NaCl-freies Mineralsalz i.Z.m. der Balling-Methode

  • Hallo,

    in einem anderen Forum hat sich ein Chemiker zum NaCl-freien Salz dahin gehend geäußert, wonach es nach seinen Untersuchungen zu ca. 73 % aus Magnesiumchlorid-Hexahydrat, 16 % Calciumchlorid-Dihydrat und 4 % Natriumhydrogencarbonat bestehe. Damit sei es zum Ausgleich der Ionenbalance im Rahmen der Balling-Methode nicht geeignet, da es selbst wieder Natrium aus dem Hydrogencarbonat und Chloride aus deren Salzen hinzufüge, somit nicht NaCl-frei sei.
    Würde man dieser Untersuchung folgen, wäre es ja nur eine sinnlose erneute Zuführung der ohnehin dosierten Stoffe.
    Armin geht in seinem Buch dagegen von einer anderen Zusammensetzung des Mineralsalzes aus. Es wäre schon interessant, wenn sich Armin und Hans-Werner hierzu erklärend äußern könnten.

    Viele Grüße

    Bernd

  • Hallo Bernd,

    falls sich die Analyse auf unser PRO-SPECIAL MINERAL bezieht, taugt sie definitiv nichts! Ich würde das Labor wechseln!

    Über andere Mineralsalze (welches?) kann ich nichts sagen, aber die Analyse zeigt zu wenig oder kein Sulfat auf. Irgendwo liegt also ein dicker Fehler!

    Ansonsten ist NaCl-freies Meersalz das, was der Name sagt, NaCl-freies Meersalz eben und enthält logischerweise Calciumchlorid und Natriumhydrogencarbonat, sonst wäre es ja kein NaCl-freies Meersalz, da bei der Ergänzung von NaCl immer noch Calcium und KH fehlen würden.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    Deinen letzten Satz verstehe ich nicht. Ich bin immer davon ausgegangen, dass man mit dem NaCl freien Mineralsalz den Überschuss an NaCl ausgleichen sollte. Wieso ist dann trotzdem Calciumchlorid und Natriumhydrogencarbonat enthalten?


    Gruß Michael

  • ich schließ mich meinem vorredner an, den satz versteh ich auch nicht. unter balling verstehe ich eigentlich, daß ich CaCl und NaHCO3 gesondert zugebe und nicht nochmal mit dem mineralsalz


    allerdings muss ich sagen, daß ein Dr. aus besagtem artikel meiner meinung nach sehr schlampig mit dem begriff NaCl-frei um sich wirft ... vielleicht wollte er sich auch nur populistisch ausdrücken

    was sagst es denn aus? das in der salzmischung in trockener form kein NaCl vorhanden ist, mämlich kein kochsalz. und?

    wenn ich hinterher in der lösung natrium und chlorid ionen finde kann ich nicht automatisch sagen die ursprungssubstand dieser ionen war kochsalz (NaCl), da ist schlicht falsch ..... selbst wenn ich ne lösung mit verschiedenen ionen habe darunter natrium oder chlorid würde ich NIE behaupten, in der lösung ist kochsalz gelöst oder sagen, hey darin ist kochsalz.

    anders sieht es aus wenn die lösung NUR natrium oder chlorid ionen enthält, dann kann ich sagen das ist ne kochsalzlösung.


    edith sagt:

    ich lese gerade besagten artikel unter anderm sagt er:

    "ZUSAMMENFASSUNG.
    Das NaCL freie Meersalz was wir untersucht haben besteht aus drei Salzen:
    Magnesiumchlorid Hexahydrat 73%
    Calciumchlorid Dihydrat 16%
    Natriumhydrogenkarbonat 4%
    Abweichung ist wahrscheinlich auf Messungenauigkeiten zurückzuführen."

    die rückschlüsse, daß eine salzmischung gerade diese feststoffe enthält, aus einer lösung ... erm mutig, aber lassen wirs mal so stehen

    ich finde oben kein NaCl also kochsalz aufgelistet ... somit wäre die mischung NaCl frei, meiner meinung nach

    3 Mal editiert, zuletzt von Niesmuschel (31. Dezember 2011 um 14:29)

  • Hallo zusammen,

    ich verstehe nicht ganz, was da nicht zu verstehen ist.

