Rückwand aus Riffkeramik in laufendes System einbringen

  • Hallo,

    ich habe ein Deltabecken mit 1250/1250 x 700mm Größe und etwa 700 Liter Wasser.
    Es läuft nun seit April 2007. Nun ist es einigermaßen eingelaufen.

    Ich habe etwa 40 kg. Lebendgestein und dann noch div. Steine und Aufbauten aus Riffkeramik.
    Aber leider sieht die Rückwand (scheiße) aus.

    Nun würde ich diese gerne mit Riffkeramik verkleiden.
    Geht das in einem funktionierenden System?
    Ich weiß, daß hätte ich mir vorher überlegen sollen aber leider hat mir damals
    das nötige Kleingeld gefehlt.

    Würdet ihr das auf einmal verkleiden oder lieber langsam, nacheinander?

    Wie befestigt man die Keramik in einem laufenden System unter Wasser?

    Danke für eure Hilfe.

    Reiner

  • Hallo,

    die Rückwände von Korallenwelt sind so konstruiert, dass sie von alleine stehen. Diese brauchst du unter Wasser nicht zu verankern. Ich würde sie auf eine Schicht groben Korallenbruch stellen. Das heißt im hinteren Teil des Beckens eine 2-3cm hohe Schicht groben Korallenbruch einbringen und darauf die Riffkeramik stellen. Dann kannst du sie durch drücken und rütteln in die gewünschte Position bringen. Wenn du die lebenden Steine im Becken lässt und sonst keine großen Verändernungen vornimmst, dann sollte der Einbau unkritisch sein.
    Ein schonender Einbau der Teile über mehrere Wochen verteilt ist natürlich immer noch unkritischer. Die Keramik auf jeden Fall vorher sehr gut mit Leitungswasser wässern (z.B. in einem wassergefüllten Kübel gut spülen und das Wasser mehrfach wechseln).

    Einziges Problem könnten die Übergänge sein. Diese werden in der Regel mit speziellen kleinen Riffkeramikstücken überklebt. Das ist nachträglich vermutlich nicht so einfach, aber mit Korallenkleber sollte auch dies möglich sein.

  • Reiner, Du kannst die Sachen vorher mehrfach abspülen (bei Minusgraden undankbar) oder wie Stefan schon schrieb einfach einen Tag wässern, wenn Du ganz sicher gehen willst.

    Zum Aufbau steht ja alles in unserer Homepage, das ist einfach, wobei der Kleber natürlich "an Land" besser auf den Platten hält, als unter Wasser. Vielleicht kannst Du einfach kurz 2/3 des Wassers ablassen, die Wände reinstellen, verkleben und dann das Wasser wieder auffüllen.

    Am Anfang bitte vorsichtig mit Licht und Nährstoffen. Ist das Becken schon gut mit Kalkalgen bewachsen, brauchst Du Dir nicht mehr so viele Sorgen zu machen und kannst wie bisher weitermachen.

    Spurenelemente, bis auf die Kalkbildner, vielleicht mal für 4 Wochen weglassen.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo rekolas,

    ich habe im september verteilt auf 3 wochen zwei keramikwände eingesetzt. Ich habe dabei den fehler gemacht, sie nicht gewässert und gespült zu haben.

    Innerhalb kürzester zeit bekam ich eine fadenalgenplage vom feinsten. Der ca und mg gehalt schoß auf
    über 800 und 1700mg/liter. Ich habe seit dieser zeit keine zusätze mehr gegeben und bin nun auf dem weg, dass sich die werte gegen normal einpendeln. In der ganzen zeit standen meine sps und lps wirklich gut.

    Als ursache für die algen kann ich nur feststellen, durch die entnahme des ls und absaugen des bodengrundes habe ich das system wohl schwer durcheinnader gebracht. Die po4 werte waren allerdings mit 0,4 noch ganz in ordnung.

    Als fazit kann ich nur sagen laß dir( dem system und seiner biologie) zeeeeeeeiiiiiiitttttttt.

    Ich habe noch ein riffsystem aus keramik und werde dieses nach dem versetzen einer keramikrückwand wohl erts frühesten im frühjah einbringen.

    Gruß Jörg

    180X90X80

  • Danke für eure Hilfe,

    ich werde mir also auch viel Zeit damit lassen.

    Werde die Platten aber dann nach und nach einbringen und nicht
    alle auf einmal.

    Vielen Dank nochmal

    Reiner

  • Hallo Reiner,

    Ich häng mich hier mal ran.

