Nochmals Bypass: Wie funktioniert es?

  • Hallo,

    wie wird ein Bypass gebaut?

    Habe mich doch entschieden einen UV-Entkeimer einzusetzen. Habe gelesen, dass viele ihn als Bypass zur Rückförderung vom TB eingesetzt haben. Das möchte ich auch so machen.

    Aber ich habe bisher nicht verstanden, wie es genau mit dem Bypass funktioniert.

    Die Rückförderung vom TB soll eine Deltec übernehmen. Sie wird aussen neben dem TB aufgestellt.

    Der UV-Entkeimer hat einen Rohrdurchmesser von nur ca. 12 mm. Somit ist er zu klein, um die ganze Rückförderung der Pumpe darüber laufen zu lassen. Die Pumpe benötigt ein 25er Rohr.

    So sollte der größere Teil des rückgeförderten Wassers durch das 25er Rückförderungsrohr fließen und ca. 30 % der Wassermenge durch den UV-Entkeimer.

    Dann sollten beide Wasserströme wieder in einem Rohr vereint werden, da nur ein Zulauf ins Aquarium vorhanden ist. Ist das was ich beschrieben habe überhaupt ein Bypass oder nicht?

    Wie mache ich das, dass ich das obige Ergebnis habe?

    Gruss
    Artur

  • Hallo Artur,
    wenn Du ihn unbedingt in die Rückförderleitung einbauen willst, würde ich es so machen.

    zum Becken
    :tired_face:
    Kugelhahn
    :tired_face:
    T-Stück===Ausgang-UV
    ||................. |U|
    ||................. |V|
    Kugelhahn .....|K|
    ||................. |L|
    :tired_face: .................|Ä|
    T-Stück===Eingang-UV
    :tired_face:
    :tired_face:
    Pumpe

    Die Striche sind Rohre oder Schläuche die Du, mit den entsprechenden Reduzierungen, an dein System anpasst (die Punkte kannst Du vergessen, wußte nur nicht wie ich es anders machen sollte).

    Mit dem unteren Kugelhahn kannst Du die Durchflußmenge des UV-Klärers einstellen, in dem Du den Durchfluß in der Hauptleitung drosselst und das Wasser so durch den Klärer zwingst.
    Den oberen brauchst Du um die Pumpe und den Klärer, für Wartungsarbeiten oder ähnliches, vom System zu trennen.

    Gruß
    Alex

    Einmal editiert, zuletzt von Alexander Schuh (28. Mai 2007 um 08:57)

  • Mit dem Kugelhahn zwischen den beiden T-Stücken kann es funktionieren. Aber generell ist das keine optimale Lösung. Du kannst keine Rohre trennen und dann wieder zusammenführen, das Strömungsverhalten ist mehr oder minder unvorhersehbar. Besser ist es die Rohre mit einem Y-Stück zu trennen, vor die UV einen Kugelhahn setzen und dann zwei Rohre nach oben führen. Wenn du einen Durchflussmesser hinter die UV einbaust, kannst du ganz exakt messen wieviel Wasser durch die Anlage fließt. ABER eine UV sollte NIEMALS in die Rückförderleitung aus dem Technikbecken geführt werden. Dort hat sie einfach so gut wie keinen Effekt.

    Eine UV-Anlage würde ich immer direkt aus dem Hauptbecken speisen mit einer kleinen Pumpe und das entkeimte Wasser direkt in der Hauptbecken zurück. Ansonsten kannst du dir die Anlage genau so gut sparen. Sie wäre rausgeworfenes Geld!

  • Hallo Stefan,

    hier wurde schon oft geschrieben, dass bei bestimmter Positionierung des UV-Klärers kein Effekt zu erwarten ist. Könnte mir mal jemand erklären warum????? Wenn ich das richtig verstehe sorgt die UV-Lampe für eine gewisse Entkeimung des Wassers. Warum ist es dann so entscheidend, wo man sie plaziert???? Ich Pumpe das Wasser aus dem Technikbecken durch den UV-Klärer zurück ins Technikbecken und habe seither keinerlei Probleme mehr mit Pünktchen (Grund der Anschaffung). Ich denke, dass die Kontaktzeit mit der Lampe viel entscheidender ist....

    Wäre super wenn mir das mal jemand erklären könnte.

    Danke schon mal.