    NaCl-freies Meersalz + NaCl ergibt komplettes Meersalz mit Calcium, Hydrogencarbonaten, Spurenelementen und allem drum und dran.

    NaCl-freies Meersalz war schon vor dessen Verwendung in der Balling-Methode komplettes Meersalz, nur eben ohne NaCl. Ich habe da auf ein vorhandenes Handelsprodukt zurückgegriffen, das für den Export gedacht war und dem nur noch NaCl für ein komplettes Meersalz zugegeben werden musste. Und da ein komplettes Meersalz auch Calcium und Hydrogencarbonate enthält, NaCl aber weder Calcium noch Hydrogencarbonate, müssen sie wohl im NaCl-freien Meersalz enthalten sein.

    In den Tropic Marin BIO-CALCIUM (ACTIF) Liquid und Liquid Refill Produkten wird ein "NaCl-freies Meersalz" ohne Calcium und Hydrogencarbonate verwendet und diese werden den anderen Komponenten zugeschlagen, das ist dann aber eigentlich kein komplettes NaCl-freies Meersalz mehr.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo zusammen ,

    das missverständnis dürfte wohl darin liegen , das angenommen wird , das sich das chlorid aus dem

    calciumchlorid (des

    mineralsalzes) und das natrium aus dem natriumhydrogenkarbonat (des mineralsazes)automatisch wieder zu natriumchlorid verwandelt (oder verwandeln kann)

    ich denke mal das ist eine reine milchmädchenrecghnung , denn was würde dann mit dem rest passieren ,

    dann müsste ja "calciumhydrogenkarbonat" (gibt es sowas überhaupt :yrf) aus den resten entstehen ...

    ..."echte" chemiker können aber sicher besser erklären , warum das nicht möglich ist ?

    GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
    mein Bilderbuch

    2 Mal editiert, zuletzt von Thomas Engels (31. Dezember 2011 um 15:01)

  • ich glaube was nicht zu verstehen ist .....

    der threaderöffner spricht von mineralsalz der ballingmethode (siehe letzter satz mit armin).
    ich ging also auch von mineralsalzen aus und nicht von meersalzen. michael wohl auch

    inzwischen habe ich aber auch den ganzen artikel um den es geht im andern forum gelesen, kommentare dazu spar ich mir, nur da wird auch einiges durcheinandergeworfen

    du werner hingegen sprichst von meersalz ... glaube daher die verwirrung

  • Zitat

    Original von Niesmuschel
    ich finde oben kein NaCl also kochsalz aufgelistet ... somit wäre die mischung NaCl frei, meiner meinung nach

    Kein Kochsalz, aber auch keine Meersalz-Mischung, also kein NaCl-freies Meersalz sondern nur eine Mischung aus eben Magnesiumchlorid, Calciumchlorid und Natriumhydrogencarbonat und was noch? Die drei Komponenten ergeben ja zusammen nur 93%. Allerdings reichen die restlichen 7% nicht aus, um ausreichend Sulfat hineinzubringen und dann fehlen immer noch Kalium und die Spurenelemente.

    Wenn die Analyse wirklich stimmt, ist das m. E. eine ziemlich sinnfreie Mischung.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Thomas,

    die Substanz "Calicumhydrogencarbonat" gibt es nicht, es gibt nur Calciumcarbonat als Substanz (z. B. als Korallenkalk) und die ist bei neutralem bis alkalischem pH-Wert nicht wasserlöslich.

    Hallo Gernot,

    ich kenne ja die Entwicklung der Balling-Methode ein wenig und eigentlich ist es nicht so schwer zu verstehen. Bei der Entwicklung der Balling-Methode wurde das NaCl-freie Meersalz "Tropic Marin Export" mit oben besagtem Zweck verwendet (auch so in der Veröffentlichung in der DATZ zu finden). Preis brachte dann ein NaCl-freies Meersalz, das sich ausdrücklich auf die Balling-Methode beruft, unter dem Namen "Preis Mineral-Salz" auf den Markt. Von daher wurde die Balling-Methode immer mit "Mineralsalz" in Verbindung gebracht, was ursprünglich von einem Produktnamen einer NaCl-freien Meersalzmischung stammt.

