Pomacanthus paru?

  • Hallihallo,
    wie so oft, siegte mal wieder Kindergeschrei über die Vernunft, und das Gewissen wurde durch die Aussage des Händlers (Schmid- Aquariengarten Unterföhring) beruhigt, das der Fisch eh nicht so groß wird, wenn das Becken nicht die Dimension hat..... :winking_face_with_tongue:
    In einer Vorahnung setzte ich ihn schon nicht in das 1200 ltr. Riffbecken ein, obwohl er ja noch so klein und süüüüüüüß ist. Daß Kaiser ja an alles gehen, wußte ich
    im Hinterkopf. z.Zt. lebt der Wicht in einem 500Ltr.
    Ausgleichsbecken mit Verbannten (1er von 2 Palettendoktoren, 1 Zebrasoma scopas und 3 anderen
    kleineren Fischen, die durch Rüpelhaftigkeit, bzw. Beissereien im großen Becken ausgesondert wurden.

    Jetzt plane ich diesen Sommer ein großes Becken für diese Gesellen. Im Meerwasserlexikon laß ich einen Bericht von Jürgen Dröge, unter 2000 Ltr. geht nix; kleiner wollte ich es auch nicht machen-, aber kann es wirklich sein, daß ein solcher Fisch wie P. paru 1,4 Kg Futter im Monat benötigt?(natürlich, wenn er ausgewachsen ist) Macht er wirklich alles nieder, was an Stein-+ anderen Korallen im Becken ist?
    Was würdet ihr für eine Einrichtung, bzw. Größe an Becken empfehlen?

    Servus Stefan C.
    PS: demnächst werde ich nur noch mit Büchern unterm Arm zum Händler gehen, denn sobald man vor den Becken steht, ist ja fast jedes rationale Denken abgestellt! zumindest bei mir, obwohl ich mir sehr oft auf die Finger klopfe und (meist) alles 2-3x überdenke...
    bis zu jenem kleinen P. paru.......... :))

    Servus
    Stefan

  • Hi Stefan :smiling_face:

    Sagen wir es mal so, ob das mit dem Frostfutter, also mit der Kiloangabe, stimmt kann ich leider nicht sagen.

    Aber ein Fisch, bzw. der Franzosen Kaiser braucht, und der wird 50 cm groß, sehr viel Nahrung. Diese wird in etwa sein: Lederkorallen, Weichkorallen, viel Salat und auch Frostfutter.... Ich habe provokant gleich dazugeschrieben ... Korallen....

    Nach bestimmten Bericht zu folge wächst der Paru wohl mit am schnellsten von allen Kaisern. Er kann bei guter Fütterung in zwei drei Jahren schon über 20 - 25 cm haben. Wenn nicht noch größer.

    Und ich glaube er nimmt wenig Rücksicht auf die Beckengröße, auch wenn Dein Händler das so meint.
    Sicherlich wird er nie so groß werden wie im Meer, aber das spielt ja kaum eine Rolle.

  • Ein Paru wächst schneller als man das glauben kann
    und HUNGAAAAAAAAA hat er permanet.
    Das der Fisch sich dem System anpasst...mhm..nunja..vielleicht ein wenig, aber die Tiere sind wirklich schnell gross und eignen sich nur für grosse Aquarien.
    Du hast ab jetzt mindestens ca. 10 Jahre Zeit den Fisch zu beobachten:-)
    Bei J. Grosskpf habe ich seinen einige Male sehen können und obwohl er ein recht grosses Becken hat, war er tweilweise verzeifelt, denn er war riesig!
    Sicher kann dir J.G. einige Tips geben!

  • Hallihallo,
    Gott sei Dank seid ihr nicht gleich über mich hergefallen;
    dem Wicht wird es an nichts fehlen; daß er jetzt schon einen immensen Hunger hat, kann man schon ahnen.
    1/8 Banane packt er schon ganz alleine. Korallen läßt er einstweilen noch in Ruhe (dieses Becken ist zwischenzeitlich Ablegerbecken)
    Meine Frage zielte eigentlich mehr auf die Größe des Beckens ab. Ist er später sehr schwimmfreudig oder eher eine gemütliche Freßmaschine? :confused_face: bis jetzt pendelt er zwischen den Steinen herum und wartet, was im die Strömung vor's Mäulchen treibt. Das es mal ein eleganter Fisch werden wird, zeigt sich schon an seinen Schwimmbewegungen....
    apropos Hunger....: die 2000 Ltr., die in Reihe geschaltet sind, könnten Nitat vertragen. Die Fische sind fett wie noch was (Lo vulpius kann sich bald nicht mehr umdrehen) Nitrattest heute 0,nix..; mit Salifert und Merck gemessen. Da ist ja so ein Fresser gerade der richtige.... :grinning_squinting_face:
    Servus Stefan C.

    Servus
    Stefan

  • Hallo Stefan
    Bis vor 10 Monaten hatte ich ein reines Fischbecken mit 800 L Inhalt in Betrieb.Darin waren einige Großkaiser u Schetterlingsfische ( auch ein 5 cm großer paru ).Alle Fische wurden schnell sehr groß , wobei sich der paru im Punkt fressen u. wachsen besonders hervortat . Der paru war in einem Jahr von einem 5 cm Fischlein zu einem stattlichen Burschen von über 20 cm herangewachsen.Dieses schnelle Wachstum bewog mich auch alle Fische abzugeben. Sie schwimmen jetzt in einem 7000 L Becken u. fühlen sich dort augescheinlich sehr wohl.

    Gruß Bernd

  • Hi Stefan :smiling_face:

    Schwimmraum.... ich denke im ersten Jahr reicht dir gerade so das 500 Liter bzw. 1200 Liter Becken. Das 2000 Liter Becken wird dann noch ein weiteres Jahr reichen...
    Aber auch hier ist es so das nicht immer alles so kommt wie es erwartet wird. Ich kenne Nasos die wachsen in einem Jahr gar nicht, der gleiche wo anders aber in der selben Zeit 15 cm....

    Daher liegt es daran, dann zu entscheiden ob der Fisch sich noch wohlfühlt. Ich denke aber das du ihn in spätestens einem oder zwei jahren abgeben wirst.

    Dennoch ein schöner Fisch :smiling_face:

  • Hallo Joe,
    sehr gut :grinning_squinting_face: , jedoch dieser eine "Privathändler" hat seine Bücher im Wohnzimmerschrank stehen; außer haufenweise Korallen, Fischen, Filterwatte, Salz und Spurenelementen gibt's da nix zu kaufen!
    Und wenn's vorm Becken ..zooooom...macht, muß man des öfteren schon sehr genau in den Hirnwindungen nachforschen! Jetzt weiß ich auch, warum er in seinem 5000 Ltr. Schaubecken keinen Kaiser schwimmen hat....;))( bei Korallenstöcken mit mehr als einem 1/2 m Durchmesser)
    Servus Stefan C.

