• Zitat

    Original von Linda
    Auch mir ist einiges noch nicht klar, aber ausgehend von Ingrids Hinweis auf den Schwefelwasserstoff glaub ich auch an diese Verbindung als Ursache für das Fischsterben.


    Hi Linda,
    glaub mir, Schwefelwasserstoff hättest Du gerochen :grinning_squinting_face:

  • Ja, Klaus, ich hab das damals auch gerochen :smiling_face:

    Und vor kurzem hab ich Aquarien einer leider verstorbenen Bekannten ausgeräumt. Beim Absaugen des Bodengrunds war bei ausnahmslos jedem Becken H2S festzustellen. In allen Fällen waren zwischen den Sandkörnern umfangreiche Mulmdepots vorhanden. Deshalb bin ich davon ausgegangen, dass in Aquarien mit homogenem Bodensubstrat selbst bei vergleichsweise Körnung 1 - 3 mm) wohl meist organisches Material in nennenswerter Menge bis in tiefere Bodenschichten gelangt (z.T. natürlich auch durch grabende Bodenlebewesen wie Würmer, Flohkrebse und Schnecken) und dort u.a. die Entstehung von Schwefelwasserstoff verursacht.

    Aber gut, wenn etwa André keinen Schwefelwasserstoff wahrgenommen hat und somit Ammonium als wahrscheinliche Ursache infrage kommt: Wie entsteht das so plötzlich? Eine Reduktion von Nitrat quasi als umgekehrte Nitrifikation kann ich mir nicht vorstellen. Gibt es Ammoniumdepots im Bodengrund?

    Zur Gewässerökologie mariner Lebensräume find ich wenig im Web.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Zitat

    Original von Linda
    Auf Wiki findet sich der Hinweis

    ,


    Hallo Linda,

    an diese Theorie glaube ich nicht so recht. Man findet diese Behauptung auch in keiner seriösen Quelle, zumindest habe ich keine gefunden. Mir scheint eher, dass da jemand etwas mit der Zellatmung verwechselt hat, mit der das Hämoglobin aber gar nichts zu tun hat.
    Wenn du eine gute Quelle hast, dann poste sie bitte. Ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen.

    Grüße
    Ingrid

  • Zitat

    Wenn du eine gute Quelle hast, dann poste sie bitte.


    Hallo Ingrid,

    genau das zu erkennen ist für den Laien DIE Herausforderung. Das Zitat aus dem letzten Beitrag stammt von Wiki, ob diese Quelle seriöser ist vermag ich nicht zu beurteilen. Da steht jedenfalls

    Zitat

    Da H2S die Enzyme der Atmungskette inhibiert (Bindung an dreiwertiges Eisen der Cytochrom-c-Oxidase)...

    habe ich die Angabe auf Wiki als grundsätzlich korrekt eingeschätzt.

    Ich verstehe schon, dass Leute mit spezifischer akademischer Bildung mitunter ungeduldig werden, wenn Hobbyaquarianer angelesenes Halbwissen für eigene Überlegungen heranziehen und damit unter Umständen völlig falsch liegen. Aber dann sagt bitte deutlich. dass euch das auf den Nerv geht.

    Zitat

    Ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen.

    könnte man leicht als Zynismus auffassen. (Mag aber auch sein, dass ich das falsch verstanden hab.)

    Liebe Grüße
    Linda

  • Zitat

    Original von Linda

    könnte man leicht als Zynismus auffassen. (Mag aber auch sein, dass ich das falsch verstanden hab.)


    Hallo Linda,

    das hast du tatsächlich völlig falsch verstanden. Bei meiner Recherche war ich auch auf das Hämoglobin gestoßen, konnte aber nichts Brauchbares dazu finden. Die Verweise gingen, wie auch in deinem Zitat, in Richtung Atmungskette. Deshalb meine Vermutung, dass da eine Verwechslung vorliegt.

    Ich wollte wirklich nur ausdrücken, dass ich mich da auch irren kann. :smiling_face:

    Grüße
    Ingrid

  • Daniel ich hab zumindest immer genug Salz auf Lager für einen 50%igen Wasserwechsel. Das sind bei mir gut 7 kg. Komm ich da ran wird nachbestellt. Bleibt das Problem auf die Schnelle so viel Osmosewasser her zu kriegen aber André hat ja gesagt, dass es da auch mal Leitungswasser tut. UV habe ich auch auf Lager, Zeopulver und Luftpumpe auch. Ein Aquarianer in der Nähe (freu mich auf Freitag :winking_face: ) bei dem man was leihen kann schadet nicht und statt Kerzen einen kühlen Gustl im Kühlschrank zwecks Beruhigung :winking_face: das ist mein Schlachtplan.

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Zitat

    Original von Stefan_Servus
    aber André hat ja gesagt, dass es da auch mal Leitungswasser tut.


    Hi,
    das wäre bei uns schön, aber bei einem PO4-Wert von 5,0 ist nicht einmal im Notfall daran zu denken.

