phosphat und kalkwasser ???

  • ich benutze immer noch kalkwasser, dass ich mit einer dosierpumpe am einlauf ins technikbecken leite ( 3 l/h bei einem wasserdurchlauf von 2000l/h )

    ich lese immer wieder das kalkwasser phosphat ausfällen soll.

    kann mir vielleicht irgendjemand literaturstellen nennen , wo das wirklich BEWIESEN wurde???

  • Hi Thomas !

    Wo das steht und ob es bewiesen ist, kann ich Dir nicht sagen. Aber .....

    Ich habe vorher auch Kalkwassr genutzt, seit längerem aber nicht mehr. Jetzt hole ich das PO4 mit Po4 Binder raus. Im Filterbecken hatte ich immer eine hellbraune Pampe die ich von Zeit zu Zeit absaugen musste.Seitdem ich den Binder nutze wird die Pampe nicht mehr, sonder wird immer weniger. Vielleicht kann das hier jemand bestätigen ob dieses vielleicht das ausgefällte PO4 ist !? Auf jeden Fall ist die Kalkwassermethode eine Zeitbombe. Das PO4 gehört raus aus dem Wasser und nicht als Ausfällung ins Filterbecken oder in die Steine.

    Gruss Gerd

  • Hi,
    ich habe auch mit Kalkwasser gearbeitet und nach dem Absetzen das Problem, dass der Po4 Werte von 0 auf 0,2 (Tropic Marine) gestiegen ist. Damit meine ich, dass Kalkwasser auf jeden fall Po ausfällt.Meinen Korallen bekommt das nicht so gut. Kann aber auch nicht sagen, wie man besser umsteigt, als durch ein totales weglassen. Ich kann nämlich auch nicht sagen, was passiert, wenn ich Kalkwasser und Balling benutze.
    Steffen

  • Hallo Thomas,

    Eien direkte Literaturquelle für den Prozess kann ich dir leider auch nicht geben. Der Prozess sollte aber in den neueren Wasserchemiebüchern ,nach 1998, beschrieben sein.
    Stichwort für die Internetsuche wäre "Kalzitfällung". Da findet man Einiges.

    Viel Spass beim lesen!

    Einmal editiert, zuletzt von Johannes Peschke (24. November 2004 um 09:32)

  • Hallo,

    ich benutze schon lange Kalkwasser und habe keine schlechten Erfahrungen damit gemacht.

    Ich habe mal den Phospahtgehalt des Schlamms der im Becken entsteht gemessen ( habe den Schlamm in Wasser gespühlt und anschließend das Wasser gemessen), da ist dann sehr viel Phosphat drin.

    Sehe darin aber kein Problem denn das Phosphat wird nur bei niedrigem PH-Wert oder bei Reaktion mit einer Säure wieder freigesetzt (so wie es bei der Reaktion mit den Messreagenzien der Fall ist).

    Gruß Hans

  • Hallo,
    ein renomierter Biologe berichtete in einem Vortrag über seine Versuche und Erfahrungen mit dem eigenen Becken:
    Danach soll die Kalkwassermethode bezogen auf Phosohat keine Probleme bereiten, eher das Gegenteil soll der Fall sein.
    Vielmehr kann sich der Kalkreaktor unangenehm auswirken weil hier häufig bereits phosphatbelaster Korallenbruch zum Einsatz kommt. Der wird dann ausgeschwemmt und belastet das Wasser. Die Versuche und Messungen die er angestellt hatte machten deutlich, dass die PO4-Belastung immer weiter zurückging, je länger der KR lief. Seine Empfehlung, den KR nach der Neubefüllung erst einige Tage laufen lassen bevor er wieder an den AQ-Kreislauf angeschlossen wird.
    Gruß
    Ted

  • HI zusammen

    Eine mal wieder interessante Diskussion :smiling_face:

    Ich sehe bei Kalkwasser nur ein Problem wenn man es lange gemacht hat, und dann auf Kalkreaktor umsteigt. Dann kann es zu Problemen kommen. ein gleichzeitiger Einsatz Klaki und Kalkwasser geht auch, ich kenne einige Becken wo es lange jahre gut funktioniert.

