Nachschlagewerk/-quelle zur Nesselkraft von Korallen ? Koralle vs. Koralle...

  • Hallo,
    ich bin Jens. Kurz ein paar Worte: Wir pflegen in der Familie ein 130L Red Sea Becken, ein 250L Riff und ein 40L Nano.

    Seit ich das Nano pflege versuche ich die Korallen so nah wie möglich zu setzen.

    Bei mir im Nano hat sich herausgestellt, dass die M. hoffmeisteri alle
    anderen vernesselt und überwächst (u.a. Montiporen, Hystrix, Acros),
    während meine rote M. hodsoni gut mit einer kleinen Acropora auskommt
    und eine Seriatopora problemlos in der grünen M. delicatula sitzt.

    Desweiteren habe ich viele kleine Anemonen, vermutlich Thalassianthus,
    die noch keiner anderen Koralle etwas zu leide getan haben.


    Kennt jemand ein Nachschlagewerk oder Quelle, wo man die Nesselkraft von Korallen gegenüber anderen Korallen verzeichnet hat?

    Im MW-Lexikon sind die Infos zu den Artenreichen Korallen ja leider nur sehr allgemein gehalten.

    Interessant für mich wäre, welche Korallen in unmittelbarer Nähe ohne Probleme miteinander auskommen.


    Salzige Grüße

    Jens

    PS.: Das Thema habe ich bereits hier versucht zu starten, jedoch gab es nur wenig Resonanz!

  • PHallo Jens,

    ich wuerde mir fuer alle Interessierten wünschen, dass so etwas in die jeweiligen Beschreibungen aufgenommen wird. Nicht nur dann und wann im allgemeinen Text verbuddelt, sondern als Extra-Rubrik. In einer Art hervorgehobener Rubrik (Kasten) sollten folgende Punkte beantwortet werden: Lichtanspruch, Wasserbewegung, Aggressivität und Schwierigkeitsgrad der Pflege (Robustheit). In ihrer natürlichen Umgebung verschaffen sich etliche Arten Platz durch radikale Vernesselung ihrer Umgebung. Das dient der Selbsterhaltung und schafft Dominanz im Riff. Korallen der oberen Wassersäule versuchen sich einen Vorteil durch schnelles Wachstum zu erkämpfen. Genug Licht bedeutet Leben. Meist sind diese Arten weniger nesselfaehig, als die Arten der tiefer liegenden Zonen. Die unterschiedlichen Arten der jeweiligen Korallen kommen sich in der Natur nicht so sehr in die Quere, da ihr Vorkommen nicht nur von der Tiefenzone abhängt, sondern auch vom geografischen Verbreitungsgebiet. Nicht jede Korallenart trifft in der Natur auf feindlich gesinnte Spezies. Im Aquarium schon. Da nicht stur nach Biotop eingekauft wird, sondern mit dem Auge und dem Herzen, sind oft die Zusammenstellungen kurios. Erfahrene Pfleger wissen um die unterschiedlichen Aggressivitaeten der einzelnen Arten. Auch innerhalb einer Art kann es deutliche Unterschiede geben. Wer teilt so etwas einem Neuling mit? Meist ist es zu spät, das Kind ist in den Brunnen gefallen, eine Koralle ist durch Nesselung geschädigt. Meist auch noch das optische Prunkstück, die Farblose nebenan hat gewonnen. Leider. :frowning_face: :frowning_face: Auch sollte man sich vor Augen fuhren, dass es je nach Vernesselungsgrad oft den Tod oder ein langsames Siechtum für die geschädigte Koralle bedeuten kann. Die geschädigten Stellen bieten Angriffsfläche für Algen, das Gewebe zieht sich meist an diesen Stellen zurueck, es kann sich auch komplett aufloesen.
    Aus diesem Grunde ist ein gesonderter Hinweis auf die individuellen Aggressivitaeten in Form einer Punkteskala wertvoll. Nach dem Motto: 6 Punkte schlägt (nesselt) 4 Punkte! Vorreiter zu diesem Thema sind Eric Borneman (A Practical Guide To Corals For The Reef Aquarium) und Julian Sprung ( Korallen- Ein Bestimmungsbuch). Hier wurde bereits vor vielen Jahren versucht, dem Interessierten eine Art Krücke mit auf den Weg zu geben, um Unfälle in der Vergesellschaftung der einzelnen Arten zu vermeiden.
    Gruss
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Hallo Reinhard,

    um welche Korallen geht es denn?

