• Vielleicht könnt Ihr es nachvollziehen!? Unser Becken (ca. 650 Liter) lief von Beginn an ohne Schwierigkeiten. Wasser wird mit Osmosewasser betrieben. Keine Algenprobleme etc. Auch die Nitrat / Phosphatwerte stellen bis dato keine Probleme dar. Wir hatten ce.. 4 Monate nach dem Einlaufen (Sommer 2003) begonnen, das Becken mit niederen Tieren zu bestücken (Acros, Poccis, Seriatoporas). Diese sind super gewachsen. Tolle Farben, prächtiges Polypenbild. Gleichzeitig mit dem Einbringen der Korallen wurde mit Zeovith begonnen. Vor ca. 4 Wochen wurde unsere grosse Poccilopora plötzlich von unten her weiss. Ferner bekamen einige Acros (Enzmann, Millepora, Tricolor etc.) weisseSpitzen, welche ständig abschleimen. Die geschädigten Spitzen wurden abgebrochen, nachdem sich auf diesen dann Algen niedergelassen haben. Die geschädigten Stöcke werden nun von unten her weiss. Das Gewebe lösst sich trotz expandierter Polypen ab. Strudelwürmer oder ähnliches konnten nicht festgestellt werden.

    Die Wasserwerte zur Info

    Nitrat 8 mg/L (Macherey)
    Phosphat 0,1 (Macherey)
    PH 8,1
    Ca 440 (Salifert)
    KH 8 (Salifert)
    Mg 1.270 (Salifert)
    Dichte 35 (China-Refraktometer (-1))
    Beleuchtung 2x250W HQI+2x54W T5

    Habt Ihr eine Idee was die Ursache sein könnte? Ergänzend möchte ich noch auf folgendes hinweisen. Nachdem die Pocci von heute auf morgen weiss geworden ist und die Acros plötzlich weisse, stark abschleimende Spitzen bekommen haben, wurde intensiv im Forum gelesen. Hierbei sind wir auf das Thema Ungenauigkeit Refraktometer gekommen. Wir hatten bislang immer die Sali (1.023) abgelesen. Ein Vergleichstest mit einem Aerometer ergab eine Sali von 1.019 bei 26°C. Ich dachte nun die Ursache gefunden zu haben. Wir haben nun langsam die Dichte auf 35 erhöht. Der Zerfall der Korallen geht jedoch weiter. Keinerlei Besserung :st:.

    Mfg

    Ralf Schuster

    Grüße Ralf


    marubisanigif.gif

  • Hallo Ralf

    Erst mal ein herzliches willkommen im Forum

    Es ist sicher nicht einfach ein Ferndiagnose zu stellen.
    Zum einen wird sicherlich die doch recht niedrige Salinität seinen Teil dazu beigetragen haben. An ein Problem wegen zeovit glaube ich weniger das es schon länger läuft und daher es kein so krasser eingriff ins System gewesen ist.

    Daher kann es schn sein das die geringe dichte mit ein Auslöser war, bei mir was es mal ein höhere so um die 1.030 damals.
    Korallen reagieren meist nicht sofort sichtbar sondern brauchen durchaus ein paar Tage bis wochen brauchen bis man eine Degeneration sieht.

    Schwer zu sagen woran es liegt...
    Ein Po4 Wert von 0,1 (das geht aber auch schnell das der sich ändert )sowie Nitrat von 8 sollten in dem Fall aber keine Nährstofflimitierung deuten. Wie auch immer du nun agierst, mach es langsam und am besten notiere dir alles was du machst und was passiert.
    So entwickelt man nach und nach ein besseres Gespür für die Auswirkungen.

    Dennoch habe ich auch eine Frage...
    Hast du auch einen Po4 Adsorber mitlaufen lassen ? Wenn ja welchen ?
    Welche Steine hast du verwendet ?


    Viel machen kannst du jetzt wohl nicht. Ausser ich würde in jedem Fall grössere Wasserwechsel machen, da man falls damit was ist dem auch entgegenwirken kann. 'Nicht immer ist alles messbar und greifbar.

