Haremshaltung

  • Hallo
    Mich würde interessien wer hier Fische in Haremsgruppen pflegt und welche Erfahrungen (besonders Langzeit) vorliegen, auch ob ein Nachsetzen möglich was wäre interessant. Da hier zur Zeit oft der Wunsch nach Gruppen oder Schwärmen geäusert werden,

    Ich halte
    Manderin in 3er Gruppe: 1 Mann/2 Weiber

    Scooter in 5er Gruppe: 2 Mann/3 Weiber

    Genicanthus lamarck in 4er Gruppe: noch juvil

    Bodianus bimaculatus in 6er Gruppe: 1Mann/ Rest Weiber

    Pseudocheilinus hexataenia in 8er Gruppe: Geschlechter schwer zusagen, 2 Balzen immer der Rest schwimmt nur rum.

    Anampses meleagrides in 3er Gruppe: noch keine Geschlechter zuunterscheiden

    Chromis 16 Schwarm: Gaschlechter ?? Mehrere Männer und Weiber

    Apogon properupta: 3er Gruppe: noch neu

    Besonders die Zwergkaiser fände ich interessant, da ich hier echte Zweifel habe das das wirklich dauerhaft im Aquarium möglich ist.

    Gruß Frank

    Nachtrag
    Anthias vergessen :face_with_rolling_eyes:
    Pseudanthias squamipinnis 11er Gruppe: 1 Mann/ Rest Weiber

    Nachtrag 2
    Doc´s vergessen :face_with_rolling_eyes:
    Palettis 3er Gruppe: Geschlechter ?? Nacheinander zusammen gesetzt, keine Probleme
    Zebrasoms flavescens 4er Gruppe: Geschlechter ??? auch nach und nach eingesetzt, auch keine Probleme

    2 Mal editiert, zuletzt von Frank Mohr (27. Februar 2005 um 23:14)

  • Seit 2002 halte ich 2 Aalgrundeln Pholidichthys leucotaenia. Ich habe sie im juvenilen Stadium bekommen, inzwischen sind sie wohl mit ca. 25 cm ausgewachsen. Sie haben vor dem Umzug meines AQ mehrfach abgelaicht, doch diverse Räuber haben den Laich als Erweiterung ihres Speiseplans angesehen. Die Aalgrundeln sind recht scheue Tiere, die man nur während der Fütterung in ihrer respektablen Größe bewundern kann.


    PS.:
    lese gerade was von Haremshaltung, entschuldige also, daß ich hier nur ein Paar vorzuweisen habe


    NACHTRAG:

    außerdem hatte ich 3 Flammen-Herzogfische Centropyge loricula, der Kleinste hat nicht überlebt, da er von den beiden anderen immer wieder gejagt wurde und so eines Tages an Entkräftung einging.

    2 Mal editiert, zuletzt von Riffbarsch (27. Februar 2005 um 23:12)

  • Hallo Frank!

    Ich habe die Haremshaltung vor Jahren mit 5 loricula versucht, sie waren damals noch juvenil, als sie Ausgewachsen waren, war es nur noch ein Paar, die übrigen 3 wurden nicht geduldet und starben. Ich bin also von der Theorie der Haremshaltung bei Zwergkaisern nicht überzeugt.

    Gruß

    Aquarius

  • Hallo

    Also C. resplendens scheint dann eine Ausnahme zu sein, auf einem Huegel mit etwa 2-3 m Durchmesser und 0,5 m Hoehe leben zwischen 50 und 200 Individuen, anscheinend organisiert in einzelne Haremsgruppen.
    Alles was auf dem Foto blau ist, sind resplendens, die anderen sind Chromis und irgendwelche juvenilen Paranthias

    Gruesse

    Jens

  • Hallo Jens
    Auf deinem Bild sind wir aber im Meer, richtig? Dort ist es halt sicher so, wenn die Tiere keinen Bock mehr aufeinander haben, jagen sie sich mal schnell 10-20 Meter und dann ist halt einer ein Einzeltier. :winking_face: Im Aquarium hätten sie diese Ausweichmöglichkeit aber nicht.
    Wir kennen es doch von einigen anderen Fischen, die im Meer sogar Schwärme bilden und im Aqua ist nicht mal die Paarhaltung möglich. Der Vergleich Meer vs. Aquarium hinkt also hier, denke ich.
    Gruß Frank