    Wenn jetzt etwas anderes als NaCl-freies Meersalz unter der Bezeichnung "Mineralsalz" verkauft wird, ist dieses im ursprünglichen Sinn der Balling-Methode für diesen Zweck nicht geeignet.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo Thomas,

    die Substanz "Calicumhydrogencarbonat" gibt es nicht, es gibt nur Calciumcarbonat als Substanz (z. B. als Korallenkalk) und die ist bei neutralem bis alkalischem pH-Wert nicht wasserlöslich.

    Hallo Hans - Werner ,

    vielen dank für dein statement ,

    das dürfte dann im klartext bedeuten ,das das balancierte verhältnis von calciumchlorid und natriumhydrogenkarbonat

    einer komletten, ausgegelichenen mineralsalzmischung nicht zu einem anstieg von natriumchlorid führen können , da die "plätze" für die entsprechenden elemente schon "vergeben" sind

    ...aus der sicht eines "amateur"chemikers :winking_face:

    GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
    mein Bilderbuch

    2 Mal editiert, zuletzt von Thomas Engels (31. Dezember 2011 um 15:44)

  • Nee, Thomas, sorry,

    ich verstehe zwar nicht ganz, was Du meinst, aber so ist es eher nicht :D. Fehlt da ein "und" und was sind vergebene Plätze?

    Aus Calciumchlorid und Natriumhydrogencarbonat werden in Lösung die Ionen Ca2+, Na+, Cl- und HCO[t]3[/t]-. Wenn Ca2+ und HCO[t]3[/t]- durch Kalkbildung und Photosynthese verbraucht werden, bleiben die Ionen Na+ und Cl- im Wasser und um diese NaCl-Anreicherung auszugleichen gibt man das NaCl-freie Meersalz zu. Zusammen gibt das komplette Meersalzmischung.

    Ich weiß nicht, ob Du das gemeint hast, aber vergebene Plätze gibt es da nicht.

    Wenn Du gemeint hast "Das balancierte Verhältnis von Calciumchlorid, Natriumhydrogencarbonat und einer kompletten, ausgeglichenen Mineralsalzmischung (NaCl-freies Meersalz) führt nicht zu einem Anstieg von Natriumchlorid.", dann ist das richtig.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner ,

    ich versuche es mal andersherum :

    auch das calciumchlorid und natriumhydrogenkarbonat aus einer kompletten ,ausgeglichenen

    mineralsalzmischung

    führt ja bei kalkbildung dann wieder zu einem überschuss von NaCl ,inwiefern findet dann bei der zugabe ein

    ausgleich statt ?

  • Hi nochmal ,

    eigentlich glaube ich die antwort zu kennen (die menge machts ;))
    es wäre aber trotzdem schön ,das nochmal bestätigt zu bekommen
    es ist auch deutlich , das dies auch andere als mich interessiert :winking_face:
    balling scheint ein schier unerschöpfliches thema zu sein :grinning_squinting_face:

    guten rutsch :smiling_face:

    GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
    mein Bilderbuch

    2 Mal editiert, zuletzt von Thomas Engels (31. Dezember 2011 um 17:17)

  • Zitat

    Original von Koberstaedt
    Damit sei es zum Ausgleich der Ionenbalance im Rahmen der Balling-Methode nicht geeignet, da es selbst wieder Natrium aus dem Hydrogencarbonat und Chloride aus deren Salzen hinzufüge, somit nicht NaCl-frei sei.
    Würde man dieser Untersuchung folgen, wäre es ja nur eine sinnlose erneute Zuführung der ohnehin dosierten Stoffe.