    Ich würde allerdings bei Kalkwasser auch immer einen Po4 Adsorber mitlaufen lassen, dann ist die sog. Phospahtfällung durch Kalkwasser für mich zumindest (ich bin kein Chemiker) kein Thema.

    @Ted: Es gibt ja sog. Ersatzmittel, die weniger Phosphat aufweisen als herkömmliches Korallenbruchmaterial. Aber die lösen sich meist weit langsamer und erst mit mehr Co2 zugabe...

    Ich nehme mittlerweile einfach die Ballingsalze für Mg und CA und gut ist.

  • Zitat

    Vielmehr kann sich der Kalkreaktor unangenehm auswirken weil hier häufig bereits phosphatbelaster Korallenbruch zum Einsatz kommt. Der wird dann ausgeschwemmt und belastet das Wasser.

    Wo liegt den aber das Problem wenn ich das PO4 sofort mit Binder wieder raushole !? Beim Kalkwasser bleibt das PO4 im Becken, oder verwendet ihr trotzdem Binder ?

    Verstehe ich irgendwas falsch !?

    Gruss Gerd

    Einmal editiert, zuletzt von Gerd Guddat (27. November 2004 um 12:13)

  • Hallo,
    ich denke, dass verschiedene Methoden, allein oder in Kombination, letztendlich zielführend sein könnten. Es kommt wohl immer auf die spezifischen Beckenbedingungen, Erfahrung und viel "Fingerspitzengefüh" an.
    Währe mal interessant zu wissen, wie andere Ihr Becken fahren. Ich tendele noch zwischen Reaktor und Rührer und habe mich immer noch nicht entscheiden können.
    Ted

  • Zitat

    Ich tendele noch zwischen Reaktor und Rührer und habe mich immer noch nicht entscheiden können.

    Es wird aber wohl besser sein dich für einen Reaktor oder Balling zu entscheiden. Zusätzlich natürlich den PO4 Binder ! Meine Meinung ist, wie schon öfter erwähnt, das PO4 gehört aus dem Wasser und nicht in die Steine oder als Dreck ins Technikbecken.


    Wer betreibt den hier Kalkwasser und PO4 Binder ???

    Gruss Gerd

    @ Thomas Geisel: Da hast Du wieder ein Thema angezettelt ! :winking_face:

    Einmal editiert, zuletzt von Gerd Guddat (27. November 2004 um 12:27)

  • also ich verwende gerade aus dem grund dass po4 ausgefällt werden kann kein kalkwasser mehr , hab das früher lange jahre gemacht ...
    das problem ist wohl auch dass man das po4 nicht messer kann , es kommt dann halt irgendwann einfach zu problemen ...

  • Zitat

    das problem ist wohl auch dass man das po4 nicht messer kann

    @ Matthias: Warum kann man KEIN PO4 (Phosphat) Messen ???

    Oder meinst Du das ausgefällte PO4 kann man nicht messen ?

    Gruss Gerd

    Einmal editiert, zuletzt von Gerd Guddat (27. November 2004 um 12:57)

  • Hallo,

    was ist, wenn man das Kalkwasser in den Abschäumer einleitet, so daß der Schlamm wenigstens tw abgeschäumt wird ? Den Rest kann man ja aus dem Technikbecken absaugen. Da ist das Po4 dann wenigstens konzentriert. Ich hab schon länger das Problem, daß sich Po4 auch nach starken Wasserwechslen (30%), Adsorbereinsatz oder Schlammabsaugen binnen 24 h wieder auf 0,3 einpendelt (und da auch bleibt komischerweise). Der ständige Einsatz von adsorbern geht doch recht ins Geld. Auch ist mein PH nachts sehr niedrig trotz des Algenbeckens. Ich werds jedenfalls mal versuchen mit dem Kalkwasser.

    Grüße
    Ulrike

  • Zitat

    was ist, wenn man das Kalkwasser in den Abschäumer einleitet, so daß der Schlamm wenigstens tw abgeschäumt wird ?