  • Hallo all,

    ich spreche mal heute mit dem Importeur. Er hat sicher auch eigene Erfahrungen in der Haltung. Die Acanthops die ich bei ihm gesehen habe, leben seit ca. 3 Wochen in Gruppen zu ca. 20 Fischen in Quarantänebecken. Die Größen liegen zwischen ca. 3 cm und 8 cm, also alles vertreten. Habe bei diversen Besuchen keine toten oder zezausten Fische gesehen. Ich werde mal versuchen 5 von der kleinsten Größe zu bekommen. Der Bock wird sich ja dann rauskristallisieren.

  • Beim weltgrößten Zoofachgeschäft, also bei Zajac, schwimmen momentan 4 recht große chelmons in EINEM Verkaufsbecken (100x40x40cm ungefähr)....

    Gruß Oliver

  • Länger (>10 Monate) im Harem / Gruppe habe ich bereist gehalten:

    C.argi
    Trimma cana
    Pseudanthias parvirostris
    P. heaxataenia
    Chromis :face_with_tongue:
    Helcogramma striata
    Wetmorella
    Emblemaria pandionis
    Coryphopterus personatus
    Sphaeramia nematoptera
    Caracanthus unipinna

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo,

    habe 10 Chromis seit August 2002; im Jänner 2003 zwei kleine nachgesetzt, da beim Umzug zwei verstarben. Ansonsten bisher keine Verluste. Tiere sind recht groß; Nach dem Ablaichen attackiert der "Chef" der Truppe aquarienfremde Gegenstände (Futterzange, Magnetscheibenreiniger, Schlauch für Wasserwechsel, Hände...). Natürlich verteidigt er das Gelege auch gegen die anderen Fische, aber die wissen da jetzt schon Bescheid und es gibt eigentlich keine Raufereien.

    Weiters hab ich noch drei Gramma loreto (zuerst Paar im Jän 03, davon verschwand das kleinere Tier, danach nachgesetzt zweites bzw. drittes Tier im März bzw. April 03)

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hallo all,

    ich habe soeben 5 sehr kleine Centr. Acanthops ausgesucht. Die Firma Kenia Fish Depot gibt sie mir zum Sonderpreis, da es sie auch interessiert wie das Verhalten in besetzten Aquas ist. In der Natur gibt es lt. Hr. Omlor keine Probleme.

    Ich werde die Gruppe am Wochenende einsetzen, sodaß ich genau beobachten kann.

  • Zitat

    Original von Frank Mohr
    Hallo Jens
    Auf deinem Bild sind wir aber im Meer, richtig? Dort ist es halt sicher so, wenn die Tiere keinen Bock mehr aufeinander haben, jagen sie sich mal schnell 10-20 Meter und dann ist halt einer ein Einzeltier. :winking_face: Im Aquarium hätten sie diese Ausweichmöglichkeit aber nicht.
    Wir kennen es doch von einigen anderen Fischen, die im Meer sogar Schwärme bilden und im Aqua ist nicht mal die Paarhaltung möglich. Der Vergleich Meer vs. Aquarium hinkt also hier, denke ich.
    Gruß Frank

    Hallo Frank

    Ja, das Foto ist im Meer entstanden. Allerdings jagen sie sich nicht 10-20 Meter weg, denn dann sind sie schon 9-19 Meter auf dem Sandgrund und damit Fischfutter. Sie verlassen den Huegel maximal einen oder zwei Meter, und das nur in Gruppen von 4-6 Tieren und nur fuer kurze Zeit. Dabei bleiben sie in der Deckung und gehen max 5 cm ueber dem Grund, von einem Stein zum naechsten. Die meiste Zeit stehen sie ein paar cm ueber dem Huegel oder zwischen den Steinen und picken.