    Servus
    Stefan

  • Original von Stefan C.
    Hallihallo,
    Gott sei Dank seid ihr nicht gleich über mich hergefallen; ...

    Hallo Stefan,
    nochmal Glück gehabt. Verstehen kann ich das ganze trotzdem nicht. Ich bin erklärter Gegner von Großkaisern und groß werdenden Doktor- und auch anderen Fischen im Heimaquarium! Leider zeigt Dein Beispiel, daß es ja doch nichts nützt sich aufzuregen.
    MfG Helmut

  • Hallo Helmut,
    ...eben, diese Reaktion habe ich befürchtet....
    aufregen bringt eben schon was!! Ich selbst bin gegen eine artfremde Haltung für Fische und Korallen, die sich als nicht haltbar erwiesen haben, bzw. in "tragbaren Pfützen" gehalten werden!; bei mir schwimmen in 2000 Ltr. 17 Fische, darunter eben zwei Hepatus, wo ich auch schon skeptisch war.
    Jedoch habe ich den Platz und die Gegebenheiten, wo die Fische mittlerweile sogar unter Tageslicht schwimmen und die Korallen auch die Sonne spüren, das gibt's doch nicht zu oft, oder?
    Mittlerweile weiß ich aus den Antworten die benötigte Beckengröße, an der soll es letztendlich auch nicht scheitern. (ich wollte zwar nie ein reines Fischbecken,
    aber nun wird's halt eines geben!). Zwar nicht gerade 7000 Ltr., aber für 5000+ ist die "Baugrube" ausgemessen...
    Wo sind bitteschön dann noch die Grenzen zwischen Heimaquarium und ......-ja wie heißt eigentlich das Gegenteil?
    Ich respektiere deine Meinung sehr, dein Wissen und das auch der anderen alten Hasen hat mir in meiner bis jetzt doch sehr kurzen Aqua- Laufbahn viel geholfen.
    Ein Chelmon bspw. wird sich bei mir im Becken nie finden lassen, ebenso wenig unpflegbare Korallen.

    Bei so renomierten Personen wie Schmid aus Unterföhring, der auch schon bei Fossa und Nielsen im Buch auftaucht, muß ich mich doch auf die Aussage bzgl.
    eines Fisches, hier Poc. paru , verlassen können, oder?
    .....anscheinend doch nicht, wie's scheint.
    Was passiert eigentlich mit den ganzen Kaiser-, Drücker-,und wie sie alle heißen -Fische in ihren 50x40 cm großen Verkaufsbehältnissen?
    Wo sie hinverkauft werden, habe ich oft schon bei verschiedenen Händlern gehört. Da stellt es mir die Haare auf.
    Erst kürzlich hatte ich Besuch bei mir, welcher die Malawi-Aquaristik seit 30 Jahren betreibt und beste Beziehungen zum Tierpark Hellabrunn pflegt, wo jetzt eine gigantische Meerwasseranlage errichtet wird; er bezeichnete bis jetzt die Meeresaquaristik aus Heimaquarianersicht als reine "Verbrauchs- und Wegwerf-Aquaristik". Als er nach 4 Stunden wieder ging, war er eines Besseren belehrt, und wollte nicht glauben, daß ich erst vor über einem Jahr begonnen habe :baby: .
    Sicher hatte ich auch schon Verluste, die ich mir bitter vorgeworfen habe; jedoch waren betreffende Tiere immer im voraus belastet durch Krankheit, Schwächung etc.,.... oder aus dem Becken gehupft..)

    Ozon gibt's bei mir nicht, UV macht die Sonne; ich hatte nur am Anfang einmal 3 Tage die Pünktchenkrankheit im Becken, welche ich auf biologischem Wege bekämpfen konnte; hier war ich selbst Schuld, weil ich mit dem Besatz nicht warten wollte ; durch Zufall fand ich damals das Forum und möchte es auch nicht mehr missen!

    Daran kann auch der "Franzose" :winking_face: nix ändern.
    Auweh... ist das ein langes Geschreibsel geworden....
    Servus Stefan C.

    Servus
    Stefan

  • Hallo Stefan,

    ***Bei so renomierten Personen wie Schmid aus Unterföhring, der auch schon bei Fossa und Nielsen im Buch auftaucht, muß ich mich doch auf die Aussage bzgl.
    eines Fisches, hier Poc. paru , verlassen können, oder?***

    Das kann aber doch kein Grund sein blindlings darauf loszurennen. Übrigens bin auch ich "im Buch von Fossa/Nielsen aufgetaucht" und ich habe ein ganz andere Einstellung zu diesen Dingen. Genau wie Helmut Strutz bin ich ein absoluter Gegner der Haltung von Großkaisern und anderer großer Meerwasserfische. In freier Wildbahn haben Großkaiser einen Platzbedarf der mindestens der Größe eines Fußballfeldes entspricht. Die üblichen Reviere dürften sich bei etwa bis zu einem Quadratkilometer bewegen. Ich glaube die Antwort zu einer artgerechten Aquariengröße kannst Du Dir nun selber geben ?

    ***Was passiert eigentlich mit den ganzen Kaiser-, Drücker-,und wie sie alle heißen -Fische in ihren 50x40 cm großen Verkaufsbehältnissen?
    Wo sie hinverkauft werden, habe ich oft schon bei verschiedenen Händlern gehört. Da stellt es mir die Haare auf. ***

    Was passiert eigentlich wenn niemand mehr diese Fische kaufen würde ? Es ist doch der Aquarianer der für ständigen Nachschub sorgt.

    ***Sicher hatte ich auch schon Verluste, die ich mir bitter vorgeworfen habe; jedoch waren betreffende Tiere immer im voraus belastet durch Krankheit, Schwächung etc.,....***

    Dagegen kann man meistens immer etwas tun, manchmal aber eben auch nicht das sind dann die Schiksalsschläge die man akzeptieren muß.

    ***oder aus dem Becken gehupft..) ***

    Das ist kein Schiksalsschlag denn dagegen kann man auch etwas tun.

