Wasserbelastung durch Beckenablauf

  • Hi!

    Ich habe in meinem Becken eine Bodenbohrung für den automatischen Ablauf des Wassers in das Hauswasserabflusssystem zum Zwecke des automatischen Wasserwechsels. Ins Becken ragt ein 32er Rohr mit einem Schlitzrohr im oberen Bereich. Öffne ich über meine Steuerung ein Magnetventil, läuft max. bis zum unteren Ende des Schlitzrohres Altwasser ab. Schließe ich das MV früher läuft natürlich weniger ab. Max. sind das ca. 50% des Beckeninhaltes.

    Mein Kümmernis: Nach Schließen des MV bleibt natürlich das Wasser über dem MV im Rohr stehen. Ich frage mich nun, ob mir das Wasser im Rohr quasi "schlecht" wird, ggf. einen Keimherd bildet und mir das Beckenwasser versaut?

    Kennt sich mit sowas einer aus?

    Danke + Grüße
    Helmut

    P.S. Vom Verhältnis her hat das Becken brutto ca. 2000 Liter und im Rohr stehen wohl so 3-4 Liter.

    Grüße aus der niederbayerischen Heimat vom
    Niederbayern
    (in öffentlichen Foren nie mit echtem Namen, in PNs schon)

  • Will denn keiner ne Meinung dazu absondern? :grinning_squinting_face:

    LG H.

    Grüße aus der niederbayerischen Heimat vom
    Niederbayern
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  • Hi,

    da passiert weiter nichts außer das sich Mulm darin absetzten kann und eine Sauerstoffarme Region sich bilden kann, ähnlich wie z. b. hinter Rückwänden.

    Gruß Micha

  • Hallo Helmut,

    so wie Du es beschrieben hast, verbleibt eine Restmenge Wasser über dem MV stehen, quasi wie bei einem Haushalts-Syphon im Waschbecken. In diesem stehenden Wasser vermehren sich natrülich die darin enthaltenen Bakterien, verbrauchen Nährstoffe und erzeugen Stoffwechselprodukte. Mit der Methode, wie sie Armin beschrieben hast, stellst Du sicher, dass sich hier kein Schwefelwasserstoff bildet, der beim Zurücklaufen das Becken potentiell gefährden könnte.

    Ich habe es so verstanden, dass beim erneuten Ablassen des Wassers über das Schlitzrohr das alte stehende Wasser mit weggespült wird und es nicht zurück ins Becken gelangen kann ? Selbst wenn sich hier einige Bakterien vermehrt haben sollten und sich geringe Mengen beim Ablassen des Beckenwassers vermischen und ggfs. zurück gespült werden, sehe ich für dein Becken keine Gefahr (hoher Verdünnungsfaktor).

    Evtl. solltest Du den Biofilm, der sich in dem Rohr mit der Zeit bildet, von Zeit zu Zeit mir einer Flaschenbürste entfernen und wegspülen. Er enthält 99% der in dem Rohr lebenden Bakterien.

    Viele Grüße,
    Torsten

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Danke für Eure Meinungen - ich denke ich mache mir da zuviel Sorgen. In nem Syphon ist es ja eigentlich schlimmer, da hier die Umgebungsluft ran kann. Mein Schlitzrohr ist ja im Betrieb immer unter Wasser und nur beim Ablassen schaut es mal für ne kurze Zeit raus. Wenn dann der nächste Zyklus ansteht, wird ja wieder neues "altes Wasser" in das Rohr gelassen und das alte "alte" Wasser verschwindet im Abflußsystem.

    Der Tipp mit der gelegentlichen Reinigung mit ner Flaschenbürste ist gut. Ich werde mal beobachten ob sich überhaupt was anlegt.

    Danke + Grüße
    H.

    Grüße aus der niederbayerischen Heimat vom
    Niederbayern
    (in öffentlichen Foren nie mit echtem Namen, in PNs schon)

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