Tips und Tricks für Technikkeller - Danke Euch!

  • Hallo Liebe Forianer,


    aktuell plane ich die Technik, die sich Keller befinden soll.
    Das Becken inkl. Riffkeramik von Korallenwelt steht bereits (ohne Wasser) und
    hat die Maße (LxBxH in cm) von 150x80x93 - also ca. 1000 l.

    Ich plane mit der
    Ballingmethode zu starten – zunächst manuell, später mittels Dosierpumpen.


    Im Keller werde ich ein Gestell aus Alu-Profilen aufstellen.


    Vom Schaubecken kommen 3 Leitungen (32 mm Zulauf, 40 mm
    Ablauf, 40 mm Notablauf).


    Weiterhin kommen im Keller drei Leitungen an, die an das städtische
    Wassernetz angeschlossen sind. Sie dienen der Frischwasserzufuhr, Ablauf
    Abwasser Osmose, Ablauf Wasserwechsel Altwasser/ Notablauf).


    Ich bin mir unsicher, wie ich die verschiedenen Becken
    (Osmose, Wasserwechsel, Technikbecken, Refugium, Balling) positionieren soll. Optimaler
    Weise möchte ich viel der Schwerkraft überlassen und möchte möglichst wenig
    Wasser/ Eimer wuchten.


    Hier kommt nun meine Bitte an Euch, ob ich etwas besser/
    anders machen kann. Dazu habe ich meinen ersten Entwurf als Skizze angehängt,
    der die Position der Wasserbehälter und die grobe Flußrichtung darstellt.

    Unsicher bin ich mir auch über die Volumina der verschiedenen Behälter. Was
    sind Eure Erfahrungswerte, um hier ein gesundes Maß für ein 1000 Liter Becken zu finden ?

    Auch die Anbindung einer UVC-Anlage bereitet mir Kopfzerbrechen. Soll ich sie
    in den Ablauf des Schaubeckens einbinden und vor dem Abschäumer ablaufen lassen
    oder lieber im Bypass der RFP und dann kurz vor der RFP wieder einleiten?


    Vielen Dank im Voraus für Euer Feedback,


    Gerd

  • Hallo Gerd,

    meiner Meinung nach sollte der Osmosebehälter unter dem Wasserspiegel des Technikbeckens sein. Sonst rinnt das ja selbständig ins Technikbecken. Außer das ist gewollt und du lässt das kontinuierlich zufließen.
    Wenns per Nachfüllanlage geschehen soll muss es tiefer sein.

  • hey Gerd

    wir haben das Osmose becken mit 80 Liter ve wasser auch ganz oben.
    der druck von der Osmose langt aus um das wasser zu füllen.
    an dem becken ist auch ein notablauf falls vergessen wird die Osmose abzuschalten.
    Osmose ist an einer zeit gesteuerten Steckdose und kann im 15 min 30 min und so weiter geschaltet werden.
    je nachdem wieviel wasser benötigt wird.

    Nachteil ist beim dosieren das dir das becken durch die schlauch Wirkung leer läuft.
    wir haben das so gelöst das eine dosierpumpe wasser aus dem becken in einen 20 Liter Kanister pumpt und von diesem tropfenweise ins technikbecken geht.

    zum algenrefugium das haben wir 20 cm über dem technikbecken das ein ablaufen erleichtert wird.
    so ist man auch noch flexibel wenn man was ändern will.

    wasser wechsel Behälter kann mit einer pumpe auf den boden neben das Technik becken.

    lg stephan

  • Hallo Gerd,

    meiner Meinung nach sollte der Osmosebehälter unter dem Wasserspiegel des Technikbeckens sein. Sonst rinnt das ja selbständig ins Technikbecken. Außer das ist gewollt und du lässt das kontinuierlich zufließen.
    Wenns per Nachfüllanlage geschehen soll muss es tiefer sein.

    Hallo Andreas!

