• H. zosterae 4 Tage alt !

    Leider läßt die Qualität der Aufnahmen zu wünschen übrig.
    Der Grund ist u.a. in der starken Vergrößerung und der Qualität des Behälterglases zu sehen.

    Die Nachwuchspferdchen befinden sich in einem kleinen Vollglasbecken, das im Handel auch als Blumenvase angeboten wird. Aufgrund der geringen Größe des Behälters läßt sich eine große Futterdichte herstellen, ohne dass der Verbrauch an Artemia Eiern zu sehr anwächst. Zur Erhaltung der Wasserqualität werden tägliche Wasserwechsel durchgeführt.

    Nachteilig ist jedoch die Wandungsstärke und Glasqualität dieser Behälter. Zum Fotografieren ziemlich ungeeignet fürs Handling jedoch super.
    Leicht zu reinigen, da keine Silikonnähte und robust.

    Geklebte Becken sind aber bereits geordert.

    MfG

    Knut

  • Hallo Knut,

    die 2 Wochen alten Fohlen sehen sehr gut aus! Das Baby auf dem ersten Foto ist leider wirklich nicht leicht einzuschätzen (da wird auch der Aufnahmewinkel einen Anteil haben).

    Hast du immer eine so hohe Futterdichte in den Aufzuchtbecken? Ich bin da ein wenig ängstlich, denn auch tägliche Wasserwechsel haben ihre Tücken. Mir reicht schon das Quarantänebecken, das auch nur ein Achtel naturnah ist :smiling_face: und wo ich jeden Tag Kot absaugen und ein bissl Wasser wechseln muss. Und trotzdem ständig in Sorge bin, dass ja alles im grünen Bereich ist. Auf Dauer hätt ich dafür nicht die Nerven.

    Aber mit deiner Erfahrung aus der bisherigen Züchtertätigkeit wirst du das nötige Gefühl schon haben.

    Jedenfalls schaut es bei dir ja gut aus mit dem Ponynachwuchs! Weißt du, wie es bei den anderen Zosterae-Haltern läuft?

    Bei meinem Altbestand hat sich nach wie vor nix getan in dieser Hinsicht. Ich weiß nicht, ob ich deinem Rat folgen werd können und die Neuzugänge noch eine ganze Woche in der Quarantäne lass :face_with_rolling_eyes:

    Wenn die Burschen bei mir nicht bloß Speck angelegt haben, müssten Kinder bereits da sein. Is aber net der Fall, vielleicht liegt das auch an der letzten Stute meines bisherigen Bestands. Viel Zeit mag ich deshalb nimmer verlieren mit der Zusammenführung, denn die Herbstsaison ist nach meinem Gefühl in ein paar Wochen zu Ende.

    Damit gehen sich bei deinen Seegraspferdchen noch ein paar Würfe aus :wink

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hallo Linda,

    deine Fragen kann ich folgendermaßen beantworten:

    1. Futterdichte
    Ich füttere 3 x täglich mit Artemia Nauplien.
    Zusätzlich mit Copepoden Nachwuchs, der jedoch nur in sehr geringem Maß zur Verfügung steht, da meine Copepodenzucht ausgerechnet jetzt weitestgehend zusammengebrochen ist.
    Leider ist mir noch kein Weg eingefallen, wie ich nicht gefressene Nauplien wieder aus dem Aufzuchtbecken entfernen kann, ohne umfangreich Wasser zu wechseln. Damit befindet sich wertloses Futter in zunehmendem Maß im Becken.
    Am Abend wird ein großer Wasserwechsel durchgeführt, mit dem das nährstoffreiche Wasser entfernt wird aber auch die nutzlos gewordenen Futtertiere.
    Die von dir angesprochene Aufnahme ist am Nachmittag nach der 2. Fütterung entstanden.
    Generell halte ich eine hohe Futterdichte für sehr hilfreich, gute Wachstumsergebnisse zu erzielen.