    Du hast schon recht mit dem hinkenden Vergleich zwischen Aquarium und Meer, aber wenn man das bekannteste Beispiel nimmt, den Weiskehldoc dann bilden sich diese Schwaerme auch nur zu bestimmten Zeiten, naemlich morgens und abends, wenn alle gemeinsam in ein Gebiet schwimmen um dort zu fressen. Sobald sie da angekommen sind wird sich verteilt und jeder frisst fuer sich. Wehe wenn sich dann mal zwei zu nahe kommen, das gibt Haue. Das ist anscheinend typisch fuer die meisten mittelgrossen Acanthurus Arten, z.B. Spaetblauer, japonicus, triostegus etc. Die ganz grossen wie sohal, dussumieri, bahianus oder mata scheinen als Alttiere komplett Einzelgaenger zu sein

    Gruesse

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo Jens
    Ich wollte damit auch nur damit sagen, das es noch lange keine Garantie dafür gibt das etwas was im Meer geht, auch im Aqua funzt. Mag ja sein das es Zwergkaiser gibt bei denen es eine Zeit lang gut geht, aber die Regel ist das sicher nicht! Wenn das nämlich soooo einfach wäre dann erklär mir warum man dann verstorbene Tiere nicht nachsetzen kann. Selbst bei der Paarhaltung geht das oft genug schief. Ich hab schon viele Zwergkaiser gehalten das ich denke das beurteilen zukönnen. Selbst bei verschiedenen Arten kenn ich genug wo ein Zusetzen schief gelaufen ist.
    Ich habe 2 Zwerge als Einzeltier hier sitzen, einen Nox und einen Acanthops und hier ist es bei beiden 2x schief gegangen und da war es egal wie gross die zugesetzen Tiere waren.
    Ich will nicht anstreiten das es Ausnahmen geben kann, so wie bei Peter, doch selbst bei ihm war ein nachsetzen unmöglich.
    Mir wurden damals viele Vorwürfe gemacht, als ich das mit Chelmons getestet habe, weil die Angst bestand, das jetzt Leute losgehn und sich Chelmons kaufen, auf kosten der Tiere. Doch ich finde hier zuerzählen wie toll es ist Zwergkaiser im Harem zuhalten, ist noch viel schlimmer. Denn diese Tiere werden noch öfter gekauft und auch in viel kleineren Becken gehalten. Ich finde es fahrlässig solche Empfehlungen hier zuposten, besonders OHNE jede Erklärung und ohne zu erwähnen das es garantiert zu 98% schief geht.
    Gruß Frank

  • Zitat

    Original von Frank Mohr
    Doch ich finde hier zuerzählen wie toll es ist Zwergkaiser im Harem zuhalten, ist noch viel schlimmer. Denn diese Tiere werden noch öfter gekauft und auch in viel kleineren Becken gehalten. Ich finde es fahrlässig solche Empfehlungen hier zuposten, besonders OHNE jede Erklärung und ohne zu erwähnen das es garantiert zu 98% schief geht.

    Also ich stimme Jens 100% zu. In der Natur ist bei den meisten Centropyge Arten der Harem auf relativ kleiner Fläche die normale Lebensweise.

    Und die natürlichen Verhältnisse versuchen wir (hoffentlich) im Aquarium nachzubilden. Das Ganze nennt sich dann Art gerechte Tierhaltung.

    Das es nicht einfach ist und auch in vielen Fällen schief geht, sei unbestritten.

    Deswegen muß man sich jedoch von niemandem Fahrlässigkeit vorwerfen lassen. Ich habe gerade eine ähnliche Empfehlung an Tom gegeben und ich bin sicher, daß es bei einem geeignet strukturiertem Becken auch funktioneren wird.

