Hallo,
habe ca. seit 6 Monaten einen Weißkehldoktor im Becken.
Der bekam nach ein paar Tagen Pünktchen (Cryptocarion) die mit der Zeit immer weniger wurden.
Paralel dazu zeigte sich auf den Augen eine leichte Trübung, die sich von Zeit zu Zeit ablöst.
Die Pünktchen sind scheinbar weg, ein leichter Belag auf den Augen ist geblieben.
Die anderen Fische im Becken scheinen nicht befallen zu sein. Am Anfang (halbes Jahr vor dem Weißkehl) wurden ein Gelber Doc und ein Strigosus so wie zwei Lippfische und Putzergrundeln eingesetzt. Alle Fische bekahmen damals Pünktchen, die Putzgrundeln, die immer den Flavescens ausgiebig putzten verstarben; alle anderen habens gut überstanden und zeigen keine Symptome mehr. Der Gelbe hatte damals auch einen leichten Belag auf den Augen, der mit der Zeit auch verschwand.
Der Weißkehl ist dick und fett geworden und steht auch sonst wunderbar und ist der schellste und gierigste Fresser im Becken.
Da der Gesamte Inhalt dieses Becken in kurzer Zeit in mein neues 1400l Becken umzieht wollte ich hier mal eure Meinung hören wie Ihr vorgehen würdet.
Möglchkeit eins wäre den gesamten Bestand an Korallen und niederen Tieren ins Neue umzusetzen und den gesamten Fischbestand einem Kupferbad auszusetzen, mit der Folge sämtliches Kleingetier, das im Boden grund und im Filterbecken lebt zu vernichten und den Bodengrund für eine weitere Verwendung unbrauchbar zu machen. Cu fällt aus und kann wieder in Lösung gehen!?
Möglichkeit zwei wäre davon auszugehen, dass der Belag wie beim Flavi mit der Zeit verschwindet.
Das Auge scheint vieleicht noch empfindlicher als der Rest für Cryptocarionbefall zu sein und reagiert dann mit verstärkter Schleimproduktion!? -Oder hat die überhöhte Schleimproduktion der Augen doch eine andere Ursache? Insgesamt hat sich der Zustand des Tieres immer nur verbessert und ich meine auch, dass der Belag langsam aber stetig abnimmt.
Also was tun? Kupferhammer oder Geduld?
Das Beckenwasser läuft über UV und Ozon. Wobei jemand hier im Forum mal geschrieben hat UV-Lampen sind sowas wie bessere Heizstäbe.
Also sollte man grundsätzlich bestrebt sein Crytocarion im Aquarium auszurotten da ansonsten empfindliche Tiere wie der Weißkehl immer wieder aufs neue befallen werden? -Oder wird sich die Krankheit bei guten Wasserbedingungen und abwechselungsreicher Fütterung von selbst erledigen. Laut Literatur bildet sich ja bei überstandenen Cryptocarionbefall eine zumindest temporäre Imunität aus. Das hieße natürlich auch in Zukunft, bei Bestanderweiterungen, die Tiere immer in Quarantäne zu halten. Wobei das wohl auch für Korallen und anderes Getier gilt, da einzelne Schwärmer ja auch mit dem Wasser vom Händler mitgebracht werden können, oder wohl auch sessile Stadien vorhanden sein können.
Mit besten Grüßen
Olli
