Welche Spurenelemente dosieren

  • Hallo Leute!


    Ich hab bisher nie Spurenelemente dosiert, da durch meine Salze mein KH-, Ca- und Mg- Wert reguliert wurden.

    Empfehlt ihr mir etwas zu dosieren, da die Spurenelemente Korallen und auch Fischen nützen?

    Welche Marke bzw. welches Produkt verwendet ihr?


    Danke im Voraus für die Antworten!


    Gruß Paul

  • Hallo Paul,
    anfangs hatte ich auch nur Wasserwechsel gemacht und gelegentlich CA, KH, Mg zudosiert. Ich habe dann die Spuries von TM, A- und K+ zugeführt, allerdings nur 50% der normalen Dosis da ich keinen Abschäumer laufen habe. Die Farben der Korallen sind nach ca. 4-6 Wochen intensiver geworden, besonders bei grünen Korallen ist mir das aufgefallen. Jetzt mache ich Balling und dosiere auch die TM A- K+ mit meiner GHL Pumpe. Ich überlege noch ob ich die Dosis erhöhe. Bis jetzt bin ich mit diesen Spurenelementen zufrieden und kann sie empfehlen.

    Grüße
    Lutz

  • Hallo

    Ich denke, wenn hauptsächlich Fische und nur wenig Korallen im Becken sind reicht ein 5% WW / Woche für die Spuri Versorgung aus. Bei mehr Korallen kann eine Spuri Dosierung Sinn machen. Aber alles immer mit Augenmass und wie hier schon gesagt wurde, erst mal mit der halben Dosierung anfangen.

    Ich verwende auch die TM Spuris und bin bisher sehr zufrieden damit. Hab aber auch schon Organotrace als Schwermetalle genommen, das war auch OK. Ich denke dass es verschiedene Anbieter gibt die brauchbare Spuries herstellen. Wichtig ist dass man vorsichtig agiert und das Becken gut beobachtet was passiert. Aber nicht erwarten dass man vom einen auf den anderen Tag Ergebnisse sieht.

  • Hallo!

    Werde dann langsam anfangen. Bin eigentlich auch ein Fan von TM.
    Dann sind ja mal zwei Produkte genannt.
    Es gibt ja viel auf dem Markt. Meine Frage wäre im Prinzip was braucht man und was braucht man nicht.

    An Korallen hab ich ein paar Scheibenanemonen, die ja so und so wachsen. :winking_face:
    ca. 8 SPS (2 Mutterstöcke und 6 Ableger, mal größer mal kleiner)
    5 LPS
    3 Krusten
    2 Gorgonien
    3-4 Weichkorallen
    1 Muschel
    1 Kalkröhrenwurm

    Die SPS wurden wie schon erwähnt in den letzten Wochen etwas bräunlicher bzw. haben ihre Anfangsfarbe nicht und die Polypen sind auch nicht so weit draußen, wie noch vor einigen Monaten.
    Kann aber auch an meinem Nitratwert liegen, der bei 10-15 ist.


    Wenn jemand noch Tipps zu Spuris hat immer her damit. Danke!

    LG, Paul

  • Servus Paul,

    hatte schon von grotech Corall A,B und C im Einsatz. War damit nicht so zufrieden. Die von Coral shop hatte ich auch schon.Waren schon besser.

    Würde Dir auch Tropic Marin empfehlen.

    Jetzt bin ich auf das zeovit System von korallenzucht.de umgestiegen. Dort merke ich eine deutliche Veränderung durch die Zugabe der Produkte. Ist aber alles sehr teuer und immer jeden Tag die Tropfen, also ohne Dosieranlage, ist schon nervtötend.

    Gruss Michael

  • HI

    vll. meldet sich ja H.W. mal zu Wort :grinning_squinting_face: aber ich kann dir nur sagen ,das du wissen solltest was in der Spurilösung enthalten ist ....werden diese Elemente benötigt ,sprich auch verbraucht ??.... was haben diese Elemente für eine Wirkung ??? Wenn du das beantworten kannst ,kannst du auch dosieren .

  • Hallo!

    Danke für die Rückmeldungen!


    Ich werde dann mal schauen was ich mache. Das ist eben schwierig das zu beantworten was verbraucht wird und was nicht, da ich ja nicht weiß welche Koralle was verbraucht.

    Ich warte mal noch ein paar Antworten ab oder ich informiere mich mal bei einem Händler!
    Danke erstmal für das Feedback!!

    LG, Paul

  • Hallo zusammen,

    ich denke mal, dass sich die meisten Spurenelemente-Hersteller heutzutage ihre Gedanken und vielleicht auch Versuche gemacht haben. Die Inhaltsstoffe sollten sich also ähneln oder gleichen, unabhängig davon, ob die Rezepturen ihren Ursprung in der Algenkultur oder in Überlegungen zum Korallenwachstum und Spurenelementeverbrauch durch die Korallen haben. Die essenziellen Spurenelemente sind beidesmal gleich.
    Unterscheiden dürften sich die Spurenelemente in den Anteilen der einzelnen Elemente, was man in der Wirkung auch sehen dürfte.
    Meine Meinung zu Spurenelemente: Dass die Spurenelemente-Kritiker im letzten Jahrzehnt die Oberhand hatten, hat den Fortschritt in der Meeresaquaristik deutlich verlangsamt wenn nicht sogar zurückgedreht. Viele Aquarien könnten noch laufen und noch viel mehr könnten deutlich mehr Spaß machen, wenn die Leute zumindest mal probieren würden, über zwei, drei Monate Spurenelemente zuzuführen. Wenn durch Spurenelemente ein vielfaches an z. B. Mangan zuzuführen ist gegenüber 10% Wasserwechsel, muss das irgendwo Auswirkungen haben.
    Wenn man Berichte über die Anwendung von Spurenelementen liest (z. B., dass eine Mischung bei 3 von 3 Anwendern sehr gute und sichtbare Ergebnisse gebracht hat), hat man den Eindruck, dass diese durchweg oder zumindest fast immer erfolgreich ist. Seltsamerweise werden aber die Erfolge nicht kommuniziert und es melden sich meist die Leute, die sagen "brauchst Du nicht", "schadet mehr als es nutzt" usw., die aber selbst meist auf keine eigenen Erfahrungen verweisen können und keine Produkte nennen.