    2. Wasserqualität
    Da die überzähligen Futterartemien bis zum Abend noch nicht abgestorben sind, bleibt die Wasserbelastung relativ gering.
    Der Wasserwechsel muss allerdings täglich durchgeführt und die überschüssigen Futtermengen abgesaugt werden. Am nächsten Morgen finden sich zahllose tote Futtertiere am Behälterboden. Diese dürfen das Wasser nicht zusätzlich belasten.

    3. Kontakt zu anderen Züchtern
    Solche Kontakte habe ich nicht. Die Züchterdichte ist bei H. zosterae noch relativ gering und ich bin ja noch neu in der Szene.

    4. Winterpause
    Die Winterpause wird laut Literatur über die tägliche Beleuchtungslänge geregelt. Vielleicht ist dort ein Ansatzpunkt für dich zu finden.

    5. Quarantäne
    Wann immer ich in meiner langjährigen Aquarianerlaufbahn Probleme mit Zierfischkrankheiten bekam, lag es an mangelnder Quarantäne und eingeschleppten Krankheiten. Waren die Fische erst einmal eingewöhnt, konnte ich entspannen.
    In den kleinen Wassermengen, in denen H. zosterae gehalten werden, erscheint mir ausreichende Quarantäne besonders unverzichtbar. Daher habe ich meine beiden Stämme auch noch nicht zusammengeführt. Dies werde ich erst in der F1 Generation tun. Vorausgesetzt, beide Elterngenerationen vermehren sich unabhängig.

    MfG
    Knut

  • Hallo Knut, guten Morgen!

    Zur Winterpause (und ganz allgemein zu den spezifischen Fortpflanzungsperioden) der Seegraspferdchen: Bei mir regelt eine Schaltuhr die Dauer der künstlichen Beleuchtung auf 13 Stunden ohne Rücksicht auf die Jahreszeit. Der Zimmerdschungel erhält aber auch Tageslicht, sodass zumindest ansatzweise ein Sommer/Winter-Rhytmus stattfindet. Seit ich die kleinen Pferdchen pfleg kann ich mich nicht erinnern, dass jemals in den Monaten von Ende November bis Anfang März Fohlen zu Welt gekommen sind, ebensowenig im Sommer von Mitte Juni bis Mitte August.

    Das halt ich grundsätzlich auch für gut, weil die Hengste ansonsten ständig schwanger wären und sich diese Belastung nach meinem Dafürhalten auf die ohnehin nicht sehr lange Lebenszeit der Ponies auswirken würde. Da möcht ich keinen Einfluss nehmen.

    Ja, und was die Zusammenführung betrifft, war ich so wie du drauf aus, die Neuzugänge so lange vom Altbestand getrennt zu lassen, bis dort noch einmal Nachwuchs erschienen ist. Der letzte Wurf dort muss aber von der anschließend verschollenen Stute gewesen sein, denn seither gab's trotz großzügiger gemischter Fütterung mit angereicherten Artemien, calanoiden Copepoden, Tisbe, Moina und Mysis sowie augenscheinlich guter Konstitution der Hengste kein Fohlen mehr. Die letzte Stute meines Altbestands ist vielleicht gar nicht fortpflanzungsfähig, anders kann ich's mir nicht erklären.

    So gesehen erscheint es mir jetzt sinnvoller, die Tiere schon demnächst zusammenzuführen, um überhaupt eine Chance auf Nachwuchs zu haben.

    Was die anderen Zosterae-Halter und deren Zuchtbemühungen angeht werden Boris und Mane mehr wissen. Bei uns in Österreich kenn ich niemand, der noch Seegrasponies hält, damit bleibt mir ohnehin nur die Hoffnung, später frisches Nachzuchtblut aus Deutschland zu zu bekommen.

    Schön, dass es dich gibt =)

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hi Torsten,

    da bin ich mal gespannt, ob sich da auch was niederschlägt im Nachzuchtenregister.

