Cyanos ??????????? oder was ??

  • Hallo Norman,
    das ist richtig, ich habe nicht alles gelesen.Aber meine Aussage ist richtig.Du hast einen großen Wasserwechsel gemacht, wo mehere kleine besser währen.

    Gestern abend habe ich erstmal alles ganz gründlich abgesaugt, das waren gut 100l wasserwechsel mit wieder neuem Salz, diesmal von dupla.

    Auf der einen Seite willst du den Dreck rausholen, auf der andern Seite kippst du " Dreck" rein.Deine Betrachtungsweise sollte sich ändern.
    Einen Schönen Abend wünscht dir
    Herbert

  • ........Ich füttere schon recht wenig, aber noch weniger ist fast nicht drinn, 2-3 Würfel Frost, morgens und abends etwas Granulat oder flockenfutter, und ein norialgen Blatt am tag, mehr gibt's doch gar nicht mehr,......

    Hi,

    aber du hast schon noch den Achilles und den Weisskehl?

    Gruss
    Klaus

  • Hallo Norman,
    jetz habe ich alles gelesen und weiß, du bist ein Besserwisser,dem nicht zu helfen ist. Anstandshalber solltes du Klaus seine Frage aber noch beantworten.
    Gruß
    Herbert

    Einmal editiert, zuletzt von herbertm764 (9. April 2014 um 20:39)

  • Bernd: " Wenn sie bei Blaulicht verschwinden, sind es offensichtlich keine Cyanobakterien, dann sind es höchstwahrscheinlich Dinoflagellaten!"

    Dann haben wir wohl alle hier irgendwas nicht verstanden. Aus wissenschaftlicher Sicht würde ich eher nicht herumrätseln, sondern eine Probe unter dem Mikroskop anschauen.
    Sollten es Cyanobakteriien der Ordnung Oscillatorales sein, kann die jeder Laie identifizieren, aber obige Aussage entbehrt wirklich jeglicher Grundlage!

    Pipo auch das sind Cyanobakterien und Du kannst sie ärgern, indem Du das weiße Licht ausläßt, aber das steht hier in diesem Fred ja nun schon 10 x drin!

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo Cyanofighter :),

    unabhängig davon, ob Cyanobakterien der Ordnung Oscillatoriales ein bestimmtes Lichtspektrum fürchten oder lieben, beschäftigt mich seit Jahren ein Verständnisproblem grundsätzlicher Natur. An sich hab ich's bei verschiedenen Gelegenheiten schon mehrmals erwähnt, aber nie hat jemand die Frage aufgegriffen ...

    Eine derart alte, anpassungsfähige und erfolgreiche Lebensform wie die Cyanobakterien hätte andere Lebensformen gar nicht erst aufkommen lassen dürfen, wenn sie nicht auch verwundbar wäre. Tatsache ist, dass z.B. neue Lebensräume wie etwa länger bestehende Regenlacken oder frisch ausgebaggerte Teiche anfangs meist von Cyanobakterien besiedelt werden und sich andere Organismen erst allmählich ansiedeln. Mit der Zeit verringert sich die Cyanopopulation 'ganz automatisch', bis sie mit freiem Auge nicht mehr sichtbar ist.

    Warum ist das so?

    Eine mögliche naturwissenschaftliche Erklärung habe ich vor Jahren in einer Folge der Sendung Universum gehört im Zusammenhang mit der Anpassung des Blinden Höhlenfisches Astyanax mexicanus an seinen Lebensraum. Ein Artikel über dieses Thema findet sich auch auf http://www.scienceticker.info/2007/02/15/spa…isch-erblinden/

    Weiter gedacht geht es also um die Energieeffizienz, die Allrounder im Vergleich mit weniger anpassungsfähigen Organismen benachteiligt. Jede Fähigkeit, die nicht (mehr) benötigt wird, kostet bloß unnötig Energie.

