Wachstumsleistung von Algen

  • Hi,

    in folgendem Tread (ca. Mitte):
    RE: Wassertest
    wurde u.a. über die Schadstoffaufnahme (PO4, NO3) von Algen diskutiert. Wenn man da mal seine Algenernte zusammenrechnet, kommt da richtig was an z.B. PO4 Austrag zusammen. Da ich jedoch trotzdem noch PO4 Absorber einsetzen muss, bin ich natürlich an einem starken Algenwachstum interessiert, sodass ich evtl. in Zukunft die Adsorbermenge reduzieren kann bzw. ihn ganz weglassen kann.

    Da stellt sich bei mir natürlich die Frage, ob ich durch die Auswahl der Beleuchtung da was machen kann. Eher blaue Farbtöne (wie ATI oder Aquasc. - Röhren, welche ja eigentlich beide auf das Absorptionsspektrum von den Zooxanth. der Korallen ausgelegt sind) oder eher Daylight Röhren (z.B. Osram)?

    Wenn man mal durch das Forum "surft" kommen zu beiden Typen: " wächst gut, super ..." aber das hat ja noch nix zu sagen. Deshalb mal meine Frage: Hat jemand mal von der einen zur anderen Röhrenart (also Blauspektrum bzw. Daylight) gewechselt und signifikante Unterschiede festgestellt?

    MfG Marcus

  • Praktische Erfahrungen im direkten Vergleich dürfte wohl eher niemand haben. Dazu müsste man ja bei der Ernte der Algen das Frischgewicht, besser sogar das Trockengewicht bestimmen und so den Austrag feststellen.
    Ich würde mich aber soweit festlegen, dass Caulerpa und Co. von einer blaulastigen Beleuchtung nicht wirklich profitieren. Da in der Photosynthese wesentliche Teile der Absorption im Rotlichtbereich staffinden. Zudem sind die genannten Algen natürlicherweise nur im obersten Riffbereich bzw. in flachen Lagunen zu finden, was eine klare Indikation für die Adaption an höhere Rotlichtanteile, sprich volles Tageslichtspektrum ist. Deshalb würde ich Tageslichtröhen verwenden, eventuell Vollspektrum aber eine gute Mehrbandenröhre tut es auch. Nimm also Osram Daylights und gut ist. Ist auch aus Kostengesichtspunkten interessant, da diese normalerweise höhere Lichtströme realisieren und du diese außerdem bis zu 5 Jahre verwenden kannst, der Verlust in der Lebensdauer beträgt maximal 30% laut Spezifikation.

    Grüße aus dem sonnigen Süden :winking_face:

    Thomas Bahr 

    120x90x70cm (750l) / 640 w LED (China) / Bubblemagus C7 / 3xTunze Stream mit Multicontroller / RD3 5 m² Förderpumpe / Vliesfilter im Unterschrank (MC 5000)

  • Hi Marcus ,

    als die Makroalgen bei mir die Hauptsache waren (in meinem ehemaligem Nordseebecken ), habe ich (auf Empfehlung anderer Leute)
    auch mit Tageslichtbrenner/Röhre gefahren.
    Wenn ich aber heute sehe , wie Caulerpa bei mir im Riffbecken unter
    10 000 K-Brenneren wuchern , stellt sich mir die Frage , ob das Spektrum der Beleuchtung eigentlich so wichtig ist .
    Mit einen DIREKTEN Vergleich habe ich aber keine Erfahrung.

  • Naja, das ist aber auch ein ganz gewaltiger Unterschied in der Beleuchtungsstärke. Natürlich kann man Algen sicher noch viel effizienter unter HQI mit Osram Daylight Brennern ziehen. Aber der Energieverbrauch und die Erwärmungsproblematik machen das doch sehr problematisch. Insofern würde ich aus den oben genannten Gründen Daylightröhren verwenden.

    Grüße aus dem sonnigen Süden :winking_face:

    Thomas Bahr 

    120x90x70cm (750l) / 640 w LED (China) / Bubblemagus C7 / 3xTunze Stream mit Multicontroller / RD3 5 m² Förderpumpe / Vliesfilter im Unterschrank (MC 5000)

  • Hallo Marcus !

    Ich habe einen Algenfilter mit 18 Watt PL 6500K. Als Alge verwende ich die Drahtalge (Chaetomorpha sp.), welche meiner Meinung nach besser geeignet ist, als etwa Caulerpa taxifolia.

    Derzeit fahre ich eine Testreihe bzgl. der Beleuchtungsdauer in den Schritten:

    • 8h, 12h, 16h, 20h und 24h.

    um herauszufinden, in wie weit die Beleuchtungsdauer auf die Abbauwirkung von No3 und Po4 wirkt.
    Meine Vermutung ist:

    Die Beleuchtungsdauer/Lichtstrom beeinflußt die Abbauwirkung deutlich stärker, als die Leuchtmittelwahl(Farbtemperatur).

    Interessant wäre es allerding auch mal, den Zusammenhang zwischen Beleuchtungsdauer und Lichtstrom herauszufinden.

