Valenciennea puellaris vs Valenciennea wardii

  • Hallo zusammen

    Finde die wardii optisch etwas schöner. Sind die beiden vom Verhalten ähnlich einzustufen? Kann ich noch Symbiosegrundeln mit Krebs halten? Probleme mit Brunnenbauer? Gibt es bessere Alternativen um den Sand sauber zu halten? Können die als Paar meine Grundfläche von 3,80 x 1,45 alleine sauber halten? Kann ich vielleicht beide zusammen als Paar halten? Wer kann mir helfen?

    Gruß Torben

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  • Grüß Dich Torben,

    ich finde die V. wardii auch optisch schöner, habe es auch mit einem Pärchen probiert, eines der Tiere ist leider nach einem
    Tag auf die Abdeckung vom Ablaufschacht gesprungen, sonst hatte ich alles abgedeckt :loudly_crying_face:
    Das zweite Tier ist nach einer Woche nicht mehr aufgetaucht, definitiv nicht rausgesprungen...

    Nun habe ich ein Pärchen V. puellaris und was soll ich sagen alles gut, sehr robust, fressen wie die Rasenmäher,
    habe nun schon öfters gelesen das die V. wardii empfindlicher sein sollen...

    Und meiner Meinung gibt es nichts besseres für den Boden, seit dem ich die drin habe, sieht der Boden immer
    Schneeweiß aus, ok hier und da muss man mal einen Hügel planieren...

    Aus meiner Erfahrung kann ich dir die V.puellaris absolut empfehlen :thumbs_up:

    Salzigen Gruß
    Daniel

    Mein WohnzimmerRiff

    Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen,
    bleibt es trotzdem eine Dummheit.
    Anatole France

  • Danke Daniel
    Du hast mir in einem anderem Thread ja schon die puellaris ans Herz gelegt. Wie schätzt du die Sache ein. Reicht ein Paar für mich? Wie ist die Vergesellschaftung mit Brunnenbauer und Symbiosegrundeln?

    Gruß Torben

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  • Guten Morgen Torben,

    was los, kannst im Urlaub nicht schlafen, oder noch im Tiefenrausch :grinning_squinting_face:

    Da du ja gerade das Great Barrier Reef nachbaust, kann ich dir nicht wirklich was dazu sagen, da
    habe ich keine Erfahrungswerte, ab welcher Beckengröße, bzw. Territoriumsgröße auch 2 Paare gehen,
    auf kleinem Raum geht das sicher nicht da sich die gleichgeschlechtlichen Tiere wohl bekämpfen würden.

    Aber wenn ich meine beiden Arbeitstiere sehe (und sie sind noch nicht ausgewachsen) würde ich sagen das die
    locker das 4-5 fache von meiner Sandfläche umgraben.
    Also bei mir interessieren sie sich für keinen der andern Fisch und sind nach der Eingewöhnungszeit auch überhaupt
    nicht mehr schreckhaft, ganz im Gegenteil schnappen die mittlerweile den Doktoren und Zwergkaisern so manchen
    Futterbrocken, im Freiwasser, vor der Nase weg.

    Aber zu Brunnenbauern und Symbiosegrundeln kann ich dir nichts sagen, da ich diese nicht pflege...

    Salzigen Gruß
    Daniel

    Mein WohnzimmerRiff

    Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen,
    bleibt es trotzdem eine Dummheit.
    Anatole France

  • Moin Daniel

    Bin seit vorgestern wieder zurück. Unser Kleiner lebt aber noch vier Stunden Zeitversetzt :grinning_squinting_face:

    Da darf man(n) mal um zwei drei Uhr aufstehen.

    Beim Tauchen durfte ich alles geben. Deko Kammer auf der Insel :grinning_squinting_face: für die blöden Deutschen.


    Gruß Torben

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  • Hallo Torben,

    bei den V. wardii muss man sehr genau schauen und Glück haben ein gesundes und futterfestes Paar im Handel zu finden.
    Eine lückenlose Abdeckung ist in den ersten Wochen zwingend notwendig. Erst wenn sie eine feste Wohnhöhle bezogen haben und von anderen Fischen nicht gestresst werden, ist die Gefahr eines Sprungs relativ gering. Wenn sie wollen finden sie allerdings die kleinste Ritze.