    Meiner Meinung nach würde die gesamte Meeresaquaristik davon profitieren, wenn die Spurenelemente-Mischungen wieder verbreitet angewendet würden und Erfolge und Misserfolge (aber bitte nur tatsächlich erfahrene und keine Theorien!) auch kommuniziert würden. Nur so würde sich herausstellen, welche Spurenelemente-Mischungen wofür am besten geeignet sind und zum einen ein Wettbewerb und zum anderen eine Einnischung (Spezialanwendungen) der Hersteller/Produkte stattfinden. Denn trotz Fortschritten ist es ja nicht so, dass in der Meeresaquaristik alles easy ist (z. B. Dendronephthya und andere Filtrierer).

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo,

    für mich stellt sich die Frage, welche Spurenelemente nimmt man und wie viel davon, organische oder nicht, und davon 100% oder nur 50%.

    Es wir so viel angeboten, und man weiß nicht was man nehmen soll.

    Gruß Uwe

  • Hallo Uwe,

    das wird auch vom Hersteller und dessen Absichten abhängig sein.

    Spurenelemente an sich sind immer anorganisch, sie können aber von organischen Säuren in Lösung gehalten und komplexiert werden. Dabei kann auf leicht abbaubare organische Säuren aus dem Stoffwechsel, z. B. Essigsäure oder Citronensäure, oder auf schwer abbaubare synthetische Säure wie EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure) zurückgegriffen werden. All das macht erhebliche Unterschiede, die nur die Anwender ermitteln und vermitteln können. Was das günstigste und dauerhafteste für das Aquarium ist, kann sich nur in der Anwendung herauskristallisieren. Dumm wäre es allerdings, wenn sämtliche Anwender nur auf einen kurzfristigen Effekt bei den Korallenfarben setzen und nicht beachten, dass die Anwendung von Spurenelementen auch noch andere Möglichkeiten (Polypenbild, Wachstum, Haltung neuer Arten) bietet.
    Ich kann auch nur von unseren Spurenelementen (Tropic Marin PRO-CORAL K+ und A- ELEMENTS) sprechen, wenn ich empfehlen würde, erst einmal den Herstellerangaben zu folgen. Wenn man nur 50% dosiert, ist die Aussage, dass die Spurenelemente nichts bringen, wieder fraglich, da u. U mit einer stark verringerten und verzögerten Wirkung zu rechnen ist.

    Um zu wissen, zu welchem Produkt man greifen soll und um bei den Herstellern eine Verbesserung und einen Wettbewerb ihrer Produkte zu erwirken, hilft nur der Austausch der Anwender über Foren etc..

    Die jetzige Situation ist für meine Begriffe bestenfalls ein Stillstand.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Dumm wäre es allerdings, wenn sämtliche Anwender nur auf einen kurzfristigen Effekt bei den Korallenfarben setzen und nicht beachten, dass die Anwendung von Spurenelementen auch noch andere Möglichkeiten (Polypenbild, Wachstum, Haltung neuer Arten) bietet.

    ... ach ja, neben Farben, Polypenbild, Wachstum und Haltbarkeit beeinflussen Spurenelemente auch sehr stark die Wuchsform, ob lang und dünn oder kurz und dick. Mit bestimmten Spurenelementen kann man Stylophora, Seriatopora und Montipora digitata ziemlich in die Dicke gehen lassen. Es ist fast so, als könnten manche Spurenelemente Strömung ersetzen, was vielleicht gar nicht so weit von der Wahrheit entfernt ist (z. B. weil der Korallenschleim manche Spurenelemente sehr effektiv aus dem vorbeiströmenden Wasser bindet, also viel Strömung = viel Spurenelemente).

    Das könnten alles die Anwender wählen, wenn Sie Spurenelemente nutzen würden und sich z. B. über Foren austauschen würden, welche Mischung was bewirkt. Und nebenbei würde man ein ganze Menge über die Biochemie und Physiologie der Korallen erfahren, was die Riffaquaristik weiterbringen würde.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo zusammen,

    ich denke mal, dass sich die meisten Spurenelemente-Hersteller heutzutage ihre Gedanken und vielleicht auch Versuche gemacht haben. Die Inhaltsstoffe sollten sich also ähneln oder gleichen, unabhängig davon, ob die Rezepturen ihren Ursprung in der Algenkultur oder in Überlegungen zum Korallenwachstum und Spurenelementeverbrauch durch die Korallen haben. Die essenziellen Spurenelemente sind beidesmal gleich.


