Um die Korallenriffe der Erde ist es schlecht bestellt

  • Hallo zusammen,

    anbei ein Bericht aus der Stuttgarter Zeitung vom 11.07.2008, den ich euch nicht vorenthalten möchte.

    Treibhausgase, Wasserverschmutzung und Überfischung können laut einer Studie zum Kollaps der Ökosysteme führen

    WASHINGTON (dpa). Die Bedrohung der Korallenriffe wird immer größer. Ein Drittel der Arten ist gefährdet, wenn nicht sogar vom Aussterben bedroht. Das belegt eine großangelegte internationale Untersuchung.

    Rund ein Drittel aller riffbildenden Korallenarten sind derzeit in ihrem Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Damit habe sich die bedrohliche Lage der Korallen in den vergangenen zehn Jahren deutlich verschärft, berichtet ein internationales Forscherteam nach der Untersuchung von mehr als 700 Korallenarten im US-Fachmagazin "Science". Die Hauptursache für diese Entwicklung sehen die Wissenschaftler in den von Menschen produzierten Treibhausgasen. Diese lassen die Wassertemperaturen ansteigen und die Meere versauern. Lokal würden die Korallen außerdem durch Wasserverschmutzung, Überfischung und die starke wirtschaftliche Nutzung der Küstenregionen bedroht.

    "Riffbildende Korallen sind stärker bedroht als alle Landlebewesen mit Ausnahme der Amphibien", sagte Roger McMaus von Organisation Conservation International. Sie seien zudem wie keine andere Gruppe durch den Klimawandel gefährdet. "Der Verlust der Korallen hat schwerwiegende Auswirkungen auf Millionen von Menschen, deren Existenzgrundlage von den Korallenriffen abhängt", sagte McMaus. Das Team um Kent Carpenter von der Old Dominian University in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia hatte für die Studie insgesamt 704 Arten von riffbildenden Steinkorallen nach Kriterien der Weltnaturschutzunion IUCN in eine der acht Gefährdungskategorien eingeteilt. Insgesamt 231 Arten seien demnach gefährdet, stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Weitere 176 Arten seien potenziell gefährdet. "Die Ergebnisse sind sehr bestürzend", sagte Kent Carpenter. "Wenn Korallen sterben, tun es auch Pflanzen und Tiere, die in Korallenriffen Nahrung und Schutz finden." Dies könne zum Kollaps dieser Ökosysteme führen.

    Dramatisch verschlechtert habe sich die Lage nach dem großen Korallensterben im Jahr 1998, heißt es in der gestern veröffentlichten Studie. Damals kam es in weiten Teilen der Ozeane infolge einer langanhaltenden Erhöhung der Wassertemperaturen zu einer sogenannten Korallenbleiche - dem Ausbleichen und anschließendem Absterben der Steinkorallenstöcke.

    Besonders betroffen waren damals der Indische Ozean und der westliche Pazifik. Vor diesem Ereignis wären nach Angaben der Forscher nur 13 Arten in eine der drei oberen Gefährdungskategorien gefallen. Der westliche Pazifik habe derzeit den höchsten Anteil an Arten in einer der Kategorien mit erhöhtem Risiko. Verheerend sei die Situation auch in der Karibik, wo der Bestand zweier dominierender Korallenarten, der Geweihkorallen Acropora cervicornis und Acropora palmata, rapide zurückgegangen sei.

    Ob die Korallen in diesem Jahrhundert ganz aussterben, hänge entscheidend vom Ausmaß des Klimawandels und von anderen Umweltbeeinträchtigungen sowie von der Anpassungsfähigkeit der Tiere ab, schreiben die Wissenschaftler in ihrem Bericht. Wenn Korallenbleichen immer häufiger aufträten, seien viele Arten vermutlich nicht in der Lage, sich rechtzeitig zu erholen, und die Bestände würden unumkehrbar zurückgehen. (Fachartikelnummer DOI: 10.1126/science.1159196)

    Quelle: Stuttgarter Zeitung online, Direktlink.