    Von Tieren, die eine rötliche Färbung an manchen Stellen (oft im Maulbereich zu sehen) aufweisen, unbedingt die Finger lassen.
    Um die Wardiis auf Dauer gesund zu halten benötigen sie reichlich und abwechslungsreiches, angereichertes Futter. Es sollte auch keine Nahrungskonkurrenz in Form von grabenden Seesternen o.ä. vorhanden sein.

    Viele Grüße
    Corinna

    LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️

  • Zitat

    Hallo Torben,

    bei den V. wardii muss man sehr genau schauen und Glück haben ein gesundes und futterfestes Paar im Handel zu finden.
    Eine lückenlose Abdeckung ist in den ersten Wochen zwingend notwendig. Erst wenn sie eine feste Wohnhöhle bezogen haben und von anderen Fischen nicht gestresst werden, ist die Gefahr eines Sprungs relativ gering. Wenn sie wollen finden sie allerdings die kleinste Ritze.

    Von Tieren, die eine rötliche Färbung an manchen Stellen (oft im Maulbereich zu sehen) aufweisen, unbedingt die Finger lassen.
    Um die Wardiis auf Dauer gesund zu halten benötigen sie reichlich und abwechslungsreiches, angereichertes Futter. Es sollte auch keine Nahrungskonkurrenz in Form von grabenden Seesternen o.ä. vorhanden sein.

    Viele Grüße
    Corinna


    Hallo Corinna

    Nach deinem Statement werden es wohl nicht die wardii!

    Wie sieht aber die Vergesellschaftung mit Brunnenbauer und Symbiosegrundeln aus?

    Gruß Torben

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  • Hi Torben,

    ich bin mittlerweile der Meinung, dass man Baggergrundeln, wenn man sie auf Dauer gesund erhalten will, möglichst wenig Nahrungskonkurrenz vor die Nase setzen sollte und den Stresspegel durch hektische oder aufdringliche Fische (größer werdende Lippfischarten z.B.) möglichst gering halten sollte. U.U. kann es nämlich passieren, dass die Baggergrundeln durch den Stress nur noch ein paar cm rund um ihre Höhle baggern und bei der kleinsten Störung in ihre Höhle abtauchen. Bei uns war es ein aufdringliches H. chrysus Männchen, dass den Grundeln das Baggern ständig verleidet hat, weil er sie während des Baggerns immer penetrant verfolgte, um ihr die Krebschen aus dem aufgewirbelten Sand vor der Nase wegzufressen. Gibt sicherlich auch Grundeln, die das vielleicht nicht stört. Unsere fühlten sich dadurch gestört.
    Letztendlich hängt es vor allem von der Größe der gebotenen Sandfläche ab, ob du beide Arten vergesellschaften kannst, ohne dass sich die Grundeln dadurch bedrängt fühlen. Die Brunnenbauer wechseln öfter mal ihren Standort und graben gerne an unterschiedlichen Stellen ihre Höhlen.

    Liebe Grüße
    Corinna

    LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️

  • Hallo Torben,

    dann hier mal meine Erfahrung mit den beiden Grundelarten.
    Bestellt hatte ich eigentlich 4 x wardi die aber dann nicht verfügbar waren, so das es 2 x pullaris und 2 x wardi geworden sind. Von den beiden wardi war nach ein paar Tagen eine weg, aber definitiv nicht rausgesprungen. Das pullaris Pärchen und die einzelne wardi leben bei mir in zwei getrennten Hölen die maximal 5cm auseinader sind. Streitigkeiten oder Drohgebäreden konnte ich bis jetzt nicht feststellen. Während die pullaris den ganzen Tag im Becken unterwegs sind, lebt die wardi ausschließlich in ihrer Höle und kommt nur zum fressen mal kurz raus. Hatte sogar schon gedacht das sie auch weg war, nachdem ich sie mehr als eine Woche nicht gesehen hatte. Aber bis jetzt hält sie sich. Ein baggern ist aber nur im Radius von 10cm um ihre Höle festzustellen.
    Die pullaris sind wesentich aktiver und haben auch einen größeren Aktionsradius, decken aber nicht das komplette Becken ab. Das liegt an meinem Borstenzahn Doc der die Grundeln immer wenn er sie sieht in ihre Höle scheucht. Am Anfang haben die pullaris ihre Höle auch nur in einem Radius von ein paar Zentimetern verlassen, und sind immer wieder schnell in die Höle geflüchtet sobald ein Doc vorbei schwamm. Das hat sich nach ca. einer Woche dann gelegt und sie haben ihren Aktionsradius vergrößert.Mittelerweile wissen sie das nur vom Borstenzahn Doc Gefahr droht.
    Mein Fazit. Die wardi sind deutlich empfindlicher und brauchen wirklich einen ruhigen Fischbesatz. Die pullaris isnd die robusteren tiere und wenn einmaleingewöhnt auch recht aktiv.Also klares Plus für die pullaris.Bei deiner Beckengröße würde ich zwei Pärchen einsetzen.

