Hallo zusammen,
ich kämpfe seit Monaten mit einer Dinoplage. Ostriopsis bildet lange Fäden, daran kann man sie eigentlich immer gut erkennen. Sie überwachsen nicht nur nur Sand und Gestein, sondern auch Korallen. Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell die sich vermehren. Wenn ich eine Koralle davon befreit habe, war nach zwei Stunden schon wieder ein brauner Belag zu sehen.
Ursache war wohl, dass meine Nährstoffe auf 0 gefallen sind, vor allem Stickstoff. Auf jeden Fall habe ich dann erstmal die Nährstoffe erhöht und brav immer alles abgesaugt, keinen Wasserwechsel mehr gemacht und abgewartet. Leider war das ein Kampf gegen Windmühlen. Einige Korallen gerieten auch stark in Bedrängnis, zeigten keine Polypen mehr und zogen sich zurück.
Dann habe ich eine UV installliert, alles nochmal penibel abgesaugt und das Becken für 3 Tage komplett abgedunkelt. Den Tieren hat es nicht geschadet und erstmal sah alles sehr gut aus. Die Dinos kamen jedoch zurück, zwar nicht mehr ganz so stark, aber stark genug, dass sich wieder ein paar Korallen schlossen. Ich habe dann den gesamten Bodengrund abgesaugt und durch Live Sand ersetzt. Ich dachte, der bakterienangeimpfte Sand könnte einen Schwung Konkurrenz ins Becken bringen. Das war auch nur kurz erfolgreich, die Dinos kamen zurück und bildeten schnell wieder die braunen Fäden auf dem neuen Sand.
Letzten Donnerstag dachte ich mir, ich schalte jetzt einfach mal meine Kessil LED ab und verkürze die T5 von 8 Stunden auf 6 Stunden. UV lief die ganze Zeit weiter. Was soll ich sagen, als ich gestern das Becken sah (es steht in der Firma, daher sehe ich es manchmal ein paar Tage nicht) dachte ich: wow, das sieht ja prächtig aus. Die Korallen stehen super da, alles offen und weit expandiert. Die Dinos sind komplett vom Sand, vom Gestein und den Korallen verschwunden. Lediglich an den Scheiben gibt es noch vereinzelte Spots, aber das nichts im Vergleich zu vorher.
Ich weiß nicht ob ich die jetzt besiegt habe, ich lasse es erstmal so weiterlaufen. Schon krass und das bringt mich zum Nachdenken was generell die Lichtleistung anbelangt. An sich ist die Kessil ein treuer Begleiter seit ca. 7 Jahren. Die Lampe ist sicherlich nicht die Ursache für die Dinos, aber vielleicht war das in Kombination mit den niedrigen Nährstoffen doch eine Art Booster für die Dinos. Licht ist ja nach wie vor vorhanden, zwar weniger und deutlich verkürzt, aber ich hätte nicht gedacht, dass diese Maßnahme so durchschlagend ist.
Ich werde mal jetzt die PAR Werte messen, nur mit den T5. In dem Becken habe ich nur noch wenige Acros, vielleicht reichen die 4 T5 Röhren ja auch aus.