    Einmal editiert, zuletzt von RalfG (11. Juli 2008 um 09:45)

  • hmm

    also der klimawandel hat relativ wenig mit treibhausegasen zu tun er unterliegt eher größeren zyklen, wie sonnenzyklus usw. es gibt alle paar tausend jahre schwankungen in diesem rahmen welche man unter anderem in eisbohrungen an den polen feststellen kann.

    dort werden unter anderem co2 und salz konzentration der meere gefunden. korallen gibt es glaub ich schon deutlich länger und haben den letzten klimawandel auch überlebt.

    zum thema treibhausgase: auf die idee das diese was mit dem klimawandel zu tun haben können hatte ein mensch de rnicht aus dem fach kam. genauer ist es eher dass der treibhausgasanstieg der temperatur hinterherläuft.

    das bedeutet einer temperaturerhöhung folgt eine treibhausgaserhöhung. das kann man sehr gut damit erklären dass der hauptpuffer für treibhausgase das meer ist und wenn sich die tempertur erhöht werdne sie weniger gebunden....

    ich hab vor einiger zeit einiges an wissenschaftlichen publikationen darüber gelesen weil ich mit diesen halbwahrheiten der politik nicht leben konnte

    falls da eurerseits intresse bestehn sollte, einfach unter greenhouse suchen

    http://www.spires.com oder arxiv.com

  • Hallo, nur so am Rande,
    im Radio vor einer Stunde.
    Die französchischen Muschelsammler weinen derart heftig...
    über einer Million Austern aus noch unerklärlichen Gründen innerhalb weniger Tage verestorben..:baby:
    wie üblich vermutet man Umweltverschmutzung, als Ursache.
    Na was sonst, auf die Schnelle...

    Peter aus Innsbruck

  • Vieleicht mögen die es einfach nicht, wenn man sie mit 240 kg Uran füttert.
    Gruß
    K.

  • Welch ein Quatsch, Stefan. Aus einem zünftigen AKW kommt kaum CO2 raus :smiling_face:

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • Hallo Timo,

    was ist denn das? Sowas habe ich noch nie gehört. Seltsamerweise sieht man immer wieder Wissenschaftler im Fernsehen, egal ob aus Potsdam oder Hamburg, die das ganz anders darstellen. Sind die nur Handlanger der Politik? Was kannst Du uns denn für Quellen nennen, die Du da gelesen hast?

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo zusammen,
    das sich unser Klima ändert steht außer Frage. Und auch, dass wir alles tun müssen, um unsere negativen Einflüsse zu reduzieren.

    Was mich nur stört ist, dass die gleichen Wissenschaftler, die uns glauben machen wollen, die Zusammenhänge verstanden und die Ursachen lokalisiert zu haben, nicht drei Tage im Vorraus das Wetter vorhersagen können. Und auch nicht, ober wir in Europa auf eine Warmperiode oder doch auf eine Eiszeit durch Zusammmenbruch des Golfstromes zusteuern.

    Das Thema ist offensichtlich viel komplexer, als diese Wissenschaftler und die nachplappernden Politer dies verkünden.

    Gruß
    Hermann

  • joa

    also derzeit stellt sich generell das problem in unseren instituten dass man am besten gelder bewilligt bekommt wenn man sagt es geht um klima forschung... ansonsten ist es echt extrem schwierig.. deswegen sagen so viele leute zeuch über den treibhauseffeckt.

    naja jedenfalls sitz ich grad selber in einem haufen arbeit hab wenig zeit die papers raus zu suchen, aber ich werde sie nach und nach nachreichen...

    einen groben übersichtsartikel leider nicht von einer der science data bases... allerdings erklärt er ziemlich gut was ich sagen wollte

    http://mitglied.lycos.de/erleuchtet/mein/af_2bc2.html

    aber wie gesagt die ganzen studien die dort erwähnt werden kann man in den entsprechenden publicationsdatenbanken finden und dadurch auch streng wissenschaftlich nachvollziehen

  • Hmmm,

    die zitierten Artikel sind bis 2001, da gab es sicher noch ein paar, sagen wir mal wirtschaftsfreundliche oder mineralölfreundliche Wissenschaftler, die solche Aussagen wagten. Mittlerweile ist selbst George W. Bush umgeschwenkt.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Irgendwo habe ich gelesen, dass jetzt der Sonnenzyklus wieder in eine aktivere Phase gehen müsste, die Steigerung der Aktivitäten aber bisher unerwartet ausblieb.

    Demnach müsste es jetzt also kälter werden?