    Wie oben schon erwähnt, es dauert bis die Korallen wieder gut aussehen, der der Verfall erst mal von den Tieren verdaut werden muss.
    Sicherheistablerger wären eine Alternative die man ins auge fassen sollte. Sprich zu einem Freund oder Hobbykollegen kleine ableger geben, und gucken ob sie sich da wieder erholen. Dann kannst du wenn alles wieder im griff ist wenigstens auf die vorher gepflegten Tiere zurückgreifen.

    Das aber nur zu Not..-.

  • Zunächst einmal recht herzlichen Dank für die rasche Antwort. Ein PO4 Adsorber läuft nicht mit. Eine Frage ist mir soeben in den Sinn gekommen. Wie reagieren Steinkorallen im allgemeinen auf PH-Schwankungen? Die Frage rührt daher, dass ich festegestellt habe,
    dass sich der PH-Wert so um 8 bewegt. Nachdem nachts der PH-Wert sinkt (Werte werde ich erst morgen früh ermitteln können, nachdem ich heute eine Aufzeichnung des PH-Wertes über IKS laufen lasse)
    frage ich mich, ob ggf. der PH-Wert mitursächlich hierfür sein kann.
    Beobachtungen vor Einschalten der Beleuchtung ergaben noch vor
    Wochen sehr stark expandierte Polypen. Heute ist dieses nicht mehr
    so ausgeprägt zu beobachten.

    Grüße Ralf


    marubisanigif.gif

  • Hallo Ralf
    Beschreibe nochmal genau den Gewebsrückgang?
    Kann es sich hier um RTN handeln?
    Welche Spurenelemente verwendest du?,
    Hast du irgendetwas erneuert, Licht Zeovit, Kohle?

  • Hallo Ralf :smiling_face:

    Keine Ursache, ich kann ja auch nur vermuten wissen eher nicht.

    PH wert Schankung ist im gewissen Bereich ja normal. Wichtig ist wie ist der PH Wert nachts? Und wie steigt er dann weiter an...? Natürlich zeigen angegegriffene Korallen auch nachts dann nicht mehr das optimale Bild, denke das leigt einfach dran das sie zu kämpfen haben.

  • Hallo Robert,

    mir ist noch folgendes aufgefallen. Der gemessene Phosphatwert liegt
    nicht bei 0,1 sondern bei 0,01. Kann es ggf. daran liegen, dass der
    PO4-Wert im Vergleich zum Nitrat sehr niedrig ist??

    Grüße Ralf


    marubisanigif.gif

  • Hallo Harald,

    was bedeutet RTN? Es wurde eigentlich nichts verändert. Die Brenner sind seit September letzten Jahres in Gebrauch. Kohle bzw. Zeovith wird
    alle 2 Monate, Kohle alle 4 Wochen getauscht. Ich verwende 1,5Liter Zeolith und 270gr. Kohle. Eine Überdosierung dürfte nicht vorliegen. Der Geweberückgang nimmt folgenden Verlauf. Zunächst werden die Spitzen der Korallen weiss und schleimen sehr stark ab. Hiernach breitet sich der Gewebeverlust von den Spitzen her aus. In diesem Stadium wird dann die Koralle innerhalb weniger Stunden von unten her weiss.

    Ich werde heute nachmittag noch ein paar Bilder von den beschädigten Korallen nachreichen.

    Bis dann

    Gruss Ralf

    Grüße Ralf


    marubisanigif.gif

  • Hallo Ralf!

    Die Symptome, die Du beschreibst, passen m.E. zu einer Phosphorlimitierung. Lies mal im Vortrag von Jörg Kokott auf den Seiten 27/28. Hier der Link: http://www.korallenriff.de/Sindelfingen2003/kokott2003.pdf

    Kleine Anmerkung zum Phosphattest: Du verwendest wahrscheinlich den hochempfindlichen Test von M&N. Die 0,01 mg/l beziehen sich nicht auf Phosphat (PO[T]4[/T]), sondern auf Phosphat-Phosphor (PO[T]4[/T]-P), also den Gewichtsanteil des Phosphors am Phosphat. Das Phosphat ist dreimal soviel, also 0,03 mg/l. Den Wert kann man auch aus der dem Test beiligenden Tabelle (in der Anleitung) ablesen.