    Meine Vermutung dort:
    Die Beleuchtungsdauer beeinflußt die Abbauwirkung stärker, als die Größe des Lichtstroms.

    Viele Grüße,
    Claus

    4 Mal editiert, zuletzt von ImRauschDerTiefe (24. Oktober 2006 um 13:56)

  • Hallo Marcus,
    wie hier schon geschrieben spielen die "Watts" :grinning_squinting_face: die entscheidende Rolle und ansonsten sind Tageslichtröhren/brenner besser geeignet.
    Im Übrigen wird die "Abbau"-Leistung von Algenfiltern i.A. sehr überschätzt. Du kannst ja mal einen Eimer voll frisch geernteter Algen trocknen. Ein kleiner Anteil dieser Trockenmasse sind Phospate/Nitrat. Es gibt ein altes, sehr altes :D, Aquarienchemiebuch, da hat der Author mal ausgerechnet, wieviel KILOGRAMMS Algen man ernten müsste, um ein paar GRAMMS Nitrat zu entfernen. Rechnet man das dann auf das Wasservolumen um, so ist der Nitrataustrag aus einem Becken durch Algenernte vernachlässigbar. Nichtsdestotrotz halte ich viel von Algenfiltern (besonders bei Fischbecken), da sie wohl die Biologie günstig beeinflussen.
    Grüße, Rainer

  • Hi Rainer,

    das Thema hatten wir letzte Woche mit den aufgenommenen Nährstoffen. Ja, für NO3 ist es zu vernachlässigen, aber für PO4 nicht wirklich. Ich ernte jede Woche ca. 200gr Algen (Feuchtmasse, 1/2 Stunde abgetropft) und die Chemiker hatten folgendes raus bekommen (Tread habe ich im ersten Posting verlinkt):

    - 200gr feucht = 20 gr. Trockenmasse
    - aus dem P-Anteil der Algen auf das aufgenommene PO4 zu schließen bedeutet, dass ca. 5% des Trockengewichtes dem aufgenommenen PO4 gleichzusetzen ist, in meinem Fall 1000 mg PO4

    Wenn das so halbwegs stimmt, finde ich, dass es 'ne ganze Menge ist. NO3 kann man aber wirklich vergessen, da die Konzentration im Wasser wesentlich höher ist, als die vom PO4.

    MfG Marcus

  • Hallo Rainer !

    Auch ich möchte Deine Aussage hinsichtlich des P04-Austrages bezweifeln, insbesondere da ich eine ganz andere Beobachtung bzgl. P04 Austrag machen konnte.
    Denke darüber hinaus, das eine "Hochrechnung" einfach zu pauschal ist , da bei einem Algenfilter sehr viele Parameter eine Rolle spielen, wie z.B.:

    [list=a]
    [*] Algenart
    [*] Duchflusgeschwindigkeit
    [*] Beleuchtungsdauer
    [*] Beleuchtungsstärke
    [*] weitere
    [/list=a]


    Meiner Meinung nach werden Algenfilter sogar generell unterschätzt. Um aber der ganzen Thematik einmal auf den Grund zu gehen, müsste eine halbwegs wissenschaftliche Untersuchung mal her.

    Viele Grüße,
    Claus

    2 Mal editiert, zuletzt von ImRauschDerTiefe (24. Oktober 2006 um 18:27)


  • Hallo Claus,
    die "alte" Rechnung bezog sich alleine darauf, wieviel Algenmenge man permanent dem System entziehen müsste, um einen wesentlichen Effekt zu erzielen. Diese berechnete Menge liegt jenseits jeder Realität und wenn die Algen noch so schnell wachsen (Beleuchtungsstärke, -dauer etc.) und spezielle Algen besonders viel Nitrat aufnehmen (würden). Die Rechnung bezog sich allerdings auf NITRAT. Da jedoch meines Wissens nach die Aufnahme von P wesentlich geringer als die von N ist, sollte man das Ganze vielleicht doch mal systematisch untersuchen.
    Grüße, Rainer

  • Hallo zusammen ,

    die Aufnahme von P ist durchschnittlich (abhängig von Art und Umständen ) 10 % von N .
    1 mg P im Wasser machen wohl in Becken mit Wirbellosen wesentlich mehr Kopfschmerzen als 10 mg Nitrat.
    Natürlich kann man sicher nicht einen zu hohen Nitratgehalt durch Algenernten bekämpfen , in geringerem Rahmen hilft doch ein gutes
    Algenwachstum , das sich erstmal gar nichts anhäuft ?

  • ich gebe Rainer da zu 100% recht.
    Im Schlammfilter-Thread im AMA-Board hatte ich mal Tacheles geschrieben.
    Ich habe nun so ziemlich alles durchprobiert, was mit höheren Algen, der Abbauleistung in verschiedenen Systemen zu tun hatte.
    Fakt ist, dass ich sehr viele Anfragen bzgl. eines krassen Mißverhältnisses des NO3/PO4 Wertes in MM-Systemen bekomme. Oft hilft da nur noch der PO-Adsorber.
    Ohne Ammonium mucken die Algen. Mit Nitrat fangen sie am wenigsten an.
    Phosphataufnahme ist lächerlich gering, sondern wird nur vereinfacht ausgedrückt als 'energiereiche' Phosphatbindung als universeller Überträger chemischer Energie zwischen energiebereitstellenden und -verbrauchenden Reaktionen in der Pflanzenzelle benötigt (ATP,ADP,AMP, Adenosin, wem es etwas sagt).