    Gruß
    Hermann

  • ich sehe es in der Art wie Hermann;
    wenn ich trotz der geballten Intelligenz von Wissenschaft und Forschung noch an den Jahreswechsel 99/2000 zurück denke, bei dem 2 Monate zuvor das Ende der modernen Zivilisation Grund von möglicherweise spinnenden und alles in den Abgrund reissenden PC-Systemen prophezeit wurde... :face_with_tongue:
    und jetzt versucht man sich an Dekaden von Zeitspannen.... :grinning_squinting_face:
    schizophren aber auch, gerade in solch einem Forum über 'sterbende' Riffe diskutieren zu wollen ,-eben Grund der CO2-Bilanz jedes Einzelnen hier; obwohl ich diese für einen absoluten Modebegriff und ein Unwort der Wissenschaft halte.
    Pragmatische Umwelts.auerei würde die Meerwasser-Aquaristik besser umschreiben.
    Die Probleme an Land sind offensichtlich nicht mehr diskussionswürdig, -als eletäre Minderheit bevorzugt man über einen Breitengrad messenden Gürtel zu diskutieren und diesen schützen zu wollen.
    Nur leider bringt das alles nichts, bevor über Wasser nichts stimmig ist.

    Timo,
    das Papier ist ber auch schon 10 Jahre alt; das war 2 Jahre vor dem Millenium. :grinning_squinting_face:

    Servus
    Stefan

  • wie ich ja schon gesagt hatte ich hab grad nicht die zeit die aktuellen raus zu suchen...

    es ist halt so dass es in diesem punkt mehrere standpunkte gibt und naja es gibt derzeit noch keine wissenschaftlichen beweise dafür dass co2 schuld am klimawechsel ist, aber es gibt sehr gut übereinstimmende modelle die den wechsel mit unter anderem dem sonnenzyklus beschreiben.

    welche position ihr einnehmt ist natürlich euch selber überlassen, ich wollte eigendlich nur mal einen zweiten standpunkt hinzubringen, der zeigt nicht alles was im tv gesagt wird muss unbedingt der wahrheit entsprechen...

  • ich hab nochmal 2 grafiken angehängt um zu verdeutlichen was ich in meinem aller ersten post geschrieben hab. man sieht dass ERST die temperatur ansteigt und dann später der CO2 gehalt. erklären lässt sich das ganze mit modellen die die meere als CO2 Puffer beinhalten.

    hier dann der ausführliche artikel dazu mit deutlich mehr kurven etc.

    http://www.onlinezeitung24.de/article/105


    wie schon gesagt es gibt eben verschiedene ansichten darüber, ich für meinen teil stehe nur hinter dingen welche sich zweifelsfrei belegen lassen und nicht auf mutmaßungen ohne experimentelle bestätigungen die auf modellen beruhen.

    aber mir gehts hier eher drum dass auch mal die andere seite dahingestellt wird, denn die meisten leute kennen nur das halbwissen der politiker und ihrer sog. experten von denen ich bei uns im institut noch keine gesehn hab

  • Naja,

    den Artikel hat ja kein Klimatologe geschrieben und in den Eisbohrkernen hat man in der Tat eine bessere Korrelation von Methan und Temperatur als von CO2 und Temperatur gefunden.
    Allerdings hat damals vor 18.000 bis 15.000 Jahren niemand fossile Energieträger verbrannt, woher hätte das CO2 also kommen sollen? Vielmehr zeigt der CO2-Anstieg, dass es positive Rückkopplungen gibt, die es mehr als ungewiss machen, ob für uns dieser nun menschengemachte Klimawandel noch beherrschbar ist.
    Dass CO2 den Strahlunghaushalt der Erde beeinflusst steht außer Zweifel. Die Venus ist durch CO2 so wohlig warm und auch auf der Erde trägt der Treibhauseffekt zur globalen Temperatur bei. Man kommt sonst auf Grund der Strahlungsbilanz auf andere Mittelwerte der Erdtemperatur, als sie tatsächlich herrschen. Nicht zuletzt ist es so, dass man mit Infrarotlasern den CO2-Gehalt der Luft misst. Die Wirkung von CO2 auf Infrarotstrahlung sind also hinreichend gut bekannt. Insofern wäre es etwas paradox, wenn man genau weiß, mit dem CO2-Gehalt der Luft dreht man an der globalen Strahlungsbilanz, aber es verändert sich nichts. Noch seltsamer ist alledings die Behauptung, man erhöht zwar den CO2-Gehalt der Luft und in der Tat beobachtet man etwas, was den erwarteten Auswirkungen auf die Strahlungsbilanz entsprechen könnte, aber dass das Ursache und Wirkung sind, das könne einfach nicht sein. :confused_face:

