schlechtes Gewissen

  • Hallo Leute,
    seit längerem mache ich mir folgende Gedanken:
    Ich lese immer mehr auf welche teils grausame Art und weise die Tiere gefangen werden, welche später unsere Becken "dekorieren" Eigentlich will man ja etwas für den Erhalt der Korallenriffe machen, aber tragen wir nicht auch dazu bei, dass diese durch unser Hobby teilweise zerstört werden?
    Ich habe öfter ein schlechtes Gewissen, wenn ich in unser Becken schaue und denke dann sie könnten jetzt alle noch im freien Meer schwimmen in ihren Lebensraum sein.
    Es gibt ja leider auch Aquarianer denen es nicht ernst ist, dass sie Lebewesen vor sich haben und wenn diese halt kaputt gehen kommen die nächsten.
    Sehe ich das ganze falsch oder wie denkt ihr darüber???

    Grüsse

    Tina und Axel

    1,60x0,70x0,65 Giesemann Moonlight 2x250Watt/2x30Watt T8, 1000 Liter H&S Abschäumer, Tunze Rückförder 1073.040, Tunze Controller 7096 mit 2x6055,6095,6105

  • Also Korallen werden ja größtenteils in Korallenfarmen gezüchtet, daher geht da nix kaputt.
    Bei den Fischen allerdings...naja, da geht während des Imports schon einiges hopps, leider!

    Es muss einfach mehr in die Fischzuchtforschung investiert werden.

    Einmal editiert, zuletzt von PredatorGER (12. Februar 2010 um 22:37)

  • Hallo Tina,

    ja das ist ein trauriges Thema, vor allem wenn man mal über einen längeren Zeitraum beobachtet welche Tiere in manchen Läden angeboten werden und offensichtlich auch gut verkauft werden.
    Da sieht man regelmässig Tiere wo man genau weiss das die niemals eine überlebenchace haben, aber man kann schon was dagegen tuen. Man sollte die Verkäufer immer auf solche Missstände aufmerksam machen und geziehlt Nachzuchten nachfragen wo es möglich ist.
    Das sich Aquarianer darüber Gedanken machen sieht man ja an dir, es sind nur leider immer noch viel zu wenige!

    Gruss Sascha

  • Hallo Tina und Axel,

    natürlich hat unser Hobby auch Schattenseiten, so wie fast alles menschliche Tun, aber es gibt auch überwiegende positive Aspekte. Darüber wurde hier in unterschiedlichen Zusammenhängen schon oft diskutiert. Ich glaube nicht, dass die meisten Tierfänge heute "grausam" sind. Schon aus kommerziellen Gründen sollen die Fänge ja möglichst gesund ankommen. Sicher würde der gefangene Fisch auch lieber im Meer bleiben (sofern er überhaupt kapieren würde wie ihm geschieht und er dort nicht gefressen würde). Das Hauptargument für die Aquarienhaltung sehe ich darin, dass hier neben der Freude für den Liebhaber auch viele Erkenntnisse gewonnen werden, die sehr stark auch der Arterhaltung dienen. Eine allgemeinwissenschaftliche Forschung könnte dies in diesem Umfang nie leisten. Außerdem beginnen sich viele Leute für diese maritime Welt zu interessieren - Aquarianer auch als Multiplikatoren - . Was der Mensch nicht kennt und ihn nicht interessiert, schützt er auch weniger.
    Es gibt sicher jede Menge ausgelatschter Argumente pro und contra. Ich hoffe, wir wollen hier nicht wieder mit müßigen Rumstreitereien anfangen.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo Sascha
    Ich habe zum Beispiel hier auch einen Händler also das ganze ist ein trauerspiel.
    Wenn in den Becken Sand drin ist , dann ist das schon viel ich dachte immer die werden kontrolliert aber da scheint keiner nach zu schauen.
    Mansche Fische sind mehr tot wie lebendig.
    Ich würde gerne was sagen, aber das interessiert die eh nicht.

    Grüsse

    Tina und Axel

    1,60x0,70x0,65 Giesemann Moonlight 2x250Watt/2x30Watt T8, 1000 Liter H&S Abschäumer, Tunze Rückförder 1073.040, Tunze Controller 7096 mit 2x6055,6095,6105

  • @ Bernd
    ich möchte ja keiner Streitereien hier lostreten.
    Ich mache mir nur meine Gedanken, da ich jemand bin der immer artgerecht halten möchte und für mich einfach einen Widerspruch darin sehe, dass die Tiere schlecht gefangen werden und auf der anderen Seite macht man Naturschutz.