    Gruss
    Hajo

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  • Hallo Reinhard,

    das ist typisch für Korallen, die mit Mesenterialfilamenten kämpfen, innerhalb einer Nacht ist die halbe Nachbarkoralle (oder auch die ganze) weg. Unterschiedlich ist der Sicherheitsabstand, der einzuhalten ist. Extrem ist bei mir Acanthastrea echinata, 10 cm Mindestabstand, andere LPS müssen sich fast berühren, bevor die Mesenterialfilamente eingesetzt werden.

    Auch bei Korallen mit Kampftentakeln ist ein entscheidendes Kriterium der Sicherheitsabstand, also die Länge der Kampftentakeln. Bei mir verlangt eine mäandrierende Hirnkoralle, wahrscheinlich Platygyra lamellina, den größten Sicherheitsabstand. Innerhalb von 10 bis 15 cm wird vor allem in Strömungsrichtung alles weggefegt, auch die nicht wenig aggressive Hydnophora.

    SPS kämpfen eher durch Raumgewinn und Überwachsen, verlängerte Tentakeln und Mesenterialfilamente setzen sie nur auf sehr kurze Distanzen ein.

    Den Hauptunterschied von Riff zu Aquarium sehe ich in der Größe der Korallen und der Anzahl der Arten je m2. Klar, dass es bei 30 Korallenarten auf einen m2 mehr Konflikte gibt als bei einer Art über einen oder mehrere m2. Da ist es dann kurzfristig auch nicht so entscheidend, ob am Rand ein bisschen gekämpft wird, vielleicht holt ja schon der nächste Sturm den Nachbarn.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo zusammen,


    Ein Plädoyer für dieses Thema. =)

    Ich bin etwas erstaunt, das dieser Thread so wenigResonanz zeigt. :frowning_face: Meiner Meinung nach hat dieses Thema viel mehr an Interesse verdient, als manch anderer Beitrag schräger Philosophie. Allerdings vermisse ich auch eine gewisse Reaktion durch den Themenstarter selbst.

