Unlösbare Probleme ?!

  • Hallo zusammen.

    Ich hab derzeit ein Becken (Hauptbecken) mit ca. 400 Liter Brutto mit Fischbesatz. Und ein kleines „Nachzuchtbecken“ mit ca. 100 Liter brutto ohne Fische. Beide Becken werden mit den selben T5 Lampen beleuchtet.
    Ich verwende bei beiden Becken das gleiche. (Salz, Ballingmethode,…)
    Die Wasserwerte in beiden Becken sind gut.

    Ich habe jetzt das Problem das in meinem Großen Becken leider keine Steinkorallen wachsen. Aber im kleinen Nachzuchtbecken schon. Alle im Großen Becken eingesetzten Korallen haben sich früher oder später aufgelöst. Im kleinen Becken erholen sich angeschlagene Korallen auch sehr gut. Momentan hab ich viele Weichkorallen im großen Becken und 4 Steinkorallen die noch leben J . (Physogyra lichtensteinii, 2 Pavonas, Pocillopora, auch Orgelkorallen…) Interessant ist das im Großen die Weichkorallen sehr stark wachsen. Vor allem Xenias wuchern. Im Gegensatz dazu wachsen die Xenien im kleinen fast gar nicht.

    Der einzige unterschied zwischen den Beiden Becken ist das im großen zum LS auch Kalklochgestein vorhanden ist.

    Kann mit jemand sagen was ich falsch mache?

    lg Esther

  • Hallo Esther,

    ich denke Du machst garnichts falsch, es gibt da eine Theorie daß sich Weichkorallen und Steinkorallen in einem Becken nicht vertragen, aber persönlich halte ich davon nicht viel, es gibt genug Becken wo man ein prächtiges Steinkorallenwachstum neben vielen Xenien beobachten kann, eines der besten Beispiele dafür ist das Becken von Bernd Mohr.

    Bei mir persönlich war es noch etwas extremer, zwei Becken in einem Kreislauf, im Hauptbecken kam das Xenienwachstum total zum erliegen und alle Kolonien degenerierten und starben langsam ab. Im Ablegerbecken wuchern Sie nach wie vor. Beide Becken sind/waren kräftig mit Steinkorallen besetzt.

    Ich weiss das Dir meine Antwort nicht weiterhilft aber manchmal gibt es keine Erklärung.

    Gruß Henry

  • Hi,

    da geht es nicht nur Dir so.
    Bei mir ist ein Becken seit einem Jahr mit 3mm dicken Cyanos überzogen, im anderen sind fast gar keine. Gleiche Beleuchtung, gleiche Strömungspumpen, gleicher Wasserkreislauf. Die Steuerung von Licht und Strömung ist simultan.
    Hilft Dir auch nicht weiter, aber vielleicht beruhigt es Dich :winking_face:

    mfg Uwe

  • Esther,

    der einzige wirklich Unterschied scheint doch im Fischbesatz zu liegen. Zähle doch mal auf was da so alles schwimmt. Vieleicht "hilft" ja einer der Fische den Korallen beim auflösen :confused_face:

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Habe folgende Tiere im Becken:
    chromis viridis, ocellaris, clarkii, palettendoc, flavescens, sechsstreifenlippfisch, salaris f., kauderni, 2 grundeln, mandarin, ansonsten nix aussergewöhnliches, ein paar garnelen und eine mitrax, div. algenfressende schnecken....
    konnte bis jetzt noch niemanden davon an den korallen entdecken...

    an das mit der nährstofflimitierung hab ich auch schon gedacht, aber wie finde ich das raus, bzw. kann das beheben?

    lg esther

  • Was für Grundeln?

    Haben die Anemonenfische Symbioseanemonen oder "kuscheln" sie evtl. mit den Korallen?

    Palettendocs gehen manchmal an Korallen, aber eher an Weiche.

  • Wenn es der selbe Wasserkreislauf ist fällt die Nährstofflimitierung eigentlich schon mal aus.

    mfg Uwe

  • Die beiden Becken laufen nicht im gleichen Wasserkreislauf, also doch mögliche Nährstofflimitierung ?

