update: gute Ca- und Mg-Tests?

  • Hallo Leute,
    vor einiger Zeit hat es ja mal (auf Korallenriff.de) einen Wassertest-Test gegeben. Da konnte man ja sehr gut nachlesen, welcher Test was angezeigt hat. Seitdem hat sich jedoch mit Sicherheit einiges in dem Bereich getan (neue Tests, veränderte/verbesserte Rezepturen etc.). Deshalb meine Frage:

    ich bin noch auf der Suche nach einem (einigermaßen) präzisen Calciumtest und Magnesiumtest (im zweistelligen Euro-Bereich).

    -Welchen Ca und welchen Mg-Test kann man eigentlich aktuell empfehlen?

    -ich habe konkret gesehen, dass es einenn Calciumtest von Macherey-Nagel gibt. Lohnt sich der Mehrpreis, will sagen: misst dieser Test genauer als die üblichen Aquaristiktests?

    -gibt es ebenfalls einen geeigneten Magnesiumtest von MAcherey-Nagel udn lohnt sich auch hier der Mehrpreis?

    viele Grüße

    Matthias

  • Hi Matthias

    meines wissens hat den kaum jemand, und richtige Referenzvergleiche wird es wohl daher eher nicht geben.
    Sorry....

    Wir machen keine Tests mehr, wozu auch. Gibt ja Referenzlösungen (wenn sie denn taugen *eg*) auf die eher verwiesen wird wie auf diese Testreihen die eigentlich mal alles ins Rollen brachten. Ich nutze nach wie vor Salifert bei MG und CA.

  • Hallo Matthias,

    die vor 2 Jahren als gut befundenen Tests sind sicherlich auch heute noch gut.
    Wenn du Routine mit einem Test wie dem Tropic Marin hast liegt der Fehler unter 2%.
    Und wenn du es genauer haben willst, verdopple einfach die Probenmenge und die Reagenzzugabe.

    Gruß Armin

  • Hi Matthias,
    ich habe Dir zu einem anderen Thema eine "Private Mail" geschrieben, schau doch bitte mal in Dein Mailfach !
    MfG Alex

    Einmal editiert, zuletzt von Alex K. (25. Januar 2008 um 17:24)

  • Hallo nochmals,
    zunächst Danke für eure Antworten. ich weiss, das Thema ist eigentlich ein alter Hut. Ich wollte nur fragen, ob es an der "Wassertestfront" zwischenzeitlich was neues gibt. Ich hatte mir ja auch den Bericht auf korallenriff.de durchgelesen und dann einen Test erworben, der "gut" abgeschnitten hat und war bis dato zufrieden.

    Nun habe vorkurzem weitere Tests gekauft und besitze nun je 3 -für gut befundene und haltbare Mg und Ca-Tests. Beim Messen ging das alte Spiel los. trotz mehrmaligem Messen (von 2 Personen) und Abgleich mit Referenzlösung trat bei Calcium eine Divergenz von 70mg und bei Magnesium eine Divergenz um 300 mg auf- und das mit Tests,die eigentlich gut abgeschnitten hatten-daher meine Verwirrung. Zusätzlich stellt sich natürlich die Frage, ob die Referenzlösung stabil ist. Dann habe ich noch gelesen, dass einige Zeolith-User ihren Ca-Wert nach ebenfalls für gut befundenen Tests eingestellt haben und damit gründlich danebenlagen.
    Daher meine Frage.

    Nun ja wie dem auch sei, ich will hier keineswegs Hersteller verunglimpfen und nenne sie bewusst nicht, denn 3 Tests sind auch sicherlich nicht repräsentativ. Überrascht war ich jedoch schon.

    Am besten wird wohl sein eine neue Refernzlösung zu kaufen und die Werte damit gegenzugleichen.

    So nun aber genug des Jammers,

    Matthias

  • Hallo,

    mich interessiert das mal, wie weit Salifert Ca und Mg von der Referenzlösung abweicht.

    Wobei der letzte mir vorliegende Mg Test von der Ablesbarbeit schlecht ist. Das war früher besser. Dieses rotbraun nach blau ist nicht gut.

    Gruß

    K.-D.