  • Hallo, der Paru ist bei uns in Buenos Aires, Argentinien ein Fisch der in jedem Handel zu bekommen ist, da er aus unserem Nachbarland Brasilien häufig importiert wird. Normalerweise sind die importierten Tiere zwischen 5 und 8 cm gross. In dieser Grösse ist er ein eifriger Putzerfisch. Mit 10 cm, 3 Monate später, lässt er das putzen. Zur Zeit ist mein Paru so um die 20 cm gross und 3 Jahre alt. Mein Fischbecken hat 750 Liter. Er lebt zusammen mit einem über 20 cm grossen Sohaldoktorfisch (6 Jahre alt), einen 20 cm langen Lo Vulpinus (8 Jahre alt), einen 20 cm langen Palettendoktorfisch (8 Jahre alt), einen 20 cm langen und 6 Jahren alten Euxiphipops Xanthomtapon (ich glaube ihr sagt Diademkaiserfisch dazu), einen 6 Jahren alten und fast 20 cm Acanthurus Achilles (der Chef im Aquarium), einen über 20 cm langen und 8 Jahren alten Naso Lituratus, einen 12 cm und drei Jahren alten Euxiphipops Narvachus (Traumkaiserfisch), einen 3 jährigen gelber Segelflosser, einen 8 jährigen Neocirhitus Armatus und 3 weiter kleinere Fische.
    8x am Tage werden sie von 2 Automaten gefüttert (Pellets und Körner), nebenbei bekommen sie täglich 4/5 grosse Salatblätter oder 8/10 Löwenzahnblätter, 2x die Woche halbe Banane, abends gebe ich ihnen noch mit der Hand etwas (Norialgen, usw.). Lebende Garnelen bekommen sie 1x pro Woche, Freitags wird nicht gefüttert.
    Alle sind in prachtvollen Farben und die Kaiserfische haben alle den Farbwechsel bei mir im Aquarium vollzogen. Vor 5 Jahren ist mir ein P. Arcuatus (in der Jungfärbung dem Paru ziemlich Ähnlich) gestorben, den ich 10 Jahre im Aquarium hatte, er war so um die 35 cm gross.
    Der Paru ist ein Allesfresser, und kann in der Natur 50/60 cm gross werden, habe sie persönlich beim Tauchen in brasilianischen Riffen gesehen.
    Selbstversändlich ist er kein Fisch für ein kleines Aquarium (unter 500/600 Liter).

  • Zitat

    Original von Pablo

    8x am Tage werden sie von 2 Automaten gefüttert (Pellets und Körner), nebenbei bekommen sie täglich 4/5 grosse Salatblätter oder 8/10 Löwenzahnblätter, 2x die Woche halbe Banane, abends gebe ich ihnen noch mit der Hand etwas (Norialgen, usw.). Lebende Garnelen bekommen sie 1x pro Woche, Freitags wird nicht gefüttert.

    Hi Pablo

    Warum freitags denn nicht? In der Natur stehen die Tiere doch auch ständig im Futter. Also bei mir gibts keinen Fastentag.

    Grüsse

    Frank

  • Hallo Ralph,
    schön, das es dich wieder online gibt;
    da du für mich ebenso zu den renomierten Personen gehörst, ohne die meine "Pfütze" kaum das wäre, was sie heute darstellt, wenn ich deine Ratschläge nicht befolgt hätte.
    Knallhart deine Kommentare, aber das ist gut so. Mit dem Revieranspruch des "Franzosen" bin ich ins Herz getroffen,(sogar sehr tief-)
    Aber ist es nicht so, daß es dann auch keine Zoos geben dürfte, wo Pinguine, Robben etc. ihren Bewegungsdrang auf einigen 100 m³ Wasser ausleben "müssen"?
    Dürften wir dann eben nicht einmal einen Anthias oder ähnliches halten-?,denn ich kenne keinen Fisch, der im Riff sein ganzes Leben auf 2 m² verbringt.
    Der Aquariengarten in Unterföhring tönt groß mit der Bezeichnung "Meerwasserexperte". Von so jemandem, der vom Verkauf nicht seinen Lebensunterhalt bestreiten muß, das Ganze mehr als sein Hobby betreibt,
    erwartet man eine fachlich fundierte Beratung.
    Das kann man heute anscheinend aber nicht mehr erwarten!
    Nimm 10 Bücher und 10 Aquarianer, und du hast 20 verschiedene Meinungen; beim 'paru' vielleicht nur 18.
    (da habe ich dich und Helmut bereits abgezogen)

    Allerhöchstwahrscheinlich werde ich den 'paru' dann doch in 1 oder 2 Jahren nach Hellabrunn abgeben, denn
    ins Meer zurückgeben kann ich ihn leider nicht!
    Servus Stefan C.
    PS: trotzdem schön, das du wieder schreibst.....!

    Servus
    Stefan

  • hallo Stefan,

    ich denke schon, dass es fische gibt, die auch in freiheit nur ein revier von 2 m² oder weniger besitzen. ich habe mal über 2 wochen einen schleimfisch im mittelmeer beobachtet - er war nur im umkreis weniger cm (30?) um seine höhle anzutreffen. auch unsere anemonenfische haben nie das der anemone entgegengesetzte ende des aquariums erkundet. bei fischen im freien wasser wird es da schon schwieriger.


    gruß,
    patrick

  • Hallon Stefan,

    das ist auch wieder so ein Thema, wo es viele Meinungen zu gibt. Natürlich stellt sich die Frage, ob wir Kaiserfischen ein einigermassen lebenswertes Leben bieten können. Sind die Becken schon eine Einschränkung für die meisten Fische, so stossen solche Tiere wirklich schnell an die Grenzen.

    Allerdings sind deine Argumente in meinen Augen auch stichhaltig. Wenn man Kaiserfische nicht mal in sehr grossen Becken mit sehr hohem finaziellem Aufwand halten dürfte, dann ist die Gefangenhaltung eh in Frage zu stellen. Wir muten jedem Fisch einen enorm weiten Transport zu, wo gewisse Verluste auch von uns einkalkuliert werden.

    Wie lange sitzt bei meinem Händler schon ein Kaiserfisch
    im klitzekleinen Verkaufsbecken und wohin werden die meisten dieser Tiere hin verkauft. Wer kann sich solch riesige Becken leisten aber deswegen werden doch
    Kaiserfische genauso importiert. Wo landen die alle?

    Ich kenne übrigens nicht die genauen Bedürfnisse dieser Tiere, deswegen will ich nicht zuviel sagen.
    Mach ein schönes grosses Becken und wenn er zu gross wird, mußt du ihn notfalls weggeben.

    Wenn du ihn nicht gekauft hättest und so viel Geld investieren würdest, wer weiss, wo er gelandet wär.

    Gruss Thomas

  • Yo leuts,

    jetzt geb ich auch ma meinen senf dazu ab:

    Ich behaupte dass es bei den haltungsbedingungen auf die art des tieres und nicht unbedingt auf seine endgröße ankommt.

    Beispiel:
    Ein 40cm Steinfisch/Skorpionfisch schwimmt nicht sehr viel rum und kann locker bei 2500 litern gehalten werden.
    Einem 20cm Sohal ist ein 2500 liter Becken bereits zu klein.