    Grüsse

    Tina und Axel

    1,60x0,70x0,65 Giesemann Moonlight 2x250Watt/2x30Watt T8, 1000 Liter H&S Abschäumer, Tunze Rückförder 1073.040, Tunze Controller 7096 mit 2x6055,6095,6105

  • @ Tina, generell kann man das nicht unterstellen. Viele gute Importeure achten heute ganz besonders auf die Fangmethoden. Viele der meist armen Fänger haben heute auch gelernt, dass Nachhaltigkeit auch ihre Zukunft sichert. Wenn schon, dann müßten wir gegen den Speisefischfang auf die Barikaden gehen (was aber wohl eher ein lächerliches Vorhaben wäre).
    Händler mit wirklich anstößigen Becken kann man ruhig auf ihren "Sauladen" ansprechen. Da bin ich kein Feiner, aber die gibt es hier bei uns (KA und Umgebung) längst nicht mehr, weil da nur Deppen kaufen würden.

    Vg.

    Bernd

    Einmal editiert, zuletzt von Koberstaedt (12. Februar 2010 um 23:08)

  • Hallo Tina und Axel!

    Ich finde es sehr erfreulich, dass es Leute gibt, die über den Beckenrand hinausschauen. Die Meerwasseraquaristik ist ein sehr spannendes, lehrreiches und manchmal auch anstrengendes Hobby. Sie hat sicher auch für die Herkunftsländer gewisse Vorteile. Aber es gibt zweifelsohne nach wie vor Probleme, die es anzugehen gilt. Das mit den fischfreundlichen Fangmethoden sollte man sich nicht zu schön reden. Es gibt sie, aber wohl nicht in der Masse. So hat z. B. Vagelli festgestellt, dass 30 - 45 % der gefangenen P. kauderni die ersten 24 Stunden nach dem Fang nicht überleben oder aussortiert werden. Dann kommen noch Transportverluste dazu, der Zwischenhandel mit einigen Ausfällen und schließlich der oft recht schnelle "Verbrauch" in den Aquarien. Da kann man sich ausrechnen, wie viele der gefangenen Fische ein paar Jährchen in den Becken leben. Bei einigen Fischarten dürfte das Verhältnis besser sein, bei einigen noch schlechter. Wenn man die Massen an verkauften Z. flavescens sieht, kann man erahnen, welcher "Durchsatz" da bei manchem stattfindet. Und auch bei anderen Tierarten gibt es Verschwendung von Leben, z. B. bei Seesternen, die Nahrungsspezialisten sind oder auch bei azooxanthellen Tieren, die Spezialisten vorbehalten sein sollten. Dass alle Korallen heutzutage aus Zuchtfarmen kommen, ist leider auch nicht richtig, auch wenn es da Fortschritte gibt. Und lebende Steine kommen ebenfalls ganz überwiegend aus freier Natur. Ich plädiere nicht für ein völliges Verbot der Meerwasseraquaristik (ich betreibe sie ja selbst ;)), aber für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit den Lebewesen und ihren Habitaten. Und da kann ein Aquarianer einiges tun: Als Kaufkriterium die Frage der bestmöglichen Haltungsbedingungen in den Mittelpunkt stellen und nicht die eigene Besitzgier, strikter Verzicht auf Tiere, denen man kein vernünftiges Auskommen bieten kann, Nachzuchten kaufen und immer wieder danach fragen(!), versuchen, andere ebenfalls von solchem Vorgehen zu überzeugen und natürlich Marubis unterstützen... Freilich sind das nur Tropfen auf dem heißen Stein, aber es kann zumindest helfen, mit etwas besserem Gewissen und daher mit viel mehr Freude ins Aquarium zu schauen.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang S (13. Februar 2010 um 00:27)

  • Tja, man muss sich in der Tat darüber klar sein wir in der Aquaristik Verbraucher sind und keine Naturschützer ! Ist bitter, aber leider genau so. Wir sperren Tiere ein um daran Freude zu haben und nehmen billigend in Kauf das bei Fang, Trasnport und Eingewöhnung einige davon sterben.

    Obwohl ich mit der Fischzucht versuche ein Teil meiner persönlichen Bilanz aufzubessern wird es lange dauern bis meine nun 35 Jahre Aquaristik ausgeglichen sind.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hi,

    das Argument "wir schützen nur was wir kennen" ist ja teilweise richtig, trotzdem frag ich mich immer wieder wo all die Fische die nichts in einem normalen Aquarium zu suchen haben (teilweise sogar Haie!) hin verschwinden. Von den nicht oder kaum haltbaren Gorgonien und Korallen will ich jetzt garnicht anfangen.
    Das können nicht alles Naturliebhaber sein die Spezialquarien haben und sich wirklich gut um ihre Tiere kümmern können. Wenn ich mir so manches Schauaquarium beim Händler anschaue kurz nach einem frischen Import dann gruselts einem schon was da so alles in ein 200L Becken reingepfercht wird, und der Kunde welcher so ein "tolles" Aquarium sieht will das natürlich auch haben, was ja teilweise auch verständich ist, ich bin selber auch schon falsch beraten worden und habe meine Fehler gemacht.