    Gruss
    Uwe

  • Hallo Uwe
    Fahrlässug ist es wenn man soetwas ohne jede Hintergrundinfo empfielt. Sicherlich versuchen wir alle die Natur so gut es geht nachzumachen, aber es gibt halt Fälle wo das einfach nicht möglich ist. Mag ja sein das es sich toll anhört 6 loris zuhalten, aber wie du aus den bisherigen postings rauslesen kannst hat das noch KEINER! dauerhaft geschafft. Oder wieviel Zwergkaiser hälst du im Harem? Hälst du überhaupt welche? Selbst im Falle von Tom, wo ja alle Tiere zusammen waren, hat das noch lange nichts zubedeuten, da bekannt ist das Fische bei dichter Besetzung ihre Aggresion nicht ausleben, das kann im Becken nach dem eingewöhnen ganz anders sein.
    Gruß Frank

  • Zitat

    Original von Frank Mohr
    Mag ja sein das es sich toll anhört 6 loris zuhalten, aber wie du aus den bisherigen postings rauslesen kannst hat das noch KEINER! dauerhaft geschafft.

    Hallo Frank,

    Bekomme ich etwas nicht mit ? Jens hat von C. resplendens und ich von C. acanthops gesprochen und nicht von C. loriculus.

    C. loriculus wird in der Natur meist einzeln und selten in kleinen Haremsgruppen von 3 bis maximal 7 Tieren angetroffen. Trotzdem ist bei dieser Art die Nachzucht bereits gelungen.

    Gruss
    Uwe

    Einmal editiert, zuletzt von Uwe Dolling (28. Februar 2005 um 18:37)

  • Hallo Uwe :smiling_face:
    Es ging in einem anderen Thread um Zwergkaiser allgemein :winking_face: und deshalb gings mit auch um alle Zwerge. :winking_face: Loris sind hier auch schon als Haremsfische empfohlen worden, also wenn Empfehlungen dann bitte die die gehn und wo es ÍM Aquarium schon lange funzt. :winking_face: Trotzdem versteh ich nicht warum das zusetzen nicht möglich ist, wenn die Tiere doch von Natur aus so gesellig sind.
    Gruß Frank
    Nachtrag
    Und wo???? sind die ganzen Haremshalter hier?

    Einmal editiert, zuletzt von Frank Mohr (28. Februar 2005 um 18:43)

  • Hi Frank,

    also als "Harem" halte ich:

    3*Pseudochromis fridmani, ein 4 wurde beim Nachsetzen bis zum Tot gejagt.
    4*Ptereleotris zebra ohne Probleme bis jetzt zu halten.
    4*Gobiodon histrio

    alle andren Fische bis auf die Docs werden als Paar gehalten:

    2*Synchiropus splendidusl, wollte evtl. noch 1-2 Weibchen dazu setzen.
    und
    2*Pseudocheilinus hexataenia

    P.S.hoffe deiner Familie, deinen Becken und Dir *g* geht es gut :face_with_tongue:
    und wir sehen uns dieses Jahr mal :smiling_face:

    Schöne Grüße aus Bremen

    Stefan

  • Zitat

    Original von Uwe Dolling
    C. loriculus wird in der Natur meist einzeln und selten in kleinen Haremsgruppen von 3 bis maximal 7 Tieren angetroffen. Trotzdem ist bei dieser Art die Nachzucht bereits gelungen.

    Hi Uwe,

    Einzeln? Klingt interessant, ist mir allerdings bisher noch nicht bekannt. Nennst Du mir deine Quelle, oder ist das eine persönliche Beobachtung?

    btw: Die Nachzucht ist nicht nur bei C. loriculus, sondern auch bei einer Reihe weiterer Centopygen gelungen.

    Viele Grüße
    Inken

  • Hallo Inken,

    z.B.
    Frank Schneidewind
    Kaiserfische
    Tetra Verlag
    ISBN 3-89745-137-9

    Gewinn aus Abo-Aktion vom e.V. :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Uwe

  • Danke Uwe :smiling_face:
    Wenn bei bestimmten Arten auf der einen Seite Einzeltiere, auf der anderen Seite Haremsstrukturen beobachtet werden, wäre das nicht ein Indiz für rein temporäre Haremsbildung zu Fortpflanzungszwecken!?
    Denn ich denke nicht, daß sich die solitär lebenden Exemplare nicht fortpflanzen. Wenn manche Harems z.B. nur zeitweise zusammenkommen, wäre es natürlich nicht verwunderlich, wenn es im Aquarium auch zeitweise gut geht, aber auch häufig Probleme bereitet.

