Statik: Bodenplatte, -belag und AQ-Gewicht

  • Hallo,

    ich melde mich mal wieder mit einer Frage an Euch im Forum. Diesmal geht es gewissermaßen um Statik - und eine Problematik, die mich schon seit geraumer Zeit beschäftigt.
    Also, mein AQ soll die Maße 160 x 70 x 60 (LxBxH) haben. Der Bodenbelag ist Laminat und ich wohne in einem 10-jährigen Neubau im Dachgeschoß (die Decke sollte das Gewicht tragen können, oder?). Ich will die Last des AQ möglichst verteilen, da ich mir nicht sicher bin, ob das Laminat das Gewicht aushält. Hierzu will ich keinen Sockel mit 460 qcm Auflagefläche (460cm Kantenlänge mit 1 cm Breite des Sockels), sondern eine durchgehende Bodenplatte und darauf dann den Unterschrank stellen. Somit müsste das Gewicht dann auf 11.200 qcm lagern. Wäre wohl besser, oder?! Auf der anderen Seite wurde mir gesagt, dass eine Bodenplatte nicht sinnvoll sei, da diese Unebenheiten haben könnte (oder auch der Fußboden) und somit sich das AQ verziehen könnte - mit der Folge eines möglichen Glasbruchs. Stimmt das?! Auf der anderen Seite wurde mir auch gesagt, dass das Laminat die Last ohne Probleme tragen könne. Nun ja, schwierige Frage – könnt Ihr mir helfen?

    Viele Grüße


    Dirk

  • Also jemand aus meiner Familie ist Statiker und ich glaube mal von ihm zur anwort bekommen zu haben das eine Decke egal ob leicht also Holz oder Beton eine gewicht von ca. 500 kg pro quadratmeter dauerbelastung aushalten kann und am Rand also an einer wand etwas mehr
    Aber kann mic auch irren

  • Naja, ein Statiker kann mir insofern nicht weiterhelfen - was sollte ich ihm auch sagen. Aber danke für den Hinweis mit der Seite, hatte sie schon mal gelesen, dennoch wieder Auffrischung... Fakt ist, dass der Statiker demnach auch eine durchgehende Bodenplatte empfiehlt, insbesondere beim anfälligen Estrich. Tja, und zurück zur Frage: Besteht nun die Gefahr vom Glasbruch, oder nicht? Wie ist das denn mit den ganzen Leuten, die genauso große AQ haben, bzw. noch größere?! Habt Ihr Probleme mit der Tragkraft? Oder wie habt Ihr das Problem gelöst?

  • Zitat

    Original von DennisAusHamm
    ... eine Decke egal ob leicht also Holz oder Beton eine gewicht von ca. 500 kg pro quadratmeter dauerbelastung aushalten kann und am Rand also an einer wand etwas mehr

    hi dennis,

    zulässig sind 150 kg/qm bei wohnhäusern.

  • moin,

    ich baue gerade ein etwas großeres becken.

    wir haben das gelößt, indem wir kernbohrungen durch fliesen/estrich bis auf die bodenplatte gemacht haben , ein edelstahlruhr eingebracht und dann rohr und restbohrung mit beton verfüllt haben (und die rohre der fußbodenheizung zum glück immer gefunden/knapp verfehlt haben :])

    darauf kommen ca 8t :winking_face:

    was deine decke trägt, kann ich natürlich auch nicht sagen, aber angst hätte ich da keine :winking_face:

    mfg
    michael

  • hi dirk,

    das laminat ist in der betrachtung unwichtig, da es ja nix trägt.

    was brechen könnte, ist der estrich. daher ist eine druckverteilung
    nin form breiter auflagerfläche immer richtig.

    allerdings sind die meisten großen becken rein rechnerisch für
    wohnhausdecken zu schwer.

    passiert ist - zumindest in meinem bekanntenkreis - in dieser sache noch nix....