    Übrigens das hier immer wieder darüber Diskutiert wird finde ich allemal besser als zum 1258. mal darüber zu reden wie man Cyanos weg bekommt oder wieviel Wodka ich in mein Becken kippen darf.:-)

    versöhnliche Grüsse Sascha

  • Zitat

    Original von tina1984

    Ich habe öfter ein schlechtes Gewissen, wenn ich in unser Becken schaue und denke dann sie könnten jetzt alle noch im freien Meer schwimmen in ihren Lebensraum sein.


    oder sie könnten schon längst gefressen sein.

    das soll jetzt kein argument für fischfang sein, um gottes willen.

    Zitat

    Original von Diver
    trotzdem frag ich mich immer wieder wo all die Fische die nichts in einem normalen Aquarium zu suchen haben (teilweise sogar Haie!) hin verschwinden.


    was ist denn ein normales aquarium? und was sind fische die in solche gehören?

    wenn ich sehe in welchen minibecken kaiser und doktorfische gehalten werden wird mir ganz anders

    Einmal editiert, zuletzt von Niesmuschel (13. Februar 2010 um 11:58)

  • Hallo,

    als normales Aquarium meine ich das was so im durchschnitt in den Wohnzimmern steht.
    Wenn jemand ein 5000L Becken hat und eine Artgerechte haltung garantieren kann soll er sich von mir aus einen Katzenhai oder Blaupunktrochen halten oder wenn jemand eine gut funktionierende Planktonzucht betreibt natürlich auch azooxanthellate Korallen oder Gorgonien. Aber wenn von vorne herein klar ist(zumindest dem Händler) das ein Tier nicht oder eher schlecht als recht überleben kann, sollte so etwas nicht verkauft werden. Wenn man solche Tiere in der Einfuhr stark limitieren könnte wäre damit schon vielen geholfen. Dies hätte zur folge das die Preise für solche Tier stark in die höhe gehen würden, wer wirklich ahnung davon hat würde auch einen vielfach höheren Preis zahlen zudem würde sich eine Kommerzielle Zucht eher lohnen und den Herkunftsländern würde es glaube ich auch nicht schaden, denn die würden, zwar für wenige Fische, einen höheren Preis erziehlen.
    Auf der andern seite muss man auch klar sagen das es sehr schrierig ist eine Fischart im Meer, durch Fischfang, auszurotten (ausnahmen wie der Kauderni bestätigen die regel) denn es gibt immer Nischen wo einige Tiere überleben werden, da spielt die Wasserverschmutzung schon eine grössere rolle.
    Das ist ein sehr komplexes Thema und wird selbst von Wissenschaftlern noch lange nicht verstanden, aber eins ist klar mit unserem Eingreifen verändern wir die Natur so stark das es irgendwann ausser Kontrolle geraten kann und damit schaden wir uns letztlich nur selbst. Wer weiss vielleicht rotten wir zwar jetzt einige Arten aus, sind aber auf lange sicht gesehen sogar der Grund für eine Artenexplosion.
    Oh man, hab schon wieder viel zu viel geschrieben und bin vom Thema abgekommen, Sorry dafür.

    Gruss Sascha

  • ich wollte damit nicht sagen, dass man haie gut halten kann, ob 5000 liter oder nicht.


    ich glaube es macht auch kein großen unterschied ob du eine zelle von 10 qm oder 50 hast ... müsste man mal nen gefängnisinsassen fragen .... "verrückt" durch freiheitsentzug wirst du in beiden werden, eingesperrt bleibt nun mal eingesperrt.

    davon abgesehen .. wieviel doktorfische werden denn dauernd verkauft, obwohl man dauernd liest, dass der eine oder andere fast nicht zu halten ist.

    das ist ja auch ein leidiges thema in zoos allgemien, tiere in gefangenschaft .... artgerechte haltung ... was ist denn artgerecht? wir entscheiden was artgerecht ist .. das tier selbst kann man leider nicht fragen.

    kommen wir wieder zurück zum knasti .... der ist mit sicherheit, zumindest nach unserer definition, artgerecht untergebracht (zumindest in D?) .... fühlt er sich deswegen wohl? glaub nicht


    was ich sagen möchte ist .... machen wir uns nichts vor .... die meisten fische die wir halten sind eben nicht "artgerecht" untergebracht .... wir haben ihnen lebenslänglich verpasst und wir nehmen es in kauf ... und wir können ihnen nichtmal medizinische versorgung garantieren!!!! ... wird ein fisch krank beginnt in den foren das große quiz
    eigentlich dürfte man fast gar keinen fisch halten wenn mans genau nimmt und jeder von uns müsste ein schlechtes gewissen haben nicht nur tina, und da ist es völlig egeal wie ersnt wir es meinen, aber zum glück haben wir ja genüg abwechslung/unterhaltung im alltag, da kann man das wunderbar verdrängen.

