Fertiges Aquarium Bohren?

  • Hallo Zusammen,
    da ich mir jetzt ein größeres Aquarium zugelegt habe :grinning_squinting_face: (leider ohne Bohrung) bin ich auf der suche nach einem Aquarienbauer bzw. Glaser der mir ein oder besser zwei Löcher ins Aquarium bohren kann. Von allen aus unserer Gegend bekam ich nur die Antwort "Wir Bohren nur in flaches Glas" also nur in einfache Glasscheiben :grinning_squinting_face: und keiner war in der Lage ein fertiges Aquarium zu Bohren. Kennt also jemand einen "Bohrmeister" mit solchen Fähigkeiten? Möglicht noch in der Nähe von Lübeck? oder gibt es alternativen zur Bohrung? In meinem "alten" habe ich einen Schuran Ablauf (auch da schon das Problem mit der Ablaufbohrung; einige werden wohl nicht schlauer :winking_face: )

    Viele Grüße

    Heiko

  • Hi Heiko!

    Einfach zum Glaser gehen, bzw. den kommen lassen. Es gibt kleine transportable Bohrmaschinen die genau für sowas hervorragend geeignet sind. Einfach mal bei den Glasern rumtelefoniert. Ich hab so ein Teil, bin jedoch etwas weit weg von Dir. Aber wirst bestimmt fündig werden.

    Gruss

    Boris

  • Hi,

    genau diese Frage habe ich meinem AQ-Bauer auch schon mal gestellt.
    Seine Antwort darauf:
    "Klar geht das, aber bei jeder Bohrung in ein fertiges AQ können Spannungen entstehen, die in einer verklebten Scheibe, die die Spannungen nicht mehr ausgleichen kann, später zu Rissen führen können..."

    Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber es klingt plausibel.
    Ich hab´s dann gelassen mit der Bohrung...

    Gruß, Karl

    Seit 1985 Aquarianer.
    Seit 2004 Salzwasser.

  • Hi!

    Jeder Aquarienbauer/Glaser bohrt fertige Becken immer nur auf eigene Gefahr.
    Ich hatte gerade letztes Wochenende das selbe Problem. Ein Glaser in Kiel wollte eine Bohrung machen, allerdings in seiner Werkstatt und für 50 .- €.

    Das war mir zuviel ... ich habe meine Dremel-Replique (Billigding aus dem Baumarkt) rausgeholt und für 5.90.-€ einen Diamantkugelkopf (Gravurstift von Dremel) gekauft.
    Loch vorgezeichnet, 20000 U/min, Gegenseite mit Klebeband abgeklebt und los ... immer gleichmäßig im Kreis .........
    ...... 2 Stunden und 2 Liter Kühlwasser später hatte ich eine 50 mm Bohrung in dem Becken.

    War alles nicht so ein Problem wie ich zuvor dachte !

    Gruß
    Christian

    Einmal editiert, zuletzt von Christian aus Kiel (26. Juli 2007 um 10:36)

  • Zitat

    Original von karl.ploeger
    Hi,

    ...."Klar geht das, aber bei jeder Bohrung in ein fertiges AQ können Spannungen entstehen, die in einer verklebten Scheibe, die die Spannungen nicht mehr ausgleichen kann, später zu Rissen führen können..."

    Gruß, Karl

    Also das ist doch Quatsch! Die Spannungen die durch die Klebung entstehen (wenn überhaupt) sind doch ein Klacks gegenüber dem, was durch die Wasserfüllung entsteht. Wenn das so wäre dürften somit überhaupt keine Löcher in Scheiben gebohrt werden.

    Das grösste Risiko ist, dass beim Bohren die Diamantkrone verkanten könnte und das Glas dann sofort reisst. Mit einem stabilen Bohrständer mit Saugnäpfen sollte mit der nötigen Vorsicht aber auch dies nicht das Problem sein.