    Boris und Mane sind auch hier bekannt, aber Sinn macht sowas erst dann, wenn sich mehr Leute als Seegrasponyzüchter registrieren. Selbst wenn sie - wie ich leider schon seit längerem - nicht ständig Tiere abgeben können.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hallo,

    der Aufzuchtbehälter wurde am 17. Tag aufgrund des Überhandnehmens von Schmieralgen einer Grundreinigung unterzogen.
    Die "Youngster" wurden in einer Tupper Dose zwischengelagert und nach erfolgter Reinigung und Desinfektion des alten Stalls, in diesen zurück übersiedelt.
    Die gesamte Prozedur überstanden sie problemlos.

    Leider lebten nur noch 15 H. zosterae. Drei tote Pferdchen hatte ich zuvor abgesaugt. Der Rest scheint Beute der Copepoden geworden zu sein. Mit einer derartigen Mortabilitätsrate hatte ich bereits gerechnet. Einige Neonate hatten die gereichten Artemia Nauplien nie gfressen. Ich konnte die Mehrzahl dieser Verweigerer zwar eine Zeit lang mit Copepoden versorgen, doch als die Population im Copepoden Glas zusammenbrach, war ihr Schicksal besiegelt.

    Falls mir die Eltern eine weitere Chance geben, muss ich mich gesondert um diese Problemfälle kümmern.

    Das erste Bild zeigt einen Teil der Rasselbande in einem selbstgefertigten Kletterbaum aus grober Filterwatte.
    Das zweite Bild verdeutlicht den Entwicklungsstand eines H. zosterae nach 18 Tagen.

    Leider muss ich aufgrund einer zweiwöchigen Reise die Berichterstattung unterbrechen.

    Drückt mir die Daumen , dass nach meiner Rückkehr die Zahl des Nachwuchses nicht dramatisch abgenommen hat.

    Mit freundlichen Grüßen

    Knut

  • Zitat

    Drückt mir die Daumen , dass nach meiner Rückkehr die Zahl des Nachwuchses nicht dramatisch abgenommen hat.


    Das sowieso, Knut!

    Ehrlich gesagt wundert mich die hohe Sterblichkeit schon ein bisschen, aber da wird wohl auch die Wurfgröße eine Rolle spielen. Und 15 Youngster sollten mit einem Alter von 3 Wochen jetzt über den Berg sein. Sie sehen jedenfalls schon recht fertig aus.

    Bei deiner anderen Gruppe tut sich nix mit Nachwuchs?

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hallo iihr Lieben,

    heute hab ich die Neuzugänge vom 12.10. aus der Quarantäne in die Pferdekoppel entlassen. Zuerst die 3 Ponydamen, dann die Schwebegrundeln. Dazwischen hab ich gefüttert mit angereicherten und mit Preis Carely präparierten Artemien sowie calanoiden Copepoden.

    Die neu eingesetzten Tiere haben sofort nach der Übersiedlung zu essen begonnen, und sie atmen normal. Also vorderhand kein Grund zur Sorge.

    Und im Vergleich zu dem doch nur ansatzweise naturnah eingerichteten Quarantänebecken hab ich bei der gut eingefahrenen Koppel das Gefühl, nicht gar so ängstlich sein zu müssen wegen der Wasserbelastung durch das Futter.

    Ein Foto häng ich an von einer der Newbies sowie einen link zu einem Video. Wie meist bei solchen Gelegenheiten ist es ausgesprochen fad, trotz der Grundeln. Am meisten Action sieht man noch bei den Éuplicas bzw. Columbellas und den Asterinas :smiling_face:

    So, und jetzt bin ich nur mehr gespannt, wie das wird mit dem Ponynachwuchs. Darauf hoff ich ja noch immer, und ob die Grundeln die Neonate in Ruh lassen, wird sich weisen. Eventuell separier ich dann auch den ersten trächtigen Hengst, um einen möglichen Zuchterfolg nur ja nicht zu gefährden.

