Probleme mit Pseudanthias squamipinnis

  • Hallo zusammen,

    mit Fahnenbarschen hatte ich bisher leider wenig Glück.
    Zuerst hatte ich eine Gruppe juvenile Pseudanthias squamipinnis (5 Stück) bei meinem Händler
    vor Ort erworben. Davon sind vier bereits innerhalb der ersten beiden Tage ausgeblieben.
    Ich habe Sie einfach nicht ans Futter bekommen. Von Lobstereier, über Nyos Goldpods
    bis hin zu diversen Mückenlarven habe ich alles versucht, was ich da hatte.
    Ich beiße mich heute noch in den A…, weil ich den Händler nicht gefragt hatte, womit er füttert.
    Natürlich habe ich die Fische an einem Samstag geholt, so dass ich das Versäumte auch nicht
    einfach nachholen konnte. Der verbliebene fraß von Anfang an Artemia.
    Ein Woche später habe ich dann drei adulte, futterfeste Tiere bei einem namhaften Onlineshop bestellt.
    Dieser hat mir dann neben zwei Squamipinnis einen Dispar geliefert.

    Anfangs schwammen die vier Anthias dann als Schwarm im Freiwasser und ich dachte alles ist im Lot.
    Alle fraßen gut und es gab keine Zankereien. Inzwischen ist jedoch ein Tier (alles Mädels) dominant geworden.
    Sie schwimmt alleine im Freiwasser und die anderen bleiben die meiste Zeit im Steinaufbau.
    Wenn diese dann doch heraus kommen, bleiben Sie meistens direkt am Boden (liegen teilweise rum).
    Zwar fressen Sie, jedoch bei weitem nicht so viel wie am Anfang.
    Ich hatte vermutet, dass es an zu wenig Futter liegt und daher bis zu fünf mal am Tag
    verschiedenes Frofu gegeben. Das Verhalten hat sich dadurch nicht geändert.
    Es läuft bereits ein 38 Watt UV-Klärer im CL und ich gebe reichlich Knobi ins Futter,
    um die geschwächten Fische nach Möglichkeit zu unterstützen.
    Dem restlichen Besatz geht es im Übrigen prima.

    Nun frage ich mich, ob ich eine weitere Gruppe Squamipinnis nachsetzen oder es besser bleiben
    lassen soll? Vielleicht ein Männchen einsetzen? Noch mehr füttern? Was meint Ihr?

    So wie es sich im Moment darstellt bleibt wohl sehr bald nur noch das dominante Weibchen über :loudly_crying_face:

    Herzlichen Dank für Euren Rat und viele Grüße
    Sebastian

  • Hi Sebastian,

    also unsere 5 (2 M/3 W) fressen sehr gut sind aber auch oft im Aufbau oder liegen/stehen auf dem Sand oder in den Felsspalten. Zumindest die Damen. Die beiden Herren schwimmen immer herum, die Damen nur manchmal.
    Bisher hatte mir das keine Sorgen bereitet!

  • Hallo Katharina,

    vielen Dank für Eure Erfahrungen. Wenn alle normal an das Futter gehen würden, hätte ich auch keinen Grund zur Sorge.
    Nur das Weibchen, dass permanent im Freiwasser steht frisst immer und viel.
    Die anderen verlassen Ihre Verstecke oft nicht einmal zur Nahrungsaufnahme oder nur sehr zögerlich.

    Viele Grüße
    Sebastian

  • Hallo zusammen,

    eine Gruppe ist kein Schwarm....

    mein Ansatz ist denkbar einfach, ein Schwarmfisch sollte auch im Schwarm gehalten werden.
    Wenn wir uns mal anschauen wie die Fahnenbarsche in der Natur leben, fällt sehr schnell auf, dass sich hunderte von denen oft weniger als 1m² teilen.
    Hier schützt über das Schwimm- & Rückzugsverhalten ein einzelnes Tier den gesamten Schwarm, droht Gefahr schreckt eines der Tiere zurück und der komplette Schwarm zieht nach.

    Das ist deren Überlebenstrick und genau das wird bzw. kann dann im Aquarium zum Problem werden.
    Die Tiere orientieren sich aneinander, sind wenige Exemplare im Aquarium signalisiert es der kleinen Gruppe, ACHTUNG Gefahr (weil kein anderer da ist) und das 24/7 was eben auch Dauerstress für diese Tiere bedeutet und das macht die Haltung dann eben auch mit so problematisch (neben dem Futter, was Sie eben mehrfach täglich benötigen)

    Es spielt also auch eine erhebliche Rolle ob man 5 oder 25 Tiere im Aquarium hat;)


    mfg Chris

  • hi,

    unsere erfahrung ist, wenn sich fahnenbarsche auf den boden legen, sie nicht mehr lange machen.

    die schwarm-gruppengeschichte mag sein, allerdings nur wenn sonst keine anderen fische im becken sind.

    selbst wenn nur 2 übrig blieben und es denen gut geht, stünden sie frei, so bei uns in einem becken.

  • Hallo und herzlichen Dank für Eure Beiträge,

    @Chris: Genau dies ist Grund für meine ursprüngliche Überlegung weitere Fahnenbarsche nachzusetzen.

    Joe: Deine Aussage bestätigt meine Beobachtungen. Ich habe schon das Gefühl, dass die Fische arg geschwächt sind.

    Ich werde versuchen die drei schwächelnden Squamipinnis jetzt, wie von Katharina vorgeschlagen, gezielt mit Pipette zu füttern und kann nur hoffen, dass Sie wieder zu Kräften kommen.
    Ina hatte in meinem Tagebuch noch auf eine eventuell unvorteilhafte Beckengestaltung hingewiesen. Auch diesen Ansatz nehme ich in meine Überlegungen mit auf.
    Jeder der Fische hat jedoch einen festen Schlaf- und Rückzugsplatz in irgendeiner Höhle oder Spalte.

    Im Moment wiederstrebt es mir irgendwie weitere Fische einzusetzen. Derartige Probleme mit einer Art waren mir bisher fremd.
    Ich werde weiter nach Optimierungsmöglichkeiten in den Haltungsbedingungen suchen und vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt
    einen neuen Versuch mit einer größeren Anzahl Fahnenbarsche starten.

    Nochmals Danke an alle Beteilgten!

    Viele Grüße
    Sebastian

  • selbst wenn nur 2 übrig blieben und es denen gut geht, stünden sie frei, so bei uns in einem becken.


    So sind auch meine Erfahrungen.
    Übrigens bei einer Meute von 25 und mehr Exemplaren sind höchstwahrscheinlich mindestens 2 Männchen dabei.
    Wo wir dann wieder bei 2 Gruppen wären. Allerdings in einem Verband.

    Gruss
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!