    Phosphat lagert sich in nennbarem Umfang daher nicht in Algenzellen ein.
    Um jetzt einen meßbaren Phosphataustrag feststellen zu können, bedarf es
    a) die Algen in Wachstumslaune zu halten (Ammonium) und 'Dünger' in Form von Nährstoffen.
    b) natürlich Licht ;der 24 Std. Zyklus ist in meinen Augen und nach Versuch fragwürdig, soll er doch die sog. 'geschlechtliche Vermehrung' (welche es bei höheren Algen so gar nicht gibt) unterdrücken.
    c) die Menge an Algen im Vergleich zum Hauptbecken.
    Mit den üblicherweise 10-20% an Refugiumvolumen im Vergleich zum Hauptbecken tut sich auf Dauer in keinster Weise was.
    d) das Tollste: pH-abhängig :grinning_squinting_face:
    am besten verwursten die Algen alles bei pH um 7,5. Das steht leider in Konflikt mit den pH-Werten im Beckenwasser.

    Aber es soll jeder an das glauben, was er für richtig hält :grinning_squinting_face:

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (24. Oktober 2006 um 23:50)

  • Hallo Stefan ,

    wie hast DU(oder wer immer es herausgefunden hat mit optimalen "Arbeitsbedingungen" für Algen , wiederspricht ja nicht nur unserer Beckenchemie sondern auch jeglichen Verhältnissen in der Natur) das denn hingekriegt mit dem PH -Wert von 7 ?
    tja wie gesagt ,was ist nennenswert bei Phosphat , da kann wenig schon schnell zuviel sein ...
    ..ich weiss nur , das ich noch nie weder mit zu hohen Phosphat- noch
    mit Nitratwerten zu kämpfen hatte (P-Absorber war mir ein Fremdwort bis ich im Forum aktiv wurde) auf jedenfall was Phosphat angeht , habe ich da eigentlich immer meine Makroalgen für verantwortlich gemacht .
    Das diese in Wachstumslaune (logischerweise Voraussetzung für Austräge jeglicher Art)sind , kann ich garantieren , ausser ein wenig Spuris (1/3 der empfohlenen Menge) , und dem Ammonium ,
    was der Schäumer nicht gleich rausholt ,gibt es da nichts zur Unterstützung.Meine Algen "wohnen" auch nicht in einem Refugium , sondern im Hauptbecken , so da gibt's auch nicht mehr Licht als für die
    "Anderen".

    edith : wie ich gerade sehe , ist der PH Wert von Deinem ersten
    Beitrag mittlerweile schon auf 7,5 gestiegen... :winking_face:

    GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
    mein Bilderbuch

    2 Mal editiert, zuletzt von Thomas Engels (25. Oktober 2006 um 00:37)

  • Hallo Thomas,
    was entspricht jeglichen Verhältnissen wider der Natur?
    Das ist doch wohl nur aus Sichtweise eines Aquarianers der Fall, wenn er mit Dauerbeleuchtung und anderen Eingriffen die Natur zu beinflussen versucht.
    Da bei mir über 7000 Ltr. ( in Spitzenzeiten davon 1000 Ltr. Refugien)dem normalen Tages-Sonnenlicht mit künstlicher Zusatzbeleuchtung ausgesetzt sind, kann ich nur sagen: ein Trauerspiel des Algenwachstums im Refugium (ehemals MM) mit Röhrenbeleuchtung im Unterschrank.
    tröste dich, bei mir laufen auch Abschäumer und Refugien gemeinsam.
    Nur, -was holt der Abschäumer aus dem Wasser?
    Da bleibt genügend übrig.
    Ein Refugium stellt in grober Betrachtungsweise einen in sich geschlossenen Nährstoffkreislauf dar. Wenn dieses nun in einen Kreislauf mit einem Riffbecken geschaltet wird, beeinflußt das dieses System nicht immer nur zum Vorteil. Jedoch partizipiert das Riffbecken ungemein von den Stoffwechselprodukten des Refugiums.

    Ich habe im übrigen auch kein PO4 oder NO3 Problem ;). Aber laß mal das Gleichgewicht zwischen beiden aus den Fugen geraten; und das passiert jedem nach 4-5 Jahren (oder kürzerer) Standzeit der Anlagen. Dann gehen die Probleme los.
    Speziell mit Phosphat. Ich könnte gerne alle Varianten des Phosphat aufzählen, die durch Hydrolyse entstehen, würde aber wohl die wenigsten interessieren. Der geringste Teil hat einen relevanten Einfluß auf die Stoffwechselprozesse in der Pflanze. Diese braucht eben nur einen Bruchteil davon zur Steuerung der chemischen Vorgänge in der Zelle.
    Dieser Bruchteil, den man durch abernten der Thallusmasse zu entfernen glaubt, entspricht aber niemals den rechnerischen Größen :D.

