Gefangene Mysis verenden nach sehr kurzer Zeit!?

  • Hallo!

    Gestern und heute habe ich im Bodden mal wieder einige Mysis gefangen, um meinen Fischen was gutes zu tun. Das Problem dabei war nur, dass diese innerhalb kürzester Zeit (max. 30min) alle verendet sind. Ich habe sie nach dem Fang mit dem original Fangplatzwasser im Transportbehälter gelassen und in den kühlsten Raum gestellt.
    Was sollte ich anders machen, damit die Mysis beim nächsten mal überleben?

  • Hi Michael,

    Versuch es mal mit leichter Belüftung. Ohne kann das nichts werden, es sei denn, das verwendete Gefäß ist sehr groß.

    Viele Grüße
    Inken

  • moin,

    nimm mal kühlpatronen mit und kühl das wasser so weit wie möglich runter, optimal waren bei mir so 5-10 grad.

    mfg
    michael

  • Die Erfahrung musste ich auch schon machen, als ich das erste mal so viele Mysis in eine Cappuchino-Dose gestopft hab, so dass kaum noch Wasser drin war. Komischerweise waren danach alle tot.... :yrf :grinning_squinting_face:

  • Hi zusammen,

    Kühlung hilft bei Mysis immer, ist aber m.E. nicht der entscheidende Schlüssel zum Erfolg.

    Wasserqualität, Futter und die richtige Salinität sind wichtiger, denn wenn diese Parameter stimmen, werden auch höhere Temperaturen gut vertragen.

    Ich lagere meine Mysis im Sommer bei ca. 25 Grad und das klappt wunderbar, solange der Rest stimmt. Die Tiere halten dann auch 2-3 Wochen problemlos, theoretisch bestimmt auch wesentlich länger, nur so alt werden die bei mir nie... :winking_face:

    Viele Grüße
    Inken


    PS: Das mit der Cappuchino-Dose ist hoffentlich nicht ganz so ernst gemeint. Man bedenke, dass auch Futtertiere achtenswerte Lebewesen sind.

  • Zitat

    Original von Inken Krause
    PS: Das mit der Cappuchino-Dose ist hoffentlich nicht ganz so ernst gemeint. Man bedenke, dass auch Futtertiere achtenswerte Lebewesen sind.

    aber maximal, bis sie gefressen werden :winking_face_with_tongue:
    wir sollten jetzt mal nicht übertreiben :winking_face:

    mfg
    michael

    Einmal editiert, zuletzt von mbb (16. August 2007 um 21:31)

  • Hi Michael,

    Wenn eine kleine Mysis Garnele gefressen wird, ist das wohl ein recht natürlicher Vorgang und der Moment des Leidens dürfte dabei für das Tier doch recht kurz ausfallen, z.B. wenn ein Seepferd zuschnappt.

    Bei einer derart unsachgemäßen Behandlung wie beschrieben trifft hingegen wohl keiner der genannten Punkte zu.

    Und ob ich nun übertreibe oder nicht darfst Du im übrigen gerne meine Sorge sein lassen.

    Nichts für ungut...

    Viele Grüße
    Inken

  • Zitat

    Original von Inken Krause
    Und ob ich nun übertreibe oder nicht darfst Du im übrigen gerne meine Sorge sein lassen.

    Nichts für Ungut...

    gerade aus dem urlaub zurück und schon so schlecht gelaunt?

    ich fange meine futtertiere eigentlich immer, transportiere sie ohne wasser und friere sie dann möglichst frisch ein, so what :winking_face_with_tongue:

    wenn du anderer meinung bist, setz dich dafür ein, daß alle gefrorenen futtertiere erst mal sachgerecht getötet werden! ich sehe schon, wie die matrosen auf den trawlern mysis (krill,....) für mysis einzeln betäuben und dann per herzstich töten :laughing:

    aber wie geht das dann bei plankton :winking_face_with_tongue: gibts so kleine messer für das töten :face_with_rolling_eyes:

    oder ist das thema vielleicht doch nur einfach lächerlich :face_with_tongue:

    muß ich bedenken haben, wenn meine korallen bacs fressen - sogar lebend :winking_face_with_tongue:

    mfg
    michael

  • Hi Joe,

    wie lang würdest du sagen, kann man Mysis noch verfüttern nachdem sie hops gegangen sind? Mir passiert das nämlich auch immer wieder.

    Viele Grüße,
    Sabine

    Hobby zum Beruf gemacht - daher keine Privatbecken mehr :smiling_face:
    http://www.seaspirits.de
    ________________________________

    Nur was Menschen kennen, können sie lieben.
    Nur was Menschen lieben, werden sie schützen.