    Dass es dir niemand auf seine Gefahr bohrt ist aber auch verständlich, deshalb habe ich es damals auch selbst gemacht. Vier Löcher in zwei Becken und die halten auch nach bald zwei Jehren noch, man glaubt es kaum :P.

    Gruss Ruedi

    Seit 23.2.2007 / Seit August 2017 stillgelegt
    AQ: L300,B150,H80 / CL Abyzz 4xA400 / Rückförderung A200 / LED AI HYDRA 52/ Genisis Bandfilter / Diakat B+ / JNS Abschäumer

  • Zitat

    Original von Ruedi

    Also das ist doch Quatsch!

    Hoho, Vorsicht!
    Ich habe meinen Händler zitiert!!!

    Seit 1985 Aquarianer.
    Seit 2004 Salzwasser.

  • Hy Christian,

    stimmt, so gehts :smiling_face: Ist aufwaendig aber dafuer weitaus sicherer als der Einsatz grosser Bohrköpfe. Durch den kleinen Radius und die hohe Drehzahl der Dremels kann da eigentlich nix passieren. Etwas vorsicht bitte. Dremel hat 220V Betrieb und ist nicht gegen Feuchtigkeiten geschützt. B ohren muss man jedoch mit viel Wasser als Kühlflüssigkeit. Bitte nur mit Verstand und an einer FI gesicherten Steckdose machen.

    Gruß
    Roger

  • Hi Roger,

    ohhh ja! Die Unverträglichkeit von 220 V und (Salz-)Wasser habe ich auch letztes Wochenende (allerdings bei der Installation einer Powerhead) erfahren müssen. Hat mich gleich mal 24 Stunden ins Krankenhaus befördert.

    Man kann nicht oft genug erwähnen, im Becken nur Niedervolt zu verwenden und bei jedem noch so kleinem Handschlag den Stecker zu ziehen.
    Achja auch Fi-Schalter sollten bei unserem Hobby monatlich getestet werden.

    Nochmal zur Bohrung:
    Kühlwasser lässt sich gut per Einwegspritze (vom Hausarzt :winking_face: ) an die gewünschte Stelle bringen und das Überschüssige Wasser regelmäßig per Handtuch wegwischen.

    Auf das Verkanten ist tatsächlich zu achten, vor allem wenn die Rille später tiefer ist. Notfalls bei größeren Glasstärken von der Gegenseite weiterfräsen!

    Gruß
    Christian

  • Hy,

    noch nen Tip: Ich benutze zum Bohren immer den Auslauf meiner Osmoseanlage ... (90l/d) ..

    Gruß
    Roger

  • Hallo Zusammen,
    und Danke für die Antworten! Selber Bohren bei 12mm Glas? wie lange werde ich da wohl brauchen? So wirklich traue ich mir das auch nicht zu muß ich gestehen. Reicht bei einem 720 l Aquarium der Schuran Ablauf mit ca. 2000 Liter Durchfluß aus?

    Gruß

    Heiko

  • Also das hängt ja von der Leistung der Rückförderpumpe ab ...
    Soviel wie reingepumt wird sollte (optimalerweise :winking_face: ) auch wieder ablaufen.

    ich hab mich noch nicht mit dem Funktionsprinzip des Ablaufs beschäftigt, aber ich gehen bei allen Einrichtungen im Becken davon aus, dass die Leistung mit der Zeit abnimmt (Verschmutzung, Bewuchs, etc. )und ich plane immer etwas Puffer noch oben hin ein.

    gruß
    Christian

    Einmal editiert, zuletzt von Christian aus Kiel (26. Juli 2007 um 13:25)

  • Hi,

    also bei 720l würde ich leinen externen Überlauf mehr verwenden. Die Bohrkrone kostet bei http://www.pannkoke.de ca. 45,- Euro. Also ich bohr inzwischen mit einem Akkuschrauber alles selber. Ich habe aber auch ein paar Becken mehr zum Bohren :smiling_face:

    mfg Uwe

  • hallo !

