt, die ausgaben zu rechtfertigen- zu tun.

    ich habe nicht gesagt, das hobby hätte keinen wert, nur behauptet, dass "der mensch ansich" eben so tickt, dass er sich gerne einbildet einen materiellen wert durch seine ausgaben zu erwerben und so das geld nicht als zum fenster hinausgeworfen betrachtet. das geht bei meerwasseraquaristik nicht so einfach und das ist der grund, warum viele nichtaquarianer ungläubig den kopf schütteln und uns selbst ab und an die sinnfrage packt. wie gesagt, ein anderer sammelt briefmarken und muss sich nicht wirklich rechtfertigen, weil das geld ja ín den veräusserbaren sammelobjekten steckt. aber jemandem (vielleicht sich selbst) zu erklären, dass man u.u. nicht wenig geld ausgibt für bunte fische, die keinen eigentlichen wiederverkaufswert haben, braucht schon etwas mehr aufwand (oder eben den mut, zu sagen "ich will aber") :smiling_face_with_sunglasses:

    also weiter beste grüsse
    y.

  • Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    Manche fahren einen Sportwagen, andere haben 20ig Aqaurien ... :smiling_face:
    Jedem das seine.

    ----> und manch andere haben wiederrum 3 sportwagen und 1 aquarium :grinning_squinting_face:

    :grinning_squinting_face: iP!!

    iP's Most Rated Sept/06:
    1. ENUR - Calabria 2006
    2. Pete Heller - Big Love[Steven Lee Remix]
    3. Roger Sanchez - Lost[Eddie Thoneick Remix]
    4. Mashtronic - Supernova[Demis 16 Bit Remix]
    5. Justin Timberlake - Sexy Back[Dean Coleman Remix]

  • ich denke schon das der alles entscheidende unterschied ist dass wir es bei der meerwasseraquaristik als hobby mit LEBENDEN TIEREN zu tun haben und man dieses hobby eigentlich NIE ruhen lassen kann - nicht nur was die beschäftigung damit oder die pflege angeht sondern AUCH die laufenden kosten.

    wenn ich modellbau o.ä. wie bereits genannte vergleiche betreibe kann ich die sachen auch mal liegen lassen wenn es der lebenslauf erfordert und später weitermachen - das geht bei unserem hobby nicht!! deshalb muss man sich hier die investition schon genauer überlegen da es nicht nur um anschaffungen in dem sinne von kaufen geht... der knackpunkt bleibt für mich die unterhaltung......

  • @Yurian,

    >> ich habe nicht gesagt, das hobby hätte keinen wert, nur behauptet, dass "der mensch ansich" eben so tickt, dass er sich gerne einbildet einen materiellen wert durch seine ausgaben zu erwerben und so das geld nicht als zum fenster hinausgeworfen betrachtet.

    sehe ich ganz anders. Es liegt grundlegend im Wesen des Hobby, das es sinnfrei ist, also um seiner selbst willen betrieben wird und nicht um eines anderen Zwecks willen.

    Beispiel Briefmarken: Viele Leute sammeln Motive, z.B. Blumen oder Raumfahrt oder sonstwas. Dies in dem Wissen, dass Motivreihen wenig wert sind, weil es dafür kaum einen Markt gibt. Wenn einer deutsche Fehldrucke ab 1949 sammelt in Erwartung einer Wertsteigerung, ist das nicht Hobby, sondern Spekulation.

    Andere kleben die Gorch Fock aus Streichhölzern, das ist auch nichts von bleibendem Wert. Oder Zubehör für sportliche Betätigungen wie Surf- oder Skibretter, die sind auch bald abgenudelt. Oder Gartenpflege, die abgeblühten Geranien sind nur noch auf dem Komposter nutzbar.

    Von daher sehe ich ein Hobby mit Werterhalt als die Ausnahme und nicht als den Normalfall an.

    Gruß

  • aloha bernd,

    nun, dass ein hobby mit werterhaltung zu tun haben müsse, habe ich nicht gesagt. ich habe auch nicht behauptet, dass es wertvoller sei die gorch fock in streichholz nachzubauen oder briefmarken mit blumenmotiven zu sammeln.

    im allgemeinen halten sich aber diese hobbies kostenmässig in einem rahmen, der als hobyaufwand noch ohne weiteres zu rechtfertigen ist. um mal ein unverfängliches beispiel zu nehmen:

    fahre ich zu edita gruberova am 24.04 nach baden-baden kostet mich dieser vorerst einmalige kunstgenuss mit vernünftigen karten und vernünftiger unterbringung um die € 500,- nun erkläre einmal einem unbefangenen dritten, dass dieser aufwand um eine schreiende frau in einer antiquierten oper zu hören nicht unverhältnismässig sei :winking_face: andererseits kann ich mir dafür eine briefmarke mit blumenmotiv kaufen und werde kaum verachtung ernten sondern staunen, dass dieses stück papier soviel wert ist.

