Limitierung oder doch Vergiftungserscheinung?

  • Ohne Dein Becken zu kennen oder zumindest ein Foto zu haben, kann man dazu kaum etwas sagen. Nitrat ist nicht die einzige Stickstoffform und im Riff ist Nitrat auch selten die dominierende Stickstoffform. Auf Grund des schnellen Nährstoffumsatzes im Riff zirkulieren da haupsächlich gelöste organische Stickstoffverbindungen (DON) und Ammonium, Nitrat wird hauptsächlich von Land und durch lokale Auftriebsgebiete eingetragen. Im funktionierenden Riffaquarium sollte es weitgehend ähnlich ablaufen, wenn man nicht völlig unbiologisch fährt.

    Grüße

    Hans-Werner

    Hallo Hans-Werner,

    erst mal vielen Dank daß Du Dich auch mit meinem Problem auseinandersetzt. Sicher habe ich auch noch andere Mittel dosiert, aber darum geht es mir gar nicht. Ich schließe auch gar nicht aus daß ich mein Becken "völlig unbiologisch fahre". Viele der chemischen Zusammenhänge sind für mich immer noch Bömische Dörfer.
    Ich gelobe Besserung, deshalb frage ich nochmal nach...einfach um zu lernen. Wenn nicht von Dir, von wem denn dann?
    Nochmal, eine Nitrat Limitierung hatte ich bereits zwei mal. Beim ersten mal waren Pellets im Spiel...

    Zurück zum Ausgangspunkt: Ein Abfall des Nitratwertes von stabilen 3mg/l auf NN innerhalb von 3-4 Wochen. Was ist Deine Empfehlung? Ich sage, den Nitratwert wieder nach oben korrigieren um einem Absterben der sensiblen Korallen entgegenzuwirken.
    Lassen wir bitte die Umstände die zu dem Zustand geführt haben mal ausser acht.

    Da Du mein Becken sehen willst...eigentlich wollte ich das vorstellen wenn es etwas besser aussieht, aber hier hab ist ein Time Lapse Video was ich gemacht habe um die Strömung besser einschätzen zu können. Ist derzeit das aktuellste was ich grad anbieten kann.

    http://youtu.be/rnbCvNc7hpY

    Viele Grüße,
    Steffen

    7 Mal editiert, zuletzt von SteffenM (14. Oktober 2014 um 22:16) aus folgendem Grund: Video Probs

  • Hallo Steffen,

    Nochmal, eine Nitrat Limitierung hatte ich bereits zwei mal.

    nochmal, es gibt keine Nitratlimitierung. Der Nährstoff heißt nicht Nitrat, keine Koralle braucht Nitrat, der Nährstoff heißt Stickstoff, und wenn, dann kann es nur eine Stickstofflimitierung geben. Um eine Stickstofflimitierung an Messwerten zu erkennen, müsste man eine Gesamtstickstoff-Messung durchführen oder die Gesamtstickstoff-Konzentration kennen. Man möge doch bitte aufhören, diesen Unsinn von einer Nitratlimitierung weiterzuverbreiten oder auch nur einfließen zu lassen, das muss Stickstofflimitierung heißen!

    Wenn man es an den Tieren ablesen will, werden die Korallen bei einer Stickstofflimitierung zunächst mal sehr hell, die Farben werden blass, es gibt aber kein Absterben von Gewebe, zumindest zunächst nicht. Werden die Korallen nicht hellbeige handelt es sich definitiv nicht um eine Stickstofflimitierung. Die Photosynthese-Pigmente sind das erste, was bei einer Stickstofflimitierung der Zooxanthellen abgebaut wird.

    Ein Absterben z. B. der Spitzen mit Abschleimen, sollte eine Phosphatlimitierung sein, zumindest ist das der Schluss, zu dem man in diesem Forum schon vor etlichen Jahren mal gekommen ist.

    Meiner Meinung nach hat der Phosphatbedarf und die daraus folgende Phosphatlimitierung etwas mit der Kalkbildung zu tun, bei den Korallen ist der Phosphatbedarf nach meinen Beobachtungen SPS>LPS>Lederkorallen. Ich weiß jetzt nicht genau, was Du mit "empfindliche" Korallen meinst, aber wenn es auf eine Limitierung hinausläuft, dann sind die "empfindlichen" SPS gegen eine Phosphatlimitierung empfindlich.

    Du kannst eine Frage so oft widerholen, wie Du willst, sie wird dadurch nicht sinnvoll. Das Becken sieht für mich nicht nach einer Stickstofflimitierung aus.
    Die Zusammenhänge sind alles, es bringt wenig bis nichts, an Symptomen zu kurieren. Wenn Du Zusammenhänge nicht nennen willst, kann man weder auf eine Stickstofflimitierung noch auf ein mögliches anderes Problem und schon gar nicht auf die Ursache schließen.

