Achilles Doktoren Einzel- oder Paarhaltung?

  • Hallo,

    nach den letzten Postings hier habe ich beschlossen den Achiles doch nicht zu holen. Einfach aus dem Grund, weil ich den jetzigen Bestand durch einen einzigen Fisch nicht gefährden möchte. Aus dem gleichen Grund habe ich auch keine Kugelfischartigen drin, weil diese beim Stress oder beim Ableben ein Gift abgeben können, das die anderen Bewohner dahinraffen kann. Obwohl mir manche Kofferfische auch sehr gefallen.

    Wollte nur bescheid geben, damit sich manche abregen können.

    Viele Grüße
    Artur

  • Artuhr,

    freut mich sehr das zu lesen. Habe es bis her unterlassen in diesem Thread zu posten, weil mir die Emotionen durch gegangen wären. Für mich ist der Achilles der schönste Doktor den es gibt und in meinen Anfangsjahren habe ich auch 3 davon getötet. Heute 20 Jahre später, 30 Becken mehr bin ich der Überzeugung das ein Becken gerade für dne Achilles mindestens 6000 Liter Benötigt und daher kommt er für mich nicht in Frage. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte die ganze Gattung Acanthurus sollte eigentlich nicht eingeführt werden, da 99.9% aller Aquarianer nicht die Möglichkeit haben diese Tier einigermaßen Artgerecht zu pflegen.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • über 'abregen' könnt ich mich jetzt aufregen :face_with_rolling_eyes: .

    Sicher hab ich auch schon Fehler in der Fischvergesellschaftung/Beckengrösse begangen.
    Jedoch ist noch niemals ein Fisch durch einen anderen bei mir zu Schaden gekommen.

    Viele sehen offensichtlich Fische wirklich nur als (selbst)schmückendes Objekt hinter Glas.
    Dabei ist es m.E. die höchste Kunst, eine Fischgesellschaft so zusammen zu stellen, dass einsteils immer etwas Konfliktpotential ansteht, andererseits aber im grossen und ganzen Streits schnell ausgefochten sind.
    Denn Rückzugsmöglichkeiten wie in der Natur gibts nun mal nicht.

    Ist der Besatz eines Aquariums dann abgeschlossen, gibts eigentlich keinen Grund, da jemals wieder was dran zu ändern. Selbst Lücken eines 'heraus gestorbenen' Fisches sind nur extrem schwer wieder zu besetzen. Das soziale Gefüge in einem Aquarium ist schnell manifestiert; aber auch extremst brüchig, wenn Mensch sich wieder mal einbildet, ...da geht noch was.

    Zebrasoma-Arten sind/sollten die einzigsten Leitfische in der Hierarchie gemischter Aquarien und Beckengrößen bis 1000 Ltr. sein.
    Ich vertrete sogar die sehr vereinzelte Meinung, das unter 500 Ltr. selbst ein Zebrasoma flav. nix zu suchen hat.

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Original von Stefan C.
    Viele sehen offensichtlich Fische wirklich nur als (selbst)schmückendes Objekt hinter Glas.
    Dabei ist es m.E. die höchste Kunst, eine Fischgesellschaft so zusammen zu stellen, dass einsteils immer etwas Konfliktpotential ansteht, andererseits aber im grossen und ganzen Streits schnell ausgefochten sind.
    Denn Rückzugsmöglichkeiten wie in der Natur gibts nun mal nicht.