    Aber wie gesagt: jeder soll an das glauben, was er für richtig hält.

    EDIT:
    pH 7 war ein Tippfehler, kommt auch mal vor :winking_face:

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (25. Oktober 2006 um 09:43)

  • Hi Stefan,

    schau dir mal folgende (wissenschaftliche) Untersuchung an:

    http://www.botany.hawaii.edu/Bot482/Kaneohe…0Mar%20Biol.pdf

    Da sind explizit die verschiedenen N/P Konzentrationen in der Algentrockenmasse unterschiedlicher mariner Algenarten dargestellt.

    Übrigends die PO4 Probleme nach 4-5 Jahren gibt es nicht nur in Becken mit Refugien. Die Anlagerung an Bodengrund/Gestein gibt es ja wohl in jedem Becken (und somit die Rücklösung natürlich auch).

    MfG Marcus

  • hi,

    ich will mal noch einen weiteren aspekt eines algenfilters einbringen, wenn er antizyklisch beleuchtet wird soll der ph wert nachts stabilisiert werden und ausreichend sauerstoff zur verfügung stehen.

    - betreibt jemand seinen algenrefugium antizyklisch?
    - reicht das volumen von 10 % refugium aus um ph + sauerstoff im hauptbecken zu stabilisieren?
    - hat jemand selber einen versuchsreihe gestartet?

    gruss bernd

  • Hallo Marcus,
    schöner Bericht, der leider einen kleinen Haken hat.
    Bei der Untersuchung handelt es sich um Algen aus dem Meer.
    Ulva z.B. hat einen tgl. Zuwachs in der Natur von ca. 1/2 bis 1m.
    Infolge dessen kann man diese Untersuchung nicht ernsthaft auf die Aquaristik ummünzen.
    Verhält sich ungefähr so wie Korallennachzuchten im Ursprungsland und den Kümmerlingen aus heimischer Zucht:-)

    Anscheinend versteht niemand, worauf ich hinaus will.
    Algen lagern nicht DAS PHOSPHAT ein, sondern nur einen durch Hydrolyse entstehenden Bruchteil des gelösten freien Phosphats, welcher direkt im Stoffwechsel eingebunden/verbraucht/benötigt wird.
    Der Rest bleibt aussen vor.
    Unbestritten bleibt aber die Menge davon in unterschiedlichen Algenarten.
    Sicherlich wäre es am schönsten, vorne belastetes Aquariumwasser ins Refugium zu pumpen, und hinten kommt es frei von Phosphat und Nitrat wieder heraus.
    Das würdest du nicht mal mit tröpfchenweiser Zuführung des Wassers schaffen.

    Das mit den beginnenden Problemen nach gewissen Standzeiten bezog ich durchaus auch auf Becken im allgemeinen.

    Servus
    Stefan

  • Hi Stefan,

    also marine Algen sollten Caulerpa und Chaetomorpha wohl auch sein.

    Ich glaube ich schnall wirklich nicht, was du schreibst. Der in den Algen enthaltene Phosphor (verbraucht zum Zellaufbau) muss ja irgendwo her kommen. Also aus dem Wasser, richtig? Somit ist er ja im Becken nicht mehr im Wasser vorhanden, oder?

    MfG Marcus

  • Marcus,
    vielleicht denkst du zu kompliziert :winking_face:
    klar gehts um marine Algen. Nur kann man nicht das Wachstum und den daraus resultierenden Stoffwechsel in freier Natur mit dem in der Aquaristik vergleichen.
    Ist das Gleiche wie die Nahrung im freien Meer. Pro m³ Wassersäule in nährstoffärmsten Korallenriffen stehen den Korallen durchwegs 10kg an partikulärer Nahrung zur Verfügung. Wohl auch kaum in die Aquaristik übertragbar :O (nur zur Versinnbildllichung).

    Die Algen 'verbrauchen' DAS PHOSPHAT nicht zum Zellaufbau. Teile von Phosphat dienen lediglich als Trägerstoff (sorry, verständlicher kann ich es nicht schreiben) und Bindeglied interzellularer bioenergetischer Vorgänge, wobei es einer ständigen Umwandlung unterliegt.
    Insofern ist eine Untersuchung der Algen-Thalli nur eine Momentaufnahme.Das stört mich an dem (wissenschaftlichen) Bericht eben, dass das Phosphat verallgemeinert wird.
    Wie ich weiter oben geschrieben hatte, wird das Phosphat in verschiedene molekulare Gruppen quasi 'aufgespalten' und umgewandelt. Abhängig von pH, Mg und anderen Faktoren werden davon bestimmte Mengen aufgenommen; -und zwar nur soviel, wie unbedingt benötigt wird;-bezeichnet als 'energiereiche Phosphatbindung'.
    Aus dem Begriff aber nun ableiten zu wollen, dass es sich tatsächlich um eine Einlagerung des Phosphates handelt, trifft aber nicht zu.
    ganz schön Haarspalterisch :grinning_squinting_face: .

