Amblygobius Rainfordi

  • Hallo Leute,
    mir ist meine Baggergrundel raus gesprungen und jetzt in Fischhimmel. Nach jetzt über einer Woche Trauer überlege ich welche
    Grundel für mich in frage kommen würde, die auch den Bodengrund sauber halt. Ich fand die Amblygobius Rainfordi(überlege
    auch ein paar zu nehmen) ganz gut und sie würde auch in mein 200l Becken rein passen. Hat hier einer Erfahrung mit der
    Grundel und kann mir was erzählen. Ist sie auch für meine Bedürfnisse geeignet(Bodengrund).

    Ich sage schon mal danke für die guten Antworten. :thup
    MFG Kevin

  • Tolle Fische für Dein 200l Becken, Kevin, nur baggern die leider nicht wirklich. Auf Großhandelslisten werden die komischerweise auch immer als "Bagger-"grundeln angepriesen!

  • Hi!

    Ich hatte vor unserer Fischseuche vor eineinhalb Jahren zwei Rainfordis. Leider war es offenbar kein Pärchen, denn sie haben sich überhaupt nicht verstanden und ständig angezickt. Auf den 300l konnten sie sich allerdings ganz gut aus dem Weg gehen.

    Für den Bodengrund sind sie leider überhaupt nicht geeignet. Sie "sieben" zwar den Sand, aber sie nehmen immer nur 5, 6 Körnchen von der allerobersten Schicht. Sauber wird Sand davon nicht, und wie beschrieben ist die Haltung mit mehreren Fischen problematisch.

    Abgesehen davon waren es aber interessante und vor allem sehr schöne Fische, die gut in kleine Becken passen.

    Für deine 200l würde ich aber wahrscheinlich trotzdem oder zusätzlich eher wieder Baggergrundeln empfehlen. Kommt natürlich auf den Aufbau und die Strukturierung gerade in Bodennähe an, den rein von der Literzahl her sind 200l natürlich grenzwertig.

    Alternativen: Sanddollar, grabender Seestern, grabende Schnecken.

  • Hallo Kevin

    Was für eine "Baggergrundel" war das denn genau?
    Es gibt so viele die unter dieser Bezeichnung geführt werden.

    A. rainfordi ist ein schönes Tier, schwimmt aber eher frei im Aquarium und ist daher nicht so sehr zur Bodenreinigung geeignet. Sie hat aber den Vorteil das du das Thema Cyanos ganz vergessen kannst, ich hatte jedenfalls noch nie Probleme mit Cyanos solange diese Grundel in meinen Aquarien war, erst ohne sie.

    Für den Boden selbst, würde ich dir Signigobius biocellatus vorschlagen aber bitte als Paar.

    Torsten:
    Auf deinem Bild ist über der rainfordi eine hectori zu sehen, oder liege ich da falsch?

    MfG Torsten

  • Danke für die Antworten.

    Über die Signigobius Biocellatus hatte ich auch schon nachgedacht, aber ich habe ein
    grabenden Seestern, 10 grabende Schnecken und dazu ist mein Becken für die Grundel
    zu frisch. Ich will nicht das sie verhungern.

    Hat einer, eine gut Idee welche Baggergrundel ich nehmen soll oder reicht die Amblygobius Rainfordi
    aus, weil ich ein grabenden Seestern und 10grabende Schnecken habe.

    MFG Kevin

  • Torsten81: Auf em Bild vorne ist eine Rainfordi zu sehen, dahinter eine Hectori.

    @Berlinmaniax: Bzgl. des Bodengrunds "reicht" die Rainfordi nicht aus, die brauchst du wirklich überhaupt nicht in die Bodenputztruppe hineinzurechnen :winking_face:

    Von den echten Baggergrundeln würde ich am ehesten noch die Valenciennea puellaris empfehlen. Die Strigatas steigen gerne auf und sind fast schon Freischwimmer (meine jedenfalls), die Phalaenas brauchen ein größeres Becken (die anderen Arten aber eigentlich auch), und die Puellaris und Wardiis bleiben schön am Boden und lassen den Sand an Ort und Stelle wieder fallen. Ich bin nicht sicher, aber ich habe den Eindruck, dass Wardiis eher noch größer werden als Puellaris.
    Die Exemplare, die ich hatte, benötigten auch nicht so viel Schwimmraum, wohl aber viel Sand und gute Höhlenbaumöglichkeiten. Und alle Baggergrundeln möchten gerne als Paar gehalten werden :winking_face:

  • Hi Kevin,

    ich hatte insgesamt schon 3 dieser Grundeln. Sehen toll aus, sind klein und fressen Fadenalgen. Und sie baggern den Bodengrund nicht umher. Leider hatte ich Problem ein Pärchen zusammen zu stellen. Hatte erst 2 (über Versand geordert) die haben sich aber dann nach ein Paar Tagen nicht mehr verstanden und die kleinere von beiden ist zuerst verstorben. Habe dann noch eine gekauft und auch das klappte nicht. Nun habe ich keine mehr. Eine wurde, glaub ich, von meiner Pferdeaktinie gefressen und die andere ist spurlos verschwunden.
    Wenn ich ein gesundes Pärchen ergattern könnte, würde ich sie mir jederzeit wieder reinsetzen. Die Hectori finde ich auch sehr sehr schön. Oder ich machs wie auf dem Bild: eine Rainfordi und eine Hectori.
    Was hältst Du denn von dieser Baggergrundel: Valenciennea randalli. Die bleibt ja mit 8cm ziemlich klein.