    Mein Osmosefass steht über dem Technikbecken.
    Nachgefüllt wird mit Schwimmerschalter an einer alten Eheim Pumpe. Die Nachfüllleitung von der Eheim in das Technikbecken ist mit einem T-Stück versehen und nach oben mit einem offenen Stück Schlauch versehen.
    So kann es kein Osmosewasser aus dem Fass in das Technikbecken saugen.

    Also alles kein Problem.

  • 1. Wenn der Notüberlauf anspringt geht das Beckenwasser in den Abfluss, die Nachfüllung springt an bis der Inhalt des "Osmose"wasserbehälters leer ist und die Salinität sinkt kritisch.
    2. Eine Osmoseanlage erzeugt Druck aus Konzentrationdifferrenzen. Eine Umkehrosmoseanlage macht das Gegenteil: Druck zu Konzentrationdifferrenz. Sowas willst du wahrscheinlich haben.
    Die Umkehrosmoseanlage kannst du wartungsfreundlicher irgendwo anordnen, die Höhe ist (fast) egal.
    2. Zwei Kanalanschlüsse sind überflüssig. Einer reicht aus. Auch Abwasserleitungen kann man zusammenführen.
    3. Eimer brauchst du in keinem Fall. Du kannst alles mit Pumpen, Schläuchen und Rohren lösen. Da du im Wechselwasserbehälter wahrscheinlich ein Pumpe zum Anmischen/Auflösen haben wirst, kannst du diese Pumpen auch zum Umpumpen benutzen und den Behälter weiter nach unten setzen.
    4. Waschbecken eingeplant?
    5. Das Refugium bitte nicht als "Bypass" an die Rückförderpumpe anschliessen. So ist es ganz grosser Schwachsinn. Besser ins Technikbecken integrieren und die Schwerkraft nutzen.
    6. Ich teile die Zweifel ob die Bauhöhe des Technikbeckens egonomisch ist.

    my2ct

    Rainer

  • Hallo,
    vielen Dank für Euer Feedabck. Ich habe darauf basierend die Anordnung umgeordnet.

    1. Ich habe die Umkehrosmoseanlage plus Osmosewasserbehälter unterhalb des Technikbeckens positionert.
    a. Regulierung Wasserstand (und damit der Umkehrosmosanlage) im Osmosewasserbehälter soll mittels Auto-Top-Off/ Schwimmschalter/ Magentventil erfolgen.
    b. Einspeisung ins Technikbecken soll mittels Dosieranlage erfolgen (gesteuert über Schwimmschalter im Rückforderpumpenabteil)

    2. Den Notablauf des Schaubeckens will ich an ein T-Verteiler anschließen. So kann ich umschalten, wenn ich für den Wasserwechsel das Abwasser abführen will und wieder zurück in den Normalbetrieb als Notablauf
    (Danke für den Tipp, Rainer!)

    3. Das Refugium überlege ich noch, ob es höher stehen soll – wegen des Rücklaufs ins Technikbecken ((Danke, Stephan)

    Rainer, ja ich plane das Refugium in einem separatem Becken unterzubringen. Hintergrund ist, dass man über ein Schrägsitzventil den Wasserdurchfluß regulieren kann. Das soll hilfreich sein, um bei Situation von Nährstoffmangel/-überschuss hier sinnvoll den Konkurrenzeffekt eines Refugiums zu regulieren. Diese Chance hat bei der Unterbringung des Refugiums im konstanten Wasserstrom des Technikbeckens nicht.
    Es sei denn ihr habt damit keine negativen Erfahrungen. Ich finde es auch angenehmer das Refugium im Technikbecken zu haben.

    4. Der einzige Grund, warum der Unterschrank 110 cm hoch ist, ist die Höhe von 90 cm des Abflusses, den mir die Klempner in einem anderen Raum installiert haben. Hier wollte ich eine gewisse Höhendifferenz haben, um mittels Schwerkraft Abwasser abzuführen.


    Zwei Frage noch:

    Kann eine Umkehrosmoseanlage eine Höhendiferrenz (nach oben) von ca. 1 m sowohl für das gereinigte Wasser, als auch für das entstehende Abwasser bewältigen?
    Wo würdert Ihr den Einlauf und den Ablauf einer UVC-Anlage plazieren?