    das war jetzt kein ausruf zur abschaffung der aquarisitk sondern nur eine nüchterne betrachtung meinerseits und spiegelt nur meine persönliche meinung wieder

    Einmal editiert, zuletzt von Niesmuschel (13. Februar 2010 um 13:39)

  • Ja ich gebe dir recht wir stecken da in einem echten Dilemma aber ich glaube schon daran das man Tier artgerecht halten kann, man kann ja keine Menschen mit Tieren vergleichen, und selbst wenn.
    Die meisten Menschen leben ja auch nicht artgerecht und fühlen sich trotzdem wohl, sonst müssten wir ja in kleinen Gruppen durch die Savanne ziehn und und Antilopen jagen:-) dafür sind wir nunmal gemacht.

    nachdenklichen Gruss Sascha

  • Hallo zusammen =)

    Wenn jeder für sich selber versuchen würde, den Tieren die bestmögliche Haltung zu ermöglichen, dann wäre man meiner Meinung nach schon einen großen Schritt weiter.
    Auch hat man die Möglichkeit MAC-zertifizierte Tiere zu kaufen. Man kann sich z.B. die Mühe machen und sich einen Händler suchen, der solche Tiere anbietet und somit solche Händler unterstützen. Das gleiche gilt für die Nachzuchten. Jeder schreit nach Nachzuchten und sobald welche angeboten werden, entscheiden sich viele für die deutlich billigeren Wildfänge.
    Erst wenn ein Umdenken bei den Verbrauchern statt findet, verschwindet auch die "Geiz ist Geil"-Mentalität.

    LG Corinna

    LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️

  • Hallo Gernot,

    auch die Humanmedizin kann Dir keine Heilung versprechen sondern nur Behandlung.

    Bei den Fischen muss ich die Frage stellen, ob es ausreichend verantwortungsvoll ist, nur mit Aloe vera und Multivitamin zu behandeln. M. E. sollten zumindest die in örtlichen Vereinen organisierten Aquarianer Malachitgrün anschaffen um damit präpariertes Futter bei Ektoparasiten zu geben. Das ist m. E. wesentlich wirksamer gegen Amyloodinium oder Crypotocaryon als diverse "Naturheilmittel".
    Danach kann man dann versuchen das Futter und die Haltung zu verbessern.
    Das wäre schon einmal eine Maßnahme, um den "Verbrauch" und die Wildfänge zu verringern.

    Gruß

    Hans-Werner

  • hallo werner

    ich hab auch nicht von heilung gesprochen, sondern medizinischer versorgung ....


    eine medizinische versorgung beginnt in der regel mit einer UNTERSUCHUNG ... diese resultiert in vielen fällen in einer DIAGNOSE, und nach abwägung der PROGNOSE beginnt man evtl mit der BEHANDLUNG ... diese führt dann hoffentlich zu HEILUNG.

    richtig, 100% heilung kann man auch in der humanmedzin nicht garantieren,

    aber bei unseren lieblingen scheitert es schon an den ersten beiden punkten, UNTERSUCHUNG und DIAGNOSE ...
    d.h die UNTERSUCHUNG beschränkt sich auf beobachtung und einem wassertest, die DIAGNOSE wird mehr oder weniger geraten und die BEHANDLUNG wird auf gut glück durchgeführt und entspricht in vielen fällen einer lotterie, d.h. die PROGNOSE wird durch HOFFNUNG ersetzt

    mal ganz davon abgesehen, dass in der humanmedizin wenigstens mal ein fachkundiger, z.b. arzt, heilpraktiker etc., sich dem problem annimmt.

    6 Mal editiert, zuletzt von Niesmuschel (13. Februar 2010 um 14:48)

  • Ja, Gernot,

    eigentlich ging es mir nicht darum. Es gibt zwei Punkte an denen die Behandlung oft scheitert. Der erste ist, dass selbst die häufigsten Ektoparasiten nicht mehr erkannt werden, aus Unkenntnis. Das zweite ist eben die Behandlung selbst, die oft mit unzureichenden Mitteln durchgeführt wird.

    Oder klarer ausgedrückt: Eigentlich ist Fatalismus falsch. Wenn es am Wissen scheitert, sollte man dafür sorgen, dass das Wissen unter die Leute gebracht wird.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hi
    Aber auch nochmal zu den Händlern wie es ja schon angesprochen wurde.
    Viele Händler (ich sag nicht alle!!) sind einfach nur auf das Verkaufen aus. Denen ist es sch.... egal was mit den Tieren passiert und wo sie landen. Das ist ja nicht nur bei Fischen so auch andere Tiere betrifft das. Hauptsache man hat was verkauft und Geld gemacht.
    Ich wäre auch für höhere Preise der Tiere.