    Hatte vor 2 Monaten das selbe Problem wie du !
    Kein Glaser wollte das fertige Becken bohren und an einem 33mm Bohrer heran zu kommen ist unmöglich !
    Hatte dann mit einem Dremel die Löcher ausgefräst. Ging sogar ganz gut und sogar relativ schnell !
    ca ne Stunde für ein Loch in 12mm Glas !
    Hatte die runde Kontur des Loches angezeichnet und bin diese dann mit einem Diamantfräsaufsatz (8Euro)
    nachgegangen !
    Mit viel wasser gekühlt aus einer Spritzflasche !
    Der Vorteil beim ausfräsen zum Bohren ist das es nicht zu einem Glasbruch kommen kann !
    PS: Denk an gehörschutz und Schutzbrille ! Extrem lautes quitschen beim fräsen !
    Gruß
    Dennis

  • Zitat

    Original von karl.ploeger

    Hoho, Vorsicht!
    Ich habe meinen Händler zitiert!!!

    Hallo Karl

    Ich habe ja die Aussage des Händlers zitiert, war ja nicht gegen dich gerichtet und übrigens auch nicht gegen den Händler. Nur die Aussage finde ich Quatsch, die tausenden von Löchern in Aquarien (auch nachträglich gebohrte) belegen das ;).

    Gruss Ruedi

    Seit 23.2.2007 / Seit August 2017 stillgelegt
    AQ: L300,B150,H80 / CL Abyzz 4xA400 / Rückförderung A200 / LED AI HYDRA 52/ Genisis Bandfilter / Diakat B+ / JNS Abschäumer

  • Hallo zusammen :wink
    auch ich stand vor der Entscheidung bohren oder nicht !
    Jede dritte Platte die schon verklebt ist geht beim nachträglichen borhen zu Bruch,
    wenn ich da die Transportkosten zum Glaser / Aquarienbauer bedenke und ne neue Bodenplatte
    nehm ich dann doch lieber ohne Bohrung.
    Sollte die Platte heile bleiben "Glück gehabt". Ich habs nicht gemacht.
    gruss
    Michael

  • Oehmm ...

    mutige Behauptung - wieso kommst Du drauf, das sjede dritte Platte kaputtgeht? Ich habe die ersten 2 Probescheiben geschrottet und dann keine mehr beim Lochbohren .. dafuer aber beim schneiden *g*

    Gruß
    Roger

  • Sehe ich auch wie Roger schon sagte, das Dremmeln ist recht einfach nur bei 12mm eher Zeitaufwendig aber 12mm zu schneiden/brechen das war bei mir auch immer eine Katastrophe!

    Gruß
    Marc

  • Hallo zusammen :wink
    nun ich selbst hab diese Erfahrung nicht machen müssen...aber der Aquarienbauer
    wollte da nicht ran und das war die Aussage.
    gruss
    Michael

  • Hallo Domi,

    von den Glasbohrern die Du da bei E-bä empfohlen hast, würde ich die Finger lassen.
    Sind für eine anständige saubere Bohrung viel zu grob, und ein ausbrechen des Glases ist hier vorprogrammiert.
    Einen qualitativ guten Bohrer wirst Du je nach Größe unter 70 Euro nicht bekommen.

    Gruß Frank

  • Hallo Frank,

    Sicher sind die nicht vergleichbar mit einem richtig guten Glasbohrer... aber so grob finde ich die jetzt nicht. Bei mir hat das bisher ganz gut geklappt mit diesen Bohrern.

    Soll ja sogar Leute geben die es schaffen mit den richtig groben Fliessenbohrkronen ihre AQs zu bohren und verglichen mit diesen mit Hartmetallsplittern bestückten Kronen sind die ibäh Bohrer sehr fein.


    Grüße
    Domi

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!