    …und vielen, vielen Dank für weitere Tipps des Setups,


    Gerd

  • hey Gerd

    das sollte die Osmose ohne Probleme schaffen.
    nimm am besten gelich eine gute Osmose mit steuercomputer und druckerhöhungspumpe dann ist das kein Problem.

    das algenrefugium hat meiner Meinung nach nix im Technik becken zu suchen.
    es alleinstehend besser zu reinigen und du kannst auch noch Tiere zu den algen setzen.
    wir haben glasgarnelen Einsiedler und Seeigel drin ohne sich dgedanken machen zu müssen welche pumpe die jetzt ansaugt :winking_face:

    zu deinen Anordnungen sieht jetzt besser aus.

    die dosierpumpe würde ich aber über das Technik becken machen nicht dazwischen das sie hoch pumpen muß.
    wenn dir ein schlauch kaputt geht kann so von oben das wasser in die dosierpumpe laufen
    so haben wir auch schon eine dosierpumpe geschrottet.

    lg stephan

  • Hallo Gerd,

    in einem anderen Thread auch schon gepostet:

    Mach Dir doch einen Teil des Technikbeckens mit einem Ablauf per Kugelhahn zum schnellen entleeren und dann Wasser aus einem Ansatzbecken zum nachfüllen - dann geht der Wasserwechsel auch Ruck zuck...

    Bei diesem Becken können ca 120L im markierten Bereich nach Abschaltung der Rückförderpumpe durch eine Tankverschraubung im Boden direkt in den Kanal abgelassen werden, Frischwasser in der selben Menge wird da dann reingepumpt (oder wenn das "Neuwasserbecken" höher wie das Technikbecken steht, dann gehts auch mit Kugelhahn)

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Mach Dir doch einen Teil des Technikbeckens mit einem Ablauf per Kugelhahn zum schnellen entleeren und dann Wasser aus einem Ansatzbecken zum nachfüllen - dann geht der Wasserwechsel auch Ruck zuck...

    Bei diesem Becken können ca 120L im markierten Bereich nach Abschaltung der Rückförderpumpe durch eine Tankverschraubung im Boden direkt in den Kanal abgelassen werden, Frischwasser in der selben Menge wird da dann reingepumpt (oder wenn das "Neuwasserbecken" höher wie das Technikbecken steht, dann gehts auch mit Kugelhahn)

    Hallo Markus,
    Über einen Ablauf direkt aus den Boden des Technikbeckens in die Kanalisation habe ich auch schon nachgedacht. Allerdings kommt dann wieder das geringe Gefälle von Technikbecken (110 cm) und Abwasseranschluss (90 cm) zum tragen. Ich müsste am Technikbecken eine Tankdurchführung mit Winkel installieren, die das Gefälle von 20 cm weiter reduziert.

    Alternativ habe ich bei reefcentral.com eine interessante Ansätze für eine Salzwassermischstation gesehen. Da bin ich auch noch am überlegen...


    http://www.reefcentral.com/forums/showthr…=1711626&page=9


    http://www.reefcentral.com/forums/showpos…3&postcount=201


    http://www.reefcentral.com/forums/showpos…28&postcount=69


    Gruß,
    Gerd

  • Hallo Gerd,

    20cm reichen doch, selbst wenn das Abflußrohr waagrecht verläuft, fliest das Wasser ab.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hi,

    Ein Abflussrohr muss sich selbstständig restentleeren können, daher bitte nicht waagerecht verlegen, sondern immer mit Gefälle. 1cm pro m sollte hier reichen, weil es ja nur der Kot kleiner Tiere ist. Ausserdem verliert man noch Höhendifferenz durch das Siphon.
    Kann man den Abfluss wirklich nicht durch Aufstemmen der Wand tiefer legen?

    Schlauchpumpen gehören zu den eher seltenen selbstansaugenden Pumpen. Die können und sollten oberhalb der Wasserspiegel angebracht werden.