    Auch wenn für mich der ästethische Faktor bei Fischen im Aquarium sehr wichtig ist kann ich diese Aussage vollends unterstützen :thup
    Ästethik ist für mich nicht nur das Aussehen des Fisches selber, sonder auch Dinge wie z.B. "Wie passt sein Schwimmverhalten zu meiner Beckengemeinschaft?", "Bringt er (auch optisch) zuviel Unruhe ins Becken?" und "Wo hält er sich bevorzugt auf, Bodengebunden oder Freiwasser?" gehören nach meiner Ansicht in die Erwägungen über einen harmonischen Fischbesatz mit hinein. Dabei stehen natürlich zu allererst die Bedürfnisse des Fisches im Vordergrund. Reizt mich ein Fisch - aus welchen Gründen auch immer - so bewerte ich möglichst genau wie er sich in mein Becken einfügt und entscheide mich dann auf Basis seiner Bedürfnisse dafür oder dagegen.

    Zitat

    Original von Stefan C.
    Ist der Besatz eines Aquariums dann abgeschlossen, gibts eigentlich keinen Grund, da jemals wieder was dran zu ändern. Selbst Lücken eines 'heraus gestorbenen' Fisches sind nur extrem schwer wieder zu besetzen. Das soziale Gefüge in einem Aquarium ist schnell manifestiert; aber auch extremst brüchig, wenn Mensch sich wieder mal einbildet, ...da geht noch was.

    Fische werden von "uns" Menschen nicht wie richtige Lebewesen behandelt. Wenn Schweine in einem LKW über die Autobahn transportiert werden, dann schreien gleich alle, wenn hunderttausende Fische im Frachtraum eines Kutters elendig sterben - die obersten weil sie an der Luft ersticken oder austrocknen, die untersten weil sie von den oberen zerquetscht werden - dann interessiert es keine Sau. Kein Wirbeltier wird mit soviel Brutalität für den menschlichen Verzehr gefangen und getötet wie Fische. Bei der Haltung in Zuchtfarmen an der Küste oder im Meer z.B. für Lachse schwimmen die Tiere dicht an dicht gedrängt in kleinen Gehegen. Sie müssen ihr ganzes Leben auf so wenig Raum verbringen wie die Schweine nichtmal beim Transport. Daher auch der radikale Einsatz von Medikamenten. Fische haben bei uns einfach keine Lobby, weil wir sie scheinbar irgendwie nicht als richtige Wirbeltiere wahrnehmen. Ich esse z.B. aus dem Grund schon seit Jahren keinen Fisch.

    Zitat

    Original von Stefan C.
    Zebrasoma-Arten sind/sollten die einzigsten Leitfische in der Hierarchie gemischter Aquarien und Beckengrößen bis 1000 Ltr. sein.
    Ich vertrete sogar die sehr vereinzelte Meinung, das unter 500 Ltr. selbst ein Zebrasoma flav. nix zu suchen hat.

    Mit der Ansicht stehst du hier nicht alleine :smiling_face:

  • Zitat

    Original von seaart
    nach den letzten Postings hier habe ich beschlossen den Achiles doch nicht zu holen. Einfach aus dem Grund, weil ich den jetzigen Bestand durch einen einzigen Fisch nicht gefährden möchte.

    Zitat

    Wollte nur bescheid geben, damit sich manche abregen können.

    Eigentlich haben sich die Leute aufgeregt weil du wieder besseren Wissens einen Todeskandidaten ins Becken setzen wolltest. Aber das hast du scheinbar immer noch nicht kapiert :mauer:

  • Hi Stephan

    Ja die hatten aber auch mal eine schicke Schule von Weisskehl.... in ihrem grossen Becken........ hatten wohlgemerkt Ich war nicht dort aber Frank war nach einem Besuch nicht gerade begeistert...


    Artur:
    Grundsätzlcih würde ich schon sagen das es mit am Aufbau des Beckens liegt und an der Grösse eines Aquariums. Vor allem eben bei Acanthurus Arten sicherlich und bei Acanthurus achilles sowieso.
    Auch halte ich es für wichtig......
    Ob man sich dauernd begegnet (das nervt mit Sicherheit so territoriale Fische wie den Achilles) und ob man zufrieden ist sprich Satt, und nicht um einen Schlafplatz kämpfen muss.

    Können die Doks sich auch aus dem Wege gehen..?