    Hallo Bernd ,

    ein frohes neues jahr wünsch ich dir und allen anderen forianeren erstmal !

    die zugabe des mineralsalzes kann (und soll ja auch gar) nicht als erhöhung irgendwelcher stoffe funktionieren ,solange diese mit der einstellung der salinität neutralisiert wird
    (und nicht über die benötigte menge zum ausgleich dosiert wird)

    theoretisch wäre es auch gar nicht notwendig , das calciumchlorid und natriumhydrogenkarbonat enthalten ist ,
    (was Hans-Werner wie beschrieben bei einem seiner produkte auch so handhabt) , solange diese elemente sowieso dosiert werden.

    Das ist aber in der praxis gehopst wie gesprungen.

    Wäre es im minerealsalz nicht enthalten , müsste eben ansonsten davon etwas mehr dosiert werden

    GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
    mein Bilderbuch

    3 Mal editiert, zuletzt von Thomas Engels (1. Januar 2012 um 14:25)

  • Hallo Hans-Werner,

    um nochmals das Verständnisproblem für uns Nichtchemiker auf den Kern zu bringen:

    Um den im Korallenbecken stattfindenden Verbrauch von Ca, Mg und Carbonaten auszugleichen, führen wir Natriumhydrogencarbonat, Magnesiumchlorid und Calciumchlorid zu. Neben den gewünschten Calcium-und Hydrogencarbonat-Ionen und Magnesium bleibt als "Abfallprodukt" zusätzlich NaCl übrig. Um dieses Zuviel auszugleichen, geben wir NaCl-freies Mineralsalz hinzu, um damit wieder "normales" Meersalz zu haben und die entstandene Änderung der Ionen-Balance auszugleichen. Soweit alles klar, aber jetzt kommt das Verständnisproblem:

    Wenn das NaCl-freie Meersalz selbst wieder vor allem aus den gleichen Zugabestoffen bestehen sollte, müssten nach unseren laienhaften Verständnis ja wiederum Natrium-und Chloridionen übrigbleiben, also dadurch das Zuviel an NaCl nicht beseitigt sondern wieder erneuert werden. Hier liegt das Verständnisproblem, was sich für mich höchstens - wie auch Thomas geschrieben hat - durch die unterschiedlichen Mengenverhältnisse erklären liese.

    Vielleicht kannst Du uns da aus dem "Denkfehler?" heraus helfen.

    Viele Grüße und allen ein gutes neues Jahr

    Bernd

  • Zitat

    Original von Koberstaedt

    Wenn das NaCl-freie Meersalz selbst wieder vor allem aus den gleichen Zugabestoffen bestehen sollte, müssten nach unseren laienhaften Verständnis ja wiederum Natrium-und Chloridionen übrigbleiben, also dadurch das Zuviel an NaCl nicht beseitigt sondern wieder erneuert werden. Hier liegt das Verständnisproblem, was sich für mich höchstens - wie auch Thomas geschrieben hat - durch die unterschiedlichen Mengenverhältnisse erklären liese.

    Hi Bernd ,

    lies doch mein letztes posting nochmal , da habe ich mich doch schon gerade selber berichtigt :winking_face:

    es hat noch nichtmal was mit den mengen zu tun - Nacl ist nicht im mineralsalz entahlten, sondern entseht erst bei der calcifikation bei verbrauch von calciumchlorid und N.karbonat - wo das herkommt ist ja egal

    GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
    mein Bilderbuch

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas Engels (1. Januar 2012 um 14:32)

  • Hallo Thomas,

    viel kann ich daszu nicht mehr sagen, nur noch ein paar Fakten:

    Der Anteil der Hydrogencarbonate am kochsalzfreien Meersalz ist gering. Das Weglassen dieser hat vor allem Einfluss auf die Löslichkeit der Mischung, für die Balling-Dosierung ist es fast vernachlässigbar.

    Im Meerwasser sind Calcium und Hydrogencarbonate in einem anderen Verhältnis als im Kalk und in der Balling-Dosierung enthalten. Würde man die gesamte KH durch pH-Anhebung oder Erhitzen als Kalk fällen, bliebe immer noch ziemlich viel Calcium übrig.
    Darüber muss man sich aber keine Gedanken machen, da das schon so im kochsalzfreien Meersalz berücksichtigt ist.