    Das Problem ist, daß Du aus den gemessenen Werten von Phosphat und Nitrat nicht ablesen kannst, ob eine Limitation vorliegt, denn diese entsteht durch ein Mißverhältnis von Gesamtphosphat zu Gesamtstickstoff. Und darunter fallen halt viele Stoffe, die wir mit unseren Tests nicht messen können. Du mußt Dich bei der Diagnosestellung nach dem Bild der Korallen richten und andere Ursachen ausschließen.

    Gruß,

    Michael

  • Zitat

    Original von Ralf Schuster
    Hallo Robert,

    mir ist noch folgendes aufgefallen. Der gemessene Phosphatwert liegt
    nicht bei 0,1 sondern bei 0,01. Kann es ggf. daran liegen, dass der
    PO4-Wert im Vergleich zum Nitrat sehr niedrig ist??

    Das ist der abgelesene Wert auf der Farbscheibe - jetzt musst Du diesen Wert noch auf der Tabelle in der Beschreibung raussuchen - der tatsächliche Wert liegt dann nämlich höher....

  • Hallo Michael,

    vielen Dank für diesen Link !! echt klasse.....!!! die genannten Symptome
    passen in der Tat auf das Erscheinungsbild unserer Korallen. Ich werde im Laufe des Tages ein paar Bilder anhängen. Wäre nett wenn Du diese anschauen würdest und deine Meinung hierzu abgibst. Vielen Dank!!!

    Gruss Ralf

    Grüße Ralf


    marubisanigif.gif

  • HAllo Ralf

    RTN= Rapid Tissu necrosis = Schneller Gewebs Untergang.

    Dies kann einige Ursachen haben, häufig sind Bakterielle Infektionen mit im spiel die aus einem schlechten algemeinzustand resultieren.
    Ich denke auch an eine art Mangel jedoch weniger im Phosphatbereich, sondern eher bei den Spuris.
    Eventuell ist auch der Infektionsdruck zu hoch?

    RTN Sihe auch Shut-Down-Reaction (SDR)

  • Hallo zusammen

    Wobei das beobachtete Bild bei Ralf, ebenso aufgrund der Salinität eingetreten sein kann. Tiere werden dadruch nicht gerdade wenig gestresst.
    Phosphatlimitierung äussert sich meist etwas klarer vom Bild her. Das heisst das die Tiere recht schnell weiss werden ! Wobei es sich nicht einifach ist, man bräuchte dazu die Werte an Po4 wo es losging mit der Beobachtung. Wobei man ja nicht immer alles messen kann, wie man bei Jörgs Vortrag in Nürnberg wieder mal gehört hat.

  • Hallo Harald,

    an eine Mangelerscheinung an Spuris glaube ich nicht, da ich die Zeovith-methode nach Pohl anwende. Hierzu gehört die Zugabe von Spuris, Aminosäurenkomplex, Eisen, Kaliumjodid, Zeostart. Spuris wurden zugegeben, wenn auch nicht in grösseren Einheiten, so doch in einem regelmässigen Zyklus. Aufgrund der doch recht schnellen Gewebeauf-/ablösung ist eine bakterielle Geschichte nicht auszuschliessen.

    Ich hoffe nur, dass nicht sämtliche Korallen zu Schaden kommen bzw. absterben. Die Frage ist was tun, abwarten und lediglich regelmässig einen Wasserwechsel durchführen oder gezielt einer Theorie nachgehen und den Mangel versuchen zu beseitigen. Eigentlich möchte ich Schnellschüsse vermeiden; andererseits möchte ich auch nicht untätig zusehen, wie die Korallen sich auflösen.

    Gruss Ralf

    Grüße Ralf


    marubisanigif.gif

  • Hallo Robert,

    zunächst bin ich auch davon ausgegangen, dass die Ursache die doch recht niedrige Dichte ist. Was mich jedoch stutzig macht ist die Tatsache, dass nun nachdem die Dichte seit ca 3 Wochen bei 36
    (-1) liegt, keine Verbesserugn eingetreten ist. Dass die geschwächten
    Tiere keine Verbesserung nach so kurzer Zeit vorweisen, ist schon klar.
    Es sind jedoch auch Tiere erkrankt, welche bis dato keine Auffälligkeiten
    zeigten. Die A. Enzmann zum Beispiel. Diese stand in sattem grün und
    wuchs kräftig. Plötzlich wurde das Gewebe an einigen Stellen grau. Lediglich die Polypen sind grün und expandiert. Die Stellen wurden sehr rasch grösser. Unsere Stock ist mittlerweile vollständig am Ende.