  • Hi Klaus,

    autsch :frowning_face: bei uns in München laut Stadtwerke 0,05

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Zitat

    Original von IngridR
    Die Verweise gingen, wie auch in deinem Zitat, in Richtung Atmungskette. Deshalb meine Vermutung, dass da eine Verwechslung vorliegt.


    Ja, Ingrid, auch da hatte ich zu kurz gedacht. So wie ich das jetzt verstehe geht es bei dem letzen Verweis nicht um den Sauerstofftransport im Blut, sondern um den Stoffwechsel in den Mitochondrien, oder? Eine ausführlichere Diskussion würde hier aber dann doch zu weit gehen.

    Obendrein scheint ja wirklich Ammonium der Verursacher derartiger Probleme zu sein, sobald im Bodengrund umgerührt wird.

    Da aber fehlt mir immer noch die Erklärung, wie NH4 dort gelagert wird bzw, woher es so plötzlich entsteht, dass es massiven Schaden anrichten kann. Der Abbau von Aminosäuren im Detritus zu NH4 erfolgt doch auch auf bakteriellem Weg. Es widerspricht meinem biologischen Verständnis, dass dieses Zwischenprodukt dann nicht weiterverwendet wird. Wenn schon nicht von aeroben Organismen, dann hat von anaeroben.

    Hast du einen Tipp für mich betreffend ein (leistbares :)) Buch über Gewässerökologie?

    Zitat

    Ich wollte wirklich nur ausdrücken, dass ich mich da auch irren kann. :smiling_face:


    Ja, in der Beziehung vermutlich aber seltener als jemand, der in der Schule vor bald 40 Jahren noch nix von Redoxprozessen gelernt hat =)

    Außerdem hab ich gesehen, dass du ja auch noch in anderen Threads dieses Themenbereichs unterwegs bist und wohl nicht den ganzen Tag Zeit haben wirst, um Fragen im Forum zu beantworten.

    Also nichts für ungut,
    liebe Grüße
    Linda

  • Hallo,

    drum würde mich das ja auch so interessieren:

    Zitat

    Original von Gump
    @jürgen: was für Bodengrund hattest / hast Du im Becken, welche Körnung, wie hoch? Hast Du Bodenbewohner (Schnecken, Seesterne, Grundeln, Krebse, etc.) drin?

    @Stefan: Gustl statt Kerzen klingt absolut überzeugend! (ich fürchte mehr zu Thema wär hier OT ;).)

    Viele Grüße
    Daniel

  • Hi Zusammen,

    Bodengrund hab ich Lifesand von CaribSea drinnen. Höhe verschieden. Sag ma mal so. Wie es der Baggergrundel gerade gefällt. Von 0,5 cm bis 5 cm. Wird aber alle paar Tage mal glatt gestreicht. Also ca. 2cm.

    lg

    Jürgen

  • Hi Jürgen,

    danke für's Antworten. :smiling_face:

    Hattest Du Deine Lebenden Steine auf dem Sand oder vor dem Sand ins Becken eingebracht?

    So wie Du die Aktivität Deiner Grundel und Dein wieder glatt Streichen beschreibst, verstehe ich nicht wirklich, wo oder wie sich da Depots bilden können.

    Um meine Neugier zu erklären: ich habe relativ viel (ca. 4-5cm) relativ feinen Bodengrund, weil ich nun mal Bodenbewohner (Grundeln, Seesterne, etc.) mag. Anderseits fürchte mich ein bisschen vor der Vorstellung, das sich da Zeitbomben einlagern.

    Viele Grüße
    Daniel

  • Hallo Daniel,

    Also ich mach immer erst die Steine und dann den Sand. Ist ja nicht mein erstes Becken. Ist das 4te.
    Grund dafür ist meine Baggergrundel. Die hat glaube ich ein kleine Baggerunternehmen. Was die an Sand bewegt echt ein Wahnsinn.

    Zum Depot kann ich nur eins sagen. Das ist mir erst viel später eingefallen. Die Grundel hat auch einiges unter den Steinaufbau "gebaggert". Als ich den Steinaufbau weghob dürfte ich da was angerichtet haben. Also Depot unter Steinaufbau vermute ich.

    Zu dem Ganzen rum herum.

    Jänner 2007 mit 100l angefangen. Das war mir eigentlich gleich zu klein. Lief keine 3 Monate. Weiter mit 200l. Das ca. 1 Jahr lang. Hab mir dann aus einer Beckenauflösung ein 600l Becken geholt. Das lief dann bis Nov. 2009. Umstieg dann auf das jetzige knapp 1000l Becken.
    Es gab auch schon einige Rückschläge in den letzten beiden Jahren.
    Osmoseanlage kapputt. Zu spät erkannt. Daran gingen alle SPS, LPS flöten. Schaden einige hunderte Euro.
    Dachte damals echt ans aufhören.
    Jetzt beim Umbau wieder was verloren. Da verzweifelst echt. Aber dann rappelst dich wieder hoch und schaust nach vorne.

    Wenn ich dann aber solche Freds wie von Ingrid lese denk ich mir was regst dich eigentlich auf. Bist ja eh mitn blauen Auge davon gekommen.

    lg

    Jürgen

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