    Was ein Refugium leisten soll sagt der Begriff nicht. Manche haben ein Korallenableger-Refugium, andere ein Algen-Refugium, manche wollen Nitrat/Phosphat-Werte mindern, andere wollen Futterorganismen, die im Becken einen starken Frassdruck ausgesetzt sind, vermehren, etc. Was willst du?

    Ein Refugium im Hauptschluss war lange Jahre der Standard, im Nebenschluss (als "Bypass") wird erst seit kurzem propagiert. Wie gut durchdacht die "Bypass"-Lösung ist, siehst du daran, dass diese Kunststoffrefugienbecken, die man neben das Technikbecken stellen soll, immernoch keinen Notüberlauf besitzen. Hällst du das für klug?
    Schrägsitzventile sind für Abwasser und auch für Regenwasser nicht zulässig, es sei denn, das Wasser wird vorher gefiltert. Der Filter muss natürlich regelmässig gereinigt werden und ist somit wartungsintensiv.

    Wenn das Ventil verstopft wegen einer nicht vorhandenen Vorfilterung, dann ist das für die Versicherung eine grobe Fahrlässigkeit im Falle einer Wohnungsflutung. Lass die Scheisse bitte. Nicht umsonst hat diese Ventile kaum ein Aquaristikshop im Programm. Wenn du dieses Ventil verstellst, dann änders du somit auch den Volumenstrom, welcher ins Schaubecken gefördert wird. Somit kannst du gleich wieder am Ventil des Beckenablaufs schrauben, weils es oben im Zimmer anfängt zu gurgeln. Hällst du das für klug?


    Jede Pumpe, die mit Fremdkörpern konfrontiert wird oder werden kann, welche ihre Funktion behindern könnten, ist entsprechend zu schützen. Bei jeder billigen Baumarktgartenpumpe steht dieser maximale Partikeldurchmesser drauf. Nur superschlaue, von Chinese beklaute, oberinovative, .... , deutsche Premiumhersteller schaffen es nicht diesen max Partikeldurchmesser anzugeben und einen entsprechenden Pumpenschutz anzubieten. Die Frage nach Kompetenz möchte jeder mit sich selbst erörtern.

    Wenn du nach der Rückförderpumpe die Rohrleitung gleichmässig aufteilst in
    a)einen langen Rohrstrang mit grossen Höhendifferenz und
    b)einen kurzen Rohrstrang mit geringer Höhendifferenz

    so wird aus dem kurzen/niedrigen Strang sehrviel mehr Wasser austreten, weil dort die Summe aus Druckverlust durch Rohrreibung und Förderhöhe sehr viel geringer ist als im anderen Rohrstrang.
    Deswegen willst du da auch eine verstellbare Drossel einbauen. Die Drossel willst du dann soweit schliessen, bis dir das Verhältnis der Volumenströme in den beiden Rohrsträngen passt.
    Soweit ist das jedem klar. Was nicht jeder weiss: Die Drossel entzieht dem Wasserstrom damit zwangsläufig Energie und setzt sie in Reibungswärme um. Die Energie ist fördertechnisch weg!
    Gerade die in der Aquaristik verwendeten kleinen Pumpen (im Gegensatz zu richtigen Pumpen) haben nur geringe Wirkungsgrade von ca 10-25% (weil sie klein sind, nicht weil sie alle schlecht sind). Wenn für diese "offenen Bypasssysteme" nochmals diese kleine mechanische Restleistung von 10-25% nochmals um ca 40% gemindert wird, dann ist das minderklug!
    Nimm lieber eine kleine Pumpe für das Refugium und keinen Pseudobypass.
    Wenn jemand ein Loch in einer Rohrleitung hat, durch den das Wasser zurück in den Pumpensumpf läuft nennt man es nicht Bypass, auch wenn das Leckagewasser zwischendurch was sinnvolles verrichtet. Hydraulisch ist das ein Leck. Auch wenn irgendwelche Wirbelfilter so angetrieben werden, es ist derselbe Unsinn!
    Man kann da was hinfummeln damits nicht ganz so schlimm wird, aber 2-3 Leute hier im Forum könnten das evtl., aber mit sowas wollten die sicher nix zutun haben.