    Gruß

    Hans-Werner

    HI

    naja ich denke eher net oder vll. nur reine Gier ??? warum bieten manche 3-4 oder noch mehr Flaschen als komplette Spuriversorgung an :winking_face_with_tongue: in vielen Spurilösungen sind auch sehhhr unnütze Sachen enthalten (MG, CA etc. ) oder es steht erst garnet drauf was drinnen ist :yrf Was sicher auch einige verunsichert ist die Dosierung ..... da denke ich ist unbedingt Handlungsbedarf . Es ist zwar auch wieder Beckenabhängig aber man könnte verallgemeinern und sagen das man bei höheren Werten mehr Spuris braucht als bei niedrigen (das hattest du auch schon mal iwo erwähnt ) oder nicht ganz optimales Licht einen Tick mehr K+ :smiling_face_with_sunglasses: aber das sind wieder Sachen die ich oben erwähnte man muss sich damit beschäftigen net einfach sagen ""ich dosier mal was und sag mal was ich mir ins Becken schütte ""
    Aber Paul eins kann ich dir sagen man kann richtig toll mit Spuris rumspielen und die Veränderungen sind sehr schnell sichtbar ....viel Spaß dabei :wink

  • Hallo Denis,

    ich denke mal, dass viele drei Lösungen anbieten, dürfte vielleicht an (m)einer Ur-Rezeptur liegen, die in Erdalkalimetalle, Schwermetalle und Halogene aufgeteil war.

    Hatte damals praktische Gründe, eigentlich einfach die mir zur Verfügung stehenden und leicht beschaffbaren Salze.

    Dass man Ergebnisse recht schnell sieht, spricht sehr für eine kurze Verweildauer der Spurenelemente.

    Gruß

    Hans-Werner

  • HI

    Und manche haben Ihre Lösungen aufgeteilt um einfach besser damit "spielen" zu können.
    Die Unterteilung in bestimmte Gruppen muss nicht automatisch heissen das zuviel unnützes Zeug drin ist

    Gruss

    Einmal editiert, zuletzt von C. Schuhmacher (14. Dezember 2009 um 18:01)

  • Claude,

    meinst Du, damit der Anwender besser damit spielen kann? Dann sollte aber eine Spielanleitung dabei sein ;).

    Ich kann ja auch mit den Einzelsubstanzen spielen, muss das aber nicht unbedingt dem (vielleicht verwirrten) Anwender ebenfalls einräumen.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo!

    Interessant das ganze hier zu verfolgen!


    Wäre es also anfangs ratsam einfach mal Tropic Marin PRO-CORAL K+ und A- ELEMENTS zu dosieren und zu sehen wie sich die Korallen entwickeln?

    Oder brauche ich noch etwas???

    Was würdet ihr mir raten??


    LG, Paul

  • Zitat

    Original von C. Schuhmacher
    HI

    Und manche haben Ihre Lösungen aufgeteilt um einfach besser damit "spielen" zu können.
    Die Unterteilung in bestimmte Gruppen muss nicht automatisch heissen das zuviel unnützes Zeug drin ist

    Gruss


    HI Claude

    bin eher für einfache Spiele vll. auch duch meine begrenzte Anzahl an Kanälen der Grotech :grinning_squinting_face:

  • Hi ,

    meiner meinung nach wäre das thema wenigstens ein wenig mehr transparent , wenn die zusammensetzung der spuri - lösungen im detail auf den fläschchen deklariert wäre :winking_face:
    Hans Werner hat mal woanders geschrieben der genaue inhalt stünde auf der hp von m.mrutzek , ausser bei balling pluss konnte ich aber keine spefizierten angaben finden , auch auf den tm produkten steht zwar drauf ,was drin ist aber nicht wieviel ... was bei blumendünger standard ist , ist bei korallen und co noch betriebsgeheimnis :O
    auf der einen seite wird behauptet , die lösungen seien(wahrscheinlich) ähnlich (dann spielt es ja keine rolle was man kauft ?) ,auf der anderen seite kann es doch unterschiede geben ...kein wunder wenn man als verbraucher verwirrt wird.
    Wenn ich weiss , worin sich die mittel unterscheiden , kann man wohl auch als verbraucher mehr gezielt anwenden anstelle nur im dunkeln zu tappen.
    Spätestens nach der dritten serie "wunderspuris" vergeht einem die lust aufs experimentieren , wenn man keine ergebnisse sieht ...

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Die essenziellen Spurenelemente sind beidesmal gleich.
    Unterscheiden dürften sich die Spurenelemente in den Anteilen der einzelnen Elemente, was man in der Wirkung auch sehen dürfte.

    was nützt es wenn man die wirkung sieht aber die ursache nicht kennt :winking_face:

  • @ Hans Werner

    ...jetzt wirst du sagen wenn du die wirkung siehst , kannst du auch auf die ursache schliessen ,aber genau

    da unterscheidet sich der "gemeine" mw-aquarianer von dir ...

    GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
    mein Bilderbuch

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas Engels (14. Dezember 2009 um 22:21)

  • Umgekehrte Frage: was nützt mir eine exakte Zusammensetzung, wenn ich beim Einsatz auf die Beobachtung der Tiere angewiesen bin und das über mehrere Wochen machen muss und nur eine Handvoll Spurenelement-Mischungen auf den Markt kaufen kann.

    Aussagen über die Wirkung einzelner Bestandteile geschweige denn deren Konzentration dürften da ziemlich schwer fallen. Erst recht da es offensichtlich nicht einfach nur auf Einzelkonzentrationen ankommt sondern ein komplexes System gegenseitiger Abhängigkeiten und Umwandlungen vorliegt ....

    Ich würde ja gerne Probieren und meine Erfahrungen hier veröffentlichen - aber mehr als ein Ratespiel wäre das nicht, wo positive Beobachtungen öfters als nicht das Ergebniss von "Wunschdenken" wäre.