    Viele Grüße
    Inken

  • Hallo Ihr 2 Bücherwürmer :grinning_squinting_face:
    Bücher mögen ja recht nett sein und auch wichtig, nur glaubt halt nicht alles was da so geschrieben steht. Als Beispiel will ich mal Bodianus bimaculatus nennen, dieser Fisch wird in Mergus 1 als Einzelgänger beschrieben :grinning_squinting_face: oder Rhinecanthus verrucosus wird überall als Einzelgänger beschrieben, ich halte diese Drückerart aber schon seit längeren zu 2t ohne Probleme. Also nicht alles was in euren schlauen Büchern steht ist auch im Aquarium so. :winking_face:
    Gruß Frank

  • Hi Franky (Alter Mann....),

    Natürlich ist nicht alles was in Büchern steht auch automatisch richtig. Genausowenig kann man aber Beobachtungen an Einzelexemplaren verallgemeinern.
    Wenn ich mich zum Thema verrucosus recht erinnere, hältst Du deine beiden auch erst höchstens seit ein paar Monaten. Also seit längerem.....?
    Meinst Du nicht, daß sich grade bei Drückern mit dem Alter (und der Geschlechtsreife!) einiges ändern kann?
    Bei der von dir angezweifelten Haremshaltung bei Centropygen geht es ja auch in vielen Fällen einige Zeit gut.

    Viele Grüße
    Inken

  • Hallo Inken
    Deshalb hab ich ja seit "längerem" geschrieben, anders hätte ich seit "langem" geschrieben. :winking_face: Das ist ein Versuch und ich werde irgendwann darüber berichten. Sobald es aussagekräftige Erfahrungen gibt. Im Moment sammle ich noch. Wird sicher ein interessanter Bericht. Das ist aber Paarhaltung und sollte eigentlich nur deutlich machen, das in Büchern auch viel Unwahrheit stehen kann.

    Zitat

    Bei der von dir angezweifelten Haremshaltung bei Centropygen


    Jo ich zweifle das an, sehr stark sogar. Aus Erfahrung (nicht aus Büchern).
    Gruß Frank

    Einmal editiert, zuletzt von Frank Mohr (28. Februar 2005 um 20:02)

  • @Inken
    Ich teile Deine Vermutung. Gibt aber leider keinen mir bekannten Beleg.

    Frank
    Ich betrachte "Bücherwurm" mal als Kompliment. Fakt ist, daß Beobachtungen die Grundlage aller Erkenntnis sind. Diese werden dann in Büchern veröffentlicht usw. Das es dabei zu Fehlern, Ungenauigkeiten und Fehlinterpretationen kommt, gehört leider dazu. Dies gilt im übrigen auch schon für die Orginalbeobachtungen. Ich persönlich versuche mich so gut es geht über ein Tier und seine Lebensweise zu informieren, bevor ich es halte. Und das gilt wohl für uns alle, sonst würden wir nicht an diesem Forum teilnehmen.

    Gruss
    Uwe

  • Hallo Uwe
    War auch nicht als Beleidigung o.ä. gedacht. Es ist ganz sicher sehr wichtig, das Leute ihre Beobachtungen aufschreiben und diese öffentlich zugänglich machen.

    Zitat

    Ich persönlich versuche mich so gut es geht über ein Tier und seine Lebensweise zu informieren, bevor ich es halte. Und das gilt wohl für uns alle, sonst würden wir nicht an diesem Forum teilnehmen.


    Und das ist ein wichtiger Punkt und genau darum gehts mir. Wir nehmen an einem (dem besten) Forum teil und deshalb haben wir auch eine Verantwortung gegenüber den Mitlesern und den Anfängern, wenn jetzt hier steht fast alle Zwergkaiser leben im Harem, werden Leute in Läden gehen und sich halt mal ein paar kaufen und was ist dann?........
    Gruß Frank
    P.S. Genau das wurde mir bei verschiedenen Dingen die ich versucht habe, zum Vorwurf gemacht.

  • Hallo!