    Liebe Grüße aus Stuttgart

  • Hi Artur,

    warum fragest du das denn schon wieder? Wir haben Dir das doch schon vor einigen Tagen erklärt, daß es keinen Sinn mach die UV-Anlage im Bypass zu betreiben. Denkst Du jetzt kommen andere Antworten? :frowning_face:
    siehe: http://www.meerwasserforum.com/index.php?page…&threadID=33603

    @Timo:
    zum warum mal ne vereinfachte Erklärung: Die Krankheitserreger, die man mit UV abtöten möchte vermehren sich zwar sowohl im Haupt- als auch im Filterbecken. Im Filterbecken aber langsamer, da keine Wirte (die Fische) vorhanden sind. Da Du deine Fische aber im Hauptbecken hast, müsssen dort die Keime beseitig werden. Die meisten Krankheitserreger halten sich in Bodennähe auf, und daher muß auch von dort das Wasser entnommen werden um sie abzutöten. alles andere macht keinen Sinn. Die3 größte Wirkung erreicht man aber wenn man das UV-bestrahlte Wasser auch wieder zurück ins Hauptbecken gibt, dadurch sinkt imHauptbecken die Konzentration der potentiellen Krankheitserreger...

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • iXware
    Will den alten Thread, den ich gerade uberflogen habe doch nochmal aufgreifen, weil ich denke, deine Erklarung, die du Timo gegeben hast, ist zwar eine gelaufige, aber eine nicht belegte. Ich glaube nicht, dass sich deine Aussagen durch (mikrobielle) Tests belegen lassen. Vielmehr sollte die Keimzahl an nahezu jeder Stelle im Haupt und Filterbecken gleich sein, es folglich also egal ist, wo ich das Wasser zur UV-Klarung entnehme und egal wo ich es hin ableite, weil:

    1) Die komplette Wassermenge im Becken im Schnitt und i.d.R mindestens einmal pro Stunde (Richtwert) durchs Filterbecken lauft.
    2) Das Volumen im Filterbecken vielleicht 20% des Volumens des Hauptbeckens beinhaltet

    Demnach (und einfach durch Blockieren des Rucklaufs austestbar) ist die Verweilzeit des Wassers im Filterbecken nur wenige Minuten (wenn uberhaupt). Statistiker konnen gerne eine detalierte Verweilzeitrechnung machen. Kurzum, die mittlere Zahl der Keime kann sich in dieser kurzen Zeit nicht andern, weil kein Keim sich so schnell teilt oder vermehrt. Keimzahl von einlaufendem Wasserim Filterbecken ist gleich dem auslaufenden.
    Weiterhin bezweifle ich, dass die Keimzahl am Boden des Hauptbeckens grosser ist als weiter oben. Im "normalen" MW-Becken ist die Stromung so gross und die Eigenbewegung der mir bekannten Keime so gering, dass ein "Wunschort" der Mikroorganismen nicht vorhanden sein kann (gleiches gilt im verstarktem Mass fur das Technikbecken). Vielmehr totet man mit dem UV-Klarer Schwarmer, die durch das Wasser bewegt werden. Abgesehen von "toten" und ohnehin mit dem UV-Klarer nicht zu erreichenden Stromungsecken ist die Konzentration der Schwarmer im Becken ebenfalls statistisch verteilt und konstant. Diese Tatsache (der optimalen Vermischung und schnellen Stoffaustausch Becken/Filter) macht es nur moglich, dass wir Heizstabe, Kalkzugabe oder Spurenelemente im Technikbecken zugeben konnen bzw. deren Messwerte erfassen durfen.
    Demzufolge kann ich nur sagen: Baut den UV-Klarer dort ein, wo er am besten hinpasst. Und aus Energietechnischen Grunden am besten in den Rucklauf vom Becken zum Technikbecken, den das macht die Schwerkraft und kostet keine Pumpenenergie wie im Bypassmodell. Den Bypass nutze ich dort, wo ich mehr Druck brauche, beim Kalkreaktor.
    Kommentare?
    (Sorry, habe keine Umlaute auf der Tastatur)

