Fischbesatz zu viel ??

  • - einen Paletten Doktorfisch 11cm
    - einen Zitronenflossen-Doktorfisch 6cm
    - einen Winkel-Orangenfalterfisch 5cm
    - einen Lippfisch - Vroliks Junker 8cm
    - einen Weißbinden-Glühkohlen-Anemonenfisch 4cm
    - zwei Starck´s Riffbarsche je 3 cm
    - zwei Dreistreifen Riffbarsche je 2,5cm
    - ein Mirakelbarsch Calloplesiops altivelis 8cm
    - eine Blaubein Scherengarnele ---
    - ein grüner Schlangenseestern Ophiarachna incrassata ---

    Was meint Ihr ist das zu viel für 375 Liter FISCHBECKEN ???
    Das Becken habe ich so übernommen... Ich meine es ist noch ok !?

  • Hi,

    Ich denke alles ist vertretbar bis auf den Palletti, der wird auf die dauer doch zu groß und sollte irgendwann umziehen.


    Gruß Tim

  • Hallo Michael!

    Schreib doch in Deine Liste die Größe der Ausgewachsenen Tiere.
    Selbst die Dascyllus werden 7-8 cm und die Frenatus noch größer.

    Die Futtermengen die Deine Fische benötigen wird Dein Becken nicht vertragen.

    Übrigens, der Kleini fehlt in der Liste.

  • Hallo Reinhard,
    danke für den Hinweis das war mir gar nicht bewußt das die so groß werden !

    Auch im Aquarium ???

  • Ne im Klodeckel.... :grinning_squinting_face: Spaß :winking_face:


    Natürlich werden die im Aqua auch so groß. Palletti wird auch locker 30cm groß. Größenangeben stehen in diversen Büchern und Lexikas.


    Gruß Tim


    p.s. du machst seid mind. 12 Jahen Meerwasser, warum fragst du dan so etwas?

    3 Mal editiert, zuletzt von Tim Przezbor (9. November 2004 um 22:39)

  • Weil du nicht lesen kannst.... Ich hatte fast 10 Jahre Pause....

    Du bist wohl auch nicht ganz fit in diesem Thema !

    Fische passen sich Ihrer Umgebung an und werden noch lange ncht im Aquarium so groß wie in der Freiheit..... :grinning_squinting_face:

  • Zitat

    Original von Michael, Ruthenbeck
    Du bist wohl auch nicht ganz fit in diesem Thema !

    Fische passen sich Ihrer Umgebung an und werden noch lange ncht im Aquarium so groß wie in der Freiheit..... :grinning_squinting_face:


    Ach Ja, hab vergessen, vieleicht ein paar cm´terchen, hab meinen Paddelbarsch im Nano ja vergessen, ist auch nur 6cm groß:D .......... :loudly_crying_face:

    2 Mal editiert, zuletzt von Tim Przezbor (10. November 2004 um 08:16)

  • Zitat

    Original von Michael, Ruthenbeck
    Fische passen sich Ihrer Umgebung an und werden noch lange ncht im Aquarium so groß wie in der Freiheit..... :grinning_squinting_face:

    Diese alte Märchen wird auch nicht wahrer wenn man es immer wieder erzählt. Wenn die Wasserqualität entspechend ist und ausgewogen mit Vitaminen gefüttert wird bleiben die Tier kaum kleiner

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Zitat

    Original von Peter Schmiedel

    Diese alte Märchen wird auch nicht wahrer wenn man es immer wieder erzählt. Wenn die Wasserqualität entspechend ist und ausgewogen mit Vitaminen gefüttert wird bleiben die Tier kaum kleiner

    Da geb ich Peter recht.....
    Aber selbst WENN das Märchen stimmen sollte, ist das wohl kaum etwas, worauf man stolz sein kann.
    Erst recht nicht etwas, was man als Argument anführen sollte!