    Also bei meinen loricula hat sich eindeutig ein Paar aus den fünfen gebildet. Zu Büchern sei gesagt, daß sehr oft ein Autor den Vorgäger als Literaturquelle benüzt, also abschreibt, so wird es dann nach mehreren Büchern zum Stand der Wissenschaft.

    Gruß

    Aquarius

  • Hallo

    Ich denke man sollte wirklich vorsichtig sein mit dem was in den Buechern steht, da wird wirklich sehr viel abgeschrieben ohne Quellenangabe oder Ueberpruefung.
    Was ich im Bezug auf Harems bzw. Paarhaltung als wesentlich wichtiger halte, sind die Beobachtungen im Meer. Das ist zwar auch nicht immer aufs Aquarium zu uebertragen, aber es gibt einem schon mal Hinweise. Loris habe ich persoenlich im Riff noch nie in groesseren Gruppen gesehen, nur als Einzeltiere bzw. Paare, wobei die Partner z.T. recht weit voneinander entfernt waren. Was mir auch auffiel war das grosse Revier, in dem die Loris unterwegs waren, bestimmt 10x10 Meter, wenn nicht noch mehr. Aehnlich ist es mit bispinosus, waehrend C. argi auch im Riff in kleinen Gruppen (Harem?) anzutreffen ist und sich auf kleinere Reviere zu beschraenken scheint. Das kommt ja auch den Erfahrungen von Peter recht nahe, der mit einer Gruppe argi keine Probleme hat.
    Richard Pyle und Rudie Kuiter erwaehnten mal in einer email, dass sie extrem unterschiedliche Verhaltensmuster bei nahe verwandten Zwergkaisern, z.B. aus dem argi, acanthops, aurantonotus etc. Komplex (alles Blau mit gelbem Ruecken) finden konnten.

    Frank, Deine Idee mit einer Sammlung von Erfahrungen ueber die Gruppenhaltung finde ich echt klasse, vielleicht koennte man das ja noch irgendwie ins Meerwasserlexikon mit einbauen. Da wuerde es sehr gut hinpassen.

    Gruesse

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo,

    wollte mal anmerken, daß es trotz der offenbar recht vielen Taucher hier doch recht wenig Verhaltensbeschreibungen und Biotopbeschreinungen aus der Natur gibt.
    Hab mal nen Tauchschein gemacht, kann leider nicht weiter verfolgen, und hatte doch eher denn Eindruck, daß man eher auf Haie und Rochen achtet und sonst nur bunt sieht *g* Ich persönlich fänd es viel interessanter, mal ne Stunde lang ein einzelnes Tier zu beobachten. Sach ich mal so theoretisch mangels Praxis, hatte damals mehr mit tarieren und den Ohren zu kämpfen *g*

    Grüße
    Ulrike

  • Also es gibt nur wenig taucherbeschreibungen, weil das nie erwünscht ist (aus meiner sicht). Das verhalten der tiere im meer ist unseren aquabewohnern nur ähnlich, aber nicht gleich :winking_face:

    :grinning_squinting_face: iP!!

    iP's Most Rated Sept/06:
    1. ENUR - Calabria 2006
    2. Pete Heller - Big Love[Steven Lee Remix]
    3. Roger Sanchez - Lost[Eddie Thoneick Remix]
    4. Mashtronic - Supernova[Demis 16 Bit Remix]
    5. Justin Timberlake - Sexy Back[Dean Coleman Remix]

  • lol und lach..

    eine Haremsgruppe Centropyge resplendens werden wir hier wohl nie zu sehen bekommen, wenn micht nicht alles täuscht liegen die in Japan bei 1500 Dollar... das stück.

    Und zu uns kommen doch eh keine...

    wir halten 4 Gramm loretto seit jahren, davon wurden drei zu einem Alttier dazu gesetzt. Keine probleme.....

    Sonst nix Haremhaltung.... mit Frauen ist es ja auch verboten :face_with_tongue:

  • Hallo
    Nun Tauchbeobachtungen sind schon was interessantes, nur die Zeit um wirklich aussagekräftige Verhaltensstudien wiederzugeben ist denke ich für einen Hobbytaucher zu kurz.