    Sonst fällt mir zu dem Thema nicht mehr viel ein. Falls Verständnisprobleme bestehen bleiben, würde ich empfehlen, noch einmal weiter vorne nachzulesen, es steht eigentlich schon alles in diesem Thread.

    Ich habe mir den anderen Thread mal kurz angeguckt und würde sagen, da hat sich jemand zu weit aus dem Fenster gelehnt und ein seltsames Theoriegebäude auf lauter völlig haltlosen Annahmen begründet. Da ich die Entwicklung der Balling-Methode und die Rezepturen des Tropic Marin PRO-SPECIAL MINERAL kenne, kann ich sagen, dass der Bezug dieser abstrusen Theorien zur Realität praktisch nicht vorhanden ist.

    Dass sich zu der verbreiteten Schwermetall-Phobie auch noch eine Sulfat-Phobie gesellt, zeigt m. E. ein mitunter erschreckendes Biologie-Verständnis. Immerhin ist Schwefel ein wichtiger Aminosäure- und Eiweißbaustein und nur bei Überdosierung potentiell schädlich. Diese seltsame Schwarz-Weiß-Gut-Böse-Einteilung der Elemente erinnert mich an transatlantischen Kulturimperialismus aber nicht an Biologie.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans Werner ,

    ich bin ja schon zufrieden damit , das du mir nicht wiedersprichst :ylol

    was den anderen thread betrifft , finde ich es interessant , das der titel des verfassers wichtiger zu sein scheint als der von ihm verfasste inhalt...

    GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
    mein Bilderbuch

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas Engels (1. Januar 2012 um 14:53)

  • Hallo zusammen,

    so ganz einfach ist es mir nicht, hier den unterschiedlichen und teilweise widersprüchlichen Gedankengängen zu folgen. Mir ging es auch nicht um ein bestimmtes Produkt wie Tropic Marin, sondern um eine Erklärung zum aufgezeigten Verständnisproblem. Offensichtlich ist es dem Chemiker schwer die Gedankengänge des Laien nachzuvollziehen und dem Laien mit seinem Halbwissen die Fakten auf die Reihe zu bringen. Aber es tröstet, dass auch Ansichten promovierte Chemiker, Ausgangspunkt der "Verwirrungen" , umstritten bleiben.

    Deine Meinung, lieber Thomas, dass in dem etwas seltsamen Ausgangsthread im anderen Forum eher der Titel des Verfassers im Vordergrund zu stehen scheint, teile ich. Ich fand da allerdings auch ihm gegenüber manches nicht ganz fair. Aber dies gehört hier nicht hin.

    Viele Grüße

    Bernd

    Einmal editiert, zuletzt von Koberstaedt (1. Januar 2012 um 15:33)

  • Hallo Bernd,

    wo siehst Du widersprüchliche Gedankengänge?

    In der Chemie bin ich übrigens auch Laie, in dem Sinne, dass ich da keine besondere Ausbildung habe. Stöchiometrie ist im wesentlichen Mathematik auf Grundschulniveau mit ein paar Regeln und vorgegebenen Gewichten.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner


    wo siehst Du widersprüchliche Gedankengänge?

    Nicht bei Dir, sondern in den vorausgegangenen Beiträgen. Da Du auf diese verwiesen hast, musste ich mir - und vielleicht auch ein paar andere, die aufgrund der immer wiederkehrenden Diskussion auch ein paar Verständnisprobleme hatten - die Antwort aus Fragmenten verschiedener, teilweise widersprüchlicher Äußerungen zusammensuchen. Mit eine paar erklärenden Sätzen für Ungebildete wäre vielleicht auch Klahrheit herstellbar gewesen.
    Da ich leider nur Abitur habe, leider auch schon ein paar Tage aus der Schule bin und Stöchiometrie auch nicht Teil eines meiner Studienfächer war, werde ich mich natürlich nun selbst um ein Grundschulniveau bemühen.

