Günstige Pegelsteuerung mittels Leitwert

  • Hallo,

    ich interessiere mich sehr für eine Pegelsteuerung über den Leitwert, allerdings möchte ich nicht unbedingt extra dafür einen Aquaristikcomputer anschaffen. Ist so eine Steuerung auch mit einem einfachen Leitwertregler möglich? Falls ja, gibt es überhaupt Leitwertregler? Ich habe bisher leider nur einfache Leitwertmessgeräte gefunden.

  • Frag doch mal Alex, ob er dir aus einem Leitwertsensor (z.b. IKS) eine Regelung stricken kann.

    Gruss

    Rüdiger

    Ex-Becken: 230x80x70 mit 60cm Panoramaecke rechts - im Kreislauf ca.1350l - Technikbecken 100x60x40 + Nachfüll-/WW-Becken 40x55x50 - Umwälzung Abyzz 420 eco - 2x Tunze Stream 6100 - 2xHagen 802 - Abschäumer H&S F200 2x2001 - Eigenbaubeleuchtung T5 12x39W + 4x54W - UV DeBary 25W - Ozon Sander 100 - Balling mit Grotech TEC III + EP IV - IEM UO m. Boosterpumpe + Si Filter - 5% WW/Woche, wechselndes Salz --> Bilderthread | Aquabilderbuch | Aquabilderbuch altes 400l Becken

  • Hi Kenny,
    ich verstehe den Sinn nicht so ganz.

    Zum Pegel einstellen ( = Wasser nachfüllen ) reicht doch ein einfacher Pegelschalter :
    Wenn zuwenig Wasser, dann Pumpe aus dem Wasservorrat "ein", bis genügend Wasser vorhanden ist.

    Jede Menge Schwimmerschalter findest du bei den einschlägigen Elektronik-Versendern ..
    Oder als fertige Module bei den bekannten Aquarien-Händlern im Forum.

    Der Leitwert doch macht eigentlich nur Sinn, wenn man zusätzlich die Konzentration regeln will, also automatisch entscheiden, ab Süß- oder Salzwasser nachdossiert werden soll.

    Der Leitwert ist - zumindest beim mir - nicht so genau, daß man die Abweichung exakt messen kann, die durch das Verdunsten entsteht.

    Konrad

  • Jegliche Form von Schwimmerschaltern etc. kommt mir nicht ins Becken oder ins Filterbecken. Nach meiner Erfahrung viel zu Fehleranfällig, da ist das nachfüllen von Hand m.E. deutlich bequemer.

    Ich habe allerdings gestern mit Alex gesprochen, der bastelt sich gerade noch eine ganz andere Lösung, bei der kein bewegliches Teil im Becken sein muss, nicht einmal in der Nähe, das klingt sehr vielversprechend!

  • Wenn Du ein Problem mit beweglichen Teilen hast dann nimmt man zwei Grafit Elektroden, am einfachsten in jedem Drachenladen zu bekommen ( Kohlefaser Stäbe für Drachen). Die kann man Prima als Elektroden nutzen. Dann einfach bei Conrad den Pegelschalter Bausatz und Pumpe das wars. Funktioniert einwandfrei vom Sensor her und gibt auch keine Probleme wenn etwas hängen bleibt, wie man es vielleicht vermutet. Beispiel das Technikbecken ist ein Refugium und Alge klemmt sich zwischen die beiden Sensor Stäbe. Das Wasser sinkt Alge bleibt kleben und ist feucht der Sensor denkt Stand ist OK der Wasserstand geht weiter runter. Bis dahin ist das Algenblatt so trocken das der Sensor wieder arbeitet. Die teuerer Variante ist das Berührungslose abtasten den Sensor gibts doch auch von IKS ist nur sehr teuer zu den einfachen Versionen.


    Grus
    Marc

  • Ist das von IKS mit optischen Sensoren außen am Becken anbringt? Das wäre bei mir auch keine Alternative, da ich kein TB habe. Es müsste schon etwas sein, dass man unsichtbar im Schacht integrieren kann im oberen Bereich, wo kein Wasser steht.