    Die eigentliche Diskusion hat wie ich finde schon einiges gebracht. Jetzt müsste es halt Leute geben, die das mit verschiedenen Arten versuchen und das dann auch berichten. :winking_face: Ich wäre ja bereit dazu, nur wird es wenn es schief geht wieder Leute geben, die mich dann angreifen und als Tierquäler bezeichnen. :st:
    Also wer wäre bereit so ein Risiko einzugehen?
    Gruß Frank

  • Hallo,

    als erstes sollten die in Frage kommenden Fische die Bücher lesen :winking_face:

    Viele Grüße
    Christine

  • Zitat

    Original von Frank Mohr
    ... Jetzt müsste es halt Leute geben, die das mit verschiedenen Arten versuchen und das dann auch berichten. :winking_face: Ich wäre ja bereit dazu, nur wird es wenn es schief geht wieder Leute geben, die mich dann angreifen und als Tierquäler bezeichnen. :st:
    Also wer wäre bereit so ein Risiko einzugehen?

    Hallo Frank,

    Ich denke, es sind bereits einige dabei. So versucht es z.B. Tom Horn gerade und auch von mir wirst Du diesbezüglich sicher noch hören.

    Um aber die Voraussetzungen noch einmal zu betonen, nicht alle Centropyge Arten sind geeignet:

    1. Wenn, dann sollte es eine Art sein, die, wie man auf dem Bild von Jens sehr schön sieht, in der Natur in Kolonien lebt.

    2. Außerdem sind nur juvenile Exemplare geeignet, die bei allen Arten weiblich sind. Aus dieser Gruppe wird sich dann ein Männchen herausbilden.

    3. Wichtig ist auch die Gestaltung des Aquariums. Es muss für jedes Exemplar der Gruppe ein eigenes abgegrenztes Revier vorhanden sein. Eine einfache Steinanhäufung reicht da nicht.

    4. Und "last but not least" benötigt man auch ein größeres Aquarium. Dabei sollte die Grundfläche (Länge*Breite) möglichst groß sein.

    Ich persönlich denke, wenn man so vorbereitet einen Versuch wagt, dann wird auch keiner den Vorwurf der "Tierquälerei" herheben. Dabei gehe ich davon aus, daß man über weitere Becken verfügt, in die man im Fall des Falles Exemplare auslagern kann.

    Gruss
    Uwe

    P.S. Die aufgelisteten Punkte stellen meine Ansicht dar. Es mag andere erfolgversprechende Ansätze geben.

  • Zitat

    Original von Christine Ehrhardt
    als erstes sollten die in Frage kommenden Fische die Bücher lesen :winking_face:

    Es ist schon bemerkenswert, daß sich gerade die "Studierten" wie Jens und Christine als "Bücherverbrenner" outen :grinning_squinting_face:

    Kämpft Ihr vielleicht mit einem "information overload" ? :face_with_tongue:

    Gruss
    Uwe

  • Zitat

    Original von Uwe Dolling
    Es ist schon bemerkenswert, daß sich gerade die "Studierten" wie Jens und Christine als "Bücherverbrenner" outen :grinning_squinting_face:

    Kämpft Ihr vielleicht mit einem "information overload" ? :face_with_tongue:

    Gruss
    Uwe

    Hallo Uwe

    So habe ich das noch garnicht gesehen, kann aber schon sein, dass ich manchmal den "information overload" habe. Ich habe vor einiger Zeit ein Kapitel fuer ein aquaristisch relevantes Buch vom deutschen ins englische Uebersetzt, da waren so einige Schnitzer drin, die durch blindes Abschreiben von schlechten Quellen zustande kamen. Wenn ich mir meine aelteren Aquarienbuecher so anschaue, dann finden sich da so einige Sachen, die heute einfach nicht mehr haltbar sind, aber immer wieder in neueren Buechern auftauchen.
    Dass ist nicht nur in der Aquaristik so, in der Wissenschaft geht es genauso zu, einige schon mehrfach widerlegte Arbeiten werden halt immer noch als ordentliche Quelle zitiert um die eigenen schlechten Ergebnisse zu rechtfertigen. Das waere mir vor kurzem auch fast passiert, bis mein alter Chef von mir verlangte, ein paar zusaetzliche Rechnungen zu machen. Mann war mir das peinlich! Allerdings hat einer seiner besten Leute (heute ein renommierter Wissenschaftler) vor ueber 10 Jahren genau solche Zahlen veroeffentlicht, damit wollte ich meine Daten eigentlich beweisen. Nun ja, ich habe dann noch mal ein paar Tage am Rechner gesessen und den ganzen Mist noch mal gerechnet um festzustellen, dass damals das Messgeraet falsch gemessen hat und ich alle Daten in die Tonne hauen kann, da die Proben inzwischen nicht mehr zu messen sind.......