    Gruß

    Hans-Werner

    P. S.: Hier noch zwei Links zu Nährstoffanreicherung und Phosphatlimitierung und hier zum hohen Phosphatbedarf der SPS Stylophora . Der erste Link zeigt ganz klar die Entwicklung einer Phosphatlimitierung (P starvation = P-Aushungerung) bei Stickstoffzufuhr, wie sie sich auch im Aquarium darstellt.

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (15. Oktober 2014 um 11:50)

  • Und wenn es sich im vorliegenden Fall doch um eine "unvernünftige" Menge Zeolith handelt? Diese Überlegung sollte man schließlich auch mit einbeziehen. Solch einen Gau habe ich vor vielen Jahren aus Unwissenheit selbst produziert.

    Hallo Hajo,

    ich habe nicht genügend Versuche mit Zeolithen gemacht, um genaueres dazu sagen zu können. Ohne diese gezielten Versuche kann man dazu nichts sagen. Zeolithe entziehen zunächst mal Ammonium. Die Frage ist, wie sich die Korallen ohne Ammonium fühlen, wenn sie alleine Nitrat und organischen Stickstoff zur Verfügung haben. Eventuell zeigen die Korallen das schonmal klar an. Ich glaube, es war Jens Kallmeyer, der in einem Vortrag vom völligen Ausbleichen der Korallen über Nacht nach dem Einsatz von unvernünftigen Mengen Zeolith berichtet hat. Das wäre im Zusammenhang mit verfügbarem Nitrat noch genauer zu überprüfen, ob die Korallen nicht ausbleichen, wenn sie ausreichend Nitrat zur Verfügung haben.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hajo,
    Ich glaube, es war Jens Kallmeyer, der in einem Vortrag vom völligen Ausbleichen der Korallen über Nacht nach dem Einsatz von unvernünftigen Mengen Zeolith berichtet hat. Das wäre im Zusammenhang mit verfügbarem Nitrat noch genauer zu überprüfen, ob die Korallen nicht ausbleichen, wenn sie ausreichend Nitrat zur Verfügung haben.

    Gruß

    Hans-Werner[/quote]


    Hallo Hans-Werner,

    Das habe ich damals leider versäumt zu überprüfen. Allein der Redox befand sich auf ca. 190 ! Das allein brachte mich auf die Spur des Zeolithes. In dieser Zeit war die Anwendung noch nicht so verbreitet, wie es heute der Fall ist. Pohl war der einzige Lieferant und Erfahrungsberichte waren Mangelware. Das betraf auch die Anwendung. Nach diesem Missgeschick war die Katastrophe noch nicht zu Ende. Auf die noch uebriggebliebenen, geschwaechten Korallen, die noch durchgehalten hatten, setzte sich eine Helicostoma-Infektion, die sich gewaschen hatte. Das Ergebnis war ein kompletter Neuanfang. Die Regel von damals lautete bei neu eingerichteten Becken Dosierung X, bei Altwasser höchstens die Hälfte der Zeolithe. Da ich mindestens für mein "Altwasserbecken" die doppelte bis dreifache Menge der Neueinrichtung genommen hatte, war der Gau im Nachhinein schon programmiert. Und ich Depp war anfangs begeistert, ob der grossen, weit geöffneten Polypen. Haette mich auch warnen können. Aber dafür musste man auch in der Lage sein, die notwendigen Informationen zu bekommen. Konnte ich nicht, hatte ich nicht. War noch nicht einmal ein fucking learning by doing Fall, nur die eigene Blödheit.
    Gruss
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo zusammen,

    Habe mir jetzt Tröpfchentests besorgt, um mal zu vergleichen, ob diese was Anzeigen.

    Habe mich auch im Netz schlau gemacht und siehe da, selbst Referenzlösungen nahmhafter Hersteller haben Differenzen bis zu 5mg Nitrat, da brauch ich keine, wenn ich werte im o,o Bereich habe.

    Werde meine Photometer zur Kalibrierung einschicken warte noch auf die Antwort von Hanna.

    Gilbert habe ich angedacht, jedoch schreiben die, dass die zu testende Flüssigkeit umgehend bei ihnen Einlangen soll, keinesfalls übers Wochenende verschicken. Bin aus Ö. Und da dauert er mindestens drei Tage bis die Probe getestet werden kann. Wozu dann, wenn diese dann ohnehin ungenau und laut Gilbers nicht brauchbar ist, wohne halt nicht ums Eck.

    Teste jetzt jeden Morgen und dosiere entsprechend. Halte meine Werte dadurch momentan halbwegs stabil,
    NO3 ca 1-5mg/l
    PO4 ca 0,02-0,04

    Hab einige Fotos gemacht, ich hoffe man kann erkennen, was los ist.