    Meine Anemonenfische haben selbstverständlich eine Anemone in der sie auch fleissig kuscheln und sie wirklich laut- und bissstark verteidigen, also daher schon mal keine gefahr.

    mein paletti kriegt regelmäßig noris und so weiter, also hat immer genug zu fressen

    Grundeln hab ich ein Phalaena und eine Strigata!

    lg esther

  • Ich würde auf ein Phosphat Problem tippen, hast du evtl. Steine mit starkem Fadenalgen bzw. Grünalgenwuchs?
    Leider ist Phosphat häufig gebunden und daher mit Tests nicht unbedingt nachzuweisen :frowning_face:

  • Zitat

    Original von kenny
    Ich würde auf ein Phosphat Problem tippen, hast du evtl. Steine mit starkem Fadenalgen bzw. Grünalgenwuchs?
    Leider ist Phosphat häufig gebunden und daher mit Tests nicht unbedingt nachzuweisen :frowning_face:

    genauso seh ich das auch , schätze mal dass im großen becken zu viel phosphat im verhältnis zu nitrat ist , vielleicht auch wegen dem lochgestein ...
    wachsten im großen becken auch mehr algen ?

    gruß

    PS : das mit dem dass stein- und weichkorallen nicht zusammen haltbar sind bezweifle ich auch irgendwie , bei mir klappts auch und hab schon genug becken gesehen die das gegenteil beweisen ...

  • Zitat

    Original von Matthias Kapaun

    genauso seh ich das auch , schätze mal dass im großen becken zu viel phosphat im verhältnis zu nitrat ist , vielleicht auch wegen dem lochgestein ...
    wachsten im großen becken auch mehr algen ?

    hallo mathias,


    wenn das phosphat gebunden ist, und im freien wasser nicht nachweisbar, hats auch keinen negativen einfluss auf korallen.

    es sei, dass der negative einfluss der null-wert ist.

  • Einen erhöhten Algenwuchs kann ich eigentlich nicht feststellen. Da ist alles im grünen Bereich.
    Und komischerweise hatte ich dieses Problem schon immer, unabhängig von den Werten im Aquarium. Ich hatte Werte gegen null, und schon ganz schön kuriose Werte, war aber immer das selbe Schadensbild...
    ich werd nicht mehr schlau daraus...

  • jo , in dem fall gehts nur ums anorganische phosphat , aber man weiß ja nicht wie hoch das ist , wurde ja nicht gemessen ... sollte halt mal gemacht werden :smiling_face:

    gruß

  • Hallo zusammen,

    und wenn man das anorganische Phosphat gemessen hat, was dann? Bekommt man das irgendwie raus? Ich meine, wie gehts dann weiter?

    Wobei ja Esther sagt, dass sie keine Algen-Probs hat. Lässt ja irgendwie darauf schliessen, dass Phosphat nicht das Problem ist, jedenfalls nicht zuviel, ob nun anorganisch oder nicht.

    Aber die Problemlösung interessiert mich sehr, den ich bin mit dem Wachstum bzw. Nichtwachstum meiner Steinkorallen auch sehr unzufrieden. Die Weichen stehen alle super und werden grösser, aber bei den Steinis tut sich irgendwie gar nix. Wobei sie auch nicht absterben, stagniert halt nur total.

    Viele Grüsse Kathrin

    150x50x60=450l, 2x4x54Watt Lumimaster, Tunze DOC Skimmer 9015, Tunze Stream 6060, Marea Stream 6000

  • Na, dann können wir ja ein Quartett aufmachen. Wobei Montiporen bei mir recht schnell wachsen. Genauso ists bei den Pavonas. Nur bei den Acroporen kann ich kein Wachstum "sehen".

    Mein Händler vor Ort meinte, dass es bei mir daran liegt, dass ich keinen Kalkreaktor benutze, sodaß kein CO2 Eintrag stattfindet.

    Kai

    336 l + 100 l Technikbecken, Photon Plus 1x400W HQI + 6x39W T5, 2x Tunze Stream 6000 mit Multicontroller, Zinn Cyclon Abschäumer, MM Hang on, 47 Kg indon. Lebendgestein + 17 Kg Fidji Lebendgestein

  • Hallo Eshter,

    Zitat

    Ich hatte Werte gegen null, und schon ganz schön kuriose Werte, war aber immer das selbe Schadensbild...

    Poste doch erst mal deine Werte (NO3+PO4), womit du sie mißt und wie sie sich verändert haben.

    Und setz mal hier Fotos deiner beschädigten Korallen rein.