    Gruß Inken

  • Hallo Peter
    Aber in jedem Märchen steckt auch ein bissal Wahrheit :winking_face:
    Es ist schon Fakt das Fische in kleineren Becken niemals ihre natürliche Endgrösse ereichen. Das kann man schon daran sehn wenn man mal adulte Tiere importiert (die zwar in S bestellt waren, aber in XXL ankommen :face_with_rolling_eyes: )
    Als weiters Beispiel kann man das gut sehn, wenn man ein älteres Tier nochmal in ein viel grössers Becken setzt. Selbst ein Fisch der jahrelang sein Wachstum eingestellt hatte, wird in einem grösseren Becken nochmal einen Wachstumsschub machen. So zumindest meine Erfahrung und die Erfahrungen von vielen Aquarianern die ich kenne.
    Ich weiß jetzt kommt wieder der Friedhofsgärtner :grinning_squinting_face: und erzählt einen von seinem Paletti :face_with_rolling_eyes: ;), aber das Tier schwimmt ja auch in 1000 Liter was ja nicht dem Durchschnitt der "Normalaquarianer" entspricht.
    Aber in einer Sache geb ich dir natürlich Recht, ein Paletti, selbst wenn er nur 15cm gross ist hat in einem kleinen Becken nix zusuchen und wirkt ehr wie ein Krokodil das in einer Pfütze liegt. :grinning_squinting_face:
    Gruß Frank

  • Hai Frank,
    du Schöngeist :grinning_squinting_face:
    ...komm und miß nach: 28 cm ist das aktuelle Maß :angry_face:
    der andere war im 450 Ltr. Becken schon 18cm und hat nach einem 3/4 Jahr im 5m³ Becken nur etwas zugelegt; ca. 20 cm, aber dafür breit wie Harry....

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Original von Ilja Maeckel

    ......meinst Du wie unser Harry? :grinning_squinting_face: :winking_face: also der Harry hier? :winking_face: :grinning_squinting_face:


    ....Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen wären rein zufällig und nicht beabsichtigt. :D....
    außerdem würde der Harald heißen :]

    nö, ist nur eine Redensart hier im Süden für etwas beleibtere, meist betrunkene Elemente.
    Grund dessen hatte der Fisch daraufhin seinen Namen weg, weil er sich genau so aufführt...

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Original von Stefan C.
    nö, ist nur eine Redensart hier im Süden für etwas beleibtere, meist betrunkene Elemente.
    Grund dessen hatte der Fisch daraufhin seinen Namen weg, weil er sich genau so aufführt...

    Du warst abends nicht beim MW-Treffen in Beckum *LOL*

  • Hi Tim,

    ne war er nicht - er hat es vorgezogen wieder mal ein Auto kaputt zu machen :grinning_squinting_face: Den Stoff hätter er an dem Tag bestimmt gebrauchen können :face_with_tongue:

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Zitat

    Original von iXware
    Hi Tim,

    ne war er nicht - er hat es vorgezogen wieder mal ein Auto kaputt zu machen :grinning_squinting_face: Den Stoff hätter er an dem Tag bestimmt gebrauchen können :face_with_tongue:


    Dan würde er wissen das sein "Harry" auch unser Harry sein kann, aber mehr erzähl ich davon nicht :tongue:


    Gruß Tim

  • Zitat

    Original von Frank Mohr

    Es ist schon Fakt das Fische in kleineren Becken niemals ihre natürliche Endgrösse ereichen. Das kann man schon daran sehn wenn man mal adulte Tiere importiert (die zwar in S bestellt waren, aber in XXL ankommen :face_with_rolling_eyes: )
    Als weiters Beispiel kann man das gut sehn, wenn man ein älteres Tier nochmal in ein viel grössers Becken setzt. Selbst ein Fisch der jahrelang sein Wachstum eingestellt hatte, wird in einem grösseren Becken nochmal einen Wachstumsschub machen. So zumindest meine Erfahrung und die Erfahrungen von vielen Aquarianern die ich kenne.