    Gruß,
    Carsten

  • Zitat

    Original von Thomas Engels

    was nützt es wenn man die wirkung sieht aber die ursache nicht kennt :winking_face:

    Wenn du die Wirkung siehst, kennst du doch die Ursache. Du benutzt die richtigen Spuris :winking_face:

    Ich kann schon nachvollziehen, dass du auch verstehen willst warum die Zugabe von Produkt X bestimmte Auswirkungen hat. Es wird sich aber verständlicherweise kein einziger Hersteller dazu hinreißen lassen, preis zu geben was genau in seinen Mittelchen drin ist.

    Wie man jetzt bei TM sieht, gibt sich der Hersteller nicht damit zufrieden vor 10 Jahren mal Spuris entwickelt zu haben und diese unverändert über Jahre zu verkaufen. Klar kommt jetzt der Einwand, wenn es gut ist und funktioniert warum sollte man immer etwas ändern und die Rezeptur verändern? Das Mittelchen macht ja was es soll.

    Ich sehe Stillstand jedoch als Rückschritt an und finde es toll das es, Gott sei dank, immer wieder Firmen gibt, die Gutes immer Besser machen wollen. Und gerade diese "Besser machen" kostet Geld, Zeit und Gehirnschmalz. Ich denke nicht, dass sich Hans Werner mal kurz am Wochenende hingesetzt hat und die Zusammensetzung der Spuris zu überarbeiten, da wird schon der eine oder andere Tag verstrichen sein. :winking_face:

    Und genau hier ist auch der Grund zu suchen warum die Hersteller Ihre Formel nicht rausrücken. Stell dir mal vor Firma X würde die vollständige Zusammensetzung ihres Wundermittelchens veröffentliche. Ich könnte Wetten, das innerhalb von nicht mal 24 Stunden eine neue Firma ganz tolle supa dupa Mittelchen in der Bucht anbieten würde.

    Ich verzichte lieber darauf, zu 100% zu wissen wie die Mittelchen sich zusammensetzen, weiß dafür aber, das die Firma die Produkte permanent weiterentwickelt und hochwertige Rohstoffe für die Herstellung nutzt.

    Unterm Strich stellt sich dann auch die Frage, in wie weit der "gemeine MW Aquarianer, also ich" was mit der genauen Zusammensetzung anfangen könnte und welchen nutzen es hätte wenn er es wüsste.

    Gruß

    Mirco

    Einmal editiert, zuletzt von azofi (14. Dezember 2009 um 23:19)

  • Wobei ich als Chemie-Laie mal davon ausgehe, dass eine einigermaßen gut ausgerüstete Chemie-"Bude" die Zusammensetzung wohl recht schnell anhand des Ladenprodukts ermitteln könnte oder?

  • Hallo Hans-Werner,

    du weißt, dass ich beim Thema Spurenelemente etwas "konservativer" bin, auch wenn das sonst nicht meine Art ist :]

    Mein Hauptargument ist, dass ich die Meerwasseraquaristik so einfach wie möglich gestalten möchte, damit ich nicht
    mehr Zeit als ich habe vor dem Becken verbringen muss. Und möglichst sparsam sollte das Ganze auch noch sein
    (deshalb finde ich das Thema Beleuchtung gerade so spannend).

    Die Ziele dieses "Fortschritts" sind mir nicht ganz klar. Meine Korallen sind mir bunt genug und wenn ich auf Grund
    eines "Tunings" noch mehr wuchernde Korallen wegwerfen müsste (an die Mengen im Vivarium will ich gar nicht
    erst denken), wäre das für mich kein Fortschritt.

    Bei der Einschätzung, dass Spurenelemente völlig aus der Mode gekommen sind, bin ich mir nicht so sicher. Mein
    Eindruck ist eher, dass die Mehrheit irgendwelche Mittelchen einsetzt. Dafür wäre vielleicht mal eine Umfrage im Forum gut.

    Ich finde den Ansatz, Erfahrungen systematisch zusammenzutragen, trotz der genannten Argumente interessant.
    Forschung ist immer spannend, egal von welcher Hypothese man ausgeht.

    Das größte Problem sehe ich dabei aber in der Tatsache, dass außer dir und ein paar wenigen Anderen alle mit einer
    "Blackbox" arbeiten müssen und nicht wissen, was sie eigentlich zugeben. Das macht den Erkenntnisgewinn schwierig.
    Vielleicht könnte Tropic Marin da mal als Vorbild vorangehen und Licht ins Dunkle bringen. Oder ist das im
    "Haifischbecken Aquaristikmarkt" prinzipiell unmöglich?

    Gruß Armin

  • Hallo,

    was die Sache für einen Laien auch schwierig macht, ist einfach die Tatsache dass es augenscheinliche so viele verschieden Sachen gibt und die Werbung verspricht viel.

    Von der einen Sorte brauche ich A,B,C von der anderen 1,2 weiter geht es mit K-, A+, dann alles organisch und unorganisch. :yrf

    Was soll man nehmen alles zusammen oder von jedem ein bisschen, oder sind organisch besser als unorganisch, welche Spuris sind gut, wie ergiebig ist die Mischung, und zu welchem Preis?

    Ich würde mir zu Weihnachten wünschen wenn mir einer sagen würde nimm das Produkt von Hersteller X, und du hast erst mal alles an Spurenelemente im Becken die du braust und den Korallen gut tut.

    Diese ganze Geschichte geht ja dann in die 2 Rund, mit was fütter ich den Korallen am besten,
    reichen die Spuris, oder verhungern die Korallen dann trotzdem?