    Grüße,

    Frank

  • @Dr. Dübner: Ganz so einfach lässt sich das glaube ich nicht darstellen. Für die Keimzahl mag das Stimmen, nicht jedoch für die parasitären Erreger, die man mit einer UV-Anlage nach Möglichkeit in der Hauptsache töten möchte. Die meisten Aquarianer setzen ja keine UV-Anlage. Es wird heute sogar davon ausgegangen, dass der Einsatz einer UV-Anlage für die Beckenbiologie sogar negative Auswirkungen haben kann. Thomas Pohl rät z.B. beim ZeoVit-System eindeutig davon eine UV-Anlage einzusetzen. Ähnlich dürfte es sich verhalten wenn man flüssige Bakterienpräperate dosiert. Eingesetzt werden solche Anlagen daher primär von Leuten die z.B. Acanthurus-Arten pflegen möchten. Auch hier im Zoohandel sind UV-Anlagen nur an den Fischhälterungsbecken. Für diesen Zweck macht der Einsatz im Rücklauf oder Zulauf des Filterbeckens wenig Sinn, denn zumindest der Erreger der Pünktchenkrankheit hält sich am Boden oder in Bodennähe auf.
    Außerdem setzt man im Filterbecken bzw. im Abschäumer dort häufig Ozon ein, das bereits für eine Teilentkeimung sorgt.
    Darüberhinaus ist die Annahme, dass sich das Wasser im Filterbecken stark durchmischt sehr stark von der Wassermenge abhängig, die durch das Filterbecken geleitet wird sowie dem Volumen des Filterbeckens allgemein bzw. in relation zum Beckenvolumen abhängig.
    Wenn man ein sehr großes Becken hat aber ein recht kleines Filterbecken, so bringt die Entkeimung des Rücklaufenden Wassers entsprechend wenig, da sich die Keime in der Zeit bis die gesamte Wassermenge des Hauptbeckens einmal durch die Entkeimungsanlage geflossen ist längst vermehrt. Das Rücklaufende Wasser wird ja im Hauptbecken nicht separiert sondern vermischt sich recht schnell mit dem vorhandenen Wasser - durch die starke Strömung - wie sie bereits bemerkt haben.

  • Ich schließe mich meinen Vorrednern an, habe auch eine Deltec HLP5250 , an den Rohrdimensionen und Durchflussraten macht es einfach kein Sinn die UV Anlage anzuschließen, entweder ist der Durchsatz zu hoch oder die Verlustleistung der Pumpe zu groß.

    Ausserdem wirst du mit nem Kugelhan zur justierung nicht glücklich, denk daran dass sich Kalkablagerungen sehr schnell bilden, heisst in der Praxis du wirst jede Woche neu einstellen.

    Ich habe bei mir folgenden Plan, Abschäumer hat eine Selzle L25 II, diese wird mittels einem Pvc Schlauch als erstes an die UV Anlage angeschlossen und dann gleich and den Abschäumer.

    Hat den Vorteil dass die Schwebeteilchen auch gleich aus dem Wasserkreislauf entnommen werden.


    MFG Patrick

  • Macht es nicht auch großen Sinn das UV-Geklärte Wasser erst dem Abschäumer zuzuführen, so das die abgetöteten Bakterien auch gleich abgeschäumt werden können und nicht als Detritus im Hauptbecken enden?

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • @Stefan
    Natuerlich muss man im Einzelfall entscheiden ob man sein Becken ueberhaupt Entkeimen will, also UV ja oder nein, aber darum ging es hier ja nicht.
    Dennoch meine ich, dass das Gesagte auch fur die "parasitaren" Erreger gilt, die werden genauso herumgewirbelt und im Wasser statistisch verteilt (Kerle, die an den Scheiben etc. rumlaufen erwischt man eh nicht mit der UV). Und das Technikbecken ist doch nunmal wesentlich kleiner als das Hauptbecken, sonst waere es ueberdimensioniert und okologisch nicht sinnvoll (Verschwendung, dann lieber groesseres Hauptbecken). Und die Entkeimung (und das Wachstum im Gegenzug) dauert natuerlich sehr lange, eben deswegen sage ich ja es spielt keine Rolle an welche Stelle ich entkeime und eine "Verdunnung" der Keimzahl vornehme. Durch das schnelle Vermischen von allen Wassern ist das umgehend identisch. Man kann sich das Vorstellen wie wenn man einen Schwebstoff (Easy life etc.) ins Becken kippt. Man kann den Rausfiltern indem man das Ablaufwasser filtert (ueblich weil einfach) oder indem man das Zulaufwasser uber einen Filter laufen laesst. Beides wird den gleichen Effekt haben. Meine Betrachtung beruht natuerlich immer auf der gute Stromung im Becken und die angesprochene Austauschmenge (Pumpenleistung). Aber selbst in einem reinen Fischbecken sollte die einfach gegeben sein. Deswegen glaube ich es ist Erbsenzaehlerei nur durch Wahl des Installationsortes die Keimzahl veraendern zu koennen.