    Lg Roli

  • Hallo Roli,

    ich würde nach den Bildern sagen, dass ein Stickstoffmangel so gut wie ausgeschlossen ist. Die Korallen sind eher dunkel und das Gewebe sieht auf den Bildern eher opak als transparent aus. Es sieht für mich auch nicht nach einer echten Phosphatlimitierung aus, sondern eher nach stärkeren Phosphatschwankungen. Ich würde direkt keine Nitrat- oder Phosphatlösungen mehr dosieren sondern würde eher über eine gleichmäßigere Zufuhr und langsamer fließende Nährstoffe gehen, z. B. Futtermittel wie Staubfutter oder Lobstereier.

    Wenn es eine Limitierung sein sollte, dann Phosphat, Nitratlösungen würde ich deshalb weglassen, die verstärken nur die Nährstoffschwankungen.

    Diese Form der abgestorbenen Spitzen ist nicht selten hier im Forum diskutiert worden, versuche doch mal über die Suche etwas dazu zu finden. Vielleicht gab es schon Problemlösungen, die funktioniert haben. Vielleicht kennt ja auch jemand das Problem?

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hajo,

    ich habe mich immer gefragt, ob das wirklich die Auswirkungen eines Nährstoffmangels sind. Ich stelle mal zur Diskussion:

    - eine Art Shut Down- oder Schocksyndrom durch den plötzlichen Nährstoffentzug/die plötzliche Veränderung,
    - andere lebensnotwendige Ionen oder Nährstoffe wurden durch die Überdosierung auch dem Wasser entzogen,
    - tatsächlich ein plötzlicher Stickstoffmangel durch Ammoniumentzug, wobei den Korallen vielleicht die Zeit gefehlt hat, sich auf Nitrat und andere N-Formen umzustellen.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    meine Vermutung hätt ich nicht besser erklären können. :grinning_squinting_face: Ganz im Ernst! :]

    Gruß
    Hajo

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    (Mark Twain)

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  • Teste jetzt jeden Morgen und dosiere entsprechend. Halte meine Werte dadurch momentan halbwegs stabil,
    NO3 ca 1-5mg/l
    PO4 ca 0,02-0,04


    Hallo Roli,

    wenn du bei diesen Werten, mit Tröpfchentests ohne Referenzlösung ermittelt, weiterhin noch täglich Mittelchen zum Anheben dosierst, wird es nicht lange dauern, und du fragst, ob dir die Wodkamethode gegen zu hohe Nährstoffwerte helfen könnte.

    Gerade im unteren Bereich sind die meisten Wassertests unzuverlässig und zeigen noch gar nichts an, wo eigentlich schon genug vorhanden wäre.

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo Roli, exakt so haben meine Korallen damals auch ausgesehen. Irgendwo hier im Forum gab es einen Thread dazu. Hatte auch auf eine Form der Limitierung gesetzt und dagegen gesteuert. Spätere Wasserwerte aus dem Labor zeigten ein anderes Ergebnis. Leider hatten zu diesem Zeitpunkt viele der Korallen den Zenit überschritten. Habe dann mehrfach 90% des Wassers gewechselt und ab diesem Zeitpunkt sehr kleinlich darauf geachtet, stabile Werte (Ca, KH, Mg, Po4 No3) zu halten. Ab diesem Moment lief das Becken bis zum Schluß perfekt.

    Grüße Ralf


    marubisanigif.gif

  • Hallo Ingrid, hab zu Anfang geschrieben, dass ich nicht mit Tröpfchentest sondern mit den Hanna Photometern gemessen habe, von daher auch mein Vertrauen zu diesen Geräten, einem Tröpfchentest so wie ich diese für CA MG KH usw. habe vertraue ich nicht und messe regelmäßig mit Standardlösung von Gilbers Umwelttechnik gegen.

    War sicher nicht klug von mir, aber hab den Geräten jahrelang vertraut.

    Jetz hab ich mir einen Tröpfchentest für NO3 und PO4 besorgt und gemessen.

    Heute Morgen:
    Hanna NO3 von 4,5mg/l
    Hanna PO4 von 0,02mg/l

    Zugabe von insgesammt 40ml NO3+ und 5ml PO4+

    Heute Nachmittag:
    Tröpfchentest zeigte NO3 von ca 10mg/l
    Tröpfchentest zeigte PO4 von ca 0,02mg/l

    Habe aber nicht mit Referenz gegengemessen sonder erstmals seit ich die Photometer habe ist mir in den Sinn gekommen diese mal mit der Referenz gegenzumessen.
    Dabei ergab sich:

    PO4 laut Referenz 0,3mg/l Messwert mit Photometer war 0,47mg/l also zeigt das Photometer 0,17mg zu viel an und ich hatte bei 0,03 gemessenen offensichtlich gar kein PO4 mehr drin, sofern ich nicht falsch liege und die Referenz für Photometer nicht taugt
    NO3 laut Referenz 4,3mg/l Messwert mit Photometer war 0,0mg/l also wie soll ich das interpretieren, Photometer zeigt kein Nitrat obwohl mindestens 4,3 drin sein müssten? Konnte sogar eine leicht gelbliche Verfärbung der Probe mit freiem Auge sehen.

