Zwei Sacrophytons auf einem Stein

  • Hallo an alle,
    ich habe heute eine neue Sacrophyton gekauft - beim Verkäufer sahen wir dann, dass zwei Sacrophyton auf dem Stein angewachsen waren - eine grosse und eine eher kleinere.

    Nach dem Einsetzen ist die grosse Sacrophyton sehr schnell aufgegangen und hat ein gutes Polypenbild. Beim Verkäufer war das Licht und auch die Lage anders, so dass die kleine Sacrophyton auch Licht abbekam - aber bei mir im Becken ist die Grosse nun offen und verdeckt komplett die Kleine.

    Nun meine Frage:
    Ohne Licht wird die Kleine ja verkümmern oder? Sie hat heute nicht 1x die Polype geöffnet.
    Sucht sie sich ihren eigen Weg oder soll ich diese besser vom Stein abschneiden und in einer Nische mit Lichtzugang neu einsetzen? Wenn ja - wie? Einfach abschneiden und wo "reindrücken" oder muss ich die dann besonders "aufpropfen"?

    Besten Dank und Gruss
    Alex

  • Hallo Alex,

    das ist doch ganz einfach:

    Vorsichtig mit dem Fingernagel abpulen, auf einem anderen Stein in ein kleines Loch setzen und diesen in einer Ecke mit VIEL Licht und WENIG Strömung platzieren, und dann abwarten.
    In 2-3 Wochen ist der Ableger festgewachsen...
    Mach ich öfters so!

    Gruß Martin

    Viele Grüße Martin

  • Alternativ mal nach "Zahnstochermethode" googlen.

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    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Zitat

    Original von martin206
    Vorsichtig mit dem Fingernagel abpulen
    Gruß Martin

    Du meinst also vom Stein ablösen mit dem Fingernagel? Werde ich mal versuchen. Danke.

    Gruss
    Alex

  • Das geht super, keine Scheu auch wenns evtl brutal aussieht aber die Sacros sind wirklich hart im Nehmen

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    Viele Grüße
    Stefan

  • Hy,

    kannst auch mit nem Messer / Schraubenzieher usw. abhebeln und damit n bissl Gestein mitnehmen. So 1-2mm reichen ja locker. Je nach Gesteinsart geht das ganz easy.

    Zahnstochermethode habe ich schlechte ERfolgsquoten mit. Lieber die Lochsteckmethode ..

    Gruß
    Roger

  • Hallo,

    ohne Stefan angreifen zu wollen, aber die Zahnstochermethode halte ich für veraltet!
    Zur Fixierung bei zu viel Strömung genügt ein lockeres Gummiband.
    Alles, was zu fest an der Weichkoralle aufliegt, führt zur Spaltung des Gewebes.
    Bei einer durch das ablösen geschwächten Koralle kann das schon zu viel sein!

    Lieber mit viel Zeit in eine ruhige Ecke stellen - das klappt schon!

    Der Tipp von Roger ist super.
    Falls du ein kleines Bruchstück abbekommst, kannst du dieses einfach auf einen anderen Stein aufkleben. Klappt immer!

    Gruß Martin

    Viele Grüße Martin

    Einmal editiert, zuletzt von martin206 (16. Mai 2011 um 11:25)

  • Hallo

    Zitat

    kannst auch mit nem Messer / Schraubenzieher usw. abhebeln und damit n bissl Gestein mitnehmen

    Einfach mit einem Messer abschneiden. Die saubere Schnittfläche wächst besser wieder an. Gesteinsreste sind da eher hinderlich.

    mfg Gerhard

  • Zitat

    Original von martin206
    Hallo,

    ohne Stefan angreifen zu wollen, aber die Zahnstochermethode halte ich für veraltet!
    Zur Fixierung bei zu viel Strömung genügt ein lockeres Gummiband.
    Alles, was zu fest an der Weichkoralle aufliegt, führt zur Spaltung des Gewebes.
    Bei einer durch das ablösen geschwächten Koralle kann das schon zu viel sein!

    Lieber mit viel Zeit in eine ruhige Ecke stellen - das klappt schon!