    Hallo,

    Was vor allem wichtig wäre um ein möglichst natürliches Wachstum zu erreichen ist nicht nur die länge eines Beckens sondern auch seine höhe. Sobald der Wasserdruck zunimmt wächst der Fisch auch wesentlich Schneller zur Endgröße heran.

    Und es können sich nicht alle Tiere derart anpassen wie wir es von den gängigsten Pfleglingen gewohnt sind. Haie z.b. Wachsen bis sie Diagonal im Becken liegen :face_with_rolling_eyes: Allerdings ist auch ihr Wachstum deutlich verlangsamt. (beobachtet an einem Schwarzspitzenriffhai)

    Andere Arten wiederum wie z.b. einige Koffer und Kugelfische wachsen fast ihr ganzes Leben lang. Bei einer gewissen größe stagniert zwar das normale Wachstum, aber sie werden bis fast an ihr lebensende stetig Wachsen wenn auch in sehr kleinen Schritten.

    Manche Aquarianer und Autoren reden vom sog. "Zwergenwachstum".
    Meine Beobachtungen lassen aber eher darauf Schließen das die Betitelung mit "Anpassung an die Natur" besser belegt wäre. In natürlichen Rifhabitaten wo dichter Fischbesatz vorkommt kann man Tiere beobachten die längst nicht so groß sind wie in Gebieten wo man den ganzen Tag nur ein Kaiserpaar sieht. Ich denke diese "Fähigkeit" macht sich der Fisch auch im Aquarium zunutze. Berichte über hohes Alter mancher Tiere lassen auch weniger zweifel aufkommen daß es den Fischen grundsätzlich schlecht gehen muß in einem Aquarium.


    @ Frank,

    mit xxl meinst du den letzten Drücker oder? :loudly_crying_face:

    Einmal editiert, zuletzt von Esther&Thilo (13. November 2004 um 17:18)

  • Wobei der sicher nur als Weihnachtskarpfen vorgehältert wird.:ylol

    Tierquälerei! :winking_face_with_tongue:

    Einmal editiert, zuletzt von Ralf Müller (13. November 2004 um 19:50)

  • Zitat

    Original von Thilo

    Hallo,

    Was vor allem wichtig wäre um ein möglichst natürliches Wachstum zu erreichen ist nicht nur die länge eines Beckens sondern auch seine höhe. Sobald der Wasserdruck zunimmt wächst der Fisch auch wesentlich Schneller zur Endgröße heran.


    Hydrostatisches Paradoxon

    Der Druck der Flüssigkeit ist lediglich von deren Tiefe, nicht aber von der Form des Behälters abhängig (womit dann die Breite des Aquariums gemeint wäre)

    Das Hydrostatische Paradoxon stellt das Verhalten von ruhenden Flüssigkeiten in Gefäßen auf den ersten Blick in Frage. Paradox erscheint vor allem, dass eine geringe Menge Flüssigkeit den selben Druck verursachen kann wie eine viel größere Menge, die mehr Masse und damit mehr Gewichtskraft besitzt
    Anders formuliert: Die Kraft einer Flüssigkeit auf den Boden eines Gefäßes hängt nur von der Grundfläche und von der Höhe des Flüssigkeitsspiegels ab, aber nicht von der Flüssigkeitsmenge. In einem Gefäß, das sich nach oben hin verjüngt, kann daher die Druckkraft größer sein, als die Gewichtskraft des gesamten Wassers.

    Gruß

    Thomas

  • Ich merke schon das hier die Probleme gut behandelt werden ! :arschi:

    Ich bedanke mich bei denen die mir hier im Forum wirklich geholfen haben !!!