    Im Quarantänebecken hat sich die Vergesellschaftung der Grundeln mit den Seegrasponies in den vergangenen 3 1/2 Wochen als problemlos erwiesen.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hallo Knut,

    Zitat

    Original von K.B.
    Leider ist mir noch kein Weg eingefallen, wie ich nicht gefressene Nauplien wieder aus dem Aufzuchtbecken entfernen kann, ohne umfangreich Wasser zu wechseln.

    schau mal hier, klappt prima: http://www.ifmn.net/zuechter-baste…tonsammler.html

    Ich habe meinen Luftheber mit einem Netz unten gesichtert, an die Frontscheibe gepappt und das Artemiasieb mit einer Wäscheklammer am Beckenrand befestigt. Innerhalb kurzer Zeit sind fast alle Artemia-Nauplien dann eingesammelt. Aber mittlerweile weiß ich, was meine Pappenheimer verdrücken und brauche das Teil kaum noch.

    Viele Grüße
    Karin

  • Hallo Karin!

    Das habe ich auch noch nicht gesehen, dass jemand meinen Planktonsammler dafür nutzt! Eine blendende Idee! Hättest ja auch bei der IFMN mal etwas sagen können, jetzt mach ich das :aetsch:

    Gruß
    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hihi Wolfgang,
    Du liest eindeutig zu wenig Seepferdchen.net, da habe doch ganz artig Danke gesagt ;). Auja, schreib´mal auf, sehr fein!

    Grüßle
    Karin

    Einmal editiert, zuletzt von Karin Helwig (11. November 2012 um 23:14)

  • Hallo Karin!

    Ich lese täglich seepferdchen.net, aber das ist meinem ansonsten wachsamen Augen entgangen. Aber jetzt habe ich es ja und danke dir für die Mitteilung!

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hallo Freunde der Seegrasponies!

    Kann es sein, dass es sich bei den zuletzt nach Deutschland gelangten H. zosterae um eine andere Art handelt als der Stamm, der meiner Erinnerung nach 2008 importiert wurde?

    Beim näheren Vergleich der Stuten von de Jong mit der aus meinem Altbestand fällt auf, dass die Neuen keine Cirrhi besitzen (obwohl sie sonst eindeutig Mädels sind) und insgesamt größer sind als die Stuten von meinem Stamm jemals waren. Auch die Färbung ist unterschiedlich: Die Pferdchendame aus dem Altbestand ist hell kaffeebraun und erinnert stark an Melange, die ich 2009 bei Patrick Schubert gekauft hatte. Die Stuten von Andi (Mela) waren vom Habitus her ähnlich, nur noch heller, fast weiß.

    Die Neuzugänge waren zunächst auch sehr hell und wiesen kaum ein Muster auf. Nach und nach sind sie jedoch ergrünt mit leichten Schecken und deshalb im Caulerpadickicht so gut wie unsichtbar. Nur äußerst selten kann ich alle 3 Newbies zugleich beobachten, als ich heute in der Früh zwei von Ihnen gesehen hab, war ich glücklich.

    Es scheint ihnen also ganz gut zu gehen, allerdings habe ich bisher auch noch keinen der 3 Hengste dabei beobachtet, dass er eine der Neuzänge angebalzt hätte. Die letzten Balzversuche gab's lediglich bei dem Mädel aus dem Altbestand. Und da war ich bis vor kurzem ja nicht sicher, ob die Dame überhaupt fruchtbar ist, weil es schon länger keine Fohlen gegeben hatte.

    Heute hat ein Hengst vom Morgen bis zum Nachmittag an Leibesfülle verloren, ich nehm an, dass er zumindest mit 2 oder 3 Fohlen schwanger gewesen sein könnte. Wenn dem so war, sind die Babies wahrscheinlich den Schwebegrundeln zum Opfer gefallen. Entdecken konnte ich leider keins.

    Andererseits wäre das zumindest ein Grund für Zuversicht, dass selbst aus dem Altbestand noch was werden kann.

    Aber wie weit die Neuen tatsächlich 'frisches' Blut einbringen können steht für mich derzeit in den Sternen. Eine genetische Schranke benachbarter Unterarten wäre schon ziemlich blöd, denn wenn etwaige Nachkommen einer vielleicht doch möglichen Mischung aus Newbies und Altbestand unfruchtbar wären, machte das auch nicht wirklich Freude.

