Kein Phosphat aber viel Nitrat?

  • Hallo,

    Da wir kein technikbecken installieren können, filtern wir über Außenfilter mit Korallenbruch und Zeolith und wissen dass das höhere Nitratwerte verursacht. Aber woran kann es liegen dass der Phosphatwert nicht nachweisbar ist und der Nitratwert immer so zwischen 30 und 50 liegt? Seit dem letzten WW ( 20%) ist der Wert sogar noch gestiegen. Es gibt da doch einen Zusammenhang zwischen keinem Phospat und viel Nitrat, oder irre ich mich da?

    Außer den Außenfiltern haben wir ein kleines Algenrefugium im Kreislauf. Abschäumer und UV Klärer laufen rund um die Uhr, beleuchtet wird mit 2x 150 W HQI und 2 x 39 Watt T8 Blau. Strömung wird durch zwei Powerheads mit je 2100l/Std erzeugt.

    Was gibt es noch relevantes?
    Im Becken befinden sich schätzungsweise 100 kg Lebendgestein (etwa 1 Drittel des Beckenvolumens),
    etwa 10 cm feiner Sand als Bodengrund, keine SPS, eine LPS, viele Anemonen und einige Weichkorallen. Ich füttere einmal täglich etwa einen gehäuften Kaffeelöffel voll Frostfutter.
    Desweiteren hatten wir in den letzten Monaten mit Bryopsis zu kämpfen, die verschwinden jetzt aber so langsam.

    Vielleicht muß ich mir ja gar keinen Sorgen machen, denn alles steht gut da und Veränderungen sind nicht zu erkennen, aber etwas Sorgen mache ich mir schon und es wäre gut wenn mich jemand beruhigen könnte.

    Danke!

    Einmal editiert, zuletzt von Claudia B (24. September 2007 um 12:20)

  • Hallo Pauline
    hast Du schon mal den Nitratgehalt Deines Ausgangswassers gemessen?
    Gerade da Du schreibst das es nach dem WW noch schlimmer wurde wäre das meine Vermutung.

    Sollte das der Fall sein könnte ich mir folgendes vorstellen:
    Das Wasser im Becken verdunstet doch das Nitrat bleibt.
    Füllst Du nun wieder nach steigt der Nitratwert stetig weiter.
    Wenn dadurch mehr Nitrat "hinzukommt" als der "Nitratabbau" bei Dir im Becken beträgt würde das auf das beschriebene Phänomen passen.
    Ich hatte sowas mal als meine UOA nicht richtig funktionierte (Das Ausgangswasser hatte >50mg/l N3, nach der Osmose immer noch ~20mg/l).

    lG Martin

  • Hallo Martin,

    ich werde das gleich mal nachmessen.
    In der Wasseranalyse unseres Versorgers von Mitte August steht ein Wert von < 0,5mg/l.

    Edit:

    :winking_face_with_tongue:
    Ausgangswasser UND Osmosewasser haben beide einen Wert von 50mg/l.
    Das lässt nur die Vermutung zu dass ich entweder verseuchtes Leitungswasser habe
    oder der Test nichts mehr taugt. Ich nehme den von Dupla, wo man Pulver in ein
    Teströhrchen füllen muß.

    2 Mal editiert, zuletzt von Claudia B (24. September 2007 um 14:24)

  • Zitat

    Original von Pauline
    In der Wasseranalyse unseres Versorgers von Mitte August steht ein Wert von < 0,5mg/l.

    Ausgangswasser UND Osmosewasser haben beide einen Wert von 50mg/l.
    Das lässt nur die Vermutung zu dass ich entweder verseuchtes Leitungswasser habe
    oder der Test nichts mehr taugt. Ich nehme den von Dupla, wo man Pulver in ein
    Teströhrchen füllen muß.


    Wie gesagt, bei mir war's ähnlich.

    - Osmoseanlage ca 1 Jahr alt
    - Gemessene N3-Werte nach Osmose waren höher als von den Wasserwerken angegeben

    nachdem ich nachgemessen hatte, hatte ich die Bestätigung. Die vom Wasserwerk angegebenen Werte waren zu niedrig UND die Membran von der Osmose war platt.

    lG martin

  • Hallo Pauline

    Ich würde auch auf kaputte Osmose Anlage tippen. Wenn Du mit jedem Mal Wasser nachfüllen so viel Nitrat ins Becken haust, dann ist es wohl auch kein Wunder, wenn der Wert hoch ist.

    Außerdem würde ich mal einen anderen Nitrat Test nehmen,


    Grüße

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Ja ich weiß, der Test ist alt, :yrf

    aber das Becken ist es ja auch schon und da wir nichts schwieriges pflegen messen wir auch nicht so regelmäßig.

    Außerdem haben wir uns immer auf unser gutes Gefühl verlassen. Man kennt halt sein becken nach so langer Zeit. Komisch dass wir nie auf die Idee gekommen sind das Ausgangswasser zu messen, sollte doch eigentlich normal sein.

    Die Osmoseanlage hat schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, kann schon sein dass das Teil defekt ist. Vielleicht gibt es ja bei Dennerle Ersatzteile, ansonsten, seufz...wieder 200 Euro mal eben so weg.

    Einmal editiert, zuletzt von Claudia B (25. September 2007 um 17:59)

  • Hallo Pauline
    Die von Rondex macht es auch kostet nur 99€ man muss sie eben nur selbst zusammen
    bauen,habe ich seid Jahren ist auf der Basis von Dennerle.

  • Hallo Pauline,

    wenn die Osmoseanlage nicht mehr tut, musst du nur die Membrane wechseln und vorsichtshalber die Einsätze
    der Vorfilter. Das kostet kein Vermögen und die Membranen werden immer besser.

    Die UO scheint aber nur eins von zwei Problemen zu sein, miss mit deinem Nitrattest mal destilliertes Wasser,
    ich tippe drauf, dass du da auch viel Nitrat finden wirst. Oder anders gesagt: Ich vermute, dass der Test nicht
    mehr tut.

    Gruß Armin

  • Guten Morgen,

    mittlerweile hatte ich endlich mal die Möglichkeit die Wasserwerte mit anderen Tests zu messen und ich muß mich bei Euch entschuldigen, das Ganze war falscher Alarm. Die UOA ist wohl in Ordnung, es waren einfach die alten Tests, die kein richtiges Ergebnis mehr lieferten.

    Getestet wurde nun mit RedSea.

    PO4 = 0,1
    SIO2 = 0 bei (Osmose und Aquariumwasser)
    NO3 = irgendwo zwischen 2,5 und 5.
    NO2 = 0 (zur Sicherheit mitgemessen)

    Die niedrigen Nitratwerte haben mich echt überrascht, also k a n n es auch mit Topffiltern funktionieren. Fragt sich nur woher die Bryopsis kamen?
    Da habe ich ja noch die Osram Daylight Brenner in Verdacht, aber die wurden mittlerweile durch BLV Nepturion 14000 Kelvin Brenner ersetzt.

  • Zitat

    Original von Pauline
    Fragt sich nur woher die Bryopsis kamen?
    Da habe ich ja noch die Osram Daylight Brenner in Verdacht, aber die wurden mittlerweile durch BLV Nepturion 14000 Kelvin Brenner ersetzt.


    Hi,
    wenn in einem Becken mit HQI-Beleuchtung bei mir an zwei Stellen Bryopsis gewachsen sind, wußte ich daß die Brenner erneuert werden mußten :grinning_squinting_face: Nach dem Brennerwechsel sind die Algen in kurzer Zeit verschwunden.

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