Hallo!
Bei den super Vorträgen von Jens und Jörg wurden die Verbindungen Calciumnitrat und Ammoniumchlorid erwähnt. Jetzt wäre für mich interessant, wie man diese Verbindungen dosieren sollte? Vielleicht weiß jemand etwas dazu?
Gruß
Aquarius
Hallo!
Bei den super Vorträgen von Jens und Jörg wurden die Verbindungen Calciumnitrat und Ammoniumchlorid erwähnt. Jetzt wäre für mich interessant, wie man diese Verbindungen dosieren sollte? Vielleicht weiß jemand etwas dazu?
Gruß
Aquarius
Hi,
wenn Du genau hingehört hättest
- am besten gar nicht.
Nimm Phytoplankton wie Nanochloropsis. Das ist ungefährlicher und Du machst Deinen Korallen UND Fischen eine echte Freude.
mfg Uwe
Hallo Aquarius,
der Jörg hat eine Dosierungsempfehlung nicht ohne Grund im Vortrag nicht angegeben - das kann ganz schön gefährlich sein. Ich hab das mit Jörgs Anleitung mal probiert und bei mir hat's fast alle SPS gekillt - nur weil ein(ige andere) Wasserwert(e) nicht gestimmt haben. Sowas darf man wirklich nur machen , wenn es einen bestimmten Grund dafür gibt und alle anderen Rahmenbedingungen stimmen.
Aus welchem Grund willst Du denn den Nitratwert anheben? Wenn Du den Vortrg von Jörg komplett angehört hast, dann hättest Du doch zu der Erkenntnis kommen sollen, daß ein niedriger No3- und Po4-Wert besser ist und die fehlenden Nährstoffe mit Aminosäuren und Phytoplankton zugegeben werden sollen.
Hallo Frank!
Ich habe schon zugehört. Da mein Nitrat gleich Null ist, aber der Phosphatwert mir Sorgen macht, will ich diese Lösung versuchen. Wenn ich zb Phytoplankton füttere bekomme ich automatisch wieder Phosphat ins Becken. Mein Ansatz ist: Stickstoff führe ich von Aussen zu, Phosphor soll aus dem Becken verbraucht werden. Dann sollte sich auch ein vernüftiges Verhältnis wieder einstellen.
Gruß
Aquarius
wende Dich mit deinem Problem am besten direkt an Jörg Kokott und beschreibe dein Problem sehr genau - aber bedenke: die Nitratanhebung über diese Methode ist nicht für einen Dauereinsatz geeignet. Du mußt wohl oder übel dein Phosphatproblem in den Griff bekommen (reichlich Adsorber einsetzen)
Hallo Aquarius,
Ich hatte mal die Empfehlung bekommen eine Messerspitze täglich pro 200l vom Calciumnitrat zuzugeben und dann auf 10mg/l hochzugehen (öfter Messen).
Ammonium und Harnstoff zu dosieren kann natürlich bei Überdosierung tötlich sein.
Hier findest du eine Aufführung wieviel Ammonium und Nitrat in KNO3, NH4NO3, Harnstoff ist.
http://www.drak.de/Produkte/Eudrakon.html
Eine bessere Möglichkeit dein Phosphat zu senken und gleichzeitig Phytoplankton ins Becken zu bringen ist es einen Planktondurchlaufreaktor zu installieren
Wenn du Nährlösung zugeben willst, wie z.B. f/2 kannst du zusätzlich ja noch versuchsweise die Phosphatkomponente wegzulassen.
Du kannst dich ja mal durch die Artikel bei http://www.matuta.com durcharbeiten.
http://www.matuta.com/include.php?pa…entid=42&page=2
Hallo!
Ich möche meine Frage noch einmal stellen. Kann mir jemand sagen, wie ich Ammoniumchlorid dosieren soll, ohne Schaden an den Fischen anzurichten? Kann auch per PN sein. Für diesbezügliche Angaben wäre ich sehr dankbar.
Gruß
Aquarius
Hallo Frank!