    Ein Zackenbarsch liegt den ganzen tag faul rum. Viel schwimmraum ist ihm jacke wie hose, solange ihm futter vors maul schwimmt.

    :grinning_squinting_face:

    :grinning_squinting_face: iP!!

    iP's Most Rated Sept/06:
    1. ENUR - Calabria 2006
    2. Pete Heller - Big Love[Steven Lee Remix]
    3. Roger Sanchez - Lost[Eddie Thoneick Remix]
    4. Mashtronic - Supernova[Demis 16 Bit Remix]
    5. Justin Timberlake - Sexy Back[Dean Coleman Remix]

  • Hallo Stefan,
    eine ziemlich traurige Aussage deines Händlers, ich hatte mal ein Pärchen, das in 800 Litern 40 und 35 cm groß wurde, in etwa 5 Jahren, danach kein Wachstum mehr, Wasserstand etwa 80cm -Fischbecken. Wenn sie nicht wachsen sollen müssen sie hungern, aber dann werden sie sehr unförmig (großer Kopf und kleiner Körper-nicht Großkopf!). Außerdem fressen die doch Blumentiere an.
    Gruß Joachim

  • Zitat

    Original von Stefan C.
    Allerhöchstwahrscheinlich werde ich den 'paru' dann doch in 1 oder 2 Jahren nach Hellabrunn abgeben, denn
    ins Meer zurückgeben kann ich ihn leider nicht!

    Hallo Stefan,

    ich glaube nicht daß dies die Lösung ist. Ich versuche seit Jahren daß sich die Meeresaquarianer auf das besinnen was wirklich problemlos machbar ist und ich wäre wirklich heilfroh, wenn sich die Allgemeinheit etwa die Gedanken um ihre Tiere machen wie Du es tust. Angesichts der zu erwartenden Diskussion dennoch ehrlich offenzulegen das man ein umstrittenes Tier gekauft hat ist dann auch sehr mutig und meine Hochachtung davor möchte ich nicht verhehlen. Andererseits ist es vielleicht auch gut wenn immer wieder mal über große Tiere im Aquarium diskutiert wird oder darüber was zunächst klein und lieblich erscheint plötzlich "riesig" wird und über die Wirbellosen herfällt weil die zu seiner angestammten Nahrung gehören. Joachim Großkopf hat diese Probleme des Sattfütterns ja bereits angesprochen. Auch fallen mir allmählich keine Argumente mehr ein mit dem Märchen aufzuräumen, daß Fische sich der Beckengröße anpassen. Aber es ist ja nicht nur die Endgröße eines Tieres wie Ian Pooley mit seinem Steinfisch anführte. Wie auch die Falterfische werden Großkaiser "Vagabunden der Meere" bezeichnet und das sagt schon vieles über die Lebensweise eines Tieres aus. Wenn schon eine Haltung von solchen Individualisten dann auch bitte eine Paarhaltung was die Wesenszüge solcher Tiere ungemein fördert. Ich habe auch nichts gegen die Haltung von Anthias einzuwenden wenn dabei berücksichtigt wird das es ein Schwarmtier ist das sich nur in solch einem Schwarm wohlfühlt und auch besondere Nahrungsansprüche hat die berücksichtigt werden müssen sonst verurteilt man diese Tiere zum Tod. Wenn ich das jetzt richtig in Erinnerung habe, haben einige Aquarianer damit argumentiert daß sie solche Tiere doch 5 oder sechs oder gar 8 Jahre durchgebracht haben so erwiedere ich, daß ein Großkaiser eine Lebenserwartung von 20 und mehr Jahre hat. Wo bleibt denn da die erfolgreiche Haltung ?

    Ich gebe zu, solch eine Haltung wie die meine zu erreichen bedarf es einiger einschneidender Erlebnisse und die hatte ich als ich zum ersten Mal meinen Kopf mit Brille und Schnorchel unter die Wasseroberfläche eines tropischen Meeres gehalten habe. Aber ich bin heute dankbar für diese Erfahrung. Es gibt so unendlich viele wunderschöne Korallenfische die mit ihren Lebensansprüchen in unsere Aquarien passen und auch die Händler würden dabei nicht benachteiligt werden. Die Holländer waren die ersten, die z.B. die Gramma loretto während ihrer Laich- und Brutzeit unter Schutz stellten und das mit einem totalen Importverbot durchsetzten. Was mich daran stört ist nur, daß solche Maßnahmen immer auf Druck von oben erfolgen. Ich würde mir eine ehrliche Selbstbeschränkung wünschen, daß der Aquarianer selbstbewußt auf den Kauf solcher Tiere verzichtet. Mit dem Argument daß ein solches Tier es bei mir besser hat als bei den meisten anderen ist dem Fisch am allerwenigsten geholfen denn er wird nachgeordert werden wenn er verkauft wurde.

    Ich will nicht verbal auf die Halter von Großfischen prügeln, ich verstehe ja die Faszination aber ich möchte zum Nachdenken anregen, nicht mehr aber weniger auch nicht.

  • In den 26 Jahren als Meerwasseraquarianer habe ich festgestellt das ein Fasttag sehr nützlich ist, sowohl für die Fische wie auch für die Filter und das ganze Aquarium. An dem Fasttag merken die Fische nach ein paar Stunden ohne Futterzugabe, dass wohl nichts kommt und fangen dann eine "Säuberungsaktion" des Aquariums an zu machen, die Algen werden abgefressen und alles was fressbar ist wird verschlungen. Dies machen sie an den restlichen 6 Tagen nicht, da sie es nicht nötig haben, sie haben doch das Futter zur Verfügung und brauchen es nicht zu suchen. Die fehlende Futterzugabe ermöglicht eine Erholung der Filter, die an den restlichen Tagen auf 100% arbeiten. Auch wenn das Wasser immer sehr klar und durchsichtig ist, ist am Freitag Abend eine generelle Besserung der Ansicht des Aquarium bemerkbar.
    Letztendlich ist der Freitag nicht ein Fasttag für die Fische, sondern eher ein "Arbeitstag".

