• Hilfe! 1000ml NaHCO3-Lösung (80g/l) wiegen bei 20 Grad Celsius 1058g? Hab bei periodensystem-online.de in den Dichtetabellen gespickt, hätte es aber lieber selbst ausgerechnet. Leider nicht geschafft :frowning_face:

    Warum? Will ausrechnen, wieviel ml NaHCO3 meine Grotech dosiert hat, wenn es x Gramm waren, was ich aufgefangen habe. Bei mir waren 1000ml eingestellt, ziemlich genau 720,0 g sind rausgekommen, also 680,5 ml. Nicht schön.

    VG, Martin

    Einmal editiert, zuletzt von Martin Wagner (24. Oktober 2014 um 18:56)

  • Hallo Martin,

    die Dichte einer Lösung kannst du nicht ohne weiteres selbst ausrechnen,
    denn da spielt das individuelle Verhalten der beteiligten Ionen eine große Rolle
    (Stichwort Elektrostriktion). Du musst dich auf Tabellen oder genaue Messungen verlassen.

    Warum probierst du nicht einfach mit Wasser aus, wie viel deine Grotech fördert?

    Gruß Armin

  • Hallo Martin,

    Wenn deine Dosieranlage 680,5ml Dosiert, und deine Lösung pro 1000ml 80g NaHCO3 enthält ist es ein einfacher Dreisatz.

    1000ml = 80g / 1ml = 0,08g / 680.5ml = 54,44g NaHCO3

    Gruß Andy

  • Hallo Andy, darum ging es nicht :face_with_tongue: Ich habe 1000ml eingestellt und gewogen, was rauskam. Nämlich 720,0 g. Um jetzt zu erfahren, wieviel ml NaHCO3 das sind, brauche ich die Dichte meiner Lösung. Die hab ich in einer Tabelle gefunden. Mir war nicht klar, dass man die Dichte einer Lösung mit einer bestimmten Konzentration nicht ohne Weiteres berechnen kann, deshalb danke Armin! Ich mach es jetzt wie vorgeschlagen nochmal mit Wasser. War zuerst nur zu bequem, jeden zu kalibrierenden Kanal erst auf H2O umzustellen, also spülen, hinterher wieder mit Lösung befüllen etc. Aber geht nicht anders, schon für mein CaClx2H2O finde ich keine Tabelle mehr, aus der ich die Dichte entnehmen kann.

    Der eigentliche Punkt an diesem Thema ist, dass unsere Dosierpumpen wohl oft eben nicht das ausgeben, was wir einstellen. Weil die Schläuche altern, weil die Schlauchlängen lang sind, weil eine gewisse Höhe überwunden werden muss, weil die Pumpenmotoren der Kanäle nicht alle exakt gleich laufen etc. All das beeinflusst die ausgegebene Menge. Vermutlich passen wir die eingestellte Dosiermenge einfach nach Erfahrung an, aber um aus unseren gemessenen Wasserwerten vernünftig die Dosierung anzupassen, würde ich der Einfachheit halber schon gerne wissen, was die Pumpe nun wirklich dosiert. Werde das jetzt mal ausprobieren.

    LG, Martin

  • Hallo Martin,

    Das mit den Dosierpumpen und der unterscheidlichen Mengen ist normal. Weshalb machst du den "umweg" über das Gewicht? Schau doch einfach wieviel ml sie in einer Minute schaft bzw. in der eingestellten Zeit. Du schriebst ja 608,5ml.

    Du kannst auch deine Menge Salz nehmen und dann auf 1000ml auffüllen, wenn du diese lösung dann abwiegst, weist du weiviel Gramm 1ml deiner Lösung wiegt.

    Gruß Andy

  • Hallo Andy,

    ich habe gewogen, weil ich die Masse genauer bestimmen kann als das Volumen. Messzyklus über 24 Stunden, weil ich das für genauer halte als eine Messung über wenige Minuten.

    Dass unsere Dosierpumpe nicht genau die Menge abgeben, die wir einstellen, ist wie du schreibst normal. Das war soweit auch klar, sonst hätte ich nicht gemessen :winking_face: Aber so normal es auch ist, ich will wissen, mit welchem Korrekturfaktor ich pro Kanal in etwa rechnen muss, um meine eingestellte Dosiermenge entsprechend an die Gegebenheiten anpassen zu können.

    Deshalb werde ich die tatsächlich abgegebene Menge jetzt für jeden Kanal ein paar mal messen. Die ursprüngliche Frage bezog sich lediglich darauf, ob ich mit den bereits in den Schläuchen enthaltenen Lösungen rechnen kann, was dann möglich gewesen wäre, hätte man deren Dichte aus der Konzentration berechnen können. Da hat Armin den entscheidenden Hinweis gegeben.