Ein Planktondurchlaufreaktor ist schon im entstehen, aber es wird schon noch etwas Zeit vergehen. Bis da hin möchte ich Nitrat und Phosphat in ein güstiges Verhälnis bringen. Bei meinen langgedienten großen Fischen reichert sich Phosphat überdurchschnittlich an, obwohl ich einen Adsorber mitlaufen lasse. Algen und Korallen können aber nur soviel wachsen wie es das kaum vorhandene Nitrat zulässt. Diesen Zustand möchte ich ändern.
Gruß
Aquarius
Hallo Aquarius!
Bei Deinen bisherigen Postings war keine genaue Angabe über die Höhe Deines "Phosphatproblems" zu lesen. Wieviel mg/l hast Du denn?
Gibt es denn nachweisliche Probleme, die sich durch den Phosphatgehalt ergeben?
Falls nicht, würde ich mir solch doch sehr weitgehende Eingriffe in die AQ-Chemie ersparen (Zugabe von Nitraten). Eher wäre der Einsatz eines Phosphatabsorbers (Eisen- oder Aluminiumbasis) zu empfehlen.
Und noch etwas ist zu bedenken: Die mit einfachen Testkits meßbaren Parameter Nitrat und Phosphat sagen herzlich wenig über das Verhältnis von Gesamtstickstoff zu Gesamptphosphor in Deinem AQ aus. Auf Basis dieser einfachen Parameter jedoch Stickstoff als Ammoniumchlorid zuzuführen, um das Verhältnis der "Redfield ratio" anzupassen, halte ich für zu riskant.
Gruß,
Michael
Hallo Michael!
Phosphat wird immer wieder zurückgelöst. Im Moment messe ich 0:1 mg/l mit Salifert. Aber NO3 ist nicht nachweisbar. Wenn ich zb im Urlaub bin, schauen die Steinkorallen nachher nicht mehr so gut aus. Ich glaube aber , daß bei einem etwas höheren Nitratwertes ( ca 10 mg/l) das Phosphat von den Tieren besser vertragen wird. Ich dosiere im Moment Calciumnitrat zu iund bemerke noch nichts Negatives. Um positive Reaktionen zu sehen ist die Zeit noch zu kurz.
Gruß
Aquarius
Hallo Aquarius!
Berichte Doch bitte weiter, was daraus wird. Es würde mich interessieren.
Du sprichst von zurückgelöstem Phosphat, folglich gehst Du davon aus, ausgefällte Phosphate in deinem AQ zu haben. Das Problem ist natürlich, das je nach Menge des ausgefällten Phosphates, es lange dauern kann, bis dieses Phosphat aufgebraucht ist.
Peter Schmiedel hatte ins seinem Becken durch Gestein, das aus einem Becken mit Phosphatausfällung übernommen worden war, ein wohl erhebliches Phosphatproblem. Vielleicht kontaktierst Du ihn einmal zu diesem Thema.
Gruß,
Michael
Hallo Michael!
Mein Becken steht seit über 12 Jahren, und es sind auch einige Fische aus dem vohergehenden Aquarium drin. Diese sind natürlich entsprechend groß.
( Doktoren 3 Stück, Wimpel ca 8 Jahre) Bei 3000 Litern und den Fischen, ist ausräumen kaum möglich. In diesen langen Jahren wurde auch schon mit Kalciumhydroxid gearbeitet.Darum bin ich mir sicher, daß sich PO4 aus der Dekoration löst. Problem habe ich wenn ich zu Hause bin keines, da kann ich Wasserwechsel machen und den Phosphatadsorber tauschen. Aber wenn ich 3 Wochen abwesend bin, dann habe ich schon mal Verluste . Diese Situation möchte ich beeenden.
Gruß
Aquarius
Ps: Ich werde darüber berichten. Peter Schmiedels Homepage habe ich aufmerksam gelesen.
Hi,
OK, mit Plankton ist Dein Problem nicht richtig zu lösen. Hole Dir mal von Claude/Aquaterrashop das Ultrasil. Das zieht wesentlich besser und mehr Phosphat aus dem Wasser wie Silicarbon oder Contraphos. Habe meine 1000l mit 300g von 0,4mg/l auf 0,02mg/l Phosphat bekommen. Ist zwar als Silikatadsorber beschrieben aber die chemische Reaktion funktioniert genauso oder besser auch mit Phosphat.
