Das passiert, wenn man seine Technik nicht regelmäßig begutachtet …

  • Hi Forianer,

    hatte jetzt lange nicht mehr im Forum geschrieben, aber DAS heute muss ich dann doch „zur Abschreckung“ loswerden…

    Also, ich wollte beim zweiwöchentlichen Wasserwechsel heute morgen wieder mal den Kalkreaktor im Technikbecken auffüllen und dabei säubern; also habe den Wasserstand im Technikbecken abgesenkt und den Reaktor rausgenommen. An der hinteren Glasscheibe des Technikbeckens befinden sich die zwei Sensoren meiner automatischen Wassernachfüllung (der optische Sensor zur Regelung und der Schwimmerschalter zur Notabschaltung).

    Beide sind mit Magneten an der Scheibe befestigt. Ich wunderte mich dann, warum der Magnet des Schwimmerschalters so weit ins Becken ragte und nicht flächig an der Scheibe anlag … na ja, die Lösung seht Ihr unten im Foto. Offenbar wurde die Kunststoffummantellung des Eisenmagnets irgendwo beschädigt und undicht, so dass schön immer Meerwasser und Luft mit dem Eisenkern direkt in Verbindung kamen. Da sich der Schwimmerschalter im Betrieb in der Regel oberhalb des Wasserstands des Technikbeckens befindet, gelangten wohl nicht ständig Schwermetalle ins Becken - das war womöglich mein Glück. Aber es sieht schon gruselig aus.

    Wie geschrieben, ich hatte Glück, dass die Korallen, Wirbellosen und Fische offenbar keinen Schaden genommen haben, aber das war schon ein gruseliger Anblick - und darf Euch bitte als Anlass dienen, regelmäßig selbst in den „dunklen Ecken“ des Beckens nachzusehen und Pumpen etc. zu überprüfen, ob da ein Gefahrenherd vorliegt.

    LG
    Bernhard

    P.S.: Ich möchte ausdrücklich betonen, dass dieser Beitrag kein Herstellerbashing sein soll - der bekannte Hersteller der Wassernachfüllung (aus Südbbayern) hat aus meiner Sicht hervorragende und langlebige Produkte; ich habe von ihm Pumpen seit 15 Jahren störungsfrei laufen. Hier handelt es sich aller Voraussicht nach um eine mechanische Beschädigung, woher auch immer.

  • Sehr schön gestaltetes Becken!

    Grüße vom Nordeifelrand,
    Werner

    Reefer 425, 2 x Hydra 32 + 40 Watt umlaufende LED-Leisten 13.000 K.+ 5 Spots
    6 Turbellen, Rundströmung mit Wellen im 1-Sekundentakt, "Ebbe - Flut" alle 3,5 h
    Deltec 600i, Fe-Adsorber (Ramsch-Perlen), Biopellets, Balling light
    15 % Wasserwechsel/Woche

    Täglich lebende Artemianauplien + 120 cm³ frisch gezapftes Phytoplankton

  • Manchmal liegt es nicht direkt am Hersteller. Meist werden Ummantelung aus Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) gegossen/verschweißt. Selbst wenn diese absolut wasserdicht produziert wurden, kann es sein, dass bei zu hohen Iod-Konzentration das Iod durch den Kunststoff diffundiert und mit den Metallen des Magneten reagiert und das Volumen vergrößert. Letztendlich platzt die Hülle und weitere Korrosionsvorgänge nehmen ihren Lauf. Das ist uns mal bei einem Abschäumer passiert, der mit verdünntem Solewasser betrieben wurde. Leider waren auch jede Menge Iod und Brom in dem Wasser. Die große magnetisch gekoppelte Industriepumpe sah nach etlichen Monaten nicht wirklich gut aus. Erst als der PP-Läufer gegen einen mit PVDF-Ummantelung getauscht wurde, war Ruhe im Karton. Autsch, das tat weh. In der Aquaristik sind PVDF-ummantelte Magneten wirtschaftlich nicht sinnvoll.

    LG Burkhard

  • Hallo Bernhard,


    das ist bei meinen Magnethaltern der Strömungspumpen auch passiert. Die sind ja seit Beginn im Becken (2010) und vor etwa 2 Jahren hatte ich das bemerkt.


    Ich habe den Hersteller kontaktiert, denen ist das bereits bekannt und sie haben in der Vergangenheit auch schon etwas an der Verarbeitung/den verwendeten Materiaien verändert.


    Viele Grüße,

    Ina

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