    just my 3 cents

    Rainer

    Einmal editiert, zuletzt von Rainer S. (8. Februar 2015 um 17:35) aus folgendem Grund: Formatierung

  • Zitat

    Schrägsitzventile sind für Abwasser und auch für Regenwasser nicht zulässig, es sei denn, das Wasser wird vorher gefiltert. Der Filter muss natürlich regelmässig gereinigt werden und ist somit wartungsintensiv. Wenn das Ventil verstopft wegen einer nicht vorhandenen Vorfilterung, dann ist das für die Versicherung eine grobe Fahrlässigkeit im Falle einer Wohnungsflutung. Lass die Scheisse bitte. Nicht umsonst hat diese Ventile kaum ein Aquaristikshop im Programm.


    Was für eine *nette* Schreibweise... scheisse und so.. Naja...


    Was haben Schrägsitzventile hier mit Abwasser und Regenwasser zu tun ? Für das Rückstauen von Ablaufkammern sind sie sehr gut geeignet. Und dass man bei einem abgesperrtem System einen Notüberlauf in der Ablaufkammer verwendet, versteht sich wohl von selbst. Dass diese Ventile kaum einer im Shop hat, ist nur der Tatsache geschuldet, dass gute Ventile extrem teuer sind, die legt sich keiner auf Lager. Das war´s dann aber auch schon. Ich habe in all den Jahren noch nie ein verstopftes Ventil erlebt. Es gibt nichts besseres, als genau diese Ventile, um die Leitungen luftleer zu bekommen, wen man einige bauliche Dinge beachtet. Ich würde niemals mehr ein Meerwasseraquarium betreiben, ohne ein abgesperrtes System. Mn kann auch Membranventile nehmen, aber die Schrägsitz sind besser und nicht so klobig.

    Zitat

    Bei jeder billigen Baumarktgartenpumpe steht dieser maximale Partikeldurchmesser drauf.

    Wie der Name schon vermuten lässt : .. Gartenteichpumpe, ergo Teich. Das heißt : ... Kies, Sand, Äste, Blätter, Schmutz, lange Fadenalgen usw... Was bitte soll eine Pumpe in einem Meerwasseraquarium, positioniert in der letzten Kammer, großartig ansaugen ? Bei einem vernünftig geplanten Filter, wird nichts mehr bis zur Pumpe gelangen. Bei ganz viel Pech, mal eine Schnecke und für diesen seltenen Fall gibt es überall Schlitzrohre zu kaufen, selbst bei, ich zitiere : ... * superschlauen, oberinnovativen, von Chinesen beklaute, deutschen Premiumherstellern*.

    Partikelgrößen werden im übrigen nur bei Schmutzwasserpumpen angegeben aber nicht bei Meerwasserpumpen, da es sich ausnahmslos hier um Klarwasserpumpen handelt.


    Grüße ... Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

    3 Mal editiert, zuletzt von klaus Jansen (8. Februar 2015 um 20:10)

  • Nabend Klaus,

    ich darf solche Worte benutzen weil ich aufm Bau gelernt habe.

    Gartenteich-, Aquarien-, Schmutz- und Regenwasser haben eines gemeinsam: Potentiellen Gehalt an Fremdkörpern!
    Deswegen sind z.B bei allen Filtern im Süsswasser die Filterkörper sogseitig angebracht. So kommen keine Partikel in die Pumpe. Hydraulisch besser wäre nämlich die druckseitige Anbringung des Filterkörpers.
    Bei Förderpumpen im Süsswasser ist ein Ansaugkorb sehr verbreitet( zB. Eheim seit wievielen Jahren?). Und Süsswasser hat keine Einsiedler, nur Pflanzenteile, Schnecken etc! Die neue Pumpenserie für Meerwasser von Aquamedic hat zB sowas auch. Manche Hersteller sehen da sehrwohl Bedarf ... andere wohl nicht.
    Wenn du deine Pumpen als Klarwasserpumpen definierst ... naja, nicht meine Sache.
    Damit ist ein Closed-Loop bei grabenden Grundeln ja definitiv raus.

