Wurdemannisterben

  • hallo forianer,

    in unserem kleinen becken pflegen wir seit einigen wochen wurdemanni, d.h. von den ersten zwei eingesetzten (vor ca. 4 wochen) starb eine trotz langer eingewöhnungszeit nach ca. 50min. drei tage später kaufte ich nochmals 2 garnelen. von diesen beiden starb eine vor zwei wochen, einfach tot aufgefunden. heute fand ich wieder eine im leblosen zustand, sie hatte gelege unter dem bauch und hing leblos in einer weichkoralle....

    nun bin ich etwas hilflos, woran das liegen kann. in dem becken (54l) leben 2 Gobiodon albofasciatus grundeln, 2 einsiedler, schnecken und ein paar unbestimmte krabben. gefüttert wird täglich eine kleine portion flocken (andere sorte als im großen, irgendetwas, was beim becken dabei war ?!) sowie alle 1-3 tage mal 1-2 stückchen muschelfleisch und artemia, das selbe futter, was im großen becken verwendet wird.

    die weichkorallen und krusten fühlen sich pudelwohl, eine portion rowaphos hängt noch im filter, weil cih ja alles umgewühlt habe beim umbau vor knapp 2 wochen.

    die garnelen kommen übrigens nicht vom händler meines vertrauens sondern fatalerweise (?) vom futterhaus in bremen.

    hat jemand ne idee ?

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • von meinen beiden Wurdemannis hat es leider auch nur eine geschafft.
    Die andere lag am Morgen nach dem Einsetzen schon tot im Becken und ich war auch super Vorsichtig beim Eingewöhnen.
    Der anderen (grösseren) geht es scheinbar gut und sie hat sich auch scheinbar heute Nacht gehäutet. Lapidarer Kommentar vom Händler zu diesem schnellen Tod: "Jaja die sind halt soo empfindlich" :frowning_face:

  • Hi Alex,

    was mir im nachhinein noch eingefallen ist, hast du mal die Dichte kontrolliert ? Garnelen regieren recht empfindlich auf starke Dichteschwankungen ...
    Wie sieht es mit der Temperatur aus ?

  • Zitat

    Original von Alexander Grah
    die garnelen kommen übrigens nicht vom händler meines vertrauens sondern fatalerweise (?) vom futterhaus in bremen.

    Boeser Fehler! da kannst Du ja gleich ins Bremer Gruselgewoelbe gehen

    Gruesse

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hi Alex,

    Hast Du mal an evtl. fehlendes Iod gedacht? Das ist häufig die Ursache für erhebliche Häutungsschwierigkeiten und kann letztendlich sicher auch zum Tod führen.

    Viele Grüße
    Inken

  • also, von vorne angefangen: die dichte / salinität ist wunderbar in ordnung, da waren auch in 2 wochen keine änderungen (ein halber liter nachfüllwasser in 1 woche). temperatur ist bei 25-26°C. jod dosiere ich ins kleine becken alle 2 tage 1 tropfen. starke schwankungen scheiden also aus. ich habe heute (nach dem tod) 24l wasser gewechselt (aus dem großen becken, die dichte war exakt gleich, es zog null schlieren.

    könnte es an der zugabe des halben liters frischwasser liegen ? die war aber vor 2 tagen :confused_face:

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • Da müstest Du den halben Liter schon direkt auf die Garnele schütten.
    Jod gebe ich kaum zu und meine sterben auch nicht. Jod kann man aber auch überdosieren. Fangschrecke oder Knallkrebs scheiden eigentlich auch aus, denn die hätten die garnele dann auch gefressen. :confused_face:

    mfg Uwe

  • Zitat

    Original von Alexander Grah

    hat jemand ne idee ?


    Hallo Alexander,
    im Gegensatz zu anderen Garnelen haben die bei mir noch nie länger als ein paar Wochen bis max. 2 Monate gelebt. Sie sind anfangs putzmunter, fressen gut und plötzlich verschwunden und das, obwohl sie ein eigenes Becken haben. Als ich halte sie für äusserste Sensibelchen.
    Grüße, Rainer

  • Hallo Alexander,

    Ich habe auch schon einige wurdemanni und auch amboinensis vermisst im meinem Becken . Ich habe in einem meiner Bücher gelesen das eigentlich gruppenhaltung empfohlen ist , es aber besser wäre gerade in kleineren Becken
    nur paar oder einzelhaltung zu betreiben da sie sonst nicht den erforderlichen Sicherheitsabstand halten können und es kommt zu streitereien mit oft tödlichem Ausgang ( lebloser Körper im Becken ?! ).