    Übrigens sollte man eine erhöhte Strahlungsintensität der Sonne eigentlich doch messen können und die dazugehörigen Beobachtungen an der Sonne, wie erhöhte Sonnenfleckenaktivität, machen können.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo timo!

    http://blog.rainbownet.ch/umwelt/klima-s…imaluge-bei-rtl

    ich bin auch lange zeit drauf reingefallen

    lg
    fred

  • Übrigens,

    ich finde auch die Verschwörungstheoretiker immer höchst interessant, die davon ausgehen, dass unsere Politiker finstere Dunkelmänner sind, die uns nur abzocken wollen und wüstes mit uns vorhaben. Meine ehrliche Meinung: Gut, dass wenigstens die Politiker sich noch darum kümmern, dass alle Kinder zur Schule gehen usw.. Mit der scheinbaren Intelligenz sieht es in breiten Schichten der Bevölkerung nicht wirklich gut aus und ich schätze, dass mindestens 80% keinen blassen Schimmer von den komplexen Zusammenhängen in der Welt haben, um die sich die Politiker kümmern. Ohne "die Politiker" sähe es sicher noch schlimmer um unserer Zukunft aus. Bei ihrer ganzen verbalen Unerträglichkeit machen sie meist doch noch halbwegs erträgliche Politik, trotz der Uninformiertheit der Wähler.

    Was dieser Dr. Enger da am Schluss schreibt, ist der reine Schw.achsinn! Hat der seinen Dr. gekauft oder ist der noch aus dem vorletzten Jahrhundert? Die Pflanzenphysiologie ist erforscht und man kann den Weg von radioaktiv markiertem CO2 in der Pflanze verfolgen von der Aufnahme bis zur Freisetzung durch Atmung oder vergammeln der Pflanze. Man kann den CO2-Schwund in Pflanzenbeständen und in Klimakammern mit Pflanzen messen. Man "düngt" Gewächshauspflanzen mit CO2 aus der Verbrennung von Propangas. Was sollen diese Einweckglas-Experimente? Was ist das für eine Aussage zum menschengemachten Klimawandel? Wenn alle Treibhauseffekt-Gegner so fähige Leute sind .... meine Güte!!!

    Grüße

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (14. Juli 2008 um 13:21)

  • Wieso Verschwörungstheoretiker und Uninformiertheit der Wähler?

    Solange Politer während Ihrer Amtszeit hochoffiziell mit Lobbyisten aus der Industrie gegen unseren Willen an unserer Zukunft werkeln, Entscheidungen zu Gunsten von Industriegiganten und gegen das Volk treffen und direkt nach Ihrer Amtszeit in hoch dotierte Posten dieser Unternehmen wechseln ist der dumm, der glaubt, man hätte etwas Gutes für uns erreicht!

    Gruß
    Hermann

  • Hallo Herrmann,

    das machen alle Politiker, das mit den Posten?

    Ich will dem Lobbyismus nicht das Wort reden, aber sich Verbände anzuhören, gehört dazu, wenn ich die Zusammenhänge und die Komplexität eines Problemes erfassen will. Wenn ich eine Entscheidung zuungunsten einer Seite fälle, ist es nicht die dümmste Idee, anzuhören, was diese dazu sagt und die Sache dann in ein Gesetz zu giessen. Das ist Möglicherweise ein Unterschied zu China. Siehst Du das anders?
    Klar, die Industrie ist böse und schlecht, sie beutet uns erst aus und will dann auch noch das Geld wieder haben, indem wir ihre Produkte kaufen sollen, aber so ist die Industrie! Bist Du Arbeitnehmer?

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo,

    nebenbei gesagt halte ich es für fragwürdig Diagramme/Entwicklungen miteinander in Beziehung setzen zu wollen, die gänzlich andere Zeitskalen berücksichtigen (in diesem Fall ein paar tausend Jahre mit den letzen ~50 Jahren) - von den vorherrschenden Rahmenbedingungen einmal ganz abgesehen.

