Hilfe: Dichte unbekannt!

  • Hallo,
    soeben komme ich nach Hause und habe mir vorsichtshalber ein zweites Dichtemeßgerät mitgebracht, um das Vorhandene gegentesten zu können.
    Nun stehe ich da:
    Das SERA- Aräometer zeigt 1,024 und das mir vorhin als super präzise verkaufte Schwimmzeigerteil sagt 1,028!

    Ich mache mir nun große Sorgen um meine Bewohner, zumal die Krusten noch immer nicht gut aussehen.

    Was nun tun?

    Ich brauche dringend Rat.

    Vielen Dank schonmal.

  • Hallo!

    Zur GROBEN Referenz mal einen Liter frisches Meerwasser ansetzen (Wasser genau abmessen / Salz möglichst genau abwiegen) und da die Dichte messen.

    Erst dann in Erwägung ziehen im Becken was zu ändern!

    so long,
    Florian - Tapatalk -

  • Hi,
    vermutlich stimmt keines von beiden. Kauf Dir ein Aräometer von Tropic Marin, beachte die Temperatur, benütze ein extra Gefäß und du hast die genaue Dichte.

  • Hallo Peter,

    dem Zeigerteil würde ich noch am wenigsten vertrauen. Aber die Seraspindel solltest du tatsächlich gegen ein genaueres bzw. besser abzulesendes Aräometer austauschen.

    Zur GROBEN Referenz mal einen Liter frisches Meerwasser ansetzen (Wasser genau abmessen / Salz möglichst genau abwiegen) und da die Dichte messen.


    Hallo Florian,

    diese Methode taugt auch nicht als grobe Referenz. Zu unterschiedlich ist die von den verschiedenen Salzen erzeugte Dichte. Und die Herstellerangaben kannst du sowieso vergessen.

    Grüße
    Ingrid

  • Dafür gibt's ja den AquaCalculator oder die Salztabelle als pdf.

    Aber Du kannst ja Deine Spindel auch mal in 25 Grad warmes Osmosewasser tauchen. Hier sollte sie logischerweise eine Dichte von 0 anzeigen.

    so long,
    Florian - Tapatalk -

  • Aber Du kannst ja Deine Spindel auch mal in 25 Grad warmes Osmosewasser tauchen. Hier sollte sie logischerweise eine Dichte von 0 anzeigen.


    Hallo Florian,

    eine Dichte von 0 sicher nicht. :winking_face:

    Die größte Dichte hat Wasser bei einer Temperatur von 4 Grad Celsius. Dann nähert sich der Wert an 1000 kg pro Kubikmeter:

    http://www.wissenschaft-technik-ethik.de/wasser_dichte.html

    Und es ist auch keine gute Idee, die Genauigkeit eines Aräometers mit Osmosewasser zu testen.

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo Peter,

    ich würde eher einem Aräometer als einem Plastik-Schwimmerteil glauben.
    Aber bei beiden musst du die Temperatur des gemessenen Wassers berücksichtigen,
    Dichte allein sagt nichts aus.

    @Florian: Reines Wasser hat bei 25°C die Dichte 0,997. Das liegt weit außerhalb
    des Anzeigebereichs eines Aräometers für Meerwasser.

    Oh, Ingrid war schon schneller :smiling_face:

    Gruß Armin

  • Hallo Peter,

    das Schwimmzeigerinstrument zeigt ziemlich sicher die Specific Gravity, die relative Dichte, trotzdem stimmt eines von beiden oder beide nicht ganz. Einer Dichte von 1024 kg/m3 würde eine Specific Gravity von 1,026 entsprechen.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Zunächst erstmal herzlichen Dank für Eure zahlreiche und schnelle Hilfe!

    Tatsächlich: Da steht "specific gravity". Somit sind die ermittelten Dichtewerte doch relativ dicht beieinander.
    Interessanterweise ist auf der Skala der Bereich von 1,020 bis 1,024 farbig hervorgehoben. Demnach würde man ja einen viel zu niedrigen Salzgehalt haben, wenn man sich danach richten würde?

    Heute Abend werde ich mal mit Hilfe meiner Laborwaage und 10l destilliertem Wasser eine Salzlösung mit bekannter Dichte herstellen und das Ganze mit den Meßgeräten vergleichen.
    Das Salz ist von "ARKA" und die Grammangaben für die Dichte von 1,022 stehen auf dem Eimer.