Wegen dem Nitrat würde ich mich direkt mit Jörg in Verbindung setzen und eine Wässrige Stammlösung mischen. Diese dann ganz vorsichtig steigernd zuführen. Der Nitratgehalt ist ja gut zu überwachen.
mfg Uwe
Hallo Uwe!
Ich verwende als Adsorber ELIMIphos von Tropic Marin. Dürfte so ziemlich das gleiche sein, wie das von Claude. Ich habe von ELIMIphos noch einiges zu Hause das werde ich auf jeden Fall noch aufbrauchen. Ich finde den Adsorber auch gut, ich weiss allerdings nicht welche Mengen sich noch lösen werden. Habe jetzt auch bis Februar Zeit es zu beobachten. Ich stelle mir vor , daß bei fehlendem Nitrat auch das Phosphat nicht durch die Algen verbraucht werden kann.( Liebigsche Gesetz) Ich habe 250 Gramm Ammoniumchlorid in 10 Liter Osmosewasser aufgelöst. Wenn mir niemand eine Dosierung geben kann, werde ich wie du es vorgeschlagen hast, ganz langsam mit der Zugabe beginnen. Ich hoffe es klappt.
Gruß
Aquarius
Hallo Aquarius,
Mit der Menge kannst Du kannst Du gleich beim Händler vorstellig werden und neue Korallen bestellen... möglicherweise auch Fische....
mit der Menge bringst Du dein Becken um, egal wie langsam Du das Zeug zugibst. Warum hörst Du denn nicht auf mich? Ammoniumchlorid ist unheimlich gefährlich - und mit deiner Menge absolut tötlich fürs Becken Wende Dich bitte an Jörg Kokott - niemand anders wird dir verständlicherweise eine Dosierungsanleitung geben. die Menge des Ammoniumchlorides ist sehr stark von der Wassermenge abhängig und muß aufs Milligramm genau berechnet werden
Hallo Frank!
Wir diskutieren über ca 5000 Liter Wasser.Da relativiert sich die Menge von 250 Gramm Ammoniumchlorid. Und ich glaube auch ,daß die Fische als erste gefährdet wären. Und ich will ja nicht alles auf einmal reinschütten.
Gruß
Aquarius
Hall Aquarius
mit deinen 250g kannst Du selbst ein 50000L-Becken umbringen... und das ganz schnell - selbst ein 10tel der Menge wäre für Dein Becken schon viel zu viel...
ZitatOriginal von Aquarius
Wir diskutieren über ca 5000 Liter Wasser.Da relativiert sich die Menge von 250 Gramm Ammoniumchlorid.
250 g NH[T]4[/T]CL (Ammoniumchlorid) enthält 65,4 Gramm Stickstoff, welches dann rund 290 Gramm NO[T]3[/T] (Nitrat) entspräche. In 5000 Litern aufgelöst, wäre das also vergleichbar mit 58 mg NO[T]3[/T].
PS:
So etwas läßt sich über die Molgewichte leicht selber ausrechnen:
1 mol N = 14 g
1 mol H = 1 g
1 mol O = 16 g
1 mol Cl = 35,5 g
250 g NH[T]4[/T]CL = 250 / (14 + 4 + 35,5) = 250 / 53,5 = 4,67 mol
4,67 mol NO[T]3[/T] = 4,67 * (14 + 48) = 290 g
Hallo!
Erstmal Danke Thomas.
@ Frank.
In einem Milliliter dieser Lösung sind noch 25 Tausendstelgramm Ammoniumchlorid. Ich möchte diese Lösung auch nur Tropfenweise zuführen. Momentan gebe ich von einer Lösug von 100 Gramm Calciumnitrat aufgelöst in einem Liter Osmosewasser 25ml täglich zu. Und das funktioniert gut
Gruß
Aquarius
Hallo,
konnte die letzten Tage nicht ins Forum schauen, deshalb schalte ich mich erst jetzt mal ein.