  • Hallo Stefan,
    der IKS Sensor muss eine Wasseroberfläche haben die er ausmießt. Genauer den Abstand Sensor zur Oberfläche, fällt diese ab schaltet er wahrscheinlich aufgrund der Veränderung der Lichtbrechung vom Sensor zur Oberfläche. Ohne Technikbecken kannst Du den nur direkt im Becken anbringen, der einzige Vorteil ist das er halt berührungslos mit der Wasseroberfläche ist und keine mechanischen Bauteile den Schaltvorgang auslösen. Von der Größe her bzw. Befestigung tut sich das alles nicht allzuviel würde nur mal draufachten das nicht unbedingt Saugnäpfe den Sensor halten wenn es Dir auf 101% Sicherheit ankommt. Das halte ich Beispw. bei den Mechanischen Schaltern von Aquamedic als nicht Vorteilhaft, aber muss auch sagen das ich jetzt an zwei von 5 Becken das mit Saugnäpfen mache und an zwein mit selbst gefrästen Halterungen die sich festklemmen lassen an der Glaskante. Wie die Befestigung bei IKS ist kann ich Dir leider nicht sagen.

    Grus
    Marc

  • Das klingt sehr interessant, ich muss gleich mal auf der IKS Seite schauen, ob das näher beschrieben ist. Allerdings möchte ich ja nach Möglichkeit keinen Computer kaufen, erst recht keinen IKS :winking_face:

  • Hi Stefan,

    in dem Fall läst sich sicherlich mit Marc reden das dieses in den Marelab integriert werden könnte!
    Apropro Marc, wie kann ich eigentlich noch helfen?

    LG Matze

  • Hallo Stefan,

    die Alternative sind "Kapazitive Sensoren". Diese Sensoren werden von aussen an der Scheibe angebracht.
    Dieser Sensor z.B. eignet sich vom DK Wert sowohl für Osmose- wie auch für Salzwasser. Ich habe diese Sensoren schon seit Jahren ohne Probleme im Einsatz. Ich betreibe damit meine Nachfüllautomatik und meinen automatischen Wasserwechsel.

    Grüsse
    Otfried

  • Der optische Sensor braucht sehr wohl einen Kontakt zur Wasseroberfläche - er misst die Lichtbrechung, sobald das Wasser ihn berührt. Ein vergleichbarer Sensor ist z.B. der Conrad #155-161. Dadurch, das er sich mitten auf der Wasseroberfläche montieren läßt, ist das nach einer berührungslosen Messung durch Ultraschall die beste Lösung. Ich baue mir trotzdem die Ultraschalllösung mit einem lernfähigen Industriesensor. Der kostet zwar 150 EUR, dafür ist dann auch ein für allemal Ruhe :smiling_face:

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • Hi Stefan,

    nach dem Leitwert würde ich persönlich gar nichts regeln. Jede Luftblase am Sensor hat große Auswirkungen. Dies ist die Aufzeichnung meines Leitwerts über den IKS. Links der alte Sensor, rechts der neue:

    Auch mit dem neuen Sensor treten andauernd unerklärliche Schwankungen auf, von denen das Aräometer nichts mitbekommt. Ich halte die ganze Leitwert-messerei inzwischen für Quatsch.

    Gruß
    Stefan

  • Hallo Ottfried,
    das Teil von Dir sieht sehr intressant aus und der Preis auch, wie stark können denn die Wände sein oder sind sie bei Dir und Glas oder PVC ?

  • Hallo Marc,

    ich betreibe die Sensoren nur an Glas und einem Kunststofftank, habe aber keine Ahnung über die max. zulässige Wandstärke. Schreib doch einfach ifm an und frag nach diesen Daten.

  • Hallo

    Selze und gut!
    Oder mit ulraschall die entfernung messen und eine histeresse einstellen!
    Wie im Auto!

  • Hi Kenny,

    Das Problem mit den mechanischen Sensoren lässt sich eigendlich sehr einfach lösen.

    Ein einfaches allgemeines Entwurfsmuster für zuverlässige Messungen ist die dreifache Auslegung der Sensoren.

    Nur wenn mind. 2 Sensoren den gleichen Wert (innerhalb einer Toleranz) anzeigen, ist die Messung in Ordnung, der 3. Sensor wird dann ignoriert bzw. per Warnmeldung zur Wartung angemeldet.

    Dieses Entwurfsmusster sollte für alle Sensortypen verwendet werden, die geeicht werden müssen bzw. driften können, wie z.B. Leitwert und Redox Regelungen. Auch bei Temperaturmessungen könnte man das so machen. Ich kenne immerhin einen Fall wo bei doppelte PT 100 Messung der Computer bei Ausfall eines Fühlers durcheinandergekommen ist.

    Im speziellen Fall der Pegelmessung ist eine 2-fache Auslegung meiner Meinung nach aber ausreichend. Es ist schon ziemlich unwahrscheinlich, dass beide Sensoren gleichzeitig versagen.