    Meinst Du es kommt von den doch nicht unerheblichen Schwankungen der Salzdichte???

    Grüße Ralf


    marubisanigif.gif

  • Hallo Ralf

    Wie wendest du denn das Zeovit an, was genau gibst du sonst zu ?
    Was wird an Gestein verwendet ?

    An sich glaube ich eben nicht an eine Phosphatlimitierung wenn du dich an die Vorgaben von Thomas Pohl hältst.

    Ich denke nicht das drei Wochen nach dem in Ordnung bringen der Salzdichte noch Tiere erkranken sollten. Klar ist das nieder und dann wieder hoch nicht gut, aber so recht kann es mir nur bei niederfahren vorstellen. Eine Limitierung wirkt sich meist etwas schneller aus. Letztlich kannst du nur versuchen etwas mehr Futter einzubringen, mehr Wasser zu wechseln um etwaige Misstände darüber auszugleichen. Falls du etwas im becken hast was der auslöser ist ist es äusserst schwer den rauszufinden. Es gab mal bericht wonach bestimmte Pumpen (ich nenn die marke nun nicht ) nach langen Jahren solche Probleme auch mit verursachte hatten. Es gibt viele Möglichkeiten, es kann ja auch was im Wasser sein, (Leitungswasser) Dinge auf die man so einfach nicht kommt.

  • Hallo Ralf,

    die gleichen Probleme hatte ich auch nach der Umstellung auf die Zeovitmethode. Allerdings lief mein Becken schon ein Jahr und bei älteren Becken soll es manchmal zu Problemen kommen. Die ganzen Probleme, die ich nach der Umstellung hatte, habe ich in der Zeitschrift "Der Meerwasser Aquarianer 4/2003" veröffentlich. Ich hatte lange Probleme mit dem Nitratwert, der bei 50mg/l lag. Den habe ich mit Hilfe eines Schwefelfilter, in der Zeitspanne ca. 1 Jahres auf 0 gesenkt. Seit der Nitratwert unter der Nachweisgrenze liegt haben die Probleme aufgehört und die Farben der Korallen sind jetzt wunderschön. Das Sterben der Korallen hat sich bei mir fast auf ein ganzes Jahr hingezogen, ich habe aber mit der Zeovitmethode nicht aufgehört. Ob jetzt der Nitratwert wirklich der Grund war kann ich aber nicht hundertprozendig behaupten.
    Lese mal bitte meinen Bericht in der Zeitschrift nach.
    Bis auf weiteres wünsche ich dir viel Erfolg mit deinem Hobby und auf weiteres kein Korallensterben mehr.

    Peter Ismaier

  • Hallo Robert,

    das Zeovith wird in einem Zeovithfilter (Grotech) mit dem von Herrn Pohl angebotenen Zeolithgestein betrieben. Die Mendenvorgaben werden hierbei eingehalten. Das Gestein wird auch regelmässig (alle 14 Tage) unter Aquariumwasser ausgespült und von Mulm/Futterresten befreit. Die Zugabe von Zeobak/Food erfolgt direkt ins Becken. (2 Tropfen, da bei erhöhter Zugabe Sättigung eintritt.)

    Ich hoffe nicht, dass irgendwelche im Becken befindliche Geräte Stoffe abgeben, zumal das Becken nebst sämtlichem Zubehör neu angeschafft wurde. Die Steine wurden als Direktimport direkt aus der Box angeschafft. Das Wasser wird mittels einer Osmoseanlage aufbereitet. Es befinden sich keinerlei Kabelbinder oder ähnliche Kunststoffteile im Becken mit Ausnahme einer PVC-Platte unter den Steinen. Als Sand haben wir uns für den Livesand von Miraclemud entschieden. Es gibt kein Biofilter o.ä.Wasserwechsel wird wöchentlich (30-60 Liter) vorgenommen. Unser Abschäumer ist sicherlich etwas überdimensionert
    (Grotech HEA200). Nährstoffarmut kann ich mir nicht vorstellen, da wir
    schon aufgrund unseres Fischbesatzes reichlich füttern.