    Aus dem Wasser und in der Alge, wie du es nennst, ist darum das Phosphat nie gänzlich. Lediglich ein Teil dessen, den wir messen können;

    Ich denke aber, in der Eingangsfrage gings eher um die Beeinflussung des Algenwachstums mittels Licht. Das ist natürlich mit einer der wichtigsten Faktoren.
    Ich bin aber selbst vom Thema abgewichen,-ich gebs zu-, indem ich die Dauerbeleuchtung in Frage stellte...

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (25. Oktober 2006 um 20:52)

  • Hallo Stefan ,

    ich gebe zu , das ich bei Deiner Phosphatspalterei nicht ganz mitkomme :yrf

    dagegen habe ich Algen wie Ulva hier vor der Haustür und auch mehrere
    Jahre beobachtet,gesammelt und gepflegt.Einen täglichen Zuwachs von
    einem bis zu einem halben Meter halte ich für äusserst unwahrscheinlich , das habe ich in der Natur jedenfalls noch nie beobachten können(am besten wachsen sie im Frühjahr , wo jahreszeitlich bedingt die grössten Mengen an N und P im Wasser vorhanden sind)
    Ausserdem schreibtst Du von einem "Trauerspiel des Algenwachstums"
    in Deinem Refugium - wenn Deine Algen nicht wachsen , holen sie natürlich auch nichts raus .
    Mit naturwiedrigen Verhältnissen meinte ich Deine Angabe , das die Algen bei niedrigeren PH-Werten am besten "arbeiten".PH-Werte von
    um die 7,5 gibt es meines Wissens nach nicht im Meer , am nächsten
    kommt man da hier bei uns im Winterhalbjahr , wo das Licht fehlt und
    die Algen deshalb in den Ruhestand gehen...
    Ich habe übrigens Forschungsberichte gelesen , wo Forscher ernsthaft
    überlegt haben , die Biologie in norwegischen Fjordarmen (mit z.T.grossen Wassertiefen )eben durch gezielten Makroalgenanbau zwecks Nitratabbau günstig zu beeinflussen können .
    So auch Leute mit angenommen besseren Grundkenntnissen als wir Hobbypanscher haben schon in diesen Bahnen gedacht , und das
    in einem unvorstellbar grösserem Massstab !
    Natürlich können auch diese Leute sich irren , es fällt mir aber schwer ,
    dieses Thema so einfach abzuhaken wie Du.

    GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
    mein Bilderbuch

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas Engels (25. Oktober 2006 um 21:12)

  • Thomas,
    mir kommts so vor, als ob Marcus und du nur auf einige Wortzusammenhänge anspringt, um sie dann der Sinnhaftigkeit zu entfremden. :winking_face: vielleicht kommt mein bayrisches Denken in hochdeutsch geschrieben auch nicht richtig rüber....

    nachdem es hier eigentlich doch um warmes Wasser geht, habe ich natürlich Fjorde mit Tiefwasser zur Renaturierung außer Acht gelassen. So Sorry :D;

    es gibt eben doch einige Ulva-Spezies . Ich beziehe mich auf tropische Arten; hier Ulva rigida; wie komme ich nur auf 'täglich'. So gehts, wenn man tippt und nebenbei Konversation betreibt. :frowning_face:
    Diese tropische Ulva-Art vermag ihre Thallusmasse innerhalb eines Monats (so wars gemeint) um 60% zu vervielfachen. Das entspricht dem Wachstum wie o.a.; nur wer kann im heimischen Refugium eine Flachwasserzone mit Bedingungen wie in Hawaii für nur z.B. Ulva nachbilden??;

    Habe ich was von 'meinem Trauerspiel des Wachstums im Refugium' geschrieben? Nicht das ich wüßte. Ich wollte vielmehr den Unterschied des Algenwachstums unter Kunstlicht und dem natürlichen Sonnenlicht aufzeigen.

    pH 7,5 herrscht natürlich nicht im Meer vor, das ist mir klar. Nur die Theoretiker unterstellten zumindest noch 1998 bei einer Untersuchung unter diesem pH-Wert die beste Effektivität des meßbaren Phosphataustrages (wurscht jetzt, was an Phosphat dabei gemessen wurde) bei Laborbedingungen

    Was hake ich so einfach ab? Den Bericht über die nachgewiesenen Mengen an PO und NO3 der Algenuntersuchungen auf Hawaii?
    Also bitte; es ist noch immer ein himmelweiter Unterschied zwischen 'Hobbypanscherei' im Refugium unter Kunstlicht (Entschuldigung, bei dir natürlich die Caulerpas im Hauptbecken, bevor ich wieder mißinterpretiert werde) und Realität im freien Wasser.
    Beispiele habe ich auch o.a.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (25. Oktober 2006 um 23:22)

  • Hi Stefan,

    nachdem ich gesehen habe dass du keine PNs von mir wünscht ( :D), hier mein statement:

    Zitat

    iPs PN an Stefan C., die nie ankam... :grinning_squinting_face:
    "dein beitrag im forum bzgl. des algenrefugiums und sinn, gehört zu den besten die ich je hier gelesen habe :thup

    Wenn das stimmt... dannn... verstehe ich warum ich trotz riesen algen refugium 1,0 PO4 habe.

