Zebrasoma flavescens "blass um die Nase"

  • Hallo miteinander,
    mein Hawaiidoc hat seit ca. 2 Wochen zwischen den Augen und auf der Stirn blasse Stellen, dort ist er nicht mehr gelb, sondern weißlich. Ektoparasiten sind nicht zu erkennen, die Schleimhaut sieht gut aus.
    Das sonstige Allgemeinbefinden ist ebenfalls bestens, Appetit/Stuhlgang, Schwimmverhalten. Nichts deutet auf etwas Besonderes hin.
    Können ihm irgendwelche Vitamine fehlen?
    Es wird gefüttert: Flockenfutter, Artemia (mit Knoblauch und Vitaminen), Meerwasser Premium Mix, Krill (selten), Mysis (selten). Ab und an wird das Frostfutter mit Knoblauchpräparat (Garlic Power) beträufelt.
    Fütterung 3 - 4 mal am Tag.

    Wenn es nicht so bekannt ist, kann ich auch Fotos einstellen.

    Vielen Dank!
    Friedhelm

  • Hallo Friedhelm,

    ein Foto ist immer gut :smiling_face: - aber ich kann mir den "Schaden" auch so gut vorstellen. Ich habe schon div. Zebrasoma flavescens gesehen, die ihre gelbe Farbe stellenweise in eine eher weißliche Färbung verändert haben. Die Ursache ist bisher unklar. Diese "Pigmentstörungen" können fleckig auftreten oder auch ganze Körperregionen wie z.B. den gesamten Bauchbereich umfassen. Der Fisch sieht dann aus wie ausgeblichen. Alle Versuche, diese Tiere über farbstoffangereichertes Futter z.B. über Carotinoide (Astaxanthin) zu "heilen", waren dabei wenig erfolgreich. Es wurde immer nur die intakte gelbe Fläche weiter farblich aufgewertet. Die bleichen Stellen aber blieben in dem Zustand, in dem sie zuvor waren.

    Die Fische sind vital und gesund und die Verfärbungen beeinträchtigen sie in keinster Weise - es handelt sich eher um einen kosmetischen Fehler und im Handel sind sie dann (fast) nicht mehr verkäuflich.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Hallo Torsten,
    vielen Dank für die rasche Antwort!
    Ich bin froh, dass es nichts Schlimmes ist, und gleichzeitig nicht froh, kannst Du Dir denken, dass man nichts daran machen kann.
    Werde mal Fotos einstellen. Im Moment ist das Licht schon aus.

    Viele Grüße
    Friedhelm

    2 Mal editiert, zuletzt von Friedhelm K. (1. Juni 2010 um 20:34)

  • Hallo zusammen,

    es ist nun eine ganze Weile her, mein Zebrasoma flavescens hat sich aber prächtig erholt und bereits seit langem wieder seine Farbe zurückbekommen.
    Das Foto ist jetzt auch schon wieder 1/2 Jahr alt, aber man sieht deutlich, dass es - wahrscheinlich dank guter Hälterung - :winking_face: auch blasse Zebrasomas wieder farbig werden können.

    Grüße
    Friedhelm

  • Hallo Friedhelm,

    ein schönes Tier pflegst Du da :thup
    Es freut mich sehr zu hören, das es doch auch eine Besserung/Heilung geben kann.

    viel Freude auch weiterhin an Deinen Tieren
    wünscht Dirk

    160x65x65cm Plexiglas, Aquaphoton 4xT5 54Watt,2x150Watt, Strömung: Abyzz A200, RF-Pumpe: Abyzz200, ATI Powercone 200

  • Hallo,

    schön, dass es dem gelben Doc wieder so gut geht - mit Farbe sieht er einfach viel besser aus. Und ich habe wieder etwas dazu gelernt - mit viel Geduld und der richtigen Pflege bekommt man auch einen "entfärbten" Doc wieder hin. Meine bisherigen Erfahrungen dazu hatte ich aus den Importstationen der Großhändler, die natürlich solch ein Bleichgesicht nur noch als "Beifang" verschenken konnten und die Genesung über längere Zeit nicht abgewartet hätten. Danke für die Rückmeldung !

    Viele Grüße,
    Torsten

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Hallo zusammen

    Diese nicht heilbaren Farbveränderungen entstehen auch wie beim Menschen durch Abwehrzellen im Immunsystem, die eigenartigerweise die Farbpigmente anfallen. Aber auch Albinos sind bei Fischen möglich. Solche Farbveränderungen finden sich auch in der Natur und nicht jeder dieser Fische wird - entgegen der Lehrmeinung in der Biologie - gleich von Räubern gefressen. In meinem Doktorfischbuch im Dähne-Verlag habe ich dazu einige Beispiele aufgezeigt.

    beste Grüße Andre´

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