    Danke für den hilfreichen Ratschlag

    Bernd

  • Hallo Thomas,

    nun z.B. zwischen Deine Annahme im Beitrag heute 16.21 - der ich ursprünglich ja auch gefolgt bin und Deinem spätern von 17.15 Uhr. Inzwischen ist mir dies vermutlich schon klar, aber da auch ein Chemiker, dessen Qualifikation ich nicht beurteilen kann, in diesem Zusammenhang möglicherweise Denkfehler verbreitet hat, hatte ich mir vom Begründer der Methode ein paar aufklärende Erläuterungen erhofft. Aber bei diesem Thema gibt es seltsamerweise immer wieder merkwürdige Reaktionen aus verschiedenen Seiten.
    Als Autodidakt, der hier sein Halbwissen verbessern möchte, kann man sich über die Diskussionsformen in früheren Diskussionen nur wundern.
    Aber danke Thomas, ich glaube anhand Deiner Beiträge auch ohne stöchiometrische Kenntnisse nun prinzipiell die Problematik verstanden zu haben.

    Viele Grüße

    Bernd

  • Hallo Bernd ,

    ja ich gebe es ja zu ich wäre fast auch (wieder) auf den leim gegangen :winking_face:

    das Hans Werner das thema zeitweise leid ist , habe ich allerdings vollstes verständnis für :grinning_squinting_face:
    er hat es sicher tausendfach erklärt aber es tauchen unendliche neue interpretationen auf wie es scheint ...

    ...ich habe mich auch öfter verunsichern lassen :face_with_rolling_eyes:, bin mir aber nun sicher , es endlich vollends verstanden zu haben ,sonst hätte ich es (letztendlich) nicht so schreiben können , das es sich auch für andere glaubhaft anhöhrt :winking_face:

    vielen dank ,besonders deinen letzten satz nehme ich als ein grosses kompliment , welches ich dir hoch anrechne !

  • Zitat

    Original von Thomas Engels
    Hallo Bernd

    vielen dank ,besonders deinen letzten satz nehme ich als ein grosses kompliment , welches ich dir hoch anrechne !

    Hallo Thomas,

    dies freut mich, es war ja auch so gemeint.

    Viele Grüße

    Bernd

  • Hallo zusammen,

    auch im neuen Jahr scheint das Thema immer noch schwierig zu sein :winking_face:

    Dabei ist es doch eigentlich einfach: Meersalz besteht aus ca. 70% Kochsalz und ca. 30% REST.
    (REST = hauptsächlich Magnesiumchlorid, Natriumsulfat,Calciumchlorid und Kaliumchlorid).

    Wenn man überschüssiges Kochsalz im Wasser hat (z.B. duch die Natron/Calciumchlorid-Zugabe),
    dann muss man nur im Verhältnis 30/70 REST zugeben, dann ist im Wasser wieder ganz normales Meersalz gelöst.

    Die oben aufgeführte MgCl2, CaCl2, NaHCO3-Mischung ist für diesen Zweck jedoch völlig ungeeignet,
    da ihr wichtige Komponenten (Sulfat, Kalium) fehlen und die Mengenverhältnisse falsch sind.

    Gruß Armin

  • Hallo zusammen,

    Armin hat es eigentlich kurz auf den Punkt gebracht.

    Bernd, Du meinst die Beiträge von Thomas von Silvester. Das steht schon oben, insbesondere beim Natriumhydrogencarbonat sind die Mengen im NaCl-freien Meersalz, zusammen mit der geringeren Dosierung, fast vernachlässigbar, nicht zu vergleichen mit den Mengen in der Natriumhydrogencarbonat-Lösung.

    Man muss einfach die Entwicklung der Methode betrachten, die Gedankengänge, die dahinter standen und die Armin kurz zusammengefasst hat, dann kann man gar nicht so arg falsch gehen.

    Die Gedankengänge des Chemikers im anderen Forum sind schon sonderbar. Weil Sulfate in vielen Düngern verwendet werden, sind sie ein Dünger. Der tatsächliche Hintergrund ist, bei der bergmännischen Gewinnung von Kalium-(Kali-)Salzen fallen sowohl Chloride als auch Sulfate an. Weil sehr viele Kulturpflanzen aber chloridempfindlich sind, Chloride würden die Pflanzen "verbrennen", werden diese Salze aufgetrennt und für die Landwirtschaft kommen überwiegend die Sulfate in den Handel.
    Das Kalium ist also der eigentliche Dünger und man sucht nur das verträglichere Anion dazu aus.