    Für mich zählt ein profundes Wissen um die Aggressivität der verschiedenen Korallen mit zu den wichtigsten Posten in der Korallenpflege. Es geht hier auch nicht nur allein um die Schädigungen von Korallen untereinander, sondern auch um den Schutz des Pflegers vor zum Teil sehr unangenehmen Verletzungen durch „Verbrennungen“ unterschiedlichen Grades. Außerdem ist es biologisch/biochemisch gesehen, ein interessantes Thema. Die Wasserwerte mögen noch so gut sein, die Beleuchtung phänomenal und die Wasserbewegung exzellent. Was nützt das aber alles, wenn auf der anderen Seite Verluste von Korallen durch unüberlegtes Platzieren zu verzeichnen sind. Nicht etwa wegen der vielleicht nicht optimierten „Standards“, sondern aufgrund selbst provozierter Schäden durch eine unbedachte Vergesellschaftung. Wenn ich in meine Becken schaue, dann herrscht mancherorts Krieg im Riff. Bei dichtem Bewuchs hat die eine oder andere Art das Nachsehen. Wenn man sich gewisse Vorteile davon erhofft, kann man das so laufen lassen. Das betrifft mehrheitlich schnell wachsende SPS und weniger die langsameren LPS. SPS können bei Schäden weitaus besser fragmentiert werden, als die Vertreter der anderen Zunft. Schon aus diesem Grund kann es nicht egal sein, wer auf wen trifft, bzw. wer welches Gewebe vernesselt oder zerstört.
    In den verschiedenen Beschreibungen der einzelnen Korallenarten wird kaum auf die sehr unterschiedlichen Nesselstrategien und die ebenfalls unterschiedlichen Intensitäten von Aggressionen eingegangen. Wenn überhaupt,dann begnügte man sich mit der etwas schwammigen Aussage: Hoch/Mittel/Niedrig.
    Dass diese Bewertung in vielen Fällen nicht ausreichte, sondern nur als sehr grobe Richtlinie verstanden werden konnte, wurde jedem spätestens mit den ersten, eigenen Tierverlusten klar. J. Sprung hat diese Methode verfeinert, indem er der individuellen Aggressivität der Tiere eine Skala von 1-10 verpasst hat. Diese Methode ist genauer und trägt sicherlich dem Wissen um die unterschiedlichen Intensitätsstufen mehr Rechnung, als nur eine grobe Rastereinteilung. Letztendlich und genau genommen ist diese Gliederung aber auch nicht optimal, da sie nur einen kleinen, zeitweiligen und überschaubaren Teil der gehandelten Korallen erfasst. Natürlich könnte man jetzt sagen, bei der großen Artenvielfalt ist es schier unmöglich, alle Unterarten, die ja auch innerhalb ihrer eigenen Art unterschiedliche Nesselstärken- und Methoden besitzen, in einem so engen Raster zu erfassen. Aber selbst wenn das so ist, bleibt trotz einer nicht optimalen Erfassung der Arten wenigstens für den Interessierten noch genügend Information übrig, um in gewissen Situationen richtig handeln zu können. Mir sind etliche! Pfleger von Korallen bekannt, die sich wegen der Verluste maßlos geärgert haben, was mit besserem Wissen und genügend Verstand eigentlich ganz einfach hätte vermieden werden können. Wer seine Korallen liebt, der wünscht ihnen ja sicher ein langes Leben. Deswegen sollten alle beobachteten, negativen Reaktionen aufgrund eines zu nahen Kontaktes unverzüglich abgestellt werden. Mit frei beweglichen Teilen ist das problemlos durchführbar. Mit festgewachsenen oder krustigen Arten kann es schon Mühe bedeuten. Die Aggressiveren werden sich immer durchsetzen. Das kann durch eine radikale Kriegserklärung an die andere Art und mit derer sofortigen Vernichtung schnell geschehen (innerhalb von einigen Minuten), oder es wird ein langsamer, schleichender Prozess, der aber immer am Ende den Verlust des schwächeren Tieres zur Folge hat. Egal, welcher Koralle welche Strategie zum Überleben mit auf den Weg gegeben wurde, es gibt mindestens einen Verlierer. Meist deren 2 ! Der andere sitzt mit Sicherheit vor dem Becken.

    Um solche Situationen zu vermeiden, wäre nicht nur ein zarter Hinweis vonnöten, sondern weitaus genauere Informationen bezüglich der individuellen Aggressivität der Arten. Weil aus bekannten Gründen das Gefahrenpotential durch Schädigung bei Mensch und Tier in unseren sehr begrenzten Behältern ungleich höher ist, als in der Natur, würde ich die Implementierung einer Bewertungsskala im Meerwasserlexikon sehr begrüßen. In meinen Augen gerade für den Anfänger besonders wertvoll. Mir ist schon klar, dass das Zusammentragen solcher Informationen nicht einfach zu bewerkstelligen ist. Eingeholte Informationen müssen absolut wasserdicht sein und die Abbildungen korrekt. Vielleicht kann man den Anfang machen mit einer Übernahme der Erfahrungen von Julian Sprung. Eine sukzessive Erweiterung durch die Forengemeinschaft kann dann später immer noch erfolgen.