    Denkst du es macht Sinn, den Zeovithfilter mal einige wochen ganz aus dem Kreislauf zu entfernen? Keine Ahnung ob dies etwas bringt.

    Ich habe heute etwas Staubfutter sowie cyclop-eeze ins Becken gegeben. Kurz danach haben die Korallen (ob krank oder gesund) wieder an den Spitzen weisse lange Fäden gezogen. Ist dies normal??? So etwas habe ich die ersten Monate nicht beobachten können.

    Gruss Ralf

    Grüße Ralf


    marubisanigif.gif

  • hallo Ralf

    Evtl nicht gleich enternen... da die Sache an sich gut ist. Besser würde ich finden entweder mehr Futter, verwertbares Futter einzubringen, oder eben mal einen Teil de Dosierung runterschrauben. Leztzlich gehört zu allen Mehtoden auch das Auge dazu, die KOrallen zu beobachten. Ein wenig zuviel oder zu wenig kann auswirkungen haben.

    Und von der Ferne kann dir auch keiner helfen, nur mutmassen .-)
    Probiere es mal aus, ein wenig mehr futter und ein wenig zeolith weniger, bzw. die Zugaben... Jeder muss für sein Becken den weg finden wie die Korallen bei optimalen Farben und Wachstum am besten stehen.

    Es ist halt nur eine Vermutung, ob es wirklich daran liegt ist sicher möglich.
    Auf jeden Fall schaut deiner Beschreibung nach es nicht so aus, das was anderes schuld ist, da frisch Steine vewendet wurden und auch sonst wirklich alles vorbildlich erscheint.

  • Hallo Ralf,
    exakt die selben Symptome bei mir; mit reichlicher Fütterung der beflossten Freunde, die täglich 1 kg Frostfutter vertilgen, neben Grünzeug und Algenblättern geht bei mir der PO4 Wert auch nicht mehr über die 0,01..., nur kurz nach Fütterung ist mal was meßbar.

    bei mir war die unsinnige PO4 Absenkung vielleicht nur der Auslöser für das Korallensterben. Mittlerweile denke ich, mir einen infizierten RTN-Wildfang-Acro-Stock ins Becken geholt zu haben;
    genaueres läßt sich aber nicht mehr nachvollziehen, da die Auswirkungen erfahrungsgemäß immer erst Wochen später auftreten.

    Ich hatte jetzt einige Dutzend Vorort- und telefonische Kontakte, welche meinen Verdacht nun erhärten.

    den Zeovit-Filter keinesfalls entfernen, eher so wie Robert sagt, weniger ist oft mehr...
    bzgl. der weißen Fäden....kein gutes Zeichen das ist :angry_face:

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (30. März 2004 um 22:03)

  • Zitat

    Original von Tim Przezbor
    @Stefan: du verfütterst 1KG Frostfutter am Tag?

    Gruß Tim


    jo, leider :(,
    sind aber netto 8m³ Wasser, da verteilt sich das schon, im Wasser und im Fisch (und leider auch, schätze mal, in 1 Kilo Glasrosen :loudly_crying_face: )

    Servus
    Stefan

  • Uiuiui...

    damit komm ich bei einem 3/4m³ ja ein halbes Jahr mit aus :]

    Einmal editiert, zuletzt von Tim Przezbor (30. März 2004 um 22:36)

  • Zitat

    Original von Tim Przezbor
    Uiuiui...

    damit komm ich bei einem 3/4m³ ja ein halbes Jahr mit aus :]


    Hai Tim,
    3/4 m³? nicht mogeln :tongue:; netto = Steine und Glas abziehen :]
    brutto ist der ganze Trödel ab Beckenaußenkante bis Wasserstand Oberkante, da verrechnet man sich oft ganz gewaltig....

    PS: warum du zur Zeit nur Pech hast???

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Original von Stefan C.


    Hai Tim,
    3/4 m³? nicht mogeln :tongue:; netto = Steine und Glas abziehen :]
    brutto ist der ganze Trödel ab Beckenaußenkante bis Wasserstand Oberkante, da verrechnet man sich oft ganz gewaltig....

    PS: warum du zur Zeit nur Pech hast???