    :respekt:

    Einmal editiert, zuletzt von Michael, Ruthenbeck (13. November 2004 um 21:13)

  • Hallo Thomas,

    ehrlich gesagt kenne ich auch kein Becken wo zwei Meter hoch ist und nur 50cm Tief :winking_face:

  • Hi Thilo,

    ne, so ein Extrem habe ich auch noch nicht gesehen. Das war ja auch nur ein Beispiel.
    Es macht aber durchaus einen Unterschied ob ein Becken 2 m breit (und 1m tief) ist und 0,6 m hoch oder ob es 2,50 breit ist (druchmesser) und 6,70 m hoch (Bsp Kreissparkasse Osterholz). :smiling_face:

    Gruß

    Thomas

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas Krause (14. November 2004 um 09:07)

  • Woher kommt diese Weisheit, dass ein Fisch bei höherem Druck schneller seine "Endgröße" erreicht?
    Übrigens Fische haben grundsätzlich keine "Endgröße". Fische Wachsen praktisch bis zum Tode. Die Wachstumsrate, also Gewichtszunahme in einer bestimmten Zeit, verkleinert sich mit zunehmendem Alter logaritmisch.

  • Hallo Johannes,

    das kann ich dir leider nicht sagen. Ich kenne diese Mutmaßung nur von Berichten anderer Aquarianer. Dazu kann Harald vielleicht mehr sagen und du bist ja schließlich auch vom Fach.
    Da ich zu diesem Thema schon mal eine Frage gestellt habe, diese aber leider recht schnell verebbt ist, kommt mir dieser Beitrag hier gerade recht und so hoffe ich von den erfahrenen Aquarianern eine rege Beteiligung. Mich würden allerdings fachlich belegte Argumente zu diesem Thema sehr interessieren. Der Beitrag, den Thilo seiner Zeit machte ( Zusammenhang von Beckengröße, Fütterung und Wasserqualität) fand ich sehr interessant und auch einleuchtend.
    Ich hoffe zu diesem strittigen Thema noch einiges lernen zu können.

    Gruß

    Thomas

  • Das mit den Druck war mir auch neu (Das Thema interessiert mich auch), ich dachte es hätte NUR etwas mit dem kleinen Volumen des Beckens zu tun.

  • Hallo Thomas,

    In deinem angegebenen Link wurde eigendlich alles wichtige gesagt.
    Verallgemeinert gesagt: Fische passen ihre Größe grundsätzlich Ihren Umgebungsbedingungen an. Dazu zählen nicht nur wasserchemische Parameter sondern auch der Platzbedarf und die Nahrungsresourcen. Innerhalb einer Art beobachtet man bei den einzelnen Individuen eine zusätzliche Spannbreite, die von individuellen Fitness abhängig ist.
    Fische haben, im Gegensatz zu höheren Wirbeltieren insbesondere Warmblüter, das Potenzial Ihre physiologischen Vorgänge den Umweltbedingungen anzupassen, auch ohne über längere Sicht daran schaden zu nehmen. Dies natürlich nur in bestimmten Grenzen.
    Das ist aber, wie manchmal unterschwellig durchkommt, kein aktiver Prozess den der Fisch bewußt kontrollieren kann (derzeitiger Wissensstand).
    Ein Besipiel: Ein Frisch frist eine bestimmte Menge Futter am Tag bei nahzu optimalen Sauerstoffverhältnissen und zeigt eine maximale Zunahme an Körpergewicht pro Tag. Wird nun der gleiche Fisch unter wenig schlechteren Sauerstoffverhälnissen gehalten, wird er immernoch genausoviel Futter pro Tag bei gleicher Temperatur aufnehmen. Das Wachstum jedoch ist verringert. Dies rührt daher, das für die Umsetzung des Futters im Fisch weniger Sauerstoff zur Verfügung steht und damit die Ausnutzung der vorhandenen Nahrung nicht optimal erfolgen kann. Das nicht verdaute Futter wird wieder ausgeschieden.
    Der Sauerstoffgehalt des Wassers ist umgekehrt proportional abhängig von der Temperatur.
    Im Gegensatz dazu verringert oder erhöht sich die aufgenommene Futtermenge proportional zur Temperatur.
    Dieses Beispiel soll illustrieren, dass die tatsächliche Umsetzung der Nahrung in Wachstum nicht ausschließlich von der Menge der augenommenen Nahrung abhängig ist, sonderen von einer ganzen Reihe weiteren Faktoren wie in diesem Beispiel der Sauerstoffgehalt des Umgebungswassers.