    An Armin und mir sehe ich, dass sich offenbar mitunter Laien ein weit besseres Verständnis von der angewandten und analytischen Chemie erarbeiten, als es manche studierte Chemiker aus ihrem Studium, das eines der längsten ist, mitgenommen haben. :grinning_squinting_face:

    Grüße

    Hans-Werner

  • Was mich aber mal interessieren würde, ob der Kollege nicht einfach die Probe vertauscht hat.
    Denn dieses Balling-Salz würde wirklich sehr wenig Sinn machen, wie Armin schon sagte.

    Nebenbei würde mich die Messmethode interessieren wie er die Kristallwassermengen der Mischung bestimmt hat.


    Zu den Ionenverteilungen in Salzen folgendes:

    Das notwendige Wissen dazu erhält man auch im vernünftigen Chemie LK an der Realschule oder an einem Gymnasium
    und wie Du schon sagt H-W, es ist eher Mathematik/Stöchiometrie.

    Man betrachtet ja als Laie nicht die exakte Ionenverteilung und die Löslichkeitsprodukte im Detail.

    Ich kenne wenige Geschäfte die einen gut gewartete IC im Ladengeschäft haben und noch weniger private,
    die einen solchen Aufwand betreiben. Wir hatten für wirklich interessierte Kunden halt ein privates Labor.

    Ohne dies gibt es kaum ernst zu nehmende Ergebnisse für eine Salzmischung.


    Mfg Philipp

  • Zitat

    Dass sich zu der verbreiteten Schwermetall-Phobie auch noch eine Sulfat-Phobie gesellt, zeigt m. E. ein mitunter erschreckendes Biologie-Verständnis.

    Moin Hans Werner,die Sulfat-Phobie geht wohl aus meinen Beiträgen hervor. Um das richtig zu stellen: ich habe keine, nur etwas zu hohe Werte. Dass Sulfate in nicht geningem Maß ins Meerwasser gehören, kannn man sich ja weltweit in Form von riesigen Gips und Anhydrit Ablagerungen, z.B. Zechstein, angucken, die ja als Evapotite eingedampften Ozeanwassers vorkommen. In der Diskussion im anderen Forum wollte ich drauf hinweisen, dass in dem Salz Sulfat enthalten sein muss, was der Chemiker einfach nicht einsehen will und mit Düngertheorien daher kommt.

    2 Mal editiert, zuletzt von Lars Westphal (2. Januar 2012 um 11:43)

  • Hallo Lars,

    ja und nein. Irgendwie kam es, glaube ich, von Dir schon in dieser seltsame Diskussion mit Peter Gilbers und Claude Schuhmacher.
    Hier sind es aber wohl eher solche Statements:

    "Sulfat ist neben Phosphat und Stickstoff der Hauptbestandteil von Mineraldünger, weshalb hiervon weltweit viele millionen Tonen auf den Feldern verstreut werden; anschließend landet es dann über unsere Flüsse im Meer und bei den Korallenriffen.

    Die Hauptaufgabe des Aquarianers ist die Begrenzung der anfallenden Nährstoffe, es ist daher nicht sinnvoll dem Aquarium zusätzlich noch Nährstoffe zuzuführen.

    Allerdings muß ich einräumen, Du hast Recht, Leute die ihre Produkte nicht deklarieren mischen vielleicht auch Sulfate ein.", Zitat von Dr. rer. nat. Andreas Pilz (Diplomchemiker),

    die Aquarianer in die Irre führen wird.

    Bei 905 mg/l Schwefel, entsprechend 2710 mg/l Sulfat (SO4) im Meerwasser, wird man wohl Sulfat einmischen dürfen und müssen, Deklaration hin oder her. Von 2710 nach 2900 mg/l sind es 7%. Da muss man dann schon relativ genau hinschauen, wo das herkommt, ob die Salinität genau bei 35 psu lag, ob aus dem verwendeten Meersalz oder aus dem Mineralsalz. Aber natürlich enthält ein NaCl-freies Meersalz Sulfat und in dieser Diskussion kam mir Deine Anmerkung eher wie eine Richtigstellung vor.