    Gruß

    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Grüß Dich Hajo,

    ich bin absolut dafür, gerade als Greenhorn wie ich es bin, ist es super schwer
    den Überblick zu behalten mit den unterschiedlichsten Faktoren:
    Licht, Strömung, Wasserwerte, Fischbesatz und eben Vergesellschaftung bzw. Nachbarschaft.

    Ich kann leider noch keine Erfahrungen und Beobachtungen beisteuern, dafür sind meine
    Korallen noch nicht genug gewachsen.

    Salzigen Gruß
    Daniel

    Mein WohnzimmerRiff

    Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen,
    bleibt es trotzdem eine Dummheit.
    Anatole France

  • Hallo,

    mein Interesse ist nach wie vor sehr groß. Jedoch wollte ich erstmal die Reaktionen abwarten :winking_face:

    Eine Skalierung von 1-10 finde ich schonmal sehr gut. Auf diese Weise sieht man direkt bei welchen Pfleglingen man aufpassen sollte !
    Wie schon beschrieben, interessiert es mich besonders, welche Korallen in unmittelbarem Kontakt miteinander auskommen.

    Hajo, eine solche Liste schwebt mir auch vor!
    Zunächst könnte man einen Überblick über die Verteidigungsmechanismen unterschiedlicher Korallenarten verfassen.

    Dann könnte man mit Hilfe der Forenmitglieder eine Liste erstellen, in der "Empfehlungen zur Verpaarung" (jemand einen besseren Begriff?) gegeben werden. Das würde ich mir dann z.B. so vorstellen:

    Seriatopora kann problemlos in grüner M. delicatula platziert werden. Seriatopora ist leicht dominat --> hält Plattenkoralle 3-4mm auf Abstand
    Zusätzlich noch ein Bild "als Beweis"...

    Was haltet Ihr davon?

    Grüße
    Jens

    PS.: Wer ist Julian Sprung ?

  • @jens:

    Hajo, eine solche Liste schwebt mir auch vor!


    So etwas gibt es bereits. Zwar nicht für alle Korallen, aber für viele handelsübliche Arten. Siehe die beiden oben erwähnten Autoren.

    Seriatopora kann problemlos in grüner M. delicatula platziert werden. Seriatopora ist leicht dominat --> hält Plattenkoralle 3-4mm auf Abstand
    Zusätzlich noch ein Bild "als Beweis"...

    Was haltet Ihr davon?

    So einfach ist das nicht, da es auch unterschiedliche Nesselfähigkeiten innerhalb der eigenen Art gibt. Es wird sicher genügen, die einzelnen Spezies in eine Skala von 1 (wenig) bis 10 (sehr stark) einzubinden.

    Grüße
    Jens

    PS.: Wer ist Julian Sprung ?

    Julian Sprung ist Amerikaner, Biologe, Autor und Verfasser von wissenschaftlichen Arbeiten über Korallen und speziell, für Korallen in Aquarienhaltung. Über seine Arbeit hat J. Sprung zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften veröffentlicht und seine Kolumne "Reef Notes" im Freshwater und Marine Aquarium Magazine (FAMA) ist in Buchform erschienen ("Reef Notes Revisited and Revised"). Gemeinsam mit Charles Delbeek hat er die Buchreihe "Das Riffaquarium" verfasst, deren Band 1 und 2 als "Bibel der Riffaquarianer gilt. Last but not least ist er der Autor von "Korallen-Ein Bestimmungsbuch", aus dem ich meine favorisierte Bewertungsskala entnommen habe.

    Restliche Infos sind zu googlen.

    Gruß

    Hajo


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  • Hallo Corinna,

    auch das ist zwar interessant, aber in puncto einer Gewichtung der Aggressivität viel zu allgemein gehalten. Man findet solche mageren Hinweise in Büchern der meisten Autoren. Es geht auch viel genauer.