    Gruß Uwe

    Einmal editiert, zuletzt von Uwe Hirschberg (15. Dezember 2009 um 00:54)

  • Hallo zusammen,

    hat sich ja heute Nacht noch etwas getan :)!

    Mrutzeks Hausmarke heißt neuerdings aqua biotica und die Zusammensetzung von Organotrace findet sich auf seiner Homepage.

    Die Zusammensetzung der Spuri-Lösungen alleine schafft für den Laien keine Transparenz. Wenn ich mir anschaue wie schwierig für die allermeisten die anorganische Chemie, sagen wir eine stöchiometrische Gleichung ist, glaube ich nicht, dass viele etwas mit der Biochemie anfangen können. Mal ganz abgesehen davon, dass sich auch für mich erst jetzt so richtig bestätigt, dass z. B. Dickenwachstum und Längenwachstum bei SPS zwei grundverschiedene Mechanismen sind, die zudem bei verschiedenen Korallengruppen unterschiedlich organisiert sein könnten. Das Dickenwachstum scheint stärker von der Zooxanthellen bestimmt zu sein als das Längenwachstum, kein Wunder, die Wachstumsspitzen sind ja auch frei von Zooxanthellen. Das bedeutet aber, dass für das Längenwachstum andere biochemische Mechanismen angenommen werden müssen als das allgemein bekannte Schema der Goreaus von Ende der 50er/Anfang 60er. Am Spitzenwachstum könnten z. B. verstärkt Ureasen beteiligt sein, die mit anderen Spurenelementen funktionieren als die Carboanhydrasen, die für das Wachstum durch die Zooxanthellen eine wichtige Rolle spielen. Um das aber abzuklären müsste man noch speziellere Versuche machen oder Enzymaktivitäten messen.

    Transparenz wird für den Aquarianer geschaffen, indem er sich mit anderen Aquarianern austauscht oder z. B. in Zeitschriften über eigene Versuche oder Erfahrungen berichtet.
    Es liegt also nicht an den Herstellern, sondern an den Anwendern hier Aufklärung zu betreiben. Der Hersteller wird vielleicht Hinweise geben, die der einzelne Anwender nachvollziehen kann oder vielleicht auch manchmal nicht. Erst die Breite der Anwender gibt letztlich Klarheit, was in den unterschiedlichen Aquarien verschieden ist und vielleicht auch warum, weshalb dem einen Aquarium offensichtlich etwas fehlte, dem anderen aber nicht. Das sind aber genau die Fragen, deren Klärung die Meeresaquaristik voran bringen könnte.

    Armin, vielleicht liegt es auch am Salz, denk doch mal darüber nach. :winking_face:
    Wenn man die Zusammenhänge bei den Spurenelementen versteht, ergibt sich manchmal ein ganz neues Bild. Eine praktische Anwendung, wo wir gegensätzlicher Meinung waren, war z. B. die Dosierung von Spurenelementen bei vermuteter Kupfervergiftung. Warum sollte man also bei Kupfervergiftung noch ein kupferhaltiges Präparat geben? Du hattest in Sifi eigentlich die Antwort, da Du aber über Spurenelemente nur schlechtes denkst :winking_face: hast Du wieder mal in die falsche Richtung gedacht. Sunda hat nicht nur geschrieben, dass Kupfer und Zink verdrängend auf Mangan wirken sondern auch, dass der Effekt durch Manganzugaben rückgängig gemacht werden kann, was ja irgendwie logisch ist, wenn es sich um eine Konkurrenz um die Bindungsstelle im Enzym handelt. Wenn also das richtige Spurenelemente-Präparat mit proportional mehr Mangan als Kupfer gegeben wird, kann man mit Spurenelementen eine Kupfervergiftung behandeln. Deswegen ist es wichtig, Spurenelemente und die Zusammenhänge zu verstehen. Und einen Schritt weiter gedacht, weshalb sollte das nicht für die tägliche Meeresaquaristik auch ohne Vergiftung von Nutzen sein? Ich habe schonmal geschrieben, ein naturidentisches Meerwasser und die möglichst exakte Kompensation des Spurenelemente-Verbrauchs sind u. U. Zweierlei. Eisen, Zink und Mangan sind da gute Beispiele, weil relativ viel verbraucht wird aber im Meerwasser nur wenig vorhanden ist. Bei Kupfer ist es eher umgekehrt.

    Gruß

    Hans-Werner

    2 Mal editiert, zuletzt von Hans-Werner (15. Dezember 2009 um 11:31)

  • ... und noch ein paar Anwendungen: Warum haben manche Becken Probleme mit Nitrat und Phosphat? Sind die alle mit Fischen überbesetzt und wird zu viel gefüttert? Bei moderatem Besatz sollte es doch gelingen mit Lichtenergie und chemischer Energie in Form von organischem Kohlenstoff die Nährstoffkreisläufe zu schließen, so dass sich Nitrat und Phosphat nicht anreichern können. Fehlen in manchen Becken vielleicht die Spurenelemente, um die Nährstoffkreisläufe zu schließen?