    Dan hab ich eben halben m³ :winking_face:


    Pech haben, weil HQI zum zweiten mal Put... und am WE zum Glück ersatz kriegen, dann meine reparieren lassen... Seriatoporen und 2 Acroporen schon am ausbleichen sind. Dan waren Zeitschaltuhr Put, was ich erst nach 5 Tagen merkte, als ich nachts um halb 5 Heim kam und ich von der Straße Licht im Keller sah, deswegen hatte mein Nigrofuscus auch Pünktchen, kein Wunder bei Dauersonne :frowning_face:


    Gruß Tim

    Einmal editiert, zuletzt von Tim Przezbor (30. März 2004 um 23:17)

  • Hallo Stefan,

    ich denke wie Michael eher an eine Phosphatlimitierung. RTN einschleppen, die sich dann ausbreitet halte ich für eher unwahrscheinlich. Zwar kann Helicostoma auf andere Korallen übergehen, aber hier liegt kein Helicostoma-Befall vor.

    Phosphatlimitierung kann durch sehr oxidative Bedingungen verstärkt werden. Vielleicht läßt sich in dieser Richtung etwas machen. Evtl. den Zeovit-Filter mal abschalten.
    Abschäumer drosseln.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo Stefan,

    ich denke wie Michael eher an eine Phosphatlimitierung. RTN einschleppen, die sich dann ausbreitet halte ich für eher unwahrscheinlich. Zwar kann Helicostoma auf andere Korallen übergehen, aber hier liegt kein Helicostoma-Befall vor.

    Phosphatlimitierung kann durch sehr oxidative Bedingungen verstärkt werden. Vielleicht läßt sich in dieser Richtung etwas machen. Evtl. den Zeovit-Filter mal abschalten.
    Abschäumer drosseln.

    Grüße

    Hans-Werner


    Hallo Hans-Werner,
    ich habe ja auch nicht behauptet, das hier ein solcher Befall vorliegt :D;
    muß nicht, könnte aber sein; bei mir wütet jedenfalls zusätzlich diese Seuche.
    die PO-Limittierung liegt hier wie bei mir zu 100% vor. Allein mit verstärkter Fütterung wird sich allenfalls der PO Wert auf längere Sicht beeinflussen lassen, hilft aber im Moment wenig.
    Zeovit würde ich nicht aus dem System entfernen, nur die Dosis aller Zutaten deutlichst verringern.
    Ich hatte vor einem Jahr Knall auf Fall Zeovit abgesetzt, um 6 Wochen später gegen Miracle Mud zu tauschen.....; mit verheerenden Folgen.

    Den Abschäumer abzuschalten bzw . drosseln, wie du mir schon geraten hattest, wurde schon ausgeführt, dies ist aber schon 5 Wochen her, und noch keine Besserung in Sicht.
    Ammoniumchlorid wurde auch abgesetzt, da der NO³ Wert nun konstant bei 5 mg/L steht.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (31. März 2004 um 08:45)

  • Ich kann auf jedem Fall bestätigen das Heliocotoma sich schön im Becken verbreiten kann und alle SPS von A wie Acropora bis M wie Montipora befallen kann. Gleichzeitig tritt bei mir derzeit dann noch RTN auf.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo

    Gibt es Möglichkeiten RTN bzw. Heliocotoma nachzuweisen oder werden diese lediglich durch die Krankheitsbilder bzw. deren Verlauf angenommen.

    Gruss Ralf

    Grüße Ralf


    marubisanigif.gif

  • Hallo Stefan,

    RTN würde ich nicht als eigenständige Krankheit ansehen, sonder als Symptom. Helicostoma ist dagegen eine parasitische Krankheit. Helicostoma tritt häufig im Gefolge von RTN auf und kann dann auf gesunde Korallen übergreifen.
    RTN kann meines Erachtens vor allem durch unpassenden Wasserchemismus ausgelöst werden. Insofern kann ich im Moment nicht nachvollziehen, wie man sich RTN einschleppen kann. Ich kenne keinen Erreger für RTN. Was hat RTN deiner Meinung nach bei dir ausgelöst?

    Beim Zeovit soll es auch ohne das Zeolith Wirkungen geben. Siehst du nicht die Möglichkeit, den Zeovith-Filter aus dem System zu nehmen und weiter Aminosäuren, Spuren usw. zu dosieren?