    MfG,
    CHIP CHIP Ian"


    MfG,

    :grinning_squinting_face: iP!!

    iP's Most Rated Sept/06:
    1. ENUR - Calabria 2006
    2. Pete Heller - Big Love[Steven Lee Remix]
    3. Roger Sanchez - Lost[Eddie Thoneick Remix]
    4. Mashtronic - Supernova[Demis 16 Bit Remix]
    5. Justin Timberlake - Sexy Back[Dean Coleman Remix]

    Einmal editiert, zuletzt von iP (25. Oktober 2006 um 23:27)

  • Zitat

    [i]Original von Stefan
    d) das Tollste: pH-abhängig :grinning_squinting_face:
    am besten verwursten die Algen alles bei pH um 7,5. Das steht leider in Konflikt mit den pH-Werten im Beckenwasser.

    Das zum PH -Wert...

  • Zitat

    Original von Stefan C.
    Hallo Thomas,

    Da bei mir über 7000 Ltr. ( in Spitzenzeiten davon 1000 Ltr. Refugien)dem normalen Tages-Sonnenlicht mit künstlicher Zusatzbeleuchtung ausgesetzt sind, kann ich nur sagen: ein Trauerspiel des Algenwachstums im Refugium (ehemals MM) mit Röhrenbeleuchtung im Unterschrank.

    ...angehend schlechtem Algenwachstums im Refugium...

  • Zitat

    Original von iP
    Hi Stefan,

    nachdem ich gesehen habe dass du keine PNs von mir wünscht ( :D), hier mein statement:


    MfG,

    keine PN's erwünscht :confused_face:
    wo hab ich denn da wieder hingeklickt??

    wie meinst du denn deine zitierte PN?
    warum du soviel Phosphat trotz Algenrefugium hast?
    so wie ich dich kenne, hast du einen Hintergedanken?

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Original von Thomas Engels

    Das zum PH -Wert...

    die Erklärung wurde dazu bereits gegeben :winking_face:

    zum 2. Zitat: auch hierzu erfolgte die Revidierung bereits.
    Trauerspiel des Wachstums unter Kunstlicht im Vergleich zu natürlichem Sonnenlicht.

    so, und jetzt glaubt, woran ihr wollt.
    Mir wurscht :ylol

    Servus
    Stefan

    2 Mal editiert, zuletzt von Stefan C. (25. Oktober 2006 um 23:42)

  • Zitat

    Original von Stefan C.
    keine PN's erwünscht :confused_face:
    wo hab ich denn da wieder hingeklickt??


    ----> Ich steh auf deiner ignorierliste :winking_face:


    Zitat


    wie meinst du denn deine zitierte PN?


    ----> Zuerst als lob, da ich dieses thema sehr interessant finde und du da offensichtlich fundiertes hintergrundwissen weitergibst.


    Zitat


    warum du soviel Phosphat trotz Algenrefugium hast?
    so wie ich dich kenne, hast du einen Hintergedanken?


    ----> Hintergedanken ja, aber ohne böse absicht:D
    Ich hab ein top algenrefugium das mit dem selben wasser öfter durchströmt wird, spezielle lampen hat, antizyklisch läuft, als bodengrund ein jaubert system hat, etc. etc...
    Trotzdem verändert sich nur NO3, was ich auf das jaubert zurückführe, nicht auf die algen. Ich werds das refugium nicht abschaffen, ich finds cool und das obwohls ohne MM läuft. Aber PO4... zieht das kaum, das kannste knicken. Deswegen meinte ich, cooler beitrag von dir, das könnte ne erklärung sein!

    Grüße,

    :grinning_squinting_face: iP!!

    iP's Most Rated Sept/06:
    1. ENUR - Calabria 2006
    2. Pete Heller - Big Love[Steven Lee Remix]
    3. Roger Sanchez - Lost[Eddie Thoneick Remix]
    4. Mashtronic - Supernova[Demis 16 Bit Remix]
    5. Justin Timberlake - Sexy Back[Dean Coleman Remix]

  • Hallo Zusammen !

    Habe folgenden Link zur einer Doktorarbeit mit demThema :

    "DAS NÄHRSTOFFELEMENT PHOSPHOR IN LIMNISCHEN SEDIMENTEN VERSCHIEDENER HERKUNFT: KONZENTRATION UND BINDUNGSFORMEN"

    gefunden. Einige Passagen scheinen da recht interessant für unsere Diskussion zu sein.