    So bringt die Seegrasponyhaltung immer wieder neue Überraschungen zutage.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Liebe Linda,

    die Cirrhi sind eindeutig keine Bestimmungsgrundlage. Ich hatte mehrere Weibchen, die diese mehrfach im Laufe ihres Lebens je nach Beckeneinrichtung bildeten und wieder verloren.

    Ich habe auch zwei neue Weibchen, wovon eines wie von Dir erwähnt grünlich wurde, das andere genau so hell wie meine ursprünglichen Tiere.

    Auch die ursprünglichen Tiere aus dem Erstimport von Andi hatten sehr unterschiedliche Färbungen und Zeichnungen. Im Laufe der Jahre hatten sie sich bei mir geeinigt: Männchen dunkel, Weibchen hell. Somit hatte ich bei meiner Gruppe die Gelegenheit, die Geschlechter schon am 10. Lebenstag mit 90% Wahrscheinlichkeit vorherzusagen.

    Liebe Grüße
    Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Liebe Linda,

    schön, dass ich Dich beruhigen konnte.
    Bei mir tut sich auch noch nichts in Bezug auf Nachwuchs.

    Liebe Grüße Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Zitat

    Original von SeepferdchenDr
    die Cirrhi sind eindeutig keine Bestimmungsgrundlage. Ich hatte mehrere Weibchen, die diese mehrfach im Laufe ihres Lebens je nach Beckeneinrichtung bildeten und wieder verloren.


    Auch die ursprünglichen Tiere aus dem Erstimport von Andi hatten sehr unterschiedliche Färbungen und Zeichnungen. Im Laufe der Jahre hatten sie sich bei mir geeinigt: Männchen dunkel, Weibchen hell.

    Hi zusammen,

    ersteres mit den Cirri kann ich bestätigen. Zweiteres gar nicht. Ich hatte bis zur Abgabe meiner Ponies auch viele helllgelbe Jungs dabei.

  • Liebe Angi,

    das mit der Färbung je nach Geschlecht habe ich auch nur bei mir gesehen. Mir ist bewusst, dass dies nicht die Regel ist. Warum die Ponys sich bei mir so entwickelt haben, kann ich auch nicht nachvollziehen, sondern konnte es nur beobachten.

    Liebe Grüße
    Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Hallo Linda,

    wie dir bekannt ist, besitze ich einige Zwerge aus derselben Sendung wie du.

    Ich nenne sie " Stamm 2 ".

    Um dir einen Vergleich zu ermöglichen, habe ich 2 Bilder aufgenommen, welche die Farben verdeutlichen, die bei mir zur Zeit auftreten. Dabei handelt es sich um die beiden Extremen.
    Ein anderes Tier liegt farblich genau dazwischen.

    Keines der Mädels aus Stamm 2 zeigt Zirrhi.
    Die beiden ursprünglich vorhandenen Männer waren beide dunkler gefärbt.
    In der Zeit der Pflege bei mir haben alle Tiere die Farbe verändert.
    Allerdings mehr oder weniger stark.

    Im nächsten Beitrag zeige ich die ursprüngliche Färbung beim Kauf.

    MfG

    Knut

  • Hallo,

    in Fortsetzung des vorherigen Beitrags möchte ich nun die Bandbreite der Färbungen vorstellen, welche meine Dwarfs des Stammes 2 zum Zeitpunkt des Kaufs zeigten.

    Es hat schon eine dramatische Umwandlung stattgefunden.

    Ich halte Farbe der Dekoration und Futterzusatzstoffe für die verantwortlichen Trigger zum Umfärben.

    Ein amerikanischer Züchter hält seine Tiere zusammen mit gelb - orange farbenen Kunststoffpflanzen. Auf dem Bodengrund liegen schneeweiße Muschelschalen. Wie die Wandungen der Aquarien gefärbt sind, kann ich nicht sagen.
    Dieser Züchter erläuterte, dass das Vorhandensein von Cirrhi bei seinen Zuchten eher die Ausnahme darstellt.