    Werde mal NO3 Zufuhr einstellen und nur PO4 dosieren.
    Ich hoffe ich tu damit das Richtige!


    Sollte ich vielleicht mal einen größeren Wasserwechsel machen, aber dadurch wären ja noch weniger Nährstoffe drin.

    Danke, lg roli

    Einmal editiert, zuletzt von roli (15. Oktober 2014 um 20:36)

  • PO4 laut Referenz 0,3mg/l


    Hallo Roli,

    sicher, dass das stimmt? Hast du die Referenz verdünnt? Sonst müsste Peter eine neue auf den Markt gebracht haben, denn bisher war der Phosphatgehalt mindestens 0,5 mg/l.

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo Ingrid,

    ja, bin mir ziemlich sicher, stand o-Phosphat drauf
    hab die Kombireferenz aber schon länger, da ich dann auf KH, CA, MG Einfachreferenz umgestiegen bin und seit ich mit Hanna arbeite eigentlich kein NO3 und PO4 gegenchecke. Kann aber momentan nicht nachsehen, bin nicht daheim.

    was meinst du zu großem Wasserwechsel und nur PO4 dosieren.

    lg roli

  • Hallo Roland,

    man kann sich auf keine Messmethode blind verlassen. Wir haben ein teures Laborphotometer und entsprechende Reagenzien (Pulvertütchen) dazu. Es waren schon Teile von Chargen völlig daneben. Manchmal war es offensichtlich, wenn das Pulver gleich bräunlich verfärbt und oxidiert war. Da kamen dann auch Mondwerte heraus. Aber auch sonst hatten wir reihenweise Ergebnisse, die nicht stimmten und von Tütchen zu Tütchen schwankten (bei der gleichen Probe!). Im Endeffekt kannst Du dich in erster Linie auf das verlassen, was Du im Aquarium siehst. Ansonsten gibt es für den Aquarianer keine hundertprozentige Sicherheit, dass irgendein Reagenz, was er verwendet, wirklich korrekt anzeigt. Da bietet das Photometer genausowenig oder noch weniger (wegen der Einzeltütchen) Sicherheit als ein normaler Tröpfchentest. Die Sicherheit ist nur vorgetäuscht, weil das Photometer scheinbar objektiv eine konkrete Zahl anzeigt.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    Ich werde mal einen größeren Wasserwechsel machen und warte mal ab was weiter passiert. Hoffe nur meine Acros überleben die Aktion.
    Außer Korallenfutter werd ich vorerst nichts ins Becken geben.
    Danke
    Lb. Roli

  • Hallo zusammen,

    habe diesmal mit Tröpfchentests und Multireferenz getestet,
    NO3 von 9mg/l
    PO4 von 0,02mg/l @Ingrid, steht definitiv 0,3 o-Phosphat auf der Multireferenz von Gilbers

    Zur Zeit keine Besserung, gebe Korallenfutter (Staub, Flüssig, Lobstereiern) zu und sammle U-Osmosewasser für einen größeren Wasserwechsel.

    Hab in alten Beiträgen nachgelesen wegen absterbender Spitzen, wird aber einmal als P-Limitierung und einmal als Stickstofflimitierung bezeichnet.
    Weiß jemand was jetzt stimmt?

    Danke
    Lg roli

  • @Ingrid, steht definitiv 0,3 o-Phosphat auf der Multireferenz von Gilbers


    Hallo Roli,

    kannst du mir einen Gefallen tun und die Flasche mit der Aufschrift fotografieren? Ich finde diese Referenz nirgends im Netz; ich selbst habe eine alte, die noch 1 mg/l Phosphat enthält, und die neueren haben 0,5 mg/l. Mich würde also wirklich interessieren, was das für eine Referenz ist, die du da hast.

    Bei den Bildern, die du gepostet hast, und bei den Werten, die du jetzt misst, kann ich keinen Hinweis auf eine Limitierung erkennen. Ich würde nun für konstante Verhältnisse sorgen.

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo Roli, wie bereits weiter oben geschrieben würde ich sehr großzügig Wasser wechseln und dann sicher stellen, dass alle Werte stabil gehalten werden. Jede Veränderung stresst die ohnehin angeschlagenen Tiere zusätzlich. Ich hatte exakt dieselben Symptome und auch die Bilder erinnern stark an meine damaligen Bilder. Bei mir haben diese Maßnahmen geholfen und die restlichen Korallen haben sich langsam wieder erholt.

    Grüße Ralf


    marubisanigif.gif

  • Hallo Ingrid,

    Fotos kann ich morgen machen, die Multireferenz war glaub ich mal in einem PO4 Test von Gilbers dabei, den ich mal in Verwendung hatte, vor den Photometern.
    Ich kann mir auch nicht erklären, was los ist, hab zB zwei LPS, dürften Cynarinas sein nebeneinander im Becken, eine ist schon immer Dunkel und eine sieht seit einiger Zeit aus, als ob sie jeden Moment ausbleichen würde.
    Mein Juwelenfelshüpfer ist vor ca einem Monat leider verstorben, war einer meiner ersten Fische, und ich hab ihn nicht mehr aus dem ÄQ. Entfernen können, vielleicht gab es dadurch irgend eine Kettenreaktion, die sich jetzt auswirkt.
    Aber ich mach jetzt mal einen ca 20 Prozentigen WW und füttere die Korallen mehr aktiv.