    Ich habe einen optischen und einen mechanischen verwendet. Nur wenn beide anzeigen, dass der Wasserstand gesunken ist, wird nachgefüllt.

    In Deinem Fall müsstest Du nur eine UND Schaltung haben, aber da lässt sich im Web bestimmt was finden.

    Viele Grüße,

    Wolfgang

  • Hi Alexander,
    kannst Du mit Typ u. Hersteller des Ultraschallsensors sagen ?

    Konrad

  • @Konrad: Ich schaue Montag auf der Arbeit nochmal nach welchen ich zum testen da hatte, aber jeder Sensorikhersteller bietet die an.

    Anstatt zwei oder drei Sensoren zu nutzen, wäre es vielleicht sinnvoller, einen kleinen µC eine Plausibilitätsprüfung machen zu lassen (Summenberechnung der Verdunstung oder so). Sonst hat man nachher Hosenträger, einen Gürtel und noch einen Kabelbinder um den Bauch...

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • Ich verwende einen einzelnen Schwimmerschalter im TB (AquaMedic Niveaumat)
    und das funktioniert seit 2 Jahren problemlos.

    Das würde ich aber auch nur empfehlen wenn der Osmosevorrat nicht so groß ist, dass im Fehlerfall das Becken überläuft oder die Dichte zu sehr einbricht. Bei mir könnten im Extremfall (Sensor klemmt kurz nach Auffüllen des Vorratsgefäßes) ca. 30L Süßwasser rübergepumpt werden, da die Schlauchpumpe ziemlich langsam ist würde das auch relativ lang dauern und die Folgen wären imo nicht ganz so dramatisch.

    Ich kann damit ganz gut schlafen

  • Hallo,

    Der Ulraschall hat nur eien kleien nachteil! Er reagiert auf jeden wassser tropfen der beien einfüllen ins becken durch den stral flieget oder jede well! Ausserdem brauchst du noch eine klein Steuerung!
    Besser und biliger und nicht störanfälliger:
    Druck Sensoren! Bei Conrad gibt es für 20 Euro Druckschalter. FUnktion ganz einfach!
    Schlauch an das ding ran und im TB fest machen! Druckchalter am besten ganz nach oben im TB Schrak je länger der schlauch desto besser können druckunterschiede gemessen werden! wegen der Trägheit und beruhigung! 1 Wasser auf denn höhsten punkt bringen! mit der stellschraube einstellen!
    Wasser ablassen auf den niedrigsten punk! mit der 2 Schraub einstellen!
    So nun misst der senso den Druck! fällt nun das wasser im becken sink auch der Druck! wir der min wert erreicht schlate der schalter strom frei so lange bis der Max druck erreicht hat!
    Ganz einfach und Ginal! Vorallem tausendfach bewert in der Praxis!

  • @Actros: Nene, der Sensor ist intelligent und wird nicht von Wellen beeinflußt. Eine Druckdose finde ich nicht gut, weil da wieder Teile eingebaut werden, die verschmutzen. Ich schließe solche weiteren Wartungsarbeiten von vornherein aus. Jeder Handschlag, den ich NICHT tun muss, erhöht meinen Spaß am Becken :smiling_face: (und die Steuerung ist ein schaltungstechnischer Witz)

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • Hi Kenny

    deine Frage bezieht sich doch bestimmt darauf das du kein TB haben möchtest ???
    Wenn ja habe ich das mit einem Überlaufrohr gegen Überflutung, das dann wieder in den Nachfülltank endet, abgesichert.was aber wieder heißt du brauchst eine Bohrung ,ist aber net so schlimm wenn du z.B. ein 40er Rohr nimmst kannste da durch auch gleich den Schlauch der Nachfüllanlage ziehen.

    Gruß Denis

  • Denis: Jo genau! Eine große Bohrung im Schacht, in dem auch der Abschäumer stehen soll, bekommt das Becken sowieso für Kabel etc. die ins Becken führen von daher wäre das schon eine Lösung :smiling_face:
    Ist halt nur sehr wenig Platz im Schacht, wenn da ein Abschäumer reinpassen muss ...

  • HI Kenny

    leg die Kabel aussen lang mit einem Ordentlichen Kabelschacht den kannst du ans Becken kleben ,musst du eh oder hast du alle Pumpen in Schachtnähe ???sonst müsstest du die Kabel aus dem Schacht über das ganze Becken legen wenn dem net so währe.

    Gruß Denis

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