    Wenn man das Verbreitungsgebiet von H. zosterae betrachtet, ist es durchaus denkbar, dass es Standortvarianten gibt, die sich in Farbe und Größe unterscheiden.
    Die Smithsonian Marine Station at Fort Pierce erwähnt in ihrer Beschreibung von H. zosterae ausdrücklich Standortvarianten mit unterschiedlichem Verhalten.

    In wie weit sie sich erfolgreich kreuzen lassen, müssen wohl wir Züchter herausfinden.
    Allerdings ist die jetzige Jahreszeit dazu leider äußerst ungeeignet.

    MfG

    Knut

  • Hallo Knut,

    danke ebenfalls für die gelungenen Fotos und die Ausführungen. Die Variabilität der Seegrasponies scheint überaus groß zu sein. Ich werd ja sehen, ob es irgendwann zu Paarungen meiner Hengste aus dem Altbestand mit den Stuten des Stamms 2 :smiling_face: kommt und was draus werden wird.

    Dass die Neuen ihre Farbe dem Hintergrund deutlich stärker anpassen als der Altbestand ist Faktum. Da können sich selbst Chamäleons ein Scherzerl abschneiden.

    Die Schecken sind auf den Bildern deines ersten Beitrags von heute gut zu erkennen. Von der Färbung her wirken meine Mädels noch dunkler grün - exakt die Farbe der Caulerpa serrulata, in der sie sich am Liebsten aufhalten.

    Übrigens: Bei meiner letzten Lebendfutterlieferung waren ein paar von den kleinen Ostseemysis dabei, die hatten sich binnen 14 Tagen nahezu explosiv vermehrt. Beim Leeren der Box anlässlich der Vorbereitung für die neue Lieferung am vergangenen Montag habe ich die Schwebegarnelen ausgesiebt und alle auf einmal in die Pferdekoppel entlassen. Darüber gefreut haben sich nicht nur die Grundeln, sondern auch die Ponies, allen voran die doch insgesamt größeren Mädels von Stamm 2. Sobald ich seither eine von ihnen entdeck im Caulerpagestrüpp. so hängt die kopfüber in der Caulerpa und wartet auf vorbeiwuselnde Mysis. Die Ponies scheinen sie extrem gern zu mögen, und das ist natürlich schon eine kräftigere Mahlzeit als Artemianauplien und Copepoden oder Moina. Sie halten überdies recht gut im Aquarium und sind so eine prima Futterreserve.

    Das hat auch Elena schon vor einiger Zeit erwähnt.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hi Linda,
    Du kennst unser 200l Garnelenbecken....
    Keine Fische, unedendliche Mengen an Mysis......

    Die wuseln auch bei voller Beleuchtung völlig ohne Scheu durchs Becken....

    Werd Dir beim nächsten größeren Eingriff nach Weihnachten mal ein paar abfischen ;-))

    LG,
    Wolfgang

  • Danke, Wolfgang!

    Von den tropischen Mysis hatte ich ja von Geri & Anita einen Ansatz bekommen (sogar flohkrebsfrei!) und war sehr froh gewesen, dass sich die kleinen roten Woisln so gut vermehrt haben im Pferdchenbecken.

    Nur hatten sie halt gegen die Grundeln nicht den Funken einer Chance. Ich seh jetzt nicht einmal im Schein der Taschenlampe mehr welche :frowning_face:

    Falls ihr mir wirklich wieder zu einem Ansatz verhelfen könnt, kommt der mit Sicherheit nicht in die Koppel, solang noch die Grundeln drinnen sind.

    Aber sehr herzlich bedankt scih schon im Voraus
    Linda :smiling_face:

  • @ Elena

    Der Typ aus Bremen hat gestern Morgen sechs Nachwuchsseepferdchen in seinem Becken gefunden. Ich habe sie gleich in das Einhängebecken umgesiedelt. Gefüttert werden sie mit Artemia, Tisbe und Nitokras.