    Das CO2 ein Treibhausgas für die Erde darstellt (wie auch Methan, FCKWs, Wasserdampf etc.), ist ja eigentlich ein unstrittiger Fakt. Ebenfalls das der Mensch einen erheblichen Beitrag zum Anstieg mit der Nutzung von u.a. fossilen Brennstoffen dazu leistet. Die logische Schlußfolgerung dazu sollte einfach sein. Inwieweit sich das dann auf unser Klima auswirkt kann sicherlich (noch?) nicht eindeutig nachgewiesen werden, da die Annahmen/Szenarien in der Regel auf Klimamodelle basieren die - nebenbei betrachtet, was seriöse Modelle angeht - grundsätzlich auf Naturgesetzen (!) basieren. Nun sind Modelle weder fehlerfrei noch 100% verläßlich, geben allerdings mit einer überwältigenden Mehrheit den gleichen prognostizierten Trend wieder, nämlich das mit einer erhöhten Konzentration an Treibhausgasen in der Atmosphäre auch der Treibhauseffekt verstärkt wird (=wahrscheinlicher Temperaturanstieg).

    Das Klimaschwankungen nicht nur auf atmosphärische Zustandsänderungen (als Auslöser) allein zurückzuführen sind, ist auch klar. Sowie etwaige Änderungen von anderen Zustandsgrößen als Rückkopplung auf die Atmospähre (siehe Temperaturanstieg -> Anstieg CO2 Konzentration in der Vergangenheit).

    Das große Problem was sich bei der ganzen Diskussion meiner Meinung nach stellt ist in der Regel nicht allein das Betrachten der momentanen Klimaänderung sondern bei den einzelnen (mehr oder weniger wissenschaftlichen) Ansatzpunkten das Ausfechten von Begründungen, Übetreibungen und Anfeindungen unter den veröffentlichenden Personen.
    Reduzieren wir die Betrachtung doch einmal auf die Tatsache, dass sich die momentane (nachgewiesene) Veränderung des Klimas ohne gravierende äußere Einwirkungen (Meteoriteneinschlag, Vulkanausbruch) in noch nie dagewesener Geschwindigkeit vollzieht. Das dies nicht einzig auf einen Auslöser zurückzuführen ist, davon bin ich überzeugt. Erst die Summer aller Bedingungen führt letztendlich dazu. Nun schraubt der Mensch (als ein Faktor) allerdings nicht nur an den so häufig angeführten Treibhausgasen, sondern an viel mehr klimabeeinflussenden Faktoren wie z.B. auch bzw. vor allem an der Vegetation. Klimaschwankungen hat es immer gegeben und die Flora und Fauna hat sich bislang immer daran anpassen können (um mal auf die Korallenriffe einzugehen). Allerdings wurden bei entsprechend gravierenden Ereignissen mit drastischen und raschen Änderungen der Klimabedingungen jedes Mal gewaltige Teile (teilweise >80%) aller Tier und Planzenarten ausgelöscht. Anpassung geschieht nicht innerhalb von 100 Jahren.

    Bringt man die unterschiedlichen Meinungen auf die Basis, dass man nicht voraussagen kann, ob der Mensch überhaupt das Klima beeinflusst, so sollte man doch darüber nachdenken, dass es ein Einwirken auf das komplexe System Erde-Atmosphäre durch den Menschen bislang in dieser Intensität nicht gegeben hat. Eine wissenschaftliche "Beweisführung" scheint mir hier auch eher fremd zu sein, da Erfahrungswerte/Studien hierzu nicht vorliegen (immerhin werden Zeiträume der nächsten >50 Jahre betrachtet). Eine Mentaltität des reinen Abstreitens bzw. Widerlegens, verbunden mit der Mentaltität des Nichtstuns, halte ich vor dem Hintergrund, dass man genauso wenig das Gegenteil wissenschaftlich (!) beweisen kann, für sehr fatal.

    Gruß,
    Daniel

  • Hallo Hans Werner,

    nur ganz kurz, eigentlich ist das hier das falsche Forum.

    1. Nein, nicht alle Politiker machen das mit den Posten, aber viel zu viele.
    2. Das Lobbyisten an der Gesetzgebung mitarbeiten ist übel und nicht im Interesse des Volkes.
    3. Nein, ich bin kein Arbeitnehmer, sondern seit 1983 selbständig. Deshalb heiße ich noch lange nicht gut, wenn Politiker "Rat von Experten aus der Wirschaft" suchen, um danach Pöstchen zu besetzen! In meinen Augen ist das korrupt!