Frank (iXware) hatte ja schon geschrieben, was bei Ihm passiert ist. Er hatte eine Stickstofflimitierung im Becken die seine Steinkorallen nicht hat wachsen lassen. Als er dann mit der Ammoniumchlorid-Dosierung angefangen hatte, wurde es zunächst besser. Der Punkt - und das ist eben das Problem bei der Sache mit Ferndiagnosen und Mailanleitungen - war aber, dass die anfängliche Dosierung auf Dauer zu hoch war, und er nach den anfänglichen Erfolgen schnell einen zu hohen Stickstoffgehalt hatte. Folge ist nun, dass er anstelle einer Stickstofflimitierung eine Phosphorlimitierung hat - und wie im Vortrag gesagt ist die meistens tödlich.
Das Ammonium toxisch ist, stimmt schon, allerdings wird Ammonium in stabilen Aquariensystemen nach der Einfahrphase schnell zu Nitrat hochoxidiert, so dass Ammoniumvergiftungen eigentlich nur bei wirklich krassen Überdosierungen zu Stand kommen.
Ein weiteres Problem ist das Aquariensystem selbst und wie hoch der Stickstoffumsatz im System ist. Sandbettfilter wie Jaubert, DSB oder Miracle Mud haben i.d.R. eine höhere Nitrat-Abbauleistung als Becken ohne Sandbett.
Ich werde bald auf Korallenriff.de den Vortrag sehr ausführlich veröffentlichen und dabei auch Dosierempfehlungen angeben. Diese werden allerdings so sein, dass sie eher "schwach" ausgelegt sind. Man muß also beim Gebrauch dieser "Rezepte" durch regelmäßiges Messen des Nitratgehaltes die Dosiermenge selbst anpassen.
Aber alles andere ist für mich persönlich zu risikoreich, weil ich keine Lust habe, nachher dafür verantwortlich gemacht zu werden, dass sich Leute mit solchen "Mittelchen" die Becken umbügeln.
Also noch etwas Geduld, ich hoffe den Bericht für korallenriff.de in der nächsten Woche fertig zu bekommen.
Am besten Aquarius schreibt mir eine PN mit einer Beschreibung seines Aquariums, seiner Symptome und seinen Wasserwerten. Dann kann man weiterschauen.
Es ist im Vortrag richtig verstanden worden: Ammoniumchloridlösungen und Co sind gefährlich, und ich würde sie nur dann empfehlen und anwenden, wenn es keine andere Möglichkeit gibt.
Wie wir auch im Vortrag von Frank Diehl gehört haben, ist eine Phytoplanktondosierung mit Veränderungen im Aquariensystem verbunden. Er hat eine "2. Einfahrphase" angesprochen, die dazu führt, dass sich Nahrungsketten und Nährstoffkreisläufe ausweiten. Man kann also nicht vorher schon sagen, wie sich die Nährstoffgehalte im Aquarium verändern.
Hallo Jörg!
Deine Antwort im Forum und eine PN an dich haben sich offenbar überschnitten. Vielleicht kannst du aber dennoch auf meine PN antworten. Ich wäre dir sehr dankbar.
Gruß
Aquarius
Hallo Aquarius, hallo zusammen,
ich würde die Stickstoff-Dosierung, insbesondere bei Ammonium, mit sorgfältiger Phosphat-Messung verbinden. Solange noch Phosphat nachweisbar ist, sollte es keine Probleme mit Phosphat-Limitierung oder Phosphat-Mangel geben.
Grüße
Hans-Werner
... und wer eine Phosphat Limitierung hat kann gerne mein Wasserwechel Abwasser käuflich erwerben ![]()
Hallo Peter,
da können wir ins Geschäft kommen - du bekommst von mir Phosphatfreies Wasser und ich bekomme dein belastetes, damit ist uns beiden geholfen ![]()
Hi,
und die Lufthansa schreibt dann auch endlich wieder schwarze Zahlen ![]()
mfg Uwe
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