    Ebenfalls ist der Zuwachs von der "Lebensphase" abhängig in der sich der Fisch gerade befindet. Nicht-geschlechtsreife Tiere haben einen sichtlich höher Zuwachs als Geschlechtsreife.
    Dies führt manchmal zu der Annahme das ein geschlechtsreifes Tier seine "Endgrösse" erreicht hat. Dies ist aber nicht so, der Fisch wächst nur wesentlich langsamer.
    Der Eintritt der Geschlechtsreife ist abhängig vom Alter und nicht von der Größe. Ein Fisch wird genauso geschlechtsreif wenn der Fisch kleinwüchsig bleibt. Vorausgesetzt kein Räuber oder Ähnliches selektiert den kleineren Fisch vor der Geschlechtsreife aus.

    Dererlei Beziehung lassen sich viele weitere aufstellen und viele sind auch wissenschaftlich untersucht worden.

    Die physiologischen Grenzen bzw. der optimale Wert eines bestimmten Parameters sind artspezifisch, ja sogar spezifisch für bestimmte lokale Varitäten, und können nicht ohne Weiteres von einer Art auf eine andere übertragen werden.

    Entsprechende Literatur wird man nur über die wenigen Arten finden die in Aquakultur (egal ob Teich, Netzkäfig oder Tank) gehalten werden. Davon dan aber reichlich. Dort spielen Fragen wie Besatzdichte (Tiere / Volumen), Futterverwertung und Anderes eine entscheidende Rolle und haben die nötige ökonomische Relevanz. Schließlich geht es darum mit einem vertretbaren Aufwand ein Maximum an Zuwachs zu erreichen.

    Letzteres ist auch insofern wichtig, da sich die Ergebnisse dieser Untersuchung meist an dem Ziel "maximaler Zuwachs" orientieren, was zumindest meiner Meinung nach in der Aquaristik nicht der Fall sein sollte. Hier kommt es, denke ich eher auf eine lange Lebensdauer und die damit einhergehende Geschlechtsreife und eventuelle Nachzuchten an.

    Auch zur Haltung von Zuchttieren gibt es einen reichen Fundus an Literatur. Leider auch nur über die in Aquakultur gehaltenen Arten mit entsprechender ökonomischer Relevanz.

    Um nochmal auf die Beziehung Geschlechtsreife-Alter zurückzukommen.
    Nun könnte man ja annehmen das der kleiner werdende Aquarienfisch in der gleichen Zeit geschlechtsreif werden müßte wie sein größerer Kollege im Riff. Dem ist grundsätzlich auch so. Ein geschlechtsreifer Fisch muss aber nicht auch Geschlechtsprodukte ausbilden. Die Ausbildung von Geschlechtsprodukten, die Entwicklung derselben und schließlich das Ablaichen sind wieder abhängig von einer ganzen Reihe von Umweltparametern (in dem weiteren Sinne verstanden wie oben beschrieben). Insbesondere die Entwicklung der Geschlechtsprodukte wie auch das Ablaichen ist in der Regel an bestimmte Trigger gekoppelt die auch wieder artspezifisch sind. Bekannte und wissenschaftlich nachgewiesenen Trigger bei Fischen (nicht nur Meeresfische) sind zum Beispiel die Temperatur, die Photoperiode, die Leitfähigkeit oder Mondphasen.

    Wie du siehst ist das Thema ein Unerschöpfliches. Voran kommt man damit glaube ich nur wenn man sich auf die jeweilige Art konzentriert.

  • Zitat

    Original von Michael, Ruthenbeck
    Ich merke schon das hier die Probleme gut behandelt werden ! :arschi:


    Was fragst du wenn du eh nicht auf uns hören wirst.. das sieht man ja an diesem Satz... willst du uns hier nur verarschen?