    ... und warum haben manche Becken Probleme mit zu wenig Nährstoffen? Nach meinen Beobachtungen ist das gar nicht so einfach zu erzielen oder fehlen vielleicht wieder nur die Spurenelemente um die Nährstoffe in die geeignete Form zu überführen, z. B. Zink für die alkalischen Phosphatasen, Nickel für Ureasen, Eisen für die Nitratreduktasen? Ähnlich ist es mit Licht und Mangan und Eisen. Fehlt tatsächlich Licht oder fehlen nur Eisen und Mangan um das Licht effizient zu nutzen? Womit wir wieder bei meiner Behauptung in Sifi wären, dass Du mit Spurenelementen das gleiche erreichen kannst wie mit einem neuen Brenner und wir sind beim Thema Einsparung von Energie.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo

    Zitat

    Transparenz wird für den Aquarianer geschaffen, indem er sich mit anderen Aquarianern austauscht oder z. B. in Zeitschriften über eigene Versuche oder Erfahrungen berichtet. Es liegt also nicht an den Herstellern, sondern an den Anwendern hier Aufklärung zu betreiben. Der Hersteller wird vielleicht Hinweise geben, die der einzelne Anwender nachvollziehen kann oder vielleicht auch manchmal nicht. Erst die Breite der Anwender gibt letztlich Klarheit, was in den unterschiedlichen Aquarien verschieden ist und vielleicht auch warum, weshalb dem einen Aquarium offensichtlich etwas fehlte, dem anderen aber nicht. Das sind aber genau die Fragen, deren Klärung die Meeresaquaristik voran bringen könnte.

    So sehe ich das auch, vielfach wird jedoch von Anwendern zu undifferenziert und mit zu wenig Information zu den Rahmenbedingungen berichtet und dann kann man, nachvollziehbar mit den Informationen eigentlich wenig anfangen. Aussagen wie "nutze Spuris und meine Korallen stehen toll" sind genauso hilfreich wie "bei mir reicht 5% WW pro Woche und alles steht prima" :winking_face:


    Zitat

    Womit wir wieder bei meiner Behauptung in Sifi wären, dass Du mit Spurenelementen das gleiche erreichen kannst wie mit einem neuen Brenner und wir sind beim Thema Einsparung von Energie.

    Ist auch meine Beobachtung und auch die einiger anderer die Brenner in längeren Intervallen wechseln als postuliert und deren Becken/Korallen trotzdem gut stehen. Sebralla hat das ja von 10 Jahren auch schon ausführlich dokumentiert, ohne jedoch die einzelnen Elemente zu benennen und die genauen Gründe zu kennen warum das so ist.
    Aber in der IT ist das ähnlich, dort ist zwischenzeitlich auch manches so komplex, dass man aus der Erfahrung heraus zwar bestimmte Probleme beseitigen kann, ohne aber eine letztlich 100% zutreffende Aussage über die Ursache machen zu können :winking_face:

  • ... aber etwas Kupfer braucht es doch, sonst kann das Mangan ein Kupfer-Defizit verursachen.

    Wenn man also in Grenzen von allen Spurenelementen eine erhöhte Konzentration in Aquarium hat, entsteht eine Art Puffer, der Schwankungen bei einzelnen Elementen ausgleicht, indem die Schwankungen relativ zum Vorrat im Puffer geringer ausfallen und somit die Toxizitätsschwelle weniger schnell überschritten wird.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    interessante Literaturstellen, einige kannte ich noch gar nicht. Die Aussagen der Untersuchungen kommen jedoch
    meiner Argumentation sehr entgegen:

    Kupfer, Zink und Cadmium sind Mangan-Antagonisten, sie erhöhen den Manganbedarf der Zooxanthellen.
    Mangan ist zusammen mit Eisen das Element, das nach meinen Untersuchungen bei der Abschäumung am
    stärksten entfernt wird. Wenn also irgendein Spurenelementmangel vorstellbar ist, dann am ehesten bei Mangan.

    Gibt man nun mit einer Spurenelementmischung Cu und Zn zu (ich hoffe die Hersteller lassen wenigstens das Cd weg!)
    dann wird ein möglicherweise vorhandener Mn-Mangel noch verstärkt!

    Für den Beobachter sieht das dann so aus: Auf Grund des Mn-Mangels sterben Zooxanthellen ab, die Koralle leidet zwar,
    erscheint dabei aber auf Grund der fehlenden Zooxanthellen bunter.

    Und damit sieht der Beobachter es als empirisch bewiesen an, dass Spurenelemente gut für Korallen sind :grinning_squinting_face:

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    bei der ersten Hälfte stimme ich voll mit Dir überein, da gibt es auch nichts zu interpretieren, das ist so.

    Kann man Deinen Abschäum-Vortrag irgendwo nachlesen? Ich glaube im Mw-Aquarianer war die Artikel-Version davon, richtig? Muss ich nochmal nachlesen.

    Bei der pauschalen Aussage,

    Zitat

    Original von Armin Glaser
    Gibt man nun mit einer Spurenelementmischung Cu und Zn zu (ich hoffe die Hersteller lassen wenigstens das Cd weg!) dann wird ein möglicherweise vorhandener Mn-Mangel noch verstärkt!