    Gruß

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (2. Januar 2012 um 12:21)

  • Hallo Hans Werner, nee and der Diskussion im Sommer war ich nicht beteiligt, habe sie aber verfolgt.
    Ich habe mitte Nov. mein Wasser von Peter analysieren lassen, da ich das Mineralsalz benutzt habe.
    Hir sind halt die erhöhten Werte aufgefallen, bei 10% WW und 2kg TM pro Reef auf 50L Osmosewasser. Daher hab ich die Zugabe des Mineralsalzes gestoppt und im anderen Forum ne Diskussion gestartet. Das Wasser wird 3 Monate nach der ersten Analyse erneut getestet und die Werte verglichen. Dann weiss ich, obs am Mineralsalz liegt.

    Einmal editiert, zuletzt von Lars Westphal (2. Januar 2012 um 12:48)

  • Sorry, Lars,

    dann bis Du nur für die Richtigstellung verantwortlich, noch besser ;)!

    Bin mal gespannt auf die Analyse. Du gleichst den Dichteanstieg durch die Balling-Methode aber schon aus, bzw. stellst Dichte/Leitfähigkeit/Salinität neu ein?

    Gruß

    Hans-Werner

  • Jo, dichte wird beim WW angepasst, da ich nachts täglich 1L Phytoplankton zugebe.
    Liegt so bei 1,0230-1,0235.

    Einmal editiert, zuletzt von Lars Westphal (2. Januar 2012 um 16:18)

  • Hallo Lars ,

    bist du sicher das in deinem phyto keine düngerreste mehr enthalten sind , die deine wasserwerte beeinflussen können , wie kontrollierst du das ?
    wie lange machst du die phytozugabe schon ?

    GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
    mein Bilderbuch

    2 Mal editiert, zuletzt von Thomas Engels (2. Januar 2012 um 20:46)

  • Moin Thomas,
    Phytozugabe mache ich von Anfang an. Phyto wird in einem 30er Nanocube gezüchtet und dann in ein seperates 12L Becken gegeben. In dieses kommt niemals Dünger. Von da aus mit Dosierpumpe nachts in 250ml Portionen ins Becken. Nährstoffe konnte ich hier nie wirklich nachweisen ( M&N Nitrattest, Hanna Phosphor- Photometer)

  • Hallo Lars,

    bei mir hat Peter auch einen zu hohen Sulfatwert gemessen und ich benutze kein Mineralsalz.

    Gruß
    Norbert

  • Moin Norbert, darum lasse ich die Analyse im Abstand von 3 Monaten wiederholen. Dann wird man sehen, inwieweit der hohe Wert mit dem Salz zu tun hat.

    Einmal editiert, zuletzt von Lars Westphal (2. Januar 2012 um 23:28)

  • Hallo Lars,

    wenn du ein Sulfatproblem erkannt hast, dann lass als erstes mal deine Meersalzmischung überprüfen.

    Nur mal rein hypothetisch gesponnen: wenn ein Mensch auf die Idee käme, statt Magnesiumchlorid Magnesiumsulfat
    zu verwenden. Dann hätte er sich Geld gespart. Und du hättest ein Sulfatproblem...

    Gruß Armin

  • wenn ein Mensch auf die Idee käme, statt Magnesiumchlorid Magnesiumsulfat
    zu verwenden. Dann hätte er sich Geld gespart. Und du hättest ein Sulfatproblem...


    Moin Armin, dann hätte der Händler, bei dem wahrscheinlich 20% (oder mehr) der Leute ihre Balling Salze beziehen, echt ein Problem. Ausserdem bekomme ich ja keine 5kg Mg-Sulfat in 2-3 Liter Wasser gelöst, oder? Ich setze meine Stammlösung immer 100% gesättigt an.

    Mein Meersalz war, bis auf zwei Ausnahmen mit Silbermann und Grotech, immer Tropic Marin Reef Salz

    Einmal editiert, zuletzt von Lars Westphal (6. Januar 2012 um 10:53)

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