    Danke
    Lg roli

  • Hallo Ralf,

    fange mal mit 20 Prozent an, mehr Behälter Hab ich momentan leider nicht zum Befüllen, meinst du das reicht fürs erste, oder soll ich öfters 20 Prozent Wechseln.
    Wechsle bis jetzt immer ca 8 Prozent pro Woche.

    Danke
    Lg roli

  • die Multireferenz war glaub ich mal in einem PO4 Test von Gilbers dabei, den ich mal in Verwendung hatte, vor den Photometern.


    Hallo Roli,

    auch Referenzlösungen sind nur begrenzt haltbar; das gilt besonders für den Gehalt an Nitrat und Phosphat. Deine Multireferenz scheint schon sehr alt zu sein.

    Ein gestorbener Fisch setzt keine derartige Kettenreaktion in Gang.
    Auf den Fotos, die du eingestellt hast, sehe ich keine bedrohliche Situation für die Korallen. Vielleicht gelingt dir da noch was Überzeugenderes. :winking_face:

    Grüße
    Ingrid

  • Ich würde so viel und so oft Wasser wechseln wie es geht. Je mehr desto besser. Dann würde ich gleichmässig füttern ohne die Werte in die Höhe zu treiben. Achte sehr stark darauf, alle Werte stabil zu halten. Auch Aminos oder Spuris würde ich weg lassen. Gib dem Becken Zeit. Schwankungen der KH sowie ständig wechselnde Po4 Werte gilt es zu vermeiden. Bei mir hat es funktioniert. Drücke dir die Daumen

    Grüße Ralf


    marubisanigif.gif

  • Hallo Roli,

    ich habe dir ne PN mit meiner Adresse geschickt.
    Schick mir bitte eine Wasserprobe, ich messe dann NO3 und PO4 nach.

    @Hans-Werner,

    bitte schau dir das mit dem Nitrat und den Korallen noch mal genauer an.
    Zooxanthellen sind eukariotische Algen, die Nitrat im Gegensatz zu (Cyano-)Bakterien
    gut verwerten und sogar speichern können.

    Im Aquarium liegt, im Gegensatz zum Meer, Stickstoff hauptsächlich als NO3 vor.
    Korallen NO3 zu entziehen, bedeutet ihnen ihren wichtigsten Nährstoff zu rauben.

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    bitte schau dir das mit dem Nitrat und den Korallen noch mal genauer an.

    was meinst Du damit? Was soll ich mir genauer anschauen, einen Link? Es ist mir klar, dass Zooanthellen Nitrat im Prinzip verwerten können, weshalb ich ja auch in Frage gestellt habe, ob das Ausbleichen der Korallen bei Zeolith-Überdosierung wirklich vom Stickstoff-Entzug bewirkt werden kann und deshalb habe ich zwei andere Möglichkeiten vorangestellt, die ich für wahrscheinlicher halte.
    Dennoch kann es mit Nitrat Probleme geben, die es mit anderen, reduzierten Stickstoffformen nicht gibt, umgekehrt aber offenbar auch (Dietmar Schauer), man muss wohl die richtige Stickstoffform zur richtigen Zeit anwenden. Wenn man eine (Phosphat- oder Stickstoff-)Limitierung nicht ausschließen kann, würde ich kein Nitrat anwenden, damit habe ich schlechte Erfahrungen gemacht.

    Im Aquarium liegt, im Gegensatz zum Meer, Stickstoff hauptsächlich als NO3 vor.

    Wie kommst Du zu dieser Aussage? Ich denke, das kann man so pauschal nicht sagen. Meiner Meinung nach hängt das stark davon ab, wie das Aquarium betrieben wird. Wenn ich ein sehr technikzentriertes Becken betreibe, wo mit Ozon ein Redoxpotenzial von 400 mV eingestellt wird, dann mag diese Aussage stimmen, in manchen anderen Fällen auch. Wenn aber organische Stoffe wie Wodka, andere Alkohole, Aminosäuren oder andere organische Säuren zugeführt werden, geht meiner Überzeugung nach ein deutlicher Teil des Nitratabbaus auf einen Umbau in reduzierte Stickstoffformen und Biomasse zurück, welche zumindest teilweise für die Korallen verfügbar sind. Ansatzweise habe ich das auch schon überprüft, indem ich einen Schwefelsäure-Persulfat-Aufschluss gemacht habe und bei Wasser mit <<1mg/l Nitrat danach gut messbare Mengen von Nitrat gefunden haben. Diese Methode ist eine der Methoden, die für den Nachweis von Gesamt-N diskutiert werden. Es fehlen mir zwar ausreichend Messwerte und ich habe die Ergebnisse und die Eignung der Methode noch nicht überprüft, es ist aber zumindest mal ein Anhaltspunkt. Die Nitratkonzentration in einem Riffaquarium ist meiner Überzeugung nach von vielen Faktoren abhängig, u. a. auch von der Beleuchtung. Bei intensiver Beleuchtung scheiden sowohl die Zooxanthellen als auch die Korallen Aminosäuren aus. Wenn Nitrat verfügbar ist, wird dieses reduziert, überschüssig vorhandene Energie aus der Photosynthese wird abgeleitet und aus Nitrat werden Aminosäuren. Da sind wir wieder bei dem Thema, dass man auf biologische Systeme keine orthodox-chemische Sichtweisen anwenden kann.

