Lichtrasterplatten vs. Plexiglas

  • Hi!

    Ich weiß, es gibt schon etliche Threads zu dem Thema, und die meisten habe ich auch gefunden und gelesen. Leider bin ich mir trotzdem noch unsicher, was sich BEI UNS besser als Schutz unter den Steinen eignet. Ich denke, dass es sehr auf das einzelne Becken ankommt, welche Variante sinnvoller ist :smiling_face:

    Vielleicht ist es ja auch für zukünftige Fragesteller interessant, wenn ich hier mal so viele Vor- und Nachteile wie möglich gegenüberstelle :winking_face:

    Mal sehen, was bei unserem Becken so eine Rolle spielt:
    - Beckenmaße vermutlich 200x75x65
    - Es wird grabende Fische, Krebse und sonstige Wirbellose geben (Lippis, Grundeln, Knallkrebs, Seestern...).
    - Wir werden totes Gestein und teilweise Keramik für den Unterbau verwenden, nach Möglichkeit immer mit "Füßen" und nicht mit einer glatten Unterseite.
    - Der Sand wird normal fein werden, also die übliche 1-3mm oder so, und zwischen 2cm und 5cm hoch sein, an einzelnen Stellen vielleicht auch mehr, um den Lippis Schlafplätze zu bieten.

    Plexiglasplatte:
    + Ist recht flach.
    + Stört Grundeln etc. nicht beim Buddeln.
    - Es kann Sand drunterkommen bzw. man muss sie durchgängig verkleben (Silikon geht wohl nicht...?).
    - Sie können sich hochbiegen.

    Lichtrasterplatten:
    + Die Steine stehen sehr stabil.
    + Sie können im Sand liegen, es können keine Körner eingeklemmt werden.
    + Man kann sie leichter zuschneiden.
    - In den Karos kann sich Mulm ansammeln (wir hatten vor unserem Neustart schon mal schwarzen Schlick im Becken, vorwiegend in Mulden im Unterbau, wo nie Strömung hingekommen war...).
    - Fische könnten behindert werden (Lippis dagegenstoßen (?)).

    Gegen die Nachteile der Plexiglasplatte könnte man kleinere, zugeschnittene Stücke in extra großer Dicke verwenden. Die verbiegen sich nicht.

    Gegen die Nachteile der LRP fällt mir ein, nur sehr kleine Stücke genau unter die Aufliegepunkte der Steine zu legen, so dass Fische etc. an den meisten Stellen freie Bahn haben. Daraus entstehende Nachteile: Die Stücke müssen vorher genau überlegt und zugeschnitten werden und ein späteres Umstellen des Unterbaus ist quasi nicht mehr möglich, ohne die Plattenstücke mit zu verschieben (wie praktikabel ist das?). Außerdem ist die Glasbodenplatte ungeschützt, falls mal im Aufbau etwas umfallen oder einem ein Stein aus der Hand rutschen sollte (ok, normalerweise hat man ja Sand im Becken, der den Sturz abfangen würde).

    So, und was passt jetzt für unser Becken besser?? :yrf

    Mein Bauchgefühl rät zur Lichtrasterplatte, aber mein Kopf braucht Argumente :grinning_squinting_face:

  • Hallo Christiane,

    ich habe Plexiglas und bei den grossen Brocken zusätzlich noch Lichtraster darunter.
    Die Rasterplatten etwas grosszügiger bemessen, so bleibt der Sand wo er bleiben soll.

    Gruß Stephan

    185/60/70 6080 als Rückförderpumpe kein Technikbecken,
    Mini Bubble King 200 VS13 mit RD3 Mini Speedy / extra schmale VS
    2xMaxspect RSX 200W, 2xMaxspect Gyre 350, GHL ProfiLux 4 + Doser 4, Grotech 3NG

    Einmal editiert, zuletzt von s.zaehler (27. Februar 2011 um 19:30)

  • Ich habe Plexiglas drunter, was ich mit normalem Aqua-Silikon verklebt habe. Richtig, es klebt nicht am Plexiglas, aber an der Bodenscheibe, dann großzügig über den Rand der Plexi-Scheibe kleben, dann hält das Bombenfest und es kommt auch kein Sand drunter.

