Wie PO4-Absorber und Aktivkohle einsetzen??

  • Guten Abend!

    Da mein PO4-Wert langsam aber sicher hoch steigt und ich diesen dorch normale WW nicht runterbekomme, hab ich mir heut 2 Packungen Phos EX von JBL besorgt (ca. 700g).
    Außerdem auch noch 2kg Aktivkohle.

    Ich habe ein Technikbecken mit 3 Kammern. In der ersten ist der Abschäumer, in der zweiten die Pumpe für die UVC und in der dritten die Rückförderpumpe. Filtermaterial habe ich sozusagen keines.

    Hatte es mir so gedacht, dass ich aus Lichtrasterplatten eine "Kiste" baue und da hinein Filterwatte lege und in die Filterwatte den Phosphatabsorber und die Aktivkohle. Sollte ich zuerst die Aktivkohle nehmen und dann den Absorber oder andersrum oder ist das egal?

    Soll die "Lichtrasterkiste" so breit sein wie der Druchfluss von Kammer 1 nach Kammer 2 oder lieber etwas schmäler, damit nicht das ganze Wasser hindurch fließt sondern nur ein Teil des Wassers. Da der Absorber ja effektiver ist, wenn das Wasser nicht so schnell hindurchfließt.

    Ist die Aktivkohle nützlich oder kann sie schaden? Wieviel KG Aktivkohle sollte ich einbringen?
    Die 2 kg oder reicht es nur einen Teil einzubringen??

    Weiterhin habe ich noch Ozon am Laufen. Das hat ja mit den Absorbern nichts zu tun und kann noch weiterlaufen, oder?

    Vielen Dank im Voraus für die Hilfe!

    Paul

  • Hallo Paul,

    ich würde den Kohleeinsatz langsam beginnen und nicht sofort eine große Menge einsetzen.
    Die Kohle solltest du vor den Adsorber anbringen, sie kann so dessen Wirkung verbessern. Und NACH der Ozonzugabe,
    damit sie überschüssiges Ozon zerstören kann.

    Gruß Armin

  • Hallo zusammen,

    die Kohle sollte nach der Ozonzugabe zum Einsatz kommen, oder?


    Gruß Michael

  • Hallo!

    Ozon dosiere ich ja gleich in den Abschäumer, also kommt die Aktivkohle danach zum Einsatz.
    Muss man Aktivkohle auch auswaschen vor dem Einsatz, wie den Absorber?

    Ist wegen der Zwangsdurchströmung nötig so etwas zu nutzen wie von Thomas vorgeschlagen oder geht es auch ohne wie von mir gedacht? Da im Technikbecken ja auch eine Art Strömung herscht, da das Wasser (in meinem Fall) von rechts nach links laufen muss, da es rechts aus dem Becken runterkommt und links in der 3. Kammer wieder hochgepumpt wird. Oder wäre es zu uneffizient?

    Ich könnte das, wie es von mir gedacht war, noch hinter den Ausgang der UVC hängen, die macht aber 2000L/Stunde und das wäre für den Absorber ja zu viel. Oder vor die Rückförderpumpe, die hat 5000L/h und "zieht" das Wasser ja auch ein.

    Bitte um weitere Infos, ob ich so richtig denke oder lieber so ein Filterrohr besorgen soll.
    Aktivkohle dann auch über diesen Filter? Aber dann ist es ja so, dass nicht das gesamte Wasser durch den Aktivkohlefilter läuft, sondern nur ein Teil !?!???

    Vielen Dank im Voraus!

    LG

  • Hallo Paul,

    bei euch scheint der Strom billig zu sein. Was hast du für Seuchen im Becken das du UV und Ozon brauchst?
    Wenn du keine 1000W UV- Röhre drin hast kannst du das Ding abstellen. Bei 2000L/h ist die Aufenthaltszeit viel zu kurz, dass es etwas bringen würde. Keime werden da nicht mal braun, geschweige denn sie kriegen Sonnenbrand. Nur die Heizleistung der UVC-Lampe geht zu 100% ins Wasser.
    Widerstände werden auf der Druckseite der Pumpe angebracht. Nur in Ausnahmefällen auf der Sogseite. Daher Filtermaterial welches einen Strömungwiderstand darstellt nicht mit Zwangdurchfluss an den Pumpeneinlass binden.
    Filterwiderstände nicht mit Zwangsdurchfluss an den Auslass des Abschäumers, da sich das Wasser im Abschäumer aufstaut und dieser dann sein Abschäumverhalten ändert. Wenn der Abschäumer vorher richtig eingestellt war, kann er nur schlechter funktionieren.
    Ozon ist giftig und das damit behandelte Wasser sollte über Aktivkohle geleitet werden um das Ozon abzubauen. Ozon oxidiert organisches Material, u.a. Bakterien und wirkt somit keimtötend. Aber Ozon oxidiert auch phophorhaltiges organisches Material. Die höchste Oxidationsstufe von Phosphor ist PO[t]4[/t].
    Wenn ein Absorber im Nebenstrom betreiben wird, wird er trotzdem fast 100% der Wasser im System filtern, wenn dein Becken einen Filterkreislauf hat. Das Wasser kommt nämlich öfter am Tag vorbei.
    Für Filtersäckchen eignet sich Garaniengaze/Gartenflies. Das ist ein Nylon- oder Perlon-Wirrfasergewebe; Gibst im Baumarkt mit Gartenabteilung. Vor Gebrauch bitte auswaschen.