    natürlich ist das wesen des hobbies die sinnfreiheit. aber die ausgaben dafür werden gerne rationalisiert. dass dies besser funktioniert, wenn man ein bleibendes objekt für sein geld bekommt halte ich für auf der hand liegend. wie gesagt, es ging mir darum, einen grundzug menschlichen denkens zur erklärung dafür, dass wir als meerwasseraquarianer uns gerne mal selbst fragen, ob das nicht zu teuer ist heranzuziehen.

    der zeitliche und finanzielle aufwand, einen garten anzulegen und zu pflegen kann beträchtlch sein, aber wer einen baum pflanzt hat grundsätzlich ein anderes gefühl vom wert seiner investition als derjenige, der z.b . einen Zebrasoma gemmatum kauft.

    ein garten bleibt und erhöht den wert des grundstückes. das tut er noch nach dem tod des besitzers für die erben. wenn ich einmal überraschend sterbe, ist mein becken längst eine stinkende pfütze bis man mich findet oder jemand auf die idee kommt, sich sachgerecht um die aquarien zu kümmern :smiling_face:

    viel geld für viel sehr schnell -und beileibe nicht nur beim tode des pflegers- vergängliches. das scheint mir ein nicht unwesentlicher teil des problemes zu sein, wenn man von den kosten der meerwasseraquaristik spricht (was nicht heisst, dass man sich das problem zu herzen nehmen muss).

    so. schönen feierabend noch
    y.

  • Hallo,

    >> natürlich ist das wesen des hobbies die sinnfreiheit. aber die ausgaben dafür werden gerne rationalisiert. dass dies besser funktioniert, wenn man ein bleibendes objekt für sein geld bekommt halte ich für auf der hand liegend.

    ja, so kann ich mich mit der Sichtweise auch anfreunden.

    Gruß

  • Hallo Yurian,

    der ist gut:

    Zitat

    fahre ich zu edita gruberova am 24.04 nach baden-baden kostet mich dieser vorerst einmalige kunstgenuss mit vernünftigen karten und vernünftiger unterbringung um die € 500,- nun erkläre einmal einem unbefangenen dritten, dass dieser aufwand um eine schreiende frau in einer antiquierten oper zu hören nicht unverhältnismässig sei :winking_face: andererseits kann ich mir dafür eine briefmarke mit blumenmotiv kaufen und werde kaum verachtung ernten sondern staunen, dass dieses stück papier soviel wert ist.


    ...und ich könnte glatt beiden Seiten was abgewinnen, da ich nicht ungern ein Operngenießer bin und auch schon Briefmarken gesammelt habe.

    Ich hab eigentlich anfänglich mein Becken zu Hause nur zur persönlichen, privaten, familiären "Befriedigung" aufgestellt. Ungewollt wurde es dann zu einem öffentlichem Schauaquarium im Seniorenheim. Sicher zahlen die jetzt den größten Teil der Kosten, aber ich würde es auch sonst weiterbetreiben...

    Dazu ne kurze Episode: Gestern mußte ich mit einem meine Söhne auf die Klinik, da er sich mit einem Schilfrohr bis auf die Sehne in den Finger geschnitten hatte. Beim Verlassen meinte der Pförtner: "Na was machen die Fische?". Und dann "Wissen sie ich bin öfters im Seniorenheim und hab sie da schon am Becken werken gesehen".

    Möchte eigentlich nur sagen: wir machen das doch alle gern. Und dafür sind die Ausgaben wohl schon ok. Oder zurück zu Gruberowa und der Briefmarke - alles ist relativ - kommt nur auf die Sichtweise an!

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Tja,

    ... wer viel Geld hat fährt einen Porsche ... wer kein Geld hat so eine alte Kiste wie ich :grinning_squinting_face:

    ... wer viel Geld hat, betreibt ein grooooßßes Becken, wer wenig Geld hat ... na, was wohl? ....


    ... fängt halt klein an! (haben die meisten, glaube ich)


    Cu Gino

    200(l)x70(h)x80(t)cm, Giesemann 3x150W HQI + 2x80W ATI T5 blue, 2xTunze 2002/1xTunze stream 6100, Hauptfilter 160x60x60cm, Aqua medic Turboflotor 5000baby, IKS, ...

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