    Also, langer Rede kurzer Sinn: Immer wenn reichlich Energie und Reduktionsäquivalente, sei es durch Licht oder durch organische Stoffe zur Verfügung stehen, nimmt der Nitratanteil am Gesamt-N im Aquarium ab. Das Aquarium ist ein dynamisches biologisches System.

    Hallo Roli,

    20% Wasserwechsel sind optimal, im Abstand von maximal einer Woche mit geeignetem Salz(wasser) mehrmals durchgeführt hilft das.

    0,02 mg/l Phosphat finde ich ziemlich wenig, dagegen 9 mg/l Nitrat ziemlich viel. Ich empfehle bei niedrigen Nährstoffkonzentrationen, ein Nitrat-Phosphat-Verhältnis von 10 nicht zu überschreiten, das wären bei 0,02 mg/l Phosphat gerade mal 0,2 mg/l Nitrat. 0,2 mg/l Nitrat ist aber a) nicht gut messbar und b) ist bei solchen Konzentrationen der N-Umsatz normalerweise so hoch, dass sich ohnehin kein messbares Nitrat mehr im Wasser findet, der Test bleibt +/- farblos, wasserklar. Das liegt unter anderem daran, dass, jetzt wird es schwierig, die Affinitäten der Aufnahmesysteme für Phosphat auf der einen Seite und von Ammonium, Aminosäuren und Harnstoff auf der anderen Seite ganz unterschiedlich sind. Die Halbsättigungskonstanten für die Stickstoffverbindungen liegen weit niedriger als die für Phosphat, was ganz einfach heißt, dass sehr niedrige Stickstoffkonzentrationen noch gut genutzt werden können, sehr niedrige Phosphatkonzentrationen aber nicht. Irgendwann kann dann das molare N-P-Verhältnis 1 oder sogar 0,X sein und dennoch kann die Koralle den Stickstoff noch aufnehmen, das Phosphat aber nicht mehr. Das heißt, sie ist dennoch phosphatlimitiert, ganz unabhängig von irgendwelchen Redfield-Verhältnissen und sonstigen theoretischen Werten. Leicht nachvollziehbar, gell? Deswegen ist im Riffaquarium nichts einfach, alles ist kompliziert.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Allerseits,

    Bin heut morgen heimgekommen und die nächste Acro fängt an sich aufzulösen.
    Beide LPS der gleichen Art stehen nebeneinander, eine dunkel und eine fast ausgebleicht.
    Die Formosa noch unversehrt mit ca 2-3cm blauen Spitzen, Stockdurchmesser ca 30cm. Ebenso eine Clathrata auch 30cm noch ganz.
    Wasser läuft aber bin voll down, geht mir zu langsam.

    Hallo Ingrid, ich hoffe das Bild passt, größer gehts nicht, wegen der Dateigröße, ist aber eine 125ml Referenz von Gilbers.

    Danke
    Lg Roli

  • hey roli

    so sah es damals bei mir auch aus als das große becken abgeschmiert ist. Auslöser war ein starkes absinken vom po4 (falsch Dosierung flüssiger po4 adsorber)mit sehr niedrigen no3 werten.

    erst haben sich ein paar korallen aufgelöst und dann waren auf einmal fast alle hin. das meiste konnte ich noch retten durch 90 % wasser wechsel und raus machen aller geschädigten Tiere.

    wieviel Liter hat das becken denn ??


    lg stephan

  • Hallo Stephan,

    Das Hauptbecken hat 500 Liter, aber im Kreislauf mit Ableger- und Technikbecken, zusätzlichen ca 20m Verrohrung sind es ca 700Liter Nettovolumen.

    Hab jetzt 90l Microbe Lift Premium angesetzt, dazu kommen dann noch ca 60l Tropic Marin pro Reef.
    Misch das ganze ca 4std durch und nächste Woche dann Microbe und Red Sea Coral pro.