    P.S. Naturlich wird auch bei Anschluss des UV-Entkeimers im Ablauf nur ein Teil durch den Entkeimer geleitet, also auch ein "Bypass", schliesslich muss ja die Durchflussrate optimiert sein. Und nochmal: Dieses entkeimte Wasser im Filterbecken ist innerhalb von Sekunden wieder im Hauptbecken, da waechst nix zwischendurch, selbst Bakterien brauchen mind. ne halbe Stunde zum Teilen.

    Frank

    Grüße,

    Frank

  • Ich denke nach wie vor, dass es sich bei dem von dir beschriebenen Szenario um ein günstig gewähltes Beispiel handelt (Durchflussmenge und größe des Technikbeckens), dass sich nicht verallgemeinern lässt.

    Die Tatsache, dass ein TB soviel kleiner ist als das Hauptbecken ist aus meiner Sicht gerade das Problem.
    Die Wasserwerte im Hauptbecken bzw. im Technikbecken oder angeschlossenen Refugien können durchaus unterschiedlich sein. Die von dir angenommene Durchmischung ist eine reine Hypothese.

  • Hallo Timo,

    Viele wege führen nach Rom!
    Und ich hab des genau so im Bypass wie du! und es funktionniert.
    Alles andere ist teorie!
    bei ozon kommt das wasser ja auch wieder in TB!

    Zitat

    Original von Timo(Stgt.)
    Hallo Stefan,

    hier wurde schon oft geschrieben, dass bei bestimmter Positionierung des UV-Klärers kein Effekt zu erwarten ist. Könnte mir mal jemand erklären warum????? Wenn ich das richtig verstehe sorgt die UV-Lampe für eine gewisse Entkeimung des Wassers. Warum ist es dann so entscheidend, wo man sie plaziert???? Ich Pumpe das Wasser aus dem Technikbecken durch den UV-Klärer zurück ins Technikbecken und habe seither keinerlei Probleme mehr mit Pünktchen (Grund der Anschaffung). Ich denke, dass die Kontaktzeit mit der Lampe viel entscheidender ist....

    Wäre super wenn mir das mal jemand erklären könnte.

    Danke schon mal.

    Liebe Grüße aus Stuttgart

  • Hallo Zusammen

    Und warum stellen wir denn den Abschäumer ins TB, wenn da ja nicht alles Wasser vom Becken ankommen soll. Oder verhält sich das mit der Verteilung der Eiweisse anders als mit den Keimen? :winking_face:

    Bedenkt auch: Diejenigen Keime welche fähig sein könnten sich gegen die Strömung in Bodennähe zu behaupten, würden auch nicht erfasst, wenn man das Wasser direkt aus dem Becken zur UV-Anlage führen würde. :winking_face:

    Viel wichtiger ist die genügend langsame Wassergeschwindigkeit durch die UV-Anlage, das heisst eine genügend lange Verweilzeit der Keime unter Bestrahlung. Gerade in diesem Punkt wird meiner Meinung zuviel "gesündigt", indem zu grosse Wassermengen je Stunde durch die Röhren gejagt wird.

    Gruss Ruedi

    Seit 23.2.2007 / Seit August 2017 stillgelegt
    AQ: L300,B150,H80 / CL Abyzz 4xA400 / Rückförderung A200 / LED AI HYDRA 52/ Genisis Bandfilter / Diakat B+ / JNS Abschäumer

  • Hai,

    Mich würde mal interessieren ob alle, die die Methode des Dirktanschlusses bevorzugen das Wasser wirklich am Boden entnehmen. Wenn nicht ist es dann eigentlich egal wo man die UV anschließt, so jeden Fall meine Meinung. Da ich bei mir in der Anlage keine zusätzliche Pumpe installieren wollte und zusätzlich nicht die Hauptförderpumpe in der Leistung beschneiden wollte hab ich die UV einfach in den Rücklauf aus dem Becken installiert. Die einzigste Gefahr besteht nur wenn die Förderpumpe ausfällt, dann würde wahrscheinlich die UV durchbrennen. Hab aber beides auf die selbe Sicherung gehängt, somit bleibt nur noch ein recht geringes Risiko.
    Grundsätlich frage ich mich allerdings eh ob es überhaupt Sinn macht eine UV zu betreiben wenn man am Besatz nichts ändert und die Fische sich alle wohl fühlen. Ich denke ehrlich gesagt nicht, dass es die Krankheitsverhinderung alleine rechtfertigt, da man ja auch jedemenge nützliches Leben tötet.