    @ All
    Sorry für die Kurzvorstellung! Schreibe ansonsten im Seepferdchenforum.

    Becken 30l, Aquaclear 30 mit Sanderpiccolo, 3 cm Bodengrund, Plastikpflanzen, vier Nassariusschnecken, 3 Tricolor- Einsiedlerkrebse

    Gruß
    Frank

  • Hallo Frank, ich hoffe hier darf ich das so schreiben. :smiling_face:

    gratuliere..... Da hat sich das tägliche Suchen und Zählen der Elterntiere ja gelohnt.

    Liebe Grüße und bis bald
    Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Die Farbtheorie kann ich bei meinem Bestand ( 3 Weibchen & 1 Männchen) bestätigen. Das Männchen ist sehr dunkel und die Weibchen sind weiß! Bei den Jungtieren sind zwei dunkel und vier weiß.
    Gruß
    Frank

    Das Zählen jeden Morgen nervt!

  • Zitat

    Original von Anfänger2
    Das Zählen jeden Morgen nervt!


    Ja Frank, das kenn ich noch gut von meiner Anfangszeit in der Seegrasponyhaltung. Jetzt erspar ich mir die regelmäßige Bestandskontrolle. Wär auch gar nicht möglich bei dem Pflanzendickicht.

    Gestern hab ich zum ersten Mal seit gut 2 Wochen(!) bis auf einen Hengst alle Fische in der Pferdekoppel zugleich entdeckt. Der Hengst ist heute aus dem Gestrüpp aufgetaucht.

    Irgendwie find ich das nett, wie in der Natur: Jö, schau, ein Seepferdchen! :smiling_face:

    Dass dir zuvor 5 Tiere verstorben sind ist traurig. Aber damit bist du nicht allein.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Da es mit der Entwicklung nicht optimal lief und ein Tier sehr schwächelte, habe ich das Einzeltier in mein Tisbe-Zuchbecken gesetzt. Dies wird auf 25° Grad beheizt und leicht belüftet. Es hat sofort angefangen zu fressen und hat sich innerhalb einer halben Stunde erholt. Es hat sich an den Kabelbindern festgehalten und wild gefressen.

    Darauf hin sind alle in das Tisbe-Becken umgezogen. Alle haben kurz geguckt und das große Fressen ging los. Nun habe ich noch Nite Out dazu gegeben. Heute Morgen waren alle fit und am Fressen. Jetzt geb ich jeden Tag Nite Out dazu. Füttern fällt ja nun auch erst mal weg. Sie sitzen ja im Futter. Ein paar Tage werden sie nun in dem Tisbe-Becken bleiben. Mal sehen wie lange das Futter reicht und wie sie dann aussehen. Reicht es nicht, ziehen sie in das Nitokra-Zuchtbecken ein. Dies scheint wohl mein Weg zu sein, da ich ja auch noch "nebenbei" ein wenig arbeiten muss.

    Weiterer Vorteil: Die Elterntiere habe nun wieder ihre Ruhe.

    Gruß
    Frank

    Einmal editiert, zuletzt von Anfänger2 (11. Dezember 2012 um 09:57)

  • Auch hier mal ein Zwischenbericht. Nachdem das Tisbebecken leer gefressen war, habe ich sie wieder ins Einhängebecken gesetzt und mit Naupilien und Tiggerpods gefüttert. Reaktion war gleich Null. Nicht gefressen. Jetzt sitzen sie im Nitokrabecken. Das Problem der Verweigerung von Naupilien ist bis Freitag aufgeschoben. Ab dann muss es klappen, habe dann außer Tiggerpods und Artemia nichts mehr!

    Ach ja es leben sechs von sechs noch.

    Gruß
    Frank

    2 Mal editiert, zuletzt von Anfänger2 (17. Dezember 2012 um 07:23)

  • Hallo Frank,

    schön zu lesen, dass von den 6 Fohlen noch alle am Leben sind. Du scheinst einer von den wenigen in der zuletzt erfreulicherweise gewachsenen Seegrasponygemeinde zu sein, die wirklich ein Händchen haben für die Zwerge.