  • moin,sabine

    bin zwar nicht joe, aber antworte trotzdem :winking_face:

    pauschal kann man das nicht sagen, da spielt die temperatur ne entscheidende rolle!

    will jetzt nicht spekulieren, aber ich transportiere die bei ca 5grad, da sind 12h kein problem, die meisten friere ich dann ein. bin leider lange nicht mehr dazu gekommen :winking_face_with_tongue:

    aber bitte artgerecht töten :face_with_tongue:

    mfg
    michael

  • Hi Michael,

    na, ich nehm die Antwort von dir auch :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

    Mir kippen die Mysis oft einfach im Hälterungsbecken weg. Da herrscht aber oft höhere Temperatur als 5 Grad.
    Denkst du also, dass ich das was tagsüber gestorben ist am Abend noch bedenkenlos verfüttern kann?


    Viele Grüße,
    Sabine

    Hobby zum Beruf gemacht - daher keine Privatbecken mehr :smiling_face:
    http://www.seaspirits.de
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  • Zitat

    Original von Sabine Sax
    Denkst du also, dass ich das was tagsüber gestorben ist am Abend noch bedenkenlos verfüttern kann?

    problemlos, wenn du nicht gerade 25/30 grad hast. ich weiß jetzt auch nicht, wie lange es bei welcher temperatur geht, die sind ja recht empfindlich, aber bis die gewerblich gefrorenen bei dir sind, müssen die sicher mehr ertragen ( unter anderem auftauen und wieder einfrieren).

    mfg
    michael

  • Hallo!

    Inken hat recht mit der Anmerkung zur Temperatur (mit ihren übrigen Anmerkungen übrigens auch ;)). Ich habe Ostseemysis schon einen ganzen Sommer bei leichter Belüftung im Freien gehalten und vermehrt. Das Aquarium enthielt ca. 700 L Wasser, das Abteil für die Mysis um die 300. Die Temperatur stieg auf gut 28° C und es hat ihnen nichts geschadet. Also dürfte - wie so oft - das Zusammenspiel verschiedener Parameter ausschlaggebend sein.
    Derzeit versuche ich mich an Mysis, die ich selbst aus Sardinien mitgebracht habe. Eingepackt am Freitag abend (Styropor-Box mit Kühlelementen), ausgepackt Sonntag gegen 01.00 Uhr: Keine einzige tot und sie leben immer noch alle, mittlerweile mit den ersten Jungtieren (genauso wie die mitgebrachten Felsengarnelen :]).

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

  • Hallo!

    Wie schon gesagt, ich hatte die Mysis im Boddenwasser vom Fangplatz nach Hause transportiert. Die Fahrt dauert mit dem Auto nicht mal 10 Minuten. Nach dem Öffnen zu Hause lebten auch noch alle und schwammen putzmunter rum. Nachdem ich dann die ersten entnommen und verfüttert hatte war der überwiegende Teil der Mysis tot. Temperaturen von mehr als 25°C wird das Wasser nach dieser Zeit wohl nicht gehabt haben und das Wasser war halt das, in dem sie die ganze Zeit schon gelebt haben.

    @ Wolfgang
    Hattest du nicht auch mal deine Erfahrungen hier gepostet? So berauschend waren die Erfolge mit der Mysishaltung/-zucht dann ja auch nicht... :frowning_face:

    @ Inken
    Das mit der Cappuchinodose stimmt schon, allerdings hab ich die nicht so übertrieben vollgestopft, aber doch schon zu voll. Ich dachte halt, dass es für die paar Minuten Transport reicht aber ich wurde eines besseren belehrt.

  • Hallo,

    cih denke mal, daß der Sauerstoff zu knapp wird. Bei so hohen Temperaturen dürfte dre Stoffwechsel von Kaltwassertieren enorm beschleunigt sein, so daß er dann schnell knapp wird. Die bewegebn sich ja auch pausenlos, so daß sie allein schon deswegen einen hohen Sauerstoffbedarf haben.
    Mit Mysis hab ich keine Erfahungen, aber Bachflohkrebse aus kühlen bis eiskalten Bächen halten sich im tropischen Becken mind. Wochen, wenn Sauerstoff stimmt.

    Grüße
    Ulrike

  • Hallo Michael

    Zitat

    So berauschend waren die Erfolge mit der Mysishaltung/-zucht dann ja auch nicht...

    Stimmt, aber das lag nicht an mangelnder Produktion sondern an den kannibalistischen Gelüsten der Alttiere.

    Gruß

    Wolfgang

    Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!

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