  • Ich hatte vor kurzem bei einer Messung an der Fauna Marin Multi Referenz Ca mit Salifert 370 mg wurden angezeigt und Lösung hatte, oder sollte haben 415 mg. Mg Test von Salifert habe ich auch hier, jedoch noch nicht gegen gemessen, da ich erst meinen alten JBL aufbrauche, mit dem ich mich dank Referenz auch nun gut durchhangeln kann.
    In einem anderen Thread hatte ich mal angeregt so gewonnenen Vergleichswerte publik zu machen. Ein anderer User und ich habe das dann auch teilweise getan. Musst mal danach suchen. War entweder in MW allgem. oder Ein- und Umsteiger.

  • Hio zusammen

    Die Erfahrung der Jahre (ist ja alles festgehalten) zeigt doch dass kaum ein Test über Jahre reproduzierbar genau blieb. Ausnahme der Merck Phosphattest und somit wohl auch der Rowa D+D Test.

    Ich tendiere heute eher zur Beobachtungsgabe. Wer seine Tiere kennt weiß auch die Werte :smiling_face:

    Die ganzen Referenzlösungen sofern sie denn wirklich gut und genau sind, führten meiner Ansicht nach dazu dass solche Tests wie wir sie früher machten einfach der Vergangenheit angehören. Es fehlt heute einfach die Grundlage das noch zu machen. Oder anders gesagt, das Interesse ist dadurch etwas gesunken.

    Oder wir testen mal die Referenzlösungen *eg*

  • Hi Robert,

    bezüglich Spuren habe ich das ja schon mal gehört/gelesen. Siehst Du den Tieren an, wenn die mal den Kopf hängen lassen, ob Ca oder Mg fehlt oder gar der Salzgehalt nicht stimmt :smiling_face:

    Gruß
    K.-D.

  • Also,

    Habe nun nochmals ordentlich durchgemessen und kann die aussage aussage eines bekannten steinkorallenzüchters nun nachvollziehen ...

    "die bekannten tests gehen meistens nach dem mond"

    Ich hab ca. 20 mal Ca & Mg getestet in den letzten tagen ( verschiedene aquarien, referenzlösungen ) mit diversen tests gemessen, sie weichen um unwesentliche 100 mg / l bei Ca ab, bei magnesium warens nur 400 mg / l ...


    Euch Viel Spaß weiterhin beim messen,

    Gruß

  • Hallo zusammen,

    ich muss einen Teil der Hersteller gegen manche Pauschalaussagen in Schutz nehmen.
    Es gibt zwar tatsächlich schlechte Tests, aber es gibt auch gute.
    Für Fatalismus à la "dann messe ich besser gar nicht" gibt es daher keinen Grund.

    Was aber immer wieder gerne übersehen wird:

    - Messen können ist nicht angeboren. Man muss es lernen. Wie Autofahren. Deshalb: Mit Referenzlösungen üben.
    - Auf immer gleiche Messbedingungen achten: Die Temperatur sollte z.B. auch im Winter am besten 25°C betragen.
    Gerade die Ca/Mg-Messung ist kälteempfindlich. Die Lichtverhältnisse sollten immer die gleichen sein, nicht einmal
    bei Tageslicht und das nächste Mal mit der Schreibtischlampe arbeiten.

    Wenn sorgfältig gearbeitet wird und z.B. einer der auf korallenriff.de für gut befundenen Tests verwendet wird,
    dann erhält man zumindest bei Messungen wie KH, Ca, Mg und PO4 ausreichend genaue Ergebnisse.

    Gruß Armin

  • Hi Armin und all


    vielleicht sollte man auch von dem Anspruch der absoluten Genauigkeit abkommen.
    Es sind nun mal Tropfentests die uns einen Anhaltspunkt geben. ein Trofen zu wenig oderz uviel, falsch gehalten beim Tröpfeln. vieles kann einen Einfluss haben.
    So schlecht sind die ja nun echt nicht. CA und MG sind schon okay, nur Nitrat ist nach wie vor eine schwierigere Angelegenheit.. Hier würde ich nach wie vor auf Machery Nagel schwören.... immerhin am genauesten :smiling_face:

  • Hi,
    auch so kann man sein Geld vernichten :smiling_face:

    Lass mal die Tests von XXX raus, dann sieht das schon besser aus. Es macht ja keinen Sinn, das Rad immer wieder neu zu erfinden. Wenn man die Tests mal wieder überprüft, die schon für gut befunden wurden und neue Tests, wird das Ergebnis anders aussehen.

    Gruß
    K.-D.