    Der Tipp von Roger ist super.
    Falls du ein kleines Bruchstück abbekommst, kannst du dieses einfach auf einen anderen Stein aufkleben. Klappt immer!

    Gruß Martin

    Hi,

    hatte mit der Zahnstochermethode noch nie Ausfälle, aber vielleicht hatte ich einfach nur Glück. Wobei natürlich abhebeln mit Gestein natürlich besser ist.

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    Viele Grüße
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan_Servus (16. Mai 2011 um 14:04)

  • Ich benutze auch die Zahnstochermethode, jedoch nicht mit Zahnstochern, sondern Spritzenkanülen. Die Verletzung hierdurch ist denke ich mal ein gutes Stück geringer als durch den Zahnstocher.

    An deiner Stelle würde ich den kleinen Pilz auch einfach abschneiden und wo anderst anbringen.
    Und aus dem rest am Stein wächst mit sicherheit wieder ein neuer :winking_face:

    Gruß
    Specki

  • Zitat

    Original von HelderDave
    zu was hat sich Alex denn nun durchgerungen?

    Habe die kleine Sacrophyton nun mit dem Fingernagel entfernt und neu eingesetzt - habe einen Stein mit ausreichend kleinem Loch gefunden so das der Stumpf ohne grossen Druck hineinpasste - mache morgen mal Bilder - heute schaffe ich das nicht mehr.

    ca 30 min nach dem Eingriff gingen beiden Korallen wiede auf - zwar etwas weniger als zu Beginn aber wenn ich heute abend wieder zu hause bin gehe ich davon aus, dass beide wieder ganz offen sind.

    Und sollte, wie Specki schreibt, sich nochmal aus dem Stumpf was entwickeln dann weiss ich ja was zu tun ist :winking_face:

    Danke an alle und bis die Tage,
    Gruss
    Alex

  • apropos Bilder: aktuell kann ich im Forum überhaupt keine Bilder mehr sehen.
    die werden derzeit schlicht nicht angezeigt.
    Hab das mal mit beiden Explorern und 2 Rechnern geprüft.
    Jemand nen ähnliches Phänomen dazu? :frowning_face:

  • So - wie verprochen die neuen Bilder.

    Der "Ableger" macht sich gut - kann also bald "vergeben" werden.

    Die grosse Sacrophyton scheint zu wandern, wenn man genau hinsieht, dann sieht man, wie der Fuss sich vom Gestein auf dem sie sass auf den Riffaubau aufsetzt - ich dachte diese Art von Koralle sei gezwungener Massen standorttreu?

    Gruss
    Alex

  • Hallo Alex,

    ich denke, dass alle Leder- und Weichkorallen mehr oder weniger wandern.
    Deine kleine Sarcophyton ist mit einiger Sicherheit auch ein "Ableger" der großen, indem sich aus zurückgebliebenem Gewebe ein neuer kleiner Pilz entwickelt hat.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Also "Wandern" kann ich mir nicht vorstellen. Sie sucht halt guten halt in direkter Umgebung des Fußes. Ab "weglaufen" habe ich noch keine gesehen.

    Gruß Micha

    Einmal editiert, zuletzt von Micha W. (25. Mai 2011 um 09:36)

  • Hallo Micha,

    man spricht auch bei einigen Pflanzen von "Wandern". Das ist einfach, wenn neue Verankerungspunkte gebildet werden, meist während der ältere Teil des Kriechsprosses abstirbt bzw. bei Korallen während das ältere Gewebe abgebaut wird. Meist bleiben dabei aber isolierte Gewebsreste auf dem Gestein zurück, die zu neuen Pilzen auswachsen können.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hi,

    ja genaus so meinte ich das auch. Ok wenn man das Wandern nennt habe ich ja wieder was gelernt.

    Wäre "Stochern" nicht besser :thup

    Gruß Micha

  • hi,

    das "wandern" ist meiner beobachtung nach strömungsbedingt.

    durch druck von einer seite legt sich der beim wachsen immer länger werdende stiel in eine richtung und
    heftet sich so ungewollt immer neu am untergrund fest.

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