    Gruß
    Hermann

  • Hallo Herrmann,

    würde ich in dieser Verknüpfung auch als Korruption bezeichnen und die Politiker sind in nicht unerheblichem Ausmaß selbst Schuld an ihrem schlechten Ansehen, weil sie die geforderte Transparenz lange verweigert haben, was sich aber, zumindest etwas, gebessert hat.
    Da sie aber mittlerweile Nebeneinkünfte ab einer gewissen Höhe offenlegen müssen, kann jeder, der es will, nachsehen, von welcher AG sie Geld beziehen usw.. Dann ist es keine Korruption mehr, denn dann kannst Du es auf Deinem Stimmzettel berücksichtigen.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans Werner,

    ein zukünftiger Aufsichtsratposten ist auf der aktuellen Gehaltsliste leider nicht zu sehen.
    Und mit dem Stimmzettel: Was interessiert einen Politiker schon sein Geschwätz von gestern, wenn es heute um den Machterhalt geht? Egal welche Partei!

    Gruß
    Hermann

  • Hallo Zusammen,

    ich habe dieses Thema absichtlich im Board MW allgemein gelassen und nicht in Unterhaltung verschoben, also bleibt bitte wenigstens beim Thema Umwelt und Korallenriffe. Ein Diskussion über Politiker wollte der Threadstarter mit seinem Beitrag sicher nicht entfachen und gehört hier auch nicht her.

    Viele Grüße, Sabine

    Hobby zum Beruf gemacht - daher keine Privatbecken mehr :smiling_face:
    http://www.seaspirits.de
    ________________________________

    Nur was Menschen kennen, können sie lieben.
    Nur was Menschen lieben, werden sie schützen.

  • Hallo zusammen,

    um auf unser ureigenstes Thema zurückzukommen:

    Ich halte das Riffaquarium immer noch für ökologisch verträglicher und mit weniger CO2-Emissionen verbunden, als hinzufliegen in die Riffgebiete (oder sonstwohin) und man hat das ganze Jahr etwas davon. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Riffaquaristik sich mit ihrem immer mehr zunehmenden Energiehunger in eine Sackgasse hineinmanövriert hat. Viele Anfänger bekommen ja erzählt und glauben das dann auch, dass unter 1,5 W/l nichts geht.

    Ich bin mir nicht sicher, ob Lichtfarben dabei eine entscheidende Rolle spielen, könnte es mir aber gut vorstellen: Acroporas und andere SPS sind auch unter T8 haltbar, zumindest unter der Kombi Osram 67/Sylvania Aquastar. Ich habe es ausprobiert.
    Derzeit sieht es aber so aus, dass die Nachfrage in die Richtung "wieviele T5-Röhren kann ich noch über diese Aquarienbreite packen" und "wie kann ich am meisten Watt über einem SPS-Becken verbraten" geht. Diese Denkweise wird auf Dauer nicht glücklich machen. Durch eine Nachfrage in eine andere Richtung, wären auch die Mw-Aquarianer durchaus in der Lage, neue Impulse zu geben. Letztlich müssen die Aquarianer die Bereitschaft für neue Ideen und neue Aquarien entwickeln. Wie gesagt, es gibt, denke ich, keine Korallen, die unbedingt mehr als 1 W/l an Beleuchtung brauchen. Für die Wasserbewegung dürfte in der Energieeffizienz die "stehende Welle" (Wavebox) unschlagbar sein. Und wenn man sogar bereit ist, auf einen Besatz aus LPS, Lederkorallen und Algen auszuweichen, braucht ein Mw-Aquarium nicht unbedingt mehr Strom zu verbrauchen als ein durchschnittlich beleuchtetes Süßwasseraquarium, vielleicht 1/2 W/l für Licht. Manche Algen alleine sind sogar unschlagbar anspruchslos in Sachen Lichtintensität und es würde dennoch ein Mw-Aquarium bleiben mit dem vielen Kleingetier, Schwämmen und natürlich mit den typischen Mw-Fischen. Dass so etwas auch sehr gut aussehen kann, zeigt das Aquarium des Monats Mai glaube ich zweifellos.
    Dieses 650-l-Becken wird mit 400 W beleuchtet, 5 x 80W T5 und ich glaube, da fehlt nichts!

    Ich persönlich werde mich weiterhin auch an Algen probieren und versuchen, ob dem vereinzelt in einem Aquarium wachsenden Tetrasporophyten von Asparagopsis unter Kurztagsbedinungen und niedrigerer Temperatur der wesentlich schönere Gametophyt zu entlocken ist. Das wäre immerhin eine Alge, die nicht von Fischen gefressen wird, ebenso wie Halimeda.

    Grüße

    Hans-Werner

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