    Viele Grüße,
    Claus

    Einmal editiert, zuletzt von ImRauschDerTiefe (26. Oktober 2006 um 00:02)

  • iP,
    Ignorierliste??? seltsam das ist :confused_face:

    PO4.... wieso, weshalb, warum...
    das beschäftigte mich seit dem Einsatz eines MM-Filters und fast- Ruinierung eines Beckens. Der Filter hat einfach zu gut gearbeitet, bis NO3 aus war und dann Dank des verschobenen NO3/PO4 Verhältnisses die Probleme begannen.
    Da einfach nicht genügend Ammonium mangels Fischausscheidungen und Verbrauch dessen bereits im Hauptbecken durch die Korallen stattfand... es zudem dann mit der Ammoniumchlorid-Tröpfelei anfing, um die Algen am Leben zu erhalten, schaffte ich das Teil ab;- vielmehr wandelte ich es auf normalen Aragonitsand um und seitdem wachsen auch die Caulerpas wie Harry. (natürlich nichts im Vergleich zum Sonnenlicht)
    Das war dann der Grund, 'Miraculix' zu suchen :D.
    Den relevanten Phosphat-Abbau überlasse ich aber dann doch lieber dem Adsorber, denn den kann ich nach Belieben steuern.

    Am Rande für meine lieben Wortzerklauber :winking_face: :
    Refugien liebe ich, am liebsten mit LS und Algen drauf. Schön, wenn die Algen wachsen; wenn nicht, erkenne ich an den verschiedenen Algenarten einen jeweiligen Mangelzustand der angeschlossenen Hauptbecken.
    Wenigstens das werdet ihr mir zugestehen :winking_face:

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Original von ImRauschDerTiefe
    Hallo Zusammen !

    Habe folgenden Link zur einer Doktorarbeit mit demThema :

    "DAS NÄHRSTOFFELEMENT PHOSPHOR IN LIMNISCHEN SEDIMENTEN VERSCHIEDENER HERKUNFT: KONZENTRATION UND BINDUNGSFORMEN"

    gefunden. Einige Passagen scheinen da recht interessant für unsere Diskussion zu sein.

    Viele Grüße,
    Claus


    das kenne ich zumindest auszugsweise.
    Prägnant und ehrlich die Aussage:
    ....dem Analytiker stehen wenige Methoden zur Verfügung, die jeweiligen Bindungsformen des Phosphors zu untersuchen....

    Hauptsächlich gehts um die Eutrophierung von Oberflächengewässern und dem Phosphatkreislauf darin von der Schweiz über Russland bis nach China *gähn*
    Wieder ein Studierter mehr mit Doktorwürde :thup

    Servus
    Stefan

  • @ Stefan:

    "Am Rande für meine lieben Wortzerklauber"
    ich find's ehrlich gesagt schade, dass du kaum Nachfragen zulässt und uns "Nichtgärtner" doch sehr nach Oberlehrermanier belehren willst, oder eher wie unserer Exkanzler: "BASTA, so is es halt". So 'ne Aussagen wie von dir habe ich in der Form noch nirgends gefunden, darum sollte es wohl erlaubt sein mal nachzufragen ohne, dass du dich gleich auf den "Schlips getreten" fühlst!

    Nichts desto trotz gibt mir deine Statement natürlich schon zu denken! Was ist denn "Mirakulix"?

    MfG Marcus

  • Hallo Stefan !

    Als Nicht-Biologe/Chemiker möchte ich einfach nur die Zusammenhänge halbwegs verstehen lernen.
    Deshalb suche ich halt nach jeglicher Literatur zu dieser Thematik. Insbesondere den von Dir beschriebenen Sachverhalten bzgl. Algenwachstum und Phosphaten.

    Also, hast Du vielleicht ein paar geeignete Links/Literaturtipps parat ? Danke :thup

    Viele Grüße,
    Claus

  • Hallo Stefan,

    was du mit den hydrolysierten Formen des Phosphats meinst ist mir nicht ganz klar (ATP ist ein Anhydrat der Phosphorsäure das meinst du wohl, von hydrolysiert kann man sprechen wenn der Umsatz zu ADP und AMP gemeint ist). Richtig ist, dass hierbei zwar große Mengen an Phosphat umgesetz werden aber faktisch die Menge an Phosphat die in ATP bzw. ADP/AMP ständig gebunden ist gering ist. Beim Menschen werde jeden Tag zum Beispiel ATP/ADP Moleküle von über dem halben Körpergewicht umgesetzt, insgesamt sind jedoch nur etwa 150 g ATP/ADP im Körper enthalten.
    Für die Diskussion des Phosphataustrages durch Algen ist ATP/ADP/AMP wirklich relativ irrelevant, die große Menge des Phosphats im Gewebe ist in den Zucker-Phosphat-Brücken der DNA sowie in der RNA gespeichert, diese Nukleinsäuren sind der wesentlichste Phosphatspeicher in Algen (und auch im Menschen). Wenn die Algen also komplett entfernt werden wird auch dieses Phosphat entfernt welches vorher zwangsläufig aus dem Wasser aufgenommen wurde (Algen sind ja autotroph, das heißt sie synthetisieren ihre Masse und gewinnen ihre Energie alleine aus anorganischen Verbindungen unter Verwendung der Energie des Sonnenlichts, was nicht heißt dass sie nicht auch in der Lage wären komplexe organische Verbindungen zu verwenden, oftmals bevorzugen sie diese wenn sie vorhanden sind). Die Frage ist allerdings eben ob dieser Phosphataustrag relevant ist. Wenn man davon ausgeht, dass pro Liter nasse Algen etwa 50 g Algentrockenmasse anfallen (grober Schätzwert), so sind etwa 1,5 % davon als reines Phosphat vorliegend (gemessener durchschnittlicher Phosphorgehalt von marinen Algen liegt bei 0,4% - 0,8%, dazu kommen noch mal Faktor 3 für die 4 Sauerstoffatome im Phosphat also 1,2 - 2,4%, konservativ gerechnet 1,5) also etwa 750 mg Phosphat. Jeder Liter geerntete Algen entfernt also etwa 750 mg Phopsphatäquivalente aus dem Beckenkreislauf. Unter Annahme dass eine solche Ernte etwa alle 2 Wochen möglich ist und das Becken ein Kreislaufvolumen von 750 Liter hat kommen wir auf eine theorethische Phosphatsenkung von 0,5 mg PO4/ L*Woche. Ein nicht unerheblicher Wert. Ob jetzt eine Ernte von 1 Liter Algen alle zwei Wochen realistisch ist hängt von der Größe des verwendten Refugiums, der Beleuchtung und natürlich auch von dem Nährstoffgehalt des Wassers ab, realisierbar sollte es eigentlich schon sein. Natürlich ist ein solcher Austrag genauso mit Phosphatadsorbern zu erreichen, unter Berücksichtigung des Stromverbrauchs und Platzbedarfs sowie der Steuerbarkeit ist es sogar die effizientere Methode, wobei natürlich dann die anderen positiven Wirkungen des Algenrefugiums außen vor bleiben.