    Grüßle Jochen

    „I want to know God's thoughts - the rest are details.“ Albert Einstein

  • Das mit den Abschäumern ist ja auch tatsächlich ein Problem. Einige behaupten man bräuchte die 5-10x Umwälzung des Beckenvolumens pro Stunde durch das Technikbecken, damit der Abschäumer gut im Futter steht.
    Allerdings hat man beim Abschäumer ja den Vorteil, dass sie die verdächtigen Stoffe an der Oberfläche ablagern, die man einfach absaugen kann.

  • Zitat

    Original von Stefan Flöring
    Das mit den Abschäumern ist ja auch tatsächlich ein Problem. Einige behaupten man bräuchte die 5-10x Umwälzung des Beckenvolumens pro Stunde durch das Technikbecken, damit der Abschäumer gut im Futter steht.
    Allerdings hat man beim Abschäumer ja den Vorteil, dass sie die verdächtigen Stoffe an der Oberfläche ablagern, die man einfach absaugen kann.

    Hallo,

    wenn es sich so verhalten würde hätten wir nicht nur ein Problem mit dem Abschäumer.
    Sollte die Bodennaheentnahme richtig sein (was bedeutet recht Standorttreue Keime) und ich würde bei einen Becken mit sagen wir mal 2m X 1 m was vom Boden absaugen, welchen Aktionsradius hätte ich dann?
    Nutzer von Livesand haben das Problem bei guter Strömung das der Livesand nicht zu sehr verwirbelt aber die Keime bleiben am Boden? Werden diese aber für UV- abgesaugt bekomme ich in dem Beispielbecken alles zu fassen?

    Gruß
    Uwe

  • Ja wenn man mal schnell überschlägt wird deutlich wie schnell das Wasser aus dem Filterbecken mit dem Hauptbecken vermischt wird. An meinem 600 Liter Becken habe ich ein ca. 60 bes 80 Liter fassendes Technikbecken (Arbeitsniveau). Betrieben wird es mit einer 4500er RD. Pi mal Daumen wird also das Technikbecken alle 56 Sekunden ausgepumpt und das Wasser im Hauptbecken etwa 7 mal pro Stunde ausgetauscht (grob ohne Verluste zu berücksichtigen). Ganz zu schweigen von den zwei Streams, die da für Wirbel sorgen.

    @Stefan
    Wie sieht die Kalkulation denn bei dir aus, bestimmt nicht schlechter, oder? Sicher ist jedes System anders.

    Die ideale Durchmischung stimmt aber nur für frei schwebende Teilchen oder gelöste Substanzen. Ich bezweifle aber auch, dass sich irgendwelche hier zu betrachtenden Erreger am Boden halten können. Das würde alle Theorie von den Nährstofftransporten (Plankton, auch nix anderes als die Erreger) zu den Polypen der Korallen zunichte machen, d.h. unser Becken wäre nicht optimal durchströmt. Die Streben wir ja unter anderem an mit unserer Strömung.
    Für Eiweisse gilt das alles wohl weniger, da die sich nachweislich an der Wasseroberfläche anreichern können und eine Oberflächenabsaugung Sinn machen kann. Aber selbst hier kann man durch entsprechend bewegte und aufgewirbelte Oberfläche ein Anreicherung verhindern. Im Meer schwimmt auch keine Kahmhaut, vielleicht mal ein Ölteppich.

    Ansonsten habe ich beste Erfahrungen mit UV Lampen gemacht, sowohl gegen SchwebeAlgen (glaube sogar meine Kugelalgenplage damit in den Griff bekommen zu haben, da frei Sporen abgetötet wurden) als auch gegen Pünktchen bei Fischen. Ich habe sie bei Bedarf, aber auch schon mal prophylaktisch für ein paar Tage laufen lassen. Bin der Meinung, das biologisch "Notwendige" sitzt zu genüge auf der Dekoration, der Rest kann auch mal über die Wupper gehen (Bakterien, Schwebeorganismen im Wasser). Es ist halt wie mit Antibiotika bei unseren Krankheiten, die machen auch alle Bakterien im Körper zunichte, aber Hauptsache die Krankheit ist besiegt, der Rest wächst schnell nach.
    Frank

    Grüße,

    Frank

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