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    Zitat

    Original von Hans-Werner
    RTN kann meines Erachtens vor allem durch unpassenden Wasserchemismus ausgelöst werden.


    könntest Du das mal bitte näher erläutern?

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Hallo Ralf,

    du verwechselst hier wohl Dichte mit Salinität. Du hast doch nicht die Dichte auf 1,036 erhöht, oder?

    Andre

    Zitat

    Original von Ralf Schuster
    Hallo Robert,

    zunächst bin ich auch davon ausgegangen, dass die Ursache die doch recht niedrige Dichte ist. Was mich jedoch stutzig macht ist die Tatsache, dass nun nachdem die Dichte seit ca 3 Wochen bei 36 (-1) liegt, keine Verbesserugn eingetreten ist. Dass die geschwächten
    Tiere keine Verbesserung nach so kurzer Zeit vorweisen, ist schon klar.
    Es sind jedoch auch Tiere erkrankt, welche bis dato keine Auffälligkeiten
    zeigten. Die A. Enzmann zum Beispiel. Diese stand in sattem grün und
    wuchs kräftig. Plötzlich wurde das Gewebe an einigen Stellen grau. Lediglich die Polypen sind grün und expandiert. Die Stellen wurden sehr rasch grösser. Unsere Stock ist mittlerweile vollständig am Ende.

    Meinst Du es kommt von den doch nicht unerheblichen Schwankungen der Salzdichte???

    Einmal editiert, zuletzt von Andre Jonas (31. März 2004 um 12:18)

  • Hallo Frank,

    unpassender Wasserchemismus ist Beispielsweise ein Mißverhältnis der Nährstoffe, unpassende Karbonathärte, Salinität, Calcium- oder Magnesiumgehalte, ungünstige Spurenelemente-/Schwermetallgehalte, um nur einige nachvollziehbare chemische Parameter zu nennen.

    Grüße

    Hans-Werner

  • aha - ich dachte schon du ziehlst damit auf einen bestimmten parameter. bei mir halten sich komischerweise ja auch nur ganz ganz wenige steinkorallen, wachsen aber nicht, sogut wie alle SPS sterben ab... daher hoffte ich einen neunen Hinweis von Dir zu bekommen...

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Na, dann wäre auf jedefall die Ursache sehr schnell geklärt gewesen.

    Andre

    Zitat

    Original von Ralf Schuster
    Hallo Andre,

    kleine Verwechslung....die Sali liegt natürlich bei 35.......sorry.

    Gruss Ralf

  • Hi Ralf,
    versuche mal die Korallen in Lugolscher Lösung (3-4 Tropfen auf einen Liter Meewasser ) zu baden. Verwende das Wasser aus Deinem Becken. Wenn es Bakterien sind, sind Sie weg. Vorher einige Stücken "Retten" und dann den Rest ab in die Lösung. Ich hatte eine Koralle die von unten her weiß wurde. Konnte die Ausbreitung mit dem Bad stoppen.
    Hoffe es Hilft.

    Steffen

  • Ich hatte neulich an einer 40cm großen Montiplatte einen weissen schleimigen Befall (Bakterien) den ich durch ein Jodbad stoppen konnte - leider sind nur noch ca 30% der Platte am Leben.

  • Hallo Frank,

    was RTN betrifft muß ich dich leider enttäuschen.

    Was die speziellen hier geschilderten Symptome angeht, so hatte ich die nach einer zu spät bemerkten Überdosierung von Calciumnitrat, wobei auch die KH auf 10° anstieg. Sowas passiert natürlich immer im Urlaub und führte zu einem Nitratgehalt von 100 mg/l. Danach schleimten auch die Acros an den Spitzen ab, teilweise starben die Spitzen ab, Verluste hielten sich in Grenzen. Wasserwechsel brachten Besserung.

    Da ich soetwas bisher nur in diesem Fall der Nitratüberdosierung gesehen habe, denke ich es hat auch etwas mit Redoxreaktionen zu tun, will aber Phosphatmangel nicht ausschließen. Bei organischem Stickstoff mit sehr wenig Phosphat waren die Symptome ganz andere. Hier hellte sich die lichtzugewandte Seite auf, Zeichen für Überlastung der Photosysteme unter Nährstoffmangel.

    Grüße

    Hans-Werner

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!