    Viele Grüße
    Frank

    Einmal editiert, zuletzt von FrankE (23. Mai 2004 um 10:03)

  • hallo,hab Artikel (Das Aquarium Nr.314 August 1995) über calciumchlorid und natriumkarbonat hier vorliegen
    eine überwachung des co2 gehaltes ist vorausgesetzt ggf. muß abschäumleistung reduziert werden um co2 überschuß zu verhindern
    höherer fischbesatz und futtereintag kann zu mehr co2 im auqa führen(verstoffwechslung) eine abschäumerleistung zu reduzieren kann dabei aber sich auch negativ auf die schadstoffreduzierung auswirken . beste lösung für so große becken immer noch der kalki balling iost was für kleinere becken mit wenig wasserverdunstung. aber die meinungen und erfahungen hald unterschioedlich sind.
    gruß meikel

  • Zitat

    Original von brombeere
    Hallo zusammen,

    und wenn man das anorganische Phosphat gemessen hat, was dann? Bekommt man das irgendwie raus? Ich meine, wie gehts dann weiter?

    Wobei ja Esther sagt, dass sie keine Algen-Probs hat. Lässt ja irgendwie darauf schliessen, dass Phosphat nicht das Problem ist, jedenfalls nicht zuviel, ob nun anorganisch oder nicht.

    Aber die Problemlösung interessiert mich sehr, den ich bin mit dem Wachstum bzw. Nichtwachstum meiner Steinkorallen auch sehr unzufrieden. Die Weichen stehen alle super und werden grösser, aber bei den Steinis tut sich irgendwie gar nix. Wobei sie auch nicht absterben, stagniert halt nur total.

    Hi ,

    denke das hast du hier sicherlich schon oft genug gelesen , das anorganische phosphat kannst du ganz einfach ( aber vorsichtig ! ) mit einem phosphatabsorber rausziehen ...
    aber da solltest du ganz genau wissen wie hoch dein phosphat ist ...

  • Hallo Matthias,

    hmm.... irgendwie werd ich denne wohl nochmal nachlesen müssen. Dass man Phosphat mit einem Absorber rausbekommt, ist mir schon klar. Offenbar hab ich nur eben das Problem, dass mir nicht so ganz klar war, was ich überhaupt messe. Wie auch immer, mein Test hat mir Werte um 0,1 mg/l (Salifert) angezeigt, ein Gegentest mit Macheray und Nagel ergab 0,01= 0,03 mg/l Po4. Dass ich also bei diesen Werten nicht mit einem Absorber rangehen kann, steht ausser Frage. Und mein NO3-Wert liegt so um 5 mg/l. Ich war in der letzten Zeit bemüht, die Werte wieder etwas anzuheben, NO3 war lange bei max. 2,5 mg/l und so ganz niedrig ist ja auch nicht der Hit. Wobei aber auch bei mir die Werte schon viel höher waren und auch da kaum Wachstum zu verzeichnen war. Insofern bin ich eben auch unsicher, ob tatsächlich NO3 und PO4 eine wesentliche Rolle dabei spielen. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich vorallem bei SPS diesen Stop sehe, meine Caulastrea wächst. Sie ist aber auch die einzige.

    Viele Grüsse Kathrin

    150x50x60=450l, 2x4x54Watt Lumimaster, Tunze DOC Skimmer 9015, Tunze Stream 6060, Marea Stream 6000

  • Hallo Beere

    Interessant wäre für mich wie hoch dein Ammoniumgehalt ist .?
    Es ist mal interessant überhaupt zu wissen wie hoch bei den einzelnen Aquarianern der Wert ist.
    (auch ich muss mir noch einen holen und weiss nicht so recht welchem ich vertrauen soll)

    Und du hast recht, wie Jörg und auch Jens schon öfter mal druchblicken lassen haben ist N03 und Po4 nur ein geringer Teil den wir messen können.
    Ich glaube allerdings nicht daran das andere Sachen erhöht sind, weil No3 und Po4 halt ganz gut gering.

  • Bei den Ammoniumtests bin ich mir auch nie ganz sicher! Hatte anfangs den von JBL, der aber meiner meinung nach völlig unbrauchbar ist.
    Welchen nehme ich denn da am besten und woher bekomme ich den?
    Woher bekomme ich überhaupt die besseren Tests?
    Unsere Händler in der Umgebung begnügen sich mit JBL, Sera, etc.
    Ausser die Merck Teststäbchen für NO3 sind ok!

    lg esther

  • Hallo Esther :smiling_face:

    Worauf beziehst du diese Aussage das die Teststreifen okay sind ?