    Ich wollte auch demnächst im meinem Becken (in der Mitte) einen nicht gelungenen Steinaufbau durch eine Keramiksäule (h=60cm) ersetzen. Das Problem ist dass ich aus Platzgründen ca. 5kg LS bei (90kg ingesamt)entfernen muss. Ich hoffe natürlich dass das in diesem kleinen Verhältnis mir nicht die ganze Biologie auf den Kopf stellt?

    Zitat

    Am Anfang bitte vorsichtig mit Licht und Nährstoffen

    Sollte man denn mit der Beleuchtung zurückfahren?

    Das Kalrotalgenwachstum ist gut.

    Danke
    Grüsse
    Patrick

    Einmal editiert, zuletzt von luxbg (5. Januar 2008 um 19:28)

  • Reiner: Du kannst die komplette Rückwand auf einmal reinstellen, das spielt keine Rolle! Wichtig dabei ist, nicht das ganze Becken "umzurühren" und etwas vorsichtig zu Werke zu gehen dann klappt es auch!

    Patrick: Eine Säule kannst Duz einfach in ein Becken stellen, die macht keine Probleme. Du mußt, siehe oben, nur das Lenendgestein vorsichtig entfernen.

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  • Hallo, ich habe auch Riffkeramik im Becken, spritze die Keramik gut ab und lege diese nach den
    abtropfen in Osmosewasser, das am besten 1bis 2 Wochen mit etwas strömung und Silikabon.
    Beim einsetzen habe ich eine dünne Styropurplatte unter denn Fuß der Riffkeramik geklebt,
    die steht von ganz alleine und kann nicht unterholt werden.
    Stell sie dir vorher so zusammen wie du sie auch im Becken haben möchtest eventuell vorher
    zuschneiden. Viel Spass Markus/Rene

  • HI

    Styropor ist so ziemlich das unpassendste Material was man nehmen kann, denn auf Dauer wird sich das in Seewasser zersetzen. Keine Ahnung was da alles freigesetzt wird, aber gesund ist das nicht. Wenn es nicht möglich ist, eine Kunststoffplatte auf den Glasboden zu bekommen ohne Sandkörner da drunter einzuschließen würde ich eine Säule eher im Sand eingraben oder sonst irgendwie stabil machen, aber niemals Styropor verwenden. Es ist generell empfehlenswert, gleich bei der Einrichtung des Beckens eine PVC oder Acryl Platte auf dem Boden zu verlegen, bevor man den Sand reinpackt.

    Grüße
    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo

    @ Jens: was soll da freigesetzt werden? Oder meinst du das die Kügelchen dann rumschwimmen ? Drauf achten würde ich schon das das Polystyrol nicht extra mit Flammhemmern o.ä. versetzt sind. Ansonsten hätte ich keine bedenken. Klick mich

  • Hallo Uwe

    Ok, REINES Polystyrol sollte wenigstens keine Gifte ins Wasser abgeben, aber hat man immer genau im Blick was da noch an Schweinereien in so einer Platte drin sind? Das Problem ist wohl auch eher die langsame und allmähliche Auflösung von dem Zeug im Seewasser. Ich habe mir mal aus ungeschäumten PS ein paar Halterungen für Pumpen etc. gebogen. Nach etwa einem Jahr waren die brüchig, und zwar nicht an den Stellen, die im Licht waren (das hätte ich ja noch irgendwie verstanden) sondern in dem Teil, der unter Wasser und im Dunkeln hing.

    Grüße

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo zusammen, zu dem Styropur kann ich nur sagen das ich schon Becken nach 4 Jahren geändert
    habe wo ich auch Styropur unter der Riffkeramik hatte.
    Dieses habe ich zwar nicht mehr wieder verwand aber es war in einem gutem zustand und ich
    habe noch nie probleme dadurch gehabt. Mfg Markus/Rene

  • Eine Säule kann man natü+rlich bedenkenlos auf den Sand stellen. Die hat, aufgrund ihrer Porösität, im Wasser ja fast gar kein Gewicht...

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  • @Jens K.
    Bitte nicht wieder die alten Styropor Gerüchte in die Welt setzen ...

    Styropor löst sich im MW nicht auf und gibt auch nix ab ... - ausser vielleicht einige Kügelchen, die dann unschön auf der Oberfläche schwimmen. Ich habe seit 20 Jahren Styropor im MW-Aqua und noch nie Probleme damit gehabt. Ich kenne auch niemanden bei dem sich Styropor jemals aufgelöst hätte ...

    Einzige Einschränkung : Wer Seeigel beherbergt sollte vielleicht Abstand vom Styropor nehmen - die haben das zeug nälich manchmal 'zum fressen gern' ... :face_with_rolling_eyes:

    Gruss
    Stephan

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