  • Hallo Stefan,
    obwohl ich überhaupt keine Zeit habe, will ich Dir noch schnell antworten. Ralph hat schon die wichtigsten Anmerkungen gemacht. Ich kann nur anfügen, machs dem Fisch wenigstens so angenehm wie möglich!
    Dein Vergleich zu Zoo's ist nicht ganz zulässig, den Zoo kannst Du meiden, aber wirklich ändern kannst Du da nix. Wenn Du aber einen Kaiserfisch kaufst, dann machst Du Dich mitschuldig. Es wird der nächste importiert. Ich will mich keineswegs mit Dir streiten, es ist nun sowieso passiert. Es wäre schön, wenn sich andere Aquarianer darüber Gedanken machen. Und wenn wir einige erreichen, welche dann sagen: "Ja, eigentlich gehören Groß-Kaiserfische nicht ins Aquarium!", dann ist den Fischen schon ein wenig geholfen. Im übrigen spreche ich das auch in meinen Vorträgen regelmäßig an.
    MfG Helmut

  • Original von Pablo
    Mein Fischbecken hat 750 Liter. Er lebt zusammen mit einem über 20 cm grossen Sohaldoktorfisch (6 Jahre alt), einen 20 cm langen Lo Vulpinus (8 Jahre alt), einen 20 cm langen Palettendoktorfisch (8 Jahre alt), einen 20 cm langen und 6 Jahren alten Euxiphipops Xanthomtapon (ich glaube ihr sagt Diademkaiserfisch dazu), einen 6 Jahren alten und fast 20 cm Acanthurus Achilles (der Chef im Aquarium), einen über 20 cm langen und 8 Jahren alten Naso Lituratus, einen 12 cm und drei Jahren alten Euxiphipops Narvachus (Traumkaiserfisch), einen 3 jährigen gelber Segelflosser, einen 8 jährigen Neocirhitus Armatus und 3 weiter kleinere Fische.

    Hallo Pablo,
    ích möchte zu Deinem Aquarium und dem Besatz keine Stellung nehmen, das würde nur Ärger geben!
    MfG Helmut

  • Hallo Pablo,

    Zitat

    Original von Pablo
    Die fehlende Futterzugabe ermöglicht eine Erholung der Filter, die an den restlichen Tagen auf 100% arbeiten. Auch wenn das Wasser immer sehr klar und durchsichtig ist, ist am Freitag Abend eine generelle Besserung der Ansicht des Aquarium bemerkbar.
    Letztendlich ist der Freitag nicht ein Fasttag für die Fische, sondern eher ein "Arbeitstag".

    es ist schon erstaunlich mit welchen abenteuerlichen Theorien Du eine Futterpause von einem Tag begründest. In jedem einzelnen Fachbuch der moderneren Literatur kannst Du die Wirkmechanismen von Microorganismen nachlesen und insbesondere auch was eine Pause in der Nahrungszufuhr der nitrifizierenden Bakterien bewirkt.

    Da Du jedoch nicht spezifizierst wie und womit Du filterst, will ich mich in dieses Thema nicht vertiefen. Auch deshalb nicht weil ich glaube, daß die Ausführlichkeit der Beschreibung wie Du (in meinen Augen) Tiere quälst, provozieren soll.

  • Hallo
    Helmut warum soll es Ärger geben wenn du deine Meinung sagst? Dachte jeder hier im Forum kann seine Meinung angeben auch wenn es dem einen oder anderen nicht gefällt.
    Zur Haltung von Großfischen will ich einen guten Freund von mir Zitieren (wird das so geschrieben? egal!) Prof. Horn von Uni Bochum (Der hat zwar mit Fischen nicht am Hut ist aber ein sehr sehr Bekannter Waranforscher): Man kann alles zuhaus halten. Man braucht nur genügent Platz und Geld um die Tiere richtig zuversorgen. Wenn man das kann, kann man auch Komodowarane (3m 150kg schwer) halten.
    Also Helmut und Ralph es soll auch Leute geben die keine Pfützen sondern halbe Schwimmbäder zuhause haben. (Ich hab ne Pfütze 1mx1mx0,60m) warum soll man solchen Leuten Großfische vorenthalten?Im übrigen hab ich schon Palettendr. mit 30cm gesehn und impis die auch adult nicht grösser waren. Was ich damit sagen will ist. Paletten hat fast jeder oder viele. Da regt sich keiner auf. Wenn jetzt einer nen Großkaiser hält geht das Geschrei los. Wenn der Platz da ist und man das Tier ausreichent versorgen kann. Gibts doch da keine einwände. Oder? :confused_face:
    Gruß Frank

  • Hallo Frank,
    doch Einwände gibts! Das fängt schon damit an, daß Du von einem (!) Kaiserfisch sprichst. Die meisten Pomacanthus- und Holacanthusarten leben aber in Paaren. Dazu besitzen sie geradezu gigantische Reviere. Wie will man das denn im Wohnzimmer realisieren? Was sind denn schon 5000 oder 7000 Liter für eine Fischpaar, das eine 300m lange und 20m hohe Riffwand entlangschwimmt und weit und breit keinen anderen Kaiserfisch sieht. Und dazu kommt, daß das geradezu majestätische Fische (der Name sagt das ja schon aus) sind. Diese Tiere in ein Wohnzimmeraquarium zu stecken ist ganz einfach unmoralisch!
    Das ist meine Meinung dazu!
    MfG Helmut


  • ebenso Servus Stefan C.

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Original von Helmut Strutz
    ***Hallo Frank,
    doch Einwände gibts! Das fängt schon damit an, daß Du von einem (!) Kaiserfisch sprichst. Die meisten Pomacanthus- und Holacanthusarten leben aber in Paaren. Dazu besitzen sie geradezu gigantische Reviere. Wie will man das denn im Wohnzimmer realisieren? Was sind denn schon 5000 oder 7000 Liter für eine Fischpaar, das eine 300m lange und 20m hohe Riffwand entlangschwimmt und weit und breit keinen anderen Kaiserfisch sieht. Und dazu kommt, daß das geradezu majestätische Fische (der Name sagt das ja schon aus) sind. Diese Tiere in ein Wohnzimmeraquarium zu stecken ist ganz einfach unmoralisch!
    ***Das ist meine Meinung dazu!
    MfG Helmut

    Hallo Helmut,
    ich will dich nicht noch weiter erzürnen; du hast vollkommen Recht. Der Fehler mit 'paru' ist mir einmal passiert und nicht wieder. Ich bin geläutert, es war auch kein -, bitte nicht mißverstehen-, 'Besitzdenken';
    ich bin einfach nur stinksauer über die Art an "keiner Beratung oder Frage", wo der Fisch hinkommt!
    Es war 1. ein Moment der Unachtsamkeit und des Vertrauens zum "Hobbyhändler", und
    2. das gebe ich offen zu, dieses "bei mir wird er es besser haben- Gefühl", da P.paru ganz alleine in einem 50x30 Becken mit einem lebenden Stein als Unterhaltung schwamm...

    Wenn der kleine "Franzose" wissen würde, was er, bzw. ich für eine Lawine losgetreten hat....

    ....ganz kleine Frage: wenn 'paru' jetzt in ein "großes Becken" kommt, sollte ich vielleicht in Erwägung ziehen, ...bitte nicht losschreien..., für die Dauer der Unterkunft bei mir einen zweiten einzusetzen? Geteiltes Leid ist halbes Leid!

    Servus Stefan C.