    Ich meine ich war auch mal der Meinung das die Teststreifen gut sind, sie taugen aber höchstens um eine tendenz zu erkennen, sprich hat man nahe null oder ist man davon entfernt.

    Genau messen kann man damit im Meerwasser nicht.

    Merck bietet im übrigen keinen Tropfentest für No3 an, die wissen schon warum :smiling_face:

    Es gibt Händler die sowohl den Machery-Nagel No3 Test anbieten und auch welche die den Merck Phosphattest anbieten. wobei man fairerweise sagen muss das sich Tropic und salifert bei Nitrat wie auch Tropic Marin mit den neuen Réagenzien bei Po4 gut geschlagen haben

  • also ich hab mir jetzt den 3. verschiedenen nitrattest bestellt weil der salifert alt und nicht so zuverlässig ist , beim nagel hab ich die neue version und ich kanns zwar nicht beweisen ( so lange ich den anderen test noch nicht hab ) , schätze aber dass der deutlich zu wenig anzeit , wenn ich 40 mg calciumnitrat zugeb was ausgerechnet auf mein becken ca. 8 mg nitrat sein sollten zeigt der test höchstens 2-3 mg an ...
    naja hab mir jetzt den tropic marin bestellt weil der auf korallenriff mit der neuen pulverkomponente so gut abgeschnitten hat ... hoffentlich ist bei dem den ich bekomm das neue pulver schon dabei ...

    ich würde halt gerne den nitratwert konstant bei 1mg halten , das geht aber nicht wenn ich keinen zuverlässigen test hab.

    @ beere ,
    du kannst mit den tests nur das anorganische phosphat messen , dieses holst du mit einem phosphatabsorber ausm becken, macht aber bei 0,01 mg keinen sinn ... nitrat muss meiner meinung nach aber nicht bei 5 mg liegen , ich glaub das reicht wenn du 1 mg hast ... ich hab eigentlich laut neuem nagel immer 0 und alle sps wachsen hervorragend , nicht zuletzt auch dank sonnenlicht :grinning_squinting_face:

  • Hallo Matthias

    Ich würde mir zur Sicherheit von Tropic Marin das Pulver extra schicken lassen. Die im Handel erhältlichen wenn nicht gerade ganz neu werden sicher noch nicht umgestellt sein. Eine höfliche mail an Tropic Marin reicht sicher aus.

    Dann kannst du sicher gehen das er gescheit misst.

  • Hallo Matthias,

    ich war auch schon bei Nitrat knapp über der Nachweisgrenze, finde aber selber, dass solch niedrige Werte vielleicht doch nicht das Optimum sind. Deshalb versuche ich die Werte langsam etwas anzuheben, was aber bei PO4 nicht gelingt. Wobei ich die Anhebung bisher lediglich durch etwas mehr Füttern und leichte Reduzierung der Abschäumung versucht habe. Bei NO3 ist der Wert etwas gestiegen und das finde ich so auch besser. Wobei ich eben auch schon Werte hatte, die jenseits von gut und böse waren und es hatte nix geändert.
    Ich sagte ja schon, dass ich aber nicht wirklich daran glaube, dass der NO3- und PO4-Wert hier der ausschlaggebende Faktor sind. Viele betreiben ihr Becken mit sehr niedrigen Werten, andere auch mit reichlich höheren und trotzdem wachsen da die Steinis. Also muss es noch andere Gründe geben. Und danach suche ich eben jetzt.

    Robert
    ich hab einen Tetra-Test für NH4, der zeigt aber nix an. Also davon ausgehend, dass der funktioniert, kann ich nix nachweisen. Was natürlich gut wäre :winking_face:

    Viele Grüsse Kathrin

    150x50x60=450l, 2x4x54Watt Lumimaster, Tunze DOC Skimmer 9015, Tunze Stream 6060, Marea Stream 6000

    Einmal editiert, zuletzt von brombeere (24. Mai 2004 um 14:21)

  • Also so ganz isses wirklich noch nicht raus was die besten werte sind , die tendenz geht aber doch deutlich richtung nährstoffarm ... mir selbst ist das eigentlich auch am liebsten wenn meine becken ganz nährstoffarm sind , im meer ist ja nitrat auch nur in ganz geringen masen vorhanden ( glaub 0,0xx) ... und wie gesagt das funktioniert auch prima so , kann wirklich nicht klagen , die frage ist halt woran das liegt , vielleicht ja auch am kalkreaktor , den bakterien oder sonst irgendwas ...

    gruß

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!