    Hallo Ulrike !

    Da gehen die Meinungen auch wieder auseinander.Denn Kalk fällt sich an der Luft (Sauerstoff) aus und da ist die Wahrscheinlichkeit im Abschäumer ja sehr hoch. Das Kalkwasser in den Abschäumer und sofort die Ausfällung abschäumen !? Ich glaube dafür ist die Reaktionszeit, Kalkwasser, Po4 zu kurz !?

    Haben wir denn hier keinen Chemiker der dazu mal was sagen kann !?

    Wenn sich bei Dir nach 24 Std wieder der PO4 gehlt auf 0,3 einpendelt, ist die wahrscheinlichkeit doch sehr hoch das , daß PO4 bei Dir in den Steinen und im Bodengrund festsitzt.

    Schönen Sonntag noch !

    Gruss Gerd

  • Hallo ,

    ja genau das ist der punkt , durch das kalkwasser setzt sich auch po4 in den steinen ab und dann ists schon fast zu spät , denn alle steine austauschen geht doch sehr ins geld und ist auch nicht einfach ...
    wenn konstant soviel po4 abgegeben wird wie der absorber rauszieht dann pendelt sich der wert ein , das werden bei dir die 0,3 sein ...

  • Die frage ist blos, ob ulrike bisher überhaupt kalkwasser eingesetzt hat???

    oder ob sich nicht vielleicht in becken die länger stehen auch ohne kalkwasserzusatz irgendwelche po4 depots bilden können zb in irgendwelchen mulmecken???

  • wenn kurze Zeit später schon wieder PO4 so nachzuweisen ist, wird wohl durch den niedrigen ph-Wert bedingt, gebundenes Phosphat wieder in Lösung gegangen sein.
    ...ob das jetzt so schlecht ist?...wenn nebenbei PO-Adsorber mitläuft :winking_face:

    ich halte jetzt seit einigen Wochen den PO4 Wert bewußt bei 0,34mg.
    Sicherlich ist die Kalzifizierung über 0,1mg PO4 gehemmt.
    Ich habe nun einstweilen den Kalkreaktor etwas zurück geschraubt, um den ph-Wert nicht unter 8 abfallen zu lassen.
    Sollte Ca nun unter 400 abfallen, wird mit Balling wieder hochgepuscht.

    Ich habe seit 2 Monaten einen 10ltr. Kalkmischer rumstehen , und bin noch immer am zweifeln, ihn in Betrieb zu nehmen.
    Aber ich denke, wenn ich den Auslauf direkt über Adsorber schicke, -was sollte dann noch fehlen??

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (28. November 2004 um 13:54)

  • Hallo,

    ich hab bisher kein Kalkwasser eingesetzt, nur Kalkreaktor und Balling. Auch ohne Kalkreaktor ist der PH sehr niedrig nachts (7.5-7,6)
    Po4 bleibt bei 0.3, auch wenn ich monatelang keinen Adsorber einsetze. Vielleicht wird das durch das Algenbecken im Zaum gehalten.
    Das Po4 wird wohl aus Gestein und Sand stammen, da die Sandwaschaktioen nicht dauerhaft was gebracht haben. Das Korallenwachstum ist eigentlich ganz gut, aber sie werden extrem brüchig. Montiporas sind das wohl sowieso, aber auch die Acros und Poccis brechen leicht, wo ich früher ne Zange brauchte. Seritoporas nicht trotz schnellen Wachstums.
    Ausräumen will ich nicht, der Aufbau gefällt mir so. Allenfalls Sand tauschen wär ne Option. Aber in einem Jahr ist das Problem dann wieder da.

    Versuch macht kluch. Ich wollte die Fiscjher-Schaluchpumpe dafür nehmen und muß noch ein geeignetes Gefäß und SChlauch finden. Die normalen PVC- Luftschläuche und irgendein Plastikeimer gehen wohl nicht?