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Original von Stefan C.
    [QUOTE]Original von patrick
    Hallo Stefan,
    ***ich denke schon, dass es fische gibt, die auch in freiheit nur ein revier von 2 m² oder weniger besitzen. ich habe mal über 2 wochen einen schleimfisch im mittelmeer beobachtet - er war nur im umkreis weniger cm (30?) um seine höhle anzutreffen.

    Da hast du sicher Recht; aber woher weißt du, ob dieser Fisch nicht nach den 14 Tagen weitergezogen ist, weil ihm vielleicht die Nahrung zu wenig wurde?
    ****aber im Aquarium wird er gefüttert. Weshalb sollte er bei ausreichendem Nahrungsangebot weiterziehen. Es gibt wirklich Fische, auch Zwergkaiser, die in der Natu einen Korallenblock mit 1m Durchmesser (oder weniger)lebenslang bewohnen.


    Meinst Du wirklich es ist der richtige Weg einen Fisch zu kaufen,mit dem Hintergedanken "ich kann ihn ja hergeben,wenn ....". Auch solltest Du die Schuld nicht alleine auf den Händler schieben, sondern Du hast die Verantwortung für gekaufte Tiere. Übrigens kenne ich den Schmid aus Unterföhring auch und war schon einigemal da. Habe ich nicht auch Bücher im Angebot gesehen? Einmal bezeichnest Du ihn als "Privathändler",dann wieder als "Renommierte Person".Was denn jetzt?
    In einem Posting schreibst Du "Dann richte ich halt mal ein 5000l Becken ein", dann schreibst Du wieder "dann gebe ich ihn halt in 2 Jahren in den Zoo ab". Was willst Du jetzt eigentlich mit dem Fisch anfangen wenn er größer ist? Was ist, wenn ihn der Zoo nicht nimmt? Kommt er dann in die Pfanne.
    Zur Größenanpassung im Aquarium: Besorge Dir mal das alte Buch "Korallenfische" oder s.ä. von P.Chlupaty. Da ist er mit seinen beiden P.paru abgebildet. Die sind in einem kleinen Aqua. bis fast 50cm gewachsen.
    Manchmal bin ich froh kein Fisch zu sein. :grinning_squinting_face:

  • Zitat

    Original von Pablo
    Hallo, der Paru ist bei uns in Buenos Aires, Argentinien ein Fisch der in jedem Handel zu bekommen ist, da er aus unserem Nachbarland Brasilien häufig importiert wird. Normalerweise sind die importierten Tiere zwischen 5 und 8 cm gross. In dieser Grösse ist er ein eifriger Putzerfisch. Mit 10 cm, 3 Monate später, lässt er das putzen. Zur Zeit ist mein Paru so um die 20 cm gross und 3 Jahre alt. Mein Fischbecken hat 750 Liter. Er lebt zusammen mit einem über 20 cm grossen Sohaldoktorfisch (6 Jahre alt), einen 20 cm langen Lo Vulpinus (8 Jahre alt), einen 20 cm langen Palettendoktorfisch (8 Jahre alt), einen 20 cm langen und 6 Jahren alten Euxiphipops Xanthomtapon (ich glaube ihr sagt Diademkaiserfisch dazu), einen 6 Jahren alten und fast 20 cm Acanthurus Achilles (der Chef im Aquarium), einen über 20 cm langen und 8 Jahren alten Naso Lituratus, einen 12 cm und drei Jahren alten Euxiphipops Narvachus (Traumkaiserfisch), einen 3 jährigen gelber Segelflosser, einen 8 jährigen Neocirhitus Armatus und 3 weiter kleinere Fische.
    8x am Tage werden sie von 2 Automaten gefüttert (Pellets und Körner), nebenbei bekommen sie täglich 4/5 grosse Salatblätter oder 8/10 Löwenzahnblätter, 2x die Woche halbe Banane, abends gebe ich ihnen noch mit der Hand etwas (Norialgen, usw.). Lebende Garnelen bekommen sie 1x pro Woche, Freitags wird nicht gefüttert.
    Alle sind in prachtvollen Farben und die Kaiserfische haben alle den Farbwechsel bei mir im Aquarium vollzogen. Vor 5 Jahren ist mir ein P. Arcuatus (in der Jungfärbung dem Paru ziemlich Ähnlich) gestorben, den ich 10 Jahre im Aquarium hatte, er war so um die 35 cm gross.
    Der Paru ist ein Allesfresser, und kann in der Natur 50/60 cm gross werden, habe sie persönlich beim Tauchen in brasilianischen Riffen gesehen.
    Selbstversändlich ist er kein Fisch für ein kleines Aquarium (unter 500/600 Liter).


    Hallo Pablo,
    Hast Du auch noch Wasser im Aquarium?

    Bei Deiner aufzählung denke ich, der P.paru fühlt sich alleine in einem 500/600 Liter-Becken wohler.

  • Zitat

    Original von KS


    Meinst Du wirklich es ist der richtige Weg einen Fisch zu kaufen,mit dem Hintergedanken "ich kann ihn ja hergeben,wenn ....". Auch solltest Du die Schuld nicht alleine auf den Händler schieben, sondern Du hast die Verantwortung für gekaufte Tiere. Übrigens kenne ich den Schmid aus Unterföhring auch und war schon einigemal da. Habe ich nicht auch Bücher im Angebot gesehen? Einmal bezeichnest Du ihn als "Privathändler",dann wieder als "Renommierte Person".Was denn jetzt?
    In einem Posting schreibst Du "Dann richte ich halt mal ein 5000l Becken ein", dann schreibst Du wieder "dann gebe ich ihn halt in 2 Jahren in den Zoo ab". Was willst Du jetzt eigentlich mit dem Fisch anfangen wenn er größer ist? Was ist, wenn ihn der Zoo nicht nimmt? Kommt er dann in die Pfanne.
    Zur Größenanpassung im Aquarium: Besorge Dir mal das alte Buch "Korallenfische" oder s.ä. von P.Chlupaty. Da ist er mit seinen beiden P.paru abgebildet. Die sind in einem kleinen Aqua. bis fast 50cm gewachsen.
    Manchmal bin ich froh kein Fisch zu sein. :grinning_squinting_face:

    Hallo KS,
    bitte lies dir erst die ganze Diskussion durch, bevor du wie ein Politiker dir einige Satzfetzen herausziehst, um sie dann nach eigenem Gutdünken zu verdrehen;
    sowas stößt mir sauer auf.

    1.Schmid in Unterföhring als renomierten Aquarianer bzw. Person zu bezeichnen, beweist sein Schaubecken und auch sein Wissen, das er aber sehr selten preisgibt, je nachdem, wie er aufgelegt ist.