    Gute "Schlitzrohre" gibt es nur mit kleinen Nennweiten, für grosse Nennweiten kenne ich nur die eingesägten PVC-Rohre, durch die die Pumpe kaum Wasser bekommt weil die Widerstände zu gross sind. Davon muss man schon einiges an Länge verbauen damit die Widerstände erträglich sind und nicht unerträglich die Förderleistung herabsetzen.

    Bei deinem "abgesperrten System" solltes du die Leute auch darauf hinweisen das im "Tröpfelrohr" die Mindestgeschwindigkeiten gegen Ablagerungen(ja, sowas gibt es) ggf einzuhalten sind. Sonst muss das Rohr ständig gewartet werden.
    Ein Ablaufrohr bekommt man auch ohne zusätzliches Tröpfelrohr leise und luftfrei.
    Einige schaffen das mit Glück, andere mit Können ...

    helau
    Rainer

  • Hi Rainer

    Ich habe grabende Grundeln, CL-System, Mini-RedDragen und geschlitzte Rohre,und das ohne Probleme. :smiling_face_with_sunglasses: :smiling_face_with_sunglasses:

    Gruß Ewald

    _______________________________________________________________________________________________________________________________

    Früher hatte ich Angst im Dunkeln.
    Wenn ich heute so meine Stromrechnung sehe,
    hab ich Angst vorm Licht. :loudly_crying_face:

  • Hallo Ewald,

    was sagst du mir das?
    Klaus sagt es wäre ne Klarwasserpumpe.
    Hat die Pumpe eine Lagerspülung(antikalkbypass)?

    helau
    Rainer

  • Hi Rainer
    die Mini-RedDragen nicht, aber die 16000er, und die läuft bei mir seit 2006 :smiling_face_with_sunglasses:

    Gruß Ewald

    _______________________________________________________________________________________________________________________________

    Früher hatte ich Angst im Dunkeln.
    Wenn ich heute so meine Stromrechnung sehe,
    hab ich Angst vorm Licht. :loudly_crying_face:

  • Hi Rainer ....

    Zitat

    ich darf solche Worte benutzen weil ich aufm Bau gelernt habe.


    Ich auch... trotzdem gehört diese Ausdrucksweise nicht zu meinem Vokabular ....


    Zitat

    ...solltes du die Leute auch darauf hinweisen das im "Tröpfelrohr" die Mindestgeschwindigkeiten gegen Ablagerungen(ja, sowas gibt es) ggf einzuhalten sind. Sonst muss das Rohr ständig gewartet werden....


    Wir bauen keine Anlagen mehr. Und die Anlagen, die mit diesem System laufen, habe ich noch nie gehört, dass da was verstopft sein sollte. ??? Und im übrigen ist das auch kein Tröpfelrohr, sondern der Bypass wird so eingestellt, dass ein Rinnsal durchfließt... Ablagerungen wie auch immer sie auch geartet sein sollten, habe ich noch nie erlebt... was bitte soll sich da ablagern ??


    Zitat

    Gartenteich-, Aquarien-, Schmutz- und Regenwasser haben eines gemeinsam: Potentiellen Gehalt an Fremdkörpern! Deswegen sind z.B bei allen Filtern im Süsswasser die Filterkörper sogseitig angebracht. So kommen keine Partikel in die Pumpe.


    Noch mal, Rainer .... wir reden hier von *Meerwasseraquarien*, nicht von Schmutzwasser-Teichpumpen. Wenn diese Störstoffe zu erwarten sind, müssen ganz andere Impeller eingesetzt werden, in der Regel sog. Freistromlaufräder. In Meerwasserfilteranlagen werden aber Druckpumpen benötigt, die das Wasser zurück zum Aquarium fördern., ergo geschlossene Impeller. Bei einer richtig geplanten Filteranlage, mit Socken,-Watte-oder Vliesfilter, werden keine Fremdstoffe in die Pumpen gelangen. Noch nicht mal bis zur Abschäumerpumpe.....