  • Hallo Johannes,

    danke für deine Ausführung. Das ist genau die Art von Infos, die ich suche.
    Du hast recht wenn du sagst das Thema sei unerschöpflich. Doch gibt es nun einige Grundsätze (die in Hinblick auf die jetzige Fragestellung sowohl von Thilo als auch von dir fachlich ausgeführt wurden), welche den Anfang der Informationsfindung und den (meiner Meinung nach) notwendigen Grundstock eines jeden interessierten Meerwasseraquarianers bilden sollte. Leider ist es für unser eins nicht leicht die geeignete Literatur zu solchen Themen zu finden bzw die in der Masse der vorhandenen Bücher oder Artikel enthaltenen wichtigen Informationenen zu selektieren. Daher bin ich immer froh, wenn Fachleute sich zu solchen Themen äußern.
    Dafür ist dieses Forum ja ursprünglich eingerichtet worden. :winking_face:

    Da ich zu diesem Thema tiefergehende Informationen suche kannst du mir vielleicht ein paar Tips bezüglich Literatur oder sonstige Informationsquellen geben?

    Gruß

    Thomas

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas Krause (14. November 2004 um 12:20)

  • Fühlst Du Dich angespochen.... ???

    Ups habe oben noch keinen Tipp von Dir gesehen ....

    Umgesetzt habe ich schon Tipps:

    - UV eingesetzt
    - Dichte verändert
    - Temparatur verändert
    - Knoblauch gefüttert
    - Vitamine

    und zum Schluss:

    - KEINE Medikamente in das Becken

  • Mir ist übrigens gerade eingefallen, das ich vor ein paar Jahren mal einen Artikel gelesen habe der den Zusammenhang zwischen Stress und Futterverwertung untersuchte.
    Wie man sich vorstellen kann: je mehr Stress je schlechter die Futterverwertung = geringeres Wachstum.

    Das war grundsätzlich ersmal nichts Neues. Interessant war nur welcher Stressfaktor dort untersucht wurde. Als Stressfaktor hatte man das Geräusch von Pumpen in Aquarien untersucht. Je lauter die Pumpen waren umso schlechter war die Nahrungsverwertung - Verdauung der Fische. Versuchsbedingt war die Futtermenge bei allen Fischen in der Versuchsanordnung gleich.
    Erschienen in der Zeitschrift "Aquaculture" leider weiß ich nicht mehr wann und in welchem Heft. Sollte man aber recherchieren können.

    Ok. nun zur Literatur:

    Was den gesamten Bereich Ernährung und alle damit zusammenhängenden Faktoren betrifft kann ich "Steffens, Grundlagen der Fischernährung" verfügbar in deutsch/englisch empfehlen.
    Allgemein zum Thema Fischphysiologie: Heisler, N.; Fish Physiology; verfügbar nur in englisch, sehr anspruchsvoll da stark auf molekularer und biochemischer Ebene oder Spannhof, L.; Einführung in die Fischphysiologie, verfügbar in deutsch/englisch.

    Zur Fragen der Reproduktion kenne ich bisher kein allumfassendes Werk:
    Da wäre eine Recherche in der Zeitschrift "Aquaculture" wohl die beste Empfehlung.
    EinBuch was ich persönlich ganz gut finde ist zum Beispiel: Thresher, R.E.; Reproduction in reef fishes

    Einen breiteren Überblick und stärker fokusiert auf die Zusammenhänge der einzelnen Faktoren können Bücher wie: Schäperclaus, Grundlagen der Teichwirtschaft geben. Da dreht sich zwar alles um Karpfen, Forellen und ähnliches aber die Grundzüge vom Leben des Fisches unter "künstlichen Bedingungen" werden sehr gut herausgearbeitet.
    Insbesondere in diesem Bereich ist es wichtig eher auf ältere Literatur also vor 1980 zurückzugreifen, da spätere Bücher oft im Stile von Aquaristikliteratur geschrieben sind oder gleich alle Grundlagen voraussetzen und dann, wenn wirklich brauchbar, in englischer Sprache geschrieben sind.