    In unserer Region ist es sehr schwer an Nachzuchten zu kommen, da in 150 Km Umkreis leider keine nachzuchten zu bekommen sind habe auch schon OFT danach gefragt. Ist ja klar denn bei den meisten Händlern kommen ja Mittwochs oder Dienstags die NEUEN Importe. :loudly_crying_face:

    Man will ja den Tieren nicht auch noch zusätzlich zu Beckenwechsel einen Versand, der nicht sein muss wenn man selbst abholen kann, zumuten.

    Grüsse

    Tina und Axel

    1,60x0,70x0,65 Giesemann Moonlight 2x250Watt/2x30Watt T8, 1000 Liter H&S Abschäumer, Tunze Rückförder 1073.040, Tunze Controller 7096 mit 2x6055,6095,6105

  • ach weisst du über tiere sollten wir eigentlich gar nicht anfangen zu sprechen *seufz*

    es kann ja jeder mal nach "earthlings" googeln und sich anschauen und sich an die eigene nase fassen.

    im grunde sind uns tiere auch sch... egal, nicht nur dem händler, und das tagtäglich.

  • Hallo Tina!

    Ich kann dein schlechtes Gewissen sehr gut verstehen. Ich selbst versuche bei meine Nanos soweit als möglich ohne Wildfänge auszustatten, um mit meinem Hobby so wenig Schaden wie nur irgendwie möglich anzurichten. Leider fangen die Probleme bei den Einsiedlerkrebsen schon an. Die Tiere werden kaum nachgezüchtet, da sie im Handel ein Wegwerfprodukt (kein Wunder bei 2€ Verkaufspreis) sind. Außerdem sind Mac zertifizierte Tiere in Österreich nicht zu bekommen. Hier herrscht dringender Aufholbedarf....

    Lg, Robert

  • Hallo Tina,

    deine Gedanken gehen wohl jedem Aquarianer mal durch den Kopf. Aber ich sehe das Ganze ähnlich wie Peter Schmiedel. Es geht bei der Art von Aquaristik, wie wir sie betreiben, weder um artgerechte Haltung, noch um Artenschutz oder vernünftiges Auskommen. Wir halten uns diese Tiere, um unsere Freude dran zu haben. Um nichts anderes geht es.

    Würden wir darauf verzichten, blieben die Tiere in ihrer Heimat, würden ihre Biotope nicht geschädigt und gäbe es auch keinen Bedarf an Nachzuchten. Wir als Endabnehmer sind diejenigen, die in dieser Frage entscheiden.

    Gerade die Meerwasseraquaristik ist ein schönes Hobby, mit den Konsequenzen müssen wir dabei aber leider leben.

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Ja in die Natur greifen wir so oder so ein aber es macht sehr wohl einen Unterschied ob wir die Ressourcen nur nachhaltig nutzen oder "verbrauchen" und damit verändern und schädigen.
    Sich darüber Gedanken zu machen und entsprechend sein eigenes Verhalten zu überdenken ist doch letztlich die einzige Chance etwas zu ändern. Wir Verbraucher haben eine unglaubliche Macht, nur nutzen wir sie leider noch nicht genug weil viele einfach nicht genügend aufgeklärt sind.

  • Hallo Dirk, :wink

    das sehe ich ein bisschen anders.
    Durch Umweltverschmutzung und Klimawandel sind und werden Arten gefährdet. Die Erfahrungen aus der Meerwasseraquaristik können helfen diese Arten zu erhalten und nach zu züchten.
    Zu behaupten, dass ohne unser Hobby diese Tiere nicht in gefahr wären ist schlicht weg falsch.

    LG
    Basti

  • Hi,

    @Diver
    Solange du Verbraucher bist, wird es ein Angebot zu deiner Nachfrage geben. Wenn du etwas ändern willst, mußt du aufhören, Verbraucher zu sein. Das ist die einzige Macht, die du hast.

    Basti
    Arten waren und sind immer in Gefahr, täglich sterben welche aus oder entstehen neu. Ich gebe dir Recht, die Menschheit beschleunigt diesen Niedergang. Ich sehe nur nicht, inwiefern wir als Aquarianer dagegen halten könnten. Wurden schon Nachzuchten zur Erholung der Bestände ausgewildert? Also, selbst Nachzuchten haben nur den einen Zweck: unseren Bedarf zu stillen und damit Geld zu verdienen.