    Versteh sowieso mein Becken nicht mehr, die Hyazinthus super gefärbt, zog zeitweise zwar Fäden wächst aber am Substratstein weiter und die Montis werden braun, sind ansonsten lila. Eine blaue Echinata wird plötzlich grün?, im Hauptbecken bleibt sie blau. LPS stehen alle bis auf eine Super, hab unter anderem drei Gonios und eine Alveo, nur die Acros sterben ab.

    Füttere seit gestern auch täglich je 1 Würfel Lobstereier und rotes Plankton gefroren, nicht gespült.

    Lg roli

  • Im Aquarium liegt, im Gegensatz zum Meer, Stickstoff hauptsächlich als NO3 vor.
    Korallen NO3 zu entziehen, bedeutet ihnen ihren wichtigsten Nährstoff zu rauben.


    Hallo Armin,

    nochmal dieses Zitat. Ich glaube, wir sind uns einig, dass Fische ammoniotelische Tiere sind, das heißt, dass sie Ammonium ausscheiden (und vielleicht noch geringe Mengen an Harnstoff), keinesfalls Nitrat. Können wir soweit Übereinstimmung bekommen?

    Nun ist 0,02 mg/l PO4, wie von Roland angegeben, oder 0,01 mg/l PO4, wie ich es öfter messe, ziemlich wenig. Ich habe oben ja schon erklärt, wie es sich bei so niedrigen Konzentrationen mit dem Nitrat verhält, dass da praktisch nichts mehr entsteht. Folglich nehmen die Korallen das Ammonium direkt so auf, wie es von den Fischen kommt, und das ist meiner Einschätzung nach in den meisten Becken ausreichend, wegen der hohen Affinität der Aufnahmesysteme der Korallen und Zooxanthellen zu den Stickstoffverbindungen. Wir haben also einen ziemlich kurzen Weg des Stickstoffs Futter --> Fische --> Korallen, ganz ohne Nitrifikanten. Warum ist das so für Dich nicht in Ordnung? Wie kommst Du darauf, dass pauschal Nitrat für Korallen ein wichtiger Nährstoff wäre? Und wie will ich den rauben?

    Hallo Roland,

    wenn´s schlimmer wird, dosiere vorsichtig wenig Phosphat, nur so, dass die Korallen etwas haben, bis ausreichend Phosphat aus der Fütterung nachkommt.

    Gruß

    Hans-Werner

  • hey hans Werner

    ich bin auch deiner theorie gefolgt und habe den nitrat wert ignoriert (da ja unwichtig) als er nicht nachweisbar war. nun kam es immer mehr dazu das die korallen langsamer bis garnicht gewachsen sind. dazu wurden sie immer heller obwohl po4 bei 0.05 - 0.15 gelegen ist. Sogar die sonst problemlosen scheiben und krsten anemonen wurden immer kleiner von ursprünglich 3 cm Durchmesser (scheibenanemonen) auf am schluß 0.5 cm Durchmesser. zuerst wurde eine Vergiftung vermutet dann fehlende Spurenelemente....

    wir füttern 4 mal am tag daher hab ich ein mangel an nitrat von vorneherein aus geschlossen.

    Armin hat mir dann auch den tipp gegeben nitrat zu dosieren und zu testen was passiert. und nun nach knapp 2 Wochen Dosierung ist nun alles wieder bestens. Korallen stehen prima und scheiben werden wieder größer.

    Nitrat wird täglich um 3 mg erhöht und ist am tag drauf per test nichtmehr zu messen. also muß an der Theorie was dran sein. positiv ist auch das seitdem auch fast keine cyanos mehr im becken sind.


    lg stephan

    Einmal editiert, zuletzt von miniocean (17. Oktober 2014 um 12:55)

  • Hallo Stephan,

    bei 0,05 - 0,15 mg/l Phosphat sind wir ganz woanders, als bei den Konzentrationen, über die wir hier gerade diskutieren. Wo kommen denn solche Konzentrationen her? Man kann einen Nährstoff nie ohne den anderen betrachten! Das schreibe ich oben nicht anders, da musst Du nur mal nachlesen. Lies mal genauer nach, was ich schreibe! Stickstofflimitierung kann in Korallenkalkreaktor-Aquarien eine gewisse Bedeutung haben. Es muss trotzdem nicht unbedingt Nitrat sein, ich dosiere dann andere Stickstoff-Formen. Es gibt keine Nitrat-Limitierung, Punkt.

    Außerdem bestätigst Du mich sogar, dass bei Stickstoffmangel die Korallen zunächst mal heller werden, nicht mehr wachsen, aber zunächst mal nicht absterben (bei Anemonen kann das wiederum anders sein, wenn noch dazu kein Futter zur Verfügung steht, aber auch das diskutieren wir hier nicht. Die Anemone in Steffens Film sah gut aus). Sage ich etwas anderes? Wenn die Korallen auf den Bildern nach Stickstofflimitierung ausgesehen hätten, hätte ich das schon gesagt. Folge mal dem Link oben, das sieht man den Unterschied zwischen einer Stickstofflimitierung und Absterben durch Phosphatmangel.