  • Ich habe beruflich mit der professionellen Wasseranalytik zu tun und muss leider den allgemeinen Eindruck bestätigen, dass viele Anwender hier häufig nur "Hausnummern" erhalten. Die colorimetrischen Testkits mit den div. Tropflösungen und Pülverchen haben daneben noch das Problem, dass die Küvetten und Reagenzgläser mit den aufgedruckten 2, 5 und 10 Milliliter-Marken häufig sehr ungenau sind. Der Einfluß der Störgrößen vom falschen Dosieren bis zum subjektiven Farbeindruck kann sehr groß sein. Wenn man einen Test immer vom selben Hersteller verwendet und einigermaßen geübt ist in der Durchführung, dann kommt man auf Genauigkeitsbereiche, die man grob in die Kategorien:

    nichts-wenig
    mittel
    viel-sehr viel

    einteilen kann. Damit kann man evtl. sein MW-Becken ausreichend steuern und bei Alternativen (z.B. pH-Messung) immer zur besten Methode greifen (pH-Meter statt Tropftest). Natürlich ist es oft auch teurer !

    Die Angabe von mg/ml mit z.T. drei Stellen hinter dem Komma täuscht häufig eine Genauigkeit vor, die einfach nur unseriös ist. Positiv hebt sich da nur der Merck Phosphat-Test (oder den ROWA/MERCK-Test) ab. Da erkennt man schon wesentliche Unterschiede zu den meisten anderen Test-Kits. Hier wird viel mehr Testwasser verwendet und eine Referenz auf die vorhandene Wasserfarbe gesetzt. Zudem ist die Ablesbarkeit der Farbtafel viel besser. Und hier haben wir nur einen grob quantitiven Test vor uns, der aber zumindest einfach in der Durchführung und relativ sicher in der Reproduzierbarkeit ist.

    Die angesprochenen Referenzlösungen sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen, sofern sie nicht über ein Zertifikat verfügen, wobei die Referenzmenge mit einer laborüblichen Analytikmethode überprüft wurde.

    Manche Testkits sind zudem sehr kompliziert aufgebaut und enthalten dann noch sehr schlechte Anleitungen und setzen eigentlich ausgebildetes Laborpersonal voraus. Wenn dann noch mit handelsüblichen "Stuhlröhrchen" mit kleinen Schaufeln exakte Dosierungen von div. Chemilkalien durchgeführt werden sollen, hört für mich eine seriöse Analytik auf, die auch nur annähernd brauchbare Werte liefern soll.

    Leider hat die Stiftung Warentest das Thema noch nicht entdeckt. Es wäre mal ganz spannend, so manche in MW-Kreisen gehandelten Hersteller im Vergleich gegen eine professionelle Laboranalytik zu sehen und hier die Spreu vom Weizen zu trennen.

    Gar nicht messen ist auch keine Alternative ! Wie heißt es so schön: Der Einäugige ist unter den Blinden König !

    Viele Grüße
    Salvelinus

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie


  • Hallo Armin,


    Ich will auch pauschal hier keine Hersteller angreifen oder sowas, deswegen habe ich auch keine namen oder ergebnisse genannt, außerdem habe ich immernoch hoffnung einen test zu finden der stimmt, dann werde ich nochmal bescheid geben ;).

    Ich denke schon dass ich weiß wie man mit solchen tests misst, habe ein semester chemie und ein jahr biochemie praktikum gemacht und sonderlich viel außer pipettieren und titrieren hat man dort nicht gemacht, ich denke also schon zu wissen worauf es an kommt.

    Der Farbumschlag ist nicht sonderlich schwer zu erkennen bei diesen tests, selbst ein tropfen mehr oder weniger macht nur 5-10 mg aus, bei so einer geringen abweichung wären alle glücklich.
    Abgelesen wird übrigens auch immer im gleichen zimmer mit der gleichen beleuchtung.

    Temperatur ist natürlich nicht bei 25° ( sondern das becken bei 24°, die Referenzlösung wohl 22° ) , ich denke auch nicht dass jemand die referenzlösung erstmal in die mikrowelle schiebt und dann die 2 ml auchnoch exakt auf 25° bringt, sollten die referenzlösungen nur dann funktionieren dann denke ich sind sie ziemlich überflüssig ...


    Was mich eben so verwundert hat war folgendes :

    3 verschiedene personen messen mit den selben tests ziemlich genau das selbe ergebnis, reproduzierbar sind die werte also schon.

    ABER

    zwei verschiedene test von ein und dem selben hersteller ( beide noch haltbar ! ) liefern bei meinem aquarienwasser extrem starken abweichungen.
    Nehm ich nun noch den nächsten hersteller dazu bekomm ich wieder ganz andere werte ...