    Hast du mehrere 1000 Liter von Wasser?

    Hier noch ein Zitat aus dem Artikel zu Doktorfischen auf unserer Seite http://archiv.korallenriff.de/doktorfische_3_2004.html

    Acanthurus achilles, ist im Handel ebenfalls eher in recht geringen Stückzahlen zu finden. Wir würden ihn in der Pflege als mind. genauso heikel einstufen wie den Weisskehldoktor, was sich aber dann nach der heiklen Einfahrphase meist einigermassen gibt. Dafür neigt der Achilles dazu sehr territorial zu sein und andere Fische anzugreifen bzw. er unterdrückt sie sehr häufig. Ein sehr empfindlicher Fisch, den Kauf würden wir uns auch gut überlegen. die Überlebensrate ist hier sicherlich kaum höher als beim Beispiel des Weisskehl-Doktorfisches. Auch er ist nicht mit anderen Acanthuriden zu vergesellschaften, da er mit zunehmender Größe einfach zu agressiv wird. Er kommt an verschiedenen Gebieten im Pazifik vor bis einschliesslich Mikronesien und Hawaii.
    Zitat Ende.

    @all
    An eine Paarlieferung - wurde in einem der Beiträge erwähnt - glaube ich nicht, woher sollen die den GU kennen? Ich kenne kein Becken wo ein Paar des Fisches schwimmt geschweige denn das die meisten Einzeltiere noch leben die hier ankommen.
    Ist kein einfacher Fisch, den man einfach im Meer lassen sollte, oder wirklich einen derben Tank von ab 10.000 Litern sein Eigen nennt.


    @Stefan C:
    Ich stimme Dir hierbei gerne zu. Unser nun 12 Jahre alter Zebrasoma flavescens zeigt nach einer gewissen Zeit in 300 Liter Anzeichen von Hospitalismus, dann nach Jahren in 650 Liter, so das er dann ins 1000er umziehen durfte. Ich würde den Fisch auch nicht unter 500 Litern empfehlen,.

  • Ralf: Sorry, hab deine Frage erst jetzt gesehen: Das Becken steht wieder und ist eine echte Augenweide :smiling_face:

    Viele Grüße vom Bodensee,
    Karin

  • hallo Artur,
    zunächst einmal bin ich froh, dass bei dir die Vernunft gesiegt hat. Dankeschön.

    Mein Vorschlag an alle Käufer von Achilles, Weißkelh und co wäre die folgende VERSICHERUNG (funktioniert nätürlich nur VOR dem Kauf und wenn alle Käufer mitmachen):

    A)ICH verpflichte mich dem Käufer und dem Händler jeweils 1000euro zu zahlen, wenn der Fisch nach einem Jahr noch im ursprünglichen Becken am Leben ist.

    B)Der Käufer und der Händler verpflichten sich MIR 1000euro zu Zahlen, wenn der Fisch nach einem Jahr nicht mehr am Leben ist.

    Na, ist das ein deal?

  • Hallo Matthias!

    Das könnte aber ganz schön Dein Konto leeren.

    Bei uns im Verein schwimmen jede Menge Weißkehl, auch bei mir.
    Die machen kaum Probleme.
    Bin immer wieder überrascht über die Meinungen zu diesem Fisch hier im Forum.

    Achilles kenne ich allerdings keinen einzigen der länger als ein Jahr gelebt hat.

  • Zitat

    Original von Reinhard Seidl
    Achilles kenne ich allerdings keinen einzigen der länger als ein Jahr gelebt hat.

    :wink :wink :wink bereits 2,5 Jahre

  • Zitat

    Original von Nadine77

    :wink :wink :wink bereits 2,5 Jahre

    Toll, dann hat ja schon bald ein Promille überlebt :winking_face:

    Gruss Ruedi

    Seit 23.2.2007 / Seit August 2017 stillgelegt
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