    2. Wo wären denn die Bücher gewesen? unter dem Ladentisch?

    3. Schmid ist ein Privatmann, welcher den VK als Hobby betreibt!

    4. Ohne Übertreibung habe ich die Möglichkeit, ein Becken dieser Größe ohne wenn und aber einzurichten, was aber eigentlich nicht vorgesehen war, da ich mich eigentlich mehr auf Steinkorallen und deren Vermehrung spezialisiert hatte.

    5. den Fehler, den Fisch zu nehmen, habe ich begangen, dazu stehe ich auch; wenn ALDI Meerwasser hätte, könnte man ohne Beratung aber hier dann genauso schlecht kaufen.

    6.den Fisch dann evtl. später doch abzugeben, resultiert aus der geführten Diskussion und den Konsens daraus um die Haltbarkeit des Fisches unter aufgeführten Punkten von Ralf und Helmut, die die Sache auf den Punkt bringen und nicht in der Wunde noch bohren. (nur ein bisserl)

    7. der Zoo wird ihn nehmen; dessen kannst du sicher sein!

    8. ich weiß nicht, wie er schmecken wird, wenn er aus der Pfanne kommt, jedoch möchte ich auch kein Fisch auf dieser Welt sein.

    9. falls dir noch nie ein Fehler in der Aquaristik passiert ist, dann bist du wirklich zu beneiden.

    10. wenn du bei Schmid einkehrst, bist du gerne mal zu mir eingeladen, bin keine 30 km weit weg;, da gibt's
    auch noch was anderes zu sehen außer Kugelalgenrasen, aus dem vereinzelt Korallen hervorlugen in den Verkaufsbecken wie beim "Privathändler" im Keller.
    Welche Diskrepanz: sein Schau-"Privat"-Becken 1a, im Keller der "Verkauf"...Schauder pur!

    Servus aus Wartenberg und jederzeit für sachliche Diskussionen bereit
    Stefan C.

    Servus
    Stefan

  • @ Pablo

    Zitat

    Original von Pablo
    An dem Fasttag merken die Fische nach ein paar Stunden ohne Futterzugabe, dass wohl nichts kommt und fangen dann eine "Säuberungsaktion" des Aquariums an zu machen, die Algen werden abgefressen und alles was fressbar ist wird verschlungen. Dies machen sie an den restlichen 6 Tagen nicht, da sie es nicht nötig haben, sie haben doch das Futter zur Verfügung und brauchen es nicht zu suchen. Die fehlende Futterzugabe ermöglicht eine Erholung der Filter, die an den restlichen Tagen auf 100% arbeiten.
    Letztendlich ist der Freitag nicht ein Fasttag für die Fische, sondern eher ein "Arbeitstag".

    Hi Pablo

    Da war der Ralph ja schneller als ich (war zur Arbeit).
    Aber irgendwie kann ich dir da nicht so ganz folgen. Säuberungsaktion? Hmm, Also, was bei mir Algen frisst (Schnecken, Einsiedler usw.), ist, so wie ich das Beobachten kann auch bei Futterzugabe immer am 'Arbeiten'. Auch Futterreste kann ich morgends keine sehen. Was meine Fische liegen lassen erledigen die Anderen (Kleinkrebse, Würmer ...). Ich weiss ja nicht, wie Du filterst. Aber ich hab Abschäumer und Filterbecken mit verschiedenen Algen. Keinen Biofilter. und selbst wenn ich einen hätte, kann ich mir nicht vorstellen, dass im Stickstoffabbau da ne Pause eingelegt wird. Stoffwechsel bei den Tieren bleibt ja weiterhin aktiv. Auch würde sich meines Wissens ein spontaner aprubter Rückgang der Werte eher negativ auswirken, da die zuständigen Bak's ja keine Pause einlegen können, sondern sich durch Populationsdichte den Gegebenheiten anpassen.
    Ich hoffe, du kannst meine Gedankengänge verfolgen, da ich manchmal Probleme hab, Gedanken in Worte zu fassen. Im Prinzip, glaub ich, ist es das, was der Ralph auch meinte. Der kann das auch besser erklären.
    Also, bei mir gibt es jedenfalls weiterhin täglich Futter.
    Lasse mich aber auch gerne eines Besseren belehren.

    Liebe Grüsse

    Frank

  • tag frank,
    @ all,

    denke dass pablo mit dem begriff 'reinigungsaktion' nur das verstärkte abweiden von aufwuchs in seinem becken meint, und nicht das wegfressen von irgendwelchen resten.

    daher ist dieser futterlose tag nicht so ganz futterlos wie
    hier angesprochen wurde.

    und zur grösse der fische seines oder anderen besatzes im verhältniss zur beckengrösse, sei hilfsweise erwähnt, dass es für viele ein weiter weg ist, zur erkenntniss zu gelangen, dass der ein oder andere fisch, trotzt gegenteiliger hinweise in unserer fachliteratur, für heimaquariern nicht geeignet ist.

    wenn aber solche tiere vor jahren gekauft wurden und ich erst jetzt meine erkentniss erlange, soll ich die tiere von ihrem leiden (wer weiss denn ob sie leiden) erlösen und ins klo spülen?

    ein ausgewachsenes tier in einen kleinen kübel zu sperren ist tierquälerei.

    wie verhält es sich aber bei dem winzigen jungtier, das in einem becken heranwächst?

    wer die freiheit nicht kennt, kann sie nicht missen - oder doch?

    mein grösster fisch war vor 35 jahren mal eine mittelmeerbrasse, die im 240 literbecken auf gut 22 cm heranwuchs.

    das war bislang mein einziger kontakt mit 'grossfischen' im aqua.

  • Hi Joe :smiling_face:

    Irgendwie kommt es immer drauf an, von welcher Seite man was betrachtet. Nicht, dass ich meinen Standpunkt da jetzt ändern will, aber so wie Du das darstellst, hört sich das ein klein wenig anders an, als ich den Pablo verstanden hab. Aber bei meiner Meinung bleib ich trotzdem.

    Ich tendiere aber auch mehr zu kleinbleibenden Arten. Aber da wiederum auch nicht zu Schwarmtieren, sondern eher zu Einzelgängern oder Paaren.
    Irgendwie fasziniert mich das kleinbleibende halt mehr. Obwohl ich weiss, dass ich mir da auch nicht jedes Tier zulegen kann. Alleine schon deshalb, weil man nicht einfach sagen kann, kleines Tier braucht kleinen platz.

    Und Schwarmfische... ich kenne keinen Aquarianer, der ein Becken hat mit Hunderten oder Tausenden von Fischen einer Rasse, nur, weil es Schwarmfische sind. Und es ist schon faszinierend, wenn man einem riesigen Schwarm kleiner Fische bei Ihrem Treiben zusehen kann.
    Ich finde halt, dass Grossfische auch dementsprechend viel Platz brauchen und deshalb halt ins Meer gehören. Wenn ich da nur an die Halter von Haien denke. Im Meer haben Haie ein riesiges Areal zur verfügung. Da kann ich ein Becken haben, so gross wie ein Sportplatz, und der Platz reicht evtl. dennoch nicht aus.