    Auf den Lebensraum Aquarium umgelegt würde das bedeuten: Wenn die Lebensbedingungen etwa für Nitrifikanten nicht passen treten an deren Stelle die anpassungsfähigeren Cyanobakterien, mit ihnen gemeinsam oft Schwefelbakterien und in der Folge Dinoflagellaten, die sich von ihnen ernähren. Irgendwann gelangt der Lebensraum trotzdem in einen Zustand, der es anderen Organismen ermöglicht sich zu etablieren, und zwar teilweise unabhängig von den Ausgangsbedingungen.

    Die Conclusio daraus: Bei der Neueinrichtung oder gravierenden Eingriffen in das System wie etwa großflächigem Austausch des Bodensubstrats oder massiven Änderungen des Riffaufbaus ist abwarten oft die geeignete Methode. Bei massenhaftem Auftreten von Cyanobakterien & Co in einem zuvor gut laufenden System passt oft die Substratstruktur nicht (weil zu grob und folglich mit Detritusansammlungen in einem Bereich, der nicht mehr genug Sauerstoff aufweist für einen effizienten aeroben Abbau), oder es wird etwa wegen einer Bestandserhöhung von heute auf morgen der Nährstoffeintrag erhöht, und das System kann sich nicht so rasch drauf einstellen. In diesem Fall ist vermutlich maßvolles Absaugen der Cyanobeläge das Mittel der Wahl, aber vor allem die Beseitigung der Ursachen. Die Erhöhung des Nährstoffeintrags ist dabei das geringste Problem und erledigt sich oft von allein binnen ein paar Wochen. Heikel ist es allenfalls für Korallen, wenn die ohnehin geschwächt durch die Veränderung der Umweltparameter auch noch mit Sediment- und Cyanobelägen überzogen werden.

    Was ich damit sagen will: Ich halt es für den falschen Ansatz, Cyanobakterien unmittelbar zu 'bekämpfen'.

    Wenn ihr's mit nicht glauben wollt: Ich hatte bisher 2 Paradebeispiele 'cyanoverseuchter' Aquarien - eine Zwergseepferdchenkoppel, die ich aus einer Fehleinschätzung heraus mit desinfizierten Höheren Algen bepflanzt hatte (die mir diese Behandlung schwer übel genommen haben) und ein Mini-Riff, das ich mit Steinen aus dem Becken einer leider verstorbenen Aquarianerin eingerichtet habe. Die waren allerdings zuvor 3 Wochen lang in lediglich belüfteten Kübeln untergebracht gewesen und in einem entsprechenden Zustand. Es hat mich einfach interessiert, wie sich die Sache entwickelt, deshalb habe ich die Steinbrocken ohne weitere Behandlung eingebracht.

    Im Anhang findet ihr vorher-nachher - Fotos. Dazu möcht ich anmerken, dass ich außer einer einmaligen Cyano-Absaugaktion und einer Nachbesetzung von Caulerpa in der Pferdchenkoppel, gelegentlichem Wasserwechsel und dem Einsatz eines Bakterienstarters keine gröberen Maßnahmen gesetzt habe. Die Pferdekoppel hat etwa 1 Jahr gebraucht, bis sie ihr Gleichgewicht gefunden hat, das Miniriff grad mal ein paar Wochen.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Linda, das würde ich, vollkommen ungeachtet von jeglicher "wissenschaftlicher" Betrachtungsweise, blind unterschreiben, aber erzähle das mal einem Meeresaquaristik Neuanfänger in der heutigen, von Konsum geprägten Zeit...


    ... oder stell´ Dich einfach in die Seewasserabteilung eines großen Zoomarktes und höre eine Stunde den Verkaufsgesprächen zu.....

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hey,

    Sry für Offtopic aber ich Tippe, dass die Cyanos durch den Schleudergang der Waschmaschine deartig gestört wurden das sie freiwillig das weite gesucht haben :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:
    (Bild1)

  • Hi

    So, ich war im Krankenhaus, so daß meine Frau die Pflege hatte, die hat zum nachfüllen Leitungswasser genutzt, und irgendwie lösen die cyanos sich auf.
    Achilles und weißkehl hab ich noch ja, immernoch ohne punkte, geht aber ja nicht.
    Und warum gehe ich gegen alles an, das meiste hatte ich doch bereits versucht ohne Erfolg.

    Mfg Norman.