  • Prima danke noch ein weiterer Befürworter der puellaris. Dann sollen es diese werden. Borstenzahn soll keiner eingesetzt werden auch wegen der Probleme mit den Schleimfischen.

    Erfahrungen mit Symbiosegrundeln und Brunnenbauern?

    Gruß Torben

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  • Hallo, meine Puellaris nerven. Die bauen ständig Burgen, schleppen großflächig den gesamten Sand weg und schmeißen diesen teilweise auf meine Bodendeko. Können Seesterne den Job der Bodengrundreinigung übernehmen?

    Grüße Torben

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  • Diese Erfahrung mache ich mit meinem Paar Amblygobius phalaena leider auch, die inzwischen über 10cm lang sein dürften. Die Baggertätigkeit lässt aber mit zunehmenden Bodenbelägen nach, also dann wenn es besonders hilfreich wäre. Erst nachdem ich den Sand umgerührt habe, finden sie wieder mehr Spaß am Baggern. Zusätzlich steigen sie auf, um den Sand auf höhere Steine rieseln zu lassen. Zu einem späteren Zeitpunkt nehmen sie den höher gelagerten Sand auf und tragen ihn nochmal eine Etage nach oben. Eine von beiden schläft im Sandhaufen, die andere in einer ungenutzten Abyzz-Box ganz weit oben. Da ich den Sand trotzdem wöchentlich umrühren muss, sind sie keine Unterstützung, aber unterm Strich schön zu beobachten.

    Die Erfahrung mit grabenden Seesternen würde mich auch mal interessieren.

    Christian

  • Das gleiche "Problem" hatte ich auch, habe jetzt 3 Strombus Luhuanus im Becken, die sind meiner Meinung nach besser wie Baggergrundeln wenn es um den Bodengrund geht. Die bauen keine Höhlen, verbuddeln nichts unter Sandhügeln und der Bodengrund bleibt schön weiß und eben.
    Ein weiterer Vorteil ist das sie aktiv Cyanos fressen, sie fressen die Cyano Baterien direkt mit ihrem Rüssel vom Bodengrund (konnte man bei mir schön beobachten)

    Habe auch seit ca. 1 Jahr einen grabenden Seestern im Becken, der verrichtet seine Arbeit im Bodengrund auch sehr gründlich.

    mfg Philipp

  • hatte das Problem auch mit meinen Päärchen Puellaris. Leider ist einer aus den Becken gesprungen seid dem wühlt der eine nur noch im Sand. Burgen und Hügel werden nicht mehr gebaut fragt mich jetzt nicht warum.
    Andreas

  • Bei mir starb das Weibchen leider nach ein paar Monaten beim ablaichen in der Sandburg, sie laichten regelmäßig ab, denke dies war die Todesursache.
    Seitdem lebt das Männchen alleine bei mir, er lebt aber trotzdem noch in der Burg und gräbt sich jeden Abend darin ein.

    mfg Philipp

  • Hallo, danke für eure Antworten. Eine Burg ist okay. Aber die transportieren den ganzen Sand im Becken von links nach rechts. Das ist das Problem. Der Sand bleibt natürlich schön sauber. Wenn ich den gleichen Erfolg von Seesternen und Sanddollar erwarten kann ist mir das lieber. Hatte auch gern ein paar Krabbengrundeln. Habe ich mir bei den Puellaris aber nicht getraut. Gibt es bei Krabbengrundeln Probleme?

    Grüße Torben

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