    Mit der Methode, eine geringe Anzahl von Neonaten in einer Box mit Phytoplankton und Tisben aufzuziehen, hab auch ich den besten Erfolg erzielt, und das nahezu ohne Arbeitsaufwand während der ersten 2 Wochen.

    Nach dieser Zeit waren sie allerdings in der Lage, 2 Tage alte angereicherte Artmianauplien zu essen, und das haben sie auch getan. Warum das deine nicht tun ist mir ein Rätsel.

    Aber gut, wenn sie jetzt im Nitokra-Becken sind, werden sich die Tisben auch wieder erfangen.

    Ich wünsch dir weiterhin das Beste für deine Ponykinder.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS/Edit: Mit Tiggerpods hab ich keine so tollen Erfahrungen gemacht, und bei Jungfohlen wär ich überhaupt vorsichtig. Hungrige Tigriopus fallen alles an, was ihnen in die Quere kommt.

  • Meine sind ja erst 10 Tage alt! Ab Freitag zählt es dann. Ich habe dann nichts anderes mehr! Werde den Tisbebestand auf jeden Fall aufstocken. Denke an ein 25l Becken, dieser sollte für ca. 2 Wochen reichen.

    Ich habe auf jeden Fall alles, was mir möglich ist, gegeben.

    Ich habe die Befürchtung, dass mein Männchen wieder schwanger ist. Hoffentlich irre ich mich. Ich brauche mindestens 4 Wochen bis sich meine Futtertierbestände erholt haben. Mein Fuscus-Männchen scheint ebenfalls schwanger zu sein!

    Irgendwas scheine ich falsch zu machen! :yrf

    Gruß
    Frank

  • Zitat

    Original von SeepferdchenDr
    Alle sind froh, wenn sie Junge bekommen.


    Hallo Elena,

    Frank scheint das zwar ironisch gemeint zu haben, aber ich muss gestehen, dass ich zu gewissen Zeiten weniger Ponynachwuchs lieber gehabt hätte. Zuwenig geeignetes Futter zu haben um alle Mäuler stopfen zu können macht doch ordentlich Stress.

    Heut hingegen wär ich froh, wenn ich wenigstens ein paar Fohlen in der Koppel fände :frowning_face:

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hallo,

    im Rahmen der Zucht von Seepferdchen gibt es auch immer wieder Rückschläge.

    Ich musste einen sehr schmerzhaften Verlust bei meinen Nachzuchten während meines Urlaubs hinnehmen.

    Von den ursprünglich 24 Pferdchen sind mir nur 4 verblieben.

    Einige waren mit der reinen Artemia Fütterung dauerhaft nicht lebensfähig. Andere fielen vermutlich einer Vibriose zum Opfer. Die Urlaubsvertreter waren mit der Behandlung eines derart rasanten Krankheitsverlaufs, wie er von Vibrionen hevorgerufen wird, überfordert. Eine Vorbereitung auf solche Extremsituationen hatte ich versäumt und die Beschaffung eines wirksamen Antibiotikums war kurzfristig nicht zu bewerkstelligen.

    Die Überlebensrate beträgt nun nur noch ca. 16 % und liegt damit unter den üblichen Erfahrungen.

    Dies ist leider nicht mehr zu ändern. Hat mich aber zu neuen Erkenntnissen geführt und ich bin sicher, dass ich die Mortalitätsrate in Zukunft deutlich senken kann, sofern mir mein Zuchtpaar weitere Möglichkeiten gewährt, zu üben.

    Besonderer Dank gilt dabei Linda und Angi, die mir als Diskussionspartner zur Verfügung standen und mit ihrem Erfahrungspotential den Grundstein für eine Neuausrichtung meiner Fütterungsmethode legten.

    MfG

    Knut


    Bild: H. zosterae nach 7 Wochen und überstandener Vibriose.
    Beachte: die Größenunterschiede unter den Geschwistern, hevorgerufen durch die überstandene Erkrankung

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