    kann ich Dir nicht mehr folgen. Wenn die Spurenelemente-Mischung aber nun ein vielfaches an Mangan gegenüber Cu und Zn enthält, eben weil sie versucht den Verbrauch zu kompensieren, wie kann diese Spurenelemente-Mischung dann einen Mangan-Mangel induzieren?
    Nehmen wir mal die Durchschnittswerte aus dem Millero, Mn 0,5 nM, Cu 4 nM, Zn 6 nM. Ein ideales Meersalz würde das exakt nachbilden, ich würde also bei einem 1000-l-Aquarium bei 10% Ww jedesmal 50 nM Mn aber 400 nM Cu und 600 nM Zn zuführen (gut, etwas weniger, weil ich vorher etwas herausgenommen habe). Ist nun aber der Verbrauch beim Mangan höher als der von Cu und Zn verstärkt sich die natürliche Schieflage bei den Spurenelementen mit einiger Wahrscheinlichkeit mit der Zeit ins bedenkliche.
    Eine ideale Spurenelemente-Mischung würde hingegen exakt den Verbrauch von Mn, den Verbrauch von Cu und den Verbrauch von Zn ausgleichen, denn die ideale Spurenelemente-Mischung würde immer so tun, als ob niemals ein Wasserwechsel gemacht würde. Wo liegen also der Haken bei einer Spurenelemente-Zufuhr?
    Eine gute Spurenelemente Mischung könnte also ohne weiteres meinetwegen wöchentlich 500 nM Mn, 400 nM Cu und 600 nM Zn zuführen, d. h. bei Cu und Zn wäre der Effekt der gleiche wie bei 10% Ww, beim Mn wäre aber die Ergänzung weit besser. Weshalb sollte diese Spurenelemente-Mischung den Mn-Mangel durch Korallenwachstum und Abschäumung schlechter ausgleichen als 10% Ww?

    Es ist übrigens durchaus nicht so, dass nur Vergiftungen die Korallen bunter erscheinen lassen, auch eine Förderung der Zooxanthellen und der Photosynthese kann die Korallen bunter erscheinen lassen da die Korallen einer zu starken Photosynthese ebenfalls entgegenwirken, indem sie Zooxanthellen durch Pigmente schattieren oder vor die Tür setzen. Immerhin erzeugt die Photosynthese der Zooxanthellen neben normalem Sauerstoff (u. U. im Übermaß) auch reaktive Sauerstoffspezies. Einige Pigmente dienen sogar als Sauerstoff-Radikale-Fänger.
    Gleichzeitig werden durch die Verbesserung der Wachstumsbedingungen verstärkt Stickstoff und Phosphat abgebaut. Dafür wirst Du nämlich keine Erklärung finden, wenn Du annimmst Spurenelemente-Mischung XY würde ausschließlich schädigend wirken.

    Gruß

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (16. Dezember 2009 um 17:17)

  • Gerade auf der Suche nach Amphistegina gefunden: Schwermetallanreicherung in lebenden Amphistegina
    Während Calcium in Kalkskeletten gegenüber dem Meerwasser etwa um den Faktor 1.000 angereichert wird, wird Zn, Mn, Ni und Co um 4 Größenordnungen, also um den Faktor 10.000 angereichert. Wenn es notwendig ist, Calcium zu ergänzen, sollte es also auch notwendig sein, Substanzen zuzuführen, die mit einer 10-fach höheren Rate als Calcium gefällt werden.
    Ich pflege solche Foraminiferen in mehreren Aquarien und u. a. für deren Haltung ist m. E. die Spurenelemente-Ergänzung notwendig sonst verschwinden sie mit der Zeit von ganz alleine (was ich nicht möchte, weil ich diese Einzeller ebenso faszinierend finde wie Korallen).

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    warum kannst du mir bei der Annahme "Gibt man nun mit einer Spurenelementmischung Cu und Zn zu dann wird ein
    möglicherweise vorhandener Mn-Mangel noch verstärkt!" nicht folgen? Die Gründe sind doch offensichtlich:

    1. Weiß der normale Anwender nicht, was in seiner Spuri-Mischung drin ist. Damit weiß er nicht, ob Mangan oder
    Kupfer enthalten ist. Und schon gar nicht, in welchem Verhältnis.
    2. Weiß ich, weil ich immer wieder neugierig bin und nachschaue, dass es Spurenelementmischungen gibt,
    die Kupfer aber kein Mangan enthalten.

    Im Folgenden gehst von einem "idealen Meersalz" aus, das es in der Realität aber nicht gibt. Das Thema hatten wir
    schon oft genug, ich will die Gründe dafür nicht schon wieder wiederholen. Da reale Meersalzmischungen mehr als genug
    Spurenelemente enthalten, ist eher der Ansatz zu verfolgen was z.B. durch die Abschäumung besonders entfernt wird.
    Meine Untersuchungen kannst du im MA 2/2009 nachschlagen, es fand sich vor allem Mangan und Eisen im Flotat.

    Eine gezielte Mangan- und Eisenzufuhr könnte daher in manchen Aquarien sinnvoll sein, natürlich unter
    Inkaufnahme des Risikos, dass es zu einer Algenplage kommt. Für die Zugabe weiterer Schwermetalle finde ich
    dagegen keine Gründe, auch nicht in der von dir zitierten Quelle zu Amphistegina. Dort steht:
    "Some HM concentrations in foraminiferal tests may serve as proxy for dissolved metal concentrations in seawater"
    Auf Aquarianerdeutsch übersetzt heißt das: Gibt man mehr Spuris ins Wasser, findet man hinterher mehr im Skelett.
    Oder andersrum: Gibt man sie nicht rein, ist halt nachher weniger im Skelett drin. Ohne weitere Auswirkungen.

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    wobei Du mich noch nicht in die Ergegnisse Deiner Untersuchungen realer Meersalze eingeweiht hast. Ich habe also keine Idee wie Deine Untersuchungen realer Meersalze aussehen. Für wen machst Du die?

    Ich habe ebenfalls keine Ahnung, welche Spurenelemente andere Spurenelemente-Mischungen enthalten, folglich kenne ich auch keine Spurenelemente-Mischung ohne Mangan. An meinen Veröffentlichungen kann es nicht liegen.

    Ich kann auch nicht sagen, dass es mich furchtbar interessiert, was andere machen, ich vertraue eher auf meine Erfahrung, mein Wissen und meine Ideen als jedem Trend hinterherzurennen.