  • Bernd: " Wenn sie bei Blaulicht verschwinden, sind es offensichtlich keine Cyanobakterien, dann sind es höchstwahrscheinlich Dinoflagellaten!"

    Dann haben wir wohl alle hier irgendwas nicht verstanden. Aus wissenschaftlicher Sicht würde ich eher nicht herumrätseln, sondern eine Probe unter dem Mikroskop anschauen.

    Torsten,

    genau das habe ich doch empfohlen! Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

  • Hallo Bernd

    Der erste Satz ist ein Zitat aus deinem Beitrag 53.
    Torsten kann oder will nur nicht die Zitierfunktion des Forums nutzen und trägt so immer wieder zu Mißverständnissen bei, weil man eben seine Aussagen kaum von Zitaten unterscheiden kann.

    Mfg Gerhard

  • Hallo Gerhard,

    danke, es werden hier leider auch immer wieder Einzelpunkte aus dem Gesamtkontext gerissen und dadurch Aussagen verzerrt, leider. Den Fragestellern ist damit auch kaum gedient.

    Gruß

    Bernd

  • So, ich war im Krankenhaus, so daß meine Frau die Pflege hatte, die hat zum nachfüllen Leitungswasser genutzt, und irgendwie lösen die cyanos sich auf.
    ...
    Und warum gehe ich gegen alles an, das meiste hatte ich doch bereits versucht ohne Erfolg.

    Hallo Norman,

    das wurde doch glaub ich schon von verschiedener Seite angemerkt, dass Du das Becken mal in Ruhe lassen solltest, so wie das scheinbar auch Dein Vereinskollege tut. Jetzt hast Du das zwangsweise mal gemacht und es hat geholfen, Q. E. D..

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo
    Tja, leider aber mit dem Problem, das meine Frau wohl doch kein bactobalance, a und k Elemente genutzt hat, kaum habe ich damit wieder angefangen, schon sind sie wieder da. Ich lasse die Mittel jetzt weg, scheinbar funktioniert das bei mir nicht, ich werde jetzt keine Zusätze mehr nutzen, nur wasserwechsel, po4 adsorber und fertig. Pellets sind eh in der kurzen Zeit völlig verbackt, die konnte ich wegschmeißen. Das bactobalance ist auch alle, kommt jetzt auch nicht mehr neu, ich warte jetzt ab, bisher war es ja so das eine Erhöhung über 2,5 ml der Mittel die cyanos explodieren ließ.

    Mfg Norman.

    Mfg Norman

  • Hallo Norman,

    was gut ist für Deine Korallen und wie Dir Dein Becken gefällt, kannst nur Du sehen und entscheiden.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo
    So, ich kann nun definitiv sagen das die cyanos fast weg sind, ich verstehe zwar nicht warum diese bei mir mit dem bactobalance so extrem wachsen, aber seid dem es nicht mehr dosiert wird gehen sie stetig zurück, auch bilden sie wo noch vorhanden keine Luftblasen mehr.
    Ob ich es nochmal wage bactobalance zu nutzen weiß ich nicht, was ich sonst zur Nährstoff Senkung nutzen werde weiß ich noch nicht, auf jeden Fall sollte es einfach sein,

    Mfg Norman

  • Hallo Norman,
    da ich selbst sehr lange BB + A verwende, waere es interessant zu wissen, ob der "Uebeltaeter" das BB oder das A oder das K gewesen ist. Oder alle zusammen. Ich haette mich schleichend aus den einzelnen Dosierungen verabschiedet. Das haette fuer mich mehr Sinn ergeben. Irgendwo muss ja die Verbindung bestehen. Dieser Versuch sollte auch nur durchgefuehrt werden, wenn keine anderen Ingredenzien mit im Spiel sind. Vielleicht koennte man umgekehrt wieder herangehen. Erneute Zugabe von BB, spaeter dann A und viel spaeter dann K. Dann alles Weitere beobachten.
    Gruss
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo Hajo,