    Gruß Ric

  • tja... eigentlich hatte ich die beiden immer als sehr freundlich zueinander beobachtet - möglich wäre es natürlich.

    no3 ist in dem kleinen becken (bei der letzten messung) ~20 gewesen
    no2 war <0,03

    die werte sind so, seit das kleine becken steht. seltsam ist doch, dass die garnele ein gelege produziert hatte. das würde ein tier doch nicht machen, wenn es sich nicht halbwegs wohl fühlen würde ?

    ich werde heute nochmal ne wassertestreihe machen, vielleicht hat sich etwas stark verändert, obwohl ich das nicht glaube - optisch hat sich jedenfalls bei den anderen bewohnern nichts geregt...

    vielleicht ist es so, das in dem kleinen extrabecken einfach zuwenig kleinstlebewesen / futter / irgendwas ist ? oder es ist wie bei rainer... nicht nur traurig, sondern auch recht ärgerlich, wie ich finde (insgesamt für EUR 44,44 einsiedlerfutter zu kaufen) :frowning_face:

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • bei mir stimmen auch alle Wasserwerte, NO2 n.n., NO3 <1mg/L ,
    PO4 <0,03mg/L ,Dichte OK und trotzdem hat es eben nur eine geschafft. Ich hätte evtl. gar keine dort kaufen sollen, 3 Tage vorher lag in dem Verkaufsbecken auch eine tote Manni drin.

    Macht es eigentlich was aus wenn die abgelegte Haut einer Garnele im Becken verrottet? Die hat ihre Haut an der ungünstigsten Stelle unterm Steinaufbau abgeworfen - da komm ich nicht ran um die rauszuholen.
    Fressen die Einsiedler sowas?

  • die einsiedler knabbern fühler und das innenleben, die haut wird von den bakterien innerhalb weniger tage zerlegt. das macht nix...

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • Zitat

    Original von Alexander Grah
    die einsiedler knabbern fühler und das innenleben, die haut wird von den bakterien innerhalb weniger tage zerlegt. das macht nix...

    Innenleben? Ich rede nur von den Häutungsresten der überlebenden Manni, die tote Garnele lag "zum Glück" direkt an der Scheibe.
    Aber ich dachte mir schon dass diese Haut recht schnell Abnehmer finden wird :grinning_squinting_face:

  • oh - da hat mein gehirn in dein geschriebenes etwas anderes hineininterpretiert :smiling_face:

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • aha ? ich werde das nochmal prüfen. aber GANZ ohne NO2 gibts auch keine bakterien, die das fressen könnten :winking_face:

    edit

    ich habe gerade nochmal no2 gemessen 0,05 ! :winking_face_with_tongue:

    und nu ? :confused_face:

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

    Einmal editiert, zuletzt von Alex G. (8. April 2005 um 17:32)

  • Wasserwechsel ...
    Was für einen Test hast du denn ?


    Zitat

    Original von Alexander Grah
    aha ? ich werde das nochmal prüfen. aber GANZ ohne NO2 gibts auch keine bakterien, die das fressen könnten :winking_face:

    edit

    ich habe gerade nochmal no2 gemessen 0,05 ! :winking_face_with_tongue:

    und nu ? :confused_face:

  • Hallo,

    ich hab da mal ne ganz andere Theorie:
    stammen die Wuerdemannis nicht hauptsächlich aus Zuchten? Da ist ein Antibiotikaeinsatz zu vermuten bzw anzunehmen. Da kann man sich wunderbar hochaggressive, multiresistente Bakterien mit züchten. Bei vielen Süßwasserfischen aus Massenzuchten ist das ein bekanntes Problem. Die Tiere fallen dann bei der kleinsten Veränderung tot um, auch wenn dei Art als Wildfang sehr robust ist.

    Grüße
    Ulrike

  • Hallo Ulrike,

    ich denke nicht, da sich Wurdemanni's recht einfach nachziehen lassen und Antibiotika meines Erachtens hier gar nicht helfen würde bzw. nicht lohnen würde ...

    [Edit]
    und ich hoffe auch das keiner Antibiotika im Bereich der marinen Zucht einsetzt ... :winking_face_with_tongue:

    2 Mal editiert, zuletzt von JensD (9. April 2005 um 22:56)

  • Also meiner zweiten Wurdemanni geht es offenbar echt gut,
    gerade hat mir das sonst so scheue Vieh eine Futtertablette aus der Hand gefressen. Wollte sie eigentlich in ihrer Nähe an die scheibe kleben aber Manni war das wohl zu blöd und er hat sie sich direkt geholt. :grinning_squinting_face: Sehr nette Begegnung :winking_face:

    PS: vermisse 2 Glasrosen :grinning_squinting_face:

    Einmal editiert, zuletzt von Steffen Schwarz (10. April 2005 um 00:16)

  • Hallo,

    No2 - hat da mal schon wer gepostet, dass er mit einem Test 0,0 gemessen hat? So wie ich das mitbekommen habe, zeigen da alle Test irgendwas minimal an. Ich mess das gar nicht, wenn was vorhanden ist, sind eh die Tiere tot.....

    Steffen: eine tote Garnele im Becken tut nichts, die wird sehr schnell von den restlichen Insassen als Futtertier verwertet. Und der Panzer eines toten Tieres oder auch die Überreste einer Häutung machen gar nichts. Der Kalkpanzer ist ja kein Gift.....

    Bei mir haben die Wurdemannis über ein Jahr im kleinen 54L Becken gelebt.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • tja, der test war übrigens ein jbl. ich bin nach wie vor hilflos, die letzte verbliebende wurdemanni rennt ganz normal rum - fangen und umsetzen hat (zumindest beim ersten versuch) nicht geklappt. ich denke auch, dass das eigentlich nur unnötiger stress ist, das wasser kann sooo schlecht nicht sein :confused_face:

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

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