    Grüße,
    Jan

  • Hallo,

    Zitat

    Baggergrundel: Valenciennea randalli. Die bleibt ja mit 8cm ziemlich klein.


    Kurzer Einwurf- Fishbase gibt für die Grundel 16cm an, das Lexikon nur 8cm...

  • Ich habe noch nie randalli gesehen die 9 cm überschreiten - ich halte da FB für falsch :winking_face:

    Zum Baggern ist übrigens V. wardii in meinen Augen die beste, denn diese schwimmt mit dem Sand niemals auf und verschüttet damit auch keine Korallen

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo,

    Zum Glück sind wissenschaftliche Arbeit und belegte Fänge mit Bestimmung aber doch zuverlässiger als irgendwelche Aquarianer... Zumal die Quelle dafür auch noch KUITER / TONOZUKA sind, die ja nun nicht unbedingt als inkompetent gelten- oder? Nur weil ein Tier im Aquarium nicht groß wird, heißt das trotzdem nicht, dass es nicht so groß werden könnte bei idealer Haltung- aber das wirst du ja selbst wissen.

    Kritik an Fishbase ist zwar offensichtlich recht populär, in den meisten Fällen aber ohnehin absurd- ich erinnere mich da gern an das "Beweisfoto" bei Gobiodon albofasciatus, das zeigen soll, dass das Tier 3cm lang ist und damit die Angabe von Fishbase mit 2,5cm falsch sein muss- dumm, dass Fische nun mal ohne Schwanzflosse vermessen werden und das Beweisfoto demnach einen hübschen 2,5cm-Fisch zeigt... :face_with_tongue:

  • Hallo,
    danke für das Interesse und Antworten.

    Finde es schade, das die Rainfordi nicht gut Baggert :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: ;(. Ich habe schon bei mein Händler
    angefragt und er will mir nächte Woche ein paar Valenciennea Wardi besorgen.
    MFG Kevin

  • Hallo Kevin,

    ich finde die V. wardi ungeeignet für Deine 200 Liter.
    Unsere beiden sind ziemliche Brummer. :winking_face: Noch ein "Nachteil" bei ihnen ist, dass es wohl ziemliche Ausfälle beim Import gibt (mein Händler importiert die z.B. gar nicht mehr) und sie sehr empfindlich in der Eingewöhnung sind. Konnte mehrere Ausfälle im Freundeskreis beobachten, was ich sehr traurig fand, da es sehr schöne und interessante Tiere sind.
    Springschutz ist unbedingt erforderlich ...

    LG Corinna

    LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️

  • Hallo Nina,
    ich will ja jetzt alles richtig machen mit mein Fischbesatz, aber mein Bodengrund sind langsam doof aus. Hast
    du eine gute Idee für mein Bodengrund und was auch für meine 200l gut sind. Es müssen ja nicht eine Grundeln
    sein, aber eine gute Lösung muss es doch geben für mein Bodengrund.
    MFG Kevin

  • Hoi Kevin

    Es wurde ja bereits erwähnt, die Rainfordis sind keine "Bagger". Wir standen vor einem halben Jahr vor derselben Entscheidung wie Du. Nun, ich kann nur sagen, wir haben uns für folgenden Besatz unseres 250lt. Würfels entschieden:

    1 Päärchen Rainfordis - sind wirlich sehr schöne und interessante Fische und würden sie jederzeit wieder halten. "Grasen" den ganzen Tag an den Steinen Algen ab und reinigen die oberste Schicht des Sandes sehr gut durch. Positiv ist dabei, sie steigen nicht hoch, was in unserem grossen Becken mit den Phalaenas ganz anders aussieht :loudly_crying_face: Dorz schneits den ganzen Tag :winking_face:

    1 Einsiedler Clibanarius sp. 03. Der Einsiedler ist permanent auf den Steinen am Algen abweiden. Der Bodengrund ist ebenfalls sein Reich (vor allem nachts) und lockert unseren Boden sehr gut auf.

    2 Seesterne "Archaster angulatus - Grabender Seestern": Das ist ein sehr guter Detritusfresser und ist permanent im Boden auf Achse. Immer wieder gräbt er sich ein und lockert so ebenfalls den Grund auf.

    Alle Tiere sind sehr gut haltbar. Wir füttern diese Tiere nicht speziell, ausser der Einsiedler erhält mal ein "Goodie", aber ich glaub, ich habe die Rainfordis noch nie Flocken, oder Granulat, geschwiege den Frostfutter essen sehen und wachsen und wachsen - alleine mit "Steine rein und Steine wieder raus....." :winking_face:

    Wenn unser noch grösseres SPS Becken kommt, dann werden wir dort ebenfalls exakt denselben Besatz (plus paar andere Putzmitglieder). Dadurch verhindern swir auch das es erneut schneit und das mögen SPS in dieser Menge nicht besonders...

    Also, mit all den Tips in diesem Beitrag wirst Du sicherlich das Beste für Dein Becken finden.

    Gruss, Marcel

  • Hallo Kevin

    Was spricht denn gegen die bereits von mir vorgeschlagene Signigobius biocellatus?

    Bei V. wardi kann ich Nina nur zustimmen, die sind nicht für 200L geeignet.


    MfG Torsten

  • Danke für eure Antworten.

    Ich habe mich für Marcel's Variante entschieden. Es werden jetzt doch zwei A. Rainfordi.
    Danke Marcel das du mich bestätigt hast, hoffe jetzt nur das mein Fischhändler mir
    ein paar besorgen kann.
    MFG Kevin

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