  • Hallo Christiane,

    Nachteil Plexi: es ist plan wie die Glasscheibe und die untersten Steine können darauf "wackeln".
    Nachteil Lichtraster: Grundeln etc. können es freilegen; dafür stehen die Steine darauf wackelfrei. Aber man kann wirklich nur kleine Stücke verwenden, die dem Grundriss (oder Auflagefläche) der Steine entsprechen, dann ist der Nachteil fast zu vernachlässigen.
    Und wenn der Aufbau mal steht, dann baut man ja eigentlich nicht wirklich noch so groß um.

    Ein Verkleben mancher Brocken/Steine ist sowieso nie schlecht; auch wenn sie an sich nicht wackeln, es gibt später unter dem besatz meist einige "Baumeister" die durch ihre Tätigkeit irgendwann mal was "bewegen".

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hallo zusammen,

    ich hätte noch eine Alternative zu Plexiglas: 4-mm-Stegdoppelplatten aus Polycarbonat. Die sind preislich sehr günstig und meines Erachtens von den Eigenschaften her ein günstiger Kompromiss zwischen Steifigkeit und Flexibilität. Steine, auch evtl. auf die Unterseite gelangte Steinchen oder Sandkörner können sich in das ziemlich dünnwandige Material eindrücken und es kommt zu keinen punktuellen Belastungen, der Aufbau liegt relativ flächig auf. Die dicht stehenden Stege verteilen dennoch das Gewicht der Steinaufbauten auf eine größere Fläche. Auch Schläge von umfallenden Steinen dürfte das elastische Material relativ gut einstecken, abdämpfen und verteilen.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallöle!

    Die "4-mm-Stegdoppelplatten" wären mir als Ablagerungsstätte für jeglichen Schmodder usw. zu heikel.
    Was in den Zwischenräumen mal drin ist kommer nimmer raus!?

    Gruß TOM

  • Tom, wenn man davor Angst hat, kann man die Seiten ja zu machen, gibt es sogar Profile für.

    Gruß

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (28. Februar 2011 um 13:14)

  • Hallo Hans-Werner,

    war gerade auf deiner Homepage und muß gestehen total geniale Bilder :thup :thup
    Die auf Glas oder Acryl gedruckt, zum aufhängen wären der Oberhammer !

    Gruß Norbert

  • Hi!

    Danke für die Beiträge!

    Wir werden wohl Lichtrasterplatten nehmen und die möglichst klein/passend zuschneiden. Den Hauptaufbau ändert man ja nicht mehr mal so eben nebenbei (höchsten in den oberen Bereichen vielleicht mal), und kleinere Steine (Krusten etc.) mit wenig Gewicht stellt man ja sowieso ohne Unterlage hin, also einfach in den Sand und ggf. ein bisschen eingraben.

  • Hallos,
    als Alternative habe ich die passenden Ringe aus orangen Trainagerohren geschnitten. an den dafür
    vorgesehenen Stellen in den Bodengrung gesteckt und die Steine drauf...

    GRuß jim

  • Moin,
    ich habe vollflächig weißes Plexi auf dem Boden. Verklebt mit irgendeiner schwarzen Paste die auch im Automobilbau verwendet wird. Komme gerade nicht auf den Namen.
    Funktioniert problemlos seit 2 Jahren.

    Grüße
    Axel

  • Warum legt, klebt man überhaupt was darunter? :confused_face:
    ..also außer Peter und mir? :ylol
    Ich halte das für komplett überbewertet bzw. unnötig. auch das größte Deckoteil hat einen Auftrieb und "wiegt" im Wasser sowenig das es auf keinem Fall die Glasplatte schädigt.
    Lars

  • Ich hab auch noch nie was unter die Steine gemacht. Klar ist Vorsicht prinzipiell gut, aber bei mir hat selbst der fussballgröße Lochstein nie Probleme gemacht. Hab das Becken mit dem sicher schon 6-7 Mal umgeräumt und auch in den anderen 3 Becken, die ich über die Jahre eingerichtet hab, hatte ich nie Probleme. Dabei bin ich jemand, der so alle 12-18 Monate größere Umbauten macht.

  • Zitat

    Original von Azalee
    Wir werden wohl Lichtrasterplatten nehmen und die möglichst klein/passend zuschneiden


    Ich denke, dass ist eine gute Variante, ich habe zwar komplett ausgelegt, würde es heute aber auch so machen.

    Gruß TOM

    Einmal editiert, zuletzt von Tom v.S. (2. März 2011 um 22:04)

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