    was letztlich im Einzelfall zum Kommen und Gehen der Cyanos führt, ist doch immer wieder eine offene Frage. Systematisches Vorgehen unter eindeutigen Bedingungen, zu dem ich auch immer wieder rate, wird man in der Aquarienpraxis wohl eher schwer umsetzen können. Meist steht da doch etwas Ungeduld im Vordergrund.
    Zumindest meine Beobachtungen zeigen, dass viele Becken ohne irgendwelche Mittel und Zugaben am besten auskommen. Gerade bei Cyanos helfen manchmal schon kleine Milieuveränderungen. Norman hatte mit dem Weglassen Erfolg, egal woran es tatsächlich lag. Da aber unsere Becken bekanntlich ganz unterschiedliche Verhältnisse aufweisen und somit auch verschieden reagieren können, muss letztlich jeder selbst testen und entscheiden, was er zugibt oder weglässt. Dies hat ja auch Hans-Werner angemerkt.
    Ein allgemeingültiges, zuverlässiges Patentrezept zur Bekämpfung der Cyanos habe ich leider noch nirgends gefunden.

    Gruß

    Bernd

  • hi
    ja , was es genau de 3 mittel war , kann ich nciht sagen , das Problem war natürlich das meine Frau einfach alles 3 weggelassen hat als ich im Krankenhaus war , und nur Kh und ca Dosiert hatte , wasser hat sie dann noch mit Leitungswasser nachgefüllt , da ich ihr nicht zumunten wollte noch osmosewasser zu machen , aber naja , ich werde jetzt erstmal nur mit wasserwechsel , po4 adsorber und etwas kohle fahren bis sich die Korallen erholt haben , ein paar haben nämlich scohn etwas schaden genommen von den Cyanos, eine große Pickelkoralle hat es leider komplett dahingerafft , warum auch immer , andere Korallen wie echinata z.b. wurden fast gar nicht angegriffen , schon komisch wie sich teilweise empfindlichere Korallen scheinbar besser gegen die Cyanos wehren konnten als eigentlich sehr robuste wie die Pickelkoralle .
    Auch meine Handballgroße Milka koralle sieht übel aus , hoffe die fängt sich wieder .

    Mfg Norman

  • [quote='Bernd Koberstaedt','index.php?page=Thread&postID=663402#post663402']Hallo Hajo,

    .................. Gerade bei Cyanos helfen manchmal schon kleine Milieuveränderungen. Norman hatte mit dem Weglassen Erfolg, egal woran es tatsächlich lag. Da aber unsere Becken bekanntlich ganz unterschiedliche Verhältnisse aufweisen und somit auch verschieden reagieren können, muss letztlich jeder selbst testen und entscheiden, was er zugibt oder weglässt.


    Ja, wenn mal jeder diese Einsicht haette! Wenn sich aber nur mit dem Ergebnis zufrieden gegeben wird, bringt das nicht den Deut einer Erkenntnis und fuehrt auch nicht weiter. Zumindest fuer das eigene Beckenmilieu waere es von Interesse gewesen eventuell Gemeinsamkeiten zu finden, die zum Ausbruch gefuehrt haben.
    Gruss
    Hajo

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  • Hallo Hajo,

    sicher wäre es nicht uninteressant gewesen, wobei sich aber immer noch die Frage der Übertragbarkeit stellt. Glaube mir, schon in den 70er Jahren hatten wir (u.a. zusammen mit Peter Wilkens) nach eindeutigen Kriterien gesucht (damals noch ohne größeres Hintergrundwissen) und waren doch immer wieder vor allem auf völlige Widersprüche gestoßen. Seit dem beobachte ich dieses Thema mit großem Interesse. Durch die Erfahrungsberichte in den Foren sind die Informationen nun viel, viel breiter geworden, aber an dem Wirrwarr hat sich nicht allzu viel verändert. Da gibt es einige mehr oder weniger plausible Theorien und inzwischen auch bessere Untersuchungen, aber vieles wird durch gegensätzliche Erfahrungen wieder infrage gestellt. Mich überrascht dies auch nicht mehr und die Gründe liegen auf der Hand, aber außer manch eher unerfreulicher Diskussion habe ich auch hier noch nirgends wirklich allumfassende zuverlässige Empfehlungen gefunden.
    Ich schätze, dieses Thema wird die Aquaristik noch länger beschäftigen. Die Foren sind regelmäßig voll davon.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo Bernd,