    @ Frank

    Nun ja, natuerlich kann ein Hobbytaucher nur maximal einige Stunden pro Tag ueber einen Zeitraum von ca. 2 bis 3 Wochen vor einem einzelnen Riff liegen und sich die "Kleinfische" anschauen. Das hat natuerlich nicht die gleiche Aussagekraft wie eine Aquarienbeobachtung ueber mehrere Jahre. Aber es ist nunmal die einzige und meiner Meinung nach beste Methode ueberhaupt irgendwelche Informationen zu bekommen, BEVOR man sie die Viecher ins Becken setzt und es zum grossen Gemetzel aufgrund von Fehlbesetzungen kommt. Es ist keine Garantie gegen Fehlbesetzungen aber es kann u.U. helfen. Argis wuerde ich mir als Harem in ein entsprechendes Becken setzen, Loris hoechstens als Paar.
    Gleiches ist doch auch bei Anthias, leben normalerweise alle im Schwarm im Freiwasser, nur der "Fathead" lebt als Paar in Hoehlen. Das sollte man besser wissen bevor man sich 10 Tiere einsetzt und sich wundert warum die sich so komisch verhalten.

    Gruesse

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo Jens
    Die Art wie du diskutierst und postest gefällt mir mehr als gut!!!! :smiling_face:
    Was meinst du? Sollte man so einen Haremshaltungstest ehr in einem Artbecken versuchen, oder im Gesellschaftsbecken? Ich frage weil ich ja irgendwann mal die nervenden Monsterchromis raus haben will. Da es ja scheinbar klare Revierabsteckungen gibt, denkst du es stört sie wenn das Revier noch von anderen Fischen genutzt wird?
    Was denkst du, geht nur die Argigruppe? Oder mit was denkst du kann man das noch versuchen?
    Gruß Frank
    Nachtrag
    wow soviele "denkst" sorry :st: :winking_face:

    Einmal editiert, zuletzt von Frank Mohr (1. März 2005 um 21:14)

  • Hallo Uwe.

    "information overload" beschreibt sie Sache ganz gut.

    In meinem Fach (Parodontologie) machen häufig diejenigen Karriere und schreiben die Lehrbücher, die die geringste praktische Erfahrung haben. Man wird dann in der Klinik gebeten, mal dies oder das zu operieren, aber so, dass man das hinterher veröffentlichen kann.

    Solche "Gurus" verkünden dann Dogmen, die anzuzweifeln sich kein niedergelassener praktischer Zahnarzt mehr wagt. Auf Fortbildungen zeigen sie den besten Fall, den sie "in der Kiste haben", wie das so schön heißt. Die 99 Misserfolge werden verschwiegen (O-Ton eines Professors).

    Auf diese Weise sichert man sich die Bewunderung aller anderen, die sich fragen, warum sie selbst nicht solche Behandlungserfolge haben. Aber wiklich weiter bringt man eine Sache damit nicht.

    Dagegen hilft nur Ehrlichkeit und der Mut, auch eigene Misserfolge darzustellen (ich sage bewusst nicht: einzugestehen).

    Es muß erlaubt sein, bestehende Dogmen zu hinterfragen und verantwortungsvoll zu überprüfen. Unter verantwortungsvoll verstehe ich die Festlegung sinnvoller Prämissen, wie sie von dir vorgeschlagen wurden, und nicht ein munteres "drauflos Probieren".

    Viele Grüße
    Christine

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