  • Zitat

    Original von Matthias Kapaun....zwei verschiedene test von ein und dem selben hersteller ( beide noch haltbar ! ) liefern bei meinem aquarienwasser extrem starken abweichungen.

    Hallo Matthias

    Hier sprichst Du einen Punkt an, den man nicht außer Acht lassen sollte und das ist die Variabilität von Tests eines Herstellers. Das Problem hatte ich auch schon diverse Male, wobei ich das nur bedingt den Hersteller anlasten möchte, sondern vielmehr dem Handel. Viele dieser Tests sind temperaturempfindlich. Trotzdem werden di Tests bei manchem Händler unter katastophalen Bedingungen gelagert, z.B. im Regal über einer Beleuchtung oder zur besseren Sichtbarkeit AUF eine brennende HQI Lampe, oder auf normalem Postweg bei jedem Wetter durch die Gegend geschickt. Nachdem ich in USA eine böse Erfahrung mit den Tests hatte, besorgte ich mir in SIFI neue Tests, direkt von TM bzw. von Claude. DIe waren garantiert frisch und nicht unter extremen Bedingungen gelagert worden. Und siehe da, die Werte stimmten wieder mit der REferenz überein.

    Grüße

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo miteinander,

    vieleicht denke ich ja auch zu kurz, aber eigentlich interessieren doch nur die Veränderungen. Absolute Meßergebnisse werden wohl nicht mit Tropfentest zu erreichen sein. Da gibt es auch bei geübten Leuten zu viele Störgrößen. Mir als farbenfehlsichtigen (Bei Männern sind Störungen im Farbsehen häufig, ca. 20 %) bereitet das ablesen extreme Probleme... es geht doch denke ich darum, möglichst gleichbleibende Werte ohne große Schwankungen zu erreichen?!
    ...da reichen doch die Test aus...wenn man sie nur als Tendenz betrachtet...und geübte Korallenbesitzer sehen doch tatsächlich ihren Korallen an was fehlt....die Korallen zeigen es besser an als jeder Tropfentest!

    Es hängt doch im MeWa von sovielen nichtsteuerbaren Faktoren ab... es gibt etliche Becken wo Phophatwerte mit 2,5 mg/l meßbar sind und trotzdem LPS und SPS wachsen....

    Ich habe diesbezgl. das 1. mal in diesem Forum gelesen:
    "lieber schlechte WW und ein gut laufendes Becken als gute WW und ein schlecht laufendes Becken"...

    Vieleicht bin ich aber auch völlig auf dem Holzweg...dann klärt mich doch bitte auf...

    Grüße Markus

    M.f.G

    Markus

  • Hi Markus,

    du hast sicherlich recht dass es letzlich darum geht dass die korallen schön aussehen und nicht darum dass sich die wasserwerte gut lesen ...
    Trotzdem sind mit den tests die ich bezüglich Ca / Mg verwendet habe keine für mein becken relevanten tendenzen zu erkennen, bis ich erstmal rausgefunden habe wie die abweichung von so einem test ist ist er leer ...

    ... dass jemand bei 2,5 mg PO4 steinkorallen hält davon halte ich nicht viel ... da mag vielleicht die enzmann oder valida noch "wachsen" , ich kenn aber keinen vernünftigen korallenzüchter der mit solchen wasserwerten sein becken betreibt.
    Wer acroporas der sorte cadruus, loripes, granulosa, solitaryensis, suharsonoi oder ähnliche halten will der muss zwangsläufig seine wasserwerte im griff haben.
    Das ist aber wieder en anderes thema, zumal der Rowa / merck PO4 test absolut einwandfrei funktioniert und der einzige meerwasser test ist auf den ich mich verlassen kann.


    Bei Ca und Mg ist das halt etwas anders, Mg,Ca und KH müssen in einem möglichist optimalen verhältnis stehen um ein ideales korallenwachstum zu ermöglichen und da kommen die tests an ihre grenzen.


    Man muss auch bedenken dass die üblichen Ca, Mg und KH tests sehr günstig sind,man kann bei 10 € pro testkit auch einfach nicht die präzision eines 90 € teuren Merck tests erwarten.