    mit Sicherheit wird uns dieses Thema noch weiter beschäftigen. In der Natur kommen solche Cyano-Plagen ebenso vor, wie in unseren doch sehr unterschiedlich gepflegten Becken. Also vermute ich irgendwo auch Gemeinsamkeiten. Vielleicht ist an der These von Knop bezüglich aquatischer Viren als Antagonisten doch etwas dran. Im Meer und auch im Aquarium sind sie permanent vorhanden, doch im Aquarium unterliegen sie oft dem negativen Einfluss durch Abschäumung und chemischer Zusätze, die ein gesundes Aufkommen oft nicht möglich machen. Kommt es jetzt zum Befall durch Cyanos, ist der Antagonist geschwächt oder erst gar nicht in der Lage einen ausreichenden Fraßdruck aufzubauen. Über die Regenerierungsfähigkeit und Fortpflanzungszyklen dieser Cyanophagen ist leider in diesem Artikel nichts zu lesen gewesen.
    Was hier die Diskussionen meist erschwert, ist die Tatsache, dass eine ungenaue Berichterstattung oft als Grundlage für weitere Diskussionen genommen wird. Das führt zu einem Müll an Aussagen, welcher die Analyse erschwert und uns doch keinerlei Erkenntnis bringt, sondern bestenfalls zu einer allgemeinen Hilflosigkeit führt. Das kann man manchmal leider auch auf andere Themen beziehen.
    Gruß
    Hajo

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    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

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  • Hallo Hajo,

    Deine grundsätzlichen Bewertungen teile ich voll und ganz. Das Kernproblem im aquaristischen Bereich, insbesondere auch hinsichtlich des dürftigen Informationsgehalts vieler Beiträge, sehe ich vor allem in der Unmenge der möglich relevanten Faktoren. Da sind zum einen die unterschiedlichsten Werte und Bedingungen in den individuellen Becken, zum anderen die Diversität der relevanten Arten und schließlich auch die Prozesse, die neben den biologischen Wachstumsbedingungen die Mattenbildungen begünstigen, ganz abgesehen von möglichen Störfaktoren.
    Für echte Vergleichsaussagen müssten wir nicht nur die genauen Wasserwerte kennen, sondern auch die genaue Unterform der auftretenden Cyanoart (in der aquaristischen Praxis eine Unmöglichkeit), sowie Einflussgrößen wie Strömung, Licht usw.. Gerade die Frage, wann und warum sich Cyanobakterien zu den in den Aquarien problematischen Matten verketten, ob und warum sie diese Gebilde wieder lösen, welche Mischpopulationen in diesen Biofilmen einschließlich deren Wechselwirkungen bestehen, dies alles bleibt meist offen. Zu den Störfaktoren, wie etwa viruale Fraßfeinde findet man überhaupt keine verwertbaren Informationen.

    Eigentlich sind wir da, ganz abgesehen von der Berichtsflut manch Unbedarfter, eigentlich alle mehr oder weniger überfordert.
    Auf dieser mangelnden Datenbasis sind echt vergleichbare Erfahrungswerte kaum zu ermitteln. Einzelerfahrungen, daraus abgeleitete vereinfachende Rückschlüsse und spekulativen Thesen helfen wenig weiter, wenn sie bei den im Einzelfall Betroffenen nicht funktionieren; immer wieder aufkommende polemische Streitereien schon gar nicht.

    In meinem Becken, seit Jahren laufend, mit noch nie getauschtem Bodengrund und relativ bescheidener Technik, habe ich damit Gott sei Dank schon eine Ewigkeit keine Probleme mehr. Die Finger möglichst aus dem System zu lassen und unnötige Experimente zu vermeiden, war bei mir noch immer das beste Erfolgsrezept. Wider besseres Wissen nicht daran gehalten, wurde meist mit Lehrgeld bezahlt.

    Viele Grüße und ein schönes Osterfest

    Bernd

  • Hallo Bernd,

    auch Dir schoene, sonnige Ostertage.
    Gruss
    Hajo

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