Problem mit Messung des Salzgehaltes

  • Hallo zusammen,

    wir messen den Salzgehalt immer mit einem Refraktometer und stellen ihn auf 35 ein. Weil wir immer noch ziemliche Schwierigkeiten mit diversen Belägen (grüne Cyanos und Dinos) haben, habe ich heute mal alles ausgeschöpft, was wir zur Überprüfung der Richtigkeit unserer Salinität besitzen. Meine bessere Hälfte eicht den Refrak regelmäßig mit Hilfe von Osmosewasser, deshalb hatte ich in diesem Bereich bisher kein Problem vermutet.

    So, folgende Ergebnisse:

    - Für unsere Fauna Marin Referenzlösung zeigt der Refrak 38 statt 35 an.
    - Unsere Spindel, die ich nach mind. 3 Jahren Nicht-Benutzung aus dem Keller geholt habe, zeigt 1,021-1,022 an (25°C).

    Soweit passt das ja, der Refraktometer wäre demnach falsch geeicht und die Salinität bei uns permanent zu niedrig.

    Jetzt die Abers:

    - Der Refrak zeigt nach der Eichung auf die Referenzlösung für das Osmosewasser -4 an (wenn man sich die Skala unter 0 weiter vorstellt).
    - Beim Wasserwechsel überprüfen wir jedes Mal, ob die gewünschte Salinität auch wirklich erreicht wurde (Berechnung der Salzmenge mit dem AquaCalc), und es klappte immer, was ja eher dafür spricht, dass der Refraktometer richtig misst.

    Kann jemand die Widersprüche erklären? :yrf

    Danke!

  • Hallo Christiane,

    die Antwort ist relativ einfach. Mit Osmosewasser das Refrak zu kalibrieren kannst Du vergessen! Genaue
    Ergebnisse erzielst Du nur mit Referenz, deshalb auch -4 nachdem Du die Referenz benutzt hast, also lass das Osmosewasser weg.

    Gruß

    Michael

  • Hallo Christiane,
    grübel nicht zu viel darüber nach, eine Kalibirierung mit Referenzlösung ist optimal. Ich nehme die Gilbers-Ref. und kalibriere bei 34ppt und stelle mein Becken darauf ein. Die FM-Lösung ist auch gut. Am Besten vor jeder Messung neu kalibrieren, da die Temperaturkompesation nicht verläßlich ist.

    Grüße
    Lutz

  • Hallo Christiane,

    ihr müsst der Temperaturkompesation auch etwas Zeit geben, nicht gleich nach dem Auftragen der Flüssigkeit messen, sondern 30sec warten.

    Die Kalibrierung bei 35 mit Referenz ist richtig. Je dichter man am zu messenden Bereich kalibriert um so genauer misst man.

    Gruß Jürgen

    Panoramabecken 200x70x60, Photon Plus 2x400W Megachrome Coral 14K E40 + 4x54W T5 Aqua Science Special 15K, 2x Tunze Stream 12000 l/h,ATK Abschäumer150cm mit The Pump 40

    Die Summe der auf der Erde vorhandenen Intelligenz bleibt ewig gleich. Nur die Bevölkerung wächst ständig...

  • Danke für die Erklärung.

    Die 30sec warten wir sowieso schon.

    Das einzige, was mich jetzt noch wundert, ist, dass unser Wechselwasser immer schön 35 im Refrak anzeigte, obwohl wir die Salzmenge für 35 berechnet hatten (klingt jetzt komisch :D). Die 90l Wechselwasser rühren wir in einem rechteckigen Becken an, da ist es ja eigentlich ziemlich leicht, das Volumen genau zu bestimmen...

  • Hallo Christiane,

    die Erklärung für das von dir beobachtete Phänomen ist, dass viele Refraktometerhersteller zu blöd sind,
    Kochsalz von Meersalz zu unterscheiden. Daraus ergibt sich eine Messdifferenz von ca. 3.

    Wenn du das Refraktometer mit einer Referenz von Fauna Marin auf 35 ppm oder von Gilbers auf 34,2 ppm kalibrierst,
    dann zeigt es im Bereich von etwa 30-40 richtige Meerwasserwerte an. Nur destilliertes Wasser kannst du dann nicht
    mehr damit messen.

    Gruß Armin

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