  • Hallo Matthias,

    Zitat

    Original von Armin Glaser
    Hallo Markus,

    da triffst du genau den Punkt und daher ist Messen sinnvoll:

    Wichtig ist es rechtzeitig zu erkennen, wenn sich die für die Tiere gewohnten Werte verändern!

    wenn ich das dann richtig verstehe, geht es doch Hauptsächlich um Veränderung und eben nicht um absolute Werte. Wenn das Mg, Ca und KH-verhältnis nicht stimmt, wachsen Steinkorallen nicht...wenn man ein gut laufendes Becken mit gutem Korallenwachstum hat, geht es doch nur darum, zu überwachen ob die Werte sich verändern?! ...unabhängig, ob die Werte den absoluten Idealwerten entsprechen.

    Vieleicht verstehe ich das ganze auch noch nicht richtig?!

    Und wenn ein Test zur Neige geht, kann man rechtzeitig Ersatz besorgen und die letzten zwei drei Messungen mit altem und neuen Test parallel durchführen...dann hat man zwar keine absoluten Werte, aber einen Vergleich der gemessenen Werte und den Abweichungen.

    Da Mg, Ca und KH sich in bei den bekannten schnelltest gegenseitig beeinflußen wird man absolute Werte m.E. nur mit einem Massenspktrometer erhalten.

    Grüße Markus

    M.f.G

    Markus

  • Hallo Markus,

    das mit der gegenseitigen Beeinflussung stimmt so nicht. KH beeinflusst überhaupt keinen anderen Test und
    Ca/Mg nur insofern, dass normalerweise die Summe aus beiden gemessen wird und davon der Ca-Wert abgezogen
    wird. Daher wirkt sich ein Ca-Messfehler auf beide Ergebnisse aus.

    Und überschätze mal die Massenspektrometer nicht. Die haben mit Meerwasser ganz schöne Probleme. Ich hab mir
    schon den Spaß gemacht, Vergleichsmessungen zwischen ICP-MS und Titration (=Tröpfchentests) durchzuführen.
    Und war mit der Titration besser. Die Standardmethoden der Meereschemie zur Bestimmung von Ca, Mg und KH
    sind übrigens alle Titrationen, d.h. die Aquarientests funktionieren nach der gleichen Methode.

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    Zitat

    Original von Armin Glaser
    Hallo Markus,

    das mit der gegenseitigen Beeinflussung stimmt so nicht.... und
    Ca/Mg nur insofern, dass normalerweise die Summe aus beiden gemessen wird und davon der Ca-Wert abgezogen
    wird. Daher wirkt sich ein Ca-Messfehler auf beide Ergebnisse aus.

    Das meinte ich! Du hast es einfacher, nachvollziehbarer ausgedrückt.

    Zitat

    Und überschätze mal die Massenspektrometer nicht. Die haben mit Meerwasser ganz schöne Probleme. Ich hab mir schon den Spaß gemacht, Vergleichsmessungen zwischen ICP-MS und Titration (=Tröpfchentests) durchzuführen. Und war mit der Titration besser. Die Standardmethoden der Meereschemie zur Bestimmung von Ca, Mg und KH sind übrigens alle Titrationen, d.h. die Aquarientests funktionieren nach der gleichen Methode.

    Nein, überschätze auch ein Massenspektrometer nicht. Ich gebe dir recht, dass die Titrationen unter laborbedingungen zu deutlich genaueren Ergebnissen führen...wenn man nicht Farbenfehlsichtig ist. genauso verhält es sich m.E. bei den Tropfentest. Wer führt aber seine Tropfentest unter Laborbedingungen aus. Hier scheitert es m.E. schon daran, dass nach dem Schütteln der erste Tropfen oder ein halber mittitriert wird, der außen an der Flasche klebte....oder die Probengläser nicht mit dest. Wasser vorgereinigt sind.

    Es braucht einfach viel Übung, gute Referenzlösungen und immer gleiche Bedingungen, dann kann man sogar seinen eigenen Fehlerquotienten bestimmen... :grinning_squinting_face:

    Der Mensch ist auch hierbei meist der größte Fehler.

    ...und auf mein früheres Posting zurückzukommen: es gibt optimale Wasserwerte im MeWa. Doch ob die auch so optimal mit genauen Werten gemessen worden sind, ist zumindest im Heimaquarium fraglich. Es scheint mir, dass hier alle möglichst schnell auf diese Werte kommen wollen und oftmals deshalb zu drastisch einschreiten...jeder glaubt, dass er mit den Wassertest optimal gemessen hat und vernachlässigt dabei seinen eigenen Fehlerquotient....und passt dann die Werte möglicherweise auf ein falsches Niveau in zu kurzer Zeit an.

    Grüße Markus

    M.f.G

    Markus

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