    Zitat

    Damit ist ein Closed-Loop bei grabenden Grundeln ja definitiv raus.


    Auch nicht richtig.. Ich habe selbst jahrelang Grundeln gehalten.. Brunnenbauer waren meine Favoriten... . die nehmen den Sand auf und spucken ihn in 20-30 cm Entfernung wieder aus... Und wer ein CL-System baut, wird wohl kaum den Ansaugbereich in den Bodengrund verlegen. Das Ansaugrohr führt man so hoch wie möglich, bis knapp an die Wasseroberfläche, so dass man auch leicht zum reinigen der Schlitze rankommt. Und da oben spuckt keine Grundel den Sand wieder aus....


    Man kann immer nur den negativen Weg aufzeigen, Rainer... wenn man gegen eine Sache ist.. Aber letztendlich zeigt die Praxis, ob es funktioniert, oder nicht....


    Zitat

    ....kenne ich nur die eingesägten PVC-Rohre, durch die die Pumpe kaum Wasser bekommt weil die Widerstände zu gross sind. Davon muss man schon einiges an Länge verbauen damit die Widerstände erträglich sind und nicht unerträglich die Förderleistung herabsetzen.


    Auch Quatsch... Hast Du denn mal gemessen ? Wir schon... einmal ohne Schlitzrohe am Pumpenprüfstand, dann mit Schlitzrohren untergetaucht, gemessen mit einem Anenometer.... die Verluste sind so gering, dass sie nicht der Rede wert sind. Es gibt auch noch andere Formen der Schlitzrohe, außer die quer gesägten. Wir bringen in ein paar Wochen da was raus.


    Hier heißt das im übrigen : ....


    Alaaf ... Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Nabend Klaus,

    wenn sich Cyanoplaggen vom Substrat lösen und aufschwimmen verstopfen sie den Filterkamm und überschwimmen diesen irgendwann. Die Cyanos landen dann genau in dem Rohr, welches an der Wasseroberfläche sein Wasser einzieht, dem RinnsalBypass. Hat man ein annähernd waagerechtes Rohrstück verbaut, bleiben die Cyanos genau dort liegen wenn nicht genügend Wasser fliesst.

    Meerwasseraquarien haben keine Druckpumpen. Die bringen selten 1 bar zustande. Die Feuerwehr hat Druckpumpen, und die haben Ansaugkörbe!
    Man kann natürlich vor dem Abschäumer Socken oder Watte installieren und diese Vorfilter alle 2 Tage sauber machen. Wenns Spass macht? Für solche Tamagotchi-Konstruktionen fehlt zumindest mir die Lust.

    Schlitzrohre direkt unter der Wasseroberfläche? Ich stell mir das gerade im Raumteiler vor. Oder nur ein paar Riffpfeiler und viel Schwimmraum?

    Ich bin nicht gegen Alles. Es sollte nur "watt auffe Hacken" haben. Wenns absehbar ist, dass man es "innen Tott kloppen" kann, dann hab ich was dagegen.

    Wenn man mit einem Anenometer versucht die Strömungsgeschwindigkeit in kleinen Rohren zu messen ergibt das eine Fehlmessung. Ein Anenometer muss über den gesamtes Messquerschnitt gleichmässig angeströmt werden. Für Messungen in grossen Strömungkanälen, offenen Gewässern etc geht das, aber weil im Rohr die Geschwindigkeit im Zentrum höher als in Wandnähe ist geht das so nicht. Der Messung liegt dann ca die maximale Strömungsgeschwindigkeit im Rohrzentrum zu Grunde.

    Welche Zeta-Werte hast du auf diese Art ermittelt? Welchen Zeta-Wert wird dein Schlitzrohr haben?

    Helau
    Rainer

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