    Die Idee, einen Liter der Lösung anzusetzen und diesen abzuwiegen ist gut, wobei das ja nicht nur eine genaue Waage,sondern auch einen geeigneten Messzylinder erfordert. Oder ein Aräometer, aber die vorhandenen Spindeln für Meerwasser haben nicht den geeigneten Messbereich. Da ist es dann tatsächlich doch wieder einfacher, die Messung einfach mit Wasser durchzuführen.
    LG, Martin

    Einmal editiert, zuletzt von Martin Wagner (26. Oktober 2014 um 07:43)

  • Hallo Martin,

    Da du die Menge anscheinend sehr genau bestimmen willst, muss ich dich etwas entäuschen (zumindest aus meiner Erfahrung heraus). Ich hatte noch keine "Aquaristik" Dosieranlage in der Hand, die bei jeder Dosierung genau die gleiche Menge dosiert. Die Tolleranzen sind bei der Dosiermenge größer als die beim abmessen der Mengen.

    Gruß Andy

  • Hallo Andy,

    ich will nicht rechthaberisch sein, aber ein paar Tage mach ich das ja nun auch schon... und bei deiner Argumentation würde mich interessieren, was du dann überhaupt an deiner Dosieranlage einstellst? :face_with_rolling_eyes: Es handelt sich nicht um Toleranzen, sondern um Abweichungen zwischen a) den einzelnen aufeinanderfolgenden Dosierungen einerseits und b) zwischen dem eingestellten Wert und der durchschnittlich z.B. täglich insgesamt dosierten Menge andererseits. Darum messe ich mehrfach über 24 Stunden... in meinem Fall habe ich 12 Intervalle pro Tag eingestellt und erhalte somit einen Mittelwert der einzelnen Dosierungen (= tägliche Menge / 12) und außerdem einen Mittelwert aus der täglich dosierten Menge (Summe der täglichen Mengen / Zahl der Tage), also eine Art "grundsätzliche" Abweichung. Um letztere geht es mir.

    Aber lass uns nicht theoretisieren, folgende Werte kann ich dir bereits bieten: mein Kanal Nr. 1 hat in 24h bei einer eingestellten Menge von 1000ml einmal die besagten 680ml dosiert, ein anderes Mal waren es 740ml. Morgen kann ich dir den dritten Wert nennen, aber auch der wird deutlich unter 1000ml liegen. Lass uns mal spekulieren, es sind 700ml. Macht im Schnitt dann ca. 707ml. Messe ich öfter, wäre es noch genauer. Aber schon jetzt weiß ich, dass ich die _gewünschte_ Dosiermenge ungefähr mit 1,4 multiplizieren und an der Pumpe dann diesen Wert einstellen muss, um dann tatsächlich auch das im Becken zu haben, was ich dosieren möchte. Das ist ja nicht unerheblich, oder? Und ja, ich habe bisher auf diesem Kanal nach Gefühl und Erfahrung 1300ml Natriumhydrogencarbonat täglich dosiert, um die KH stabil zu halten. Tatsächlich ins Becken gelangt sind also _im Durchschnitt_ täglich ungefähr 910ml.

    Wenn ich in meinen Tröpfchentests gesehen habe, dass es eher in die eine oder andere Richtung geht, habe ich halt die eingestellte Dosiermenge entsprechend angepasst und bin damit auch zurecht gekommen. Die Korallen auch. Trotzdem möchte ich eigentlich sehr wohl wissen, was meine Pumpe jeweils dosiert. Damit ich einschätzen kann, was mein Becken verbraucht, damit ich z.B. bei Balling die dosierte Menge NaCl-freies Salz anpassen kann (wenn ich es denn verwende) - denn die einzelnen Kanäle der Pumpe haben mit Sicherheit unterschiedliche Fehlerwerte.

    Man muss sicher nichts genauer nehmen, als unbedingt notwendig. Aber zu wissen, was die Pumpe dosiert, macht aus meiner Sicht schon massiv Sinn. Ich finde, da gibt es Parallelen zu den Wassertests... die kalibrieren wir zwischenzeitlich (hoffentlich) auch mit Referenzlösungen und geben uns nicht mehr damit zufrieden, dass sie mehr oder minder immer gleich irgendwas über oder unter dem tatsächlichen Wert anzeigen.

    Niur meine Meinung... :grinning_squinting_face:

    LG, Martin

  • Hallo Martin,

    Ich gebe dir da völlig recht, ich will auch immer wissen was und vor allem wie viel ich ins Becken genau davon gebe, jedoch verstehe ich nicht so recht weshalb du auf ein paar ml genau wissen möchtest was du zugibst (vom Grundsatz her völlig in Ordnung). Deine Dosieranlage jedoch um das XX fache täglich schwankt. Durch deine Durchschnitts Messung der Dosiermengen kannst du die Schwankungen etwas reduzieren, jedoch werden die Schwankungen in der Dosiermenge immer noch nen ganzes stück größer sein als die Tolleranzen beim Messen der Mengen über das Volumen.

    Meine Dosiermengen Regel ich nach dem Verbrauch hoch und runter, ich habe sie einmal "kalibriert" um einen groben Wert zu haben wie viel ich eigentlich Dosiere. Ging dabei so ähnlich wie du vor. Habe das Volumen über drei Tage gemessen.

    Gruß Andy

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