    Gruss
    Hajo

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  • Hallo Hajo,

    da gebe ich Dir durchaus Recht. Was die Genauigkeit angeht, sehe ich allerdings auch die Schwierigkeit, wirklich verlässliche und aussagekräftige Daten zu erheben.

    Ich habe in meinem Becken eine Pavona decussata, die sich flächig über das gesamte Riff ausbreitet und eine benachbarte Acropora sehr stark vernesselt. an den Stellen, an denen sich die Korallen berühren, sind deutlich die "Kampftentakeln" der Pavona zu sehen. An einer anderen Stelle grenzt die Pavona an eine Sinularia brassica, da zieht eindeutig die Pavona den Kürzeren. Bei anderen Korallen umwächst die Pavona zwar den Fuss der Korallen, jedoch ohne sichtbaren Schaden an der Koralle zu verursachen.
    Wie würdest Du jetzt die Aggressivität der Pavona einstufen?

    Viele Grüße
    Corinna

  • Guten Abend Corinna, 
      
    ich hatte ja schon angemerkt, dass es einige Ungenauigkeiten geben würde. So etwas kann man nicht ausschließen, da trotz der Vielzahl von Erfahrungswerten auch Lücken zu erwarten sind. Die kann man ja mit der Zeit versuchen zu schließen. Deine Frage kann ich nur mit der Erklärung von Sprung zu seiner Grafik (Lichtbedarf, Strömung, Aggressivität, Robustheit) beantworten:

    Balkengrafik: Diese Grafik zeigt die Verträglichkeitsbereiche der physikalischen Umweltparameter, die Robustheit der Koralle und ihre Aggressivität gegen benachbarte Organismen. Bei Beleuchtung und Strömung bedeutet 0 die schwächste und 10 die stärkste Größe. Der farbige Balken zeigt den Verträglichkeitsbereich der Koralle. Die Aggressivität wird als Einzelwert ausgedrückt: 0 steht für die geringste Aggressivität und 10 für die höchste. Hierfür wurde zugrundegelegt, wie viele von zehn verschiedenen, benachbarten sessilen Organismen von der Koralle geschädigt würden. Die Robustheit drückt aus, wie viele von zehn Aquarianern die Koralle erfolgreich pflegen können.

    Das ist doch schon einmal ein guter Ansatz. Übrigens, was spricht dagegen, erst einmal mit der Auswahl der gesammelten Fakten von Sprung anzufangen?

    Gruß

    Hajo

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  • Grüß Dich Hajo,

    Ich kann leider noch keine Erfahrungen und Beobachtungen beisteuern, dafür sind meine
    Korallen noch nicht genug gewachsen.

    Wachstum ist der Anfang von Problemen. Klingt merkwürdig, ist in letzter Konsequenz aber wahr. Natürlich leiden wir dann auf hohem Niveau. :grinning_squinting_face: Dietmar weiss bestimmt was ich meine. In einer in vielen Jahren ge- und verwachsene Artenvielfalt hat es sicherlich nicht jede Koralle geschafft, sich durchzusetzen. Es sei denn, man hat vorher die Reissleine gezogen und rechtzeitig eingegriffen. Es ist so, wie bei der Erstbepflanzung seines Grundstücks. Der Rat des Gärtners wird ignoriert. Man will ja gleich den Sichtschutz. So werden die Sträucher und Bäume eben viel enger gepflanzt, als die Vernunft uns sagt. Mit dem Ergebnis einer späteren Ausdünnung bekommen wir zwar mehr Platz, aber auch diverse Wachstumsschäden durch die Lichtschäden einer zu dichten Bepflanzung. Desgleichen geschieht mit den Korallen. Hier kommt aber noch erschwerend die Nesselung hinzu. So koennen spaeter aus vielen kleinen Korallen nur wenige Grosse werden. Mitunter mit den gleichen Schaeden, wie die schlecht gepflanzten Sträucher in unserem Garten. :frowning_face:
    Gruss
    Hajo

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