    Es spielt doch eigentlich keine Rolle, welche Spurenelemente notwendigerweise zugeführt werden, die Aussage, dass eine Spurenelemente-Zufuhr nicht notwendig sei, ist einfach falsch. Und wenn es nur Mangan ist, zeige es auf, dass man die besten Erfolge nur mit Manganzufuhr erzielt und veröffentliche es!

    Wenn Du schon messtechnisch die Möglichkeit hast, zeige gleich noch, wie oft man am besten Wasserwechsel macht. Wenn man Wasserwechsel begrenzt und nur, sagen wir also mal Ballingsalze und Mangan zuführt, dann müsste man durch den Abbau des Kupfers irgendwann auf natürliche Werte kommen. Allerdings musst Du dann auch praktisch zeigen, dass diese Konzentrationen optimale Ergebnisse im Aquarium erbringen.

    Stattdessen ergehst Du Dich ausschließlich in destruktiver Argumentation. Das ist mir völlig unverständlich.

    Gruß

    Hans-Werner

  • ... ach ja, die Algenplagen ... gibt es nicht, wenn man ausreichend niedrige Phosphatkonzentrationen im Becken hat und vielleicht noch ein paar Algenfresser. Ich habe zumindest keine Probleme damit. Dass Algen auf Grund von Spurenelemente-Mangel nicht wachsen, zeigt nur, dass an dieser Stelle die allgemeinen Nährstoff-Kreisläufe gestört und unterbrochen sind, meines Erachtens die am wenigsten sinnvolle Stelle.

  • Zitat

    Original von Armin Glaser
    1. Weiß der normale Anwender nicht, was in seiner Spuri-Mischung drin ist. Damit weiß er nicht, ob Mangan oder
    Kupfer enthalten ist. Und schon gar nicht, in welchem Verhältnis.
    2. Weiß ich, weil ich immer wieder neugierig bin und nachschaue, dass es Spurenelementmischungen gibt,
    die Kupfer aber kein Mangan enthalten.

    Hallo zusammen ,
    (da traue ich mich ja gerade soeben noch dazwischen zu gehen :O)

    Na WELCHE elemente in einer spuri-mischung drin ist , sollte auf jedenfall erwähnt sein , gibt es wirklich heute noch leute die sowas kaufen ohne überhaupt zu wissen was sie sich da ins becken kippen ?

    ansonsten ein weiteres argument , auch die mengen anzugeben :winking_face:
    wieso kann M.Mrutzek das aber kein anderer ?

    ich bezweifle auch stark , das es DIE ideale mischung für jedes becken gibt , und wenn diese mir sinnlos erscheinende geheimniskrämerei aufhören würde könnte man auch mehr fakten diskutieren ...

    @ Hans Werner

    ich finde Armins argumentation keineswegs destruktiv , er meint doch lediglich das einzelne spuris (bzw. deren zugabe)wichtiger als andere sind .

    ansonsten:
    das das aussehen und der wuchs von korallen vielen anderen einflüssen als den spuris ausgesetzt ist , macht es ja meiner meinung nach äusserst schwierig (das zeigt wohl die diskussion hier auch) zu eindeutigen schlüssen zu kommen.

    Was mich da eher überzeugt ist ein entweder-oder ,wie im falle von den von Hans-Werner erwähnten foraminiferen und algenarten die so gut wie überall nur kurz auftauchen.

    GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
    mein Bilderbuch

    3 Mal editiert, zuletzt von Thomas Engels (18. Dezember 2009 um 00:59)

  • Hallo Thomas

    dass es vielleicht nicht DIE ideale Mischung für JEDES Becken gibt, ist mir klar. Deswegen habe ich ja auch oben von Nischen (Einnischung) gesprochen.

    Armin diskutiert insofern destruktiv, als er seine Behauptungen nicht belegt und auch gar nicht daran denkt, das zu tun. Er führt weder positive Beispiele für die Toxizität (z. B. Nachweis einer Wachstumshemmung, Ausbleichen, Absterben) noch für einen sinnvolle Zufuhr (Versuche z. B. mit Mangan) an. Er sagt einfach, er nimmt keine und bei ihm wachsen die Korallen und gut so. Mit diesem "Erfahrungsschatz" kann man sich schwerlich kompetent zu einem derart komplexen Thema äußern. Kompetenz beruht hier nur auf Theorie, für meine Begriffe ist sie nur vorgetäuscht, da Konzentration und Wirkung der natürlichen Komplexbildner im winzigen Lebensraum Aquarium im Moment gar nicht eingeschätzt werden können.

    Wenn Du einmal Versuche mit einzelnen Spurenelementen gemacht hättest, kämst Du vermutlich ins Grübeln, was die vielfältigen anderen Einflüsse sind, denn sowohl bei der Strömung wie beim Licht wie auch bei der Organik gibt es Wechselwirkungen mit Spurenelmenten, wo man sich wundert, wie weit die Wirkung durch die Spurenelemente verstärkt oder sogar ersetzt werden kann. Wenn z. B. ein Spurenelement das Wachstum genauso verändert wie stärkere Strömung, dann kann man sich schon fragen, wie Strömung wirkt, ob sie vielleicht nur dieses Spurenelement verstärkt heranträgt und die Koralle es so effektiv aus dem Wasser aufnimmt, dass aus geringer Konzentration und starker Strömung doch eine erhöhte Versorgung mit dem Spurenelement resultiert ... oder wie wirkt starke Strömung biochemisch auf das Wachstum?

    Gruß

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (18. Dezember 2009 um 08:53)

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