    Grüße
    Ulrike

  • Zitat

    Versuch macht kluch. Ich wollte die Fiscjher-Schaluchpumpe dafür nehmen und muß noch ein geeignetes Gefäß und SChlauch finden. Die normalen PVC- Luftschläuche und irgendein Plastikeimer gehen wohl nicht?


    Hai Ulrike,
    für was das denn :confused_face:
    um Kalkwasser anzusetzen und zu dosieren?
    das wird nix werden, wegen Eintrag von Luftstickstoff und den daraus entstehenden Ausfällungen.

    Thomas,
    wenn man an Stellen mit ausreichender Strömung eintröpfelt, geht es sicher. (bei entspr. ph-wert des Aquawassers)
    Sicherer finde ich aber, das ganze vor einem Algenrefugium, Schlammfilter, und wenn alle Stricke reißen, eben in einen PO4 Adsorber einzuleiten.

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Original von Ulrike Hardt
    Versuch macht kluch.
    Ich wollte die Fiscjher-Schaluchpumpe dafür nehmen und muß noch ein geeignetes Gefäß und SChlauch finden. Die normalen PVC- Luftschläuche und irgendein Plastikeimer gehen wohl nicht?

    genau!

    hi ulrike,

    so wie stefan sagt.

    aber:

    wir haben unseren kalkwasserbehälter, der aus einem mischer gespeist wird, mit einer passgenauen styroporplatte schwimmend abgedeckt.

    so wird ein co2-eintrag aus der luft verhindert/minimiert. :smiling_face_with_sunglasses:

  • Hallo,

    @Stefan:
    Stickstoff wird wohl nix ausmachen, meinst wohl Co2?
    Joe:
    gute Idee mit dem Styropor.

    Ich werd das Kalkwasser anfangs täglich neu ansetzen und sehen, wie das Sytem reagiert. Einen Kalkmischer kann ich mir dann immer noch anschaffen, wenns gut läuft. Es kann natürlich passieren, daß die Abschäumerpumpen verkalken, das werd ich kontrollieren. Jedenfalls will ich was tun gegen den elend niedrigen PH. Kalkwasser soll auch die Abschäumerlietung verbessern, sacht wenigstens Calfo.
    Muß dabei natürlich anfangs täglich die Werte kontrllieren.

    Grüße
    Ulrike


  • Hallo Ulrike,

    Luftstickstoff =CO2 :grinning_squinting_face: :winking_face:

    das die Pumpen verkalken, dazu gehört schon etwas mehr; es sei denn, es tröpfelt direkt vor die Ansaugöffnung....

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Original von Thomas Chronz
    Luftstickstoff = N[T]2[/T], CO[T]2[/T] ist kein Stickstoff sondern Kohlendioxid. :grinning_squinting_face:

    Thomas,

    oh, ich vergaß :grinning_squinting_face:
    welcher Faupax :]; so geht's, wenn man scneller schreibt, als denkt....

    Servus
    Stefan

  • Ich setze das kalkwasser immer in einem 10l kanister an, schlauch von einer dosierpumpe in die öffnung gehängt , und dann die öffnung mit
    nem küchentuch zustopfen.
    reicht bei mir immer 2 bis 3 tage

    und die dosierpumpe wird mit ner schaltuhr angesteuert, sodass das kalkwasser ins becken gepumpt wird, wenn der ph wert am niedrigsten ist

  • Ein etwas später Nachtrag von einem, der leider nicht so oft ins Forum kann :

    Kalkwasser fällt definitiv Phosphat, wenn auch nicht in allzu großen Mengen.
    Trotzdem sollte es nicht direkt ins Becken gegeben werden, da sich Phophat
    und Apatit sonst im Aquarium anreichern können und je nach Bedingungen
    irgendwann wieder unkontrolliert gelöst werden.

    Ich empfehle, das Kalkwasser in die erste Kammer des Filterbeckens zu geben,
    da wo normalerweise auch der Abschäumer steht. Es wird zwar nicht
    abgeschäumt, aber kann sich in dieser Kammer absetzen und bildet einen
    Bodenbelag, der nach Jahren problemlos entfernt werden kann.

    Gruß Armin

    Gruß Armin

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