Pressemeldung:
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EU: 14 Prozent Einfuhrzoll auf Computer-Monitore
In Zukunft werden LCD-Bildschirme teurer
Berlin (pte, 17. August 2004 15:59) - Die EU will die Einfuhr von
Flachbildschirmen für Computer mit 14 Prozent Zoll belegen, berichtet der
deutsche Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue
Medien (BITKOM) heute, Dienstag. http://www.bitkom.org Der BITKOM
befürchtet nun, dass Computer-Monitore in Zukunft deutlich teurer werden.
Die EU hat sich 1996 durch das "Information Technology Agreement" (ITA)
der Welthandelsorganisation (WTO) verpflichtet keine Einfuhrzölle für
IT-Produkte zu verlangen. Deshalb bestand bislang Zollfreiheit durch die
"Verbindlich zolltariflichen Auskünfte" der Zollbehörden für Importeure
von Computermonitoren. Auf Wunsch der EU- Kommission wird die sofortige
Zollpflicht für alle LCD-Monitore, die einen digitalen Signaleingang (DVI
Schnittstelle) besitzen, wieder eingeführt.
"Den neuen Zoll werden die Händler daher vielfach durch höhere Preise an
die Käufer der Monitore weitergeben müssen", sagt Bernhard Rohleder,
Hauptgeschäftsführer des BITKOM. In diesem Jahr werden etwa 1,9 Mio.
LCD-Monitore in Deutschland verkauft.
Die EU-Kommission betrachtet LCD-Monitore als Unterhaltungselektronik
(UE) und diese unterliegt einem Einfuhrzoll. Laut dem BITKOM ist das
Vorgehen von EU und Zoll unzulässig, da es gegen das internationale
Handelsrecht verstößt. Deshalb hatte der BITKOM gemeinsam mit dem
europäischen Branchenverband EICTA technische Kriterien erarbeitet, um
zwischen IT-Monitoren und UE-Monitoren unterscheiden zu können. Die EU
hat diesen Vorschlag jedoch nicht aufgegriffen. Der BITKOM fordert die
EU-Kommission auf, gemeinsam eine Lösung zu finden um rechtliche
Streitigkeiten auf Kosten der Computer-Nutzer zu verhindern.
http://www.bitkom.org/de/presse/8477_26883.aspx
(Ende)