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Hallo Dirk,

    aber sicher wurden Tiere aus Gefangenschaftsnachzuchten schon zum Arterhalt ausgewildert und einige Arten so gerettet. Es gibt mehrere Arten, von denen die Gefangenschaftsbestände größer waren als die dezimierten natürlichen Bestände und die Zoos waren nicht die Ursache für die Dezimierung.
    Auch heute laufen in Zoos koordinierte Erhaltungszuchtprogramme. Diese Frage lässt sich also ganz klar beantworten.
    Was die Ausrottung von Arten angeht, wird seltsamerweise von Aquarianerseite immer so getan, als würden sich die Fische nicht vermehren und als könnte man diese Arten nicht nutzen, so wie bei uns Federwild, Hasen, Rehe, Füchse, Wildschweine, Hirsche etc. genutzt werden. Riffe werden genutzt, so oder so, das ist etwas ganz normales, so wie bei uns land- und forstwirtschaftliche Flächen, Seen, Flüsse und Meere genutzt werden.
    Wir haben es ein Stück weit in der Hand, wie sie genutzt werden und ob evtl. eine nachhaltige Nutzung möglich ist oder in Richtung einer nachhaltigen Nutzung umgesteuert wird.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    dann haben zumindest die von dir angesprochenen Nachzuchten einen direkten Nutzen für den Wildbestand. Schön, wenn es nicht nur eine Einbahnstraße ist!

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Hallo!

    Zitat

    Wir haben es ein Stück weit in der Hand, wie sie genutzt werden und ob evtl. eine nachhaltige Nutzung möglich ist oder in Richtung einer nachhaltigen Nutzung umgesteuert wird.


    Genau darum geht es - nicht mehr und nicht weniger. Aber ich fürchte, viele meinen eher

    Zitat

    Es geht bei der Art von Aquaristik, wie wir sie betreiben, weder um artgerechte Haltung, noch um Artenschutz oder vernünftiges Auskommen. Wir halten uns diese Tiere, um unsere Freude dran zu haben. Um nichts anderes geht es


    Mit dieser Einstellung lässt sich natürlich jeder Tierverbrauch und jegliche miserable Haltungsform rechtfertigen, Hauptsache dem Halter macht es Spaß. Das ist aber doch ein sehr egozentrischer und tierverachtender Ansatz. Ich glaube nicht, dass man Peter dafür als Referenz benennen kann.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang S (13. Februar 2010 um 23:18)

  • :confused_face:

    Zitat

    aber sicher wurden Tiere aus Gefangenschaftsnachzuchten schon zum Arterhalt ausgewildert und einige Arten so gerettet.


    Hans Werner, Entschuldigung, aber wo wurden denn jemals marine Nachzuchten ausgewildert um den natürlichen Bestand eines Korallenriffs zu schützen?
    Lars

    Ps :thup Toller threat, gute Diskussion

  • Hallo Lars,

    bei den marinen Nachzuchten sind mir derzeit nur Tridacna bekannt, die aus Nachzuchten ausgewildert werden.
    Generell wurden aber einige Tierarten durch Gefangenschaftsnachzucht erhalten, vor allem allerdings Warmblüter.
    Marine Tiere wurden glücklicherweise in neuerer Zeit nur vereinzelt an den Rand der Ausrottung gebracht.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Morgen Hans Werner,
    Ja aber die tridacna sind eben auch vom Menschen aufgefressen worden und die kommerzielle Farmzüchtungen waren ja ursprünglich auch für den Verzehr gedacht. Das hat ja dann auch nichts mit aquaristischer Haltung zu tun, wir sind da ja nur Nutznießer.
    Alle größeren Wiederansiedelungsversuche werden meines Wissens ja nur mit "Speisefischen" gemacht (Lachs, Stör)
    Lars

  • Zitat

    Original von ACDC63
    Hi,

    @Diver
    Solange du Verbraucher bist, wird es ein Angebot zu deiner Nachfrage geben. Wenn du etwas ändern willst, mußt du aufhören, Verbraucher zu sein. Das ist die einzige Macht, die du hast.

    Das sehe ich ein bisschen anders, ich habe den eindruck du verfährst nach dem Motto "Ist der Ruf erst ruiniert lebt es sich leich Ungeniert" ich kann als Verbraucher sehr wohl bestimmen ob ich Fische aus Giftfang, seltene Fische die bedroht sind, jedes Jahr ein Handy oder Schillerlocken kaufe wenn ich nur weiss welche Auswirkungen dies hat.