    Gruss
    Rainer

  • Hallo Rainer!

    Ich hab eine DeBary 25W UVC. Hier wird laut Hersteller empfohlen maximal 2000L/h "durchzujagen".
    Hatte vergessen, dass ich die Eheim runtergedrosselt habe auf ca. 1200L/h.
    War also mein Fehler.

    UVC hab ich wegen den Docs im Becken und da ich noch einen Ozonisator rumliegen hatte dachte ich, dass ich den ja verwenden kann. Muss mal schauen was der an Strom frisst.


    Gruß, Paul

  • Moin Paul,

    deine UV-Anlage hat laut Debarry eine Strahlungintensität von 15700 µWsec/cm[h]2[/h]. Cryptocaryon irritans braucht laut
    laut http://edis.ifas.ufl.edu/fa164 mindestens 100000 µWsec/cm[h]2[/h] zum sterben. Teile daher die 2500l/h der Debarry AN-25E mal durch 6, dann hast du die richtige Durchflussmenge/Verweildauer damit es deinen Doktoren was bringt. Drossel die Eheim nicht auf 400l herunter, sondern kauf dir eine kleinere Pumpe. Die Eheim macht das nicht lange mit und frisst zuviel Strom. Den PO4-Absorber kannst du dann an den Ausgang der UV-Anlage anschliessen. Versuche mal ohne Ozon auszukommen, dann brauchst du dir auch keine Gedanken über die Aktivkohle machen.

    Gruss
    Rainer

    2 Mal editiert, zuletzt von Rainer S. (4. November 2010 um 06:03)

  • Hallo Rainer

    Mit der Wärme und dem Strom der Eheim haste natürlich recht, der Pumpe aber ist es egal wenn du diese drosselst.

    Gruss Claude

  • Hi Claude,
    mir hat man beigebracht, dass man aus dem oberen Drittel der Pumpenkennlinie bei Kreiselpumpen besser raus bleibt, da bei einem höheren Druck durch die Drosselung die Kräfte auf Impellerflügel, Achse und Lager steigen was zu erhöhten Verschleiss führt. Durchbrennen wird sie im Unterwasserbetrieb nicht, ausserhalb des Wasser wird eine Pumpe die Wärme nicht immer los. Es kann ja sein das es der Pumpe egal ist, mir aber nicht.
    Oder ist an dieser Pumpe was besonderes?

    Gruss
    Rainer

  • Eheim pumpen werden meiner erfahrung nach laut sobald man sie drosselt. Nur so als info wenn das ding im wohnzimmer steht :winking_face:

    :grinning_squinting_face: iP!!

    iP's Most Rated Sept/06:
    1. ENUR - Calabria 2006
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  • Hallo!

    Also ich hab mal mit einem Digitalstrommesser getestet. Die EHEIM compact 2000+ verbraucht mit 100L/h 22W und im "Vollbetrieb", also 200L/h 28 W.

    Ich hab noch eine kleine Pumpe mit ca. 670L/h von JBL, die hat einen Verbrauch von 7,6 W. Die werd ich nun im Becken anbringen und die EHEIM hat erstmal aushedient. Vielleicht nutz ich die EHEIM ja iwann als Strömungspumpe, wenn der Besatz sehr dicht geworden ist. Aber aktuell ist der Riffaufbau relativ locker und 3 Streams + Rückförderung im Einsatz, daher sollte das erstmal reichen.

    Ich persönlich denke auch, dass es der Pumpe relativ egal ist, da sie ja dazu gebaut wurde, dass man sie drosseln kann. Aber kann schon sein, dass Sie dann früher der Geist aufgibt. Aber das hat sich ja nun durch den Einsatz der kleineren Pumpe eh erledigt.

    Vielen Dank für den Tipp die kleinere Pumpe einzusetzen!

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