  • Ich nehme an es ist das Microblift Premium Reef Salt. Wenn Du das haben solltest... Laut AquaCalculator braucht man hier für eine Dichte von 1.0232 bei 25 Grad 39,63g Salz / Liter.
    Für eine Dichte von 1.022 wären es 37,8g. Was sagt die Angabe auf dem Salz?
    Probier es einfach mal aus...

    so long,
    Florian - Tapatalk -

  • Heute Abend werde ich mal mit Hilfe meiner Laborwaage und 10l destilliertem Wasser eine Salzlösung mit bekannter Dichte herstellen und das Ganze mit den Meßgeräten vergleichen.
    Das Salz ist von "ARKA" und die Grammangaben für die Dichte von 1,022 stehen auf dem Eimer.

    Dann nimm 8L Wasser, löse die benötigte Menge für 10L darin auf und füll dann auf 10L Wasser auf.

  • Auf dem Eimer steht tatächlich "Microbe-Lift Premium Reef Salt" und laut Aufschrift ergeben 36g auf einen Liter eine Dichte von 1,022.

    Somit weiß ich wieder ohne geeichtes Meßgerät nicht, woran ich bin.
    Ich finde es reichlich frustrierend, daß es so schwierig zu sein scheint, ein präzises Instrument für die primitivste physikalische Messung überhaupt herzustellen.

    Bei der Gelegenheit: Gibt es tatsächlich nennenswerte Qualitätsunterschiede bei den verschiedenen Salzmarken oder ist das nur Hersteller- Voodoo?

  • Nimm mal die Angaben aus dem AquaCalculator. Die haben bei mir schon bei zwei anderen Salzen geklappt. Beide Male zeigte mir mein Aräometer eine Dichte von 1.0235 bei gewünschten 1.023. Das reicht mir als Referenz. Und ob es nun tatsächlich 1.023 oder 1.024 sind ist mir persönlich egal. Solange alle anderen Werte wie Ca, Mg, etc. dann auch noch passen bin ich zufrieden. Wichtiger ist m.M. die Dichte konstant zu halten.

    Ach ja... ich hab das Aräometer von AquaMedic. Und das hat sehr wohl eine Skala, die bis 1.000 (ja... 0 war natürlich ein Denk/Schreibfehler) reicht.

    so long,
    Florian - Tapatalk -

  • Somit weiß ich wieder ohne geeichtes Meßgerät nicht, woran ich bin.
    Ich finde es reichlich frustrierend, daß es so schwierig zu sein scheint, ein präzises Instrument für die primitivste physikalische Messung überhaupt herzustellen.

    Hol Dir das Tropic Marin Aräometer, die Spndel ist sehr groß und sehr präzise.
    Selbst Refraktometer muss man hin und wieder mit einer Spindel überprüfen, was auch der Grund ist, warum ich keins besitze. Da nehm ich doch gleich die Spindel.

    Zu den Salzen:
    Analysieren kann ich die wohl kaum, aber ich habe durchaus schon unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Die schlechteste war bisher, daß neu angesetztes Wasser über mehr als 24h komplett milchig blieb, ein Salz eines bekannten und eigentlich guten Markensalzes. Ich habe es weggeschüttet.
    Wenn ich den Aquacalculator richtig verstehe, ist auch jedes Salz etwas anders zusammengestellt.
    Um irgendwelche Zahlen in den Raum zu werfen:
    Das eine kommt mit 380mg/l Ca daher, das nächste ist als Nachschub für SPS-Becken gedacht und hat 480mg/l.
    Das hat natürlich nichts mit der Qualität zu tun, aber es gibt halt doch relativ große Unterschiede bei den Salzen.
    Qualitätsunterschied würde verschiedene Reinheitsgrade bedeuten. Wenn Du irgendwo 25kg für´n Zehner siehst, hat vermutlich jemand in einem MW-Laden gefegt und alles in den Eimer gekippt. Hätten alle Bestandteile pharmazeutischen Reinheitsgrad wäre das Salz entsprechend teuer.

    MfG
    Björn

    -------------------------------------------------------------
    Wisst ihr, was das tragische an Kanada ist?

    Die hätten französisches Essen, britische Kultur und amerikanische
    Technologie haben können, aber die haben französische Technologie,
    britisches Essen und amerikanische Kultur bekommen.

  • Selbst Refraktometer muss man hin und wieder mit einer Spindel überprüfen, was auch der Grund ist, warum ich keins besitze.


    Sorry, aber das ist ja nun Quatsch. Wofür gibt es zuverlässige Referenzen. Mit diesen benutze ich nun seit Jahren ein Refrak und das funktioniert schnell und zuverlässig.

    Grüße

    Michael

  • Ok, daran hatte ich nicht gedacht :smiling_face:
    Wie auch immer, Gegenprüfen muss man es.

    MfG
    Björn

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    Wisst ihr, was das tragische an Kanada ist?

    Die hätten französisches Essen, britische Kultur und amerikanische
    Technologie haben können, aber die haben französische Technologie,
    britisches Essen und amerikanische Kultur bekommen.

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