  • hiho

    wirklich sagen ob es hält kann kein statiker ....der nicht weiß wie der "unterbau" des betreffenden bodens ausssieht....(balkenstärke weclhe balken betondecke material der betondecke estrichhöhe (ob mit oder ohne armierungsfleis ) usw...)

    würde das aq auf eine vollflächige unterlage stellen (bzw den unterschrank/gestell)))
    je mehr fläche desto besser ......

    für den unterbau "gerade" und "eben" zu machen gibt es speziel fließspachtel bzw "flüssigausgleichmassen " die sich von selbst nivelieren .... zur not gleicht der unterschrank/gestell die unebenheit aus wenn sie nicht zu gross ist (solange der unterschrank in sich steif genug ist und sich nicht verzieht dürfte nix passieren ....)))


    mein aq (hat ca 540 liter) steht auf laminat seit ca 6 jahren ohne problem aber ich wusste über meinen unterbau 100% bescheid (22 cm holzbalken eiche abstand 50 cm doppelter dielenboden mit 2x22 mm dielen darüber ca 15 cm "schüttung" und doppelt rigidurelemente (trockenestrich)...hält bis jetz ohne problem und habe vom statiker ne freigabe für ca 1800 kg (becken würde an der tragenden wand stehen ) bei einer fläche von 2.0x.8x0.8 m )

    gruss dirk

    150x60x60 cm Weichkorallen only
    8x54watt 2xTunze 6000 +Ati 2500
    TB 1.0x0.5x0.4

  • Zitat

    Original von Dirk Mollink
    wirklich sagen ob es hält kann kein statiker gruss dirk

    egal, aber der ist versichert und wenns in die hose geht, ist das gedeckt :winking_face:

    aber, wie schon geschrieben, ich würde mir da keine gedanken machen, hatte auch schon ein 200/60/60 becken im 3.stock, ohne statiker ;), war aber ne betondecke.

    war aber leichter, war süßwasser :face_with_tongue:

    mfg
    michael

  • Zitat

    Original von mbb

    egal, aber der ist versichert und wenns in die hose geht, ist das gedeckt :winking_face:

    aber, wie schon geschrieben, ich würde mir da keine gedanken machen, hatte auch schon ein 200/60/60 becken im 3.stock, ohne statiker ;), war aber ne betondecke.

    war aber leichter, war süßwasser :face_with_tongue:

    hiho


    und wenn mann fische nimmt die nur oben schwimmen ..???? :grinning_squinting_face:

    gruss dirk

    150x60x60 cm Weichkorallen only
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  • Hallo,

    danke für Eure Beiträge, insbesondere der Link von Michael ist klasse. Hier gibt es eigentlich alle Infos. Zusammengefasst: 150kg sind ohnehin gem. DIN zulässig, insgesamt 500kg wenn das AQ an einer tragenden Wand steht. Das ganze ohne zusätzlichen Nachweis/Berechnung o.ä.

    "Auf Decken in Gebäuden, die für eine verteilte Verkehrslast von 1,5 kN/m2 bzw. 2,0 kN/m2 berechnet werden, können Tresore, elektrische Speicherheizgeräte, Aquarien (In der Norm werde diese Geräte genannt) usw. unberücksichtigt bleiben, wenn

    * das einzelne Gerät die Decke mit höchstens 3 kN belastet
    * das einzelne Gerät die Decke mit höchstens 5 kN belastet und an einem statisch in Rechnung gestellten Auflager der Decke steht."

    Zum Estrich: Dieser muss einem Druck von 20 N pro mm2 aushalten, d.h. 2,04 kg pro mm2.

    "Die geforderte Festigkeitsklasse für schwimmenden Estrich im Wohnungsbau ist ZE 20. Die Nennfestigkeit (Druck) beträgt dabei 20 N/mm2."

    Die Zitate stammen aus dem hinter dem Link verborgenen Forum.

    So, ich werde jetzt mit meinem Vermieter reden, da das AQ in der Ecke von zwei tragenden Wänden steht. Mal sehen...

    Viele Grüße


    Dirk

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