    Was also?

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Roli,

    entweder habe ich da was verpasst (kann natürlich sein), oder die Referenzlösung ist uralt. Denn die Chargen der letzten Jahre hatten deutlich mehr Phosphat drin. Diese Referenz halte ich für unbrauchbar.

    Was hast du bisher unternommen, um Phosphat und Nitrat sicher zu bestimmen? Es wurden dir allerhand Möglichkeiten genannt, bis hin zu einer Analyse durch Armin.
    Es ist vollkommen witzlos, über Limitierungen zu spekulieren, solange keine exakten Messdaten vorliegen. Und da hilft es auch nicht, wahllos Mittel durchzuprobieren.

    Grüße
    Ingrid

  • Und da hilft es auch nicht, wahllos Mittel durchzuprobieren.

    hi ingrid,

    jain.

    es ist immer möglich, eine entsprechende menge zwecks erhöhung (no3/po4) hinzuzufügen und zu sehen, wie die korallen reagieren, bzw zu ermitteln, was der test danach anzeigt.

    ob die berechnete erhöhung auch im test zu erkennen ist.

  • Hallo Ingrid,

    Armin hat mir netterweise angeboten, mein Wasser bei ihm testen zu lassen, werde ich aber erst nach dem Wochenende bewerkstelligen können.
    Werde es per Express schicken.
    Werde mir noch heute eine neue Referenz für NO3 und PO4 besorgen.
    Wasser für einen größeren Wasserwechsel wird vorbereitet.

    Lg roli

  • Armin hat mir netterweise angeboten, mein Wasser bei ihm testen zu lassen, werde ich aber erst nach dem Wochenende bewerkstelligen können.
    Werde es per Express schicken.
    Werde mir noch heute eine neue Referenz für NO3 und PO4 besorgen.
    Wasser für einen größeren Wasserwechsel wird vorbereitet.


    Klingt nach einem guten Plan. :smiling_face:

  • Hallo zusammen,

    Hab jetzt eine neue Multireferenz von Gilbers besorgt und meine Werte getestet:

    Kh statt 7 jetzt 9 lasse ich mal so
    Ca statt 440 jetzt 470 habe Calziumdosierung eingestellt, bis der Wert auf 440
    Mg statt 1290 jetzt 1350 lasse ich mal so
    NO3 gleich geblieben wie gestern mit 9mg/l hab den Abschäumer wieder an und messe morgen was passiert.
    PO4 gestern 0,0 und heute kleiner als 0,02mg/l (genauer geht mit dem Test nicht) trotz Zugabe von PO4+ Insgesamt 10ml was normalerweise laut Dosierempfehlung den PO4 bei 500l Wasser um 0,1mg erhöhen sollte.

    Habe mir auch einen Kaliumtest von Salifert besorgt und nach der Testung einen Gehalt von 325mg/l, werd mal nach zwei größeren WW schauen was mit dem Wert passiert. Hab mir auch Reefers Best besorgt, soll ja einen höheren Kaliumgehalt haben.

    150 Liter Wasser gewechselt, vermehrt zugäbe von Frofu.

    Was meint ihr dazu?

    Lg Roli

  • Hab jetzt eine neue Multireferenz von Gilbers besorgt und meine Werte getestet:


    Hallo Roli,

    mit der Multireferenz sollst du ja deine Tests überprüfen. (Welche Marke nutzt du denn eigentlich für Nitrat und Phosphat?) Da du einen sehr niedrigen Phosphatwert vermutest, ist es sinnvoll, die Referenz mit Osmosewasser auf einen Wert zu verdünnen, der den Verhältnissen im Aquarium entspricht, also z.B. auf 0,05. Wenn ein Test im Bereich um 0,5 0der 1 mg/l noch relativ richtig anzeigt, muss er das nicht unbedingt in einem Bereich unter 0,05 mg/l tun.
    Das mag dir jetzt kleinlich erscheinen, aber wenn es um eine fragliche Limitierung geht, macht das durchaus Sinn.

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo Ingrid,

    Die von mir zuletzt getesteten Werte sind schon mit der neuen Multireferenz getestet.
    Habe den neuen Kaliumtest von Salifert und NO3 und PO4 von JBL, war zwar nicht meine erste Wahl aber erstaunlicherweise deckten sich die mit JBL getesteten Werte fast mit denen der Multireferenz, also bei PO4 keine Abweichung und bei NO3 nur -1mg.
    Bei PO4 ist der kleinste Wert eben kleiner als 0,02 zum Ablesen.
    Wie kann ich den mit Osmose verdünnen?

    Lg roli

  • Hallo Roli,

    um die Referenz von 0,5 mg/l auf 0,05 mg/l zu verdünnen, nimmst du 9 Teile Osmosewasser und 1 Teil Multireferenz. Wie viel das ist, hängt von der Menge ab, die für den Test benötigt wird.

    Grüße
    Ingrid

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