Hallo,
eine Bekannte von mir hat ein 120 Liter becken, in dem sie axozooxanthele (schreibt man das so?) Gorgonien pflegt, sowie Muscheln, und sonstiges, was auf Unmengen von Plankton steht.
Ende letzten Jahres ist ein Paar Seepferdchen eingezogen, welches leider nach ca. 6 Wochen verstarb. Seit dem Ereignis ging es mit dem Aquarium abwärts. Ständig Fadenalgen an den Gorgonien, jedoch das schlimmste ist, dass jeder Fisch oder Seepferd, das ins Becken eingesetzt wird, innerhalb von 48 Stunden garantiert tot ist.
So ist ein weiteres Pärchen Pferde eingegangen. Ein Algenbleeny, ein kleiner Zebrasoma, der ausgeliehen wurde, Seenadeln, weitere Algenbleenys, sowie kleine Grundeln.
Einziges was darin überlebt, ist eine Kardinalsgarnele, Einsiedlerkrebse, Turmschnecken und zwei Schlangenseesterne.
Wir haben die Wasserwerte gemacht, doch sind diese OK. Ammoniak: n.n., Nitrit: n.n., Nitrat: 10, Phosphat: 0,1. Kupfer: n.n.. Es waren Salifert-Tests. Auch die anderen üblichen Werte waren im Rahmen. Nichts auffälliges.
Leitwert, PH und Sauerstoffkonzentration konnte ich mit WTW Geräten ebenfalls messen und diese sind in Ordnung.
Wir vermuten, dass sich da irgendwie Gifte oder ähnliches bilden konnten, die nun im Sand oder Dekoration eingelagert sind. Das Lebendgestein, hat sie aus meinem Becken bekommen, in dem keine Probleme herrschen.
Die Technik des Beckens ist ein kleiner Tunze Abschäumer bis 200 Liter, eine Nanostream und ein Topffilter mit Wattepatrone von Tunze an einer Turbelle eingehängt (wegen den Schwebestoffen), der alle zwei Tage mit neuer Watte ersetzt wird. Als Beleuchtung hängt ein AC Performance 14.000 K Brenner 150 Watt darüber.
Auch nach dem Lesen im Forum und Suche im Internet und Literatur, konnten wir keine Lösung für das Problem finden.
Ich glaube, es wird ein oder mehrere Stoffe im Wasser vorhanden sein, das den Tod von Fischen verursacht, jedoch von den üblichen Tests nicht gemessen wird. Evtl. auch ein Virus oder Bakterium.
Ich habe dazu mehrere Lösungsvorschläge.
Möglichkeit A:
Großer Wasserwechsel, sehr starken Entkeimer dranhängen 50 - 80 Watt, starken Abschäumer mit Ozon dranhängen und über viel Kohle (1 Liter) filtern. Das ca. 2-3 Wochen laufen lassen und dann erneut mit einem Fisch versuchen.
Möglichkeit B:
Alles ausräumen und neu einrichten. Lebendgestein belassen, Garnele rausnehmen in mein Becken. Einsiedler und Schlangenseesterne belassen, Wasser aus meinem Becken zu 100 % verwenden, neuen Bodengrund einsetzen. Das ganze für eine Woche einlaufen lassen und für diese Zeit die Gorgonien in meinem Becken hältern. Nach der Woche Einlaufphase die Gorgonien wieder zurück ins "Todesaquarium". Gorgonien können bei mir nicht länger bleiben, weil die starke Planktonfütterung bei mir zu Nitratproblemen führen würde.
Evtl. mit Vorschlägen aus Möglichkeit A kombinieren.
Was würdet Ihr in einem solchen Fall vorschlagen? Oder gibt es noch eine Lösung C, die besser oder effektiver ist und schneller geht?
Gruss
Artur