    Gruss Sascha

  • Hallo Lars,

    das dürfte so etwas zu eindimensional betrachtet sein. Die Tridacna-Zucht wurde meines Wissens ganz wesentlich durch den Aquaristikhandel finanziert, also von wegen "wir sind da nur Nutznieser". Wir sind die Geldgeber!
    Für den Verzehr wird sie, da wo sie vorkommt, nach wie vor aus dem Meer geholt. Das hat mehrere Gründe. Ich war im Spätfrühling auf einer indonesischen Insel und habe selbst Tridacna Sashimi auf der Speisekarte gesehen und die Schalen dazu, die als Befestigung am Hof benutzt wurden. Solche Tridacnas von 50 cm Schalenlänge kauft man nicht bei der Farm. Erst bei den Winzlingen für den Aquarienhandel wird das Geschäft interessant. Da kann man gute Preise erzielen mit Tieren, die nur kurzfristig, ein Jahr oder so, aufgezogen wurden. Das ist der Grund, weshalb es nur mit uns Meeresaquarianern funktioniert. Und diese Farmen, die sich aus dem Aquaristikhandel finanzieren, dienen der Auswilderung, um die örtlichen Bestände zu stärken, und erst wenn der örtliche Bestand ausreichend ist, kann man nach Jahren vielleicht an eine Ernte für den Verzehr denken. So herum wird ein Schuh draus!
    Von ganz ähnlichen Projekten habe ich beispielsweise bei Krokodilen gehört, wo die Lederindustrie und Restaurants und in der Kette weiter oben die Verbraucher die Geldgeber für die Auswilderung einer bedrohten Krokodilart sind. Man sieht, wenn Gewinn damit zu machen ist, kann man Artenschutz sehr effizient verwirklichen, weit besser als mit gut gemeinten aber aufgezwungenen Gutmenschen-Projekten.

    Nehmen wir dagegen einmal eine Art die immer wieder als potentiell durch die Aquaristikindustrie gefährdete Art angeführt wird und eine tatsächlich nach Einschätzung von Wissenschaftlern gefährdeten Art.
    Für ersteres steht Pterapogon kauderni. Nichts wäre einfacher als diese Art in Anhang 1 der Cites aufzunehmen, begrenztes Verbreitungsgebiet, unverwechselbares Aussehen. Warum tut man es nicht? Wird die Bedrohung überschätzt oder gezielt herbeigeredet?
    Eine scheinbar tatsächlich gefährdete Art ist Acropora palmata. Die natürlichen Bestände brechen meines Wissens (z. B. Coral Husbandry Symposium, Arnhem 2007) dramatisch zusammen, ganz ohne Zutun des Aquaristikhandels. Die Situation wird für diese Art dadurch, dass man keine Aquarienbestände hat und wenig über die spezifischen Ansprüche der Art weiß, nicht besser.

    Gruß

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (14. Februar 2010 um 10:44)

  • Hi Diver,

    ich meine, es ging hier um Aquarienfische, nicht um Handys. Da ich nicht weiß, wie die Fische gefangen und anschließend bis zum Laden gehältert wurden, kann ich zu den Fangmethoden nichts sagen. Ich kenne auch keine Auswertung, wie hoch der Anteil an Verendungen ist, bis die Tiere bei uns im Becken schwimmen.

    Aber jeder, der Fische aus Wildfang kauft, akzeptiert doch letztendlich diese Prozedur stillschweigend. Oder?

    Dass man sich an gesetzliche Vorgaben hält, z.B. keine Arten von der Roten Liste kauft, setze ich mal voraus.

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Zitat

    das dürfte so etwas zu eindimensional betrachtet sein. Die Tridacna-Zucht wurde meines Wissens ganz wesentlich durch den Aquaristikhandel finanziert, also von wegen "wir sind da nur Nutznieser". Wir sind die Geldgeber! Für den Verzehr wird sie da wo sie vorkommt nach wie vor aus dem Meer geholt. Das hat mehrere Gründe. Ich war im Spätfrühling auf einer indonesischen Insel und habe selbst Tridacna Sashimi auf der Speisekarte gesehen und die Schalen dazu, die als Befestigung am Hof benutzt wurden. Solche Tridacnas von 50 cm Schalenlänge kauft man nicht bei der Farm. Erst bei den Winzlingen für den Aquarienhandel wird das Geschäft interessant. Da kann man gute Preise erzielen mit Tieren, die nur kurzfristig, ein Jahr oder so, aufgezogen wurden. Das ist der Grund, weshalb es nur mit uns Meeresaquarianern funktioniert. Und diese Farmen, die sich aus dem Aquaristikhandel finanzieren, dienen der Auswilderung, um die örtlichen Bestände zu stärken, und erst wenn der örtliche Bestand ausreichend ist, kann man nach Jahren vielleicht an eine Ernte für den Verzehr denken. So herum wird ein Schuh draus!