    Zuletzt noch ein eher technisch angelegtes "Büchlein" was nicht nur Fische betrifft und die meisten physiologischen und ökologischen Grundlagen voraussetzt: De Silva, S.S.; Tropical Mariculture.

    Alle diese Bücher sind keine "Anleitung zum Handeln" getreu dem Motto 1. 2. 3. ...
    Diese Bücher bzw. Artikel in der Zeitschrift eröffnen aber ein tieferes Verständnis vom Fisch bzw. aquatischer Organismen und Ihrer Umgebung aus denen man dann Handungsmaximen entwickeln und ableiten kann.

    Zu guter letzt hält das Internet Einiges bereit:
    Um aber auszufiltern was brauchbar ist oder nicht, sollte man vorher mal in die Grundlagenbücher geschaut haben. Dann ist das Internet eine Goldgrube mit unbegrenzten Schürfrechten.
    Wenn man zum Beispiel die e-mail Adresse eines Autors hat der einen interessanten Artikel in einer sonst kostenpflichtigen Zeitschrift veröffentlicht hat, ist der Autor in der Regel Willens den entsprechenden Artikel kostenfrei per e-mail zu schicken.

    3 Mal editiert, zuletzt von Johannes Peschke (14. November 2004 um 13:54)

  • Hallo Johannes,

    danke erstmal für die Empfehlungen. Da werd ich einige Zeit zu tun haben :grinning_squinting_face:

    Gruß

    Thomas

  • Zitat

    Original von Thomas Krause
    Hallo Johannes,

    das kann ich dir leider nicht sagen. Ich kenne diese Mutmaßung nur von Berichten anderer Aquarianer. und du bist ja schließlich auch vom Fach.


    *räusper* :confused_face: :frowning_face:

  • Zitat

    Original von Thilo

    *räusper* :confused_face: :frowning_face:

    Ich hoffe du fühlst dich jetzt nicht auf den Schlips getreten. Es ging mir dabei um die berufliche Fachrichtung, nicht um Interesse oder Erfahrung. Deshalb hab ich ja auch dich zitiert.
    :winking_face:

    Gruß

    Thomas

  • Hallo:-)

    Nun, es ist halt sehr unterschiedlich......

    Von unseren einheimischen Fischen weiss man, dass einige Arten zur sogenannten "Verbuttung" neigen....sprich, dass zum Beispiel Schleien und Barsche sehr klein bleiben, wenn sie in zu kleinen Gewässern vorkommen. Dagegen wachsen Karpfen selbst dann noch, wenn sie sich kaum noch drehen können.

    PS.: Vermutlich sind Frauen auch deshalb im Schnitt etwas kleiner als Männer, weil sie früher nie aus dem Haus durften :grinning_squinting_face: ;).

  • Zitat

    Original von Johannes Peschke
    Mir ist übrigens gerade eingefallen, das ich vor ein paar Jahren mal einen Artikel gelesen habe der den Zusammenhang zwischen Stress und Futterverwertung untersuchte.
    Wie man sich vorstellen kann: je mehr Stress je schlechter die Futterverwertung = geringeres Wachstum.


    Müßte aber heißen = langsameres Wachstum

  • Zitat

    Original von Torsten
    Von unseren einheimischen Fischen weiss man, dass einige Arten zur sogenannten "Verbuttung" neigen....sprich, dass zum Beispiel Schleien und Barsche sehr klein bleiben, wenn sie in zu kleinen Gewässern vorkommen. Dagegen wachsen Karpfen selbst dann noch, wenn sie sich kaum noch drehen können.


    Richtig. :grinning_squinting_face: Verrbuttete Fische (z.B. Schleien und Karauschen) erkennt man aber an der Körperform. Die Proportionen Kopf=Körper stimmen nicht mehr (Großer Kopf). Diskuszüchter kennen dies übrigens auch.

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