    Na ja, ich hab auch ein Aquarium. Das ist bei uns Menschen irgendwie das seltsame. Man weiss im prinzip, was richtig ist, aber daran halten tut man sich doch nicht.
    Aber ich versuche, es meinen lieben Tierchen so angenehm wie nur möglich zu machen. Auch wird irgendwann einmal vieleicht eine Zeit kommen, in der viele Tiere in der freien Natur nicht mehr zu finden sind. Evtl. haben dann Leuts wie wir die Chance, einiges wieder gut zu machen und einen kleinen Rest an Tieren am Aussterben zu hindern oder sogar in Ihren Ursprünglichen Gebieten wieder anzusiedeln

    Liebe Grüsse

    Frank

  • Hallo,

    nette diskussion hier, ist lustig sie zu lesen. Auch wenn das thema recht ernst ist...

    Ich habe bei weitem nicht so viel erfahrung wie helmut oder ralph, dennoch finde ich dass diese diskussion falsch angesetzt ist. Es ist alles definitionssache: der eine sagt "groß"-kaiser halten ist tierquälerei, der andere denkt das selbe über die haltung eines sohal doktors. Der doc wird immerhin auch gute 40 cm groß. Sogesehen ist es für mich falsch zu behaupten, wer einen "groß"-kaiser hält ist ein tierquäler, aber zuhause einen sohal/desjardini/naso halten.

    Aber in einem punkt muss ich euch absolut recht geben: was hält perdo oder pablo (scheiss namesgedächtniss :smiling_face_with_sunglasses: ) da bei 750 litern inhalt? Das ist doch dann ein bischen zu viel...

    :grinning_squinting_face: iP!!

    iP's Most Rated Sept/06:
    1. ENUR - Calabria 2006
    2. Pete Heller - Big Love[Steven Lee Remix]
    3. Roger Sanchez - Lost[Eddie Thoneick Remix]
    4. Mashtronic - Supernova[Demis 16 Bit Remix]
    5. Justin Timberlake - Sexy Back[Dean Coleman Remix]

  • Hi Ian :smiling_face:

    Zitat

    Original von iP

    Aber in einem punkt muss ich euch absolut recht geben: was hält perdo oder pablo (scheiss namesgedächtniss :smiling_face_with_sunglasses: ) da bei 750 litern inhalt? Das ist doch dann ein bischen zu viel...

    Da hast Du ja recht.
    Wenn ich da jetzt mein Becken mit vergleiche... Mit Filterbecken 160 Ltr. Bestand immer noch 1 Blenni und 2 Ocellaris. Ich will da auch noch gern 2 Kaudernis oder 2 Demoisellen oder beide und 1 (oder ein Pärchen) Mandarin oder Gramma Loreto einsetzen. oder 2 Grundeln. Ist das dann denn nicht auch zuviel???

    liebe Grüsse

    Frank

  • Hier mal ein Ausschnitt aus einer Website eines deutschen Aquarienhändlers.

  • Zitat

    Original von Thomas Chronz

    Hier mal ein Ausschnitt aus einer Website eines deutschen Aquarienhändlers.

    Hi Thomas :smiling_face:

    Man könnte ja jetzt sagen, das Becken sei riesig gross und die Fische haben, als sie die Kamera sahen sich in einer Ecke versammelt und in Pose gebracht...
    (schlechter Scherz von mir :frowning_face: )

    Ich glaube von Artgerecht kann da wohl keine Rede sein. Für einen Händler ist es zwar nicht immer einfach, aber ich habe da schon besseres, schöneres gesehen, wo die Tiere einiges mehr an Freiraum haben.
    Da braucht man sich dann auch nicht zu wundern, wenn ein teuer erstandenes Fischlein innerhalb kurzer Zeit zuhause erkrankt und schlimmstenfalls dann an dieser Krankheit zugrunde geht.

    liebe Grüsse

    Frank

    Ps: Ich will hier keinem zu nahe treten. Ist halt nur meine Meinung

  • ich meinte ja eher den Text "... Liebhaber von großen, imposanten Fischen ...".

    Werbung heißt ja, den Bedarf wecken.
    Wenn der Markt (Kunde) nicht will wie ich (Händler), wird er bearbeitet (Marketing). Das ist die erste Stufe.
    Jetzt kommt der Kunde zum Händler: Begehrlichkeiten wecken, also große, imposante Tiere zeigen. Verkaufen. Probleme auf die Technik abwälzen. Verkaufen. etc ...

  • Hi Thomas :smiling_face:

    Da sieht man mal wieder, wie verschieden doch die Menschen sind. Du meintest den Text, und mir sind zuerst die Bildchen ins Auge gesprungen. Da hab ich auf den Text gar nicht mehr geachtet, obwohl ich ihn gelesen hab.

    Liebe Grüsse

    Frank

  • Hallo zusammen, Hallo Stefan
    Stefan: Ich glaube nicht das du soooo einen grossen Fehler mit dem Fisch gemacht hast. So wie du schreibst hast du ja die Möglichkeit den Platz und die Kohle ein wie ich finde angemessenes Becken zustellen.
    Zu den Großfischen (Kaiser usw) will ich sagen, was soll der Unterschied sein wenn ich einen 8cm Fisch in ein 1,2m Becken sperre oder einen 40cm Fisch in ein 3,5m Becken? Eingesperrt sind dann doch beide.
    Helmut und Ralph: Wellensittiche in Australien fliegen in Schwärmen täglich Km weit. Zuhause im Käfig kann er das nicht. Vogelhaltung verbieten? Schlangen werden im Vergleich zu ihrer Länge in sehr kleinen Terrarien gehalten und vermehrt. Schlangenhaltung bzw Reptilienhaltung verbieten? Wieviele Discus o. Skalare schwimmen in der Süsswasseraquaristik in angemessenen Becken? Verbieten? Könnte euch da noch einig Beispiele nennen. Ich glaube das jeder das selber mit seinem Gewissen vereinbaren muß wie groß er seine Fischis hält. Ich bin halt der Meinung wenn man die Möglichkeit (Platz, Kohle usw) hat kann man auch große Fische halten. Vergleich mit Meer hinkt weil jeder Fisch ob groß o. klein in einem Aquarium im Knast lebt und nie die Freiheit eines natürlichen Riffs genießt.
    Gruß Frank
    P.S. Helmut und Ralph: Haltet ihr nur Minifische? Helmut du hälst doch Falter? Hast du ein Becken wie ein Fußballfeld?

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!