    Grüße aus dem sonnigen Süden :winking_face:

    Thomas Bahr 

    120x90x70cm (750l) / 640 w LED (China) / Bubblemagus C7 / 3xTunze Stream mit Multicontroller / RD3 5 m² Förderpumpe / Vliesfilter im Unterschrank (MC 5000)

  • Hallo Thomas !

    Jetzt habe ich auch schon deutlich mehr Verstanden ! Danke für den verständlichen Beitrag. :thup

    Viele Grüße,
    Claus

  • Kein Problem,

    ich habe halt versucht es auf die für unser aquaristisches Problem relevanten Punkte zu reduzieren, dann kann man auch auf unverständliches Fachchinesisch verzichten. Naja zumindest etwas, was genau ATP und Co. sind habe ich so genau jetzt auch nicht erklärt, aber das ist hier auch nicht so wichtig.

    Grüße aus dem sonnigen Süden :winking_face:

    Thomas Bahr 

    120x90x70cm (750l) / 640 w LED (China) / Bubblemagus C7 / 3xTunze Stream mit Multicontroller / RD3 5 m² Förderpumpe / Vliesfilter im Unterschrank (MC 5000)

  • Hallo zusammen ,

    Thomas Bahr schreibt ja immerhin vom theoretischem Phosphataustrag , in der Praxis funktioniert dies also nicht zufriedenstellend bei Leuten wie Stefan : und iP.
    Die Frage für mich , warum
    Würde mich mal interessieren ,
    iP
    wie lange fährst Du dein Refugium schon , und wieviel Algen erntest Du
    so im Schnitt (im Verhältnis zum Beckenvolumen) ?
    Können hier noch mehrere Leute bestätigen , das nach längerer Beckenstandzeit der Phosphatgehalt zum Problem wurde ?
    (vielleicht auch trotz Refugiums ?)
    (habe erst ein Becken so lange wie 4 Jahre gefahren und das da nicht
    feststellen können)

    GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
    mein Bilderbuch

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas Engels (26. Oktober 2006 um 13:12)

  • Aurora,
    siehste, da muß ein Biologe her, um das Unverständliche verständlich zu machen :winking_face: :grinning_squinting_face:
    du schreibst aber selbst, 'theoretisch möglich'. Wenn da nicht noch soviele andere Faktoren mitspielen würden.
    Mg/Ca- Verhältnis, organische Wasserbelastung und alles andere bereits geschriebene.

    Thomas,
    'nicht funktioniert' würde ich so nicht behaupten. Das hat es bei mir wohl. Vom Start weg war der Schlammfilter überragend bis zum Peak, an dem das Nitrat (Ammonium) aus war. Ab da stieg PO4 bis 0,2mg (ist für mich schon viel gewesen, da ich immer an der untersten Nachweisgrenze war.)
    Heutzutage laufen meine Refugien ohne MM nur noch 'zwecks der Schönheit'. Auf die Abbauleistung setze ich nicht mehr. Das biologische Gleichgewicht pendelt sich dann automatisch ein; soll heißen: viele Nährstoffe -Algen wachsen; kommt ein Engpaß- stirbt ein Teil ab und wird im System selbst wieder verwertet. Keine Eingriffe - keine Probleme.
    Erhöhte PO4 Werte werden mit Adsorber bekämpft.
    Abgehakt :grinning_squinting_face: !

    @Marcus,
    du hast wohl was in den falschen Hals bekommen. Nichts liegt mir ferner, als Oberlehrerhaft wirken zu wollen :winking_face: .
    'Wortzerklauber' war nicht abfällig gemeint.
    Ich konnte es halt nicht besser erklären.

    Servus
    Stefan

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!