    :thup Ok, das sind für mich doch überzeugende Argumente: Eine kleine Tridacna kann ich schneller, und teurer für die Aquaristik verkaufen. Hast mich überzeugt :smiling_face:
    Lars

  • Hallo,

    der Kauderni wird sicherlich nicht aussterben, dafür sorgen schon die Menschen die ein Kommerzielles Interesse daran haben. Ich war im letzten Mai in Indonesien und war doch etwas überrascht als ich beim Tauchen in der Lembeh Strait grosse Mengen dieses Fisches gesehen habe obwohl sie dort ja eigendlich garnichts zu suchen haben. Mir wurde gesagt sie seien aus versehen durch einen unwissenden Zollbeamten dort ausgesetzt worden welcher sie bei einem Touri beschlagnahmt hat. Naja so richtig glauben kann ich daran nicht.

    Dirk
    das du immer wieder schreibst wir hätten als Verbraucher keinen Einfluss überzeugt mich einfach nicht, schade das du so denkst. Das mit dem Handy hatte ich nur als Beispiel geschrieben, weil für unsere Handys z.B. durch den Coltanabbau die letzten Regenwälder im Kongo vernichtet werden. Das ist der gleiche Mechanismus.

  • Hallo Wolfgang!

    Ich glaube, da hast du was falsch verstanden.

    Erstens ging es gar nicht um die Haltungsbedingungen in unseren Becken. Diese Diskussionen hat es schon so oft gegeben. Da gibt es halt unterschiedliche Auffassungen. Bei jedem Foto oder Film wird zuerst geschaut, ob da nicht doch ein Doktor drin schwimmt, obwohl die Literzahl nicht mit Empfehlungen anderer übereinstimmt. Teils ohne nach den Hintergründen zu fragen. Wo bleibt da noch die Freude an unserem (gemeinsamen) Hobby?

    Zweitens ging es Tina wohl eher um die Fangmethoden und die Entnahme aus der natürlichen Umwelt.

    Drittens kennst du mich gar nicht, solltest mir also weder Egozentrik noch Tierverachtung vorwerfen. Ich bin Landwirt und Züchter. Und Achtung vor dem Tier, Sorge um das Wohl und ein gewissenhafter Umgang mit den Tieren ist die Grundlage für meine finanzielle Existenz. Ich bin Züchter, Tierhalter und -schützer von Beruf, nicht weil es mein Hobby ist. Schon von daher habe ich einen ganz anderen Bezug zu dem Thema.

    @all
    Welche konkreten Möglichkeiten haben wir, die Bedingungen vor Ort zu beeinflussen? Vorwürfe und Floskeln helfen da leider nicht.

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Zitat

    Original von Diver
    Dirk
    das du immer wieder schreibst wir hätten als Verbraucher keinen Einfluss überzeugt mich einfach nicht, schade das du so denkst. Das mit dem Handy hatte ich nur als Beispiel geschrieben, weil für unsere Handys z.B. durch den Coltanabbau die letzten Regenwälder im Kongo vernichtet werden. Das ist der gleiche Mechanismus.

    Hallo :wink,

    also überzeugen will ich hier gar nicht. Aber ein *WIR als Verbraucher* gibt es nicht. Frag dich, was *DU als Verbraucher* ändern kannst. Hast du dir Fische gekauft? Oder ein Handy? Dann hast du deine Entscheidung getroffen.

    Salzige Grüße
    Dirk

    Der frühe Vogel fängt den Wurm.
    Aber die zweite Maus bekommt den Käse!

  • Zitat

    Original von ACDC63
    Aber ein *WIR als Verbraucher* gibt es nicht. Frag dich, was *DU als Verbraucher* ändern kannst. Hast du dir Fische gekauft? Oder ein Handy? Dann hast du deine Entscheidung getroffen.


    :thup :thup :thup :wink

  • Hallo nochmal,

    noch ein marines Erhaltungszuchtprogramm für die Riffe wäre das Secore-Projekt von Zoos/öffentlichen Aquarien.

    Hier werden vor allem an einigen karibischen Koralen die Möglichkeiten zur sexuellen Vermehrung von Korallen erforscht. Ich finde es allerdings sehr schade, dass die Korallen nicht breiter gestreut werden. Als Biologen sollten die Initiatoren eigentlich wissen, dass Vielfalt und Auslese der natürliche Weg zu Erfolg ist, sprich, weshalb bringt man die Korallen nicht über Züchter in den Handel und überlässt es auch den Laien und Amateuren, Methoden zur sexuellen Vermehrung karibischer Korallen zu finden? Ich fände es durchaus interessant, die Golfballkoralle Favia fragum oder Agaricia humilis aus Larven zu vermehren, auch wenn diese Arten farblich nicht der Bringer sind. Ich finde hier das elitäre Denken der Wissenschaftler fehl am Platze. Man sollte besser auf die Wege vertrauen, die die Natur in Jahrmilliarden als erprobt und geeignet ermittelt hat, Versuch und Irrtum, Vielfalt und Auslese.

    Gruß

    Hans-Werner

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